Man mu wissen, da Stoff und Form immer miteinander verbunden
zugleich existieren, da die Vernunft des Geistes aber die Kraft hat,
bald nur den Stoff fr sich, bald nur die Form, bald beide verbunden
zu betrachten.
		-- Pierre Ablard (Logica ingredientibus)
%
In dieser Welt gibt es nur zwei Sorten Menschen - intelligente
Menschen ohne Religion und religise Menschen ohne Intelligenz.
		-- Abu'l-Ala-Al-Ma'arri (arabischer Dichter, 973-1057)
%
Man braucht nicht geistreich zu sein, um zu beweisen, da man begabt
ist. Aber man braucht viel Geist, um zu verbergen, da man keine
Begabung hat.
		-- Marcel Achard
%
In wichtigen Fragen hat man meist zwischen Pest und Cholera zu whlen.
		-- Dean Acheson
%
Das schne Gefhl, Geld zu haben, ist nicht so intensiv, wie das
Scheigefhl, kein Geld zu haben.
		-- Herbert Achternbusch
%
Wenn die Liebe den Mdchen Geist verleiht, so macht sie die Jungen
beschrnkt.
		-- Herbert Achternbusch
%
Die Hlle kann auch produktiv sein, der Himmel ist nur langweilig.
		-- Herbert Achternbusch
%
Die Frage "Haben Sie ein Hirn?" kann einwandfrei nur der Metzger
beantworten.
		-- Herbert Achternbusch
%
Der Name Gott sollte nicht lnger ber die Lippen des Menschen kommen.
Dieses seit langem durch den Gebrauch entwrdigte Wort bedeutet nichts
mehr... Das Wort Gott zu verwenden, ist mehr als Bequemlichkeit, es
ist eine Absage an das Denken, ein Beschleunigungsverfahren, eine Art
scheulicher Kurzschrift...
		-- Arthur Adamov
%
Die Menschen werden geboren, die Menschen sterben, und die Zeit
dazwischen verbringen sie mit dem Tragen der Digitaluhren.
		-- Douglas Adams
%
Der beliebteste Fehler unter den Leuten, die etwas absolut
idiotensicheres konstruieren wollen ist der, da sie den
Erfindungsreichtum von absoluten Idioten unterschtzen.
		-- Douglas Adams
%
Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet,
wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der
Stelle und wird durch etwas noch Bizareres und Unbegreiflicheres ersetzt.

Es gibt eine andere Theorie, nach der das bereits passiert ist
		-- Douglas Adams, The Restaurant at the End of the Universe
%
Er nahm die drei am wenigsten abstoenden Dinge aus seinem Khlschrank,
legte sie auf einen Teller und nachdem sie auch nach fnf Minuten keine
Anstalten gemacht hatten, sich zu bewegen, beschlo er, dies sei sein
Frhstck.
		-- Douglas Adams aus Hitchhiker's Guide
%
"... da es sehr leicht ist, sich durch die Genugtuung darber, da
man sie berhaupt zum Funktionieren bringt, ber ihre grundstzliche
Nutzlosigkeit hinwegtuschen lt..."
		-- Douglas Adams (Macht's gut und danke fr den Fisch)
(gilt zum Beispiel fr Computer oder Programme)
%
Mit einer Quitscheente ist man nie allein.
		-- frei nach Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis"
%
Die beste aller mglichen Welten ist eine Welt ohne Religion.
		-- John Adams (zweiter Prsident der U.S.A., 1735-1826)
%
Fr den Ingenieur ist die Welt eine Spielzeugkiste voller halbfertiger
und schlecht ausgestatteter Spielsachen.
		-- Scott Adams
%
Lesen ist fr den Geist das, was Gymnastik fr den Krper ist.
		-- Joseph Addison
%
Bewunderung ist eine sehr kurzlebige Leidenschaft, die sofort
verfllt, sobald man mit ihrem Gegenstand nher bekannt wird.
		-- Joseph Addison
%
Die grte Gefahr im Leben ist, dass man zu vorsichtig wird.
		-- Alfred Adler
%
Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen, was man sonst 
nicht ausgesprochen htte.
		-- Euphemia von Adlersfeld
%
Astrologie ist Aberglaube aus zweiter Hand.
		-- Theodor W. Adorno (Theodor Ludwig Wiesengrund)
%
Leben, das Sinn htte, fragte nicht danach.
		-- Theodor W. Adorno (Theodor Ludwig Wiesengrund)
%
Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der
Bildung, sondern ihr Todfeind.
		-- Theodor W. Adorno (Theodor Ludwig Wiesengrund)
%
Geliebt wirst Du einzig, wo Du schwach dich zeigen darfst, ohne Strke
zu provozieren.
		-- Theodor W. Adorno (Theodor Ludwig Wiesengrund)
%
Die fast unlsbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der
anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.
		-- Theodor W. Adorno (Theodor Ludwig Wiesengrund)
%
Was ntzt einem Gesundheit wenn man sonst ein Idiot ist.
		-- Theodor W. Adorno (Theodor Ludwig Wiesengrund)
%
Aufgabe von Kunst heute ist es , Chaos in die Ordnung zu bringen.
		-- Theodor W. Adorno (Theodor Ludwig Wiesengrund)
%
Es gibt keinen Alltag. Es gibt nur Alltagsmenschen.
		-- Anita
%
Wo der Abgrund feindlich Gift am Herzen sitzt,
Da schafft es zwiefach harte Qual dem Krankenden.
		-- schylus (Agamemnon)
%
20-Uhr-Nachrichten

Irgendwo herrscht Krieg.
Die Nachrichtensprecherin erzhlt von 100 Toten, an einem Tag.
Fotos der Kriesenregionen werden gezeigt.
Blutberstrhmte Leichen, schreiende Frauen und halbverhungerte
weinende Kinder.
Dann folgt der Wetterbericht.
Es wird warm, warm genug, um morgen schwimmen zu gehen.
Dann wird umgeschaltet.
Mist - der Krimi luft schon 5 Minuten.
Die reiche Witwe, deren Mann erschossen wurde, ist wirklich zu
bemittleiden.
		-- A good friend
%
Wer morgens vor neun auf der Strae anzutreffen ist, der ist nichts
und wird nichts.
		-- Conrad Ahlers
%
Arbeitsbedrfnis ist ein unerlliches Kriterium menschlicher Wrde.
		-- Tschingis Aitmatow
%
Wenn jeder Politiker, der einmal bewut die Unwahrheit gesagt hat,
sein Amt niederlegen mte, wrde es ziemlich leer werden in den
Parlamenten und Kabinetten.
		-- Ernst Albrecht
%
Es ist besser, fr etwas zu kmpfen, als gegen etwas.
		-- Amos Bronson Alcott
%
Designer-Objekte sind zu einer wichtigen Kommunikationsform geworden.
Menschen benutzen Design dazu, um etwas auszudrcken - ber ihre Art
zu leben und zu denken. Das hat sicher mehr mit Lifestyle zu tun als
mit Status-Symbolen.
		-- Alberto Alessi
%
Glaub an das Glck, denn sonst flieht es davon.
		-- Alexandra
%
Den Gebenden schmckt, was den Empfangenden beglckt.
		-- Al-Hariri
%
Die Leute knnen ein Gromaul nicht ausstehen, aber zuhren werden
sie immer.
		-- Muhammad Ali (eig. Cassius Clay)
%
berall wo Zwist herrschen kann, da mu es auch Entscheidung geben.
		-- Dante Alighieri
%
Der eine wartet, da die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie krftig an und handelt.
		-- Dante Alighieri
%
Auch Bitteres kann aus sem Samen entspringen.
		-- Dante Alighieri
%
Kein Schmerz ertrgt sich schwerer, als sich errinnern an die Zeit des
Glcks.
		-- Dante Alighieri
%
Fr Menschen, die den Terror und die Folter berlebt haben, ist der
Vershnungsgedanke unertrglich. Ich wrde niemals wagen zu sagen:
Liebe deine Feinde. Aber wir mssen an unsere Kinder und Enkel denken,
statt uns gegenseitig mit Vernichtung und Ha zu verfolgen.
		-- Isabel Allende
%
Alle reden vom Zeit totschlagen, dabei schlgt die Zeit uns tot.
		-- Alphonse Allias 
%
Manchmal ist es gut, zurckzutreten, aber nicht zu weit.
		-- Steward Alsop
%
Wir verbrennen die Zukunft unserer Kinder. Wir fhren einen dritten
Weltkrieg gegen die Natur, also gegen uns selbst. Dieser Weltkrieg
fordert mehr Opfer als der erste und zweite zusammen.
		-- Franz Alt (Fernsehmoderator u. Journalist)
%
Sei, der du bist, nicht mehr, nicht weniger, aber der sei!
		-- Peter Altenberg
%
Die geschickteste Art, einen Konkurrenten zu besiegen, ist, ihn in dem
zu bewundern, worin er besser ist.
		-- Peter Altenberg
%
Gott denkt in den Genies, trumt in den Dichtern und schlft in den
brigen Menschen.
		-- Peter Altenberg
%
Einen Menschen erziehen heit, ihm zu sich selbst verhelfen.
		-- Peter Altenberg
%
Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch viel trauriger ist
es, keine zu sein.
		-- Peter Altenberg
%
Hte dich vor dem Imposanten! Aus der Lnge des Stiels kann man nicht
auf die Schnheit der Blte schlieen.
		-- Peter Altenberg
%
Informationen sind notwendig.  Wo sie fehlen, entsteht ein Vakuum, da
machen sich viel eher Gerchte, Klatsch und Miverstndnisse breit.
		-- Hans Christian Altmann
%
Der Mensch kann die Krnung der Schpfung bleiben, wenn er begreift,
da er sie nicht ist.
		-- Carl Amery
%
Wer ein schlechtes Gedchtnis hat, erlebt viele neue Premieren.
		-- Axel von Ambesser (eig. Axel Eugen von sterreich)
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Es hot kaan Zweck dos'd dositzt und mi aanheulst.
		-- Wolfgang Ambros
%
Ein glckseliges Leben ist der Genu der Gegenwart; das ewige Leben
ist die Hoffnung der Zukunft.
		-- Ambrosius Ambrosius
%
Risiko ist die Bugwelle des Erfolges.
		-- Carl Amery
%
Ein Glaube ist nicht wahr, nur weil er ntzlich ist.
		-- Henri Frdric Amiel
%
Frauen mchten ohne warum und wofr geliebt werden.  Nicht weil sie
hbsch, liebenswert, wohlerzogen, anmutig oder intelligent sind,
sondern einfach nur weil sie sie selbst sind.
		-- Henri Frdric Amiel
%
Je stummer ein Kommando, umso selbstverstndlicher unser Gehorsam.
		-- Gnther Anders (eig. Gnther Stern)
%
berflu ist die Mutter der Phantasielosigkeit.
		-- Gnther Anders (eig. Gnther Stern)
%
Es gibt keine Originale mehr, sondern nur noch Kopien.
		-- Gnther Anders (eig. Gnther Stern)
%
Auch das Alltagsleben kann eine Tragdie sein.
		-- Hans Christian Andersen
%
Wir sollten nicht immer nur an die dunklen Tage unseres Lebens denken.
Die heiteren und glcklichen Tage verdoppeln sich, wenn man sich ihrer
erinnert.
		-- Anne-Marie (ehemalige Knigin von Griechenland)
%
Manchmal vermag uns ein durch den Asphalt brechender Lwenzahn die
tgliche Frage nach dem Sinn des Lebens eindrcklicher und
berzeugender zu beantworten, als eine ganze Bibliothek
philosophischer Schriften. 
		-- Anonyma
%
Die Wahrheit bedarf nicht viele Worte, die Lge kann nie genug haben.
		-- Anonym
%
Das sichere Zeichen des beginnenden Alters ist, da man geschwind
noch einige Jugendtorheiten begeht.
		-- Anonym
%
Wer etwas tun kann, braucht auch vor einer kleinen Snde nicht
zurckschrecken.
		-- Anonym
%
Mach dir selber Freude, soviel du nur kannst. Oder meinst du
vielleicht, die Welt wrde sich veranlat fhlen, dir Freude zu
machen.
		-- Anonym
%
Geistreich sein heit, sich leicht verstndlich zu machen, ohne
deutlich zu werden.
		-- Jean Anouilh
%
Die wahren Lebensknstler sind bereits glcklich, wenn sie nicht
unglcklich sind.
		-- Jean Anouilh
%
Reich sein ist wirklich nur schn, wenn man arm ist.
		-- Jean Anouilh
%
Frauen trsten uns ber jeden Kummer hinweg, den wir ohne sie nicht
htten.
		-- Jean Anouilh
%
Kinden mssen die Dummheiten der Erwachsenen ertragen, bis sie gro
genug sind, sie zu wiederholen.
		-- Jean Anouilh
%
Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus
ihnen macht.
		-- Jean Anouilh
%
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank fr auch nur einen
Impuls der Freiheit.
		-- Susan Brownell Anthony
%
Auf die Gegner mu man wohl achthaben, denn niemand bemerkt unsere
Fehler eher als sie.
		-- Antisthenes
%
Das Familienleben ist eine Strung des Privatlebens.
		-- Michelangelo Antonioni
%
Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.
		-- Ludwig Anzengruber
%
Man sollte wirklich nur die zusammen leben lassen, die ohne einander
sterben wrden.
		-- Ludwig Anzengruber
%
Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heit, ihn
lstern.
		-- Ludwig Anzengruber
%
Wenn jemand Landwirtschaft lernen will, kann ich nur annehmen, da er
in die Politik will. Denn zwei Jahre Mist umschaufeln ist eine gute
bung dafr.
		-- Hans Apel (ehem. Bundesverteidigungsminister)
%
Im Traum und in der Liebe gibt's keine Unmglichkeiten.
		-- Jnos Arany
%
Wer nach dem Unerreichbaren strebt, verhindert die Verwirklichung des
Erreichbaren.
		-- Robert Ardrey
%
Auch das Denken schadet bisweilen der Gesundheit.
		-- Aristophanes
%
Regieren ist keine Sache fr Leute von Charakter und Erziehung.
		-- Aristophanes (griech. Komdiendichter, 445 - 385 v. Chr.)
%
Tu nie etwas halb, sonst verlierst Du mehr, als Du je wieder einholen
kannst.
		-- Louis Armstrong
%
Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefhl ausdrcken,
als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.
		-- Louis Armstrong
%
Dies ist ein kleiner Schritt fr einen Menschen, aber ein
Riesenschritt fr die Menschheit.
		-- Neil Armstrong
%
Wir sind die Sklaven von dem, was uns nicht glcklich macht.
		-- Hans Arndt (Im Visier, Aufgesprt)
%
Wer nicht zu sich selbst steht, verliert sich am Beispiel anderer.
Der Gott, der Eisen wachsen lie, der wollte keine Knechte.
		-- Hans Arndt (dt. Schriftst. u. Aphoristiker, *1911)
%
Manche Frauen gleichen jenen Wesen, die jeder kosten will, keiner aber
tglich auf dem Tisch haben mchte.
		-- Sophie de Arnauld
%
Geht mir das Geld aus - Geht mir
der Mut auf.
		-- Achim von Arnim
%
Wer wagt selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.
		-- Bettina (eig. Anna Elisabeth) von Arnim
%
Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.
		-- Bettina (eig. Anna Elisabeth) von Arnim
%
Ahnungen sind Regungen, die Flgel des Geistes hher zu heben.
		-- Bettina (eig. Anna Elisabeth) von Arnim, Tagebuch
%
Sehnsucht und Ahnung liegen ineinander, eins treibt das andre hervor.
		-- Bettina (eig. Anna Elisabeth) von Arnim, Tagebuch
%
Die ffentliche Meinung, auf die die Zeitungen sich berufen, ist die
Meinung derer, die sie aus den Zeitungen beziehen.
		-- Helmut Arntzen
%
Die Originalitt von Schlagersngern entspricht der verschiedenartigen
Mechanik von Kuckucksuhren.
		-- Helmut Arntzen
%
Zufrieden seyen, ist groe Kunst. Zufrieden scheinen, groer Dunst.
Zufrieden werden, groes Glck, zufrieden bleiben, Meisterstck.
		-- Eduard Arrer
%
Jedes Ding, so man bereilet, gebiert Fehler, die zu groem Schaden
gereichen. Zgern aber bringt Heil, wenn es auch im Augenblick nicht
so aussieht.
		-- Artabanos
%
Die meisten Leute planen ihre Ferien besser als ihr Leben.
		-- Mary Kay Ash
%
Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfhigen.
		-- Isaac Asimov
%
Tu erst das Notwendige, dann das Mgliche, und pltzlich schaffst Du
das Unmgliche.
		-- Franz von Assisi
%
Brder, solange wir Zeit haben, lat uns Gutes tun!
		-- Franz von Assisi
%
Je hher die Stellung eines Vorgesetzten, desto mehr Fehler darf er
machen. Und wenn er nur noch Fehler macht, dann ist das sein Stil.
		-- Fred Astaire
%
Niemals ist man weniger allein, als wenn man mit sich allein ist.
		-- Fred Astaire
%
Groe Geister zeichnen sich dadurch aus, da sie das Unwahrscheinliche
fr mglich halten.
		-- at
%
Wer stets nur sich selbst finden will, kann leicht einen anderen verlieren.
		-- at
%
Die Unglcklichen schpfen Trost aus den schlimmeren Leiden anderer.
		-- sop (griech. Fabeldichter, 6. Jh. v. Chr.)
%
Wir glauben nur, was wir sehen -
leider sehen wir nur, was wir glauben wollen.
		-- Peter Atteslander
%
Demokratie bedeutet Regieren durch Diskussion.
		-- Clement Earl Attlee
%
Nur der Mensch ist frei, der sich seine eigenen Gedanken im Kopf
ausbildet, niemand etwas nachspricht, was er nicht versteht oder
selber einsieht; der die Gesetze kennt, die Gott in seine Brust
geschrieben hat, und ohne Menschenfurcht ihnen gerecht zu we
		-- Berthold Auerbach
%
Der brave Mensch grmt sich weit mehr ber ein Unrecht, das er getan
hat, als ber ein solches, das ihm angetan wurde.
		-- Berthold Auerbach
%
Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, der wre auch nicht mit
dem zufrieden, was er haben mchte.
		-- Berthold Auerbach
%
Denn wenn jemand she, wie sein Feind, durch ein gefhrliches Fieber
wahnsinnig geworden, dem Abgrunde zuliefe, wrde er da nicht Bses mit
Bsem vergelten, wenn er ihn so laufen liee, statt ihn zurckzuhalten
und binden zu lassen?
		-- Augustinus, Brief an Vincentius
%
In Dir mu brennen, was Du in anderen entznden willst.
		-- Augustinus
%
Je geringer der geistliche Einflu der Kirchen wird, desto
hartnckiger suchen sie ihre politischen un sozialen Positionen
auszubauen. Je weniger Glubige es gibt, desto herrschschtiger
verlangen Staat und Gesellschaft den Lippendienst der Brger.
		-- Rudolf Augstein
%
Wenn die Bibel vielen heutigen Menschen suspekt geworden ist, so doch
nicht zuletzt, weil die Seelenhirten sie schonungslos gequetscht und
geschttelt haben, um fr jeden privaten Bedarf ein Pflsterchen und
ein Trostbonbon, um fr jeden noch so politischen Bedarf die passende
Auslegung zu finden.
		-- Rudolf Augstein
%
Wer so vorgeht, wie die Amerikaner in Afghanistan, der sorgt nicht fr
eine Eindmmung von Terror, sondern fr seine Ausbreitung.
		-- Rudolf Augstein (SPIEGEL 45/01)
%
Nun lehrt eine fast zweitausendjhrige Erfahrung, da die christlichen
Herrscher Vertrge gebrochen, Gedanken geknechtet, die menschliche
Gewissensfreiheit vergewaltigt, und das sie gettet und gefoltert und
versklavt haben.
		-- Rudolf Augstein
%
Kinder werden zur Taufe gebracht wie zur Schluckimpfung.
		-- Rudolf Augstein
%
Die Zahl derer, die durch zu viele Informationen nicht mehr informiert
sind, wchst.
		-- Rudolf Augstein
%
Der Mensch ist nicht zur Abrstung geschaffen.
		-- Rudolf Augstein
%
Man mu die mter mit Leuten und nicht die Leute mit mtern versehen.
		-- August (Kurfrst von Sachsen, 1526-1586)
%
Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz
zu dem, was wir ber die Natur wissen.
		-- St. Augustin (Apostel von England und erster Erzbischof von Canterbury, ?-604/605)
%
In Dir mu brennen, was Du in anderen entznden willst.
		-- Augustinus (Kirchenlehrer & abendl. Philosoph, 354-430)
%
An ffentlichen Dirnen soll berflu sein, fr alle und insbesondere
fr die, welche sich keine privaten halten knnen. Riesenpalste,
herrlich geschmckt, sollen gebaut, schwelgerische Gelage daselbst
veranstaltet werden, wo jeder, der will und kann, Tag und Nacht
spielen, trinken, speien und sich ausleben mag. Rauschende Tanzmusik
soll aller Orten ertnen. Die Theater sollen widerhallen von den
Ausbrchen unzchtiger Freude und von dem Lrm jeglicher Sorte
grausamster und schndlichster Vergngen.
		-- Augustinus (Kirchenlehrer & abendl. Philosoph, 354-430)
%
Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.
		-- Augustinus
%
Die Seele nhrt sich von dem, an dem sie sich erfreut.
		-- Aurelius Augustinus
%
Soviel in dir die Liebe wchst, soviel wchst die Schnheit in dir.
Denn die Liebe ist die Schnheit der Seele.
		-- Aurelius Augustinus
%
Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern er findet sie vor.
		-- Aurelius Augustinus
%
Denn Augen haben und Betrachten ist nicht dasselbe.
		-- Aurelius Augustinus
%
Besser ist es, mit Strenge zu lieben, als mit Milde zu hintergehen.
		-- Aurelius Augustinus
%
Besser auf dem rechten Weg hinken, als festen Schrittes abseits
wandeln.
		-- Aurelius Augustinus
%
Deine Absicht erst gibt deinem Werke seinen Namen.
		-- Ambrosius Aurelius (Von den Pflichten)
%
Wieviel Ha und Dummheit die Menschen doch - elegant verpackt -
Religion nennen knnen!
		-- Sri Aurobido
%
Atheismus ist ein notwendiger Protest gegen die Gottlosigkeit der
Kirchen und die Enge ihrer Dogmen. Gott benutzt ihn als Stein um diese
beschmutzten Kartenhuser zu zerstren.
		-- Sri Aurobido
%
Warum gnnen wir uns den Genu nicht sofort?
Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben,
durch trichte Vorbereitungen!
		-- Jane Austen
%
Es gibt sicherlich nicht so viele Mnner mit groem Vermgen auf der
Welt wie hbsche Frauen, die sie verdienen.
		-- Jane Austen
%
Ich habe die Augensprache erlernt im Ghetto als mein Mund schweigen
mute.
		-- Rose Auslnder
%
Gott will, da der Mensch seinen Spa hat.
		-- Theresia von Avila
%
Das Schlimmste im Leben sind die Versuchungen, denen man nicht erlegen
ist.
		-- Alan Ayckbourn
%
Liebe ist der angenehmste Zustand teilweiser Unzurechnungsfhigkeit.
		-- Marcel Aym
%
Nostalgie ist Sehnsucht nach der guten alten Zeit, in der man nichts
zu lachen hatte.
		-- Charles Aznavour
%
Urlaub ist eine Mehrkampfdisziplin mit den Nachbarn.
		-- Charles Aznavour
%
Die Zehn Gebote Gottes sind deshalb so eindeutig weil sie nicht erst auf
einer Konferenz beschlossen wurden.
		-- Konrad Adenauer
%
Das hat der liebe Gott nicht gut gemacht. Allen Dingen hat er Grenzen
gesetzt, nur nicht der Dummheit.
		-- Konrad Adenauer
%
Gott hat auch die Dummheit geschaffen, aber er hat sie gerecht verteilt.
		-- Konrad Adenauer
%
Wir leben alle unter demselben Himmel,
aber wir haben nicht alle denselben Horizont.
		-- Konrad Adenauer
%
Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst
genommen.
		-- Konrad Adenauer
%
Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn
niemand kann einen daran hindern, klger zu werden.
		-- Konrad Adenauer
%
Es kann mich niemand daran hindern, ber Nacht klger zu werden.
		-- Konrad Adenauer
%
Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so mu man erst richtig
anfangen.
		-- Konrad Adenauer
%
Alle menschlichen Organe werden irgendwann einmal mde, nur die Zunge
nicht.
		-- Konrad Adenauer
%
Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass
sie es von anderen haben wollen.
		-- Konrad Adenauer
%
Es gibt zuwenig Zivilcourage, die meisten verbergen ihre wirkliche
Meinung.
		-- Konrad Adenauer
%
Jede Partei ist fr das Volk da und nicht fr sich selbst.
		-- Konrad Adenauer
%
Die Krankheit unserer Zeit ist der Perfektionismus.
		-- Konrad Adenauer
%
Wer Berlin zur neuen Hauptstadt macht, schafft geistig ein neues
Preussen.
		-- Konrad Adenauer
%
Es gibt zwei Wege fr den Aufstieg: Entweder man pat sich an oder
man legt sich quer.
		-- Konrad Adenauer
%
Die Erfahrungen sind wie die Samenkrner, aus denen die Klugheit
emporwchst.
		-- Konrad Adenauer
%
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen
wre.
		-- Konrad Adenauer
%
Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat.
		-- Konrad Adenauer
%
Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, taugen beide
nichts.
		-- Konrad Adenauer
%
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht.
		-- Konrad Adenauer
%
Natrlich achte ich das Recht. Aber auch mit dem Recht darf man nicht
so pingelig sein.
		-- Konrad Adenauer
%
In der Politik geht es nicht darum, recht zu haben, sondern recht zu
behalten.
		-- Konrad Adenauer
%
Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die
schmeissen immer noch einen Stein hinterher.
		-- Konrad Adenauer
%
Nichts war mir mein Leben lang so unsympathisch wie ein preuischer
General.
		-- Konrad Adenauer (1956)
%
Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Mich erstaunen Leute, die das Universum begreifen wollen, wo es
schwierig genug ist, in Chinatown zurechtzukommen.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Am zuverlssigsten unterscheiden sich die einzelnen Fernsehprogramme
noch immer durch ihren Wetterbericht.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Erfolgreich zu sein heit, anders als die anderen zu sein.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Meine eigene Meinung ist sehr weit von der meiner schrfsten Kritiker
entfernt.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen,
zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf
freundschaftlicher Basis.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Ein Junggeselle ist ein Mann, der nur ein einziges Problem hat - und
das ist lsbar.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Ich mchte nicht Unsterblichkeit durch mein Werk Ich mchte
Unsterblichkeit durch nicht Sterben
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Ich habe nichts dagegen zu sterben. Ich will nur nicht dabei sein,
wenn's passiert.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Natrlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: wie weit
ist sie von der Innenstadt entfernt, und wie lange hat sie offen.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden,
die man alleine nie gehabt htte.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Nach einer Weile braucht er
auch einen Drink.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Alle Menschen sind sterblich.
Sokrates war sterblich.
Daher sind alle Menschen Sokrates.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Als ich entfhrt wurde, begannen meine Eltern aktiv zu werden. Sie
vermieteten mein Zimmer.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Ich war der beste, den ich jemals hatte.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Alles in unserem Leben ist so grau und trist, da ein wenig Zauber
doch nicht schaden kann, und wenn er auch nur aus dem Projektor
kommt. Die Menschen lachen immerhin und sind ein wenig erfrischt.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest
meines Lebens zubringen werde.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Wirklich innovativ ist man nur dann, wenn mal etwas danebengegangen
ist.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Sie glaubt an Gott, aber sie glaubt auch, da das Radio wegen den
winzigen Leuten dadrin funktioniert.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt, Gute und Bse.  Die
Guten schlafen besser, aber die Bsen scheinen sich der wachen STunden
deutlich mehr zu erfreuen.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Wenn Gott mir nur ein klares Zeichen geben wrde!
Etwa ein groes Bankdepot auf meinen Namen in der Schweiz.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
dipus in zehn Sekunden: dipus wacht auf und sagt: Welches Schwein
hat mit meiner Mutter geschlafen? Ach, das war ja ich.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Der Unterschied zwischen Tod und Sex ist, da man das mit dem Tod
allein abmachen kann und keiner sich ber einen lustig macht.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Dabeisein ist achtzig Prozent des Erfolges.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Es gibt schlimmeres als den Tod, wer schon einmal einen Abend mit
einem Versicherungsvertreter zugebracht hat, wird wissen, was ich meine.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Mein Gehirn ist mein zweitliebstes Organ.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Geld ist besser als Armut - wenn auch nur aus finanziellen Grnden.
		-- Woody Allen (eigentlich: Woody Stewart)
%
Mag auch das Auge des Nachtvogels die Sonne nicht sehen, es schaut sie
dennoch das Auge des Adlers.
		-- Thomas von Aquin (Kommentar zur Metaphysik des Aristoteles)
%
Des Weisen Amt ist Ordnen.
		-- Thomas von Aquin
%
Alles, was gegen das Gewissen geschieht, ist Snde
		-- Thomas von Aquin
%
Unmglich kann ein naturhaftes Begehren vergeblich sein.
		-- Thomas von Aquin
%
Das Ziel ist in der Verwirklichung das Letzte, das Erste aber in der
Absicht der Vernunft.
		-- Thomas von Aquin (Summa theologica)
%
Die Rechtheit der Absicht allein macht nicht schon den ganzen guten 
Willen.
		-- Thomas von Aquin (Summa theologica)
%
Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten
Schaden fr den Leib.
		-- Thomas von Aquin
%
Vornehmer als angreifen ist standhalten.
		-- Thomas von Aquin
%
Steuern sind ein erlaubter Fall von Raub.
		-- Thomas von Aquin
%
Das Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen.
		-- Thomas von Aquin
%
Wenn auf Erden die Liebe herrschte, wren alle Gesetze entbehrlich.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Eine wahrscheinliche Unmglichkeit ist immer einer wenig berzeugenden
Mglichkeit vorzuziehen.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Der Anfang ist die Hlfte des Ganzen.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Es gibt kein groes Genie ohne einen Schu Verrcktheit.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Ich habe berhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes,
wenn einmal unsere Jugend die Mnner von morgen stellt. Unsere Jugend
ist unertrglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Zur Wahrscheinlichkeit gehrt auch, da das Unwahrscheinliche
eintreten kann!
		- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Der Gebildete treibt die Genauigkeit nicht weiter, als es der Natur
der Sache entspricht.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Der Glaube, das, was man wnscht, zu erreichen, ist immer lustvoll.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Freude an der Arbeit lt das Werk trefflich geraten.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Ein Schmeichler ist ein Freund, der dir unterlegen ist oder vorgibt,
es zu sein.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Was ist denn aber fr ein Unterschied, ob die Weiber geradezu den
Staat regieren, oder ob die, welche ihn regieren, sich von den Weibern
beherrschen lassen?
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Denken und sein werden vom Widerspruch bestimmt.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Wenn nmlich die Ungerechtigkeit bewaffnet ist, so ist sie am
allergefhrlichsten.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Was es alles gibt, was ich nicht brauche!
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Das Grte und Schnste dem Zufall zuzuschreiben, wre gar zu
leichtfertig.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Immer sind es die Schwcheren, die nach Recht und Gleichheit suchen,
die Strkeren aber kmmern sich nicht darum.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Seelengre scheint zu besitzen, wer sich selbst Groes zutraut, und
zwar mit Recht.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Glck ist Selbstgengsamkeit.
		-- Aristoteles, 384-322 v. Chr.
%
Die grte Schrfe des Denkens aber erfordern die Wissenschaften, die
es am meisten mit den Prinzipien zu tun haben; denn schrferes Denken
braucht man zu den abstrakteren Wissenschaften als zu denen, die mehr
konkret sind, wie z. B. zur Arithmetik im Verhltnis zur Geometrie.
		-- Aristoteles (lteste Metaphysik, 384-322 v. Chr.)
%
Affekte sind Erregungen, infolge deren die Menschen ihre Stimmung
ndern und verschiedenartig urteilen, Erregungen, die mit Lust- und
Unlustgefhlen verbunden sind, wie Zorn, Mitleid, Furcht und andere
der Art sowie ihre Gegenstze.
		-- Aristoteles (Psychologie, 384-322 v. Chr.)
%
Ferner ist das Allgemeinste wohl auch fr die Menschen am
schwierigsten zu erkennen; denn es liegt am weitesten ab von der
sinnlichen Wahrnehmung.
		-- Aristoteles (lteste Metaphysik, 384-322 v. Chr.)
%
Die beste Art sich zu rchen: Nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.
		-- Marc Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht
verbietet, wenn er kann, der befiehlt es.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Das Glck deines Lebens hngt von der Beschaffenheit deiner Gedanken
ab.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht
verbietet, wenn er kann, der befiehlt es.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher
sahst; Denn das heit, ein neues Leben beginnen.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Blicke in dein Inneres!
In deinem Inneren ist eine Quelle des Guten, die nie versiegt,
wenn du nur zu graben verstehst.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Traurig ist es, wenn in einem Leben die Seele eher ermdet als der
Leib.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Wenn du dir selber eine Freude machen willst, dann denk an die Vorzge
deiner Mitmenschen.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Wie lcherlich und weltfremd ist der, der sich ber irgend etwas
wundert, das im Leben vorkommt.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Die beste Art, sich zu rchen: nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Vergi nicht - man bentigt nur wenig, um ein glckliches Leben zu
fhren.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
"Wie Du am Ende Deines Lebens wnschst gelebt zu haben,so kannst Du
jetzt schon leben".
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Nicht den Tod sollte man frchten, sondern da man nie beginnen wird,
zu leben.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Ich habe mich stets gewundert, warum jeder sich selbst am meisten
liebt, aber seines Nachbarn meinung ber sich hher schtzt als seine
eigene.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Wnsche nie etwas, das der Wnde und Vorhnge bedrfe.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Der Geist des Alls ist gemeinschaftsfrdernd. Wenigstens machte er die
niedrigen Wesen wegen der hheren und pate die hheren einandern an.
		-- Mark Aurel (Selbstbetrachtungen)
%
Verachtet mich jemand? Das ist seine Sache! Ich will nur nicht ein
Mensch sein, der Verachtung verdient.
		-- Mark Aurel (rmischer Kaiser, 121-180)
%
Sei nicht verzweifelt, wenn es ums Abschiedsnehmen geht. Ein Lebewohl
ist notwendig, ehe man sich wiedersehen kann. Und ein Wiedersehen, sei
es nach Augenblicken, sei es nach Lebenszeiten, ist denen gewi, die
Freunde sind.
		-- Richard Bach
%
Demut und Gehorsam knnen auch gefhrliche Tugenden sein.
		-- Pater S. J. Bach
%
Die Spezialisten, die Experten mehren sich.
Die Denker bleiben aus.
		-- Ingeborg Bachmann
%
Aufhren knnen, das ist nicht eine Schwche, das ist eine Strke.
Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schler.
		-- Ingeborg Bachmann
%
Die Hoffnung ist ein gutes Frhstck, aber ein schlechtes Abendessen.
		-- Francis Bacon
%
Ja, teurer Freund, du hast sehr recht:
Die Welt ist ganz erbrmlich schlecht,
ein jeder Mensch ein Bsewicht.
Nur du und ich natrlich nicht.
		-- Paul Baehr
%
Alt ist jedermann von dem Tage an, da er sich nicht mehr bemht, seine 
Fehler abzulegen.
		-- Salomon Baer-Oberdorf
%
Der grte Genu im Leben ist, das zu tun, von dem die Leute sagen,
da du es nicht tun kannst.
		-- Walter Bagehot
%
Je mehr ein Mensch wei, desto weniger ahnt er.
		-- Hermann Bahr
%
Mit Geld kann man sich viele Freunde kaufen, aber selten ist einer
seinen Preis wert.
		-- Josephine Baker
%
Weit ist der Weg vom Ohr zum Herzen, aber noch weiter ist der Weg zu
den helfenden Hnden.
		-- Josephine Baker
%
Die Karriere ist ein Pferd, das bisweilen auch gute Reiter abwirft.
		-- James Arthur Baldwin
%
Jeder Mensch bereitet uns auf irgendeine Art Vergngen: Der eine, wenn
er ein Zimmer betritt, der andere, wenn er es verlt.
		-- Hermann J. Bang
%
Arbeit, die wir lieben ist das einzige, was uns mit dem Leben
vershnen kann.
		-- Hermann J. Bang
%
Schauspieler sind doch nichts anderes als professionelle Schwindler.
		-- Antonio Banderas
%
Aber zum Teufel, wenn die Kuh viel Milch gibt, verdient die Wiese
keinen Orden!
		-- Sir Frederick Banting (kanadischer Arzt, 1891-1941)
[Banting, neben Charles Best der Entdecker des Insulins, ber
Professor MacLeod, in dessen Laboratorium in Toronto 1921 das Insulin
entdeckt wurde]
%
Das hchste Erdengut erscheint nur klein. Das ganze Leben nichts als
ein Traum. Und Trume sind Schume.
		-- Pedro Caldern de la Barca
%
Nichts ewiges kann das Glck uns geben,
denn flchtiger Traum ist Menschenleben,
und selbst die Trme sind ein Traum.
		-- Pedro Caldern de la Barca
%
Mit Klugheit ihm begegnen heit das Migeschick verspotten.
		-- Pedro Caldern de la Barca
%
Der ideale Ehemann ist ein unbesttigtes Gercht.
		-- Brigitte Bardot
%
Ich habe im Leben Erfolg gehabt.
Jetzt versuche ich, das Leben zum Erfolg zu machen.
		-- Brigitte Bardot
%
Wenn der Ku gesundheitsschdlich wre, wie Gesundheitsapostel immer
wieder behaupten, wre ich schon lngst tot.
		-- Brigitte Bardot
%
Ich bin stolz auf die Falten,
Sie sind das Leben in meinen Gesicht.
		-- Brigitte Bardot
%
Das unsympathische an Computern ist, da sie nur
ja oder nein sagen knnen, aber nicht vielleicht.
		-- Brigitte Bardot
%
Die Natur hat Feierlichkeiten und Behagen.
Gorteskes und Humor oft in einem Objekt und einer Linie.
		-- Ernst Barlach
%
Es ist das Vorrecht der JUGEND, Fehler zu begehen, denn sie hat
gengend ZEIT, sie zu korrigieren.
		-- Ernst Barlach
%
Die nicht irren wollen, irren bereits im Vorsatz.
		-- Ludwig Barthel
%
Sollten die VW-Bosse wirklich den Zuschlag (fr Rolls Royce) erhalten,
dann mten sie zumindest ihren Werbeslogan variieren. 'Er luft und
luft und luft' lautet beim 25-Liter Spritfresser dann: 'Er suft und
suft und suft...'
		-- Thomas Bartel
%
Dummheit ist ansteckend, Verstand wchst sich kaum zur Epidemie aus.
		-- Kazimierz Bartoszewicz
%
Unter zwei oder mehreren Verbndeten verpflichtet die Abmachung vor
allem die Schwcheren.
		-- Kazimierz Bartoszewicz
%
Die Schnheit des Alltags entdecken, ist eine Kunst des Lebens.
		-- A. Bartsch
%
Folge niemals der Menge.
		-- Bernard Mannes Baruch
%
Altsein heit fr mich immer: Fnfzehn Jahre lter als ich.
		-- Bernard Mannes Baruch
%
Ein Geheimnis eines langen, erfllten Lebens ist, jedermann alles zu
vergeben, bevor man zu Bette geht.
		-- Bernard Mannes Baruch
%
Lebenskunst besteht nicht darin, Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen,
sondern darin, an ihnen zu reifen.
		-- Bernard Mannes Baruch
%
Wenn einer im Wahlkampf zu schimpfen hat, dann sind es die Whler,
nicht die Politiker.
		-- Rainer Barzel
%
Die beiden Testamente zusammengenommen gaben dem Rechthaber, dem
Frmmler, dem Parteignger, dem Wortklauber, dem Brokraten, dem
Zuchtmeister und dem Sadisten die Mglichkeit, ihren Willen mit dem
Schein einer Rechtfertigung zu versehen, und dies ist so bis auf den
heutigen Tag geblieben.
		-- Miner Searle Bates
%
Intelligenz ist, die Realitt zu verndern, nicht sie niederzureien
und aus den Stcken zu rekonstruieren.
		-- Jean Baudrillard
%
Keine Religion hat so viele Menschenopfer gefordert und auf eine so
schmhliche Weise hingeschlachtet als diejenige, die sich rhmt, sie
fr immer abgeschafft zu haben.
		-- Bruno Bauer (dt. ev. Theologe u. Philosoph, 1809-1882)
%
Religionen haben Mord und Selbstmord verurteilt, haben aber, vom
Menschenopfer ganz abgesehen, grausamste Verfolgungen
Andersglubiger erlaubt oder geboten.
		-- Fritz Max Bauer
%
Leider ist es eine typisch deutsche Eigenschaft, den Gehorsam
schlechthin fr eine Tugend zu halten. Wir brauchen die Zivilcourage,
'nein' zu sagen.
		-- Fritz Max Bauer
%
La das lange Vorbereiten, fang' dein Leben an bei Zeiten.
		-- Eduard von Bauernfeld
%
Bei fleiiger Arbeit und guter Verdauung verbessert sich auch deine
Weltanschauung.
		-- Eduard von Bauernfeld
%
Niemand wird zum Phantasten dadurch, da er Phantasie hat.
		-- David Baumgardt
%
Ein Zufall, der Gutes bringt, wird als Vorsehung angesehen, ein Zufall
jedoch, der bse ausgeht, ist Schicksal.
		-- Reinhard Baumgart
%
Der Fanatismus ist verderblicher als der Atheismus.
		-- Pierre Bayle (frz. Philosoph, 1647-1706)
%
Wenn etwas sicher ist, dann ist es nur die Unsicherheit.
		-- Beatrix (Knigin der Niederlande, Thronrede)
%
Was nicht wert ist, gesagt zu werden, das singt man.
		-- Pierre Augustin Baron de Beaumarchais
%
Fr manches unterentwickelte Land ist das Geschenk der vlligen 
Unabhngigkeit so sinnvoll wie ein Rasiermesser in der Hand eines
Kindes.
		-- Lord Beaverbrook
%
Die Religion der Liebe, die christliche, ist seit mehr als achtzehn
Jahrhunderten gegen alle Andersdenkenden eine Religion des Hasses, der
Verfolgung, der Unterdrckung gewesen. Keine Religion der Welt hat der
Menschheit mehr Blut und Trnen gekostet als die christliche, keine
hat mehr zu Verbrechen der scheulichsten Art Veranlassung gegeben;
und wenn es sich um Krieg und Massenmord handelt, sind die Priester
aller christlichen Konfessionen noch heute bereit, ihren Segen zu
geben, und hebt die Priesterschaft der einen Nation gegen die
feindlich ihr gegenberstehende Nation flehend die Hnde um
Vernichtung des Gegners zu einem und demselben Gott, dem Gott der
Liebe, empor.
		-- August Bebel
%
Aber: Ein ungeschlachter Schlagbaum vor dem Tore der Erwartung.
		-- Ludiwg Bechstein (Arabesken)
%
Das Alltagsleben wird zu einer unfreiwilligen Unglckslotterie.
		-- Ulrich Beck
%
Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, dann sollte man den Kopf
nicht hngen lassen.
		-- Jrgen Becker
%
Moralisten sind Menschen, die sich dort kratzen, wo es andere juckt.
		-- Samuel Beckett
%
Kunst ist eine grausame Angelegenheit, deren Rausch bitter bezahlt
werden mu.
		-- Max Beckmann
%
Trotz allem gibt es ja doch keine tiefere Befriedigung, als wenn uns
einmal etwas Gutes gelungen ist, und dann lohnt es sich wohl etwas zu
schwitzen.
		-- Max Beckmann
%
Sich selbst darf man nicht fr so gttlich halten, da man seine
eigenen Werke nicht gelegentlich verbessern knnte.
		-- Ludwig van Beethoven
%
Blick in die schne Natur und beruhige dein Gemt!
		-- Ludwig van Beethoven
%
Das Tagtgliche erschpft mich!
		-- Ludwig van Beethoven
%
Der Mensch ist wie der Kse: Er mu eine Rinde haben, sonst geht er
kaputt.
		-- Brendan Behan
%
Die Summe aller Pleiten nennt man Erfahrung
		-- Oliver Behre
%
Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin fhrt, wo
andere bereits gegangen sind.
		-- Alexander Graham Bell
%
Wenn du etwas Glck dein Eigen nennst, verheimliche es.
		-- Saul Bellow
%
Wenn man nichts falsch machen darf, ist es schwierig, etwas richtig zu
machen.
		-- Mario Bellini
%
Das Probelm der Zeitungsberichterstatter besteht darin, da das
normale uninteressant ist.
		-- Saul Bellow
%
Kein Philosoph wei, was das Gewhnliche ist; er ist nie tief genug
hineingestrzt.
		-- Saul Bellow
%
Er steht nicht links von dieser oder jener Richtung, sondern ganz
einfach links vom Mglichen berhaupt.
		-- Walter Benjamin
%
Moralisten sind Menschen, die sich dort kratzen, wo es andere juckt.
		-- Samuel Beckett
%
Sex ohne Eros ist nichts anderes als Turnen ohne Gerte.
		-- Saul Bellow
%
Was hat Christus die Welt gelehrt? Schiet einander tot; htet den
Reichen die Geldscke; unterdrckt die Armen, nehmt ihnen das Leben in
meinem Namen, wenn sie zu mchtig werden. Die Kirche soll Schtze
sammeln aus dem Leid ihrer Kinder, sie soll Kanonen und Granaten
segnen, Zwingburg um Zwingburg errichten, mter erjagen, Politik
treiben, im Verderben schwelgen und meine Passion wie eine Geiel
schwingen.
		-- Emil Belzner
%
Der Feind wird gefhrlich, wenn er anfngt, Recht zu haben.
		-- Jacinto Benavente
%
Vom Ahnenstolz ist nur ein Schritt zum Rassenwahn.
		-- Peter Benary
%
Das grte Vergngen aller Geizhlse besteht darin, sich ein Vergngen
zu versagen.
		-- Gottfried Benn
%
... erst benehmen sie sich wie die Schweine, dann wollen sie erlst
werden.
		-- Gottfried Benn
%
Im Anfang war das Wort und nicht das Geschwtz, und am Ende wird nicht
die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.
		-- Gottfried Benn
%
Die Krone der Schpfung: Das Schwein, der Mensch.
		-- Gottfried Benn
%
Niederlagen sind das Strkendste, was einem widerfahren kann.
		-- Tony Benn
%
Ein Pessimist ist ein Optimist, der nachgedacht hat.
		-- Dan Bennet
%
Ich habe Fehler begangen, doch ich beging nie den Fehler zu behaupten,
ich htte keine begangen.
		-- James Gordon Bennett
%
Ich verteidige den Atheismus als die notwendige und
selbstverstndliche Form menschlicher Intelligenz.
		-- Max Bense (Philosoph, Mathematiker, Physiker)
%
Das Schmollen ist eigentlich das Aufprotzen der weiblichen Artillerie;
wer bereits fter beschossen wurde, fhlt sich schon versucht, bei der
bloen Veranstaltung die weie Fahne auszustrecken.
		-- Graf Christian Ernst von Bentzel-Sternau
%
Wenn ich die Wahl zwischen der Wahrheit und der Suche nach der
Wahrheit htte, wrde ich mich fr letzteres entscheiden.
		-- Bernard Berenson
%
Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die
Naturwissenschaft nichts zu melden.
		-- Klaus Berger (Theologe)
%
Was ist Literatur? Eine Aufblhung des Alphabets.
		-- Werner Bergengruen
%
Es ist das Priveleg der Intellektuellen, sich zwischen alle Sthle zu
setzen.
		-- Max Bense
%
La dich nicht gehen, geh selbst!
		-- Magda Bentrup
%
Wer scharf denkt, wird Pessimist. Wer tief denkt, wird Optimist.
		-- Henri Bergson
%
Die Abgeordneten glauben ihre Pflicht schon dann erfllt zu haben,
wenn sie sich gewhlt ausdrcken.
		-- Bert Berkenstrter
%
Irgendwie hat jedes Bekenntnis etwas Lcherliches.
		-- Georges Bernandos
%
In den Verallgemeinerungen steckt der Teufel.
		-- Georges Bernanos
%
Mnner verlangen von den Frauen immer das Gleiche.
Frauen verlangen von den Mnnern etwas Besonderes.
		-- Sarah Bernhardt
%
Beten? Ich? Niemals! Ich bin Atheistin.
		-- Sarah Bernhardt (alias Henrietta Rosine Bernard)
%
Sei niemals aberglubisch! Das bringt Unglck.
		-- Tristan Bernard
%
Nur das Zummenwirken von Freiheit und Ordnung, von Vielfalt und
Einheit bringt eine wahre Demokratie oder ein groes Kunstwerk
hervor.
		-- Leonard "Lenny" Bernstein
%
Wir alle tragen Masken, und es kommt der Zeitpunkt, an dem wir sie
nicht mehr abnehmen knnen, ohne dabei Stcke unserer Haut mit
abzutrennen.
		-- Andre Berthiaume
%
Wenn man nicht glaubt, braucht man eine Besttigung. Wenn man glaubt,
braucht man keine Besttigung mehr.
		-- Michael Bertschik
%
Schnell verdientes Geld wird auch schnell ausgegeben.
		-- Karin Berwind
%
Viele Menschen verwechseln Sonder-Angebote mit etwas Besonderem.
		-- Karin Berwind
%
Man verkauft uns Lssigkeit und erzieht uns zur Nachlssigkeit.
		-- Karin Berwind
%
Erst machen die Menschen etwas und dann sind sie es.
		-- Karin Berwind
%
Viele Menschen sehen Freiheit als Freiwild an.
		-- Karin Berwind
%
Wer alles verstehen will, mu auch alles verzeihen knnen.
		-- Karin Berwind
%
Keine Philosophie, keine Religion hat jemals eine so frohe Botschaft
in die Welt gebracht wie die gute Nachricht des Atheismus.
		-- Annie Wood Besant
%
Die Laster der Groen nennt man Allren.
		-- Friedl Beutelrock
%
Ein verloren geglaubter Tag kann der Wegbereiter eines erfolgreichen
Tages sein.
		-- Friedl Beutelrock
%
Wer glaubt, ber der Situation zu stehen, steht in Wirklichkeit nur
daneben.
		-- Friedl Beutelrock
%
Das Merkmal eines kleinen Menschen ist, da er hochmtig wird, wenn
er merkt, da man ihn braucht.
		-- Friedl Beutelrock
%
Am meisten fhlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich
selbst verheimlichen wollte.
		-- Friedl Beutelrock
%
Macht besitzen und nicht ausben ist wahre Gre.
		-- Friedl Beutelrock
%
Wenn einer noch so klug ist, so ist er oft doch nicht klug genug, um
den Dummen zu begreifen.
		-- Friedl Beutelrock
%
Eine Kleinigkeit verrt oft mehr von dem Charakter eines Menschen als
eine groe Tat.
		-- Friedl Beutelrock
%
Ein Panzer, ein U-Boot oder die 'Concorde' sind viel sthetischer als
alle heute zur Verfgung stehenden Kunstwerke von Picasso bis zu
meinem Mist.
		-- Joseph Beuys
%
An meinem Stuhl sgt niemand!
		-- Kurt Biedenkopf
%
Wen nichts umhaut, der hat nie gestanden.
		-- Wolfgang Biermann
%
Nur wer sich ndert, bleibt sich treu.
		-- Wolfgang Biermann
%
Die deutliche Sprache der Gewehre verstehen immer nur die
Erschossenen.
		-- Wolfgang Biermann
%
Jeder Misthaufen ist das Zentrum der Welt, wenn der richtige Hahn
darauf krht.
		-- Wolfgang Biermann
%
Schafft in der Wirklichkeit mehr Glck!
Dann braucht ihr nicht soviel Ersatz in meinen Worten.
		-- Wolfgang Biermann
%
Erfahrung vermehrt unsere Weisheit, verringert aber nicht unsere
Torheiten.
		-- Josh Billings (eigentlich: Henry Wheeler Shaw)
%
Viele Menschen halten ihre Phantasie fr ihr Gedchtnis.
		-- Josh Billings (eigentlich: Henry Wheeler Shaw)
%
Tugend besteht nicht aus der Abwesenheit der Leidenschaften, sondern
in deren Kontrolle.
		-- Josh Billings (eigentlich: Henry Wheeler Shaw)
%
Schweigen ist eines der am schwierigsten zu widerlegenden Argumente.
		-- Josh Billings (eigentlich: Henry Wheeler Shaw)
%
Man sollte mit grerer Achtung von dem sprechen, was man mit so viel
Verachtung das Zeitliche nennt. Ja, man sollte nur mit uerster
Zurckhaltung von etwas anderem sprechen.
		-- Rudolf G. Binding
%
Die Grslein knnen den Acker nicht begreifen, aus dem sie sprieen.
		-- Hildegard von Bingen (Wisse die Wege)
%
Durch das Fernsehen wird kein Mensch, aber wahrscheinlich viel Geist
gettet.
		-- Alfred Biolek
%
Man erkennt den Charakter eines Menschen an den Spen, ber die er
lacht.
		-- Alfred Biolek
%
Die Wahrheit kann nie so erzhlt werden, da man sie zwar begreift,
aber nicht an sie glaubt.
		-- Blake William Bismarck
%
Man hat einen Menschen noch lange nicht bekehrt, wenn man ihn zum
Schweigen gebracht hat.
		-- John Morley of Blackburn
%
Autobiographen sind Enthllungen das schlechte Gedchtnis ihrer
Verfasser.
		-- Alessandro Blasetti
%
Es ist eine Frage der Zeit, wann das Ideal den Namen wechseln und sich
Natur nennen wird.
		-- Tania Blixen
%
Den sogenannten Alltag sollte man nicht alltglich gestalten.
		-- J. F. Bloberger
%
Der Aberglaube an die automatische Wirkung der Einsicht kommt
auerhalb der schematischen Propaganda nur noch bei alten
Mathematikern vor.
		-- Ernst Bloch
%
Woher stammt nur der Aberglaube, da die Wahrheit sich selber Bahn
breche?
		-- Ernst Bloch
%
Die einzige Sprache, die jeder versteht, ist die Sprache des
menschlichen Gesichts.
		-- Ernst Bloch
%
Der Spieer: Gegen alles, was er nicht gewohnt ist, ist er zur Stelle,
jederzeit.
		-- Ernst Bloch (Tbinger Einleitung in die Philosophie)
%
Das Beste was das Christentum hervorgebracht hat sind seine Ketzer.
		-- Ernst Bloch
%
Seitdem bei Schiller ist zu lesen, Verstand ist stets bei wenigen
nur gewesen, glaubt die Menge wahnbetrt, da sie zur Minderheit gehrt.
		-- Oskar Blumenthal
%
Von unserem Zorn gehen Rntgenstrahlen aus, die unser ganzes Wesen
pltzlich durchsichtig machen.
		-- Oskar Blumenthal
%
Mit uns will Gott in die Welt hinein.
		-- Christoph Blumhardt
%
Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, da man nichts
genossen hat.
		-- Giovanni Boccaccio
%
Die Armut kann niemanden an seinem Adel schaden, wohl aber der
Reichtum.
		-- Giovanni Boccaccio, Das Dekameron 
%
Wer tugendhaft lebt und handelt, der legt seinen Adel an den Tag.
		-- Giovanni Boccaccio, Das Dekameron 
%
Wer Erfolg haben will, mu die zwischenmenschlichen Beziehungen
verbessern.
		-- Bckmann, Walter, Dr. Bckmann, Walter, Dr.
%
Nouvelle Cuisine heit gewhnlich: Zuwenig auf dem Teller und zuviel
auf der Rechnung.
		-- Paul Bocuse
%
Da in der Achtung dieser Welt
so mancher Wicht wird hochgestellt,
gilt mir nur der als rechter Mann,
der ehrlich selbst sich achten kann.
		-- Friedrich von Bodenstedt (Mirza Schaffy)
%
Zur Wahrheit fhren rauhe, dunkle Bahnen,
Erst spter erfllt sich, was wir frh schon ahnen.
		-- Friedrich von Bodenstedt (Mirza Schaffy)
%
Die Welt durchwandernd fand ich allerwrts: Kein Herz kann lieben wie
ein Mutterherz.
		-- Friedrich von Bodenstedt
%
An den groen Mnnern trstet sich die Menschheit ber die 
Erbrmlichkeit ihres Alltags.
		-- Eugen Bhler
%
Nur der Schwache wappnet sich mit Hrte. Wahre Strke kann sich
Toleranz, Verstndnis und Gte leisten.
		-- Boesche-Zacharowski, Tilly Boesche-Zacharowski, Tilly
%
Ein kluger Mann widerspricht nie einer Frau. Er wartet, bis sie es
selbst tut.
		-- Humphrey Bogart
%
Eine Frau verzeiht alles, aber sie errinnert uns oft daran, da sie
uns verziehen hat.
		-- Karlheinz Bhm
%
Eine Frau verzeiht alles, aber sie erinnert uns oft daran, da sie
uns verziehen hat.
		-- Karlheinz Bhm
%
Auch in einer Trne kann sich die Sonne spiegeln.
		-- Maxi Bhm
%
Software ist der geglckte Versuch, die Fehler der Computerhardware
zu optimieren und durch Weiterentwicklung neue Fehler hinzuzufgen.
		-- Oliver Bhm
%
Wir hatten heute ber 70.000 Abgnge. Das soll uns erstmal einer
nachmachen.
		-- Dieter Bohlen
%
Wir sind gleichzeitig Zuschauer und Schauspieler im groen Drama des
Seins.
		-- Niels Bohr
%
Wer wirklich Neues erdenken will, kann gar nicht genug, 'verrckt'
sein.
		-- Niels Bohr
%
Aufgabe der Naturwissenschaft ist es nicht nur, die Erfahrung stets zu
erweitern, sondern in diese Erfahrung eine Ordnung zu bringen.
		-- Niels Bohr
%
Voraussagen sind schwer, insbesondere die der Zukunft.
		-- Niels Bohr
%
Und nimmer kann ein Mensch, wie sehr er sich vermit,
Im Auge andrer Leute sein, was er nicht ist.
		-- Nicolas Boileau-Despraux (Satiren)
%
Es ist immernoch leichter einen ausgebildeten Auslnder reinzuholen,
als aus einem eingebildeten Inlnder was rauszuholen.
		-- Lother Blk (Magdeburger Zwickmhle)
%
Ich kann die Welt nicht verndern, aber einen einzelnen Menschen, mich
selber.
		-- Karlheinz Bhm
%
Politiker in Talkshows sind die schwierigsten Kunden. Sie reden nur in
gestanzten Floskeln. Man mu sie reizen, damit sie aus der
Redner-Dienstjacke herausschlpfen.
		-- Erich Bhme
%
Das Kind gleicht dem Spiegel, der das wiedergibt, was vor ihm steht.
		-- Bokhari
%
Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht.
		-- Ludwig Bme
%
Alpinisten und Ehemnner frigider Frauen wissen, was eine
Gletscherspalte ist.
		-- Ralph Boller
%
Manche Karrieremacher sind wie Efeu: Kriechend wachsen sie ber sich
selbst hinaus.
		-- Ralph Boller
%
Wenn die Liebe uns Grenzen setzt, so sind es die Grenzen unseres
eigenen Wesens.
		-- Max Bollinger
%
Die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten 
Wahrheiten erzhlen, und wird die anderen verachten.
		-- Gustave Le Bon (Psychologie der Massen)
%
Die Menschen sind wenn sie handeln hchst alltglich
und man mag ihnen hchstens wenn sie trumen einiges
Interesse abgewinnen.
		-- Bonaventura, Nachtwachen
%
Die Mauer ist ein Symbol fr Macht und Entfremdung.
Wenn eine Gesellschaft verrckt wird, fngt sie an gro zu bauen.
		-- Edward Bond
%
Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, da alles auch ohne
Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.
		-- Dietrich Bonhoeffer
%
Es gibt erflltes Leben, trotz vieler unerfllter Wnsche.
		-- Dietrich Bonhoeffer
%
Das Grbeln ist der Feind des Denkens; gute Gedanken kommen wie Licht
oder Wrme - unversehens.
		-- Waldemar Bonsels
%
Erfahrung ist ein ausgezeichneter Lehrer, aber dessen Honorare sind
hoch!
		-- Carrie ten Boom
%
Diskussion ist die Kunst, wohlberlegt aneinander vorbeizureden.
		-- Clare Boothe-Luce
%
Eine ntzliche Arbeit gut verrichten, heit immer mitbauen am Werke
der Menschheit.
		-- Karl Friedrich Boree
%
Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
		-- Jorge Luis Borges
%
Eine Freundschaft zwischen zwei Mnnern ist ein Luxus, zwischen zwei
Frauen ein Wunder.
		-- Jorge Luis Borges
%
Wir laufen aus Leibeskrften in die Zukunft und wir gehen so schnell,
da uns die Gegenwart entwischt, und der Staub, den wir aufwirbeln,
verdeckt und die Vergangenheit.
		-- Vian Boris
%
Die Raumfahr ist ein Triumpf des Verstandes, aber ein tragischer
Versagen der Vernunft.
		-- Max Born
%
Ideen, wie absolute Gewiheit, absolute Genauigkeit, endgltige
Wahrheit und so fort, sind Erfindungen der Einbildung und haben in der
Wissenschaft nichts zu suchen.
		-- Max Born
%
Ich glaube nicht, da Worte den Lauf der Dinge aufhalten werden. Aber
ich meine doch, da sie gesprochen werden mssen, damit nicht sptere
Generationen - wenn es solche berhaupt gibt - unsere Periode fr
wahnsinnig halten.
		-- Max Born
%
... Eines der tollsten Abenteuer, die wir auf dieser Welt haben
knnen: sich selbst zu begegnen.
		-- Wolfgang Borchert
%
Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?
		-- Wolfgang Borchert ('Drauen vor der Tr')
%
Oh, wir haben dich gesucht, Gott, in jeder Ruine, in jedem
Granattrichter, in jeder Nacht. Wir haben dich gerufen. Gott! Wir
haben nach dir gebrllt, geweint, geflucht! Wo warst du da, lieber
Gott?
		-- Wolfgang Borchert ('Drauen vor der Tr')
%
rzte haben Schweigepflicht, wenn es um ihre Honorare geht.
		-- Winfried Bornemann
%
Am Kamener Kreuz steht ein Bulle auf der Fahrbahn. Bitte fahren sie
vorsichtig.
		-- Winfried Bornemann
%
Das Schnitzel sieht bekloppt aus.
		-- Winfried Bornemann
%
Der Rollce Royce ist der Mercedes unter den Autos.
		-- Winfried Bornemann
%
Mit voller Hose ist gut stinken.
		-- Winfried Bornemann
%
Die dmmsten Hhne haben die dicksten Eier.
		-- Winfried Bornemann
%
Man soll den Arzt nicht vor der Rechnung loben.
		-- Winfried Bornemann
%
Nicht alles, was zwei Backen hat, ist ein Gesicht.
		-- Winfried Bornemann
%
Er kam vom Regen unter Umgehung der Traufe direkt in die Scheie.
		-- Winfried Bornemann
%
Mein Sohn arbeitet an der Uni als Ordinrus.
		-- Winfried Bornemann
%
Steigerungen:
Lge - Meineid - Statistik
Frei - Freier - Ehemann
		-- Winfried Bornemann
%
Kritik an der Kirche trifft immer ins Schwarze.
		-- Manfred Bosch
%
Wer aufrecht seinen Weg sucht, stets seinem Gewissen verantwortlich,
dem drfen wir unsere Achtung nicht versagen, er mag mit uns oder
gegen uns gehen.
		-- Robert Bosch
%
Humor und Geduld sind Kamele, mit denen wir durch jede Wste kommen.
		-- Phil Bosmans
%
Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwrts
kommen.
		-- Jakob Bohart
%
Meckern ist immer leichter, als von anderen angemeckert zu werden.
		-- Wolfgang Btsch
%
Ein Joint gilt als Teufelswerk, aber das Oktoberfest mit seinen
Bierleichen ist ein gesellschaftliches Ereignis - das ist doch
verlogen.
		-- Matthias Bttcher
%
Der entsetzliche Unsinn des Mythus von einem Gotte, der sich fr den
Ungehorsam eines seiner Geschpfe durch furchtbare Martern an seinem
Sohne rcht, ist viele Jahrhunderte nicht bemerkt worden. Die grten
Geister wie Galilei, Newton, Leibniz haben auch nicht einen Augenblick
darber nachgedacht, da die Wahrheit solcher Legenden bezweifelt
werden knnte.
		-- Gustave Le Bon (Psychologie der Massen)
%
Im Leben mu man whlen, Geld zu verdienen oder es auszugeben. Es
bleibt nicht genug Zeit, beides zu tun.
		-- Edouard Bourdet
%
Der Flirt ist das Aquarell der Liebe.
		-- Paul Bourget
%
Die Notwendigkeit, einander zu helfen, erleichtert es allen, die Angst
zu vergessen.
		-- Margaret Bourke-White
%
Jeder ist seines Glckes Schmied - doch leider haben die wenigsten
auch nur die einfachsten Grundregeln des Schmiedens begriffen.
		-- Walter Boveri
%
Manche Manager gehen in ihren Betrieben nach dem Herodes-Prinzip vor:
Sie suchen nach dem besten geeigneten Nachfolger und sorgen dafr, da
er gefeuert wird.
		-- George Bowles
%
Es ist nicht schwer, zu komponieren. Aber es ist fabelhaft schwer, die
berflssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen.
		-- Johannes Brahms
%
Schlage eine Brcke! Die am anderen Ufer warten darauf.
		-- Elfriede Brandler
%
Ein Star ist ein Mensch, der dir nicht zuhrt, wenn du nicht ber ihn
sprichst.
		-- Marlon Brando
%
Stellt Columbus als den Schuft dar, der er war - verantwortlich fr
den Vlkermord an den Indianern!
		-- Marlon Brando
%
Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann vom niemandem berholt werden.
		-- Marlon Brando
%
Die Bibel mag immer die richtige Quelle sein, um ein Zitat zu finden,
mit dem literarisch oder rhetorisch Staat zu machen ist. In ihrer
Gesamtheit jedoch wird sie auch von Glubigen inzwischen als der
Versuch kritisiert, Erwachsenen mit Kinderbchern beizukommen.
		-- Klaus Brandstetter
%
Es wird offenbar, da es die Strukturen waren, die die Kirche mchtig
gemacht haben, nicht etwa ihre Botschaft. Letztere hat sie durch den
geradezu zynischen Unterschied zwischen Predigt und gelebter
Wirklichkeit selbst entweiht.
		-- Klaus Brandstetter
%
Werte mssen einen lebenspraktischen Bezug haben, wenn sie respektiert
werden sollen.
		-- Klaus Brandstetter
%
Die Welt will betrogen sein.
		-- Sebastian Brant
%
Wer viel studiert, wird eine Phantast.
		-- Sebastian Brant
%
Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lsen: die
Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wren wir fertig
geworden.
		-- Wernher Freiherr von Braun
%
Wir sollten den Kosmos nicht mit den Augen des
Rationalisierungsfachmanns betrachten. Verschwenderische Flle gehrt
seit jeher zum Wesen der Natur.
		-- Wernher Freiherr von Braun
%
Ich glauber der Weltraum ist heute weniger gefhrlich als die Straen
von Berlin.
		-- Wernher Freiherr von Braun
%
Es ist mein Job, nie zufrieden zu sein
		-- Wernher Freiherr von Braun
%
Dieselben Naturkrfte, die uns ermglichen, zu den Sternen zu fliegen,
versetzen uns auch in die Lage, unseren Stern zu vernichten.
		-- Wernher Freiherr von Braun
%
In Zukunft wird sich die Utopie beeilen msen, wenn sie die Realitt
einholen will.
		-- Wernher Freiherr von Braun
%
Die Wissenschaft hat keine moralische Dimension. Sie ist wie ein
Messer. Wenn man sie einem Chirurgen und einem Mrder gibt, gebraucht
es jeder auf seine Weise.
		-- Wernher Freiherr von Braun (Physiker)
%
Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lsen: die
Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wren wir fertig
geworden.
		-- Wernher Freiherr von Braun (Physiker)
%
Zivilcourage nennt man das, was von einem Mann briggeblieben ist,
wenn sein Chef das Zimmer betreten hat!
		-- Wernher Freiherr von Braun (Physiker)
%
Ich glaube, jedes Volk ist zu jeder Zeit von seinen Politikern
verhtschelt, verfhrt, verarscht, belogen und beschissen worden.
		-- Paul Breitner (Fuballspieler)
%
Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und
dabei selbst reich zu werden.
		-- Clemens von Brentano
%
Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und
dabei selbst reich zu werden.
		-- Clemens von Brentano
%
Ein Nachtisch ohne Kse gleicht einer schnen, der ein Auge fehlt.
		-- Jean-Anthelme Brillat-Savarin
%
Die Tiere fressen, der Mensch it, aber nur der Mensch von Geist
versteht zu speisen.
		-- Jean-Anthelme Brillat-Savarin
%
Ich kann ja nicht schneller jehn, wie Tage sind.
		-- Brocken-Benno
%
Liebe ist die Anziehungskraft des Geistes, wie die Schwerkraft die
Anziehungskraft der Krper ist.
		-- Valerie Marie Breton
%
Wolf und Lamm haben Frieden geschlossen: Mann nennt das
'Staatskirchentum', der Gefressene dabei ist leider der Mensch.
		-- Max Brod
%
Wir sind alle Darsteller von Nebenrollen, ohne allzuviel vom Stck zu
wissen.
		-- Max Brod
%
Polemisches ist immer von zweitem Rang
		-- Max Brod
%
Lernen kann man stets nur von jenem, der seine Sache liebt, nicht von
dem, der sie ablehnt.
		-- Max Brod
%
Der Mensch ist, was er liest.
		-- Joseph Brodsky Brodsky; Joseph
%
Man kann die eigenen Grenzen nur feststellen, indem man sie
gelegentlich berschreitet. Das gilt fr jene, die man sich selbst
setzt, ebenso wie fr jene, die einem andere setzen.
		-- Josef Broukal
%
Niemand ist so uninteressant wie ein Mensch ohne Interesse.
		-- Thomas Browne
%
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom: sobald man aufhrt, treibt man
zurck.
		-- Benjamin Britten
%
Das Drama aller Zeiten hat eigentlich nur ein einziges Thema gehabt:
die Unfhigkeit der Menschen, miteinander zu leben.
		-- Gerhard Bronner
%
Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne die Frisur
zu zerstren.
		-- Gerhard Bronner
%
Wirklich aberglubisch ist, wer auf sein 13. Monatsgehalt verzichtet.
		-- Markus Bronner
%
Ein guter Anfang besteht darin, die eigenen Ausflchte zu entkrften.
		-- Charles Brower
%
Einstein vertrat die Ansicht, da es fr die Natur einfache
Erklrungen geben msse, da Gott weder launisch noch willkrlich ist.
Diesen Glauben setzt man jedoch nicht in einen Programmierer.
		-- Fred Brooks
%
Wer hohe Trme bauen will, mu lange beim Fundament verweilen.
		-- Anton Bruckner
%
Schweigen ist das einzige Argument, das sich nicht widerlegen lt.
		-- Christine Brckner
%
Eliminiere das Unmgliche. Was immer brig bleibt, so unwahrscheinlich
es auch wirkt, mu die Wahrheit sein. Aber was ist, wenn einmal NICHTS
mehr brig bleibt?
		-- John Brunner - Mehr Dinge zwischen Himmel und Erde
%
Es gibt uns seit ungefhr zwei Millionen Jahren, und die Dinosaurier
liefen neunzig Millionen Jahre herum, also haben wir mit ein wenig
Glck noch viel Zeit vor uns.
		-- John Brunner, "Ein irrer Orbit"
%
Die unzureichende Sinneswahrnehmung wiederlegt die Unendlichkeit
nicht.
		-- Giordano Bruno (eig. Filippo Bruno)
%
Die allgemeine Meinung ist nicht immer die wahrste.
		-- Giordano Bruno (1548-1600)
%
Nur ein ganz Trichter kann die Ansicht haben, im unendlichen Raum,
auf den zahllosen Riesenwelten, gebe es nichts anderes als das Licht,
das wir auf ihnen wahrnehmen. Es ist geradezu albern, anzunehmen, es
gebe keine anderen Lebewesen, keine anderen Denkvermgen und keine
anderen Sinne als die uns bekannten.
		-- Giordano Bruno (1548-1600)
%
In jedem Menschen, in jedem Individuum betrachtet sich eine Welt, ein
Universum.
		-- Giordano Bruno (1548-1600)
%
Wer hohe Trme bauen will, mu lange beim Fundament verweilen.
		-- Anton Bruckner
%
Immer, wenn ich Menschen sehe, die sich gegenseitig ihre Handys zeigen
wei ich, da Handys ein riesiger Fortschritt in der weiblichen
Emanzipation sind. Schlielich knnen sie jetzt gleichberechtigt zum
Schwanzvergleich antreten.
		-- Jrgen Bruns
%
Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was 
anfangen heit.
		-- Martin Buber
%
Der Ursprung aller Konflikte zwischen mir und meinem Mitmenschen ist,
da ich nicht sage, was ich meine, und da ich nicht tue, was ich
sage.
		-- Martin Buber
%
Alles wahre Leben ist Bewegung.
		-- Martin Buber
%
Nicht 'blindes' sondern sehendes, einsetzendes Vertrauen; nicht
'ergebenes', vielmehr khnes, ringendes mitwirkendes Vertrauen scheint
mir das hchste Gut zu sein, das im menschl. Dasein erlangt werden
kann.
		-- Martin Buber
%
Alle Reisen haben eine heimliche Bestimmung, die der Reisende nicht
ahnt.
		-- Martin Buber
%
Es heit ja: Bei ARD und ZDF reihern Sie in den ersten Sitzen. Ne,
Moment - sitzen Sie in der ersten Reihe. Obwohl es ja manchmal zum
Kotzen ist, was einem da auf dem Bildschirm alles angeboten wird.
		-- Martin Buchholz
%
Ein einziger Aufwiegler taugt manchmal mehr als alle Abwiegler
zusammen.
		-- Georg Bchner
%
Der Mensch ist ein Abgrund: Es schwindelt einen, wenn man hinabsieht.
		-- Ludwig Bchner
%
Das ganze Gebude des Absolutismus, so sorgfltig gezimmert, so voll
knstlicher Dunkelheit, anscheinend so unerschtterlich gegrndet - es
ist von dem Frhlingshauch einer Mrznacht ber den Haufen gefallen.
		-- L. Bucher (Nationalzeitung, 1890)
%
Anonym sind wir schon - jetzt werden wir Alkoholiker.
		-- Ralf Blow
%
Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel.
		-- Charles Bukowski
%
Versprechen, die im Freudenrausch gemacht wurden
verlieren zu Hause ihre Gltigkeit.
		-- Al Bundy
%
Das einzige Mittel gegen Aberglauben ist Wissenschaft. Nichts anderes
kann diesen Pestflecken aus dem menschlichen Geiste
hinwegwischen. Ohne sie bleibt der Ausstzige ungereinigt und der
Sklave unbefreit.
		-- Henry Thomas Buckle (Geschichte der Civilisation in England)
%
Die Aristokratie mu schon durch die Bedingungen ihrer Existenz als
Stand allen Neuerungen abgeneigt sein.
		-- Henry Thomas Buckle (Geschichte der Civilisation in England)
%
Der grte Feind des Fortschritts ist nicht der Irrtum, sondern die
Trgheit.
		-- Henry Thomas Buckle
%
Der Geist ist alles; was du denkst, das wirst du.
		-- Buddha
%
Glaubt nicht bedingungslos den alten Manuskripten, glaubt berhaupt
nicht an etwas, nur weil die Leute daran glauben - oder weil man es
Euch seit Eurer Kindheit hat glauben lassen.
		-- Buddha
%
Glaube nichts auf bloes Hrensagen hin; glaube nicht an
berlieferungen, weil sie alt sind.
		-- Buddha
%
Ihr fttert die Pferde mit Wenn und mit Aber,
Der Mann, der das Wenn und das Aber erdacht,
Hat sicher aus Hckerling Gold schon gemacht.
		-- Gottfried August Brger (Der Kaiser und der Abt)
%
Die Bibel - und zwar nicht nur das Alte, sondern auch das Neue
Testament - ist in zentralen Teilen ein gewaltttig-inhumanes Buch,
als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik ungeeignet.
		-- Franz Buggle
%
Das Genie tut, was es mu. Die Begabung, was sie kann.
		-- Edward George Bulwer-Lytton
%
Ich bin ein Atheist von Gottes Gnaden.
		-- Luis Bunuel
%
Der Film ist eine wunderbare und gefhrliche Waffe, wenn ein freier
Geist ihn handhabt.
		-- Luis Bunuel
%
Mancher lehnt eine gute Idee blo deshalb ab, weil sie nicht von ihm
ist.
		-- Luis Bunuel
%
Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine
Vorurteile neu gruppieren.
		-- Luther Burbank
%
Lache, und die Welt wird mit dir lachen. Schnarche, und du wirst
alleine schlafen.
		-- Anthony Burgess
%
Menschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurckblicken, werden auch
nicht an die Nachwelt denken.
		-- Edmund Burke (Betrachtungen ber die Franzsische Revolution)
%
Die einzige Voraussetzung fr den Triumph des Bsen ist, da gute
Menschen nichts tun.
		-- Edmund Burke
%
Sparsamkeit besteht im Auswhlen, nicht im Konsum.
		-- Edmund Burke
%
Es gibt eine Grenze, wo Zurckhaltung aufhrt, eine Tugend zu sein.
		-- Edmund Burke
%
Alles, was ntig ist, damit das Schlechte in der Welt gewinnt, sind
gengend gute Menschen, die nichts tun.
		-- Edmund Burke
%
Der Junkhndler verkauft nicht sein Produkt an den Konsumenten, er
verkauft den Konsumenten, an sein Produkt.
		-- William Seward Burroughs
%
Ohne Glaube kann niemand Prsident werden; erinnern Sie sich an
Lincoln, der in Zeiten der Heimsuchung auf die Knie fiel, whrend des
Brgerkriegs und all dem Kram.  Sonst klappt das nicht. Uns geht es ja
noch hervorragend.  Deshalb sorgen Sie sich nicht um - wein nicht um
mich, Argentinien.
		-- George W. Bush
%
Wenn es uns nicht gelingt, laufen wir Gefahr zu versagen.
		-- George W. Bush
%
Ich habe in der Vergangenheit gute Entscheidungen getroffen,
und ich habe in der Zukunft gute Entscheidungen getroffen.
		-- George W. Bush
%
Die Zukunft ist morgen.
		-- George W. Bush
%
Die Menschheit ist bereit, das Sonnensystem zu betreten.
		-- George W. Bush
%
Man hat manchmal den Verdacht, da die werbetreibende Industrie den
Leuten sagt: Macht schlechtes Programm - so gut wie unsere Werbespots
darf's einfach nicht sein.
		-- Jochen Busse (Kabarettist u. Schauspieler)
%
Gott war zufrieden mit seinem Werk -- und das ist das Problem.
		-- Samuel Butler
%
Alle Lebewesen auer dem Menschen wissen, da der Hauptzweck des
Lebens darin besteht, es zu genieen.
		-- Samuel Butler
%
Der Vorteil, wenn man sich selber lobt, liegt darin, da man so dick
und genau an der richtigen Stelle auftragen kann.
		-- Samuel Butler
%
Leben ist die Kunst, taugliche Schlufolgerungen aus unzureichenden
Prmissen zu ziehen.
		-- Samuel Butler
%
Jeder Narr kann die Wahrheit sagen, aber nur ein verhltnismig
intelligenter kann gut lgen.
		-- Samuel Butler
%
Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.
		-- Samuel Butler
%
Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht
hauptschlich darin, da Gott die Vergangenheit nicht mehr ndern
kann.
		-- Samuel Butler
%
Der beste Lgner ist der, der mit den wenigsten Lgen am lngsten
auskommt.
		-- Samuel Butler
%
Fortschritt ist etwas, das auf dem allgemeinen und angeborenen
Verlangen jedes Wesens beruht, ber seine Verhltnisse zu leben.
		-- Samuel Butler
%
Das Privatleben des einzelnen sollte genauso repektiert werden wie das
Recht auf eine eigene Zahnbrste.
		-- Elizabeth Byrd
%
Das Privatleben unserer Mitmenschen sollte uns heilig sein, ein
Bezirk, den man nicht verletzt.
		-- Elizabeth Byrd
%
Damen im gewissen Alter sind mit einiger Gewiheit alt.
		-- George Gordon Noel Byron
%
Viele, die vernnftig sind, mssen sich betrinken. Das Beste im 
Leben ist nichts als Rausch.
		-- George Gordon Noel Byron
%
Die Feder ist das mchtigste Instrument des kleinen Mannes.
		-- George Gordon Noel Byron
%
Bcher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
		-- Francis Bacon
%
Wir drfen das Weltall nicht einengen, um es den Grenzen unseres
Vorstellungsvermgens anzupassen, wie der Mensch es bisher zu tun
pflegte. Wir mssen vielmehr unser Wissen ausdehnen, so da es das
Bild des Weltalls zu fassen vermag.
		-- Francis Bacon
%
Tugend ist wie ein kostbarer Stein - am besten in einfacher Fassung.
		-- Francis Bacon
%
Wer nach Rache strebt, hlt seine eigenen Wunden offen.
		-- Francis Bacon
%
Nichts macht den Menschen argwhnischer, als wenig zu wissen.
		-- Francis Bacon
%
Hoffnung ist ein gutes Frhstck, aber ein schlechtes Abendbrot.
		-- Francis Bacon
%
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der
schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen
im Schweie des Angesichts eines anderen.
		-- Francis Bacon
%
Die Wahrheit ist eine Braut ohne Aussteuer.
		-- Francis Bacon
%
Das Argument gleicht dem Schu einer Armbrust - es ist gleichermaen
wirksam, ob ein Riese oder ein Zwerg geschossen hat.
		-- Francis Bacon
%
Zorn macht langweilige Menschen geistreich.
		-- Francis Bacon
%
Wer gut wirtschaften will, sollte nur die Hlfte seiner Einnahmen
ausgeben, wenn er reich werden will, sogar nur ein Drittel.
		-- Francis Bacon
%
Der beste Teil der Schnheit ist der, den ein Bild nicht wiedergeben
kann.
		-- Francis Bacon
%
Die Achtung vor deinem eigenen Selbst ist nchst der Religion der 
strkste Damm gegen alle Laster.
		-- Francis Bacon
%
Zu viel Zeit mit Studieren verbringen, ist Faulheit; es nur als
Schmuck zu verwenden - Affektiertheit; nur danach zu urteilen -
Gelehrtenwahn.
		-- Francis Bacon
%
Es ist leichter, Liebhaber als Ehemann zu sein, weil es schwerer ist,
alle Tage Geist zu haben, als von Zeit zu Zeit eine hbsche Bemerkung
zu machen.
		-- Honor de Balzac
%
Mnner widerstehen oft den besten Argumenten und erliegen einem
Augenaufschlag.
		-- Honor de Balzac
%
Liebe zur Natur ist die einzige Liebe, die menschliche Hoffnungen
nicht enttuscht.
		-- Honor de Balzac
%
Die Liebe ist der einzige Weg, auf dem selbst die Dummen zu einer
gewissen Gre gelangen.
		-- Honor de Balzac
%
Freundschaft ist ein Zustand, der besteht, wenn jeder Freund glaubt,
dem anderen gegenber eine leichte berlegenheit zu haben.
		-- Honor de Balzac
%
Das Bett ist das Barometer der Ehe.
		-- Honor de Balzac
%
Glaube alles, was Du ber die Welt hrst; nichts ist so schlecht, da
es nicht mglich wre.
		-- Honor de Balzac
%
Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt.
		-- Honor de Balzac
%
Es ist ebenso absurd zu behaupten, ein Mann knne nicht stndig
dieselbe Frau lieben, wie zu behaupten, ein Geiger brauche mehrere
Geigen, um ein Musikstck zu spielen.
		-- Honor de Balzac
%
Aberglaube ist das Kennzeichen eines schwachen Geistes.
		-- Honor de Balzac
%
Der Mensch beurteilt alles durch seine Abstraktionen, das Gute, das
Bse, die Tugend, das Verbrechen. Seine Rechtsformen sind seine Waage;
seine Gerechtigkeit ist blind, diejenige Gottes sieht; darin liegt
alles.
		-- Honor de Balzac (Louis Lambert)
%
Mit der Abstraktion beginnt die Gesellschaft - aus der Abstraktion
erstehen die Gesetze, die Knste, die sozialen Interessen und
Ideen. Sie ist der Ruhm und die Geiel der Welt: der Ruhm, weil sie
die Gesellschaft geschaffen hat, die Geiel, weil sie den Menschen
davon abhlt, zur Besonderheit zu gelangen, die einer der Wege zum
Unendlichen ist.
		-- Honor de Balzac (Louis Lambert)
%
Die Menschen achten den, der sie verachtet.
		-- Honor de Balzac
%
Man mu Geist haben, um ihn aufgeben zu knnen.
		-- Peter Bamm
%
Ttig ist man immer mit einen gewissen Lrm. Wirken geht in der Stille
vor sich.
		-- Peter Bamm
%
Ein Wunsch kann durch nichts mehr verlieren, als dadurch, da er in
Erfllung geht.
		-- Peter Bamm
%
Albernheit ist eine Erholung von der Umwelt.
		-- Peter Bamm
%
Die Albernheit ist der Prfstein der Freundschaft sowohl als der 
Liebe.
		-- Peter Bamm (Die kleine Weltlaterne, 1935)
%
Einem Kameraden hilft man.
Einem Kollegen mitraut man.
Mit einem Freunde ist man albern.
		-- Peter Bamm (Die kleine Weltlaterne, 1935)
%
Frauen sind erstaunt, was Mnner alles vergessen.
Mnner sind erstaunt, woran Frauen sich erinnern.
		-- Peter Bamm
%
Eine Reise ist wie eine Liebe, eine Fahrt ins Unbekannte.
		-- Peter Bamm
%
Was der liebe Gott vom Gelde hlt, kann man an den Leuten sehen, denen
er es gibt.
		-- Peter Bamm
%
Sehenswrdigkeiten gehren zu den hrtesten Pflichten, die die Kultur
dem europischen Reisenden auferlegt.
		-- Peter Bamm
%
Das Spiel ist das einzige, was Mnner wirklich ernst nehmen. Deshalb
sind Spielregeln lter als alle Gesetze der Welt.
		-- Peter Bamm
%
Frher rasierte man sich, wenn man Beethoven hren wollte, jetzt hrt
man Beethoven, wenn man sich rasieren will.
		-- Peter Bamm
%
Optimisten haben gar keine Ahnung von den freudigen berraschungen,
die Pessimisten erleben.
		-- Peter Bamm
%
Angeln ist die einzige Philosophie, von der man satt wird.
		-- Peter Bamm
%
Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es hei ist. Optimisten
vertrauen darauf, da es nicht erkaltet.
		-- Peter Bamm
%
Eine ernste Sache mit Humor betrachten heit noch lange nicht, ihren
Ernst verkennen.
		-- Peter Ramm
%
Die Wahrheit ist unteilbar. Nur die Kpfe, in die sie nicht
hineingeht, knnen gespalten werden.
		-- Peter Bamm
%
Es gibt nur eine vernnftige und gesicherte Regierungsform: die
Aristokratie. Monarchie oder Republik, die sich auf Demokratie
grnden, sind beide gleichermaen absurd und schwach.
		-- Charles Baudelaire (Tagebcher)
%
Masse, alleinsein: gleichwertige und austauschbare Begriffe fr den
schaffenden und schpferischen Dichter. Wer nicht versteht, sein
alleinsein zu bevlkern, der versteht auch nicht, in einer
geschftigen Menge allein zu sein.
		-- Charles Baudelaire (Kleine Gedichte in Prosa)
%
Man sagt, ich sei dreiig Jahre alt. Wenn ich aber drei Minuten in
einer glebet habe - bin ich dann nicht neunzig Jahre alt?
		-- Charles Baudelaire (Tagebcher)
%
Der Aberglaube ist Born und Sammelbecken aller Wahrheiten.
		-- Charles Baudelaire, Tagebcher
%
Durch das Opfer besttigt die Revolution den Aberglauben.
		-- Charles Baudelaire, Tagebcher
%
Unser Verlangen nach Lust verknpft uns der Gegenwart. Die Sorge um
unser Heil macht uns von der Zukunft abhngig.
		-- Charles Baudelaire
%
Man sagt, ich sei 30 Jahre alt.
Wenn ich aber drei Minuten einer gelebt habe, bin ich dann nicht 90
Jahre alt?
		-- Charles Baudelaire
%
Da die Kirche die Liebe nicht unterdrcken konnte, hat sie sie
zumindest deinfizieren wollen, und darum die Ehe geschaffen.
		-- Charles Baudelaire
%
Der Wein wandelt den Maulwurf zum Adler.
		-- Charles Baudelaire
%
Das Leben ist ein Hospital, in dem jeder sein Bett wechseln mchte.
		-- Charles Baudelaire
%
Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu
existieren braucht.
		-- Charles Baudelaire
%
Die Mnner, die mit den Frauen am besten auskommen, sind dieselben,
die wissen, wie man ohne sie auskommt.
		-- Charles Baudelaire
%
Alle Wahrheit ist bereits entdeckt - sie wird nur immer wieder neu
ausgesprochen, denn jede Zeit hat ihre eigene Sprache.
		-- H. Bauer
%
Es ist unsinnig, Menschen wegen ihrer niedrigen Arbeit zu verachten.
Gbe es sie nicht, mten wir diese Arbeit selbst tun.
		-- H. Bauer
%
Es wird immer vom notwendigen Wachstum der Wirtschaft gesprochen. Das
ist so wenig mglich wie ein Baum, der immer wchst. Anpassung ist
erforderlich, stetige Anpassung an sich ndernde Umstnde.
		-- H. Bauer
%
In der Regel brauchen wir uns nichts zu versagen, wenn wir nur nicht
dabei bertreiben.
		-- H. Bauer
%
'Warum tut Gott nichts gegen all das Bse in der Welt, wenn es ihn
wirklich gibt?', fragen manche. Ich meine, er schafft die
Bedingungen. Wir fhren die Kriege und wir selbst mssen auch den
Frieden finden.
		-- H. Bauer
%
Es gibt kein unlogisches Denken: es gibt allenfalls unzureichende
Informationen fr das Denken.
		-- H. Bauer
%
Durch Einfachheit, Wahrhaftigkeit und Verantwortungsbewutsein helfen
wir der Welt und den Menschen am meisten; dadurch kommen wir Gott
nher.
		-- H. Bauer
%
Hflichkeit und Pnktlichkeit sind in gewissem Sinne zwar nur
uerlichkeiten, doch lt sich an ihnen die Bereitschaft zu
Toleranz und Verantwortung ablesen.
		-- H. Bauer
%
Informatinen haben ist nicht dasselbe wie Erkenntnisse haben.
		-- H. Bauer
%
Es gengt nicht, elegant und interesant zu schreiben oder zu reden; es
mu auch etwas Wesentliches damit ausgesagt werden.
		-- H. Bauer
%
Wissen und Wissenschaft ohne die ordnende Kraft des Gewissens machen
zu Malosigkeit geneigt.
		-- H. Bauer
%
Viele denken anders als sie fhlen und fhlen anders als sie handeln
und handeln anders als sie denken. Knnen wir nicht in uns einiger
sein? Offener?Wahrhaftiger?
		-- H. Bauer
%
Wenn wir Begabungen haben, so sollten wir sie ohne jede Herablassung
auch fr andere verwenden. Unsere Schwchen jedoch sollten wir demtig
und still ertragen, wenn wir sie schon nicht ausmerzen knnen.
		-- H. Bauer
%
Fr ein Lebewesen zhlt nur, was es aus eigenem Entschlu und in
einer gewissen Freiheit tun kann.
		-- H. Bauer
%
Alles hat in gewissem Sinne seine Richtigkeit und seine Logik, wenn
wir es zu begreifen lernen. Auch Gefhle!
		-- H. Bauer
%
Tyrannei und Diktatur sind bestimmt nicht die besten Staatssysteme.
Kann aber nicht auch zuviel Mitbestimmung ihre Schattenseiten haben
		-- H. Bauer
%
Es ist falsch, im Glauben an die Minderwertigkeit anderer seine eigene
Rasse, Religion oder Nationalitt berheblich zur Schau zu stellen:
Unbegabte und Verantwortungslose gibt es berall!
		-- H. Bauer
%
Es ist oft besser, einen gesunden Blick fr die Wirklichkeit und das
Leben zu haben, als nur ein hochbegabter Spezialist zu sein.
		-- H. Bauer
%
Leben heit erleben!
		-- H. Bauer
%
Selbstbehauptung ist freilich notwendig - aber innerhalb der Grenzen
des Rechts und der Verantwortung.
		-- H. Bauer
%
Es ist nicht zu leugnen, da Unredlichkeit, Betrug und
Rcksichtslosigkeit oft schnell zum Erfolg fhren; auf lange Sicht
aber bewhren sich Wahrheit und Klarheit.
		-- H. Bauer
%
Mit Einfachheit, Wahrhaftigkeit und frsorglicher Haltung knnen wir
die Welt verbessern.
		-- H. Bauer
%
Wer von Geburt an gesund und stark ist, kann leicht ber die
verzweifelten Bemhungen Kranker und Leidender lcheln. Aber nur der
ist wirklich gro, der seine Behinderungen selbst und erfolgreich
meistern lernt.
		-- H. Bauer
%
Um die Gre einer Idee zu messen, ist es oft irrefhrend, dies nur
an deren Anhngern zu tun. Die hchste Wahrheit lt sich entstellen,
wenn sie nicht begriffen wird.
		-- H. Bauer
%
Die Unterschiede in den Anlagen der Menschen sind ungeheuer gro.
Haben wir das einmal richtig erkannt, so verstehen wir, da die
meisten Menschen auch nur so sein knnen, wie sie sind - und wir
werden nachsichtig.
		-- H. Bauer
%
Kleine Fehler und Unbeholfenheiten knnen einen Menschen liebenswert
machen. Unfehlbarkeit hat etwas Erschreckendes an sich.
		-- H. Bauer
%
Wenn uns jemand seinen Schmerz und sein Leid klagt, ist es noch
besser, die eigene Betroffenheit und Ratlosigkeit zu zeigen, als mit
glatten und noch so richtigen Redensarten 'trsten' zu wollen.
		-- H. Bauer
%
Intelligenz ist Einsicht und Weite des Bewutseins, die sich auf alle
Gebiete des Lebens erstrecken kann und keineswegs nur auf Beruf und
Schule.
		-- H. Bauer
%
Extreme Standpunkte oder Handlungsweisen sind oft sehr wirksam, auf
die Dauer jedoch nur selten gut.
		-- H. Bauer
%
Aus Angst vor Liebesentzug sind wir in unserem Verhalten anderen
gegenber oft feige und bestechlich. Aufrichtig und gerade haben wir
aber die besseren Freunde.
		-- H. Bauer
%
Der berechtigte Anspruch auf persnliche Freiheit findet seine Grenzen
am gleichen Anspruch der anderen.
		-- H. Bauer
%
Wer eine Meinung ablehnen will - dem kann sie auch keiner beweisen.
		-- H. Bauer
%
Es ist zwar oft unverantwortlich und gewissenlos aber ungemein
praktisch, sich in seinen Entscheidungen auf Meinungen oder gar
Anweisungen anderer berufen zu knnen.
		-- H. Bauer
%
Nicht Wissen, sondern Erkenntnis gibt Wirklichkeit; Erkenntnis ist
Gegenwart Gottes.
		-- H. Bauer
%
Viel mehr als auf die Begabung kommt es auf das Begeisterungsvermgen
an.
		-- H. Bauer
%
Wir reifen am meisten und machen die grten Fortschritte, wenn wir
einsehen mssen, wie sehr wir uns geirrt haben.
		-- H. Bauer
%
Wirklicher Fortschritt der Menschheit ist nicht durch uere
Manahmen zu bewirken: allein die in uns stattfindende Wandlung des
Bewutseins durch Erkenntnis und die darauf beruhende Haltung macht
neue Menschen.
		-- H. Bauer
%
Wahrhaftig sein bedeutet, im Zentrum des Lebens zu stehen.
		-- H. Bauer
%
Mann und Frau sind gleichwertig aber nicht gleichartig.
		-- H. Bauer
%
Rechte Erziehung vergewaltigt einen jungen Menschen nicht, lt aber
auch nicht alles zu.
		-- H. Bauer
%
Alles hat seine zwei Seiten: Jeder Standpunkt, jede Meinung, jede
Politik, jede Manahme, jede Rasse - und jeder von uns.
		-- H. Bauer
%
Es ist zwar oft unverantwortlich und gewissenlos aber ungemein
praktisch, sich in seinen Entscheidungen auf Meinungen oder gar
Anweisungen anderer berufen zu knnen.
		-- H. Bauer
%
Wenn wir schon die meisten unserer Mitmenschen nicht nach unseren
berzeugungen umformen knnen, so sollten wir doch wenigstens selbst
voll danach leben.
		-- H. Bauer
%
Wer glaubt, das Leben oder andere hintergehen zu knnen, betrgt sich
selbst. Fr alles mu ein Preis bezahlt werden, ausnahmslos! Das
Leben ist immer Opfer und Erfllung zugleich.
		-- H. Bauer
%
Es ist ein Armutszeugnis, ber Dinge abwertend zu urteilen, ohne sich
vorher grndlich damit beschftigt zu haben.
		-- H. Bauer
%
Wahrheit ist, was whrt, was Dauer hat, also die Ordnungen der
gesamten Schpfung. Das ist Gutes und Bses, Glck und Schmerz, Irren
und Erkennen. Wer das zu sehen wei, wird zeitlos und friedvoll.
		-- H. Bauer
%
Wissen und Wissenschaft ohne die ordnende Kraft des Gewissens machen
zu Malosigkeit geneigt.
		-- H. Bauer
%
Es gibt drei fortschreitende Stufen der Erkenntnis: Aberglauben,
Wissenschaft und erleuchtete Inspiration.
		-- H. Bauer
%
Der Mensch ist nur Mensch durch die besondere Art seines Bewutseins.
Hat er dieses verloren, hat er sein Menschsein verloren.
		-- H. Bauer
%
Wenn man wirklich ehrlich ist, so ist man berrascht, wie sehr man
sich mitunter doch tuschen kann.
		-- H. Bauer
%
Strenge ist nicht unbedingt Hrte oder gar Unrecht und Nachgiebigkeit
noch lange nicht Herzensgte oder immer gut!
		-- H. Bauer
%
Allein schon durch seine berzeugung nimmt jeder am Weltgeschehen
teil.
		-- H. Bauer
%
Wenn es in der Bibel heit: 'Macht euch die Erde untertan. ', dann
ist damit nur gemeint, da wir wie liebevolle Eltern fr alle Wesen
um uns herum Verantwortung und Sorge tragen, sie aber nicht zerstren
sollen.
		-- H. Bauer
%
Es heit in der Bibel: 'Liebe deinen Nchsten wie dich selbst' -
nicht weniger, aber auch kein bichen mehr!
		-- H. Bauer
%
Es gibt drei fortschreitende Stufen der Erkenntnis: Aberglauben,
Wissenschaft und erleuchtete Inspiration.
		-- H. Bauer
%
Jedes Volk und jede Rasse haben ein Recht auf ihre Eigenart - aber im
Rahmen der Toleranz und der Menschlichkeit.
		-- H. Bauer
%
Fr alles, was wir an der Welt verndern, sind wir nicht nur uns
selbst, sondern ebenso auch den Dingen verantwortlich.
		-- H. A. Bauer
%
Die Erde trgt uns, sie lt uns atmen, gibt uns Wasser und durch
Pflanzen und Tiere unsere Nahrung. Wir knnen nur durch die Reinheit
unseres Herzens und die Klarheit unseres Bewutseins dafr dankbar
sein.
		-- H. A. Bauer
%
Die Abhngigkeit der Frau war in den besitzenden Klassen immer am
ausgeprgtesten.
		-- Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht
%
Die Mnner verbieten die Abtreibung im Allgemeinen, akzeptieren sie
aber im Einzelnen als eine bequeme Lsung. Sie knnen es sich leisten,
sich mit leichtfertigem Zynismus zu widersprechen, aber die Frau sprt
diese Widersprche in ihrem Fleisch.
		-- Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht
%
Es mu brigens darauf hingewiesen werden, da die Gesellschaft, die
os heftig bestrebt ist, die Rechte des Embryos zu verteidigen, sich um
die Kinder nicht kmmert, sowie sie auf der Welt sind.
		-- Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht
%
Charme ist das, was manche Leute haben, bis sie beginnen, sich darauf
zu verlassen.
		-- Simone de Beauvoir
%
Ich konnte mich nur an einen Mann binden, der dasselbe verabscheute
wie ich: die Rechte, die brave Gesinnung, die Religion.
		-- Simone de Beauvoir (ber Jean-Paul Sartre, 'Der Lauf der Dinge')
%
Nichts ist zweideutiger als ein Blick.
		-- Simone de Beauvoir
%
Viele Frauen sagen lieber ein Fest ab, als da sie schlecht gekleidet
hingehen.
		-- Simone de Beauvoir
%
Die hinterhltigste Lge ist die Auslassung.
		-- Simone de Beauvoir
%
Ein Dummer findet immer einen noch Dmmeren, der ihn bewundert, aber
er kann sich nicht willentlich verheimlichen, da dieser Dumme ein
Dummer ist.
		-- Simone de Beauvoir
%
Als ich die Lust zur Sinnnlichkeit entdeckte, habe ich an Gott zu
glauben aufgehrt. Denn er stahl mir die Erde.
		-- Simone de Beauvoir
%
Im Adel und im Brgertum wird die Frau aufgrund ihres Geschlechtes
geknechtet: Sie fhrt ein parasitres Dasein, sie ist wenig gebildet,
und es bedarf auergewhnlicher Umstnde, damit sie irgendein
konkretes Projekt entwerfen und verwirklichen kann.
		-- Simone de Beauvoir (Das andere Geschlecht)
%
Abdanken bedeutet, einen Vorteil um einen greren Vorteil aufzugeben.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Abhngig: Auf die Gromut eines anderen angewiesen, da ohne
Druckmittel.
		-- Ambrose Bierce
%
Abneigung: Das Gefhl, das man fr einen Teller empfindet, nachdem man
ihn gelehrt hat.
		-- Ambrose Bierce
%
Abstinenzler: Ein schwacher Mensch, welcher der Versuchung erliegt,
sich selbst eines Vergngens zu berauben.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Absurditt: Eine Meinungsuerung, die der eigenen Ansicht offenkundig
widerspricht.
		-- Ambrose Bierce
%
Admiral: Der Teil des Kriegsschiffes, der das Reden besorgt - das
Denken bernimmt die Galionsfigur.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Agitator: Ein Politiker, der die Obstbume seines Nachbars
schttelt, um die Wrmer umzuquartieren.
		-- Ambrose Bierce
%
Allein: in schlechter Gesellschaft.
		-- Ambrose Bierce
%
Amnestie: Gromut des Staates gegenber solchen Rechtsbrechern, deren
Bestrafung ihm zu teuer wre.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Arbeit: eines der Verfahren, durch das A dem B Eigentum erwirbt.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Armee: Schicht von Nichtproduzenten; verteidigt die Nation, indem sie
alles verschlingt, was einem Feind zum berfall reizen knnte.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Betrug: die Triebkraft des Geschfts, die Seele der Religion, der
Kder der Liebeswerbung und die Grundlage politischer Macht.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Beweis: Eine Aussage, die einen Grad glaubwrdiger ist als die
Unwahrscheinlichkeit.
		-- Ambrose Bierce
%
Bewunderung: Die hfliche Beachtung des anderen Menschen, der
hnlichkeit mit dir hat.
		-- Ambrose Bierce
%
Bibel : Das heilige Buch unserer Religion, im Unterschied zu den
falschen und profanen Schriften, auf denen alle anderen Glaubenslehren
beruhen.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Experte: Ein Spezialist der ber etwas alles wei und ber alles
andere nichts.
		-- Ambrose Bierce
%
Feigling: Ein Mensch, bei dem der Selbsterhaltungstrieb normal
funktioniert.
		-- Ambrose Bierce
%
Friede: Die Epoche des Betrgens zwischen zwei Epochen des
Kriegfhrens.
		-- Ambrose Bierce
%
Egoist: Eine Person minderen Geschmacks, mehr an sich selbst
interessiert als an mir.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce
%
Gehirn: Ein Organ, mit dem wir denken, da wir denken.
		-- Ambrose Bierce
%
Geige: Ein Instrument, das menschliche Ohr zu kitzeln, indem man
einen Pferdeschwanz an Katzendrmen reibt.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce
%
Glauben: Dinge fr wahr halten, fr die es keine Parallele und keinen
Beweis gibt und die jemand verkndet, der ber kein Wissen verfgt.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Heiliger: ein toter Snder, bearbeitet und neu herausgegeben.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Heucheln: Dem Charakter ein sauberes Hemd berziehen.
		-- Ambrose Bierce
%
Kadett: Junger Krieger,der in zehn Jahren vielleicht die Welt
erschttert und Vlker zugrunde richtet.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Kder: Ein Prparat, das einen Haken geniebarer macht.
Der beste Kder ist die Schnheit.
		-- Ambrose Bierce
%
Langweiler: Ein Mensch, der redet, wenn du wnscht, da er zuhrt.
		-- Ambrose Bierce
%
Maus: Ein Tier, dessen Pfad mit in Ohnmacht fallenden Frauen
berst ist.
		-- Ambrose Bierce
%
Megewnder: Das Kostm der Narren am Himmlischen Hof.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Montag: In christlichen Lndern der Tag nach dem Fuballspiel.
		-- Ambrose Bierce
%
Patriot: Jemand, dem die Interessen eines Teils ber die Interessen
des Ganzen gehen. Der Gimpel der Politiker und das Werkzeug der
Eroberer.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Sanftmut: Ungewhnliche Geduld beim Planen einer wirklich lohnenden
Rache.
		-- Ambrose Bierce
%
Selbstachtung: Eine falsche Einschtzung.
		-- Ambrose Bierce
%
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, da es keinen Sinn hat, sich
aufzuregen.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Unglubiger: 
  In New York: Jemand, der nicht an die christliche Religion glaubt.
  In Istanbul: Jemand, der an sie glaubt.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Werbung: Der Versuch, das Denkvermgen des Menschen so lange auer
Takt zu setzen, bis er gengend Geld ausgegeben hat.
		-- Ambrose Gwinnet Bierce (Des Teufels Wrterbuch)
%
Zukunft: Jene Zeit, in der unsere Geschfte gut gehen, unsere Freunde
treu sind und unser Glck gesichert ist.
		-- Ambrose Bierce
%
Zyniker: Ein Schuft, dessen mangehalfe Wahrnehmung Dinge sieht, wie
sie sind, statt wie sie sein sollten.
		-- Ambrose Bierce
%
Alle sind Irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird
Philosoph genannt.
		-- Ambrose Bierce
%
Frauen wrden noch reizender sein, wenn amn ihre Arme fallen knnte,
ohne in ihre Hnde zu fallen.
		-- Ambrose Bierce
%
Man hat beobachtet, da die Nase niemals glcklicher ist, als wenn
sie in anderer Leute Angelegenheiten steckt. Daraus haben einige
Physiologen geschlossen, da ihr der Geruchsinn fehle.
		-- Ambrose Bierce
%
Die Popularitt einer Sache ntigt, zu fragen: Ist sie auch wirklich
vernnftig?
		-- Otto von Bismarck
%
Die Popularitt ist eine vorbergehende Sache, die sich heute auf das,
morgen auf jenes richtet.
		-- Otto von Bismarck
%
Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, whrend des Krieges
und nach der Jagd.
		-- Otto von Bismark
%
Wir wollen die Waffen auf dem Fechtboden niederlegen, aber weggeben
wollen wir sie nicht.
		-- Otto von Bismark
%
Heute beim Aufstehen kam mir der Gedanke, wie es doch recht merkwrdig
ist, da gerade die Vlker, denen die Sonne besonders hei auf den
Schdel brennt, sie als Gott verehren. Alle Sonnen- u. Feueranbeter
wohnten im heien Sden, wie die Assyrer, Phnizier, Perser. Den
Vlkern des Nordens ist dieser Kult nicht in den Sinn gekommen, und
doch hat man in unserem Klima gewi mehr Grund zur Dankbarkeit und
Freude, wenn die seltene Sonne am Himmel sich zeigt, als da, wo sie
sengende Glut und oft Gefahr und Verderben bringt. Aber die alten
Germanen verehrten nicht die Sonne, sondern den Blitz und den Donner.
Auch hierin zeigt sich die Hundenatur der Menschen. Sie leiben und
verehren den, vor dem sie sich frchten.
		-- Otto von Bismark
%
Das mu ein Esel sein, der mit fnfzig Jahren noch dieselben
Anschauungen hat wie vor zwanzig Jahren.
		-- Otto von Bismarck
%
Die Presse ist fr mich Druckerschwrze auf Papier.
		-- Otto von Bismarck
%
Der Lotse geht von Bord.
		-- Otto von Bismarck
%
Wenn man sagt, da man einer Sache grundstzlich zustimmt, so
bedeutet es, da man nicht die geringste Absicht hat, sie in der
Praxis durchzufhren.
		-- Otto von Bismarck
%
Die Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann gestatten kann.
		-- Otto von Bismarck
%
Ein groer Staat regiert sich nicht nach Parteiansichten.
		-- Otto von Bismarck
%
Wenn irgendwo zwischen zwei Mchten ein noch so harmlos aussehender
Pakt geschlossen wird, mu man sich sofort fragen, wer hier
umgebracht werden soll.
		-- Otto von Bismarck
%
Je weniger die Leute davon wissen, wie Wrste und Gesetze gemacht
werden, desto besser schlafen sie.
		-- Otto von Bismarck
%
Die Scheu vor Verantwortung ist die Krankheit unserer Zeit.
		-- Otto von Bismarck
%
Das bel erkennen heit schon, ihm teilweise abhelfen.
		-- Otto von Bismarck
%
Wenn wir zusammenhalten, werden wir den Teufel aus der Hlle schlagen.
		-- Otto von Bismarck
%
Konzessionen und Geschenke sind eine Speise, die den Appetit reizen.
		-- Otto von Bismarck
%
Um einen falschen Gedanken mit Erfolg zu widerlegen, mu man
bekanntlich ein ganzes Buch schreiben, und den, der den Ausspruch
getan hat, berzeugt man doch nicht.
		-- Otto von Bismarck
%
Wer den Daumen auf dem Beutel hat, hat die Macht.
		-- Otto von Bismarck
%
Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder
an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
		-- Otto von Bismarck
%
Es ist rhetorische Gewohnheit, sich die Rede des Gegners so
zurechtzulegen,wie man sie besser verwerten kann.
		-- Otto von Bismarck
%
Jede neue Steuer hat etwas erstaunlich ungemtliches fr denjenigen,
der sie zahlen oder auch nur auslegen soll.
		-- Otto von Bismarck
%
Der Lotse verlt das Schiff.
		-- Otto von Bismarck
%
Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als bel,
welches die Staatskunst den Vlkern zu ersparen bemht sein mu.
		-- Otto von Bismarck
%
An Grundstzen hlt man nur fest, solange sie nicht auf die Probe
gestellt werden; geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer
die Pantoffeln und luft, wie einem die Beine nach der Natur gewachsen
sind.
		-- Otto von Bismarck
%
Ich halte den Absolutismus fr eine unmgliche Sache.
		-- Otto von Bismarck (im Reichstag, 29. Nov. 1881)
%
Wenn man nichts Besseres an die Stelle zu setzen wei fr etwas, was
einem nicht vollstndig gefllt, so tut man immer, meiner berzeugung
nach, besser, der Schwerkraft der Ereignisse ihre Wirkung zu lassen
und die Sache einstweilen so zu nehmen, wie sie liegt.
		-- Otto von Bismarck
%
Heiligkeit und Genie entziehen sich der Definition.
		-- Heinrich Bll
%
Wie alt man gerade geworden ist, sieht man an den Gesichtern derer,
die man jung gekannt hat.
		-- Heinrich Bll
%
Es ist keine Kunst, ein ehrlicher Mann zu sein, wenn man tglich Suppe
zu lffeln hat.
		-- Heinrich Bll
%
Die einzige Drohung, die einem Deutschen Angst einjagt, ist die des
sinkenden Umsatzes.
		-- Heinrich Bll
%
Wir geben uns zu wenig Rechenschaft darber, wieviel Enttuschung wir
anderen bereiten.
		-- Heinrich Bll
%
Ordnung ist das halbe Leben - woraus mag die andere Hlfte bestehen?
		-- Heinrich Bll
%
Staat und Kirchen knnen nur zwei Mglichkeiten dulden: Ehe oder
Prostitution, und in den meisten Fllen ist ihnen die Liebe auerhalb
dieser beiden Gehege verdchtig
		-- Heinrich Bll
%
Das Grundgesetz ist der Beichtspiegel der Nation.
		-- Heinrich Bll
%
Das Wirkliche liegt immer ein wenig weiter als das Aktuelle
		-- Heinrich Bll
%
Das Schlimmste, das ich kenne, ist Untertnigkeit oder der Wunsch,
sich unbedingt zu unterwerfen, dieses Mitmachen, Mitlaufen, Mitsingen,
Mitmarschieren und dabei auch noch in eine peinliche Euphorie
verfallen.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Die Sprache kann der letzte Hort der Freiheit sein. Wir wissen, da
ein Gesprch, da ein heimlich weitergereichtes Gedicht kostbarer
sein kann als Brot, nach dem in allen Revolutionen die Aufstndischen
geschrien haben.
		-- Heinrich Bll
%
Das Abitur ist des Deutschen wahres Vaterland.
		-- Heinrich Bll
%
Trau nur nicht der Diskretion der Behrden, mein Junge.  Je mehr es
davon gibt, desto mehr Futter brauchen sie.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Es ist blich geworden, immer dann, wenn die Haltung der offiziellen
katholischen Kirche in Deutschland whrend der Nazizeit angezweifelt
wird, die Namen der Mnner und Frauen zu zitieren, die in
Konzentrationslagern und Gefngnissen gelitten haben und hingerichtet
worden sind. Aber jene Mnner, Prlat Lichtenberg, Pater Delp und die
vielen anderen, sie handelten nicht auf kirchlichen Befehl, sondern
ihre Instanz war eine andere, deren Namen auszusprechen heute schon
verdchtig geworden ist: das Gewissen.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Das einzige, wovor Jugendliche geschtzt werden mssen, sind die
Erwachsenen.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
In seinem Durchschnitts-'Organ' ist der deutsche Katholizismus mies
bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Im Grunde interessieren mich als Autor nur zwei Themen: die Liebe und
die Religion. Fr beide Themen ist im innerdeutschen Katholizismus
kein Platz.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Ich frage mich vieles, vor allem das eine: Wie ist es mglich, da 800
Millionen Christen diese Welt so wenig zu verndern vermgen, eine
Welt des Terrors, der Unterdrckung, der Angst.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Welch unterschiedliche Erwachsene aus katholischen Kindern werden
knnen, lt sich an den Namen Sartre, Adenauer, Himmler, Brecht,
Joyce, Roncalli und Mary McCarthy ablesen.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Es ist kein Zufall, da immer da, wo der Geist als eine Gefahr
angesehen wird, als erstes die Bcher verboten, die Zeitungen und
Zeitschriften, Rundfunkmeldungen einer strengen Zensur ausgeliefert
werden; zwischen den Zeilen, auf dieser winzigen Schlulinie des
Druckers, kann man Dynamit genug anhufen, um Welten in die Luft zu
sprengen.
		-- Heinrich Bll, "Billard um halbzehn"
%
Der einzige, der Adenauer nach 1945 gewachsen war und ihm weiter 
entgegengewachsen wre, war Kurt Schumacher; er starb.
		-- Heinrich Bll, Keine so schlechte Quelle
%
Das Aktuelle ist der Schlssel zum Wirklichen.
		-- Heinrich Bll
%
Vieles kann der Mensch entbehren, nur den anderen Menschen nicht.
		-- Ludwig Brne
%
Die Fassung der Edelsteine erhht ihren Preis, aber nicht ihren Wert.
		-- Ludwig Brne (Denkrede auf Jean Paul)
%
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht
Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche.
		-- Ludwig Brne
%
Zank ist Rauch der Liebe.
		-- Ludwig Brne
%
Christentum, Religion berhaupt ist ihm nicht blo ein Greuel, es ist
ihm ein Ekel.
		-- Ludwig Brne (ber Heinrich Heine, Paris, 27.10.1831)
%
Ein Blutstrom fliet durch achtzehn Jahrhunderte, und an seinen Ufern
wohnt das Christentum.
		-- Ludwig Brne
%
In einem wankenden Schiff fllt um, wer still steht, nicht wer sich
bewegt.
		-- Ludwig Brne
%
Der Humor ist keine Gabe des Geistes, es ist eine Gabe des Herzens.
		-- Ludwig Brne
%
Trost gibt der Himmel, von den Menschen erwartet man Beistand.
		-- Ludwig Brne
%
Wer in der wirklichen Welt arbeiten kann und in der idealen leben, der
hat das Hchste erreicht.
		-- Ludwig Brne
%
Je vornehmer einer ist, desto hflicher behandelt er den Niedrigen.
		-- Ludwig Brne
%
Ein Mann von Geist wird nicht allein nie etwas Dummes sagen, er wird
auch nie etwas Dummes hren.
		-- Ludwig Brne
%
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem
Geld.
		-- Ludwig Brne
%
Beim Beginnen eine Unternehmung und unweit des Zieles ist die Gefahr
des Milingens am grten. - Wenn Schiffe scheitern, so geschieht es
nahe am Ufer.
		-- Ludwig Brne
%
Groe Leidenschaften sind wie Naturkrfte. Ob sie nutzen oder
schaden, hngt nur von der Richtung ab, die sie nehmen.
		-- Ludwig Brne
%
Ein Mann von Geist wird nicht allein nie etwas Dummes sagen, er wird
auch nie etwas Dummes hren.
		-- Ludwig Brne
%
Tugenden und Mdchen sind am schnsten, ehe sie wissen, da sie schn
sind.
		-- Ludwig Brne
%
Alle Narrheit erschpfen - so gelangt man zum Boden der Weisheit
		-- Ludwig Brne
%
Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.
		-- Ludwig Brne
%
Es kann das Volk sein eigener Tyrann sein, und es ist es oft gewesen.
		-- Ludwig Brne
%
Trost gibt der Himmel, von dem Menschen erwartet man Beistand.
		-- Ludwig Brne
%
Man kann eine Idee durch eine andere verdrngen, nur die der Freiheit
nicht.
		-- Ludwig Brne
%
Minister fallen wie Butterbrote: gewhnlich auf die gute Seite.
		-- Ludwig Brne
%
Aufrichtigkeit ist die Quelle aller Genialitt.
		-- Ludwig Brne
%
Die einzige Art zu betrgen, die zuweilen noch Erfolg hat, ist
offenherzig zu sein.
		-- Ludwig Brne
%
Das Schmollen der Weiber ist nichts als ein Guerillakrieg, den sie
gegen die konzentrierte Macht der Mnner fhren, ein Krieg, in dem sie
immer siegen.
		-- Ludwig Brne
%
Das Geheimnis der Macht besteht darin, zu wissen, da andere noch
feiger sind als wir.
		-- Ludwig Brne
%
Seid Glhwein oder brunnenkhles Wasser, nur nicht abgestandenes Na,
das jeden anekelt, seid keine Philister.
		-- Ludwig Brne (Kritiken)
%
Die meisten Menschen sind unzufrieden, weil die wenigsten wissen, da
der Abstand zwischen Eins und Nichts grer ist als der zwischen Eins
und Tausend.
		-- Ludwig Brne (Der Narr im Weien Schwan)
%
Man mochte ber Adenauer denken, was man wollte. Man wute jedenfalls
genau, woran man war.
		-- Willy Brandt
%
Es ist wichtiger, etwas im kleinen zu tun, als im groen darber zu
reden.
		-- Willy Brandt
%
Im moralischen Sinn macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch im
Krieg gettet oder durch Gleichgltigkeit anderer zum Hungertod
verurteilt wird.
		-- Willy Brandt
%
Man kann nie so kompliziert denken, wie es pltzlich kommt.
		-- Willy Brandt
%
Sozialismus ohne Demokratie ist widersinnig und funktioniert nicht
einmal.
		-- Willy Brandt
%
Das deutsche Volk verdient es, mit weniger Gerissenheit und mehr Liebe
regiert zu werden.
		-- Willy Brandt
%
Manchmal ist es im Leben so, da man erst etwas wird, wenn man nichts
mehr werden will.
		-- Willy Brandt
%
Besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, da jede Zeit eigene
Antworten will.
		-- Willy Brandt
%
Es sind die schlechtesten Deutschen nicht, die unruhig werden, wenn
sie des Nachts an Deutschland denken.
		-- Willy Brandt
%
Jetzt wchst zusammen, was zusammen gehrt.
		-- Willy Brandt
%
Keine Gnade mehr mit denen, die nicht erforscht haben und doch reden.
		-- Berthold Brecht
%
Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein groes Licht, und mach noch einen
zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.
		-- Berthold Brecht (Dreigroschenoper)
%
Als der Geist noch in Hhlen hauste, war er unbeachtet, aber frei.
		-- Berthold Brecht
%
Liebe ist nur ein anderer Ausdruck fr Schweinerei.
		-- Berthold Brecht (Herr Puntila und sein Knecht)
%
Was ntzt ein Gott, wenn er sich nicht herumspricht.
		-- Berthold Brecht
%
Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.
		-- Berthold Brecht
%
Das Theater darf nicht danach beurteilt werden, ob es die Gewohnheiten
seines Publikums befriedigt, sondern danach, ob es sie zu ndern
vermag.
		-- Berthold Brecht (Bertolt Brecht, Politik auf dem Theater)
%
Das Schicksal des Menschen ist der Mensch.
		-- Berthold Brecht
%
Das groe Karthago fhrte drei Kriege. Es war noch mchtig nach dem
ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar
nach dem dritten.
		-- Berthold Brecht
%
Die Schriftsteller knnen nicht so schnell schreiben, wie die
Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit.
		-- Bertold Brecht
%
Die Erfindungen fr Menschen werden unterdrckt, die Erfindungen gegen
sie gefrdert.
		-- Bertold Brecht
%
So viel ist gewonnen, wenn nur einer aufsteht und nein sagt.
		-- Bertold Brecht
%
Wre es nicht einfacher, die Regierung lste das Volk auf und whlte
sich ein anderes ?
		-- Bertold Brecht
%
Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.
		-- Bertold Brecht
%
Will vom Krieg leben, wird ihm wohl mssen, auch etwas geben.
		-- Bert Brecht
%
Wer A sagt, der mu nicht B sagen. Er kann auch erkennen, da A
falsch war.
		-- Bertold Brecht
%
Wer die Wahrheit nicht wei, der ist blo ein Dummkopf. Aber wer sie
wei und sie eine Lge nennt, der ist ein Verbrecher!
		-- Berthold Brecht
%
Die Schwrmerei fr die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der
Stdte.
		-- Bertold Brecht
%
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurck zur Vernunft.
		-- Bertold Brecht
%
Vertrauen wird dadurch erschpft, da es in Anspruch genommen wird.
		-- Bertold Brecht
%
Der groe Sport fngt da an, wo er lngst aufgehrt hat, gesund zu
sein.
		-- Bertold Brecht
%
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
		-- Berthold Brecht (Dreigroschenoper)
%
Suche die Schule auf, Obdachloser! Verschaffe dir Wissen, Frierender!
Hungriger, greif nach dem Buche: es ist eine Waffe. Du mut die
Fhrung bernehmen.
		-- Bertold Brecht
%
Keinen verderben lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glck
erfllen, auch sich, das ist gut.
		-- Bertold Brecht
%
Denn die einen stehn im Dunkeln und die andern stehn im Licht. Und man
sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.
		-- Bertold Brecht
%
Ich la mir den Krieg von euch nicht madig machen.
		-- Bertold Brecht
%
Aschenhaufen haben es gern, wenn man sie fr erloschene Vulkane hlt.
		-- Wieslaw Brudzinski
%
Die gefhrlichste Waffe sind die Menschen kleinen Kalibers.
		-- Wieslaw Brudzinski
%
Steigerung des Luxus: eigenes Auto, eigene Villa, eigene Meinung.
		-- Wieslaw Brudzinski
%
Ein Freund ist ein Mensch, der dir vllig selbstlos schadet.
		-- Wieslaw Brudzinski
%
Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung
ihrer Intoleranz gendert haben.
		-- Wieslaw Brudzinski
%
Intelligenz, behaupten die Intelligenten, ist die Fhigkeit, sich der
Situation anzupassen. Wenn du ein Buch verkehrt in die Hand genommen
hast, lerne, es verkehrt zu lesen.
		-- Wieslaw Brudzinski
%
Mit der Zeit vollbringen unsere Vorfahren immer ruhmreichere Taten.
		-- Wieslaw Brudzinzki (Katzenjammer)
%
Das Gedchtnis ist ein sonderbares Sieb. Es behlt alles Gute von uns
und alles ble von den anderen.
		-- Wieslaw Brudzinzki
%
Ratten, die das Schiff verlassen haben, nehmen es ihm bel, wenn es
nicht versinkt.
		-- Wieslaw Brudzinzki (Katzenjammer)
%
Aus jeder Situation gibt es mehrere Ausgnge - nur auf verschiedenen
Etagen.
		-- Wieslaw Brudzinzki
%
Ein guter Propagandist kann sogar mithilfe der Wahrheit berzeugen.
		-- Wieslaw Brudzinzki
%
Ein Geistlicher, der Gewehre segnet: Ein Beispiel mehr dafr, wie der
Zweck die Mittel heiligt.
		-- Wieslaw Brudzinzki
%
Es ist ein Unglck, nicht genug Geist zu haben, um eine Rede zu halten
und nicht genug Selbsterkenntnis, um zu schweigen.
		-- Jean de la Bruyre
%
Das Leben ist eine Tragdie fr die, die fhlen, und eine Komdie fr
die, die denken.
		-- Jean de la Bruyre
%
Spottsucht ist oft Armut an Geist.
		-- Jean de la Bruyre
%
Nichts erfrischt unser Blut so sehr, wie wenn es uns gelungen ist,
eine Dummheit zu vermeiden.
		-- Jean de la Bruyre
%
Bescheidenheit ist die letzte Raffinesse der Eitelkeit.
		-- Jean de la Bruyre
%
Man mu schon jeglichen Geistes bar sein, wenn Liebe, Bosheit und Not
ihn nicht wecken.
		-- Jean de la Bruyre
%
Man kann es auf zweierlei Art zu etwas bringen: Durch eigenen Knnen
oder durch die Dummheit der anderen.
		-- Jean de la Bruyre
%
Man mu lachen, bevor man glcklich ist, weil man sonst sterben
knnte, ohne gelacht zu haben.
		-- Jean de la Bruyre
%
Ein hochmtiges und aufgeblasenes Wesen trgt in der Gesellschaft
gerade das Gegenteil der erwarteten Achtung ein.
		-- Jean de La Bruyre (Die Charaktere)
%
Es scheint, da jemand achten heit, sich ihm gleichstellen.
		-- Jean de La Bruyre (Die Charaktere)
%
Nach der Pracht oder rmlichkeit des Wagens achtet man die Leute 
oder behandelt man sie geringschtzig.
		-- Jean de La Bruyre (Die Charaktere)
%
Wenn man geschtzt sein will, mu man mit schtzenswerten Menschen 
leben.
		-- Jean de La Bruyre
%
Will man geachtet werden, mu man unter Menschen leben, die man 
achten kann.
		-- Jean de La Bruyre (Die Charaktere)
%
Wenn Adel Tugend ist, so geht er durch all das verloren, was der
Tugend widerspricht; ist es nicht Tugend, taugt er wenig.
		-- Jean de La Bruyre (Die Charaktere)
%
Alle unsere Leiden kommend daher, da wir nicht allein sein knnen.
		-- Jean de La Bruyre (Die Charaktere)
%
Man hofft, alt zu werden, und frchtet sich doch davor: Das heit, man
liebt das Leben und flieht den Tod.
		-- Jean de La Bruyre (Die Charaktere)
%
Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft
preisgeben.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen.
Aber ein paar Wegweiser schaden nicht.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Wenn Menschen Glck kaufen knnten, wrden sie es bestimmt eine Nummer
zu gro whlen.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Das Streben nach Vollkommenheit macht manchen Menschen vollkommen
unertrglich.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltglichen das Wunderbare zu
sehen.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Lrm ist ein geeignetes Mittel, die Stimme des Gewissens zu bertnen.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Mit Gte kann man fast jeden Menschen berraschen.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei ist nur schwer zu
ziehen: Stecken Sie sich einen Ring in Ihre Nase, und Sie sind eine
Wilde; stecken Sie sich zwei Ringe in Ihre Ohren, und Sie sind
zivilisiert.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltglichen das Wunderbare zu
sehen.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei ist nur schwer zu
ziehen. Stecken Sie einen Ring in Ihre Nase, und Sie sind eine Wilde,
stecken Sie zwei Ringe in Ihre Ohren, und Sie sind zivilisiert.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Viele Menschen versumen das kleine Glck, whrend sie auf das groe
vergebens warten.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Bringen Hufeisen wirklich Glck? Ich bezweifle es - ich habe schon
viele unglckliche Pferde gesehen.
		-- Pearl Sydenstricker Buck (Pseudonym: Sedges, John)
%
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche
Antworten.
		-- Wilhelm Busch
%
Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.
		-- Wilhelm Busch
%
Ich bin Pessimist fr die Gegenwart, aber Optimist fr die Zukunft.
		-- Wilhelm Busch
%
Klatschen heit anderer Leute Snden beichten.
		-- Wilhelm Busch
%
Dummheit ist auch eine natrliche Begabung.
		-- Wilhelm Busch
%
Hartnckig weiter fliet die Zeit, die Zukunft wird Vergangenheit.
Aus einem groen Reservoir ins andre rieselt Jahr um Jahr.
		-- Wilhelm Busch
%
Man nimmt in der Welt jeden, wofr er sich gibt, aber er mu sich
auch fr etwas geben. Man ertrgt die Unbequemen lieber, als man die
Unbedeutenden duldet.
		-- Wilhelm Busch
%
Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind,
und ringsumher ist ein Gedrngel von solchen, die dasselbe sind.
		-- Wilhelm Busch
%
Der Philosoph hat wie der Hausbesitzer immer Reparaturen.
		-- Wilhelm Busch
%
Platonische Liebe kommt mir so vor wie ein ewiges Zielen und niemals
losdrcken.
		-- Wilhelm Busch
%
Enthaltsamkeit ist das Vergngen an Sachen, welche wir nicht kriegen.
		-- Wilhelm Busch
%
Die gute Unterhaltung besteht nicht darin, da man selbst etwas
Gescheites sagt, sondern da man etwas Dummes anhren kann.
		-- Wilhelm Busch
%
Wem zu glauben ist, redlicher Freund, das kann ich dir sagen: Glaube
dem Leben; es lehrt besser als Redner und Buch.
		-- Wilhelm Busch
%
Gott zieht uns an der Hand, der einen,
der Teufel zieht an beiden Beinen.
		-- Wilhelm Busch
%
Schnell wachsende Keime welken geschwinde; zu lange Bume brechen im
Winde.
		-- Wilhelm Busch
%
Glck entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglck oft
durch Vernachlssigung kleiner Dinge.
		-- Wilhelm Busch
%
Glaube beruht auf Ursachen, nicht auf Grnden.
		-- Wilhelm Busch
%
Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie.
		-- Wilhelm Busch
%
Mut und Wille ergeben manchmal Mutwillen.
		-- Wilhelm Busch
%
Wo man am meisten drauf erpicht,
grad das bekommt man meistens nicht.
		-- Wilhelm Busch
%
Das Gute - dieser Satz steht fest -
ist stets das Bse, was man lt.
		-- Wilhelm Busch (Helene)
%
Fortwhrend hinter angenehmen Erwartungen schleichen die unangenehmen
Mglichkeiten.
		-- Wilhelm Busch
%
Bemh' Dich nur und sei hbsch froh,
der rger kommt schon sowieso.
		-- Wilhelm Busch
%
Frher, da ich unerfahren und bescheidener war als heute, hatten meine
hchste Achtung andre Leute. Spter traf ich auf der Weide auer mir
noch mehrere Klber, und nun schtz ich sozusagen erst mich selber.
		-- Wilhelm Busch
%
Der guten Menschen Hauptbestreben ist, andern auch was abzugeben.
		-- Wilhelm Busch
%
Viel zu spt begreifen viele die versumten Lebensziele: Freuden,
Schnheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei
zeitig weise! Hchste Zeit ist's! Reise, reise!
		-- Wilhelm Busch
%
Mancher ertrinkt lieber, als da er um Hilfe ruft.
		-- Wilhelm Busch
%
Obgleich die Welt ja, sozusagen, wohl manchmal etwas mangelhaft, wird
sie doch in den nchsten Tagen vermutlich noch nicht abgeschafft.
		-- Wilhelm Busch
%
Wenn man es nur versucht, so geht's, das heit, mitunter, doch nicht
stets.
		-- Wilhelm Busch
%
Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
		-- Wilhelm Busch
%
Ungeduld hat hufig Schuld.
		-- Wilhelm Busch
%
Ein jeder Wunsch, wenn er erfllt, kriegt augenblicklich Junge.
		-- Wilhelm Busch
%
Musik wird strend oft empfunden,
weil stets sie mit Gerusch verbunden.
		-- Wilhelm Busch
%
Es ist ein Brauch von alters her,
wer Sorgen hat hat auch Likr.
		-- Wilhelm Busch
%
Schn ist's, wenn wir Freunde kommen sehn.
Schn ist es ferner, wenn sie bleiben.
Und sich mit uns die Zeit vertreiben.
Doch wenn sie schlielich wieder
gehn, ist's auch recht schn.
		-- Wilhelm Busch
%
Aber hier, wie berhaupt,
kommt es anders, als man glaubt.
		-- Wilhelm Busch (Plisch und Plum)
%
Die Wahrheit ist zu schlau, um gefangen zu werden.
		-- Wilhelm Busch
%
Gar sehr verzwickt ist diese Welt - mich wundert's da sie wem gefllt.
		-- Wilhelm Busch
%
Bist du wtend, zhl bis vier,
hilft das nicht, dann explodier.
		-- Wilhelm Busch
%
Dummheit, die man bei anderen sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemt.
		-- Wilhelm Busch
%
Und schon erfolgt der Griff, der rasche,
in die besagte Westentasche.
Die Lippe sprht, das Auge leuchtet,
des Lauschers Bart wird angefeuchtet.
		-- Wilhelm Busch
%
Ein Onkel, der gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die blo
Klavier spielt.
		-- Wilhelm Busch
%
Toleranz ist gut.
Aber nicht gegenber Intoleranten.
		-- Wilhelm Busch
%
Sind doch die Damen geborene Philosophen; sie denken was sie wollen
und wissen alles am besten.
		-- Wilhelm Busch
%
Also lautet der Beschlu:
da der Mensch was lernen mu.
%
Wer dir sagt, er htte noch nie gelogen, dem traue nicht, mein Sohn!
		-- Wilhelm Busch
%
Gedanken sind nicht stets parat. Man schreibt auch, wenn man keine
hat.
		-- Wilhelm Busch
%
Denn frh belehrt ihn die Erfahrung: Sobald er schrie, bekam er
Nahrung.
		-- Wilhelm Busch
%
Die Selbstkritik hat viel fr sich. Gesetzt der Fall, ich tadle mich,
so kommt es dann zuletzt heraus, da ich ein ganz famoses Haus.
		-- Wilhelm Busch
%
Wie wolltest du dich berwinden
kurzweg die Menschen zu ergrnden
du kanntst sie nur von auenwrts
du siehst die Weste, nicht das Herz.
		-- Wilhelm Busch
%
Ausdauer wird frher oder spter belohnt - meistens aber spter.
		-- Wilhelm Busch
%
Der Segen der Natur wird vernichtet durch den Segen Roms.
		-- Wilhelm Busch
%
Ja, selig ist der gute Christ,
wenn er nur gut bei Kasse ist.
		-- Wilhelm Busch
%
Sein Prinzip ist berhaupt: Was beliebt, ist erlaubt. Denn der Mensch
als Kreatur hat von Rcksicht keine Spur.
		-- Wilhelm Busch
%
Des Schweines Ende ist der Wurst Anfang.
		-- Wilhelm Busch
%
Froh schlgt das Herz im Reisekittel,
vorausgesetzt, man hat die Mittel.
		-- Wilhelm Busch
%
Und trotzt getrost der ganzen Welt,
bewaffnet, doch als Friedensheld.
		-- Wilhelm Busch (Fuchs und Igel)
%
Wo du bist und wo ich sei,
Ferneweg und nahebei;
berall und auch indessen
Werd' ich deiner nicht vergessen;
Dein gedenk' ich, still erfreut,
Selbsten in der Einsamkeit;
Ja, im dicksten Publikum
Schwebt mein Geist um dich herum.
		-- Wilhelm Busch
%
Gewinn anderer wird fast wie Verlust empfunden.
		-- Wilhelm Busch
%
So geht es mit Tabak und Rum:
Erst bist du froh, dann fllst du um.
		-- Wilhelm Busch (Die Haarbeutel)
%
Alte Bume behmmert der Specht am meisten.
		-- Wilhelm Busch
%
Der Optimist glaubt, da wir in der besten aller mglichen Welten
leben, und der Pessimist befrchtet, das das stimmt.
		-- James Branch Cabell
%
Die Menschen glauben im allgemeinen gern, was sie wnschen.
		-- Gaius Julius Caesar
%
Ich liebe den Verrat, aber ich hasse Verrter.
		-- Gaius Julius Caesar
%
Den Ahnungslosen schenkt der Herr einen leichten Schlaf.
		-- Gaius Julius Caesar
%
Wenn es etwas gibt, was die Welt hat, so ist es eine Frau, die sich
um ihre eigenen Angelegenheiten kmmert.
		-- Calamity Jane (alias Martha Jane Canarry)
%
Wenn ein Frauenkrper spricht, haben Mnner nicht genug Augen, um
zuzuhren.
		-- Alexander Calder
%
Begangene Fehler knnen nicht besser entschuldigt werden als mit dem
Gestndnis, da man sie als solche erkennt.
		-- Pedro Calderon de la Barca
%
Das Leben ist ein Traum.
		-- Calderon
%
Eine gute Regierung ist wie eine geregelte Verdauung; solange sie
funktioniert, merkt man von ihr kaum etwas.
		-- Erskine Caldwell
%
Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefhl, da
die Sache nicht ganz geher ist.
		-- Erskine Caldwell
%
Derartige Angelegenheiten werden vom Minister entschieden. Ist der
Minister nicht zu erreichen, entscheidet sein Stellvertreter. Ist
dieser auch nicht da, entscheidet der gesunde Menschenverstand.
		-- James Callaghan
%
Wenn einer allein trumt, dann bleibt es ein Traum. Wenn aber alle
gemeinsam trumen, dann wird es Wirklichkeit.
		-- Helder Camara
%
Der Abend des Lebens gibt mir geheimnisvolle Weisheit,
Und knftige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
		-- Thomas Campell (Lochiels Warnung)
%
Wir machen Musik und verstehen nicht allzuviel davon - das verbindet
uns mit der Oberklasse der Politiker in diesem Land.
		-- Campino (Snger der 'Toten Hosen')
%
Die ganze Kunst des Redens besteht darin,
zu wissen, was man nicht sagen darf.
		-- George Canning
%
Mit einem freundlichen Wort und einer Pistole kann man mehr erreichen,
als nur mit einem freundlichen Wort.
		-- Al Capone
%
Ehe man den Kopf schttelt, vergewissere man sich, ob man einen hat.
		-- Truman Capote
%
Der Jammer mit der Menschheit ist, da die Klugen feige, die Tapferen
dumm und die Fhigen ungeduldig sind. Das Ideal wre der tapfere Kluge
mit der ntigen Geduld.
		-- Truman Capote
%
Erfolg ist so ziemlich das letzte, was einem vergeben wird.
		-- Truman Capote
%
Slang ist der durchgescheuerte Hosenboden der Sprache.
		-- Truman Capote
%
Alle Menschen haben die Anlage, schpferisch ttig zu sein. Nur merken
es die meisten nie.
		-- Truman Capote
%
Heute ist die Utopie vom Vormittag die Wirklichkeit vom Nachmittag.
		-- Truman Capote
%
Glck bedeutet Gelassenheit. Wer glcklich sein will, mu Zeit fr die
Ewigkeit haben.
		-- Truman Capote
%
Kleider machen Leute - aber sie machen nicht den Menschen.
		-- Othmar Cappelmann
%
Wer mir 20 Wrtern sagt, was man mit 10 Wrten sagen kann, der ist
auch zu anderen Schlechtigkeiten fhig.
		-- Giosue Carducci
%
Ein Mensch kann sich nicht frei nennen, wenn seine Freiheit auf der
Unterdrckung anderer beruht.
		-- Juan Carlos I.
%
Der Krieg zwischen zwei gebildeten Vlkern ist ein Hochverrat an der
Zivilisation.
		-- Sylva Carmen (pseud. Elisabeth, Knigin von
		Rumnien, 'Vom Ambo')
%
Ein Geheimnis ist wie ein Gewand:
Je mehr man es zu verbergen sucht, desto mehr zeigt man es.
		-- Sylva Carmen (pseud. Elisabeth, Knigin von Rumnien)
%
Die Dummheit drngt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht
zurck, um zu sehen.
		-- Sylva Carmen (pseud. Elisabeth, Knigin von Rumnien)
%
Begeisterungsfhigkeit ist eine der Hauptursachen fr den Erfolg im
Leben.
		-- Dale Carnegie
%
Arbeite und lerne, und du kannst gar nichrt verhindern, da du etwas
wirst.
		-- Dale Carnegie
%
Zeitlos ist die Macht des Herzens, die sich als Wohlwollen kundgibt.
		-- Hans Carossa
%
Wenn ich mich an jemandem rchen will, dann nehme ich ihm die Radkappe
ab und tue ein Steinchen hinein.
		-- Rudi Carrell
%
Nachrichtensprecher fangen stets mit "Guten Abend" an und brauchen 
dann 15 Minuten, um zu erklren, da es kein guter Abend ist.
		-- Rudi Carrell
%
Wenn eine Frau so tut, als interessiere sie sich fr die Ansichten 
eines Mannes, will sie blo seine Absichten herausbekommen.
		-- Rudi Carrell
%
Witze kann man nur dann aus dem rmel schtteln, wenn man sie vorher
hineingesteckt hat.
		-- Rudi Carrell
%
Schauen Sie sich doch an, wer in den groen Produktionsfirmen rumluft:
Tchter von reichen Eltern. Die kosten wenig, aber drfen Vorschlge machen -
und das sieht man dann in der Sendung.
		-- Rudi Carrell in HRZU.
%
Die Theorie ist eine Vermutung mit Hochschulbildung.
		-- Jimmy Carter
%
In der Musik, im Ozean, in der Blte, in einem Blatt, in einer
freundschaftlichen Geste - in all diesen Dingen sehe ich das, was die
Menschen "Gott" nennen.
		-- Pablo Casals
%
Einen Dummkopf zu betrgen, ist eine Handlung, die eines Menschen von
Geist wrdig ist.
		-- Giacomo Casanova
%
Amor ist der grte Spitzbube unter den Gttern; der Widerspruch
scheint sein Element zu sein.
		-- Giacomo Casanova
%
Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier.
		-- Giacomo Casanova
%
Ich sah, da man oft, um zur Wahrheit zu gelangen, mit einer
Tuschung beginnen mu. Dem Licht mu notwendigerweise Finsternis
vorangegangen sein.
		-- Giacomo Casanova
%
Wer schlft, sndigt nicht - wer vorher sndigt, schlft besser.
		-- Giacomo Casanova
%
Auch die schnste Frau ist an den Fen zu Ende.
		-- Giacomo Girolamo Casanova
%
Die besten Dinge verdanken wir dem Zufall.
		-- Giacomo Girolamo Casanova
%
Medizin in der Hand eines Einfltigen ist Gift, wie Gift in der Hand
eines Weisen zur Medizin.
		-- Giacomo Girolamo Casanova
%
Fernsehen - das ist nur 20 Prozent Inhalt und 80 Prozent Bild.
		-- Claus Hinrich Casdorff
%
berlasse das Hassen jenen, die zu schwach sind, um lieben zu knnen.
		-- Michel del Castillo
%
Klatschsucht und Gerchte werden sich ausbreiten und die Fundamente
der Staaten erschttern!

Psychische und physische Schden bei den 'dem Telehphonieren
verfallenenen Personen' werden das ffentliche Gesundheitswesen vor
ungeahnte Probleme stellen.
		-- Prof. E. Cautious, 1. Internationaler
		   Fernsprechkongre, 1.4.1877, London
%
Diese Spezies trumt seit mindestens 2000 Jahren von einer
Gesellschaftsordnung in der alle Menschen zufrieden leben
knnen. Bisher hat sie aber nur Gesetzeswerke produziert, die immer
wieder Ungerechtigkeit hervorriefen. Die Gesetze, sprich die
gesellschaftlichen Normen, werden von UNS gemacht. 
		-- Gnter Cave
%
Abgesehen davon, da nicht jeder Mensch von einer Welt trumt, in der
_alle_ zufrieden sind (noch weniger von einer _Gesellschaftsordnung_)
knnen Gesetze keine Gerechtigkeit oder deren Gegenteil
_produzieren_. Gesellschaftsordnungen und Herrschaft der Gesellschaft
werden und wurden immer nur von wenigen (machthungrigen) Menschen
bestimmt. Das sind diejenigen, die daran Interesse haben. Die meisten
Menschen wollen einfach nur leben und kmmern sich so gut wie nicht um
Gesellschaftsordnungen. Das zu ndern, knnte meiner Meinung nach nur
gelingen, indem das Interesse der passiven Menschen geweckt wird (was
das Problem ist).
		-- Gnter Cave
%
Die Zukunft der Sprache ist die Formel.
		-- C. W. Ceram (eig. Kurt W Marek)
%
Wenn alle in einer Wirtschaftskrise bewegungslos warten, wie soll sie
dann berwunden werden?
		-- Nino Cerruti
%
Bitte nie um Dinge, die du dir selbst erwerben kannst.
		-- Miguel de Cervantes Saavedra
%
Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz, der sich auf lange Erfahrung
grndet.
		-- Miguel de Cervantes
%
An einem kleinen Muster knnen wir oft das ganze Stck beurteilen.
		-- Miguel de Cervantes
%
Was der Geist erfassen und glauben kann, das kann er auch durchfhren.
		-- Miguel de Cervantes de Saavedra
%
Die Erkenntnis seiner eigenen Kraft macht bescheiden.
		-- Paul Cezanne
%
Liebe ist kein Solo. Liebe ist ein Duett. Schwindet sie beim einen,
verstummt das Lied.
		-- Adalbert von Chamisso
%
Die Gegenwart ist falsch, das Leben lgt.
		-- Adelbert von Chamisso
%
Die meisten Frauen whlen Ihr Nachhemd mit mehr Verstand als ihren
Mann.
		-- Coco Chanel
%
Die Frauen mssen wieder lernen, die Mnner auf das neugierig zu
machen, was sie schon kennen.
		-- Coco Chanel
%
Wer sich in der eigenen Gesellschaft nicht wohl fhlt, hat gewhnlich
ganz recht.
		-- Coco Chanel
%
Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens
		-- Coco Chanel
%
Wer es mit sich allein nicht lange aushlt, hat meistens recht.
		-- Coco Chanel
%
Die Schnheit brauchen wir Frauen, damit die Mnner uns lieben, die
Dummheit, damit wir die Mnner lieben.
		-- Coco Chanel
%
Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Das fngt beim
Reden an und endet beim Dekollet.
		-- Coco Chanel
%
Die Jugend wre eine noch viel schnere Zeit, wenn sie erst spter im
Leben kme.
		-- Charlie Chaplin
%
Am Ende ist alles ein Witz.
		-- Charlie Chaplin
%
An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.
		-- Charlie Chaplin
%
Jeder Tag an dem du nicht lchelst, ist ein verlorener Tag.
		-- Charlie Chaplin
%
Filmemacher sollten bedenken, da man ihnen am Tag des Jngsten
Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird.
		-- Charlie Chaplin
%
Von einem gewissen Alter ab tut auch die Freude weh.
		-- Charlie Chaplin
%
Ein Nachtklub ist ein Lokal, in dem die Tische reservierter sind als
die Gste.
		-- Charles Chaplin
%
Ideale sind das Schnste und Grte und wertvollste im Leben - auer
wenn wir versuchen, danach zu leben.
		-- Charlie Chaplin
%
Ruhm hat nichts mit Popularitt zu tun. Popularitt hlt manchmal nur
von einem Klatsch zum nchsten.
		-- Charlie Chaplin
%
Erfahrene Juristen bezeugen, da es vor Gericht von Vorteil sein
kann, wenn man im Recht ist.
		-- Graham Chapman
%
Es ist weniger schwierig, Probleme zu lsen, als mit ihnen zu leben.
		-- Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin
%
Einst a Orlov zu viel Erbsenbrei und starb. Und als Krylov davon erfuhr,
starb auch er. Und Spiridonov starb von ganz allein. Und Spiridonovs Frau
fiel von der Kommode und starb. Und Spiridonovs Kinder ertranken im Teich.
Und Spiridonovs Gromutter ergab sich dem Suff und trieb sich auf der
Strae herum. Und Michajlov hrte auf, sich zum kmmen, und kriegte die Krtze.
Und Kruglov malte eine Dame mit Knute in der Hand und wurde verrckt.
Und Perechrestov [1] bekam telegraphisch 400 Rubel und gab damit dermaen an,
da man ihn entlassen mute.
Lauter gute Menschen, und knnen keinen khlen Kopf bewahren.

[1] Anm.: Auf dem dritten e sind zwei Punkte. Da interessiert vermutlich
          keine Sau, wird aber der Genauigkeit halber mitgeteilt.
[2] Anm. zur Anm.: Der Buchstabe mit den zwei Punkten auf dem e ist eine
          Erfindung der Kommunisten. Vorher sah das Ding ganz entfernt
          einer Kirche hnlich und mute daher entfernt werden.
[3] Anm. zur Anm. zur Anm.: Gentzt hat es ihnen nix.
		-- Daniil Charms
%
Es war einmal ein Rotschopf, der hatte weder Augen noch Ohren. Er hatte
auch keine Haare, so da man ihn an sich grundlos einen Rotschopf
nannte.  Sprechen konnte er nicht, denn er hatte keinen Mund.  Eine
Nase hatte er auch nicht.
Er hatte sogar weder Arme noch Beine. Er hatte keinen Bauch, er hatte
keinen Rcken, er hatte kein Rckgrat, er hatte auch keine
Eingeweide. Nichts hatte er! So da unklar ist, um wen es hier
eigentlich geht.  Reden wir lieber nicht weiter darber.
		-- Daniil Charms (Das blaue Heft Nr. 10)
%
Es ist weniger schwierig, Probleme zu lsen, als mit ihnen zu leben.
		-- Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin
%
Bekannt wollte ich eigentlich nie werden, mir gengt, der Grte zu
sein.
		-- Ray Charles
%
Sich hinzusetzen und nachzudenken ist eine echte Knochenarbeit.
		-- Prinz Charles
%
Wre ich Narr genug, noch an das Glck zu glauben, so wrde ich es in
de Gewohnheit suchen.
		-- Franois-Ren Vicomte de Chateaubriand
%
Die groen Menschen, die auf der Erde eine sehr kleine Familie
bilden, finden leider nur sich selbst zum Nachnamen.
		-- Franois-Ren Vicomte de Chateaubriand
%
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten
vergrert und groe Dinge nicht erfat.
		-- Lord Chesterfield
%
Staatsmnner und schne Frauen haben kein Gefhl fr ihren
allmhlichen Verfall.
		-- Lord Chesterfield
%
Sprich ber das Moderne ohne Verachtung und ber das Alte ohne
Vergtterung.
		-- Lord Chesterfield
%
Ein fester Vorsatz ist das wichtigste Instrument fr Erfolg.
		-- Philip Earl of Chesterfield
%
Die Liebe ist ein Feuer, das im Laufe der Jahre mehr Rauch entwickelt
als Hitze.
		-- Maurice Chevalier
%
Hflichkeit ist der Sicherheitsabstand, den vernnftige Menschen
einhalten.
		-- Maurice Chevalier
%
Die vollkommene Frau hat einige kleine Disharmonien.
		-- Maurice Chevalier
%
Junggesellen sind fr Frauen so etwas wie Feldherren, die noch keine
Schlacht verloren haben.
		-- Maurice Chevalier
%
Je lter man wird, desto hnlicher wird man sich selbst.
		-- Maurice Chevalier
%
Ein Mann mit weien Haaren ist wie ein Haus, auf dessen Dach 
Schnee liegt. Das beweist aber noch lange nicht, da im Herd kein
Feuer brennt.
		-- Maurice Chevalier
%
Der Vorzug groer Gesellschaften liegt darin, da man die Einsamkeit
schtzen lernt.
		-- C. Chincolle
%
Es ist die Aufgabe der Opposition, die Regierung abzuschminken,
whrend die Vorstellung noch luft.
		-- Jacques Chirac
%
Kunst im berlieferten Sinne gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch
kurzlebige modische Einflle, denen man das Etikett Kunst aufklebt.
		-- Giorgio de Chirico
%
Man mchte zuweilen ein Kannibale sein, nicht um den oder jenen
aufzufressen sondern um ihn auszukotzen.
		-- Emile M. Cioran
%
Weniges auf dieser Welt verbindet so stark wie eine gemeinsame
Abneigung gegen einen Dritten.
		-- Rene Clair
%
Gottlob gibt es immer Menschen, die besser sind, als man es verdient.
		-- Ren Clair
%
Reue ist der Versuch, in sich zu gehen, nachdem man gerade so schn
aus sich herausgegangen ist.
		-- Hans Clarin
%
Ein Snob ist jemand, fr den Hummer nur die Vorspeise zu einer
Pellkartoffel ist.
		-- Hans Clarin
%
Ein Politiker denkt an die nchste Wahl; ein Staatsmann an die nchste
Generation.
		-- James Freeman Clarke
%
Ordnung ist die Lust der Vernunft, aber Unordnung ist die Wonne der
Phantasie.
		-- Paul Claudel
%
Bevor man die Welt verndert, wre es vielleicht doch wichtiger, sie
nicht zugrunde zu richten.
		-- Paul Claudel
%
Amerika - die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg
ber die Kultur.
		-- Georges Clemenceau
%
Wenn ein Intelligenter fr die falsche Sache eintritt, ist das noch
schlimmer, als wenn ein Dummkopf fr die richtige eintritt.
		-- Georges Clemenceau
%
Der bequemste Standort ist prinzipiell auf den Zehen des politischen
Gegners.
		-- Georges Clemenceau
%
Das Regieren in einer Demokratie wre wesentlich einfacher, wenn man
nicht immer wieder Wahlen gewinnen mte.
		-- Georges Clemenceau
%
Wenn ein Politiker stirbt, kommen viele zur Beerdigung nur deshalb, um
sicher zu sein, da man ihn wirklich begrbt.
		-- Georges Clemenceau
%
Unser Ziel sollte es sein, da Schwangerschaftsabbrche sicher und
legal, aber eher selten auftreten.
		-- Bill Clinton
%
Steuern zu erheben heit, die Gans so zu rupfen, da man mglichst
viele Federn mit mglichst wenig Gezische bekommt.
		-- Jean-Baptiste Colbert
%
Die Summe der Intelligenz auf der Erde ist eine Konstante.
Die Bevlkerung wchst.
		-- Mr. Cole's Axiom
%
Gesunder Menschenverstand in ungewhnlichem Mae ist das, was die Welt
Weisheit nennt.
		-- Samuel Taylor Coleridge
%
Die glcklichste Ehe, die ich mir persnlich vorstellen kann, wre die
Verbindung zwischen einem tauben Mann und einer blinden Frau.
		-- Samuel Taylor Coleridge
%
Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn fr Humor fehlt.
		-- Samuel Taylor Coleridge
%
Nur die Weisen sind im Besitz von Ideen. Die meisten Menschen sind von
Ideen besessen.
		-- Samuel Coleridge
%
Keuschheit ist ebensowenig eine Tugend wie Unterernhrung.
		-- Alex Comfort
%
Die bedeutendste negative Leistung des Christentums war die
'Problematisierung' der Sexualitt... Wir brauchen eine
Geisteshaltung, die in der Sexualitt kein 'Problem', sondern ein
'Vergngen' sieht. Den meisten Leuten fehlt dazu die Sicherheit - und
oft auch die Liebe.
		-- Alex Comfort
%
Die meisten Menschen denken hauptschlich ber das nach, was die
anderen Menschen ber sie denken.
		-- Sean Connery
%
Frauen mssen ab und zu eins auf den Hintern bekommen. Manchen
gefllt's.
		-- Sean Connery
%
Vermutungen sind die Ausflucht jener Leute, die nichts wissen.
		-- O'Connor
%
Eine Frau zu sein ist eine schrecklich schwierige Aufgabe, weil sie es
vor allem mit Mnnern zu tun hat.
		-- Joseph Conrad
%
Nichts wird so leicht fr bertreibung gehalten wie die Schilderung
der reinen Wahrheit.
		-- Joseph Conrad
%
Jede Nation ist im Ausland hauptschlich durch ihre Untugenden
bekannt.
		-- Joseph Conrad
%
Zuhren knnen ist der halbe Erfolg.
		-- Calvin Coolidge
%
Jeder hat seinen Lieblingsgegner. Ohne ihn wre unser Glck nicht
vollkommen.
		-- Le Corbusier
%
Ich habe drei Haustiere, die dieselbe Funktion erfllen wie ein
Ehemann: einen Hund, der jeden Morgen knurrt, einen Papagei, der den
ganzen Nachmittag lang flucht, und eine Katze, die nachts spt nach
Hause kommt.
		-- Marie Corelli
%
Um einander zu achten, mu man sich zunchst kennen.
		-- Pierre de Coubertin
%
Das Wesentliche ist nicht, 'gesiegt', sondern sich wacker geschlagen
zu haben.
		-- Pierre de Coubertin
%
Der Glaube an die Erbsnde hat die wahre Erbsnde geschaffen. Das
Christentum predigte so lange die Bsheit der menschlichen Natur, bis
diese wirklich bse wurde.
		-- Richard Graf von Coudenhove-Kalergi
%
Spielen ist eine Ttigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.
		-- Jacques Yves Cousteau
%
Das bel kommt nicht von der Technik, sondern von denen, die sie
mibrauchen - mutwillig oder auch nur fahrlssig.
		-- Jacques Yves Cousteau
%
Witz ist wie Kaviar: Er sollte nur in kleinen Bissen genossen werden
und nicht dick aufgetragen wie Marmelade.
		-- Nol Coward
%
Wilddiebe und Kritiker kennen keine Schonzeit.
		-- Nol Coward
%
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
		-- Nol Coward
%
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
		-- Nol Coward
%
Nichtstun macht nur dann Spa, wenn man eigentlich viel zu tun htte.
		-- Nol Coward
%
Als ich den Leuten in Nordirland erzhlte, da ich Atheist sei, stand
eine Frau im Publikum auf und fragte: "Nun gut, aber ist es der
katholische oder der protestantische Gott, an den Sie nicht glauben?"
		-- Quentin Crisp
%
Jeder Mensch ist einzigartig.
		-- Benedetto Croce
%
Wenn du dich auch nicht frchtest, allein zu fallen, wieso maest du 
dir an, allein aufzustehen? Schau: Zwei zusammen knnen mehr als einer
allein.
		-- Juan de la Cruz
%
Ich beschftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich
interessiert, was getan werden mu.
		-- Marie Curie
%
Man braucht nichts im Leben zu frchten, man mu nur alles verstehen.
		-- Marie Curie
%
Was man zu verstehen gelernt hat, frchtet man nicht mehr.
		-- Marie Curie
%
Wenn ein Amerikaner zufrieden ist, fragt er sich unwillkrlich, was er
falsch gemacht hat.
		-- Tony Curtis (eig. Bernard Schwarz)
%
Man kann einen Menschen einen Lgner, Betrger, Schurken nennen, er
wird es hinnehmen - wenn man ihn aber einen schlechten Autofahrer
nennt, wird er rabiat.
		-- Tony Curtis (eig. Bernard Schwarz)
%
Im Himmel sind Heilige gut aufgehoben. Auf Erden knnen sie einem das
Leben zur Hlle machen.
		-- Richard J. Cushing
%
Der Erfolg zhlt. Die Mierfolge werden gezhlt.
		-- Nikolaus Cybinski
%
Trinkt einer, heit es, er suft. Suft er, heit es, er trinkt.
		-- Nikolaus Cybinski
%
Altersweisheit: Wir reden fachmnnisch ber unseren Blutdruck und die 
Cholesterinwerte.
		-- Nikolaus Cybinski
%
Der Beweis ist das Erb-Unglck des Denkens.
		-- Elias Canetti
%
Was immer ihre Ttigkeit ist, die Ttigen halten sich besser.
		-- Elias Canetti
%
Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und
es fhrt zu nichts.
		-- Elias Canetti
%
Feig, wirklich feig ist nur, wer sich vor seinen Erinnnerungen
frchtet.
		-- Elias Canetti
%
Wie wenig du gelesen hast, wie wenig du kennst - aber vom Zufall des
Gelesenen hngt es ab, was du bist.
		-- Elias Canetti
%
Es gibt keine grere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein
Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.
		-- Elias Canetti
%
Es werde alles rascher, damit mehr Zeit ist. Es ist immer weniger
Zeit.
		-- Elias Canetti
%
Wie gerne wrde ich mir als Fremder einmal zuhren, ohne mich zu
erkennen, und spter erst erfahren, da ich es war.
		-- Elias Canetti
%
Man mag drei- oder viertausend Menschen gekannt haben, man spricht
aber immer nur von sechs oder sieben.
		-- Elias Canetti
%
Einen Menschen lieben heit einzuwilligen, mit ihm alt zu werden.
		-- Albert Camus
%
Stets werde ich mir selbst ein Fremder sein.
		-- Albert Camus (Der Mythos von Sisyphos)
%
Das Leben ist naturgem niemals leicht.
		-- Albert Camus (Der Mythos von Sisyphos)
%
Man sollte auch gute, ja, ausgezeichnete Bcher verbieten, blo damit
sie mehr gelesen und beachtet werden.
		-- Albert Camus
%
Man macht sich immer bertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht
kennt.
		-- Albert Camus
%
Die grte Ersparnis, die sich im Bereich des Denkens erzielen lt,
besteht darin, die Nicht-Verstehbarkeit der Welt hinzunehmen - und
sich um den Menschen zu kmmern.
		-- Albert Camus
%
Die Werke von Kopernikus und Galilei standen bis 1822 auf dem Index.
Drei Jahrhunderte Starrsinn, das ist hbsch.
		-- Albert Camus
%
Christus mag fr jemanden gestorben sein, aber jedenfalls nicht fr
mich.
		-- Albert Camus
%
Und ich werde mich bis in den Tod hinein weigern, die Schpfung zu
lieben, in der Kinder gemartert werden.
		-- Albert Camus
%
Wenn ein spanischer Bischof politische Hinrichtungen segnet, ist er
kein Bischof mehr und kein Christ, ja nicht einmal ein Mensch; dann
ist er ein Hund, genau so gut wie jeder, der von der hohen Warte einer
Ideologie aus die Hinrichtung befiehlt, ohne die Arbeit selbst zu
verrichten.
		-- Albert Camus
%
Die grte Versuchung fr den Menschen unseres Schlages besteht darin,
auf die Gewalt zu verzichten, zu bereuen, den inneren Frieden zu
finden. Die Versuchungen Gottes waren allezeit gefhrlicher fr die
Menschheit als die Satans.
		-- Albert Camus
%
Ich werfe dem Christentum vor, da es eine Lehre der Ungerechtigkeit
ist.
		-- Albert Camus
%
Die Phantasie trstet die Menschen ber das hinweg, was sie nicht sein
knnen. Der Humor ber das was sie sind.
		-- Albert Camus
%
Grausamkeit emprt, Dummheit entmutigt.
		-- Albert Camus
%
Die Strafe, die zchtigt, ohne zu verhten, heit Rache.
		-- Albert Camus
%
Wenn jeder Mensch ahnte, von wie vielen er durchschaut wird!
		-- Elias Canetti (Die Provinz des Menschen. 1942-1972)
%
berall, zwei Schritte von deinen tglichen Wegen, gibt es eine 
andere Luft, die dich zweifelnd erwartet.
		-- Elias Canetti (Die Provinz des Menschen. 1942-1972)
%
Der Beweis ist das Erb-Unglck des Denkens.
		-- Elias Canetti
%
Was immer ihre Ttigkeit ist, die Ttigen halten sich besser.
		-- Elias Canetti
%
Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und
es fhrt zu nichts.
		-- Elias Canetti
%
Feig, wirklich feig ist nur, wer sich vor seinen Erinnnerungen
frchtet.
		-- Elias Canetti
%
Wie wenig du gelesen hast, wie wenig du kennst - aber vom Zufall des
Gelesenen hngt es ab, was du bist.
		-- Elias Canetti
%
Es gibt keine grere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein
Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.
		-- Elias Canetti
%
"Es werde alles rascher, damit mehr Zeit ist. Es ist immer weniger
Zeit"
		-- Elias Canetti
%
Wie gerne wrde ich mir als Fremder einmal zuhren, ohne mich zu
erkennen, und spter erst erfahren, da ich es war.
		-- Elias Canetti
%
Man mag drei- oder viertausend Menschen gekannt haben, man spricht
aber immer nur von sechs oder sieben.
		-- Elias Canetti
%
Mache einen anstndigen Menschen aus dir selbst - und du kannst sicher
sein, da ein Schuft weniger auf der Welt ist.
		-- Thomas Carlyle
%
Es ist ein Grundirrtum, Heftigkeit und Starrheit Strke zu heien.
		-- Thomas Carlyle
%
Der schlimmste aller Fehler ist , sich keines solchen bewut zu sein.
		-- Thomas Carlyle
%
In seinem Lachen liegt der Schlssel, mit dem wir den ganzen Menschen
entschlsseln.
		-- Thomas Carlyle
%
Konformismus: die kollektive Weisheit individuellen Unwissens.
		-- Thomas Carlyle
%
Schweigen ist tief wie die Ewigkeit, Rede so flach wie die Zeit.
		-- Thomas Carlyle
%
Die Zeit ist schlecht? Wohlan! Du bist da, sie besser zu machen.
		-- Thomas Carlyle
%
Sieh zu, da du ein ehrlicher Mensch wirst, denn damit sorgst du
dafr, da es einen Schurken weniger auf der Welt gibt.
		-- Thomas Carlyle
%
Alle Gre ist unbewut, oder sie ist wenig oder nichts.
		-- Thomas Carlyle
%
Das Ideal liegt in dir; das Hindernis auch.
		-- Thomas Carlyle
%
Unsere Hauptaufgabe ist nicht, zu erkennen, was unklar in weiter
Entfernung liegt, sondern zu tun, was klar vor uns liegt.
		-- Thomas Carlyle
%
Jeder sollte all das werden knnen, wozu er bei der Geburt die
Fhigkeit mitbekommen hat.
		-- Thomas Carlyle
%
Erfahrung ist der beste Lehrmeister. Nur das Schulgeld ist teuer.
		-- Thomas Carlyle
%
Die meisten Adeligen erinnern an ihre Vorfahren wie ein italienischer 
Cicerone an Cicero.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort 
%
So schlecht ein Mann auch ber die Frauen denken mag, es gibt doch
keine Frau, die ber diesen Gegenstand nicht noch schlechter dchte
als er.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Es ist schwer, das Glck in uns zu finden, und es ist ganz unmglich,
es anderswo zu finden.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Das Vergngen kann auf der Illusion beruhen, doch das Glck beruht
allein auf der Wahrheit.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Ein geistreicher Mann ist nur etwas wert, wenn er Charakter hat.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Vielleicht mu man die Liebe gefhlt haben, um die Freundschaft
richtig zu erkennen.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Durch die Leidenschaften lebt der Mensch, durch die Vernunft existiert
er blo.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Takt ist der auf das Benehmen angewandte gute Geschmack.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei groen Klassen zusammen: die
einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, die anderen weit mehr Appetit
als Mahlzeiten.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Das vernnftigste und mavollste Wort in der Streitfrage Ehe oder
Zlibat lautet: So oder so, dur wirst es bereuen.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Man beherrscht die Menschen mit dem Kopf. Man kann nicht mit dem
Herzen Schach spielen.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Die ffentlichkeit! Wie vieler Narren bedarf es, um eine
ffentlichkeit zu ergeben?
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Das beschauliche Leben ist oft elend. Man mu mehr handeln, weniger
denken und sich nicht fortwhrend studieren.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Es gint Zeiten, wo die ffentliche Meinung die schlechteste aller
Meinungen ist.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Verleumdung ist wie die Wespe, die uns lstig umschwrmt. Man darf
nicht nach ihr schlagen, wenn man sie nicht sicher ttet, sonst greift
sie noch wtender an als zuvor.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort
%
Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf, Ehre mehr als
Ruhm.
		-- Nicolas Sbastien de Chamfort (Maximen und Gedanken)
%
Gutsein ist ein weit gewaltigeres Abenteuer als eine Weltumsegelung.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Das Abenteuer (...) ist etwas, das seinem Wesen nach zu uns kommt, 
etwas, was uns whlt und nicht erst gewhlt wird.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Ein Abenteuer passiert dem, der es am wenigsten erwartet, d. h. 
dem Romantischen, dem Schchternen. Insofern blht das Abenteuer dem 
Unabenteuerlichen.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Es ist mir vllig gleichgltig, wohin das Wasser fliet, solange es
nicht in meinen Wein luft.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Trinke, wenn du glcklich bist,
niemals wenn du unglcklich bist.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Golf ist nur eine teure Variante des Murmelspiels.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Sei klger als andere, wenn du kannst, aber sage es nicht.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Traditionen gleichen Straenlaternen, die den Weg ausleuchten sollen.
Nur Betrunkene klammern sich an sie.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Schweigen ist die unertrglichste Erwiderung.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Die Rtsel Gottes sind befriedigender als die Lsungen der Menschen.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Ein Mann, der einem Hut hinterherluft, ist nicht halb so lcherlich
wie ein Mann, der einer Frau hinterherluft.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Und ich behaupte, da ein Mensch, der nicht unter der einen oder
anderen Form gewohnt ist, aufrhrerischen Gedanken nachzugehen, vom
rein menschlichen Standpunkt aus betrachtet, eine defekte
Geistesverfassung besitzt.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Es ist nur verstndlich, da die Wlfe die Abrstung der Schafe
verlangen, denn deren Wolle setzt dem Bi einen gewissen Widerstand
entgegen.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht
diskutieren knnen.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Der Mensch ist bereit, fr jede Idee zu sterben, vorausgesetzt, da
ihm die Idee nicht ganz klar ist.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
In England ist das Interesse an der Ungleichheit der Pferde weitaus
grer als an der Gleichheit der Menschen.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Klugheit ttet Weisheit; das ist eine der wenigen zugleich traurigen
und wahren Tatsachen.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Klassiker sind Dichter, die man loben kann, ohne sie gelesen zu haben.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Der Puritaner ist einer, der gerechte Entrstung in die falschen Dinge
flieen lt.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Wenn einer im Delirium tremens immer Ratten sieht, ist er deshalb noch
lange kein Naturforscher.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Man kann niemals eine Revolution machen, um damit eine Demokratie zu
grnden. Man mu eine Demokratie haben, um eine Revolution
herbeifhren zu knnen.
		-- Gilbert Keith Chesterton
%
Abrstung mit Frieden zu vermengen, ist ein schwerer Fehler.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Politiker denken an die nchste Wahl, Staatsmnner an die nchste
Generation.
Wir brauchen mehr Staatsmnner.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Eine der frhlichsten Erfahrungen im Leben ist es, als Zielscheibe zu
dienen, ohne getroffen zu werden.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten
anderer Leute zu beugen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ich glaube nur an Statistiken, die ich selbst geflscht habe.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Wenn zwei Menschen immer wieder die gleichen Ansichten haben, ist einer
von ihnen berflssig.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge
zumuten, die er verdauen kann.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Konsequent ist nur der, der sich selber mit den Umstnden wandelt.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Die meisten Menschen sind bereit zu lernen, aber nur die wenigsten,
sich belehren zu lassen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Persnlich bin ich immer bereit zu lernen, obwohl ich nicht immer
belehrt werden mchte.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Gter. Dem
Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmige
Verteilung des Elends.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ein wahrer Diplomat ist ein Mann der zweimal nachdenkt, bevor er
nichts sagt.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ohne die Kche meiner Frau wre ich nicht so alt geworden.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer von der Gefahr des Rauchens
fr die Gesundheit liest, hrt in den meisten Fllen auf - zu lesen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, da immer wieder Dummes,
Hliches und Bsartiges gesagt wird. Wenn wir aber alles in allem
nehmen, sind wir doch eher bereit, uns damit abzufinden, als sie
abzuschaffen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Eine Gemeinde kann ihr Geld nicht besser anlegen, als indem sie Geld
in Babies steckt.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Alle groen Dinge sind einfach und viele knnen mit einem einzigen
Wort ausgedrckt werden: Freiheit, Gerechtigkeit, Ehre, Pflicht,
Gnade, Hoffnung.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Es ist sinnlos zu sagen: Wir tun unser Bestes. Es mu dir gelingen,
das zu tun, was erforderlich ist.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Mit bsen Worten, die man ungesagt herunterschluckt, hat sich noch
niemand den Magen verdorben.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Die alten Wrter sind die besten und die kurzen die allerbesten.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin
zu wohnen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst.
Er gibt auch anderen eine Chance.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Lache nie ber die Dummheit der anderen!
Sie kann deine Chance sein.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen;
solche, die sich zu Tode arbeiten; und solche, die sich zu Tode
langweilen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Aufschub ist die tdlichste Form der Ablehnung.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine
Prognose nicht gestimmt hat.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tr lutet und ich sicher sein
kann, da es der Milchmann ist, dann wei ich, da ich in einer
Demokratie lebe.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Die Menschheit ist zu weit vorwrts gegangen, um sich zurckzuwenden,
und bewegt sich zu rasch, um anzuhalten.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Uns Menschen ist es zwar gelungen, das Raubtier in uns auszuschalten -
nicht jedoch den Esel.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Eine gute Rede ist eine Ansprache, die das Thema erschpft, aber keineswegs
die Zuhrer.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Drachen steigen am hchsten gegen den Wind - nicht mit ihm.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Eine gute Rede ist eine Ansprache, die das Thema erschpft, aber
keineswegs die Zuhrer.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Politik ist die Fhigkeit vorherzusagen, was morgen, nchste Woche
und nchstes Jahr sein wird.  Weiterhin die Fhigkeit hinterher zu
erklren, warum es doch nicht passiert ist.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Es ist ein groer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen
kann, mglichst frh zu begehen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, da immer wieder Dummes,
Hliches und Bsartiges gesagt wird. Wenn wir aber alles in allem
nehmen, sind wir doch eher bereit, uns damit abzufinden, als sie
abzuschaffen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ich bin bereit, meinem Schpfer gegenberzutreten. Ob mein Schpfer
ebenso bereit ist, diese Begegnung ber sich ergehen zu lassen, ist
eine andere Sache.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Ein Fanatiker ist ein Mensch, der seine Ansichten nicht ndern kann,
und der das Thema nicht wechseln will.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Nur Kinder, Narren und sehr alte Leute knnen es sich leisten, immer
die Wahrheit zu sagen.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Wir sind noch nicht am Anfang, wir sind auch noch nicht am Ende, aber
wir sind am Anfang vom Ende.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Die Reiche der Zukunft sind Reiche des Geistes.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Die Geschichte wird freundlich mit mir umgehen, denn ich habe vor, sie
zu schreiben.
		-- Winston Spencer Churchill
%
Das Gesicht ist das Abbild des Hirns, die Augen sein Berichterstatter.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Den sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Suche nicht andere, sondern dich selbst zu bertreffen.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Aber da ich kurz zuvor gesagt habe, unsere Vorfahren sollten uns zum
Muster dienen, so gelte als erste Ausnahme, da man nicht ihre Fehler
nachahmen mu.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Der Staatshaushalt mu ausgeglichen sein. Die ffentlichen Schulden
mssen verringert werden. Die Arroganz der Behrden mu gemigt und
kontrolliert werden. Die Zahlungen an auslndische Regierungen mssen
reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Gut gehauene Steine schlieen sich ohne Mrtel aneinander.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Die Menschen verstehen nicht, welch groe Einnahmequelle in der
Sparsamkeit liegt.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Sparsamkeit ist eine gute Einnahme.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Nihil agre delectat - Nichtstun ist angenehm.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun
hingeben kann.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Jeder Mensch kann irren. Im Irrtum verharren wird jedoch nur der Tor.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Anteilnehmende Freundschaft macht das Glck strahlender und
erleichtert das Unglck.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Jeder Mensch kann irren. Im Irrtum verharren wird jedoch nur der Tor.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Angenehm sind die erledigten Arbeiten.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Aus bloen Vorteilsdenken erwchst keine Freundschaft. Nicht uerer
Zwang um irgendwelcher Vorteile willen, sondern freier Wille ist die
Grundlage der Freundschaft.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Angenehm sind die erledigten Arbeiten.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Die Strafe soll nicht grer sein, als die Schuld.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber
Schmerz.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Menschen kommen durch nichts den Gttern nher, als wenn sie Menschen
glcklich machen.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Reden lernt man durch reden.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Habgier im Alter ist eine Narrheit. Vergrert man denn seinen
Reiseproviant wenn man sich dem Ziel nhert?
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Die Autoritt des Lehrers schadet oft denen, die lernen wollen.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Den ungerechtesten Frieden finde ich immer noch besser als den
gerechtesten Krieg.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Das hchste Recht ist zugleich das hchste Unrecht.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Das ffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Der Staatsdienst mu zum Nutzen derer gefhrt werden, die ihm
anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Indem sie schweigen, rufen sie laut
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Angenehm sind die erledigten Arbeiten.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Das ffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Denn niemand ist so alt, da er nicht glaubte, noch ein Jahr leben zu
knnen.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Das Greisenalter, das alle zu erreichen wnschen, klagen alle an, wenn
sie es erreicht haben.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Anteilnehmende Freundschaft macht das Glck strahlender und
erleichtert das Unglck.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Was nicht in den Akten steht, ist nicht auf dieser Welt.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Denn niemand ist so alt, da er nicht glaubte, noch ein Jahr leben zu
knnen.
		-- Marcus Tullius Cicero (ber das Greisenalter)
%
Genau wie ich einen jungen Menschen gutheie, in dem eine Spur von
Alter ist, billige ich einen alten Menschen, der das Aroma der Jugend
hat. Wer sich bemht, Jugend und Alter zu vermischen, wird wohl
krperlich altern, aber nie geistig.
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Gibt es etwas Schneres als Greisentum umringt vom Wissensdurst der 
Jugend?
		-- Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)
%
Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen
Worten; denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.
		-- Matthias Claudius
%
Eigentlich sollte Schnheit unschuldig und Unschuld schn sein, aber
in der Welt sind es verschiedene Dinge.
		-- Matthias Claudius
%
Die Freiheit besteht darin, da man alles tun kann, was einem anderen
nicht schadet.
		-- Matthias Claudius
%
Aus nichts wird nichts, das merke wohl, wenn aus dir was werden soll.
		-- Matthias Claudius
%
Sei gewi, da nichts dein Eigentum sei, was du nicht inwendig hast.
		-- Matthias Claudius
%
Mit sich selbst in Frieden leben, ist wohl das hchste Glck auf
Erden.
		-- Matthias Claudius
%
Werde niemand etwas schuldig; doch sei zuvorkommend, als ob alle deine
Glubiger wren
		-- Matthias Claudius
%
Der Mensch ist fr eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes
Wesen sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen als
seinem Ursprung und Ziel.
		-- Matthias Claudius
%
Was einer ist, was einer war, beim Scheiden wird es offenbar.
		-- Matthias Claudius
%
Es gibt einige Freundschaften, die im Himmel beschlossen und auf Erden
vollzogen werden.
		-- Matthias Claudius
%
Sage nicht immer, was Du weit, aber wisse immer, was Du sagst.
		-- Matthias Claudius
%
Niemand ist frei, der ber sich selbst nicht Herr ist.
		-- Matthias Claudius
%
Den leeren Schlauch blst der Wind auf, den leeren Kopf der Dnkel.
		-- Matthias Claudius
%
Was mit wenigem abgetan werden kann, mu nicht mit vielem getan 
werden.
		--Matthias Claudius (Ernst und Kurzweil)
%
Die meisten leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten.
		-- Jean Cocteau
%
Was unsere Epoche kennzeichnet, ist die Angst, fr dumm zu gelten,
wenn man etwas lobt, und fr gescheit zu gelten, wenn man etwas
tadelt.
		-- Jean Cocteau
%
Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorlufern, sehr vielen
Mitlufern und einer unbersehbaren Zahl von Nachlufern.
		-- Jean Cocteau
%
Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan.
		-- Jean Cocteau
%
Ein halbleeres Glas Wein ist zugleich ein halbvolles, aber eine halbe
Lge mitnichten eine halbe Wahrheit.
		-- Jean Cocteau
%
Man mu wissen, wie weit man zu weit gehen kann.
		-- Jean Cocteau
%
Takt besteht darin, da man wei, wieweit man zu weit gehen darf.
		-- Jean Cocteau
%
Was bei der Jugend wie Grausamkeit aussieht, ist meistens Ehrlichkeit.
		-- Jean Cocteau
%
Amerika ist Amerika.
Deutschland aber will Deutschland und auerdem noch Amerika sein.
		-- Jean Cocteau
%
Die groe Strke der Narren ist es, da sie keine Angst haben,
Dummheiten zu sagen.
		-- Jean Cocteau
%
Leichtfertigkeit ist Flucht, die sich als Tanz ausgibt.
		-- Jean Cocteau
%
Gute Erziehung besteht darin, das man verbirgt, wieviel man von sich
selber hlt und wie wenig von den anderen.
		-- Jean Cocteau
%
Behutsam schliet man den Toten die Augen; ebenso behutsam mu man
den Lebenden die Augen ffnen.
		-- Jean Cocteau
%
Takt besteht darin, da man wei, wieweit man zu weit gehen darf.
		-- Jean Cocteau
%
hnlichkeit ist eine objektive Kraft, die allen subjektiven 
Umwandlungen widersteht. Nicht hnlichkeit mit Analogie verwechseln.
		-- Jean Cocteau (Hahn und Harlekin)
%
Der Alkohol bewirkt Anflle von Irresein.
		-- Jean Cocteau
%
Wenn alles wirklich so wre, wie wir es wollten, wrden die Leute sich
beschweren, da nichts mehr so ist, wie es einmal war.
		-- Pierre Dac
%
Es gibt keinen Grund, Alkohol zu trinken, wohl aber stets einen 
Anla.
		-- Thomas Christian Dahme
%
Wer jemals Handelsvertrge abgeschlossen hat, wei, da es zwischen
Lndern Handel gibt oder einen Handelsvertrag, selten beides.
		-- Ralf Dahrendorf
%
Die Glubigen sind selten Denker und die Denker selten glubig.
                -- Hans Daiber
%
Das Geschftemachen und der Reichtum kann den Menschen nicht volle
Zufriedenheit geben. Und jene, die in einem gewissen Lebensabschnitt
ihre ganze Energie ins Geldmachen stecken, werden eines Tages merken,
da dies nicht die Antwort auf ihr Leben ist.
                -- Dalai-Lama
%
Macht, die sich nur auf die Gewehrlufe sttzt, ist nicht von Dauer.
                -- Dalai-Lama
%
Ich glaube, da der Sinn des Lebens darin besteht, glcklich zu sein.
                -- Dalai-Lama
%
Appetit ist die Luxusausgabe des Hungers.
		-- Anita Daniel
%
Man wird alt, wenn die Leute anfangen zu sagen, da man jung aussieht.
                -- Karl Dall
%
Kennen Sie den Unterschied zwischen Jutta Scharping und dem Jesuskind?
- Das Jesuskind mute nur eine Nacht neben einem Esel schlafen.
                -- Karl Dall
%
Phantasten sagt man oft von Menschen, deren Uhr vorgeht. Sie sehen
alles ein bichen frher.
		-- Anita Daniel
%
Der eine wartet, da die Zeit sich wandelt, der andere packt sie
krftig an und handelt.
		-- Dante
%
Geh deinen Weg und la die Leute reden!
                -- Dante
%
Nimmt man das Vaterland an den Schuhsohlen mit ?
		-- Georges Jacques Danton
%
Du mut meinen Kopf hochheben und ihn der Menge zeigen,
So einen wird man sobald nicht wiedersehen.
		-- Georges Jacques Danton
%
Werde nie der Freund irgendjemandes, den du nicht achten kannst.
		-- Charles Darwin
%
Ohne Spekulation gibt es keine neue Beobachtung.
		-- Charles Darwin
%
Nichts in der Geschichte des Lebens ist bestndiger als der Wandel.
		-- Charles Darwin
%
Ich habe gesehen, wie ein kleiner Junge, sechs oder sieben Jahre alt,
dreimal mit der Reitpeitsche ber seinen nackten bloen Kopf
geschlagen wurde, ehe ich dazwischentreten konnte, weil er mir ein
Glas Wasser gereicht hatte, das nicht ganz sauber war. Und solche
Handlungen werden von Leuten ausgefhrt und verteidigt, die vorgeben,
ihren Nchsten wie sich selbst zu lieben, welche an Gott glauben und
welche beten, da sein Wille auf Erden geschehe!
		-- Charles Darwin (im katholischen Brasilien)
%
Heutzutage wird als hufigstes Argument fr die Existenz eines
intelligenten Gottes die tiefe innere berzeugung und das innere
Erlebnis der meisten Menschen angefhrt. Aber es kann nicht bezweifelt
werden, da Hindus, Mohammedaner und andere in derselben Weise und mit
der gleichen Hartnckigkeit fr die Existenz eines Gottes oder von
vielen Gttern oder, wie bei den Buddhisten, fr gar keinen Gott
eintreten knnen.
		-- Charles Darwin
%
Ich war aber in dieser Zeit allmhlich dahin gekommen, einzusehen, da
dem alten Testament - mit seiner offensichtlich falschen
Weltgeschichte, mit seinem babylonischen Turm, mit dem Regenbogen als
Zeichen usw. und seiner Art, Gott Gefhle eines rachedurstigen
Tyrannen zuzuschreiben - nicht mehr Glauben zu schenken sei als den
heiligen Schriften der Hindus oder dem Glauben irgendeines Wilden.
		-- Charles Darwin
%
Ich kann auch wirklich nicht einsehen, wie jemand wnschen kann, da
das Christentum wahr wre, denn wre es das, so wrde die klare
Sprache des Textes erweisen, da Menschen die nicht Glauben, auf ewig
bestraft wrden, und das wrde meinen Vater, meinen Bruder und beinahe
alle meine besten Freunde einschlieen. - Dies ist eine
verdammungswrdige Doktrin.
		-- Charles Darwin
%
Die Menschen werden alt, aber selten reif.
                -- Alphonse Daudet
%
Siege, die mit unfairen Mitteln errungen wurden, sind schlimmer als
Niederlagen.
                -- Willy Daume
%
Es gibt niemanden, auf den man sich hundertprozentig verlassen kann,
aber es gibt viele, auf die man sich hundertprozentig nicht verlassen
kann.
                -- Bernd Dauster 
%
Einen Menschen erkennt man daran, wie er sich benimmt, wenn er sich
nicht benehmen mu.
		-- Dirk Dautzenberg
%
Das ist eine Philosophie des Luxus: Kostet etwas genug, lt es sich
gut verkaufen.
                -- Zino Davidoff
%
Die Mnner sind doch Kavaliere. Mancher Mann begleitet seine Frau beim
Rasenmhen sogar mit einem Sonnenschirm.
		-- Doris Day
%
Die Frauen machen sich nur deshalb so hbsch, weil das Auge des Mannes
besser entwickelt ist, als sein Verstand.
		-- Doris Day
%
Mit 25 Jahren kann jeder Talent haben.
Mit 50 Jahres Talent zu haben, darauf kommt es an.
		-- Edgar Degas
%
Mensch, du sollst dich selbst erziehen, und das wird dir mancher
deuten: Mensch, du mut dir selbst entfliehen, hte dich vor diesen
Leuten.
		-- Richard Dehmel
%
Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter.
                -- Rudolf von Delius
%
Lassen wir es dabei. Nicht traurig sein. Betet fr mich, und ich helfe
Euch auch, Ihr werdet schon sehen. Jetzt mu ich mich ganz
loslassen. Dank fr alle Liebe und Gte und Treue. Was auch kommen
mag, es sei gegeben fr Euch und fr dieses Volk als Samen und Segen
und Opfer.
		-- Alfred Delp (1907 - 1945 hingerichtet)
%
Auch Quellen und Brunnen versiegen, wenn man zu oft und zu viel aus
ihnen schpft.
		-- Demosthenes
%
Jeder glaubt gern, was er wnscht, die Dinge aber sind oft anders
beschaffen.
		-- Demosthenes
%
Das Leben ohne Frauen wre fad und leer.  Doch warum hat Gott
ihnen die Sprache geschenkt?  Wren sie stumm, knnte man sie
viel mehr lieben.  Gott sein Dank sind hier keine Frauen anwesend.
		-- Gerard Depardieu
%
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich fr klger als die anderen
hlt.
		-- Ren Descartes
%
Alles was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch.
		-- Ren Descartes
%
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn
jedermann ist berzeugt, da er genug davon habe.
                -- Ren Descartes (1596-1650) 
%
Cogito, ergo sum.
Ich denke, also bin ich.
		-- Ren Descartes (Meditationes)
%
Von allen, die bis jetzt nach Wahrheit forschten, haben die Mathematiker
allein eine Anzahl Beweise finden knnen, woraus folgt, da ihr Gegenstand
der allerleichteste gewesen sein msse.
		-- Ren Descartes (1596-1650) 
%
Als ich berlegte, wieviel verschiedene Ansichten ber die gleiche Sache es
geben kann, deren jede einzelne ihren Verteidiger unter den Gelehrten
findet, und wie doch nur eine einzige davon wahr sein kann, da stand es
fr mich fest: Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich
falsch.
		-- Ren Descartes (Abhandlung ber die Methode)
%
Wer ernsthaft die Wahrheit der Dinge ergrnden will, darf sich keiner
einzelnen Wissenschaft verschreiben; denn alle Teile der Wissenschaft
stehen im Verbund wechselseitiger Abhngigkeit.
		-- Ren Descartes
%
Die Hlfte der Menschheit lacht auf Kosten der anderen.
		-- Philippe Mericault Destouches
%
Held kann man sein, auch ohne die Erde zu verwsten.
                -- Nicolas Boileau-Despraux
%
Die Rmer waren die Amerikaner der Antike.
Sie beherrschten die Welt, soweit sie sie kannten.
                -- Matthias Deutschmann
%
Skepsis ist das Zeichen - und sogar die Pose - des gebildeten
Verstandes.
                -- John Dewey
%
Ein Problem ist halb gelst, wenn es klar formuliert ist.
		-- John Dewey
%
Jeder Denker bringt einen Teil der scheinbar festgefgten Welt in
Gefahr, und niemand kann voraussagen, was an dessen Stelle treten
wird.
		-- John Dewey
%
Ein Mensch, der nichts gelernt hat, altert wie ein Ochse. Sein Fleisch
nimmt zu, sein Wissen nicht.
                -- Dhammapada
%
Wie erbarmungslos ist doch die Lehre Jesu, die Menschen auf ewig zur
Hlle gehen lt, weil sie es nicht fertiggebracht haben, zu glauben,
da der Sohn des arabischen Gottes Jehovah sei. Weder er noch sein
Gott(-Vater) knnte als gndig bezeichnet werden ... Kein liebender
Gott wrde zahllose Millionen auf ewig zur Hlle senden, selbst wenn
er die Macht dazu htte.
		-- Anagrika Dharmapla
%
Als menschliches Individuum war Jesus ein ausgesprochener Versager.
Whrend der drei Jahre seines ffentlichen Wirkens hat er keinen
Eindruck auf das Publikum gemacht. Kein Denker oder Philosoph nahm die
geringste Notiz von seiner Philosophie, die nur dazu beitrug,
Schwachkpfe hervorzubringen.
		-- Anagrika Dharmapla
%
Ein anderer verderblicher Brauch, der mein Kindergemt in Aufruhr
versetzte, war das bestndige Beten zum arabischen Gott Jehovah. Ich
kniete nieder, um zu beten, ebenso, wie die christlichen Knaben es
taten, aber meine innere Stimme verbot mir, ein Kriecher zu sein, und
jetzt bin ich glcklich, da ich mein Gewissen nicht an eine
despotische Gottheit versklavt habe.
		-- Anagrika Dharmapla
%
Die Christen werden mit Volksmrchen aus Arabien, Chalda, Assyrien,
gypten, Babylon, Persien, Kanaan aufgezogen.
		-- Anagrika Dharmapla
%
Das Christentum ist die Religion der Sklaven; der Priester ist der
Sklavenhalter, und die Sklaven sind die armen Snder, die niederknieen
und zu einem Gott beten, der auf ihre Gebete nicht hren wird.
		-- Anagrika Dharmapla
%
[...] die Kinder armer Eltern wurden durch Bestechung zum Christentum
bekehrt; und nun versucht man, die armen Leute durch das Angebot
medizinischer Hilfe zu bekehren. Es ist schimpflich und hchst
verchtlich, Religion fr weltlichen Gewinn zu verkaufen.
		-- Anagrika Dharmapla
%
Realitt ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhrt daran zu glauben.
		-- Philip K. Dick
%
Tu soviel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur
mglich darber.
                -- Charles Dickens
%
Ich fhle, da Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.
		-- Charles Dickens
%
Nichts in der Welt ist so ansteckend wie Gelchter und gute Laune.
		-- Charles Dickens
%
Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Brde
leichter macht.
		-- Charles Dickens
%
Ich kann nirgendwo mehr so richtig eine Zivilisation erkennen.
Das wiederum erkenne ich daran, da gar keiner mehr versucht,
seinen Egoismus zu vertuschen.
                -- Martin Diestelhorst
%
Humor hat viel mit Verstand zu tun.
                -- Helmut Dietl
%
Fast jede Frau wre gern treu. Schwierig ist es blo, den Mann zu
finden, dem man treu sein kann.
		-- Marlene Dietrich
%
Die Mnner beteuern immer, sie lieben die innere Schnheit der Frau -
komischerweise gucken sie aber ganz woanders hin.
		-- Marlene Dietrich
%
Die meisten Frauen setzen alles daran, einen Mann zu ndern, und
wenn sie ihn dann gendert haben, mgen sie ihn nicht mehr.
		-- Marlene Dietrich
%
Auch die schlechteste Kritik hat ihr Gutes, wenn sie einer Kollegin
gilt.
                -- Marlene Dietrich
%
Erlebnisse sind die Quellen, aus denen jeder Teil eines knstlerischen
Werkes gespeist wird.
		-- Wilhelm Dilthey
%
Niemand ist so gut oder so schlecht, wie er whrend seiner Scheidung
gemacht wird.
                -- J.J. Disenberg
%
Der Mensch ist nicht allein ein Werk der Umstnde, sondern die
Umstnde sind ein Werk des Menschen.
		-- Benjamin Disraeli
%
Es ist tricht, alles erklrt haben zu wollen.
		-- Benjamin Disraeli
%
Zu erkennen, wann es eine Gelegenheit zu ergreifen gilt, ist das
Wichtigste im Leben; aber fast ebenso wichtig ist es zu wissen, wann
man auf einen Vorteil besser verzichtet.
		-- Benjamin Disraeli
%
Das Geheimnis des Erfolges liegt in der Zielstrebigkeit.
		-- Benjamin Disraeli
%
Das Geheimnis des Erfolgs ist die Bestndigkeit des Wollens.
		-- Benjamin Disraeli
%
Die Astrologie ist eine Form von Aberglauben, die sich anmat, Gott in
die Karten zu schauen.
		-- Hoimar von Ditfurth
%
Wir sind, um es einmal so zu formulieren, eigentlich nur die
Neandertaler von morgen.
		-- Hoimar von Ditfurth
%
Viele Gedenkminuten htten durch Denkminuten verhindert werden knnen.
                -- Hoimar von Ditfurth
%
Manche Leute, die Karriere machen wollen, sind wie Efeu - kriechend
wachsen sie ber sich selbst hinaus.
                -- Herbert Dobrovolny
%
Die Tabakindustrie ttet allein in England jhrlich 120.000 ihrer
Kunden.
                -- Frank Dobson (brit. Gesundheitsminister)
%
Ablehnung ist eine Antwort; sie ist mglicherweise oft eine ehrlichere
Antwort als der Beifall, der rein sthetisch wertet und
Vogel-Strau-Politik treibt.
		-- Alfred Dblin
%
Es ist aber in der Welt so eingerichtet, da die dmlichsten
Sprichworte recht behalten.
		-- Alfred Dblin
%
Man kann dem Whler nicht so tief in den Rachen schauen
bis man den Kopf im Rachen verloren hat.
		-- Klaus von Donani
%
Auf Schnheit gebaute Liebe stirbt so schnell wie die Schnheit.
                -- John Donne
%
Deutschland den Deutschen. Probieren wir's doch mal. Wenn alle bei uns
lebenden Auslnder einfach streikten, wrden wir dann endlich
kapieren, was wir ohne sie wren?
                -- Doris Drrie
%
Die Realitt ist immer noch schrger als alle Fiktion.
                -- Doris Drrie
%
Wenn du willst, da man dich achte, so achte vor allem dich selbst;
nur dadurch, nur durch Selbstachtung, zwingst du auch andere, dich zu
achten.
		-- Fjodor Michailowitsch Dostojewski (Erniedrigte und Beleidigte)
%
Die Selbsttuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lge.
		-- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
%
Einen Menschen lieben heit, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint
hat.
		-- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
%
Um die Welt zu ndern, sie neu zu gestalten, mssen zuvor die Menschen
sich selbst umstellen.
		-- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
%
Einsamkeit und Faulheit umschmeicheln die Fantasie.
		-- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
%
Es ist doch tatschlich so, da in unserem Jahrhundert alle in lauter
Einzelne zerfallen sind, ein jeder zieht sich in seine Hhle zurck,
jeder entfernt sich vom andern, verbirgt sich und verbirgt, was er
hat, und es endet damit, da er sich von den Menschen abstt und
selbst die Menschen von sich zurckstt.
		-- Fjodor M. Dostojewski (Die Brder Karamasoff)
%
Um einen Freund zu finden, mu man ein Auge schlieen,
um ihn zu halten zwei.
		-- Norman Douglas
%
Der Kriminalschriftsteller ist eine Spinne, die die Fliege bereits
hat, bevor sie das Netz um sie herum webt.
		-- Sir Arthur Conan Doyle
%
Mit dem Neustrukturieren eines Unternehmens ist es wie mit dem
Spargelpflanzen, man htte vor mindestens drei Jahren damit beginnen
sollen.
		-- Charles M. Dozher
%
Junge Mdchen von heute ziehen Hosen an, um wie Jungen auszusehen, und
durchsichtige Blusen, um zu beweisen, da sie keine sind.
                -- Heinz Drache
%
Es gibt keinen besseren Reisefhrer als das Scheckbuch.
                -- Heinz Drache
%
Es ist das wichtigste, was wir im Leben lernen knnen: das eigene
Wesen zu finden und ihm treu zu bleiben.
		-- Eugen Drewermann
%
In der Kirche gibt es Angst, Schuld und Opfer, gebraucht werden
Vertrauen, Selbstwerdung und Befreiung.
                -- Eugen Drewermann (Theologe)
%
Es gibt drei Mglichkeiten, eine Firma zu ruinieren: mit Frauen, das
ist das angenehmste; mit Spielen, das ist das schnellste; mit
Computern, das ist das sicherste.
		-- Oswald Dreyer-Eimbcke
%
Das Bedrfnis, zu Klumpen geballt herumzujubeln, ist in Berlin nicht
tot zu kriegen.
		-- Wiglaf Droste
%
Verstand heit die Hrde, die nehmen mu, wer das viel gepriesene positive
Denken hinkriegen mchte.  Bei Dr. Motte und seinen Anhngern ist das
Hindernis niedrig und wird einfach berrannt.  Dieser Vorgang heit bis
heute Love Parade.
		-- Wiglaf Droste
%
Es zhlt zu den Schrecken der Demokratie, da wirklich jeder Esel sich auf
sie berufen darf, wenn es um seinen Vorteil geht.
		-- Wiglaf Droste
%
Jedermann wei, wie sich der Nachfrager zu verhalten htte, nur der
Nachfrager nicht.
		-- Peter Drucker
%
Das Geheimnis der Japaner ist eben, da sie arbeiten und nicht
Vortrge darber halten.
		-- Peter Drucker
%
Es wird wohl immer - davon kann man ausgehen - die Notwendigkeit fr
ein bestimmtes Ma an Verkaufsttigkeit geben. Doch das Ziel des
Marketing ist es, den Verkauf berflssig zu machen. Das Ziel des
Marketings ist es, den Kunden so gut zu kennen und zu verstehen, da
ihm das Produkt oder die Dienstleistung angemessen ist und sich von
selbst verkauft. Im Idealfall sollte das Marketing zum Kunden fhren,
der zum Kauf bereit ist. Dann mte dem Kunden nur noch das Produkt
bereitgestellt werden.
		-- Peter Drucker
%
Das meiste, was wir als Fhrung bezeichnen, besteht darin, den
Mitarbeitern die Arbeit zu erschweren.
		-- Peter Drucker
%
Kein Kunde kauft jemals ein Erzeugnis. Er kauft immer das, was das
Erzeugnis fr ihn leistet.
		-- Peter Drucker
%
Was alle erfolgreichen Menschen miteinander verbindet, ist die
Fhigkeit, den Graben zwischen Entschlu und Ausfhrung uerst schmal
zu halten.
		-- Peter Drucker
%
Nur wenige Fhrungskrfte sehen ein, da sie letztendlich nur eine
Person fhren mssen. Diese Person sind sie selbst.
		-- Peter Drucker
%
Man sollte das Leben anderer nicht nur nach seinen eigenen
Bedrfnissen beurteilen.
		-- Michael Drury
%
Der Geist wchst in unmerklichen Schritten.
		-- John Dryden
%
Da Worte nicht nur gesprochene Atemzge sind, sollte jeder, der etwas
spricht, auch inhaltlich etwas zu sagen haben.
		-- Dschuang Dse
%
Der Mangel an Erfahrung veranlat die Jugend zu Leistungen, die ein
erfahrener Mensch niemals vollbringen wrde.
		-- Jean Duch
%
Frauen inspirieren uns zu groen Dingen - und hinden uns dann, sie
auszufhren.
		-- Alexandre Dumas d.J.
%
Alle Verallgemeinerungen sind gefhrlich. Auch diese!
Frauen inspirieren uns zu groen Dingen - und hinden uns dann, sie
auszufhren.
		-- Alexandre Dumas d.J.
%
Das Leben ist bezaubernd, man mu es nur durch die richtige Brille
sehen.
Frauen inspirieren uns zu groen Dingen - und hinden uns dann, sie
auszufhren.
		-- Alexandre Dumas d.J.
%
Gibt es whrend einer Zeit der Ruhe und des Friedens kein Mittel, um
Hilfsorganisationen zu grnden, deren Ziel es sein mte, die
Verwundeten in Kriegszeiten durch begeisterte, aufopfernde Freiwillige
pflegen zu lassen?
		-- Henry Dunant
%
Wre es nicht wnschenswert, irgendeine internationale,
rechtsverbindliche und allgemein hochgehaltene bereinkunft zu
treffen, die als Grundlage dienen knnte zur Grndung von
Hilfsgesellschaften.
		-- Henry Dunant
%
Hoffnung ist ein Mittelding zwischen Flgel und Fallschirm.
		-- Tilla Durieux
%
Unter Politik verstehen manche Leute die Kunst, Brnde zu lschen, die
sie selbst gelegt haben.
		-- Lawrence George Durrell
%
Ein guter Diplomat mu mit den Ohren sehen und mit den Augen
schweigen knnen.
		-- Lawrence George Durrell
%
Zwischen Wahnsinn und Verstand ist oft nur eine dnne Wand.
		-- Daniel Dsentrieb
%
Jeder Mensch sollte einige Stunden am Tag, einige Tage in der Woche
und einige Wochen im Jahr allein sein, um zu sich selbst zu finden.
		-- Georges Duhamel
%
Das Laster korrigiert besser als die Tugend. Ertrage einen
lasterhaften Menschen, und du erschrickst vor dem Laster. Erdulde
einen tugendhaften Menschen, und sofort hat du die ganze Tugend.
                -- Tony Duvert
%
Wenn ich dem Glauben schenke, was die Werbung hier seit nun gut 20
Jahren verspricht, mten unsere Kleinen schon stauben, selbst wenn
sie Durchfall haben.
                -- Wolfgang Dworzak
%
Eine einzige Tat, die Entschlossenheit beweist, ist mehr wert als
Millionen gutgemeinter Worte.
		-- Wayne Dyer
%
Nutze die Talente, die Du hast. Die Wlder wren still, wenn nur die
begabtesten Vgel sngen.
		-- Henry van Dyke
%
Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen.
		-- Greg Dyson
%
Im Abschied ist die Geburt der Erinnerung.
		-- Salvador Dali
%
Das grte bel der heutigen Jugend besteht darin, da man nicht
mehr dazugehrt.
		-- Salvador Dali
%
Wer interessieren will, mu provozieren.
                -- Salvatore Dali
%
Verwirrung ist die hchste Form der Kommunikation.
		-- Salvatore Dali
%
Wer mchte nicht lieber durch Glck dmmer als durch Schaden klug
werden?
		-- Salvador Dali
%
Eines Tages wird man offiziell zugeben mssen, da das, was wir
Wirklichkeit getauft haben, eine noch grere Illusion ist als die
Welt des Traumes.
		-- Salvador Dali
%
Wer interessieren will, mu provozieren.
		-- Salvador Dali
%
Ohne Schnurrbart ist ein Mann nicht richtig angezogen.
		-- Salvador Dali
%
Fe und Unterarme einer Frau mssen von exhibitionistischer
Schnheit sein.
		-- Salvador Dali
%
Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft.
		-- Salvador Dali
%
Fallen ist keine Schande, aber Liegenbleiben.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Mut steht am Anfang des Handelns, Glck am Ende.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Es werden mehr Leute durch Schulung als durch natrlilche Begabung
tchtig.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Das Gesicht ist das Protokoll des Charakters.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Alles, was im Weltall existiert, ist die Frucht von Zufall und
Notwendigkeit.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Es werden mehr Menschen durch bung tchtig als durch ihre
ursprngliche Anlage.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Ein Leben ohne Feste ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Einkehr.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Das Glck wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glcksgefhl
ist in der Seele zu Hause.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Ein Leben ohne Freude ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: Sie arbeiten, als ob sie
ewig leben wrden.
		-- Demokrit (eigtl. Demokritos von Abdera, 460-370 v. Chr.)
%
Mancher Uhu meint, die Nacht komme seinetwegen.
		-- Karlheinz Deschner
%
Zur Liebe braucht man mehr Phantasie als Verstand, mehr Sinn frs
Ganze als fr Details und alle Leidenschaften zusammen.
		-- Karlheinz Deschner
%
Heimat ist nicht dort, wo man wohnt, sondern wo man liebt und geliebt
wird.
		-- Karlheinz Deschner
%
Es gehrt viel dazu, eine Brcke hinter sich abzureien, wenn man auch
keine vor sich hat.
		-- Karlheinz Deschner
%
Fr mich ist ein Unrecht, ein Verbrechen, vor fnfhundert, tausend,
fnfzehnhundert Jahren genauso lebendig und emprend wie ein Unrecht,
ein Verbrechen, das heute geschieht oder erst in tausend, in
fnftausend Jahren.
		-- Karlheinz Deschner
%
Wer in der Liebe Wunder erwartet, vergit, da der das grte schon
hat.
		-- Karlheinz Deschner
%
Je mehr Wrde man fr eine Sache aufwendet, desto wrdeloser ist sie
gewhnlich.
		-- Karlheinz Deschner
%
Fragt man sich doch berhaupt, warum der Herr nur seinen Jngern
erschien und nicht auch seinen Anklgern und Richtern, vor denen er
den Glauben an seine Auferstehung ja viel wirksamer htte begrnden
knnen.
		-- Karlheinz Deschner
%
Sowenig man die Liebe den Prostituierten anvertrauen darf, sowenig die
Religion den Pfaffen.
		-- Karlheinz Deschner
%
Viele, vielleicht die meisten Menschen scheuen sich, grbsten Betrug
gerade auf dem fr sie heiligsten Gebiet anzunehmen. Gleichwohl
wurde nie gewissenloser, nie hufiger gelogen und betrogen als im
Bereich der Religion.
		-- Karlheinz Deschner ("Kriminalgeschichte des Christentums")
%
Religionen sind Fertighuser fr arme Seelen.
		-- Karlheinz Deschner
%
Die frommen Geistlichen pflegten schon im Mittelalter alles zu vgeln,
was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mdchen und wie
wir nicht ohne Grund vermuten drften, weibliche Tiere. Die
Homosexualitt florierte in den Klstern seit deren Bestehen. Wo es an
Mnnern mangelte, man den Nonnen nicht einmal die Beichtvter gnnte,
muten sie oft mit Kindern vorliebnehmen.
		-- Karlheinz Deschner
%
Moderne Regierungen brauchen keine Hofnarren mehr.
		-- Karlheinz Deschner
%
Ja, es gibt Leute, die nichts hlicher finden als Kritik - wenn sie
ihnen gilt.
		-- Karlheinz Deschner
%
Einziger Grund, warum ich kein Kommunist bin: die Kommunisten. Der
Grund, warum ich kein Christ bin: das Christentum.
		-- Karlheinz Deschner
%
Das Charakteristische des Politikers ist nicht, da er fr eine Partei
agitiert, sondern da er fr jede agitieren knnte.
		-- Karlheinz Deschner
%
Man hat auf dieser Welt nicht nur die Wahl, mit den Wlfen zu heulen
oder mit den Schafen zu blken.
		-- Karlheinz Deschner
%
Aufklrung ist rgernis; wer die Welt erhellt, macht ihren Dreck
deutlicher.
		-- Karlheinz Deschner
%
Moral - meist Predigt dessen, der nicht daran glaubt, fr den, der
sich nicht darum kmmert.
		-- Karlheinz Deschner
%
Schicksal der Kirche? Kein Elefant verfault an einem Tag.
		-- Karlheinz Deschner
%
Es gbe wenig Glubige auf der Welt, kennten sie ihre
Glaubensgeschichte so gut wie ihr Glaubensbekenntnis.
		-- Karlheinz Deschner
%
Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes
wird weder besser noch schlechter.
		-- Denis Diderot
%
Es wre besser an der Verhtung des Elends zu arbeiten, als die
Zufluchtsorte fr die Elenden zu vermehren.
		-- Denis Diderot
%
Eine einzige Beweisfhrung macht mir mehr Eindruck als fnfzig
Begebenheiten. Dank dem auergewhnlich groen Vertrauen, das ich zu
meiner Vernunft habe, ist mein Glaube nicht dem erstbesten Scharlatan
preisgegeben.
		-- Denis Diderot
%
Man fragte einmal jemanden, ob es wahre Atheisten gbe. Glauben Sie,
erwiderte er, da es wahre Christen gibt?
		-- Denis Diderot
%
Christus hat gesagt, er sei gekommen, um den Gatten von der Gattin,
die Mutter von ihren Kindern, den Bruder von der Schwester, den Freund
vom Freunde zu trennen; seine Vorhersage hat sich nur zu getreulich
erfllt.
		-- Denis Diderot
%
Es gibt wohl keinen guten Vater, der unserem himmlischen Vater
gleichen mchte.
		-- Denis Diderot
%
Warum sind die Frommen, die Andchtigen, so hart, so widerlich, so
ungesellig? Sie haben sich zu leisten auferlegt, was ihnen nicht
natrlich ist. Sie leiden, und wenn man leidet, macht man andere
leiden.
		-- Denis Diderot ("Rameaus Neffe")
%
Es gibt Menschen, vor denen man nicht sagen kann, da sie Gott
frchten, sondern sagen mu, da sie Angst vor ihm haben.
		-- Denis Diderot
%
Wenn Gott, von dem wir die Vernunft haben, das Opfer der Vernunft
verlangt, so ist er ein Taschenspieler, der das, was er gegeben hat,
wieder verschwinden lt.
		-- Denis Diderot
%
Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und wenn man vom
Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei
unvereinbare, einander widersprechende Geschenke gemacht.
		-- Denis Diderot
%
Ich habe mich in einem riesigen Wald verirrt und habe nur ein kleines
Licht, um mich zurechtzufinden. Da kommt ein Unbekannter hinzu und
sagt mir: 'Lieber Freund, blas deine Kerze aus, um deinen Weg besser
zu finden.' Dieser Unbekannte ist ein Theologe.
		-- Denis Diderot
%
Das Evangelium durch ein Wunder beweisen heit etwas Widersinniges
durch etwas Naturwidriges zu beweisen.
		-- Denis Diderot
%
Was aber wird Gott mit denjenigen machen, die nichts von seinem Sohn
gehrt haben? Wird er Taube bestrafen, weil sie nichts hren konnten?
		-- Denis Diderot
%
Die Erziehung in der Kindheit ist es, die einen Mohammedaner
verhindert, sich taufen zu lassen; die Erziehung in der Kindheit ist
es auch, die einen Christen verhindert, sich beschneiden zu lassen;
die Vernunft des Erwachsenen ist es, die Taufe und Beschneidung
gleichermaen verachtet.
		-- Denis Diderot
%
In den ersten Jahrhunderten gab es sechzig Evangelien, die fast alle
gleich unverdaulich waren. Man verfarf sechsundfnfzig wegen ihrer
Kindlichkeit und Albernheit. Gbe es hierfr keinerlei Anhaltspunkte
bei denjenigen, die man behalten hat?
		-- Denis Diderot
%
Da Jesus Christus, der Gott ist, vom Teufel versucht worden sei, ist
ein Mrchen, da aus 'Tausendundeiner Nacht' stammen knne.
		-- Denis Diderot
%
Wenn man mir sagt, es gebe Dinge, die ber unsere Vernunft
hinausgehen, so kann mich das nicht veranlassen, Unsinn zu glauben.
Zweifellos gibt es Dinge, die ber unsere Vernunft gehen; aber ich
verwerfe khn alles, was ihr widerstreitet, und alles, was gegen sie
verstt.
		-- Denis Diderot
%
Man mu es wirklich genau und jederzeit wissen, da man allein sei:
Sonst verliert man den festen Stand und kann auch demjenigen keine
helfende Hand mehr bieten, mit dem man vermeinte sich verschmelzen zu
knnen.
		-- Heimito von Doderer (Repertorium)
%
Wer nicht suft, setzt heutzutage schon eine beachtliche und
freiwillige Mehrleistung.
		-- Heimito von Doderer (Repertorium)
%
Objektivitt: Alles hat zwei Seiten. Aber erst wenn man erkennt, da
es drei sind, erfat man die Sache.
		-- Heimito von Doderer
%
Meinungen sind so etwas hnliches wie Hmorrhoiden des Geistest.
		-- Heimito von Doderer (Pseudonym: Stangeler, Rene)
%
Jede Revolution ist viel weniger Bauplatz der Zukunft als Auktion der
Vergangenheit.
		-- Heimito von Doderer (Pseudonym: Stangeler, Rene)
%
Ganze Sachen sind immer einfach wie die Wahrheit selbst. Nur die
halben Sachen sind kompliziert.
		-- Heimito von Doderer (Pseudonym: Stangeler, Rene)
%
Fr ein gutes Gesprch sind die Pausen genauso wichtig wie die Worte.
		-- Heimito von Doderer (Pseudonym: Stangeler, Rene)
%
Wer beim Schreiben viele Ausrufezeichen verwendet, spricht auch sehr
laut.
		-- Heimito von Doderer (Pseudonym: Stangeler, Rene)
%
Man mu manchmal von einem Menschen fortgehen, um ihn zu finden.
                -- Heimito von Doderer (Pseudonym: Stangeler, Rene)
%
Feierlichkeit nennt man jenen Nebel, welchen die Dummheit zu ihrem
Schutze erzeugt, wenn sie in die Enge getrieben wird.
                -- Heimito von Doderer (Pseudonym: Stangeler, Rene)
%
Unter Intuition versteht man die Fhigkeit gewisser Leute, eine Lage
in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.
                -- Friedrich Drrenmatt
%
Vaterland nennt der Staat immer dann, wenn er sich anschickt, auf
Menschenmord auszugehen.
                -- Friedrich Drrenmatt (Romulus der Groe)
%
Es ist hchste Zeit, sich wieder zum Atheismus zu bekennen.
                -- Friedrich Drrenmatt
%
Die Welt ist eine Pulverfabrik, in der das Rauchen verboten ist.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Man kann die Wahrheit nicht ins Feuer werfen - sie ist das Feuer.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Nicht der einzelne ndert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von
allen verndert.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit: Stecke mehr Zeit in deine
Arbeit als Arbeit in deine Zeit.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Nichts kann rckgngig gemacht werden, was einmal gedacht wurde.
		-- Friedrich Drrenmatt (Die Physiker)
%
Es gibt zu viele Wichtigtuer, die nichts Wichtiges tun.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Glaube unbedingt an das Gute im Menschen, und rechne mit dem
Schlechten in ihm.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Je planmiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der
Zufall treffen.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit: Stecke mehr Zeit in deine
Arbeit als Arbeit in deine Zeit.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
In Ruland wird das Volk durch die Partei verdummt, in den Vereinigten
Staaten durch die Television.
                -- Friedrich Drrenmatt
%
Das Rationale am Menschen sind die Einsichten, die er hat. Das
Irrationale an ihm ist, da er nicht danach handelt.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Ein Widerstand um jeden Preis ist das Sinnloseste, was es geben kann.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Niemand kpft leichter als jene, die keine Kpfe haben.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
In der Wirtschaft geht es nicht gndiger zu als in der Schlacht im
Teutoburger Wald.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Je fter sich ein Politiker widerspricht, desto grer ist er.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
In der Wursteiel unseres Jahrhunderts, in diesem Kehraus der weien
Rasse gibt es keine Schuldigen und keine Verantwortlichichen mehr.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Leserlichkeit ist die Hflichkeit der Handschrift.
		-- Friedrich Drrenmatt
%
Ich glaube nicht, da die Regierung das Recht hat, Leuten
vorzuschreiben, was sie zu denken haben oder wie sie leben sollen.
Jedem sollte es freigestellt sein, nach seinem eigenen Moralkodex zu
leben, solange dieser Moralkodex nicht mit dem anderer Leute in
Konflikt gert. Die Bedrohung fr eine zivilisierte Gesellschaft
ergibt sich, wenn uns die Politiker ein System moralischer
Wertvorstellungen aufzwingen wollen. Das hat nichts mehr mit Freiheit
und amerikanischen Tugenden zu tun.
		-- Clint Eastwood
%
Facelifting? Nein, dann wrde ich ja alle diese groartigen Falten
zerstren.
		-- Clint Eastwood
%
Ich glaube, ein Mann will von einer Frau das gleiche wie eine Frau von
einem Mann: Respekt.
		-- Clint Eastwood
%
Da deutsche Volke ist frei, bleibt frei und regiert in alle Zukunft
sich selbst.
		-- Friedrich Ebert
%
Die Sehnsucht ist es, die neue Welten erschafft. Aber die Ungeduld
legt sie vorzeitig in Trmmer.
		-- Jeannie Ebner
%
Unter Diskussionen verstehen Mnner die Kunst, den Partner zum
Schweigen zu bringen. Frauen verstehen darunter die Kunst, den Partner
nicht zum Reden kommen zu lassen.
		-- Fritz Eckhard
%
Das grte Insekt ist der Elefant, der aus einer Mcke gemacht wird.
		-- Fritz Eckardt
%
Der Mensch bedarf der Teilnahme und Anregung, wenn etwas gelingen
soll.
		-- Johann Eckermann
%
Ich stoe immer noch auf Leute, die den Wert eines Werkes bezweifeln,
weil es ihnen zu gut gefallen hat.
		-- Umberto Eco
%
Notiert euch nicht die Gedanken, die euch am Schreibtisch kommen,
sondern die, die euch auf dem Klo kommen.
		-- Umberto Eco
%
Wechseln sollst du Worte niemals mit unklugen Affen.
		-- Edda (Hvaml, Loddfafnirlied)
%
Das Einzige, was mich je entmutigt, ist der Gedanke an die vielen
Dinge die ich gerne tun mchte und die wenige Zeit, die ich dafr
habe.
		-- Thomas Alva Edison
%
Genie ist 1% Eingebung und 99% Schwei.
		-- Thomas Alva Edison
%
Erfolg hat nur, wer etwas tut, whrend er auf den Erfolg wartet.
		-- Thomas Alva Edison
%
Er wechselte seinen Aberglauben.
		-- Werner Ehrenforth
%
Seid Sand, nicht l im Getriebe der Zeit.
		-- Gnter Eich
%
Wenn es im Jahre 1879 schon Computer gegeben htte, wrden diese
vorausgesagt haben, da man infolge der Zunahme von Pferdewagen im
Jahre 1979 im Pferdemist ersticken wrde.
		-- John C. Edwards
%
Frher war alles besser, auch die Zukunft.
		-- Hans Eichel
%
Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
den schickt er in die weite Welt.
		-- Joseph von Eichendorff
%
Bequeme Rast ist nicht des Lebens wert.
		-- Joseph von Eichendorff
%
Durch Feld und Buchenhallen, bald singend, bald frhlich still, recht
lustig sei vor allem, wer's Reisen whlen will!
		-- Joseph von Eichendorff
%
Frankreich wird das einzige Land sein, dessen Fahne auf einem 300
Meter hohen Mast weht.
		-- Gustave Eiffel
%
Was nicht auf einer einzigen Manuskriptseite zusammengefat werden
kann, ist weder durchdacht, noch entscheidungsreif.
		-- Dwight David Eisenhower
%
Bei jeder Art von Krftemessen, ob im Krieg, in der Politik oder wo
immer, mu man bis zur letzten Minute so handeln, als knnte man
immer noch unterliegen.
		-- Dwight David Eisenhower
%
Die Jagd nach dem Sndenbock ist die einfachste.
		-- Dwight David Eisenhower
%
Eine Armee ist bestimmt dann ganz demokratisch, wenn ein Oberleutnant
damit rechnen mu, da sein Rekrut von heute sein Brovorsteher von
morgen sein kann.
		-- Dwight David Eisenhower
%
Ideologen sind Leute, die glauben, da die Menschheit besser sei als
der Mensch.
		-- Dwight David Eisenhower
%
Liest man die Grabinschriften, dann liegt unser Heil nur in
Wiederbelebung der Toten und Beerdigung der Lebenden.
		-- Paul Eldridge
%
Ich zweifle keinen Augenblick daran, da Frauen dumm sind. Schlielich
hat der Allmchtige sie den Mnnern zum Ebenbild erschaffen.
		-- George Eliot (eigentlich Mary Ann Evans)
%
Eingebildete Leute haben mir Leid getan, denn sie tragen ja ihren
Trost mit sich.
		-- George Eliot (eigentlich Mary Ann Evans)
%
Gepriesen sei derjenige, der nichts zu sagen hat und davon absieht,
das zu beweisen.
		-- George Eliot (eigentlich Mary Ann Evans)
%
Es ist nie zu spt, das zu werden, was man htte sein knnen.
		-- George Eliot (eigentlich Mary Ann Evans)
%
Probleme sind Gelegenheiten zu zeigen, was man kann.
		-- Duke Ellington
%
Humanismus ist entweder die Alternative der Religion oder ihr dienend
untergeordnet.
		-- Thomas Stearns Elliot
%
Jeder schpferische Geist ist auch Kritiker.
		-- Thomas Stearns Eliot
%
Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.
		-- Thomas Stearns Eliot
%
Es gibt eine Menge Dinge in der Welt, die ich gerne anders htte, als
sie in Wirklichkeit sind; aber in einer Welt ohne Bses wrde das
Leben nicht lebenswert sein.
		-- Thomas Stearns Eliot
%
Jeder Tag ist ein neuer Anfang.
		-- Thomas Stearns Eliot
%
Zwischen Gedanke und Tat fllt der Schatten.
		-- Thomas Stearns Eliot
%
Von der Natur aus gibt es weder Gutes noch Bses.
Diesen Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht.
		-- Sextus Empiricus (griech. Philosoph, 2. Jhd. n. Chr.)
%
Die Hohlheit ist lngst dagewesen, denn die Religion ist der Akt der
Selbstaushhlung des Menschen; und ihr wundert euch, da sie jetzt,
nachdem der Purpur, der sie verdeckte, verblichen, nachdem der Dunst,
der sie einhllte, gestorben ist, da sie jetzt zu eurem Schrecken ans
Tageslicht tritt?
		-- Friedrich Engels (Die Lage Englands)
%
Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, mu durch ihren Kopf
hindurch, aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hngt von den
Umstnden ab.
		-- Friedrich Engels
%
Wie hnlich ist uns der Affe, dieses uerst scheuliche Tier!
		-- Quintus Ennius (Fragmente)
%
Vorsicht im Vertrauen ist allerdings notwendig; aber noch notwendiger
Vorsicht im Mitrauen.
		-- Josef Etvs
%
Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht
an eine einzige Hoffnung binden.
		-- Epiktet (griechischer Stoiker, 50-138 n.Chr.)
%
Es sind nicht so sehr die Tatsachen, die in unserem Sozialleben
entscheiden, sondern die Meinung der Menschen ber die Tatsachen, ja,
die Meinung ber die Meinung.
		-- Epiktet (griechischer Stoiker, 50-138 n.Chr.)
%
Anderen an seinem Unglck die Schuld geben ist ein Zeichen von
Dummheit, sich selbst die Schuld zu geben ist der erste Schritt zur
Einsicht; weder anderen noch sich selbst die Schuld geben ist ein
Zeichen von Weisheit.
		-- Epiktet (griechischer Stoiker, 50-138 n.Chr.)
%
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen,
die wir von den Dingen haben.
		-- Epiktet (griechischer Stoiker, 50-138 n.Chr.)
%
Wenn du einen Menschen glcklich machen willst, dann fge nichts
seinen Reichtmern hinzu sondern nimm ihm einige von seinen Wnschen.
		-- Epikur von Samos (341-271 v.Chr.)
%
Mach dir deine eigenen Gtter, und unterlasse es, dich mit einer
schnden Religion zu beflecken.
		-- Epikur von Samos (341-271 v.Chr.)
%
Reich ist man nicht durch das was man besitzt, sondern durch das, was
man bereit ist zu entbehren!
		-- Epikur von Samos (341-271 v.Chr.)
%
Es ist sinnlos von den Gttern zu fordern,
was man selber zu leisten vermag.
		-- Epikur von Samos (341-271 v.Chr.)
%
Lebe heute, vergi die Sorgen der Vergangenheit.
		-- Epikur von Samos (341-271 v.Chr.)
%
Wem genug zuwenig ist, dem ist nichts genug
		-- Epikur von Samos (341-271 v.Chr.)
%
Wer am wenigsten des Morgen bedarf, der geht am heitersten dem Morgen
entgegen.
		-- Epikur von Samos (341-271 v.Chr.)
%
Die Lebensqualitt steigt, wo die Beine etwas mehr und die Ellenbogen
etwas weniger gebraucht werden.
		-- Erhard Eppler
%
Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, da
jeder meint, er habe das grte Stck bekommen.
		-- Ludwig Erhard
%
Wenns besser kommt als vorausgesagt, verzeiht man sogar dem falschen
Propheten.
		-- Ludwig Erhard
%
Die Volkswirtschaft ist kien Patient, den man pausenlos operieren
kann.
		-- Ludwig Erhard
%
Das ist ein Mann! Soll er was Rechtes tun,
so hlt er's "jetzt noch nicht fr opportun",
und hilft ihm keine Ausflucht dran vorber,
so stellt er sich "sympathisch gegenber".
		-- Otto Ernst (Sankt Yoricks Glockenspiel, Auf einen Minister)
%
Der Gegner jeden Fortschritts ist der Gleichschritt.
		-- Wolfgang Eschker
%
Der Atheist ist das grte Kompliment, das Gott sich selbst zollt: Er
schafft ein Wesen, das stark genug ist, von ihm abzusehen.
		-- Ernst Wilhelm Eschmann
%
Es gibt keinen Knigsweg zur Mathematik.
		-- Euklid
%
Wer nicht manchmal das Unmgliche wagt, wird das Mgliche nie
erreichen.
		-- Max von Eyth
%
Ich bin vom Leben gezeichnet. Gottlob ist Verkalkung nicht ansteckend.
		-- Albert Einstein
%
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
		-- Albert Einstein
%
Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden vllig einig sind, ist ein
verlorener Abend.
		-- Albert Einstein
%
Ich denke nicht ber die Zukunft nach, sie kommt frh genug.
		-- Albert Einstein
%
Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lsen
durch die sie entstanden sind.
		-- Albert Einstein
%
Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrmmern, als ein Atom.
		-- Albert Einstein
%
Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende
Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfhig,
berhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.
		-- Albert Einstein
%
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit ntig: Unermdliche Ausdauer und die
Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder
wegzuwerfen.
		-- Albert Einstein
%
Zeit ist das, was man an der Uhr abliest.
		-- Albert Einstein
%
Die Zeit ist auch nicht mehr, was sie mal war!
		-- Albert Einstein
%
Ich habe zu Hause im Schrank einen Schlips,
notfalls bin ich bereit ihn auch zu tragen.
		-- Albert Einstein
%
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
		-- Albert Einstein
%
Mache alles so einfach wie mglich, doch nicht einfacher.
		-- Albert Einstein
%
Raffiniert ist der Herrgott aber boshaft ist er nicht.
		-- Albert Einstein
%
Gott wrfelt nicht!
		-- Albert Einstein
%
Holzhacken ist deswegen so beliebt, weil man bei dieser Ttigkeit den
Erfolg sofort sieht.
		-- Albert Einstein
%
Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Mbel schmen,
wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und
Weltanschauungen schmen.
		-- Albert Einstein
%
Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die bse sind, sondern
von denen, die das Bse zulassen.
		-- Albert Einstein
%
Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist
seelisch bereits tot.
		-- Albert Einstein
%
Man kann zwar tun, was man will,
aber nicht wollen, was man will.
		-- Albert Einstein
%
Seit die Mathematiker ber die Relativittstheorie hergefallen sind,
verstehe ich sie selbst nicht mehr.
		-- Albert Einstein
%
Um eine Einkommensteuererklrung abgeben zu knnen, mu man ein
Philosoph sein. Fr einen Mathematiker ist es zu schwierig.
		-- Albert Einstein
%
Die Mathematik handelt ausschlielich von den Beziehungen der Begriffe
zueinander ohne Rcksicht auf deren Bezug zur Erfahrung.
		-- Albert Einstein
%
Wozu Socken? Sie schaffen nur Lcher!
		-- Albert Einstein
%
Wenn ich die Folgen geahnt htte, wre ich Uhrmacher geworden.
		-- Albert Einstein
%
Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mdchen zusammensitzt,
meint man, es wre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem
heien Ofen, meint man, es wren zwei Stunden. Das ist Relativitt.
		-- Albert Einstein
%
Ich wei nicht, welche Waffen im nchsten Krieg zur Anwendung kommen,
wohl aber, welche im bernchsten: Pfeil und Bogen.
		-- Albert Einstein
%
Wenn jemand Freude daran hat, bei Musik in Reih und Glied zu
marschieren, dann verachte ich ihn schon deswegen, weil er sein Gehirn
nur wegen eines Irrtums bekommen hat; ein Rckenmark htte gereicht.
		-- Albert Einstein
%
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu knnen, mu man
vor allem ein Schaf sein.
		-- Albert Einstein
%
Wei ich nicht. Ich beschwere mein Gedchtnis nicht mit Tatsachen,
die ich in einem Konversationslexikon finden kann.
		-- Albert Einstein
%
Der Krieg kann nur auf eine einzige Weise verhindert werden: durch die
Weigerung der Menschen, in den Krieg zu gehen.
		-- Albert Einstein (Warum Krieg?) 
%
Was mich erschreckt ist nicht die Zerstrungskraft der Bombe, sondern
die Explosivkraft des menschlichen Herzens zum Bsen!
		-- Albert Einstein
%
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Mglichkeiten.
		-- Albert Einstein
%
Das Unverstndlichste am Universum ist im Grunde, da wir es
verstehen knnen.
		-- Albert Einstein
%
Die Majoritt der Dummen ist unberwindlich und fr alle
Zeiten gesichert.
Der Schrecken ihrer Tyrannei indes wird gemindert durch Mangel
an Konsequenz.
		-- Albert Einstein.
%
Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verfhrt stets unwiderstehlich
zum Mibrauch.
		-- Albert Einstein
%
Gleichungen sind wichtiger fr mich, weil die Politik fr die
Gegenwart ist, aber eine Gleichung etwas fr die Ewigkeit.
		-- Albert Einstein
%
Am Anfang gehren alle Gedanken der Liebe. Spter gehrt dann alle
Liebe den Gedanken.
		-- Albert Einstein
%
Wenn ich mit meiner Relativittstheorie recht behalte, werden die
Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei
Weltbrger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die
Franzosen sagen, ich sei Deutscher und die Deutschen, ich sei Jude.
		-- Albert Einstein
%
Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine
stndige Flucht vor dem Staunen.
		-- Albert Einstein
%
Man hat den Eindruck, da die moderne Physik auf Annahmen beruht, die
irgendwie dem Lcheln einer Katze gleichen, die gar nicht da ist.
		-- Albert Einstein
%
Es gibt keine groen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch
ein unglckliches Kind auf Erden gibt.
		-- Albert Einstein
%
Persnlichkeiten werden nicht durch schne Reden geformt, sondern
durch Arbeit und eigene Leistung.
		-- Albert Einstein
%
Es ist die hohe Bestimmung des Menschen, mehr zu dienen als zu
herrschen.
		-- Albert Einstein
%
Persnlichkeiten werden nicht durch schne Reden geformt, sondern
durch Arbeit und eigene Leistung.
		-- Albert Einstein
%
Solange man jung ist, gehren alle Gedanken der Liebe. - Spter gehrt
alle Liebe den Gedanken.
		-- Albert Einstein
%
Es ist die hohe Bestimmung des Menschen, mehr zu dienen als zu
herrschen.
		-- Albert Einstein
%
Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.
		-- Albert Einstein
%
Das Schnste, was wir erleben knnen, ist das Geheimnisvolle.
		-- Albert Einstein
%
Der Fortschritt geschieht heute so schnell, da, whrend jemand eine
Sache fr gnzlich undurchfhrbar erklrt, er von einem anderen
unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.
		-- Albert Einstein
%
Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglcklich, sondern
kaum lebensfhig
		-- Albert Einstein
%
Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit
weiterleben will.
		-- Albert Einstein
%
Versuch nicht, ein Mann des Erfolgs zu werden. Werde lieber ein Mann
von Wert!
		-- Albert Einstein
%
Es gibt keine groen Entdeckungen oder groe Fortschritte, solange
es noch ein unglckliches Kind auf Erden gibt.
		-- Albert Einstein
%
Der Fortschritt geschieht heute so schnell, da, whrend jemand eine
Sache fr gnzlich undurchfhrbar erklrt, er von einem anderen
unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.
		-- Albert Einstein
%
Erfolg: Wenn A fr Erfolg steht, gilt die Formel A = X + Y + Z. X ist
die Arbeit, Y ist Mue, und Z heit Mundhalten.
		-- Albert Einstein
%
Am Anfang gehren alle Gedanken der Liebe. Spter gehrt dann alle
Liebe den Gedanken.
		-- Albert Einstein
%
Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, da ihn 
andere achten.
		-- Albert Einstein
%
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Gute Manieren bestehen aus lauter kleinen Opfern.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzge noch nicht erkannt
worden sind.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Bleib ruhig: In hundert Jahren ist alles vorbei.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schne zu finden: Wir
mgen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, einer zu sein.

		-- Ralph Waldo Emerson
%
Eine Religion, die sich vor der Wissenschaft frchtet, schndet Gott
und begeht Selbstmord.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Nichts ist unter Ihrer Wrde, was Ihrem Lebensziel dient: Nichts ist
gro und wnschenswert, wenn es diesem Ziel nicht dient.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Glck ist eine andere Bezeichnung fr Willensstrke.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Was hinter uns und vor uns liegt, ist beides nichts verglichen mit
dem, was in uns liegt.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Was gut ist, ist wirksam und schafft sich selbst Raum, Nahrung und
Beistand.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Jeder Held wird auf die Dauer langweilig.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Jedes Se hat sein Bitteres, jedes Bittere sein Ses, jedes Bse
sein Gutes.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Oft ist eine glckliche Hand nichts anderes als Zielstrebigkeit.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Was wir brauchen, ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, was wir
knnen.
		-- Ralf Waldo Emerson
%
Das Leben ist kurz, aber man hat immer Zeit fr Hflichkeit.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Ein Held ist nicht mutiger als ein gewhnlicher Sterblicher, aber er
ist es fnf Minuten lnger.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Das Leben besteht in dem, was ein Mensch den ganzen Tag ber denkt.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Was wir am ntigsten brauchen, ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu
tun, das wir knnen.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Das Leben besteht in dem, was ein Mensch den ganzen Tag ber denkt.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht
jeder Unverstandene ist ein Genie.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Nach dem Essen ist man konservativ.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Aus den Trmmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter.
		-- Ralph Waldo Emerson
%
Es wohnt ein Wind in Leningrad, der pustet kalt,wer da nicht einen
Mantel hat, der hustet bald.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich kann's bis heute nicht verwinden, deshalb erzhl ich's auch nicht
gern: den Stein der Weisen wollt ich finden und fand nicht mal des
Pudels Kern.
		-- Heinz Erhardt
%
Die alten Zhne wurden schlecht, und man begann, sie auszureien, die
neuen kamen grade recht, um mit ihnen ins Gras zu beien.
		-- Heinz Erhardt
%
Wenngleich die Nas, ob spitz, ob platt, zwei Flgel - Nasenflgel -
hat, so hlt sie doch nicht viel vom Fliegen; das Laufen scheint ihr
mehr zu liegen.
		-- Heinz Erhardt
%
Seit frher Kindheit, wo man froh lacht, verfolgt mich dieser
Ausspruch magisch: Man nehme ernst nur das, was froh macht, das Ernste
aber niemals tragisch!
		-- Heinz Erhardt
%
Das Leben beginnt in einer Zelle
und bei Strolchen endet's auch in einer solchen.
		-- Heinz Erhardt
%
Meine Made ist so etwas wie ein Wurm, nur etwas krzer.
		-- Heinz Erhard
%
Made in Germany - da ist der Wurm drin.
		-- Heinz Erhard
%
In nur vier Zeilen was zu sagen,
scheint zwar leicht, doch ist es schwer.
Man braucht ja nur mal nachzuschlagen,
die meisten Dichter brauchen mehr...
		-- Heinz Erhardt
%
Das Leben ist wie eine Brille - man macht viel durch!
		-- Heinz Erhardt
%
Manche Konferenzen finden unter vier Wnden statt.
		-- Heinz Erhardt
%
Am besten ist, man macht sich einen Knoten ins Notizbuch.
		-- Heinz Erhardt
%
Groe Schatten werfen ihre Ereignisse hinter sich.
		-- Heinz Erhardt
%
Steh nicht immer auf! Sonst nimmt dir noch jemand deinen Platz weg,
und dann sitzt du da!
		-- Heinz Erhardt
%
Das Leben ist das Wichtigste des menschlichen Daseins.
		-- Heinz Erhardt
%
Vor dem Tode habe ich keine Angst - denn alle, die gestorben sind,
lassen nicht wieder davon ab.
		-- Heinz Erhardt
%
Man sieht es manchen Damen noch jetzt an,
da sie einmal recht hlich gewesensein mgen.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich knnte manchmal vor Glck eine ganze Allee von Purzelbumen
schlagen.
		-- Heinz Erhardt
%
Was ist paradox: wenn man ein eingefleischter Vegetarier ist.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich hatte die Stirn, sie zu runzeln.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich fletschte meine Faust.
		-- Heinz Erhardt
%
Haben Sie Ihre Begabung von der Mutter? -
Nein, ich habe sie mit der Vatermilch eingesogen.
		-- Heinz Erhardt
%
Das Brot ging den Weg allen Fleisches.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich scho ihn ber seinen eigenen Haufen.
		-- Heinz Erhardt
%
Von der Muse gekt? - Von der Pampelmuse.
		-- Heinz Erhardt
%
Der Kaiser belohnte ihn kniglich.
		-- Heinz Erhardt
%
Sie haben den falschen Idioten, Sie Nummer.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich mu brechen, und zwar eine Lanze.
		-- Heinz Erhardt
%
Das Programm neigt sich seinem Anfang zu.
		-- Heinz Erhardt
%
Als ich geboren wurde, war ich noch sehr jung.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich habe die Muttersprache mit den Kindesbeinen eingesogen.
		-- Heinz Erhardt
%
Das ewige schwimmen gegen den Strom wird noch einmal
der Nagel zu meinem letzten Atemzug sein.
		-- Heinz Erhardt
%
Wenn schon Nietzsche sagt, da zum Leben drei Dinge gehren, nmlich
Geld, Geld und Geld, so mchte ich diesen klugen Satz dahin erweitern,
da zum Leben vier Dinge gehren, nmlich Geld, Geld, Geld und Geld.
		-- Heinz Erhardt
%
Auch die Sonne hat ihre Flecken.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich bin ein richtiger Pechpilz, niemals fllt mir das kleinste Schwein
in den Scho.
		-- Heinz Erhardt
%
Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.
		-- Heinz Erhardt
%
Es hat keinen Sinn, den Brunnen zuzuschtten, wenn das Kind bereits
verbrannt ist.
		-- Heinz Erhardt
%
Man darf im Leben nichts auslassen, auer Butter.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich brauche nur Fettgedrucktes zu lesen, und schon nehme ich zu.
		-- Heinz Erhardt
%
Bei manchen Menschen geht alles schnell zum einen Ohr rein und zum
anderen raus - die haben auch nicht viel dazwischen.
		-- Heinz Erhardt
%
Wenn der Kragen am Hemd nicht sitzt, handelt es sich oft um einen
Stehkragen.
		-- Heinz Erhardt
%
Solange es Haare gibt, liegen sich die Menschen in denselben.
		-- Heinz Erhardt
%
Das Ei darf nicht klger sein als Kolumbus.
		-- Heinz Erhardt
%
Bei glatten Straen mu man sechzehn geben, also doppelt acht.
		-- Heinz Erhardt
%
Viele Menschen lassen gute Ratschlge links im Papierkorb liegen,
den man ihnen hher hngen sollte.
		-- Heinz Erhardt
%
Es lohnt sich nicht, sich an einen Strohhut zu klammern.
		-- Heinz Erhardt
%
Frieden auf Erden - hoffentlich wird es keinen Zaun mehr geben,
von dem man einen Streit brechen kann.
		-- Heinz Erhardt
%
Der liebe Gott hat das Gras nicht wachsen lassen, damit man in
dasselbe beit.
		-- Heinz Erhardt
%
Man mu im rechten Augenblick die Gelegenheit bei der Hand fassen
und seinen Schwiegerpapa um den Schopf seiner Tochter bitten.
		-- Heinz Erhardt
%
Manche Hab- und Gutseligkeiten sind nur ein Tropfen auf den hohlen Zahn.
		-- Heinz Erhardt
%
Viele Menschen scheinen aus dem linken Bett zuerst aufgestanden zu sein.
		-- Heinz Erhardt
%
Mge der Himmel seine Geigen ber alle Glcklichen ausschtten.
		-- Heinz Erhardt
%
Man darf im Leben weder sich noch Verdacht erregen.
		-- Heinz Erhardt
%
Manchmal hilft nur noch: Zhne hoch und den Kopf zusammenbeien.
		-- Heinz Erhardt
%
Vorlufig habe ich noch keine Lust ins bessere Jenseits zu beien.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich kann keinen Wurm krmmen, der mir am Herzen nagt.
		-- Heinz Erhardt
%
Wenn ich Kse esse, lasse ich die Made links liegen.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich lasse mich nie weit und breit schlagen.
		-- Heinz Erhardt
%
Gerichtsvollzieher sind wie kleine Kinder: was sie sehen wollen sie
gleich haben.
		-- Heinz Erhardt
%
Ich rede mir nicht ein, den Stein der Weisen wachsen zu hren.
		-- Heinz Erhardt
%
Jeder sollte sein eigener Hirte sein - jeder sollte sich hten, und
zwar davor, da einem die anderen das Fell ber die Ohren hauen.
		-- Heinz Erhardt
%
Manchmal kommt man mit einem blauen Auge davon,
das man einem anderen geschlagen hat.
		-- Heinz Erhardt
%
Es darf kein uerstes geben, zu dem wir nicht entschlossen wren,
und keine Lauer, auf der wir nicht lgen.
		-- Heinz Erhardt
%
Raphael wre auch dann ein groer Maler geworden, wenn er ohne lfarben
auf die Welt gekommen wre.
		-- Heinz Erhardt
%
Ein blindes Huhn bekommt auch mal ein Gerstenkorn und hat dann keine Lust,
die Flinte in dasselbe zu werfen.
		-- Heinz Erhardt
%


Niemand kme auf die Idee, Tinte mit Tinte abzuwaschen; nur Blut soll immer
wieder mit Blut abgewaschen werden.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
"Der Gescheitere gibt nach!"
Eine traurige Wahrheit. Sie begrndet die Weltherrschaft der Dummheit.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Ein Urteil lt sich widerlegen, ein Vorurteil nie.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Vorurteil sttzt die Throne, Unwissenheit die Altre.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Der Mastab, den wir an die Dinge legen, ist das Ma unseres eigenen
Geistes.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein
schlechter Erzieher.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Was nennen die Menschen am liebsten dumm?
Das Gescheite, das sie nicht verstehen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Nur die allergescheitesten Leute benutzen ihren Scharfsinn zur
Beurteilung nicht blo anderer, sondern auch ihrer selbst.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
An Rheumatismen und an wahrer Liebe glaubt man erst, wenn man davon
befallen wird.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt
und nie gehat.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die glcklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Sich glcklich fhlen, auch ohne Glck - das ist Glck.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wenn wir auch der Schmeichelei keinen Glauben schenken, der
Schmeichler gewinnt uns doch.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der
Glaube an die eigene Kraft.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wer nichts wei, mu alles glauben!
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem
Glauben.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Da zuletzt doch alles auf den Glauben hinausluft, mssen wir jedem
Menschen das Recht zugestehen, lieber das zu glauben, was er selbst,
als was andre ihm weisgemacht.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Es ist schlimm, wenn zwei Eheleute einander langweilen. Viel schlimmer
jedoch ist es, wenn nur einer von ihnen den anderen langweilt.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Der Dirne Neugier leistet Magddienste der Dirne Geschwtzigkeit.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie
Wissensdrang.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Vieles erfahren haben heit noch nicht Erfahrung besitzen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Liebe ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender fr sie als fr uns.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Was noch zu leisten ist, das bedenke, was du schon geleistet hast, das
vergi.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Fr das Knnen gibt es nur einen Beweis: das Tun.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Eine Vernunftehe schlieen heit in den meisten Fllen, alle seine
Vernunft zusammenzunehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen,
die ein Mensch begehen kann.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wenn die Zeit kommt, in der man knnte, ist die vorber, in der man
kann.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Alles wird uns heimgezahlt, wenn auch nicht von denen, welchen wir
geborgt haben.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
"Und ich habe mich so gefreut!" sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine
Hoffnung zerstrt wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts?
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Das Recht des Strkeren ist das strkste Unrecht.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Der grte Feind des Rechtes ist das Vorrecht.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Bcher sind oft die besten Freunde. Aber sie sollten nicht die
einzigen in unserem Leben sein.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Was liegt am Ruhm, da man den Nachruhm nicht erleben kann.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Ausnahmen sind nicht immer Besttigung der alten Regel. Sie knnen
auch Vorboten einer neuen Regel sein.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum erstenmal, und du bist
unsterblich.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Was ein Mensch glaubt und woran er zweifelt ist gleich gezeichnend fr
die Strke seines Geistes.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Der Glubige, der nie gezweifelt hat, wird schwerlich einen Zweifler
bekehren.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Es wrde viel weniger Bses auf Erden geben, wenn das Bse niemals im
Namen des Guten getan werden knnte.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach (Aphorismen)
%
Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf. Es kommt nur auf die
Entfernung an.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Selbst der bescheidenste Mensch hlt mehr von sich, als sein bester
Freund von ihm hlt.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wir unterschtzen das, was wir haben, und berschtzen das, was wir
sind.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die Leute, denen man am wenigsten widerspricht, sind entweder die,
welche man am meisten liebt, oder die, welche man am wenigsten achtet.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wer in die ffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und
keine zu fordern.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wisset, die euch Ha predigen, erlsen euch nicht.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lgt, begeht ein Verbrechen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
berlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst und
tausendmal, bevor du verlangst und forderst.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Zur Gre kann man sich aufringen, aufschwingen, aufdulden, aber
nicht - aufblasen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Was ist Reue? Eine groe Trauer darber, da wir sind, wie wir sind.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Spte Freuden sind die schnsten; sie stehen zwischen entschwundener
Sehnsucht und kommendem Frieden.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die glcklichen Pessimisten! Welche Freude empfinden sie, so oft sie
bewiesen haben, da es keine Freude gibt.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Das unfehlbarste Mittel, Autoritt ber die Menschen zu gewinnen, ist,
sich ihnen ntzlich zu machen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Der Zufall ist die in Schleier gehllte Notwendigkeit.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt
und nie gehat.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Traurigkeit ist Stille, ist Tod. Heiterkeit ist Regsamkeit, Bewegung,
Leben.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die bedauernswrdigsten Menschen sind die gewissenhaften, denen das
Leben unerfllbare Pflichten aufgebrdet hat.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Es ist Frevel und Wahnsinn, zu krnken, was man liebt.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es
uns beliebt.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die Frau verliert in der Liebe zu einem ausgezeichneten Manne das
Bewutsein ihres eigenen Wertes; der Mann kommt erst recht zum
Bewutsein des seinen durch die Liebe einer edlen Frau.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Es wrde viel weniger Bses auf Erden getan, wenn das Bse niemals im
Namen des Guten getan werden knnte.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Auch was wir am meisten sind, sind wir nicht immer.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Nichts wird so oft unwiederbringlich versumt wie eine Gelegenheit.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Das Gemt bleibt jung, solange es leidensfhig bleibt.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Anmut ist ein Ausstrmen der inneren Harmonie.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die
Entfernung an.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Ausdauer ist eine Tochter der Kraft, Hartnckigkeit eine Tochter der
Schwche, nmlich der Verstandesschwche.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Mde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir
tun.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Nichts wird so oft unwiederbringlich versumt wie eine Gelegenheit.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die
Notwehr uns allmhlich zwingt, in seine Fehler zu verfallen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die Reue treibt den Schwachen zur Verzweiflung und macht den Starken
zum Heiligen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Je mehr du dich selbst liebst, je mehr bist du dein eigener Feind.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Nur der Denkende erlebt sein Leben, an Gedankenlosen zieht es vorbei.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Sich mit wenigem begngen ist schwer, sich mit vielem begngen
unmglich.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern
sein.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die kleinsten Snder tun die grte Bue.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Das Alter verklrt oder versteinert.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Auerordentliche. Ein
hochmtiger Mensch schreibt es sich zu.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewutseins.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen
selbst anerzogen haben.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Beim Genie heit es: La dich gehen! Beim Talent heit es: Nimm
dich zusammen!
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Es gibt keine schchternen Lehrlinge mehr, es gibt nur noch
schchterne Meister.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die Menschen, die wir am meisten verwhnen, sind nicht immer die, die
wir am meisten lieben.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Der Knstler hat nicht dafr zu soregn, da sein Werk Anerkennung
findet, sondern da es sie verdient.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Auch der ungewhnlichste Mensch ist gehalten, seine ganz gewhnliche
Schuldigkeit zu tun.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Merkmal groer Menschen ist, da sie an andere weit geringere
Anforderungen stellen als an sich selbst.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Dem groen Publikum ist ein Buch nicht leicht zu schlecht, sehr
leicht aber zu gut.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
So mancher meint ein gutes Herz zu haben und hat nur schwache Nerven.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Nenne dich nicht arm, weil deine Trume nicht in Erfllung gegangen
sind; wirklich arm ist nur, wer nie getrumt hat.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Ihr jubelt ber die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer
Tyrannei?
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
"Man kann nicht allen helfen", sagt der Engherzige und hilft keinem.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wre allen geholfen.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Nur wer das Vergngen kennt, zu geben, kennt die Kunst, anzunehmen.
Ihr jubelt ber die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer
Tyrannei?
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Ihr jubelt ber die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer
Tyrannei?
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Ein Gedanke kann nicht erwachen, ohne andere zu wecken.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Die meiste Nachsicht bt der, der die wenigste braucht.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Es gibt kein Wunder fr den, der sich nicht wundern kann.
		-- Marie von Ebner-Eschenbach
%
Kein Mann der Erde, wahrlich, ist ein freier Mann.
		-- Euripides (Hekabe, 580-406 v. Chr.)
%
Abwechslung ist immer s. 
		-- Euripides (Orest, 580-406 v. Chr.)
%
Gewinnes halber dient auch, wer zum Sklaven nicht geboren ist.
		-- Euripides (580-406 v. Chr.)
%
Wer wei denn, ob das Leben nicht ein Sterben ist und, was wir
Sterben nennen, drunten Leben heit.
		-- Euripides (580-406 v. Chr.)
%
Bedchtige Reden fhren stets zum klgsten Ziel.
		-- Euripides (580-406 v. Chr.)
%
Wer wei denn, ob das Leben nicht das Totsein ist und das Totsein
Leben
		-- Euripides (580-406 v. Chr.)
%
Es gibt Situationen im Menschenleben, wo es weise ist, nicht immer
allzu weise zu sein.
		-- Euripides (580-406 v. Chr.)
%
Der beste Hellseher ist der, der gut raten kann.
		-- Euripides (580-406 v. Chr.)
%
Der Menschen Seherkunst ist eitles Nichts.
		-- Euripides (580-406 v. Chr.)
%
Nichts schdigt mehr den Staat als Alleinherrschaft.
		-- Euripides (Die Schutzflehenden, 580-406 v. Chr.)
%
Erst wenn die letzte Aktie in der Keller gefallen, die letzte
Entlassungsparty gefeiert und der letzte Computer abgeschaltet ist,
werdet ihr feststellen, da es ein Leben nach dem Optionsschein gibt.
		-- Hal Faber
%
Der Mensch selbst ist die Killer-Application.
		-- Hal Faber
%
Beginnen wir den Rckblick auf die Woche mit ihrem trostlosen Ende.
		-- Hal Faber
%
Wer sich entschuldigen kann, ist klar im Vorteil.
		-- Hal Faber
%
Vom Marketing-Terror zum Terror-Marketing.
		-- Hal Faber
%
Nicht die Snde wurde geboren, als Eva den Apfel pflckte. Geboren
wurde an diesem Tag vielmehr eine groartige Tugend, Ungehorsam
genannt.
		-- Oriana Fallaci
%
Geld allein macht nicht unglcklich.
		-- Peter Falk
%
Geld allein macht nicht unglcklich.
		-- Peter Falk
%
Eine Allianz ist eine Ehe, bei der die Eifersucht grer ist als die
Liebe.
		-- Amintore Fanfani
%
Eine Partei kann nicht nur aus Flgeln bestehen, sie mu auch einen
Rumpf haben.
		-- Amintore Fanfani
%
In der Politik ist es wie in einem Konzert: Ungebte Ohren halten
schon das Stimmen der Instrumente fr Musik.
		-- Amintore Fanfani
%
Menschen machen falsches Geld, und das Geld macht falsche Menschen.
		-- Karl Farkas
%
Beziehungen sind eine Rutschbahn nach oben.
		-- Karl Farkas
%
Der Optimist ist ein Mann, der Kreuzwortrtsel sofort mit dem
Kugelschreiber ausfllt.
		-- Karl Farkas
%
Du mut in allen Phasen deines Lebens stehen, sonst verrtst du dich
selbst.
		-- Rainer Werner Fassbinder
%
Kein vernnftiger Mensch beurteilt den Baum nach dem Fallobst.
		-- Kardinal Faulhaber
%
Diplomatie ist die Kunst, einen Hund so lange zu streicheln, bis
Maulkorb und Leine fertig sind.
		-- Felix Faure
%
Es gibt keine gesndere bung als gegen den Strom zu schwimmen.
		-- Jrgen Fehling
%
In der Ehe stammen Drehbuch und Regie vom Mann, Dialoge und Ton von
der Frau.
		-- Federico Fellini
%
Der einzig wahre Realist ist der Visionr.
		-- Federico Fellini
%
Der gute Wille ist das Kostbarste im Menschen.
		-- Francois Fenelon
%
Wer nicht zu schweigen wei, verdient nicht zu herrschen.
		-- Fnelon
%
Man ist nie scharfsinniger, als wenn es darauf ankommt, sich selbst zu
tuschen und seine Gewissensbisse zu unterdrcken.
		-- Fnelon
%
Wer zugibt, da er feige ist, hat Mut.
		-- Fernandel
%
Es kann passieren, was will:
Es gibt immer einen, der es kommen sah.
		-- Fernandel
%
Selbst ist der Mann - auer er hat eine Frau.
		-- Fernandel
%
Der Mut ist wie ein Regenschirm: Wenn man ihn am dringendsten
braucht, fehlt er einem.
		-- Fernandel
%
Es kann passieren was will, es gibt immer einen, der es kommen sah.
		-- Fernandel
%
Wer glcklich ist, fhlt, wer unglcklich ist, denkt.
		-- Joachim Fernau
%
Da es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, verdanken wir (abgesehen
vom dritten biblischen Schpfungstag natrlich) vor allem den Briten. Htten
sie nicht die Idee gehabt, die Indianer auszurotten, so wrde Nordamerika
ein ganz anderes Schicksal erfahren haben.  Es htte das Schicksal Afrikas
gehabt.  Das heit: Es wre jetzt so weit, da die Weien das Land rumten
und zwanzig oder dreiig Indianerstaaten ihre Befreiung vom Joch der
Kolonialherren feierten.  Die neuen Staatsprsidenten wrden statt Lumumba
und Mobutu "Wiehernder Mustang" und "Listige Schlange" heien und Ihre
First Ladies "Heller Morgen" und "Fleiige Finger", und in Bonn wre fr
sie, wenn sie ihr Entwicklungsgeld abholten, eine Ehrenkompanie angetreten.
		-- Joachim Fernau
%
Aufrichtigkeit ist eine Tugend, welche ihren Lohn schon im Namen mit
sich fhrt: Sie richtet auf.
		-- Jules Ferry
%
Der Glaube versetzt Berge. Der Aberglaube versetzt Menschen.
		-- Ernst Ferstl
%
Das Nebenschliche macht riesige Fortschritte. Wir entfernen uns 
immer weiter vom Wesentlichen.
		-- Ernst Ferstl
%
Eines haben dumme und gescheite Menschen gemeinsam: Sie haben keine 
Ahnung voneinander.
		-- Ernst Ferstl
%
Je kleiner das Denkvermgen desto grer der Reichtum an
Ahnungslosigkeit.
		-- Ernst Ferstl
%
Die einfachste Mglichkeit, den Alltag von seiner Alltglichkeit zu
befreien, ist, ein sonntgliches Gemt an den Tag zu legen.
		-- Ernst Ferstl
%
In der Praxis ist vielen Menschen die Theorie doch lieber als die 
Praxis.
		-- Ernst Ferstl
%
Die Werbung schenkt uns neue Bedrfnisse und nimmt uns Stck fr Stck
die eigenen.
		-- Iring Fetscher
%
Gibt dir jemand einen sogenannten guten Rat, so tue grade das
Gegenteil, und du kannst sicher sein, da es in neun von zehn Fllen
das Richtige ist.
		-- Anselm Feuerbach
%
Der Unverstand ist die unbesiegbarste Macht auf Erden.
		-- Anselm Feuerbach
%
Niemand urteilt schrfer als der Ungebildete, er kennt weder Grnde
noch Gegengrnde.
		-- Anselm Feuerbach
%
Die gefhrlichste Klippe im Leben eines Knstlers ist die Heirat,
besonders eine sogenannte glckliche Heirat.
		-- Anselm Feuerbach
%
Taktlosigkeit ist der lstigste und widerwrtigste der menschlichen
Fehler, denn du kannst dich nicht gegen sie verteidigen, nicht einmal
durch Grobheit.
		-- Anselm Feuerbach
%
Die echten Schriftsteller sind die Gewissensbisse der Menschheit.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Zu unserer Natur gehrt die Bewegung. Die vollkommene Ruhe ist der
Tod.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Der Religion ist nur das Heilige wahr,
der Philosophie nur das Wahre heilig.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Wahre Religion ist gebaut auf das Wahre, das Gute in der
Menschennatur, nicht auf der Snde Morast.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrckliches Verbot zu denken.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Es gehrt kein Mut, kein Charakter, keine Anstrengung, kein Opfer
dazu, Christ zu sein. Christentum und weltlicher Vorteil sind
identisch.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Der Mensch ist der Anfang der Religion,
der Mensch der Mittelpunkt der Religion,
der Mensch das Ende der Religion.
		-- Ludwig Feuerbach (Das Wesen des Christentums)
%
Sonst war die Religion, ich gesteh's, die Sttze des Staates, aber
jetzt ist der Staat Sttze der Religion.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Abwrts Tyrann, nach oben ein Knecht; Verleumder des Menschen,
Speichellecker des Herrn - voila des Glaubens Portrt.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Nur die Bewutlosigkeit, die Charakterlosigkeit, die Halbheit kann den
Gottesglauben mit der Natur und Naturwissenschaft verbinden wollen.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch.
Htte der Mensch keine Wnsche, so htte er auch keine Gtter. Was der
Mensch sein mchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
		-- Ludwig Feuerbach
%
Des Menschen grausamster Feind ist der Mensch.
		-- Johann Gottlieb Fichte
%
Jedes Schreckbild verschweindet, wenn man es fest ins Auge fat.
		-- Johann Gottlieb Fichte
%
Die Definition von Kampfhund lautet: Dies ist jeder Hund, dessen
Intelligenzquotient hher ist als der seines Halters.
		-- Armin Fietz
%
Humor ist die Lust zum Lachen, wenn einem zum Heulen ist.
		-- Werner Finck
%
Zum Spamachen gehrt auch ein Schu Demagogie.
		-- Werner Finck
%
Was in der Politik noch fehlt, ist ein Machthungerstreik.
		-- Werner Finck
%
Wer andere zum Lachen bringen kann, mu ernst genommen werden; das
wissen alle Machthaber.
		-- Werner Finck
%
Auch die Bretter, die mancher vor dem Kopf trgt, knnen die Welt
bedeuten.
		-- Werner Finck
%
Die schwierigste Turnbung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu
nehmen.
		-- Werner Finck
%
Wer lachen kann, dort wo er htte heulen knnen, bekommt wieder Lust
zum Leben.
		-- Werner Finck
%
Der Reichen berdru wr' der Armen berflu.
		-- Johann Fischart
%
Je teurer die Geschenke, desto billiger meist die Absichten.
		-- Gerlind Fischer Diehl
%
Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
		-- Joseph "Joschka" Fischer
%
Volkstmliches Ansehen geht selten zusammen mit dem Namen eines
Philosophen. Die Philosophie ist nicht gemacht, die Menge zu gewinnen.
		-- Kuno Fischer
%
Eines der vielen Dinge, die einem niemand ber die mittleren Jahre 
verrt, ist die Tatsache, da sie eine so angenehme Abwechslung vom
Jungsein sind.
		-- Dorothy Canfield Fisher
%
Man ist unzufrieden, wenn jemand, dem man doch selber den Abschied 
gegeben hat, sich bald trstet.
		-- Otto Flake
%
Ein liebes Wort hat oft die Macht, ein Wunder zu vollbringen; es
bringt aus Leid und dunkler Nacht ein Menschenherz zum Klingen.
		-- Fischer-Friesenhausen
%
Es ist nicht Hollywood.  Krieg ist real.  Im Krieg geht es nicht
primr um Niederlage oder Sieg, sondern um Tod.  Ich habe abertausend
Tote gesehen.  Denken Sie etwa, ich mchte darber eine akademische
Debatte fhren?
		-- Robert Fisk
%
Die moderne Frau kennt den Unterschied zwischen einem Autoreifen und
einem Mann: Ein Autoreifen mu mindestens einen Millimeter Profil
haben.
		-- Lisa Fitz
%
Ein Test fr auerordentliche Intelligenz ist die Fhigkeit zwei
gegenstzliche Ideen gleichzeitig zu verfolgen, ohne dabei verrckt zu werden.
		-- F. Scott Fitzgerald
%
Der Mensch lebt nur so lange, als er hoffen kann.
		-- Cosmus Flam
%
Beim Abschiednehmen kommt ein Augenblick, wo man die Trauer so stark
vorausfhlt, da der geliebte Mensch schon nicht mehr bei einem ist.
		-- Gustave Flaubert (November)
%
Alkoholismus - Usache aller modernen Krankheiten.
		-- Gustave Flaubert
%
Frauen mitrauen Mnnern im Allgemeien zu sehr und im Besonderen zu
wenig.
		-- Gustave Flaubert
%
Erfolg ist eine Folgeerscheinung, niemals darf er zum Ziel werden.
		-- Gustave Flaubert
%
Die Menschen sind ihrer Zeit hnlicher als ihren Vtern.
		-- Heinrich Leberecht Fleischer
%
Man mu den Mut haben, eine Verantwortung zu tragen.
		-- Walter Flex
%
Zur tiefsten Freude an dem, was ist, gehrt die Freude an dem, was
ist.
		-- Karl Foerster
%
Reiseziele sinken in Vergessenheit, Wegrandblumen blhen unsterblich.
		-- Karl Foerster
%
Ordnung ist das Festgewand des Alltags.
		-- Karl Foerster
%
Lob ist eine gewaltige Antriebskraft, dessen Zauber seine Wirkung nie
verfehlt.
		-- Andor Foldes
%
Der Gipfel des Ruhms ist, wenn man seinen Namen berall findet, nur
nicht im Telefonbuch.
		-- Henry Fonda
%
Jeder wrde sein eigenes Leben gleich viel schner finden, wenn er
aufhrte, es mit dem Leben der Leute von nebenan zu vergleichen.
		-- Henry Fonda
%
Jeder Mann hat ernsthafte Absichten, wenn man sich die Mhe macht, 
sie ihm beizubringen.
		-- Jane Seymour Fonda
%
Wir gehen mit dieser Welt um, als htten wir noch eine zweite im
Kofferraum.
		-- Jane Seymour Fonda
%
Meines Wissen ist Geschftstchtigkeit kein sekundres mnnliches
Geschlechtsmerkmal.
		-- Jane Seymour Fonda
%
Derjenige ist verrckt, der jederman zufriedenstellen will.
		-- Jean-Lean Fontaine
%
Ich leider nicht, meine Freunde; aber ich fhle eine gewisse
Schwierigkeit zu existieren.
		-- Bernard Le Bovier de Fontenelle
%
Feder und Papier entznden mehr Feuer als alle Streichhlzer der Welt.
		-- Malcolm Stevenson Forbes
%
Probleme mit Geld sind besser als Probleme ohne Geld.
		-- Malcolm Stevenson Forbes
%
Ein NEIN, das einer Begrndung bedarf, wird zum VIELLEICHT.
		-- Malcolm Stevenson Forbes
%
Armes Menschengeschlecht! Aus welchen Abgrnden hast du dich noch 
emporzuarbeiten!
		-- Georg Forster
(ber die Beziehung der Staatskunst auf das Glck der Menschheit)
%
Schweigen ist die Sprache der Ewigkeit.
Lrm geht vorber!
		-- Gertrud von le Fort
%
Es sind nicht die Gottlosen, es sind die Frommen seiner Zeit gewesen,
die Christus ans Kreuz schlugen.
		-- Gertrud von Le Fort
%
Wer niemals gelitten hat, verdient auch kein Glck.
		-- Ugo Foscolo
%
Die tgliche Arbeit bildet und formt die Persnlichkeit in
hervorragendem Mae.
		-- Jean Fourasti
%
Wir sollten Teile von Behrden fr ein Jahr schlieen und hinterher
fragen, ob es irgend jemand gemerkt hat.
		-- Helmuth Frahm
%
Der wahre Freund weist uns auf unsere Fehler hin, der falsche weist
die anderen darauf hin.
		-- C.J. Wijnaendts Francken
%
Wie es der Charakter der groen Geister ist, mit wenigen Worten viel
zu sagen, so besitzen im Gegenteil die kleinen Geister die Gabe, viel
zu sprechen und nichts zu sagen.
		-- Franois VI.
%
Menschen kann man nicht besitzen. Man mu sie immer wieder neu gewinnen.
		-- Bruno Frank
%
Wenn man das Alltgliche redlich tut, regelt sich vieles von selbst.
		-- D.M. Frank
%
Die Mnner wrden mehr gestehen, wenn ihnen bekannt wre, wieviel die
Frauen schon wissen.
		-- Peter Frankenfeld
%
Wenn Wahrheit ernste Miene macht, schafft vielen sie nur Unbehagen;
Doch wenn sie munter scherzt und lacht, kann leichter man sie wohl
vetragen.
		-- Adolf Frankl
%
Die Streichung des 218 ist eine Voraussetzung fr die Befreiung 
der Frauen.
		-- Mitglieder des Frauenbundes Westberlin, 6. Juni 1971
%
Ging ein Hund tausend Stund zur Kirche, er wr doch ein Hund.
		-- Bernhard Freidank (Bescheidenheit)
%
Den Wert eines Menschenlebens bestimmt nicht seine Lnge, sondern
seine Tiefe.
		-- Gustav Frenssen
%
Schpferische Gemter haben immer gewut,
wie sie jede Art von schlechter Erziehung berleben.
		-- Anna Freud
%
Ein Erfolg wird nur dann zur Freude, wenn wir ihn weiter verfolgen.
		-- Werner Freytag
%
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lgt, denn Freiheit herrscht
nicht.
		-- Erich Fried
%
Zu den Steinen hat einer gesagt: 'Seid menschlich.' Die Steine haben
gesagt: 'Wir sind noch nicht hart genug.'
		-- Erich Fried
%
Wer will, da die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, da
sie bleibt.
		-- Erich Fried
%
Da man einem Wasser nicht auf den Grund blicken kann, beweist noch
nicht, da es tief ist.
		-- Egon Friedell
%
Der Fortschritt der Menschheit besteht in der Zunahme ihres
problematischen Charakters.
		-- Egon Friedell
%
Nichts ist im Menschen, auch im scheinbar 'aufgeklrtesten', fester
verwurzelt als der Glaube an irgendwelche Autoritten.
		-- Egon Friedell
%
Der Alkohol ist ein Gift. Das haben die Physiologen bewiesen. Aber
gegen den Alkohol ist damit gar nichts bewiesen. Denn ein Gift kann
immer noch eine Medizin sein.
		-- Egon Friedell
%
Mit den besten Absichten kann man die grten Mistnde hervorrufen.
		-- Milton Friedmann
%
Der berflu pflegt auch der Allerweisesten Verstand zu blenden.
		-- Kaiser Friedrich II.
%
Die Klugheit ist sehr geeignet, zu bewahren, was man besitzt, doch
allein die Khnheit versteht zu erwerben.
		-- Friedrich der Groe
%
Hte dich vor kalter Vielwisserei, vor frevelhaftem Vernenfteln;  denn
sie teten das Herz, und wo das Herz und Gemt im Menschen erstorben
sind, da kann die Kunst nicht wohnen.
		-- Caspar David Friedrich
%
Nur wer denkt, irrt auch.
		-- Horst Friedrich
%
Die Liebe ist der Schlssel zum Verstndnis der Welt
		-- Heinrich Frieling
%
Das Erste was man bei einer Abmagerungskur verliert, ist die gute
Laune.
		-- Gert Frbe
%
Man ist niemals zu schwer fr seine Gre, aber man ist oft zu klein
fr sein Gewicht.
		-- Gert Frbe
%
Wer selbst den Abschied noch genieen kann, der mag zu seinem Glcke
immer finden.
		-- Carl Peter Frhling
%
Der Mensch ist abhngig; er bleibt dem Tode, dem Alter, der Krankheit
unterworfen (...). Aber es ist eine Sache, die eigene Abhngigkeit und
seine Grenzen anzuerkennen, und es ist etwas vllig anderes, sich
dieser Abhngigkeit hinzugeben und jene Mchte anzubeten, von denen
man abhngt (...).  Das eine bedeutet Demut, das andere
Selbstdemtigung.
		-- Erich Fromm, Psychoanalyse und Religion
%
Die Fhigkeit zu staunen ist der Anfang aller Weisheit.
		-- Erich Fromm
%
Glaube ist eine Krcke fr jene, die Gewiheit wnschen, die einen
Sinn im Leben finden wollen, ohne den Mut zu haben, diesen
eigenstndig zu suchen.
		-- Erich Fromm
%
Die meisten Menschen sehen in dem Problem des Liebens in erster Linie
das Problem, selbst geliebt zu werden.
		-- Erich Fromm
%
Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Strke, sondern
in der Schwche.
		-- Erich Fromm
%
Die meisten Menschen sehen in dem Problem des Liebens in erster Linie
das Problem, selbst geliebt zu werden.
		-- Erich Fromm
%
Wenn die Menschen aus den Ferien zurckkommen, neigen sie dazu, sogar
die Regierung etwas milder zu beurteilen. Ein geschickter
Regierungschef setzt Wahlen daher fr den Frhherbst an.
		-- David Frost
%
Ein Diplomat ist ein Mann, der sich immer an den Geburtstag einer Frau
jedoch niemals an ihr Alter erinnert.
		-- Robert Lee Frost
%
Kenntnisse blo zu sammeln ist genauso schlecht wie Geld zu horten.
Auch Wissen will umgesetzt sein.
		-- Robert Lee Frost
%
Glck gleicht durch Hhe aus, was ihm an Lnge fehlt.
		-- Robert Lee Frost
%
Das Gehirn ist ein wundervolles Organ. Es fngt sofort an zu arbeiten,
wenn man morgens aufwacht, und hrt nicht auf damit, bis man im Bro
ist.
		-- Robert Lee Frost
%
Toleranz ist das unbehagliche Gefhl, der andere knnte am Ende doch
recht haben.
		-- Robert Lee Frost
%
Es ist schon komisch, da ein Mann, der sich um nichts auf der Welt
Sorgen machen mu, hingeht und eine Frau heiratet.
		-- Robert Lee Frost
%
Wenn man ganz bewut acht Stunden tglich arbeitet, kann man es dazu
bringen, Chef zu werden und vierzehn Stunden tglich zu arbeiten.
		-- Robert Lee Frost
%
Bildung ist die Fhigkeit, fast alles anhren zu knnen, ohne die Ruhe
zu verlieren oder das Selbstvertrauen.
		-- Robert Lee Frost
%
Heute haben es die Frauen nur noch beim Friseur eilig, unter die Haube
zu kommen.
		-- Joachim Fuchsberger
%
Niemanden strt eine Unterbrechung, wenn es Beifall ist.
		-- Joachim Fuchsberger
%
Eltern begabter Kinder glauben unerschtterlich an Vererbung.
		-- Joachim Fuchsberger
%
Es ist Unsinn, Tren zuzuschlagen, wenn man sie angelehnt lassen kann.
		-- James William Fulbright
%
Auf zweierlei sollte man sich nie verlassen: Wenn man Bses tut, da
es verborgen bleibt; wenn man Gutes tut, da es bemerkt wird.
		-- Ludwig Fulda
%
Politik besteht darin, Gott so zu dienen, da man den Teufel nicht
verrgert.
		-- Thomas Fuller
%
Wenn einer im Laufe der Jahre zufllig Vorstand wird, heit das nicht
besonders viel.
		-- Joachim Funk
%
Die Bibel berichtet mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord
und Vlkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund
1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwtigen Gottes.
		-- Peter Frer (Was die Kirchen verheimlichen)
%
Aktionre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und
frech, weil sie dann noch Dividende haben wollen.
		-- Carl Frstenberg
%
Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten
Willen nicht mehr vor den Aktionren verstecken kann.
		-- Carl Frstenberg
%
Und seine Tragdie bestand darin, da er nicht wute, was er war,
und es nie wissen wrde, und das ist fr mich die tragischste
Situation, in der sich jeder Einzelne befinden kann - nicht zu wissen,
wer er ist.
		-- William Faulkner
%
Intelligenz ist die Fhigkeit, seine Umgebung zu akzeptieren.
		-- William Faulkner
%
Was man als Blindheit des Schicksals bezeichnet, ist in Wirklichkeit
blo die eigene Kurzsichtigkeit.
		-- William Faulkner
%
Idealisten sind Menschen, die so tun, als knnte man Ideale
verwirklichen.
		-- William Faulkner
%
Es ereignet sich nichts Neues. Es sind immer dieselben alten
Geschichten, die von immer neuen Menschen erlebt werden.
		-- William Faulkner
%
Die Dinge, auf die es im Leben wirklich ankommt, kann man nicht
kaufen.
		-- William Faulkner
%
Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.
		-- William Faulkner
%
Die Menschen sind heutzutage nicht schlechter, als sie frher waren.
Nur die Berichterstattung ber ihre Taten ist grndlicher geworden.
		-- William Faulkner
%
Auf die bsen Menschen ist Verla. Sie ndern sich nicht.
		-- William Faulkner
%
Schreib den ersten Satz so, da der Leser unbedingt auch den zweiten
lesen will.
		-- William Faulkner
%
Die chemische Analyse der sogenannten dichterischen Inspiration ergibt
99% Whisky und 1% Schwei.
		-- William Faulkner
%
Wer keine blen Gewohnheiten hat, hat wahrscheinlich auch keine
Persnlichkeit.
		-- William Faulkner
%
Die Natur des Geistes ist so gearbeitet, da uns der Wechsel meist
mehr Erholung schafft als die Ruhe.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Wer unter Toren schweigt, lt Vernunft, wer unter Vernnftigen
schweigt, Torheit vermuten.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Das ganze Geheimnis, sein Leben zu verlngern,
besteht darin: es nicht zu verkrzen.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Ohne Leiden bildet sich kein Charakter.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Mit Entzcken mchte ich manchmal alle Schelme umarmen, wenn man
diejenigen betrachtet, welche die Welt rechtschaffen nennt.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Die Schwester der Gleichgltigkeit ist die entsetzliche Langeweile,
ihr Bruder der Miggang; eine furchtbare Sippschaft.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Plne sind die Trume der Verstndigen.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Arroganz ist die Karikatur des Stolzes.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Steht dir ein Schmerz bevor, oder hat dich bereits ergriffen, so
bedenke, da du ihn nicht vernichten kannst, indem du dich von ihm
abwendest! sieh' ihm fest ins Auge!
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Was ist die Zukunft? Fr dich: nichts als du selbst.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
In einem aufgerumten Zimmer ist auch die Seele aufgerumt.
		-- Ernst von Feuchtersleben
%
Es ist besser die Angst als die Hoffnung zu haben.
		-- Theodor Fontane
%
Geizhlse sind die Plage ihrer Zeitgenossen, aber das Entzcken ihrer
Erben.
		-- Theodor Fontane
%
Die Liebe lebt von liebenswrdigen Kleinigkeiten, und wer sich eines
Frauenherzens dauernd versichern will, der mu immer neu darum werben,
der mu die Reihe der Aufmerksamkeiten allstndlich wie einen
Rosenkranz abbeten. Und ist er fertig damit, so mu er von neuem
anfangen.
		-- Theodor Fontane
%
Alles im Leben hat seinen Preis; auch die Dinge, von denen man sich
einbildet, man kriegt sie geschenkt.
		-- Theodor Fontane
%
Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.
		-- Theodor Fontane
%
Haltet die Bsen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt
hngt davon ab.
		-- Theodor Fontane
%
Bcher haben Ehrgefhl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr
zurck.
		-- Theodor Fontane
%
Manche Hhne glauben, da die Sonne ihretwegen aufgeht.
		-- Theodor Fontane
%
Gaben, wer htte sie nicht? Erst der Ernst macht den Mann, erst der
Flei das Genie.
		-- Theodor Fontane
%
Man mu es so einrichten, da einem das Ziel entgegen kommt.
		-- Theodor Fontane
%
Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der
Hoffnung, sie mit einer Perle, die er darin findet, bezahlen zu
knnen.
		-- Theodor Fontane
%
Aller Gre Keim, er heit Entsagung.
		-- Theodor Fontane
%
In Aufstellung unserer Grundstze sind wir strenger als in ihrer
Befolgung.
		-- Theodor Fontane
%
Es kann die Ehre dieser Welt dir keine Ehre geben, was dich in
Wahrheit hebt und hlt, mu in dir selber leben.
		-- Theodor Fontane
%
Es gibt nicht zwei Arten von Anstndigkeit, und was eine anstndiger
Mensch nicht darf, das darf auch ein anstndiger Staat nicht.
		-- Theodor Fontane
%
Am Mut hngt der Erfolg.
		-- Theodor Fontane
%
Wenn man glcklich ist, soll man nicht noch glcklicher sein wollen.
		-- Theodor Fontane
%
Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem
einzigen Satz.
		-- Theodor Fontane
%
Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir
lieben; aber fr das Neue sollen wir eigentlich leben.
		-- Theodor Fontane
%
Vornehmheit und herzensgte sind nicht alles, aber sie sind sehr viel.
		-- Theodor Fontane
%
Abschiedsworte mssen kurz sein wie Liebeserklrungen.
		-- Theodor Fontane
%
An der guten Laune unserer Umgebung hngt unser Lebensglck.
		-- Theodor Fontane
%
Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser.
		-- Theodor Fontane
%
Bloes Ignorieren ist noch keine Toleranz!
		-- Theodor Fontane
%
Abschiedsworte mssen kurz sein wie Liebeserklrungen.
		-- Theodor Fontane, Ccile
%
Wer ngstlich abwgt, sagt gar nichts. Nur die scharfe Zeichnung, die
schon die Karikatur streift, macht eine Wirkung.
		-- Theodor Fontane, Der Stechlin
%
Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede glckliche Ehe zu
widerlegen scheint.
		-- Theodor Fontane
%
Mit Absichten kann man nicht berhmt werden.
		-- Henry Ford
%
Die meisten Menschen verwenden mehr Zeit und Kraft daran, um die
Probleme herumzureden, als sie anzupacken.
		-- Henry Ford
%
Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.
		-- Henry Ford
%
Jemand, der aufhrt zu werben, um Geld zu sparen, knnte ebenso seine
Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.
		-- Henry Ford
%
Es ist nicht der Unternehmer, der die Lhne zahlt - er bergibt nur
das Geld. Es ist das Produkt, das die Lhne zahlt.
		-- Henry Ford
%
Wenn sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so mssen sie
einen zweiten bereithalten, um das bekanntzugeben.
		-- Henry Ford
%
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
Das ist wahrscheinlich der Grund, warum sich so wenige damit
beschftigen.
		-- Henry Ford
%
Um Erfolg zu haben, mut du den Standpunkt des anderen einnehmen und
die Dinge mit seinen Augen betrachten.
		-- Henry Ford
%
Nimm die Erfahrung und die Urteilskraft der Menschen ber 50 heraus
aus der Welt, und es wird nicht genug brigbleiben, um ihren Bestand
zu sichern.
		-- Henry Ford
%
Ein vernnftiges Auto soll seinen Besitzer berallhin transportieren -
auer auf den Jahrmarkt der Eitelkeiten.
		-- Henry Ford
%
Reich wird man nicht vom Geld, was man verdient, sondern von dem Geld,
was man nicht ausgibt.
		-- Henry Ford
%
Es ist gefhrlich einen extrem fleiigen Broangestellten
einzustellen, weil die anderen ihm dann zuschauen.
		-- Henry Ford
%
Nachahmung fhrt leicht zu Selbsttuschung.
		-- Henry Ford
%
Ich prfe jedes Angebot. Es knnte das Angebot meines Lebens sein.
		-- Henry Ford
%
Der Gewinn soll nicht die Basis, sondern das Resultat der
Dienstleistung sein.
		-- Henry Ford
%
Wenn es ein Geheimnis des Erfolges gibt, so ist es das: Den Standpunkt
des anderen verstehen und die Dinge mit seinen Augen zu betrachten.
		-- Henry Ford
%
Das hchste Ziel des Kapitals ist nicht, Geld zu verdienen, sondern
der Einsatz von Geld zur Verbesserung des Lebens.
		-- Henry Ford
%
Sparsamkeit ist die Lieblingsregel aller halblebendigen Menschen.
		-- Henry Ford
%
Unsere Fehlschlge sind oft erfolgreicher als unsere Erfolge.
		-- Henry Ford
%
Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man Vermgen.
		-- Henry Ford
%
Enten legen ihre Eier in aller Stille, Hhner gackern dabei wie
verrckt.  Was ist die Folge?  Alle Welt it Hhnereier.
		-- Henry Ford
%
Das Geben ist leicht; das Geben berflssig zu machen, ist viel
schwerer.
		-- Henry Ford
%
Weil Denken die schwerste Arbeit ist, die es gibt, beschftigen sich
auch nur wenige damit.
		-- Henry Ford
%
Zeitverschwendung ist die leichteste aller Verschwendungen.
		-- Henry Ford
%
Ein Idealist ist ein Mensch, der anderen Menschen dazu verhilft, zu
Wohlstand zu gelangen.
		-- Henry Ford
%
Ein Langweiler ist einer, der seinen Mund aufmacht und seine
Heldentaten hineinsteckt.
		-- Henry Ford
%
Es liegt in der Natur, vernftig zu denken und unlogisch zu handeln.
		-- Anatole France
%
Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine
Dummheit.
		-- Anatole France
%
Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich: Es verbietet allen
Menschen unter Brcken zu schlafen und Brot zu stehlen - den Armen
ebenso wie den Reichen.
		-- Anatole France
%
Was die Menschen Zivilisation nennen, ist der Zustand gegenwrtiger
Sitten; was sie Barbarei nennen, das sind die Sitten der
Vergangenheit.
		-- Anatole France
%
Gelehrte sind Menschen, die sich von normalen Sterblichen durch die
anerworbene Fhigkeit unterscheiden, sich an weitschweifigen Irrtmern
zu ergtzen.
		-- Anatole France
%
Nichts ist so sehr fr die gute alte Zeit verantwortlich wie das
schlechte Gedchtnis.
		-- Anatole France
%
An einem Verrckten erschrickt uns am meisten die vernnftige Art, auf
die er sich unterhlt.
		-- Anatole France
%
Die Meinung eines anderen ist nicht das Opfer eines einzigen unserer
Wnsche wert.
		-- Anatole France
%
Hunger und Liebe sind die Triebkrfte aller menschlichen Handlungen.
		-- Anatole France
%
Die Tugend nistet, wie der Rabe, mit Vorliebe in Ruinen
		-- Anatole France
%
Der Durchschnittsmensch, der nicht wei, was er mit diesem Leben
anfangen soll, wnscht sich ein anderes, das ewig dauern soll.
		-- Anatole France
%
Ironie ist die letzte Phase der Enttuschung.
		-- Anatole France
%
Es ist nicht blich, das zu lieben, was man besitzt.
		-- Anatole France
%
Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, wenn er nicht
unterschreiben will.
		-- Anatole France
%
Die Religion hat der Liebe einen groen Dienst erwiesen, indem sie
sie zur Snde erklrte.
		-- Anatole France
%
Die Arbeit ist etwas Unnatrliches. Die Faulheit allein ist gttlich.
		-- Anatole France
%
Wir mssen nicht nur arbeiten, sondern auch trumen, nicht nur
handeln, sondern auch glauben.
		-- Anatole France
%
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren.
		-- Benjamin Franklin
%
Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir
welches zu borgen.
		-- Benjamin Franklin
%
Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern ein Auge
zudrcken mu.
		-- Benjamin Franklin
%
Die ganz ganz Schlauen sehen um fnf Ecken - und sind geradeaus blind.
		-- Benjamin Franklin
%
Wer der Meinung ist, da man fr Geld alles haben kann, gert leicht
in den Verdacht, da er fr Geld alles zu tun bereit ist.
		-- Benjamin Franklin
%
Mit zwanzig regiert der Wille, mit dreiig der Verstand und mit
vierzig das Urteilsvermgen.
		-- Benjamin Franklin
%
In dieser Welt gibt es nichts Sichereres als den Tod und die Steuern.
		-- Benjamin Franklin
%
Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.
		-- Benjamin Franklin
%
Der Weg zum Reichtum hngt hauptschlich an zwei Wrtern: Arbeit und
Sparsamkeit.
		-- Benjamin Franklin
%
Glubiger haben ein besseres Gedchtnis als Schuldner.
		-- Benjamin Franklin
%
Es gab noch nie einen guten Krieg oder einen schlechten Frieden.
		-- Benjamin Franklin
%
Ein wahrhaft groer Mann wird weder einen Wurm zertreten, noch vor
dem Kaiser kriechen.
		-- Benjamin Franklin
%
Es ist leichter, das erste Verlangen zu unterdrcken, als alle
folgenden zu befriedigen.
		-- Benjamin Franklin
%
Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir
welches zu borgen.
		-- Benjamin Franklin
%
Liebst du das Leben? Dann verschwende keine Zeit, denn daraus ist das
Leben gemacht.
		-- Benjamin Franklin
%
Schreib alle Unbill in den Staub, alle Wohltaten in Marmor!
		-- Benjamin Franklin
%
Liebst du das Leben? Dann verschwende keine Zeit, denn daraus ist das
Leben gemacht.
		-- Benjamin Franklin
%
Liebst du das Leben? Dann verschwende keine Zeit, denn daraus ist das
Leben gemacht.
		-- Benjamin Franklin
%
Der unzufriedene Mensch findet keinen Stuhl.
		-- Benjamin Franklin
%
Dreimal umziehen ist (so gut wie) einmal abgebrannt.
		-- Benjamin Franklin (Way to wealth, 1757)
%
Es gibt ebensowenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen
Alkohol.
		-- Sigmund Freud
%
Sobald ein Mensch den Sinn und Wert des Lebens bezweifelt, ist er
krank.
		-- Sigmund Freud
%
Wenn man jemandem alles verziehen hat, ist man mit ihm fertig.
		-- Sigmund Freud
%
Worte und Zauber waren ursprnglich ein und dasselbe. Auch heute
besitzt das Wort eine starke magische Kraft.
		-- Sigmund Freud
%
Der Mensch mu auer dem Mitleid fr andere auch Rcksicht fr sich
haben.
		-- Sigmund Freud
%
Das Unbewute ist viel moralischer, als das Bewute wahrhaben will.
		-- Sigmund Freud
%
Die groe Frage, die ich trotz meines dreiigjhrigen Studiums der
weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: 'Was will eine
Frau?'
		-- Sigmund Freud
%
Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.
		-- Sigmund Freud
%
Die individuelle Freiheit ist kein Kulturgut. Sie war am grten vor
jeder Kultur.
		-- Sigmund Freud
%
Das Falsche ist oft die Wahrheit, die auf dem Kopf steht.
		-- Sigmund Freud
%
Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort
benutzte, war der Begrnder der Zivilisation.
		-- Sigmund Freud
%
Die Absicht, das der Mensch glcklich sei, ist im Plan der Schpfung
nicht enthalten.
		-- Sigmund Freud
%
Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
		-- Sigmund Freud
%
Auch die Religion kann ihr Versprechen (des Glcks) nicht halten. Wenn
der Glubige sich endlich gentigt findet, von 'Gottes
unerforschlichem Ratschlu' zu reden, so gesteht er damit ein, da ihm
als letzte Trostmglichkeit und Lustquelle im Leiden nur die
bedingungslose Unterwerfung geblieben ist. Und wenn er zu dieser
bereit ist, htte er sich den Umweg wahrscheinlich sparen knnen.
		-- Sigmund Freud (Das Unbehagen in der Kultur)
%
Ich kann sagen, da ich der jdischen Religion so ferne stehe wie
allen anderen Religionen, d.h. sie sind mir als Gegenstnde
wissenschaftlichen Interesses hochbedeutsam, gefhlsmig bin ich an
ihnen nicht beteiligt.
		-- Sigmund Freud
%
Die Religiositt fhrt sich biologisch auf die langanhaltende
Hilflosigkeit und Hilfsbedrftigkeit des kleinen Menschenkindes
zurck, welches, wenn es spter seine wirkliche Verlassenheit und
Schwche gegen die groen Mchte des Lebens erkannt hat, seine Lage
hnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch
die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmchte zu verleugnen
versucht.
		-- Sigmund Freud
%
Wir sollen glauben, weil unsere Urvter geglaubt haben. Aber diese
unsere Ahnen waren weit unwissender als wir, sie haben an Dinge
geglaubt, die wir heute unmglich annehmen knnen. Die Mglichkeit
regt sich, da auch die religisen Lehren von solcher Art sein
knnten.
		-- Sigmund Freud
%
Wenn die Wahrheit der religisen Lehren abhngig ist von einem inneren
Erlebnis, das diese Wahrheit bezeugt, was macht man mit den vielen
Menschen, die solch ein seltenes Erlebnis nicht haben?
		-- Sigmund Freud
%
Wenn es sich um Fragen der Religion handelt, machen sich die Menschen
aller mglichen Unaufrichtigkeiten und interllektuellen Unarten
schuldig.
		-- Sigmund Freud
%
Wenn die Leistungen der Religion in Bezug auf die Beglckung der
Menschen, ihre Kultureignung und ihre sittliche Beschrnkung keine
Besseren sind, dann erhebt sich doch die Frage, ob wir ihre
Notwendigkeit fr die Menschheit nicht berschtzen und ob wir weise
daran tun, unsere Kulturforderungen auf sie zu grnden.
		-- Sigmund Freud
%
Das ganze ist so offensichtlich infantil...
		-- Sigmund Freud
%
Das zusammenfassende Urteil der Wissenschaft ber die religise
Weltanschauung lautet: Whrend die einzelnen Religionen miteinander
hadern, welche von ihnen im Besitz der Wahrheit sei, meinen wir, da
der Wahrheitsgehalt der Religion berhaupt vernachlssigt werden darf.
Religion ist der Versuch, die Sinnenwelt, in der wir gestellt sind,
mittels der Wunschwelt zu bewltigen [...] Aber sie kann es nicht
leisten. Ihre Lehren tragen das Geprge der Zeiten, in denen sie
entstandens sind, der unwissenden Kinderzeiten der Menschheit.
		-- Sigmund Freud
%
Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in
welchem Mae es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Strung des
Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und
Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden.
		-- Sigmund Freud
%
Wre nur eine Religion in der Welt, so wrde sie stolz und zgellos
despotisch sein.
		-- Friedrich II. der Groe
%
brigens stellen die Priester uns nur darum als Stellvertreter Gottes
hin, um sich selbst als Werkzeuge und Dolmetscher der Gottheit
auszugeben.
		-- Friedrich II. der Groe (an Prinz Wilhelm von Braunschweig)
%
Ein jeder kann bei mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist.
Was die Gesangsbcher angeht, so steht einem jeden frei zu singen:
'Nun ruhen alle Wlder' oder dergleichen dummes oder trichtes Zeug
mehr. Aber die Priester mssen die Toleranz nicht vergessen, denn
ihnen wird keine Verfolgung gestattet werden.
		-- Friedrich II. der Groe (Entscheidung ber einen Gesangsbuchstreit)
%
Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, da unsere heutigen Religionen der
Religion Christi so wenig gleichen wie der der Irokesen. Jesus war ein
Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir
verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir ben sie
nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile aber haben
reichlich dafr gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist
einem Christen des 1. gar nicht mehr hnlich.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Der menschliche Geist ist schwach. Mehr als drei Viertel der Menschen
sind fr die Sklaverei des absurdesten Fanatismus geboren. Die Furcht
vor dem Teufel und vor der Hlle macht sie blind, und sie verwnschen
den Weisen, der sie aufklren will. Der groe Haufe unseres
Geschlechts ist dumm und boshaft. Vergebens suche ich in ihm jenes
Ebenbild Gottes, von dem es nach der Versicherung der Theologen den
Abdruck in sich tragen soll.
		-- Friedrich II. der Groe (an Voltaire)
%
Die erste Tugend jedes ehrenwerten Menschen und, wie ich glaube, auch
jedes Christen, mu die Humanitt sein. Die Stimme der Natur, die die
Grundlage der Humanitt ist, will, da wir uns alle lieben und
wechselseitig unser Wohlergehen frdern. Das ist meine Religion.
		-- Friedrich II. der Groe (an Kardinal von Sinzendorff)
%
Sollten Sie dabei sein, wenn ich sterbe, so werden Sie sehen, da ich
ruhig dahinscheide; denn ich glaube, da nach dem Tode alles zu Ende
ist.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Wer she nicht, wenn er die Geschichte der Kirche durchluft, da sie
Menschenwerk ist! Welch eine erbrmliche Rolle lt man Gott darin
spielen!
		-- Friedrich II. der Groe
%
Abgesehen davon aber bin ich fest berzeugt, da man jedem die
Freiheit lassen mu, das zu glauben, was er fr glaubhaft hlt. Die
Menschen mgen also an die Unsterblichkeit glauben; ich habe nichts
dagegen, vorausgesetzt, da sie mich nicht verfolgen.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Was ist Ketzerei?
Die Meinung aller, die nicht so denken wie wir.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Eine Regierung mu sparsam sein, weil das Geld, das sie erhlt, aus
dem Blut und Schweiss ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, da jeder
einzelne dazu beitrgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen.
Aber es ist nicht gerecht, da er die Hlfte seines jhrlichen
Einkommens mit dem Staate teilen mu."
		-- Friedrich II. der Groe
%
Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig
ihre Fehler zu besitzen.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Gute Sitten haben fr die Gesellschaft mehr Wert als alle Berechnungen
Newtons.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Wenig und oft geben ist ein untrgliches Mittel, Menschen glcklich zu
machen.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Es heit, da wir Knige auf Erden die Ebenbilder Gottes seien. Ich
habe mich daraufhin im Spiegel betrachtet. Sehr schmeichelhaft fr den
lieben Gott ist das nicht.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Ein Augenblick des Glcks wiegt Jahrtausende des Nachruhms auf.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Je mehr man altert, desto mehr berzeugt man sich, da Seine heilige
Majestt der Zufall gut drei Viertel der Geschfte dieses miserablen
Universums besorgt.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Der Beamte und der Philosoph beziehen ihre Strke aus der
Sachfremdheit.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Der Aberglaube ist ein Kind der Furcht, der Schwachheit und der
Unwissenheit.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Die Toleranz in der Gesellschaft mu jedem Brger die Freiheit
sichern, zu glauben, was er will.
		-- Friedrich II. der Groe
%
Wer nur etwas Ehrgefhl besitzt, erhebt den Anspruch auf Achtung 
seiner Mitbrger. Man will sich irgendwie hervortun und nicht in der dumpfen 
Masse untergehen.
		-- Friedrich II. der Groe (an Voltaire, 1773)
%
Es gibt eine Art Zwitterwesen, die weder Herrscher noch Privatleute
sind und die sich bisweilen sehr schwer regieren lassen: die Prinzen
von Geblt.  Ihre hohe Abstammung flt ihnen einen gewissen Hochmut
ein, den sie Adel nennen.
		-- Friedrich II. der Groe (Politisches Testament, 1752)
%
Wir knnen das Arsenal der Waffen nicht aus der Welt schreiben, aber
wir knnen das Arsenal der Phrasen, die man hben und drben zur
Kriegsfhrung braucht, durcheinander bringen.
		-- Max Frisch
%
Es sind die kleinen Rechthabereien, die eine Beziehung zermrben.
		-- Max Frisch
%
Worte verbinden nur, wo unsere Wellenlngen lngst bereinstimmen.
		-- Max Frisch
%
Ohne Kirche - keine Hlle.
		-- Max Frisch
%
Alltag ist nur durch Wunder ertrglich.
		-- Max Frisch
%
Wer sich nicht mit Politik befat, hat die politische Parteinahme,
die er sich sparen mchte, bereits vollzogen: Er dient der
herrschenden Partei.
		-- Max Frisch
%
Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte
Wahrheit. Die glaubt niemand.
		-- Max Frisch
%
Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.
		-- Max Frisch
%
Mue und Wohlleben sind unerlliche Voraussetzungen aller Kultur.
		-- Max Frisch
%
Geist ist die Voraussetzung der Langeweile.
		-- Max Frisch
%
Die meisten verwechseln Dabeisein mit Erleben.
		-- Max Frisch
%
Viele knnen nicht unterscheiden zwischen einer Viererkette und
einer Fahrradkette. 
		-- Karl-Heinz Rummenigge
%
Das wird doch alles von den Medien hochsterilisiert.
		-- Bruno Labbadia
%
Wir drfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.
		-- Lothar Matthus
%
Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drckt.
		-- Lothar Matthus
%
Manchmal spreche ich zuviel.
		-- Lothar Matthus
%
Es ist wichtig, da man neunzig Minuten mit voller Konzentration an
das nchste Spiel denkt.
		-- Lothar Matthus
%
Fr uns war die Trainerfrage nie eine Trainerfrage.
		-- Roland Schmider
%
Das nchste Spiel ist immer das nchste.
		-- Matthias Sammer
%
Ich habe ihn ausgewechselt, weil ich einen anderen Spieler einwechseln
wollte. Da mute ich einen auswechseln!
		-- Ewald Lienen
%
Der Jrgen Klinsmann und ich sind schon ein tolles Trio, ... h Quartett.
		-- Fritz Walter jun.
%
Die Sanitter haben mir sofort eine Invasion gelegt.
		-- Fritz Walter jun.
%
Wir haben ein Abstimmungsproblem - das mssen wir automatisieren.
		-- Berti Vogts
%
Kompliment an meine Mannschaft und meinen Dank an die Mediziner.
Sie haben Unmenschliches geleistet.
		-- Berti Vogts
%
Die Breite an der Spitze ist dichter geworden.
		-- Berti Vogts
%
Ich glaube, da der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen
kann.
		-- Berti Vogts
%
Wenn ich ber's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker, nicht mal
schwimmen kann er.
		-- Berti Vogts
%
Sex vor einem Spiel? Das knnen meine Jungs halten, wie sie wollen.
Nur in der Halbzeit, da geht nichts.
		-- Berti Vogts
%
Die Kroaten sollen ja auf alles treten, was sich bewegt - da hat unser
Mittelfeld ja nichts zu befrchten.
		-- Berti Vogts (vor dem WM-Spiel gegen Kroatien) 
%
Wir waren bereits klinisch tot.
		-- Ulf Kirsten
%
Es ist ein Sehnenabriss am Schambeinknochen. Hrt sich lustig an, ist
aber trotzdem beim Fuball passiert.
		-- Thomas Strunz
%
Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr mglich.
		-- Aleksander Ristic
%
Wir wollten in Bremen kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum
Gegentor ganz gut geklappt.
		-- Thomas Hler
%
In der Schule gab's fr mich Hhen und Tiefen. Die Hhen waren der
Fuball.
		-- Thomas Hler
%
Ich bin krperlich und physisch topfit.
		-- Thomas Hler
%
Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefhl. 
		-- Andreas Mller
%
Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!
		-- Andreas Mller
%
Mein Problem ist, da ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir
selbst gegenber.
		-- Andreas Mller
%
Ich habe mit Erich Ribbeck telefoniert, und er hat zu mir gesagt, ich
stehe fr die Maltareise nicht zur Verfgung.
		-- Andreas Mller
%
Zwei Chancen, ein Tor - das nenne ich 100% Chancenauswertung.
		-- Roland Wohlfahrt
%
Wir werden nur noch Einzelgesprche fhren, damit sich keiner verletzt.
		-- Frank Pagelsdorf
%
Wir lassen uns beide von unseren Frauen scheiden und ziehen zusammen.
		-- Toni Polster (ber sein verbessertes Verhltnis zu Trainer Peter Neururer)
%
Ich kann nicht mehr als schieen. Auerdem standen da 40 Leute auf der Linie.
		-- Toni Polster (ber eine vergebene Torchance)
%
Fur mich gibt es nur "entweder-oder". Also entweder voll oder ganz!
		-- Toni Polster
%
Wir waren alle vorher berzeugt davon, da wir das Spiel gewinnen. So
war auch das Auftreten meiner Mannschaft, zumindest in den ersten
zweieinhalb Minuten.
		-- Peter Neururer
%
Wir sind ja hier in Deutschland, und dann sollen wenigstens die
Spieler, wo dieser Sprache nicht mchtig sind, die sollen sich dann
angewhnen, das Deutsch zu lernen.
		-- Mario Basler
%
Wenn der Ball am Torwart vorbei geht, ist es meist ein Tor.
		-- Mario Basler
%
Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.
		-- Mario Basler
%
Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger
Arsch sein.
		-- Mario Basler
%
Was der Rudi Bommer heute mit seinen 800 Jahren geleistet hat, war schon
phnomenal.
		-- Dragoslaw Stepanovic
%
Zuerst hatten wir kein Glck und dann kam auch noch Pech dazu.
		-- Uwe Wegmann
%
Ich habe immer gesagt, da ich niemals nach sterreich wechseln wrde.
		-- Jrgen Wegmann (auf die Frage, ob er zum FC Basel wechselt)
%
Zuerst hatten wir kein Glck, und dann kam auch noch Pech dazu.
		-- Jrgen Wegmann
%
Da mu dann auch mal einer die Hand ins Heft nehmen.
		-- Thomas Helmer
%
Ich habe bei MW in Frankreich keine Probleme mit der Verstndigung, ich
kann kein Franzsisch.
		-- Hans Krankl
%
Wir mssen gewinnen, alles andere ist primr.
		-- Hans Krankl
%
Wir spielen Mann gegen Mann. Und ich spiel gegen den Mann.
		-- Olaf Thon
%
Wir liefen beim Zweikampf nebeneinander her, und da habe ich ihn wohl
leicht retouchiert.
		-- Olaf Thon
%
Wir lassen uns nicht nervs machen, und das geben wir auch nicht zu!
		-- Olaf Thon
%
Man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen.
		-- Olaf Thon
%
In erster Linie stehe ich voll hinter dem Trainer, in zweiter Linie
hat er recht.
		-- Olaf Thon
%
Ich habe nie an unserer Chancenlosigkeit gezweifelt.
		-- Richard Golz
%
Vor lauter Philosophieren ber Schopenhauer kommen wir gar nicht mehr zum
Trainieren.
		-- Richard Golz
(auf die Frage, was beim sog. Studentenklub SC Freiburg anders sei)
%
Ich brauche keinen Butler. Ich habe eine junge Frau!
		-- Thomas Doll
(Diese ist mittlerweile brigens mit Olaf Bodden verheiratet.)
%
Es war ein wunderschner Augenblick, als der Bundestrainer sagte:
"Komm, Stefan, zieh deine Sachen aus, jetzt geht's los."
		-- Steffen Freund
%
Ich lese keine Bcher.
		-- Klaus Fischer (auf die Frage nach seinem Lieblingsbuch)
%
Manni Bananenflanke, ich Kopf, Tor!
		-- Horst Hrubesch (schildert die Entstehung eines seiner Tore)
%
Das ist Schnee von morgen.
		-- Jens Jeremies
%
Das Tor gehrt zu 70% mir und zu 40% dem Wilmots.
		-- Ingo Anderbrgge
%
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist
das noch nicht!
		-- Rudi Vller
%
Ja gut, der arbeitet von morgens bis abends. Ja gut, sowas nennt man
im Volksmund glaube ich Alcoholic.
		-- Rudi Vller (ber Rainer Calmund)
%
Soll ich etwa ein Lagerfeuer im Wohnzimmer machen?
		-- Anthony Yeboah
(auf die Feststellung des "Kicker", er wohne "wie ein deutscher
Musterbrger")
%
Ich wollte den Ball treffen, aber der Ball war nicht da.
		-- Anthony Yeboah (er hatte gegen Michael Schulz nachgetreten)
%
Mann, wir Schwatten mssen doch zusammenhalten!
		-- Anthony Baffoe (nach gelber Karte zum Schiri)
%
Du kannst auf meiner Plantage arbeiten.
		-- Anthony Baffoe (zu einem weien Gegenspieler)
%
Ich habe viel von meinem Geld fr Alkohol, Weiber und schnelle Autos
ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprat.
		-- George Best
%
Nein, die spielen immer mittwochs, da habe ich keine Zeit.
		-- Paul Steiner
(auf die Frage, ob die Nationalmannschaft fr ihn ein Thema sei)
%
Also bei mir geht das mit dem linken Fu genauer und mit dem rechten
fester!  
Moderator: "Und mit welchem Fu schieen sie jetzt auf die Torwand?"
Ja, mit dem rechten!
		-- Andreas Brehme
(im Sportstudio auf die Frage, mit welchem Fu er schiet)
%
Da kam dann das Elfmeterschieen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber
bei mir lief's ganz flssig.
		-- Paul Breitner
%
Ich bleibe auf jeden Fall wahrscheinlich beim KSC.
		-- Sean Dundee
%
Im Moment nicht, Yeboah und Chapuisat sind besser drauf.
		-- Uwe Fuchs
(im Sportstudio auf die Frage, ob die (deutsche) Nationalmannschaft
fr ihn noch ein Thema sei)
%
Ich mache nie Voraussagen und werde das auch niemals tun.
		-- Paul Gascoigne
%
Wir sind hierher gefahren und haben gesagt: Okay, wenn wir verlieren,
fahren wir wieder nach Hause.
		-- Marco Rehmer
%
Ich wei auch nicht, wo bei uns der Wurm hngt.
		-- Fabrizio Hayer
%
Entweder ich gehe links vorbei, oder ich gehe rechts vorbei.
		-- Ludwig Kgl
%
Seither bemhe ich mich, bei jeder leichten Berhrung, bei jedem
Zusammensto, bei jedem Foul im Gegner zuerst den Menschen zu sehen.
		-- Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston) 
%
Es ist mir vllig egal, was es wird. Hauptsache, er ist gesund.
		-- Mehmet Scholl (als werdender Vater)
%
Ein Drittel mehr Geld? Nee, ich will mindestens ein Viertel.
		-- Horst Szymaniak
%
In der ersten Liga die Balle zu halten find ich total geil. Da geht
mir voll einer bei ab.
		-- Klaus Thomforde
%
Am Montag nehme ich mir vor, zur nchsten Partie zehn Spieler
auszuwechseln.  Am Dienstag sind es sieben oder acht, am Donnerstag
noch vier Spieler. Wenn es dann Samstag wird, stelle ich fest, da
ich doch wieder dieselben elf Scheikerle einsetzen mu wie in der
Vorwoche.
		-- John Toshack (als Trainer von Real Madrid)
%
Konzepte sind Kokolores.
		-- Erich Ribbeck
%
Grundstzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geuerten
Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, werde
ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich
berlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geuerten Meinungen der
Spieler mit in meine objektiven einflieen lassen.
		-- Erich Ribbeck
%
Vieles was darin geschrieben wurde, ist auch wahr.
		-- Werner Lorant (ber sein Buch "Eine beinharte Story")
%
Berkant Oktan ist erst siebzehn. Wenn er Glck hat, wird er nchsten
Monat achtzehn.
		-- Franz Beckenbauer
%
Ich bin immer noch am berlegen, welche Sportart meine Mannschaft an
diesem Abend ausgbt hat.  Fuball war's mit Sicherheit nicht.
		-- Franz Beckenbauer (nach einer Bayern-Niederlage) 
%
Damals hat die halbe Nation hinter dem Fernseher gestanden.
		-- Franz Beckenbauer (ber das WM-Finale 1990)
%
Die Schweden sind keine Hollnder - das hat man ganz genau gesehen.
		-- Franz Beckenbauer
%
Irgendwelche Fragen, bevor ich gehe und mich aufhnge?
		-- Bert Papon
(der Trainer von Dumfernline auf einer Pressekonferenz nach einer
0:7-Niederlage)
%
Das grte Problem beim Fuball sind die Spieler.
Wenn wir die abschaffen knnten, wre alles gut.
		-- Helmut Schulte
%
Ich wage mal eine Prognose: Es knnte so oder so ausgehen.
		-- Ron Atkinson
%
Die Eintracht ist vom Pech begnstigt.
		-- Karl-Heinz Korbel
%
Meine Mannschaft ist 15- oder 16mal ins Abseits gerannt. Das haben wir
auch die ganze Woche gebt.
		-- Manfred Krafft
%
Ich habe zwei verschiedene Halbzeiten gesehen.
		-- Volker Finke
%
Die Situation ist bedrohlich, aber nicht bedenklich.
		-- Friedhelm Funkel
%
Fuball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding.
		-- Giovanni Trappatoni
%
Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner ihn hat, mu man sich fragen:
Warum!?
Ja, warum? Und was mu man tun? Ihn sich wiederholen!
		-- Giovanni Trappatoni
%
Franz Bohmert hat versucht, Wolfgang Sidka den Abgang so schn wie
mglich zu machen.
		-- Felix Magath
%
Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger in der Abwehr, Bruce
Willis im Mittelfeld und Jean Claude van Damme im Sturm.
		-- Rainer Bonhof
(auf die Frage, wie er die verletzten Spieler zu ersetzen gedenke)
%
Wenn wir hier nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den
Rasen kaputt.
		-- Rolf Rssmann
%
Haben Sie eine Stunde Zeit?
		-- Leo Beenhakker
(auf die Frage, wie dem deutschen Fuball zu helfen sei)
%
Wenn ich den Martin Schneider weiter aufstelle, glauben die Leute am
Ende wirklich noch, ich sei schwul.
		-- Friedel Rausch
%
Den grten Fehler, den wir jetzt machen knnten, wre, die Schuld
beim Trainer zu suchen.
		-- Karl-Heinz Krbel (als Trainer von Eintracht Frankfurt) 
%
Ihr Fnf spielt jetzt vier gegen drei.
		-- Fritz Langner
%
Wrden wir jede Woche so spielen, wren unsere Leistungen nicht so
schwankend.
		-- Bryan Robson
%
Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die
Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war's
mir wurscht. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter.
		-- Max Merkel
%
Jrgen Klinsmann ist inzwischen 694 Minuten ohne Tor. Das hat vor ihm,
glaube ich, nur Sepp Maier geschafft.
		-- Harald Schmidt
%
Wie soll das denn dann heien? Ernst-Kuzorra-seine-Frau-ihr-Stadion?
		-- Johannes Rau
(zum Vorschlag, Fuballstadien nach Frauen zu benennen)
%
Bei der Fuball-WM habe ich mir sterreich gegen Kamerun
angeschaut. Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten -
und auf der anderen Seite: Kamerun!
		-- Dieter Nuhr
%
Gewinnen ist wie verlieren - nur umgekehrt.
		-- Mark Kevin Glner
%
Jemand, der auf die Innenseite einer ungeschlten Banane
Geburtstagsgre an seine Tochter schreibt, ist natrlich geistig
verwirrt.
		-- Jostein Gaarder
%
Beim Film es es wie im Leben: Man beginnt als jugendlicher Liebhaber,
dann wird man Charakterdarsteller und endet als komischer Alter.
		-- Jean Gabin
%
Hflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu
mildern.
		-- Jean Gabin
%
Wenn alle Menschen immer die Wahrheit sagten, wre das die Hlle auf
Erden.
		-- Jean Gabin
%
Fr die Mehrheit der Menschen ist Arbeit die einzige Zerstreuung, die
sie auf Dauer aushalten knnen.
		-- Dennis Gabor
%
Ich will einen Mann, der nett und verstndnisvoll ist. Ist das zuviel
verlangt von einem Millionr?
		-- Zsa Zsa Gabor
%
Ein Mann mit einem hohen Bankkonto kann gar nicht hlich sein.
		-- Zsa Zsa Gabor
%
Es gehrt Erfahrung dazu, wie eine Anfngerin zu kssen.
		-- Zsa Zsa Gabor
%
Wenn ein Mann zurckweicht, weicht er zurck. Eine Frau weicht nur
zurck, um besser Anlauf nehmen zu knnen.
		-- Zsa Zsa Gabor
%
Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen Fehler: sie
sind uninteressant.
		-- Zsa Zsa Gabor
%
POLITIK ist die Wahl zwischen dem Unheilvollen und dem Ungeniebaren.
		-- John Kenneth Galbraith
%
Erziehen heit natrliche Anlagen entwickeln.
		-- Fernando Galiani
%
Wie es Leute gibt, die Bcher wirklich studieren, und andere, die sie
nur durchblttern, gibt es Reisende, die es mit Lndern ebenso machen:
Sie studieren sie nicht, sondern blttern sie nur durch.
		-- Ferdinando Galiani
%
Die Natur ist unerbittlich und unvernderlich, und es ist ihr
gleichgltig, ob die verborgenen Grnde und Arten ihres Handelns dem
Menschen verstndlich sind oder nicht.
		-- Galileo Galilei
%
Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelst
werden will.
		-- Galileo Galilei
%
Das Buch der Natur ist mit mathematischen Symbolen geschrieben.
		-- Galileo Galilei
%
Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen.
		-- Galileo Galilei
%
und sie bewegt sich doch
		-- Galileo Galilei
%
Der Reiche hat nie das schne Gefhl, die letzte Rate zu zahlen.
		-- Peter Gall
%
Wenn Sie nicht ber die Zukunft nachdenken, knnen Sie keine haben.
Je weiter ein Ideal entfernt ist, desto schner ist es.
		-- John Galsworthy
%
Wer nicht an die Zukunft denkt, wird keine haben.
		-- John Galsworthy
%
Mit einer geballten Faust kann man keinen Hndedruck wechseln.
		-- Indira Gandhi
%
Aufpassen mu man auf Minister, die nichts ohne Geld machen knnen
und auf Minister, die alles nur mit Geld machen wollen.
		-- Indira Gandhi
%
Mein Grovater erklrte mir, da es zwei Arten von Menschen gbe:
Solche, die arbeiten und solche, die den Lohn dafr erhalten.
Er riet mir zu versuchen, in der erstgenannten Gruppe zu sein,
denn dort ist der Konkurrenzkampf geringer.
		-- Indira Gandhi
%
Wer nur das Wirkliche gelten lt - wie arm ist ein solcher Mensch in
seiner Seele!
		-- Ludwig Ganghofer
%
Ich bin von Natur aus Optimist.  Aber die Praxis hat
mich gelehrt, immer von dem schlimmsten auszugehen.
		-- Garak
%
Die Grenze zwischen einem starken Trinker und einem Sufer ist 
flieend.
		-- Burckhard Garbe
%
Konjunkturprognosen sind die erstoenen Kinder der Wettervorhersage.
		-- Karl Garbe
%
Frher war ich eitel. Heute wei ich, da ich schn bin.
		-- Garfield
%
Bei der nchsten Sintflut wird Gott nicht Wasser, sondern Papier
verwenden.
		-- Romain Gary
%
Avantgardisten sind Leute, die nicht genau wissen, wo sie hinwollen,
aber als erste da sind.
		-- Romain Gary
%
Liebt Euch und Ihr werdet glcklich sein!
		-- Paul Gauguin
%
Viele Gute Kche sind gerade dadurch verdorben worden, da sie zur
Kunst bergingen.
		-- Paul Gauguin
%
Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne
Mitwirkung von Juristen zustandegekommen sind.
		-- Charles de Gaulle
%
Ein Mdchen, das einen Soldaten heiratet, macht nie eine schlechte
Partie. Ein Soldat versteht zu kochen, kann nhen, mu gesund sein,
und das Wichtigste: Er ist unbedingt daran gewhnt, zu gehorchen.
		-- Charles de Gaulle
%
Ein Land mit 2283 verschiedenen Ksesorten kann man nicht regieren.
		-- Charles de Gaulle
%
Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzufhren, als
bestndig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals
geben wird.
		-- Charles de Gaulle
%
Abkommen sind wie Rosen und junge Mdchen. Sie halten sich, solange
sie sich halten.
		-- Charles de Gaulle
%
Es gibt keinen Frieden fr die Furchtsamen und Uneinigen.
		-- Charles de Gaulle
%
In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr, als in
einer bertrieben genauen Rechnung.
		-- Carl Friedrich Gau
%
Wenn etwas ntzlich wird, hrt es auf schn zu sein.
		-- Thophile Gautier
%
Es gibt keine Gtter, keine Teufel, keine Engel, keinen Himmel und
keine Hlle. Es existiert nur die rein materielle Welt. Die Religion
ist nichts als Mythos und Aberglaube, der die Herzen verhrtet und den
Geist versklavt.
		-- Anne Nicol Gaylor
(amerikan. Separatistin u. Mitgrnderin der 'Freedom From Religion Foundation')
%
Warum kommen (arbeitsintensiv hergestellte) technische Gerte fr die
Seeverkehrswirtschaft groenteils aus Sddeutschland, obwohl die ber
keine entsprechenden Hfen, Werften oder Schiffe verfgen?
		-- Gegenwind
%
Ihr Naturschtzer knnt euch sicher sein, da der Investor
bereits vorgesehen hat, die Bume im Zuge der Bebauung
dermaen zu schdigen, da sie freiwillig den Abgang machen.
		-- Gegenwind
%
Glaube, dem die Tr versagt,
steigt als Aberglaub' ins Fenster.
Wenn die Gtter ihr verjagt,
kommen die Gespenster.
		-- Emanuel Geibel (Vermischte Gedichte)
%
Die Zeit zum Handeln jedesmal verpassen,
nennt ihr "die Dinge sich entwickeln lassen".
Was hat sich denn entwickelt, sagt mir an,
das man zur rechten Stunde nicht getan?
		-- Emanuel Geibel (Sptherbstbltter, Sprche)
%
Der Maulwurf hrt in seinem Loch
ein Lerchenlied erklingen
und spricht: "Wie sinnlos ist es doch,
zu fliegen und zu singen"!
		-- Emanuel Geibel
%
Lorbeer ist ein bittres Blatt,
dem, der es sucht, und dem, der's hat.
		-- Emanuel Geibel
%
Liebe bleibt die gold'ne Leiter, drauf das Herz zum Himmel steigt.
		-- Emanuel Geibel
%
Nur wer verzagend das Steuer loslt, ist im Sturm verloren.
		-- Emanuel Geibel
%
Bevor die Menschheit Waffen hatte, um sich zu erschieen, hat sie sich 
mit Steinen die Kpfe eingeschlagen. Ein Grund den Umgang mit Steinen 
zu verbieten, oder vieleicht ein Grund den Kindern endlich mal 
zuzuhren?
		-- Dominick Geisler in dsz nach Amoklauf in Schule in Erfurt
%
Die Berhmtheit mancher Zeitgenossen hngt mit der Bldheit der
Bewunderer zusammen.
		-- Heinrich "Heiner" Geiler
%
Wer nicht ber die Zukunft nachdenkt, wird keine haben.
		-- Heinrich "Heiner" Geiler
%
Wenn dem Menschen am Ende seines Lebens ein Lcheln brig bleibt, so
ist das ein sehr anstndiger Reingewinn.
		-- Horst Wolfram Geiler
%
Je kleiner der Mann, desto grer die Worte.
		-- Horst Wolfram Geiler
%
Dringt durch des Aberglaubens Nacht,
Die euch zu finstern Kpfen macht.
		-- Christian Frchtegott Gellert (Der Freigeist)
%
Berhmt zu werden ist nicht schwer, man darf nur viel fr kleine
Geister schreiben.
		-- Christian Frchtegott Gellert
%
Die Laster der Mehrheit nennt man Tugenden.
		-- Jean Genet
%
Wer die Gesetze nicht kennt, bringt sich um das Vergngen, gegen Sie
zu verstoen.
		-- Jean Genet
%
Wenn Gott alles segnen wrde, worum man ihn bittet, wrde er sich,
juristisch gesehen, der Beihilfe schuldig machen.
		-- Jean Genet
%
Zynismus ist der geglckte Versuch, die Welt so zu sehen, wie sie
wirklich ist.
		-- Jean Genet
%
In der moralischen Entrstung schwingt auch immer die Besorgnis mit,
vielleicht etwas verpat zu haben.
		-- Jean Genet
%
Den Reiz des Verbotenen kann man nur kosten, wenn man es sofort tut.
Morgen ist es vielleicht schon erlaubt.
		-- Jean Genet
%
Achte fremde Standpunkte, auch wenn sie deinen nicht widersprechen!
		-- Michail M. Genin
%
Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht,
sondern im Ertragen einer Niederlage.
		-- David Lloyd George
%
Das gefhrlichste Unterfangen auf der Welt ist, einen Abgrund mit zwei
Sprngen zu berqueren.
		-- David Lloyd George
%
Frhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel
singen.
		-- Paul Gerhardt
%
Die Historiker verflschen die Vergangenheit,
Die Ideologen die Zukunft.
		-- Phillip Gerhardt
%
Der Panther

Der Panther, der Panther,
erst lag er, dann stand er,
worauf er so erschrak,
da er gleich wieder lag.

		-- Robert Gernhardt
%
Die schrfsten Kritiker der Elche waren frher selber welche.
		-- Robert Gernhardt
%
Spargel und Menschen haben ein gemeinsames Schicksal: sobald einer den
Kopf hochreckt, wird er abgestochen.
		-- Eugen Gerstenmaier
%
Wer die Jugend zu leicht macht, macht es ihr schwer.
		-- Gino Gervi
%
Wenn man kein Geld hat, dann denkt man immer an Geld. Wenn man Geld
hat, denkt man nur noch an Geld.
		-- Jean-Paul Getty
%
Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat,
denkt man nur noch an Geld.
		-- Jean-Paul Getty
%
Uneigenntzige Freundschaft gibt es nur unter Leuten gleicher
Einkommensklasse.
		-- Jean-Paul Getty
%
Wenn man einem Menschen vertrauen kann, erbrigt sich ein Vertrag.
Wenn man ihm nicht vertrauen kann, ist ein Vertrag nutzlos.
		-- Jean-Paul Getty
%
Man ist kein Milliardr, wenn man seine Millionen noch zhlen kann.
		-- Jean-Paul Getty
%
Um es im Leben zu etwas zu bringen, mu man frh aufstehen, bis in die
Nacht arbeiten - und l finden.
		-- Jean-Paul Getty
%
Reich ist man erst dann, wenn man sich in seiner Bilanz um einige
Millionen Dollar irren kann, ohne das es auffllt.
		-- Jean-Paul Getty
%
Wenn alles Geld und Grundbesitz auf der Welt gleichmig verteilt
wrde, sagen wir um 15.00 Uhr, dann gbe es um 15.30 Uhr bereits
merkliche Unterschiede in den finanziellen Verhltnissen der
Empfnger.
		-- Jean-Paul Getty
%
Fnf zerbrochene Ehen haben mich gelehrt, da eine glckliche Ehe
eines jener zahllosen Dinge ist, die kein Mensch kaufen kann, wie
viele Millionen er auch besitzen mag.
		-- Jean-Paul Getty (Wie wird man reich?)
%
Der Atheismus ist eine Form der Religion, vielleicht sogar der echten.
		-- Hans F. Geyer
%
Wind und Wellen sind immer auf der Seite des besseren Seefahrers.
		-- Edward Gibbon
%
Die Geschichte ist nicht viel mehr als eine Aufzhlung der Verbrechen,
Narrheiten und Unglcksflle der Menschheit.
		-- Edward Gibbon
%
Wind und Wellen sind immer auf der Seite des besseren Seefahrers.
		-- Edward Gibbon
%
Vom philosophischen Standpunkt aus betrachtet sind die unsittlichen
Bruche der Geistlichkeit weitaus weniger gefhrlich als ihre
Tugenden.
		-- Edward Gibbon
%
Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich
selbst. Liebe besitzt nicht, noch lsst sie sich besitzen; denn die
Liebe gengt der Liebe.
		-- Khalil Gibran
%
Man findet die Schuld bei einem anderen schneller als bei sich selbst.
		-- Wilhelm Gierig
%
Das Schpferische wirkt erhabenes Gelingen, frdernd durch Beharrlichkeit.
		-- I Ging
%
Wer seinen Willen durchsetzen will, mu leise sprechen.
		-- Jean Giraudoux
%
Man erkennt den Irrtum daran, da alle Welt ihn teilt.
		-- Jean Giraudoux
%
Was die Welt in diesem Augenblick sucht, ist viel weniger ein
Gleichgewicht als eine Sprache.
		-- Jean Giraudoux
%
An unmglichen Dingen soll man selten verzweifeln, an schweren nie.
		-- Jean Giraudoux
%
Man fhrt nicht mehr genug Selbstgesprche heutzutage. Man hat wohl
Angst, sich selbst die Meinung zu sagen.
		-- Jean Giraudoux
%
Nicht durch unsere Entdeckungen, sondern durch unsere Ahnungslosigkeit
bewegen wir uns sicher durch das Leben.
		-- Jean Giraudoux
%
Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt wie ein Jurist die
Wirklichkeit.
		-- Jean Giraudoux
%
Eine Frau wird erst an dem Tag den Mann wirklich gleichberechtigt
sein, an dem man auf einen bedeutenden Posten eine inkompetente Frau
beruft.
		-- Francoise Giroud
%
Der Politiker denkt an die nchste Wahl, der Staatsmann an die nchste
Generation.
		-- William Ewart Gladstone
%
Was gestern die Formel fr den Erfolg war, wird morgen das Rezept fr
die Niederlage sein.
		-- Arnold Glasow
%
Geld ist nicht alles. Ein Mann mit 20 Millionen kann genauso glcklich
sein wie ein Mann mit 21 Millionen.
		-- J. Gleason
%
Ich bin besonders qualifiziert fr das Amt eines Senators. Schlielich
habe ich schon dreimal die Erde auf Kosten der Steuerzahler umrundet.
		-- John Herschel Glenn
%
Alles Groe in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als
er mu.
		-- Hermann Gmeiner
%
Alles Groe in der Welt wird nur dadurch Wirklichkeit, da irgendwer
mehr tut, als er tun mte.
		-- Hermann Gmeiner
%
Wappne dich mit Standhaftigkeit gegen Unruhe und Besorgnisse
		-- Neithardt von Gneisenau
%
Der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Realitt von morgen.
		-- Robert H. Goddard
%
Das ist das Geheimnis der Propaganda; den, den die Propaganda fassen
will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtrnken, ohne da er
berhaupt merkt, da er durchtrnkt wird.
		-- Joseph Goebbels (1933)
%
In den meisten Fllen ist Glck kein Geschenkt, sordern ein Darlehen.
		-- Albrecht Goes
%
Jede Aristokratie erzieht sich ihren dritten Stand, der sie 
guillotiniert.
		-- Emil Gtt (Im Selbstgesprch)
%
Die schlechte Absicht ist immer auf den Beinen.
		-- Emil Gtt (Im Selbstgesprch)
%
Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen
Gedanken umzusetzen.
		-- Emil Gtt
%
Sinn ist wichtiger als Geld.
		-- Daniel Goeudevert
%
Was wre das Leben, htten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?
		-- Vincent Willem van Gogh
%
Mancher Mensch hat ein groes Feuer in seiner Seele, und niemand
kommt, um sich daran zu wrmen.
		-- Vincent Willem van Gogh
%
Das Groe kommt nicht allein durch Impuls zustande, sondern ist eine
Aneinanderkettung kleiner Dinge, die zu einem Ganzen vereint worden
sind.
		-- Vincent Willem van Gogh
%
Ich mache mir immer Vorwrfe, da meine Malerei nicht wert ist, was
sie kostet.
		-- Vincent Willem van Gogh
%
Es mu Menschen weltweit unmglich gemacht werden, Coca Cola zu
entfliehen.
		-- Roberto Goizueta (Motto des Vorstandsvorsitzenden)
%
Glck ist Scharfsinn fr Gelegenheiten und die Fhigkeit sie zu
nutzen.
		-- Samuel Goldwyn (eigentl. Goldfish)
%
Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent darin, mit Menschen
auszukommen, die man nicht mag.
		-- Samuel Goldwyn (eigentl. Goldfish)
%
Gott ist die aufs Lcherlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen
Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte
sich Gott erst vor 4000 Jahren den Juden und vor knapp 2000 Jahren den
Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weien Rasse
unter Vernachlssigung der Schwarzen, der Gelben und der Rothute? Auf
solche Mrchen kann ich mhelos verzichten.
		-- Claire Goll
%
Geiz lt sich nicht improvisieren.
		-- Yvan Goll
%
Die Bibel, das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit
dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und
arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein begrnden kann.
		-- Helmut Gollwitzer (ev. Theologe)
%
Selbst gebildete Frauen vertragen nicht immer andauernd gleichmiges
Glck und fhlen einen unbegreiflichen Antrieb zu Teufeleien und
Narrheiten, durch die Abwechslung ins Leben kommt.
		-- Bogumil Goltz (Zur Charakteristik und Naturgeschichte der Frauen)
%
Ein schnes, herrliches Weib, das unvermhlt bleibt, ist eine stille
und doch laute Anklage gegen alle Mnner.
		-- Bogumil Goltz
%
Frankreich ist ein unglaublich fruchbares Land.
Man st ein paar Staatsbeamte und erntet wenig spter neue Steuern.
		-- Edmond de Goncourt
%
Die Statistik ist die erste der ungenauen Wissenschaften.
		-- Edmond de Goncourt
%
Wenn es einen Gott gibt, mu der Atheismus ihm wie eine geringere
Beleidigung vorkommen als die Religion.
		-- Edmond de Goncourt
%
Je grer die Achtung vor dem Menschenleben wird, desto geringer 
wird die Achtung vor dem Tod.
		-- Edmond & Jules de Goncourt
%
Niemand in der Welt bekommt so viel dummes Zeug zu hren wie die
Bilder in einem Museum.
		-- Jules de Goncourt
%
Traue den Menschen doch etwas mehr, sie sind wohl manchmal besser als
wir meinen.
		-- S. Gontard
%
Alltag ist lediglich ein Durchschnitt von Geschehnissen.
		-- Daniel Goral
%
Wir brauchen die Demokratie wie dir Luft zum Atmen.
		-- Michail Sergejewitsch Gorbatschow
%
Wer zu spt kommt, den bestraft das Leben.
		-- Michail Sergejewitsch Gorbatschow
%
Nur wer etwas leistet, kann sich etwas leisten.
		-- Michail Sergejewitsch Gorbatschow
%
Mitrauen ist eine schlechte Rstung, die mehr hindern als schirmen
kann.
		-- George Gordon
%
Der Vatikan ist die Warze im Gesicht der Kirche.
		-- Paulus Gordon
%
Je weniger die Leute glauben, desto aberglubischer werden sie.
		-- Jeremias Gotthelf
%
Um Erfahrungen zu machen, bedarf es der Weisheit.
		-- Jeremies Gotthelf
%
Besitz ist notwendig. Aber es ist nicht notwendig, da er immer in
denselben Hnden bleibt.
		-- Rmy de Gourmont
%
Das Schlimme beim Suchen nach der Wahrheit ist, da man sie manchmal
findet.
		-- Rmy de Gourmant
%
Machen wir keine Angelegenheit aus dem, was keine ist.
		-- Gracian
%
Die eine Hlfte der Welt lacht ber die andere, und Narren sind sie
alle.
		-- Baltasar Gracian y Morales
%
Der Aphorismus will nicht Dumme gescheit, sondern Gescheite
nachdenklich machen.
		-- Sigmund Graff
%
Das Geheimnis groer Erfolge ist die Vereinfachung - der Schlssel zu
ihr ist nicht Raffinesse, sondern Naivitt.
		-- Sigmund Graff
%
Einigkeit macht stark, aber meistens auch blind.
		-- Sigmund Graff
%
Das Geld ist leider die Sache, fr die man im Leben am meisten zahlen
mu.
		-- Juliette Greco
%
Die richtigen Mnner sind entweder schon verheiratet, oder sie
arbeiten zuviel.
		-- Juliette Greco
%
Der Weg zum Himmel ist bereits ein Teil des Himmels.
		-- Sigmund Greene
%
Wer den Menschen die Hlle auf Erden bereiten will, braucht ihnen nur
alles zu erlauben.
		-- Graham Henry Greene
%
Wer verlangt, da mit offenen Karten gespeilt wird, hat gewhnlich
alle Trmpfe in der Hand.
		-- Graham Henry Greene
%
Sentimentalitt nennen wir das gefhl, das wir nicht teilen.
		-- Graham Henry Greene
%
Frher war die Famile eine Tankstelle, jetzt ist sie eine Garage.
		-- Graham Henry Greene
%
Die meisten Menschen beichten am liebsten die Snden anderer Leute.
		-- Graham Henry Greene
%
Ich habe erkannt, da Katholiken zum Bsen fhiger sind als irgendwer.
		-- Graham Henry Greene
%
Der Tag, an dem ein Mensch einsieht, er werde nie und nimmer 
alles wissen, ist ein Trauertag.
		-- Julien Green
%
Nichts macht uns lter als der Tod von Menschen, die wir als Kinder
kannten.
		-- Julien Green
%
Das Leben luft fast ab wie in Bankett: Ich bin mittlerweile leider
beim Kse angelangt, aber er schmeckt mir auch.
		-- Edvard Grieg
%
Der Intellektuelle geniet es, die Hand zu beien, die ihn ernhrt,
aber er beit sie niemals ganz ab.
		-- Thomas Griffith
%
Es gibt nichts Bestndigeres als die Unbestndigkeit.
		-- Hans Jacob Christoph von Grimmelshausen
%
Jeder Verstand ist fr ein Glck zu achten, der hhere Gewinne zuwehe
bringt.
		-- Jacob Grimm
%
Es schmeckt nichts besser, als was man selber it.
		-- Jacob Grimm
%
Ein Meinungsaustausch ist, wenn ein Beamter mit seiner Meinung zu
seinem Vorgesetzten geht und mit dessen Meinung zurckkommt.
		-- Andrej Gromyko
%
Hart im Hirn, weich in der Birne, ohne Halt, einfltig und klein.
Auf der Suche nach einem Fhrer, es ist hart, allein beschrnkt zu sein.
		-- Herbert Grnemeyer ("Die Hrte")
%
Stil ist nichts bestndiges, sondern bestndiger Wandel.
		-- Walter Gropius
%
Die Krankheit unserer heutigen Stdte und Siedlungen ist das traurige
Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedrfnisse ber
wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen.
		-- Walter Gropius
%
Es gibt Chefs, die lassen den Mitarbeiter bereits bei der
Auftragserteilung merken, da sie hundertprozentig davon berzeugt
sind, die Arbeit doch spter selbst bernehmen zu mssen.
		-- Gnther F. Gro
%
Man mu den Absichten mitrauen, auch den guten, vor allem aber den 
eigenen.
		-- Johannes Gross
%
Frei ist der Mensch, der ohne Begrndung eine Einladung ablehnen kann.
Oder: wer ohne zu krnken sagen kann, ich habe keine Lust.
		-- Johannes Gross
%
Politiker zu kaufen ist altmodisch; in der modernen Demokratie kauft
man Whler.
		-- Johannes Gross
%
Wir leben in einer Zeit, in der man bei der Wortwahl bereits zum Tter
werden kann.
		-- Alfred Groer
%
Ich kann nur Schreiben, wenn ich zornig bin.
		-- Max von der Grn
%
Fr mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wrtern
besteht.
		-- Fritz Grnbaum
%
Urlaub ist wie Fernsehen: Auf das gekonnte Abschalten kommt es an.
		-- Wolfgang Gruner
%
Es wird nicht immer dunkel sein; bald werden die Wolken schwinden und
die Sonne sich wiederfinden.
		-- Andreas Gryphius
%
Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.
		-- Andreas Gryphius
%
Der einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot.
		-- Bernhard Grzimek
%
Wer freudig ist, hat zu allen Dingen den rechten Stand.
		-- Romano Guardini
%
Wer einen Menschen bessern will, mu ihn erst einmal respektieren.
		-- Romano Guardini
%
Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug
bekommen kann.
		-- Jean Guhenno
%
Ein Kritiker ist eine Henne, die gackert, wenn andere legen.
		-- Giovanni Guareschi
%
Die Welt ist voll von Leuten, die Wasser predigen und Wein trinken.
		-- Giovanni Guareschi
%
Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit
haben sie es weitergebracht als alle anderen.
		-- Giovanni Guareschi
%
Ein Diplomat ist ein Mensch, der offen ausspricht, was er nicht denkt.
		-- Giovanni Guareschi
%
Manch einer, der vor der Versuchung flieht, hofft doch heimlich, da
sie ihn einholt.
		-- Giovanni Guareschi
%
Wer keinen Biographen findet, mu sein Leben eben selbst erfinden.
		-- Giovanni Guareschi
%
Politik besteht nicht selten darin, einen simplen Tatbestand so zu
komplizieren, da alle nach einem neuen Vereinfacher rufen.
		-- Giovanni Guareschi
%
Die Philosophen sind wie Zahnrzte, die Lcher aufbohren, ohne sie
fllen zu knnen.
		-- Giovanni Guareschi
%
Wenn man einen Menschen bessern will, mu man ihn erst einmal
respektieren.
		-- Romano Guardini
%
Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug
bekommen kann.
		-- Jean Guehenno
%
Wer irgendeine Art von Religion zur Sttze seiner Sittlichkeit bedarf,
dessen Moralitt ist nicht rein, denn diese mu ihrer Natur nach in
sich selbst bestehen.
		-- Karoline von Gnderode
%
Wahre Bildung kann zu nichts anderem anleiten, als diesem Augenblicke
voll Recht zu tun.
		-- Albert Gtersloh
%
Das Bedrfnis, geliebt zu werden, entspringt oft der Einsicht, nicht 
der Achtung wert zu sein.
		-- Kurt Guggenheim
%
Opportunisten sind Leute, die schon heute die Windrichtung von
bermorgen kennen.
		-- Sir Alec Guinnes
%
Schlechte Argumente bekmpft am besten, indem man ihre Darlegung nicht
strt.
		-- Sir Alec Guinnes
%
Nichts beschleunigt die Genesung so sehr wie regelmige
Arztrechnungen.
		-- Sir Alec Guiness
%
Das ble an den Minderwertigkeitskomplexen ist, da die falschen
Leute sie haben.
		-- Sir Alec Guiness
%
Ein Gentleman ist ein Mann, der eine Frau beschreiben kann, ohne die Hnde
zu Hilfe zu nehmen.
		-- Sir Alec Guinness
%
Bilder malen lernt man ja ganz von selbst, aber wie man Bilder 
verkauft, das sollten sie einem auf der Akademie beibringen.
		-- Olaf Gulbransson
%
Dumm ist der, der Dummes tut.
		-- Forest Gump
%
Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes.
		-- Cornelius Gustav Gurlitt
%
Wenn man Angst vor den Menschen hat, hat man vor allem Angst vor sich
selbst.
		-- Renato Guttuso
%
Bitter ist es, heute das tun zu mssen, was man gestern noch wollen
konnte.
		-- Karl Gutzkow
%
Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn
wir sie an den anderen entdeckt und gesehen haben, wie sie denen
stehen.
		-- Karl Gutzkow
%
Religion ist das als eine Lebensnotwendigkeit tief empfundene Gefhl
der Abhngigkeit.
		-- Karl Gutzkow
%
Bleiben wird von uns nur, was wir dem Allgemeinen geweiht.
		-- Karl Gutzkow (Vom Baum der Erkenntnis)
%
Willst du dir den abendlichen Frieden dieses Lebens sichern, so ruf 
deine Fahrzeuge zeitig vom hohen Meere heim! Wirf die Netze des
Erfolgs nur noch am nchsten Ufer aus!
		-- Karl Gutzkow (Vom Baum der Erkenntnis)
%
Freiheit lohnt sich nicht, wenn sie nicht die Freiheit zu irren
einschliet.
		-- Mahatma Gandhi
%
Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehrt ebenso zu unseren
Pflichten wie die Zusammenarbeit mit dem Guten.
		-- Mahatma Gandhi
%
Ich glaube an die Gewaltlosigkeit als einziges Heilmittel.
		-- Mahatma Gandhi
%
Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.
		-- Mahatma Gandhi
%
Alle unsere Streitigkeiten entstehen daraus, da einer dem anderen
seine Meinung aufzwingen will.
		-- Mahatma Gandhi
%
Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein.
		-- Mahatma Gandhi
%
Die Wahrheit ist nicht da ausschlieliche Eigentum einer einzelnen
heiligen Schrift. Die Forderung der Zeit ist nicht eine einzige
Religion, sondern die gegenseitige Achtung und Duldsamkeit der
Anhnger aller Religionen.
		-- Mahatma Gandhi
%
Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und
nicht der Bestndigkeit.
		-- Mahatma Gandhi
%
Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.
		-- Mahatma Gandhi
%
Die Welt hat genug fr jedermanns Bedrfnisse, aber nicht genug fr
jedermanns Gier.
		-- Mahatma Gandhi
%
Unter den vielen Lgenmchten, die in der Welt wirksam sind, ist die
Theologie eine der ersten.
		-- Mahatma Gandhi
%
Wer mit Gott Freund sein will, mu allein bleiben oder die ganze Welt
zu seinem Freund machen.
		-- Mahatma Gandhi
%
Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.
		-- Mahatma Gandhi
%
Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren;
und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu
verlieren.
		-- Mahatma Gandhi
%
Mitrauen ist ein Zeichen von Schwche.
		-- Mahatma Gandhi
%
Es gibt Wichtigeres im Leben, als bestndig dessen Geschwindigkeit zu
erhhen.
		-- Mahatma Gandhi
%
Fast alles, was du tust, ist letzten Endes unwichtig. Aber es ist sehr
wichtig, da du es tust.
		-- Mahatma Gandhi
%
Ein "Nein" ausgesprochen mit der tiefsten berzeugung ist besser
und grer als ein "Ja" um zu gefallen oder noch schlimmer, um
Schwierigkeiten zu umgehen.
		-- Mahatma Gandhi
%
Wasimmer du auch tust ist nicht entscheidend, doch es ist wichtig, da
Du es richtig tust.
		-- Mahatma Gandhi
%
Erst lachen sie ber Euch,
dann bekmpfen Sie Euch,
und dann siegt Ihr.
		-- Mahatma Gandhi
%
Es ist mig davon zu reden, da wir Seelen fr Gott gewinnen wollen.
Ist Gott so hilflos, da er nicht von sich aus Seelen fr sich
gewinnen knnte? Religion ist immer die persnliche Angelegenheit
jedes einzelnen.
		-- Mahatma Gandhi
%
Die Geschichte lehrt die Menschen, da die Geschichte die Menschen
nichts lehrt.
		-- Mahatma Gandhi
%
Der Mann der Wissenschaft mu stndig bemht sein, an seinen eigenen
Wahrheiten zu zweifeln.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Hartnckige bellaunigkeit ist ein allzu klares Symptom dafr, da
ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Die Kleinbrgerin: Ihre Moral besteht ausschlielich aus Warntafeln
und ihre grte Tugend in dem, was sie nicht tut.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Ich verlange nicht, da der Kleinbrger seine Moral aufgibt, ich
verlange nur, da er mir meine lt.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Der Spezialist ist in seinem winzigen Weltwinkel vortrefflich zu
Hause; aber er hat keine Ahnung vom Rest.
		-- Jos Ortega y Gasset (Aufstand)
%
Was eine Nation gro macht, sind nicht in erster Linie die groen
Mnner. Es ist das Format der Mittelmigen.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Der Zyniker, dieser Schmarotzer der Zivilisation, lebt davon, die zu
verneinen, weil er berzeugt ist, da sie ihn nicht im Stich lassen
wird.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
berraschung und Verwunderung sind der Anfang des Begreifens.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein stndiger Schiffbruch.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Was ist Gewalt anderes als Vernunft, die verzweifelt.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Alles in der Welt ist merkwrdig und wunderbar fr ein paar
wohlgeffnete Augen.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Nicht was wir gestern waren, sondern was wir morgen zusammen sein
werden, vereinigt uns zum Staat.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Alles in der Welt ist merkwrdig und wunderbar fr ein paar
wohlgeffnete Augen.
		-- Jos Ortega y Gasset
%
Das Zwangslufige hat mich immer mehr interessiert als das 
Notwendige, und es ist mir immer so vorgekommen, als knne man aus
dem, was sich tglich wiederholt, mehr Erkenntnis schpfen als aus
dem, was nie mehr wiederkehrt.
		-- Andr Gide
%
Das Geheimnis des Glcks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer
andere glcklich macht, wird glcklich.
		-- Andr Gide
%
Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Ksten
aus den Augen zu verlieren.
		-- Andr Gide
%
Der Teufel und der liebe Gott sind eins; sie verstehen einander. Wir
bemhen uns, zu glauben, alles ble auf der Welt komme vom Teufel;
aber dies geschieht nur, weil wir sonst nicht die Kraft in uns fnden,
Gott zu verzeihen. Er spielt mit uns .. Und er verlangt nach alledem
noch von uns, ihm dankbar zu sein. Dankbar fr was?
		-- Andr Gide
%
Vor allem andern trstet das Christentum; aber es gibt Seelen, die von
Natur aus glcklich sind und die Trost nicht ntig haben. Diese aber
macht das Christentum unglcklich und weiter hat es keinen Einflu auf
sie.
		-- Andr Gide
%
Die Weisheit beginnt dort, wo die Furcht Gottes aufhrt. Es gibt
keinen Fortschritt des Denkens, der nicht zunchst im Geruch des
Schdlichen, Gottlosen gestanden htte.
		-- Andr Gide
%
Das Alter hat auch gesundheitliche Vorteile: Zum Beispiel verschttet
man ziemlich viel von dem Alkohol, den man trinken mchte.
		-- Andr Gide
%
Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie
gefunden haben.
		-- Andr Gide
%
Jede Wahl enthlt ein Opfer.
		-- Andr Gide
%
Ohne den Staub, worin er aufleuchtet, wre der Sonnenstrahl nicht
sichtbar.
		-- Andr Gide
%
Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man berhaupt nicht mehr,
was man ihn gefragt hat.
		-- Andr Gide
%
Es ist ganz natrlich, da man anstt, sobald man der Strmung
nicht mehr folgt.
		-- Andr Gide
%
Ich nenne Journalismus alles, was morgen weniger interessant ist als
heute.
		-- Andr Gide
%
Vielleicht der grte Vorteil des Ruhms liegt darin, da man
ungestraft die grten Dummheiten sagen kann.
		-- Andr Gide
%
So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher
Auseinandersetzung merkt man, da man gar nicht von derselben Sache
gesprochen hat.
		-- Andr Gide
%
Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und mitrauen Sie
denen, die sie gefunden haben.
		-- Andr Gide
%
Jede neue Idee, die man vorbringt, mu auf Widerstand stoen. Der
Widerstand beweist brigens nicht, da die Idee richtig ist.
		-- Andr Gide
%
Nicht immer sind die Stillen auch die Weisen. Es gibt verschlossene
Truhen, die leer sind.
		-- Jean Giono
%
Jugend ist die Leidenschaft fr das Unntzliche.
		-- Jean Giono
%
An eine Landschaft mu man sich mit den Fen erinnern, nicht mit den
Autoreifen.
		-- Jean Giono
%
Man hat dir gesagt, du wirst mit deinem Wissen Geld verdienen. Ich
sage dir: mit deinem Wissen wirst du Freuden gewinnen; das ist viel
besser.
		-- Jean Giono
%
Nichts kann dir gehren, wenn du nicht arm bist.
		-- Jean Giono
%
Die Welt ist eine optimistische Schpfung: Alle Vgel singen in Dur.
		-- Jean Giono
%
Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen. Deshalb
erkennen wir so wenig.
		-- Jean Giono
%
Auf Seite der Freuden ist niemand gehetzt.
		-- Jean Giono
%
Die Welt ist eine optimistische Schpfung: Alle Vgel singen in Dur.
		-- Jean Giono
%
Das, was man dir vorenthlt, ist: Wind, Regen, Schnee, Sonne, Berge,
Fle und Wlder, der wahre Reichtum des Menschen. Alles ist fr dich
gemacht.
		-- Jean Giono
%
Fortschritt allein ist noch keine Leistung. Es kommt auf die Richtung
an.
		-- Jean Giono
%
Man hat dir wohl gesagt, da man im Leben Erfolg haben msse; ich
sage dir: man mu leben! Das ist der grte Erfolg auf dieser Welt.
		-- Jean Giono
%
Eigentlich lernen wir nur aus Bchern, die wir nicht beurteilen
knnen. Der Autor eines Buches, das wir beurteilen knnen, mte von
uns lernen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Gewisse Bcher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus
lerne, sondern damit man wisse, da der Verfasser etwas gewut hat.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Das gefhrlichste aller Bcher in weltgeschichtlicher Hinsicht, wenn
durchaus einmal von Gefhrlichkeit die Rede sein sollte, ist doch wohl
unstreitig die Bibel, weil wohl kein anderes Buch so viel Gutes und
Bses im Menschengeschlecht zur Entwicklung gebracht hat.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Johann Daniel Falk)
%
Ich kann berhaupt nicht begreifen, fuhr sie fort, wie man hat glauben
knnen, da Gott durch Bcher und Geschichten zu uns spreche. Wem die
Welt nicht unmittelbar erffnet, was sie fr ein Verhltnis zu ihm
hat, wem sein Herz nicht sagt, was er sich und anderen schuldig ist,
der wird es wohl schwerlich aus Bchern erfahren, die eigentlich nur
geschickt sind, unsern Irrtmern Namen zu geben.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wilhelm Meisters Lehrjahre)
%
Mephistopheles:
  Du weit wohl nicht, mein Freund, wie grob du bist?
Baccalaureus:
  Im Deutschen lgt man, wenn man hflich ist.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II)
%
Baccalaureus:
  Anmalich find' ich, da zur schlechtsten Frist
  Man etwas sein will, wo man nichts mehr ist.
  Des Menschen Leben lebt im Blut, und wo
  Bewegt das Blut sich wie im Jngling so?
  Das ist lebendig Blut in frischer Kraft,
  Das neues Leben sich aus Leben schafft.
  Da regt sich alles, da wird was getan,
  Das Schwache fllt, das Tchtige tritt heran.
  Indessen wir die halbe Welt gewonnen,
  Was habt Ihr denn getan? genickt, gesonnen,
  Getrumt, erwogen, Plan und immer Plan.
  Gewi! das Alter ist ein kaltes Fieber
  Im Frost von grillenhafter Not.
  Hat einer dreiig Jahr vorber,
  So ist er schon so gut wie tot.
  Am besten wr's, euch zeitig totzuschlagen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II)
%
Das Alter hrt sich gern, auch wenn es nichts zu sagen hat.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Ich bin der Geist, der stets verneint!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Er ist ein heller Geist und also unglubig.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wilhelm Meisters Wanderjahre III, 15)
%
Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will
herrschen, und da mu sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt
und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich
dotierte Geistlichkeit frchtet nichts mehr als die Aufklrung der
unteren Massen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Eckermann)
%
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Einer neuen Wahrheit ist nichts schdlicher als ein alter Irrtum.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Es irrt der Mensch, so lang er strebt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Irrend lernt man.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Glaubt nicht, da ich fasele, da ich dichte;
Seht hin und findet mir andre Gestalt!
Es ist die ganze Kirchengeschichte
Mischmasch von Irrtum und von Gewalt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Poetische Werke 1)
%
Auch was Geschriebnes forderst du Pedant?
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der Mensch wird in seinen verschiedenen Lebensstufen wohl ein anderer,
aber er kann nicht sagen, da er ein besserer werde, und er kann in
gewissen Dingen so gut wie in seinem zwanzigsten Jahre recht haben als
in seinem sechzigsten.
                -- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der echte Schler lernt aus dem Bekannten. Das Unbekannte entwickeln
und nhert sich dem Meister. 
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Dmonen, wei ich, wird man schwerlich los.
		-- Johann Wolfgang Goethe
%
Vernunft fngt wieder an zu sprechen und Hoffnung wieder an zu blhn;
man sehnt sich nach des Lebens Bchen, ach, nach des Lebens Quelle
hin.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Alles Gescheite ist schon gedacht worden; man mu nur versuchen, es
noch einmal zu denken.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Alles Groe und Gescheite existiert in der Minoritt Es ist nie daran
zu denken, da die Vernunft populr werde. Leidenschaften und Gefhle
mgen populr werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze
einzelner Vorzglicher sein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Welt durch Vernunft dividiert, geht nicht auf.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Summe unserer Existenz, durch Vernunft dividiert, geht niemals
rein auf, sondern immer bleibt ein wunderlicher Rest.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Zwar wei ich viel, doch mcht' ich alles wissen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust)
%
Es ist nicht genug, zu wissen; man mu auch anwenden.
Es ist nicht genug, zu wollen; man mu auch tun.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der Glaube ist nicht der Aufgang, sondern das Ende allen Wissens.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Was ich wei, kann jeder wissen. Mein Herz habe ich allein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Man meint immer, man msse alt werden, um gescheit zu sein. Im Grunde
aber hat man bei zunehmenden Jahren zu tun, sich so klug zu erhalten,
als man gewesen ist.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wir leiden alle am Leben.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das ist der Weisheit letzter Schlu: Nur der verdient sich Freiheit
wie das Leben, der tglich sie erobern mu.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Leben lehrt uns, mit uns und anderen weniger streng zu sein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wem zu glauben ist, redlicher Freund, das kann ich dir sagen: Glaube
dem Leben! Es lehrt besser als Redner und Buch.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Leben gehrt dem Lebendigen an, und wer lebt, mu auf Wechsel
gefat sein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
An der Farbe der Kleidung lt sich die Sinnesweise, an dem Schnitt
die Lebensweise des Menschen erkennen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Gegenber der Fhigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu
ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wer spt im Leben sich verstellen lernt, der hat den Schein der
Ehrlichkeit voraus.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Glck ihm gnstig sei, was ntzt's dem Stffel,
denn regnet's Brei, fehlt ihm der Lffel.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das schnste Glck des denkenden Menschen ist, das Erforschliche
erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Willkrlich handeln ist des Reichen Glck.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
An Worte lt sich trefflich glauben,
vom Wort lt sich kein Jota rauben.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der Kluge findet fast alles lcherlich.  Der Vernnftige so gut wie nichts.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Blumen sind die schnen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen
sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Gewhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hrt, es msse
sich dabei doch auch was denken lassen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I)
%
Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hren, ein gutes
Gedicht lesen, ein treffliches Gemlde sehen und, wenn es mglich zu
machen wre, einige vernnftige Worte sprechen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Unsere Wnsche sind die Vorboten der Fhigkeiten, die in uns liegen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Geht es doch unseren Vorstzen wie unseren Wnschen: Sie sehen sich
gar nicht mehr hnlich, wenn sie ausgefhrt, wenn sie erfllt sind.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Getretener Quark wird breit - nicht stark.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Ein Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr an.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Niemand wrde viel in Gesellschaften sprechen, wenn er sich bewut
wre, wie oft er die andern miversteht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Weil du die Augen offen hast, glaubst du, du siehst.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Egmont)
%
Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht fr Tugenden hlt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet: Nach den Jahren der Last
hat man die Last der Jahre.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Gesetz macht den Menschen, nicht der Mensch das Gesetz.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Tagebuch)
%
Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch
das, was sie lcherlich finden.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Menschheit steckt jetzt in einer religisen Krisis. Seit die
Menschen einsehen lernten, wieviel dummes Zeug man ihnen aufgeheftet,
und seit sie anfangen zu glauben, da die Apostel und Heiligen auch
nicht bessere Kerle als solche Bursche wie Klopstock, Lessing und wir
anderen armen Hundsftter gewesen, mu es natrlich wunderlich in den
Kpfen sich kreuzen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der Undank ist immer eine Art Schwche. Ich habe nie gesehen, da
tchtige Menschen undankbar gewesen wren.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Behandle Menschen so, als wenn sie schon so gut wren, wie Du sie
haben willst.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Menschheit wird erst glcklich sein, wenn alle Menschen
Knstlerseelen haben werden, das heit, wenn allen ihre Arbeit Freude
macht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das beste Monument des Menschen ist der Mensch.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren,
verstnden sie auch.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Konsequenz der Natur trstet schn ber die Inkonsequenz der
Menschen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Gut ist der Vorsatz, aber die Erfllung schwer.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so htte man gar keine Zeit,
sie zu bertreten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wer sich den Gesetzen nicht fgen will, mu die Gegend verlassen, wo
sie gelten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Du hltst das Evangelium, wie es steht, fr die gttliche Wahrheit.
Mich wrde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht berzeugen, da
das Wasser brennt und das Feuer lscht, da ein Weib ohne Mann gebiert
und da ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses fr
Lsterungen gegen den groen Gott und seine Offenbarung in der Natur.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Lavater, 9.8.1782)
%
... nennen sich Christen,
und unter ihrem Schafspelz
sind sie reiende Wlfe.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Vieles kann ich ertragen. Die meisten beschwerlichen Dinge duld' ich
mit ruhigem Mut, wie es ein Gott mir gebeut. Wenige sind mir jedoch
wie Gift und Schlange zuwider; viere: Rauch des Tabaks, Wanzen,
Knoblauch und das Kreuz!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Mir willst du zum Gotte machen
Solch ein Jammerbild am Holze!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
"Juden und Heiden hinaus!" so duldet der christliche Schwrmer.
"Christ und Heide verflucht!" murmelt ein jdischer Bart. "Mit den
Christen an Spie und mit den Juden ins Feuer!" Singet ein trkisches
Kind Christen und Juden zum Spott. Welcher ist der Klgste?
Entscheide! Aber sind diese Narren in deinem Palast, Gottheit, so geh
ich vorbei.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
O Freund, der Mensch ist nur ein Tor,
stellt er sich Gott als seines Gleichen vor.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Der ewige Jude)
%
Einerlei, was fr einen Begriff man mit Gott verbindet, wenn man nur
gttlich, das heit gut handelt!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Gott gibt uns Nsse, aber er beit sie nicht auf.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, da ich sie von
keinem, auer von ihm selbst, hren mchte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Es werden wohl noch zehntausend Jahre ins Land gehen, und das Mrchen
vom Jesus Christus wird immer noch dafr sorgen, da keiner so richtig
zu Verstande kommt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Du bist! du bist! sagt Lavater. Du bist!!
Du bist!! du bist!!!! du bist, Herr Jesus Christ!!!!
Er wiederholte nicht so heftig Wort und Lehre,
wenn es ganz just mit dieser Sache wre.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
(Auf Lavaters Lied eines Christen an Christus geschrieben)
%
Die Kirche hat einen guten Magen, hat ganze Lnder aufgefressen und
doch nie sich bergessen; die Kirch' allein, meine lieben Frauen, kann
ungerechtes gut verdauen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Kirche segnet den, der ihr zu Diensten fhrt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II)
%
Offen steht das Grab! Welch herrlich Wunder!
Der Herr ist auferstanden! - Wer's glaubt!
Schelmen, ihr trugt ihn ja weg.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Epigramme)
%
Ich dich ehren? Wofr?
Hast du die Schmerzen gelindert je des Beladenen?
Hast du die Trnen gestillet je des Gengstigten?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Prometheus)
%
Geheimnisse sind noch keine Wunder.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wenn ein Wunder in der Welt geschieht, geschieht's durch liebevolle,
reine Herzen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Eckermann: Es tte not, da ein zweiter Erlser kme, um den Ernst,
das Unbehagen und den ungeheuren Druck der jetzigen Zustnde uns
abzunehmen.
Goethe: Kme er, man wrde ihn zum zweiten Male kreuzigen.
%
Die Botschaft hrt ich wohl,
Allein mir fehlt der Glaube.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I, Faust)
%
Man kann die Erfahrung nicht frh genug machen, wie entbehrlich man in
der Welt ist.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wilhelm Meisters Lehrjahre)
%
Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Unsere Eigenschaften mssen wir kultivieren, nicht unsere Eigenheiten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Bedeutsame will jedermann, nur soll es nicht unbequem sein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Werk soll den Meister loben!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Allgemeine Begriffe und groer Dnkel sind immer auf dem Wege,
entsetzliches Unglck anzurichten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Vieles geht in der Welt verloren, weil man es zu geschwind fr
verloren gibt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wir mgen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine
Tag- und eine Nachtseite behalten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Es ist besser, das geringste Ding von der Welt zu tun, als eine halbe
Stunde fr gering halten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Miverstndnisse und Trgheit machen vielleicht mehr Irrungen in der
Welt als List und Bosheit.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Du bist am Ende - was du bist. Setz' dir Percken auf von Millionen
Locken, setz' deinen Fu auf ellenhohe Socken, du bleibst doch immer,
was du bist.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
In deinem Lande sei einheimisch klug, im fremden bist du nicht gewandt
genug.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Land, das die Fremden nicht beschtzt, ist zum Untergang
verurteilt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wer sichere Schritte tun will, mu sie langsam tun.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der Charakter ruht auf der Persnlichkeit, nicht auf den Talenten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Zur Resignation gehrt Charakter.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen
und auf die unsrige nicht achten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte
zugestehen will, mu man sie gut bezahlen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Ein neues Jahr hat seine Pflichten,
ein neuer Morgen ruft zur frischen Tat.
Stets wnsche ich ein frhliches Verrichten
und Mut und Kraft zur Arbeit frh und spat.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fllt es uns
ein. Wie oft knnen wie jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind,
ohne daran zu denken.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Uns rhrt die Erzhlung jeder guten Tat, uns rhrt das Anschauen jedes
harmonischen Gegenstandes; wir fhlen dabei, da wir nicht ganz in
der Fremde sind.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: sie
mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
In der Idee leben heit, das Unmgliche behandeln, als wenn es
mglich wre.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Den lieb ich, der Unmgliches begehrt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II, Manto)
%
Dem Klugen, Weitumsichtigen zeigt frwahr sich oft Unmgliches noch
als mglich.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II, Helena)
%
berall lernt man nur von dem, den man liebt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wei ich, womit du dich beschftigst, so wei ich, was aus dir
werden kann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der Wille lockt die Taten nicht herbei.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Liegt dir gestern klar und offen, wirst du heute krftig frei, kannst
auch auf ein Morgen hoffen, das nicht minder glcklich sei.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Jegliches menschliche Gebrechen shnet reine Menschlichkeit.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Alles Edle ist an sich stiller Natur uns scheint zu schlafen, bis es
durch Widerspruch geweckt und herausgefordert wird.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Den deutschen Mannen gereichts zum Ruhm,
Da sie gehat das Christentum,
Bis Herrn Karolus' leidigem Degen
Die edlen Sachsen unterlegen.
Doch haben sie lange genug gerungen,
Bis endlich die Pfaffen sie bezwungen,
Und sie sich unters Joch geduckt;
Doch haben sie immer einmal gemuckt.
Sie lagen nur im halben Schlaf,
Als Luther die Bibel verdeutscht so brav.
Sankt Paulus, wie ein Ritter derb
Erschien den Rittern minder herb.
Freiheit erwacht in jeder Brust,
Wir protestieren all mit Lust.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Manchmal sieht unser Schicksal aus wie ein Fruchtbaum im Winter. Wer
soll bei dem traurigen Ansehn desselben wohl denken, da diese
starren ste, diese zackigen Zweige im nchsten Frhjahr wieder
grnen, blhen, sodann Frchte tragen knnen?
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Den Gipfel im Auge wandeln wir gerne auf der Ebene.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Noch ist es Tag; da rhre sich der Mann! Die Nacht tritt ein, da
niemand wirken kann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Keine Vorwrfe ber Vergangenes, nun doch nicht zu nderndes! Jeder
Tag bestehe fr sich!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Was jeder Tag will, sollst du fragen, was jeder Tag will, wird er
sagen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Sterne, die begehrt man nicht, man freut sich ihrer Pracht, und
mit Entzcken blickt man auf in jeder heitern Nacht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Man denkt an das, was man verlie; was man gewohnt war, bleibt ein
Paradies.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
La das Vergangene vergangen sein!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Vergangene knnen wir nicht zurckrufen, ber die Zukunft sind wir
eher Meister, wenn wir klug und gut sind.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (An C. Schrter)
%
Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu
schaffen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Nichts ist drinnen, nichts ist drauen, Denn was innen ist, ist
auen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Bei groen Unternehmungen wie bei groen Gefahren mu der
Leichtsinn verbannt sein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen, und haben sich, eh man
es denkt, gefunden.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Natur hat weder Kern noch Schale,
Alles ist sie mit einem Male;
Doch prfe du nur allermeist,
Ob du Kern oder Schale seist!
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Sich alles gleichzumachen, ist ein groes Prinzip der Natur. Nur
verschlingt die grre Kraft die andre.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Tun interessiert, das Getane nicht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien I)
%
Das Klgste, was man tun kann, um sich Ruhe zu verschaffen, da man
gegen die andern ein wenig unvertrglich ist.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Schriften zur Kunst)
%
Hier sind wir versammelt zu lblichem Tun; drum Brderchen: Ergo
bibamus.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Nrrischste ist, da jeder glaubt, berliefern zu mssen, was man
gewut zu haben glaubt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Irrend lernt man.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Auch ist das Suchen und Irren gut, denn durch Suchen und Irren lernt
man.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Denn hher vermag sich niemand zu erheben, als wenn er vergibt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Reineke Fuchs)
%
Nichts Besseres wei ich mir an Sonn- und Feiertagen,
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Alt wird man wohl, wer aber klug?
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Keine Kunst ist's, alt zu werden; es ist Kunst, es zu ertragen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Mu ist hart, aber beim Mu kann der Mensch allein zeigen, wie's
inwendig mit ihm steht. Willkrlich leben kann jeder.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Aufmerksamkeit ist die hchste aller Fertigkeiten und Tugenden.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig, man mu sie fr fertig
erklren, wenn man nach Zeit und Umstnden das Mgliche getan hat.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Sei nicht ungeduldig, wenn man deine Argumente nicht gelten lt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Man frage nicht, ob man durchaus bereinstimme, sondern ob man in
einem Sinne verfhrt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wenn du eine weise Antwort verlangst, mut du vernnftig fragen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wenn man sich nur bewegt, andere in Bewegung bringt, so fgt sich gar
manches schn und gut.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Aber kein Genu ist vorbergehend: denn der Eindruck, den er
zurcklt, ist bleibend.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Lehrjahre)
%
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut; denn das allein unterscheidet
ihn von allen Wesen, die wir kennen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Denn worin besteht die Barbarei anders als darin, da man das
Vortreffliche nicht anerkennt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zu J. P. Eckermann)
%
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schnes
bauen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am seltensten
erstiegen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Erlaubt ist, was gefllt, Erlaubt ist, was sich ziemt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Alles, was uns begegnet, lt Spuren zurck. Alles trgt unmerklich
zu unserer Bildung bei.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Vor einer Revolution ist alles Bestreben, nachher verwandelt sich
alles in Forderung.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Sein Jahrhundert kann man nicht verndern, aber man kann sich
dagegenstellen und glckliche Wirkungen vorbereiten.-
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Lehrjahre)
%
Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den
sie erregt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Man mu etwas zu sagen haben, wenn man reden will.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Jede groe Idee, sobald sie in Erscheinung tritt, wirkt tyrannisch.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Der Patriotismus verdirbt die Geschichte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Es hrt doch jeder nur, was er versteht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknpfen nicht zu
Rande.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Den Teufel sprt das Vlkchen nie, und wenn er sie beim Kragen htte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I, Mephisto)
%
Der Witz setzt immer ein Publikum voraus. Darum kann man den Witz auch
nicht bei sich behalten. Fr sich allein ist man nicht witzig.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Hchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Das Gleiche lt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns
produktiv macht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Es bleibt einem jeden immer noch soviel Kraft, das auszufhren, wovon
er berzeugt ist.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Am Abend schtzt man erst das Haus.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I / Wagner)
%
Ein guter Abend kommt heran,
Wenn ich den ganzen Tag getan.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Lebensgenu)
%
... und die berzeugung, da kleine gemeinschaftliche Abenteuer, so
wie sie neue Bekanntschaften schneller knpfen, auch den alten gnstig
sind, wenn sie nach einigem Zwischenraum wieder erneut werden sollen ...
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Schiller, 14. Okt. 1797)
%
Die Zeit ist vorber, wo man abenteuerlich in die weite Welt rannte;
durch die Bemhungen wissenschaftlicher, weislich beschreibender,
knstlerisch nachbildender Weltumreiser sind wir berall bekannt
genug, da wir ungefhr wissen, was zu erwarten sei.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wanderjahre III)
%
Der Aberglaube ist ein Erbteil energischer, grottiger,
fortschreitender Naturen; der Unglaube das Eigentum schwacher, klein
gesinnter, zurckschreitender, auf sich selbst beschrnkter Menschen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Geschichte der Farbenlehre)
%
... eigentlich ergreift der Aberglaube nur falsche Mittel, um ein
wahres Bedrfnis zu befriedigen [...] Denn wer kann sagen, [...] da
er sich nicht neben dem ernstesten Tun und Leisten, wie mit Glauben
und Hoffnung, so auch mit Aberglauben und Wahn, Leichtsinn und
Vorurteil hinhalte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Geschichte der Farbenlehre)
%
Auch der Aberglaube profitiert vom jeweiligen Stand der Wissenschaft.
		-- Goethe
%
Der Aberglaube gehrt zum Wesen des Menschen und flchtet sich, wenn
man ihn ganz und gar zu verdrngen denkt, in die wunderlichsten Ecken
und Winkel, von wo er auf einmal, wenn er einigermaen sicher zu sein
glaubt, wieder hervortritt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens, beide erfinden eingebildete
Wesen, und zwischen dem Wirklichen, Handgreiflichen ahnen sie die
seltsamsten Beziehungen; Sympathie und Antipathie waltet hin und
her. Die Poesie befreit sich immer gar bald von solchen Fesseln, die
sie immer willkrlich anlegt; der Aberglaube dagegen lt sich
Zauberstricken vergleichen, die sich immer strker zusammenziehen, je
mehr man sich gegen sie strubt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Schriften zur Literatur)
%
Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens; deswegen schadet's dem 
Dichter nicht, aberglubisch zu sein,
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Der Aberglaube, sowie manches andre Whnen, verliert sehr leicht an
seiner Gewalt, wenn er, statt unserer Eitelkeit zu schmeicheln, ihr in
den Weg tritt und diesem zarten Wesen eine bse Stunde machen will;
wir sehen alsdann recht gut, da wir ihn loswerden knnen, sobald wir
wollen; wir entsagen ihm um so leichter, je mehr alles, was wir ihm
entziehn, zu unserm Vorteil gereicht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Dichtung und Wahrheit III)
%
Der astrologische Aberglaube ruht auf dem dunklen Gefhl eines
ungeheuren Weltganzen. Die Erfahrung spricht, da die nchsten
Gestirne einen entschiedenen Einflu auf Witterung, Vegetation
usw. haben, man darf nur stufenweise immer aufwrts steigen, und es
lt sich nicht sagen, wo diese Wirkung aufhrt. So darf der Mensch im
Vorgefhl seiner selbst nur immer etwas weiter schreiten und diese
Einwirkung aufs Sittliche, auf Glck und Unglck ausdehnen. Diesen und
hnlichen Wahn mchte ich nicht einmal Aberglauben nennen, er liegt
unserer Natur so nahe, ist so leidlich und llich als irgendein
Glaube.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Schiller)
%
Der sogannte Aberglaube beruht auf einer viel greren Tiefe und
Delikatesse als der Unglaube.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Riemer 12. Dez. 1806)
%
Ist es denn zuviel gesagt, da ein gewisser Aberglaube an dmonische
Menschen niemals aufhren, ja da zu jeder Zeit sich immer ein Lokal
finden wird, wo das problematisch Wahre, vor dem wir in der Theorie
allein Respekt haben, sich in der Ausbung mit der Lge auf das
allerbequemste begatten kann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Tag- und Jahreshefte 1805)
%
Wenn der Pbel heilige Namen ausspricht, ist's Aberglaube oder 
Lsterung.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Von deutscher Baukunst)
%
Man mu lernen, sich mit dem Leben abzufinden, um es ertragen zu
knnen und sich nicht von ihm niederschlagen zu lassen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Soret, 5. Mrz 1830)
%
Die Menschen glauben, da man sich mit ihnen abgeben msse, da man
sich mit sich selbst nicht abgibt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen 930)
%
Wie man aus Gewohnheit nach einer abgelaufenen Uhr hinsieht, als wenn
sie noch ginge, so blickt man auch wohl einer Schnen ins Gesicht, als
wenn (man) sie noch liebte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
... dieses Festhalten aber am Abgeschiedenen bringt jederzeit einen
revolutionren bergang hervor, wo das vorstrebende Neue nicht lnger
zurckzudrngen, nicht zu bndigen ist, so da es sich vom Alten
losreit, dessen Vorzge nicht anerkennen, dessen Vorteile nicht mehr
benutzen will.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Schriften zur Literatur - Klassiker und Romantiker in Italien)
%
Ein geliebtes Abgeschiedenes umarme ich weit ehe und inniger im
Grabhgel als im Denkmal.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wahlverwandtschaften II)
%
Die Abgeschiednen betracht' ich gern,
Stnd' ihr Verdienst auch noch so fern;
Doch mit den edlen lebendigen Neuen
Mag ich wetteifernd mich lieber freuen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Den Besten)
%
Die Menschen sind nicht nur zusammen, wenn sie beisammen 
sind, auch der Entfernte, der Abgeschiedene lebt in uns.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Egmont)
%
Tadeln darf man keinen Abgeschiedenen; nicht was sie gefehlt und
gelitten, sondern was sie geleistet und getan, beschftige die
Hinterbliebenen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Biographische Einzelheiten)
%
Nichts Abgeschmackters find' ich auf der Welt,
Als einen Teufel, der verzweifelt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I, Mephisto)
%
Am Ende hngen wir doch ab
Von Kreaturen, die wir machten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II, Laboratorium - Mephisto)
%
Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein,
und fr den Edlen ist kein schner Glck,
als einem Frsten, den er ehrt, zu dienen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Torquato Tasso)
%
Die groe Notwendigkeit erhebt, die kleine erniedrigt den Menschen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Riemer, Nov. 1803)
%
Freiwillige Abhngigkeit ist der schnste Zustand, und wie wre der
mglich ohne Liebe?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wahlverwandtschaften II)
%
Nun wurden wir abermals gewahr, da man, anstatt sich der
Weichlichkeit und phantastischen Vergngungen hinzugeben, wohl eher
Ursache habe, sich abzuhrten, um die unvermeidlichen bel entweder zu
ertragen oder ihnen entgegen zu wirken.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Dichtung und Wahrheit I)
%
... hrtet vielmehr, Gott sei Dank, ihre echten Kinder gegen die
Schmerzen und bel ab, die sie ihnen unablssig bereitet, so da wir
den den glcklichsten Menschen nennen knnen, der der strkste wre,
dem bel zu entgegnen, es von sich zu weisen, und ihm zum Trutz den
Gang seines Willens zu gehen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Schriften zur Kunst)
%
Und da sich gegen die Witterung abhrten eigentlich sei, seinen 
Krper allen mannigfaltigen Vernderungen mitfhlend machen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Charlotte v. Stein, 1. Mai 1777)
%
Denn alles Vornehme ist eigentlich ablehnend.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Dichtung und Wahrheit III)
%
Man spricht vergebens viel, um zu versagen;
Der andre hrt von allem nur das Nein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Iphigenie auf Tauris)
%
... ich raste nicht, bis ich einen prgnanten Punkt finde, von dem 
sich vieles ableiten lt, oder vielmehr der vieles freiwillig aus sich 
hervorbringt und mir entgegentrgt, da ich denn im Bemhen und Empfangen 
vorsichtig und treu zu Werke gehe.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre)
%
Es ist mit den Ableitungsgrnden wie mit den Einteilungsgrnden: 
sie mssen durchgehen, oder es ist gar nichts dran.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Alles, was wir treiben und tun, ist ein Abmden; wohl dem, der nicht 
mde wird!
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Alles, auch das sittlich Abnormste, bietet eine Seite dar, von wo es 
als gro erscheinen kann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu F. Weitze, 19. Aug. 1805)
%
Ein abgentigter Widerruf bringt den Verstand in Verzweiflung.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Sprche in Prosa - ber Naturwissenschaft II)
%
Es ist auch so viel besser, da man freundlich abrechnet, als da man
sich immer einander anhnlichen will, und wenn das nicht ressiert,
einander aus dem Wege geht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Charlotte v. Stein, Febr. 1789)
%
Bei der Abreise fllt einem doch immer jedes frhere Scheiden und 
auch das knftige letzte unwillkrlich in den Sinn.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Italienische Reise I, 21. Febr. 1787)
%
Sie wissen, wenn man sich zur Abreise anschickt, so finden sich am 
Ende mehr Schulden und Reste abzutun, als man denken konnte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Varnhagen v. Ense, 20. Febr. 1832)
%
Die Jugend und die schne Liebe, alles hat sein Ende.
		-- Goethe
%
Es gehrt zu den traurigsten Bedingungen, unter denen wir leiden, uns
nicht allein durch den Tod, sondern auch durch das Leben von denen
getrennt zu sehen, die wir am meisten schtzen und lieben und deren
Mitwirkung uns am besten frdern knnte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Zelter, 4. Aug. 1805)
%
Es ist unmglich, da ein alter Freund, der, lang entfernt, ein
fremdes Leben fhrte, im Augenblick, da er uns wiedersieht, sich
wieder gleich wie ehmals finden soll.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Torquato Tasso II)
%
Gar freundliche Gesellschaft leistet uns ein ferner Freund, wenn 
wir ihn glcklich wissen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Torquato Tasso IV)
%
La mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen
Und ich bin doch sonst ein Mann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Der Abschied)
%
Viele Worte frommen nicht den Scheidenden.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Elpenor)
%
Wer von der Schnen zu scheiden verdammt ist,
Fliehe mit abgewendetem Blick!
Wenn er, sie schauend, im Tiefsten entflammt ist,
Zieht sie, ach! reit sie ihn ewig zurck!
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Pandora, Epimetheus)
%
Wie trstlich ist es, einem Freunde, der auf eine kurze Zeit verreisen
will, ein klein Geschenk zu geben, sei es nur ein neuer Mantel oder
eine Waffe!
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Torquato Tasso V)
%
... hat mich die Erfahrung gelehrt, da man, besonders in 
Deutschland, vergebens Mehrere zu einer Absicht zusammenruft.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an F. L. Passow, 20. Okt. 1811)
%
In den Werken des Menschen, wie in denen der Natur, sind eigentlich 
die Absichten vorzglich der Aufmerksamkeit wert.
		-- Goethe, Maximen und Reflexionen 462
%
Kluge Leute merken die Absicht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Hermann und Dorothea)
%
Nicht jede Absicht ist offenbar, und manches Mannes Absicht ist zu 
mideuten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Egmont)
%
So fhlt man Absicht, und man ist verstimmt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Tasso II)
%
Wer aus groen Absichten fehlgreift, handelt immer lobenswrdiger, als
wer dasjenige tut, was nur kleinen Absichten gem ist. Man kann auf
dem rechten Wege irren und auf dem falschen recht gehen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Aufgeregten)
%
Das Absolute steht noch ber dem Vernnftigen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu F. v. Mller, 20. Juni 1827)
%
Vom Absoluten in theoretischem Sinne wag' ich nicht zu reden;
behaupten aber darf ich, da, wer es in der Erscheinung anerkannt und
immer im Auge behalten hat, sehr groen Gewinn davon erfahren wird.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Die Heilige Schrift redet allerdings nur von einem Menschenpaare, das
Gott am sechsten Tage erschaffen. allein die begabten Mnner, welche
das Wort Gottes aufzeichneten, das uns die Bibel berliefert, hatten
es zunchst mit ihrem auserwhlten Volke zu tun, und so wollen wir
auch diesem die Ehre seiner Abstammung von Adam keineswegs streitig
machen. Wir andern aber, sowie auch die Neger und Lapplnder, und
schlanke Menschen, die schner sind als wir alle, hatten gewi auch
andere Urvter ...
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Eckermann, 7. Okt. 1828)
%
Es ist eine eigene Sache, schon durch die Geburt auf einen erhabenen
Platz in der menschlichen Gesellschaft gesetzt zu sein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Lehrjahre)
%
Wohl dem, der seiner Vter gern gedenkt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Iphigenie I)
%
Alles abstrakte wird durch Anwendung dem Menschenverstand genhert, 
und so gelangt der Menschenverstand durch Handeln und Beobachten zur 
Abstraktion.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Man tut nicht wohl, sich allzu lange im Abstrakten aufzuhalten. Das
Esoterische schadet nur, indem es exoterisch zu werden trachtet. Leben
wird am besten durchs Lebendige belehrt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
... das den meisten Menschen Abstruse mit einer gewissen behaglichen 
Freiheit vorzutragen, wirkt immer vorteilhaft.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Ch. L. F. Schultz, 5. Sept. 1822)
%
Der Mensch ist so geneigt, sich mit dem Gemeinsten abzugeben.  Geist
und Sinne stumpfen sich so leicht gegen die Eindrcke des Schnen und
Vollkommenen ab, da man die Fhigkeit, es zu empfinden, bei sich auf
alle Weise erhalten sollte. Denn einen solchen Genu kann niemand ganz
entbehren, und nur die Ungewohntheit, etwas Gutes zu genieen, ist
Ursache, da viele Menschen schon am Albernen und Abgeschmackten, wenn
es nur neu ist, Vergngen finden.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Lehrjahre V)
%
Das absurde, mit Geschmack dargestellt, erregt Widerwillen und 
Bewunderung.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Denn bei der grten Wahrheitsliebe kommt derjenige, der vom absurden
Rechenschaft geben soll, immer ins Gedrnge: er will einen Begriff
davon berliefern, und so macht er es schon zu etwas, da es eigentlich
ein Nichts ist, welches fr etwas gehalten sein will.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Italienische Reise II, 9. April 1787)
%
Nichts schrecklicher kann den Menschen geschehn
Als das absurde verkrpert zu sehn.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien)
%
ber das absurde schreit jedermann auf und freut sich, etwas so tief
unter sich zu sehen. ber das Mittelmige erhebt man sich mit
Behaglichkeit.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Schiller, 4. Sept. 1799)
%
Was hast du uns absurd genannt!
absurd allein ist der Pedant.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien)
%
Wenn der Jngling absurd ist,
Fllt er darber in lange Pein;
Der Alte soll nicht absurd sein,
Weil das Leben ihm kurz ist.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien)
%
Abwechslung ohne Zerstreuung wre fr Lehre und Leben der schnste
Wahlspruch, wenn dieses lbliche Gleichgewicht nur so leicht zu
erhalten wre!
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wahlverwandtschaften II)
%
Macht man nicht gern eine entfernte Spazierfahrt, um einen Kaffee zu
trinken, einen Fisch zu genieen, der uns zu Hause nicht so gut
geschmeckt htte? Wir verlangen Abwechslung und fremde Gegenstnde.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wahlverwandtschaften I)
%
Der Abwesende ist eine ideale Person; die Gegenwrtigen kommen sich
einander ganz trivial vor.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Zelter, 19. Okt. 1829)
%
Die Abwesenden sind wie die Toten fern und ohne Gewalt, deswegen man
auch Gutes von ihnen reden soll.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Charlotte v. Stein, 9. Nov. 1778)
%
Denn wenn man in einer stillen Geschftigkeit fortlebt, und nur mit
dem nchsten und alltglichen zu tun hat, so verliert man die
Empfindung des Abwesenden, man kann sich kaum berreden, da im Fernen
unser Andenken noch fortwhrt, und da gewisse Tne voriger Zeit
nachklingen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Jenny v. Voigts, 21. Juni 1781)
%
Der Tod des Achill scheint mir ein herrlich tragischer Stoff..
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Schiller, 23. Dez. 1797)
%
Der Achse wird mancher Sto versetzt,
Sie rhrt sich nicht - und bricht zuletzt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien)
%
Knnten wir, ohne ngstlich zu werden, auf uns acht geben, was in
unserm komplizierten brgerlichen und geselligen Leben auf uns gnstig
oder ungnstig wirkt, und mchten wir das, was uns als Genu freilich
behaglich ist, um der beln Folgen willen unterlassen, so wrden wir
gar manche Unbequemlichkeit, die uns bei sonst gesunden Konstitutionen
oft mehr als eine Krankheit selbst qult, leicht zu entfernen wissen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Dichtung und Wahrheit II)
%
Aber man gelangt gar bald auf dem Wege der Berhmtheit zur
Geringachtung derselben.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (A. G. v. Stroganoff, 1825-1830)
%
Wir sind nur insofern zu achten, als wir zu schtzen wissen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Lehrjahre)
%
Adam [als Modell fr einen Bildhauer], der schnste Mann, so
vollkommen, wie man sich ihn nur zu denken fhig ist. Er mag die eine
Hand auf einen Spaten legen, als ein Symbol, da der Mensch berufen
sei, die Erde zu [be]bauen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Eckermann, 1830)
%
Adel ist ein Geprge, das sich durch kein Inkognito verbergen lt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Eckermann, 1832 )
%
Sie scheinen mir aus einem edlen Haus:
Sie sehen stolz und unzufrieden aus.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I)
%
Wer sich mit der Administration abgibt, ohne regierender Herr zu sein,
der mu entweder ein Philister oder ein Schelm oder ein Narr sein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Charlotte v. Stein, 1786)
%
Advokat, da heit, einer, der aus jeder Sache etwas zu machen wei?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu F. J. Frommann, 1827)
%
Ein durchgreifender Advokat in einer gerechten Sache, ein
durchdringender Mathematiker vor dem Sternenhimmel erscheinen beide
gleich gotthnlich.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Leider ruht auf dem, was Advokatenhnde berhren, so leicht ein
Fluch.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Zelter, 1803)
%
Dieweil nun Affe, Mensch und Kind
Zur Nachahmung geboren sind.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Parabel)
%
Wenn die Affen es dahin bringen knnten, Langeweile zu haben, so 
knnten sie Menschen werden.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Goethe hate die Affektation. Er sa einmal bei einer Mittagstafel
zwischen zwei Fruleins vom Lande. Das eine war sehr sthetisch, das
andere geradezu prosaisch. Das sthetische hatte ihn lange mit
nrrischen Entzckungen und sublimen Affektionen ermdet. Als eine
Ananas gegessen wurde, rief es: Ach, ach [...], so eine Ananas riecht
doch ganz gttlich! Hm. sagte Johann Wolfgang von Goethe (woher wissen Sie denn)
eigentlich, wie die Gtter riechen? Die andere fragte er darauf:
Wieviel Khe hat Ihr Vater?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu A. Oehlenschlger, 1806)
%
Wer fhlt nicht einiges Behagen beim Eintreffen einer Ahnung, selbst
einer traurigen?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Dichtung und Wahrheit)
%
Der nur verdient geheimsnisvolle Weihe,
Der ihr durch Ahnung vorzugreifen wei.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Die natrliche Tochter)
%
Ich bin nicht aberglubisch ... und gebe nichts auf diese dunklen
Anregungen [Ahnungen], insofern sie nur solche wren; aber es sind
meistenteils unbewute Erinnerungen glcklicher und unglcklicher
Folgen, die wir an eigenen oder fremden Handlungen erlebt haben.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wahlverwandtschaften)
%
Akademie ist Akademie, Bohlheim Berlin oder Paris, wo die satten
Herren sitzen, die Zhne stochern und nicht begreifen, warum kein Koch
was bereiten kann, das ihnen behage.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an F. H. Jacobi, 1774)
%
Dann gabs ein Gerede, man wei nicht wie:
Das nennt man eine Akademie.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Parabolisch)
%
Die auerordentlichen Mnner des sechzehnten und siebzehnten
Jahrhunderts waren selbst Akademien, wie Humboldt zu unserer Zeit. Als
nun das Wissen so ungeheuer berhand nahm, taten sich Privatleute
zusammen, um, was dem Einzelnen unmglich wird, vereinigt zu leisten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Jede der deutschen Akademien hat eine besondere Gestalt; denn weil in
unserem Vaterlande keine allgemeine Bildung durchdringen kann, so
beharrt jeder Ort auf seiner Art und Weise und treibt seine
charakteristischen Eigenheiten bis auf Letzte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Dichtung und Wahrheit)
%
Man klagt ber wissenschaftliche Akademien, da sie nicht frisch genug
ins Leben eingreifen; das liegt aber nicht an ihnen, sondern an der
Art, die Wissenschaft zu behandeln, berhaupt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
berall treibt man auf Akademien viel zu viel, und gar zu viel
Unntzes. Auch dehnen die einzelnen Lehrer ihre Fcher zu weit aus,
bei weitem ber die Bedrfnisse der Hrer. [...] Wer klug ist, lehnet
daher alle zerstreuende Anforderungen ab und beschrnkt sich auf ein
Fach und wird tchtig in einem.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Eckermann, 1824)
%
Was ist der Akademiker anders, als ein eingelerntes und angeeignetes
Glied einer groen Vereinigung?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Zelter, 1832)
%
Die Geschftsleute bedenken nicht, da Akten, vom lateinischen Acta
hergeleitet, so viel heit als Getanes, und da also darin keineswegs
eingeheftet werden drfe, was man tun werde oder wolle.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Zelter, 1811)
%
Doch liegt, ich darf es wohl berhren,
In Staub von Akten und Papieren
Gar wunderbare Zauberkraft,
Zu snftigen die Leidenschaft.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Nachspiel zu Ifflands Hagestolzen)
%
Es ist kein sichrer Mittel, die Welt fr Narrn zu halten, als sich
albern zu stellen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Tagebuch, 1775)
%
Betrachtet man die Alchemie berhaupt, so findet man an ihr dieselbe
Entstehung, wie wir [...] bei anderer Art Aberglauben bemerkt
haben. Es ist der Mibrauch des Echten und Wahren, ein Sprung von der
Idee, vom Mglichen, zur Wirklichkeit, eine falsche Anwendung echter
Gefhle, ein lgenhaftes Zusagen, wodurch unsern liebsten Hoffnungen
und Wnschen geschmeichelt wird.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Geschichte der Farbenlehre)
%
In deinem Nichts hoff ich das All zu finden.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust)
%
Was bin ich denn gegen das All?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wanderjahre)
%
Die Allegorie verwandelt die Erscheinung in einen Begriff, den Begriff
in ein Bild, doch so, da der Begriff im Bilde immer noch begrenzt und
vollstndig zu halten und zu haben und an demselben auszusprechen
sei.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Es ist nicht gut, da der Mensch alleine sei, und besonders nicht, da
er alleine arbeite; vielmehr bedarf er der Teilnahme und Anregung,
wenn etwas gelingen soll.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Eckermann, 1830)
%
Im Kleinen ist man nicht allein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I)
%
Man sollte nicht so lange allein bleiben, man versenkt sich in gewisse
Interessen, die den ganzen Geist einnehmen, und wenn man in die Welt,
ja zu Freunden kommt, so sieht man, da auen keine Spur vorhanden ist
von dem, was uns innerlich beschftigt, und da man sein Eigenstes
gerade am wenigsten anknpfen kann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Charlotte v. Stein, 1802)
%
Mir gb es keine grre Pein,
Wr ich im Paradies allein.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Sitz ich allein,
Wo kann ich besser sein?
Meinen Wein
Trink ich allein,
Niemand setzt mir Schranken,
Ich hab so meine Gedanken.
		-- Johann Wolfgang von Goethe
%
Man sagt immer was Dummes, wenn man was Allgemeines oder was knftig
zu Tuendes sagt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Lavater, 1777)
%
Das Allgemeine und Besondere fallen zusammen: das Besondere ist 
das Allgemeine, unter verschiedenen Bedingungen erscheinend.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Das Besondere unterliegt ewig dem Allgemeinen; das Allgemeine hat 
ewig sich dem Besondern zu fgen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Der Fehler schwacher Geister ist, da sie im Reflektieren sogleich vom
Einzelnen ins Allgemeine gehen, anstatt da man nur in der Gesamtheit
das Allgemeine suchen kann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Ich habe mich so lange ums Allgemeine bemht, bis ich einsehen 
lernte, was vorzgliche Menschen im Besondern leisten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Jeder Charakter, so eigentmlich er sein mge, und jedes
Darzustellende, vom Stein herauf bis zum Menschen, hat Allgemeinheit;
denn alles wiederholt sich, und es gibt kein Ding in der Welt, das nur
einmal da wre.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Eckermann, 1823)
%
Wer jedoch das Allgemeine zum Grund legt, wird sich nicht leicht einer
Anzahl wnschenwerter Schler zu erfreuen haben.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Tag- und Jahreshefte 1805)
%
Doch man bewirkt das Wunderbare nicht auf alltgliche Weise.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Was wir bringen)
%
Ich verwnsche das Tgliche, weil es immer absurd ist. Nur was wir
durch mgliche Anstrengung ihm bergewinnen, lt sich wohl einmal
summieren.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Allwissend bin ich nicht;
doch viel ist mir bewut.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I / Mephisto)
%
Man wrde viel Almosen geben, wenn man Augen htte zu sehen, was eine
empfangende Hand fr ein schnes Bild macht.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Alt wird man wohl, wer aber klug?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II / Mephisto)
%
Bedenkt: Der Teufel, der ist alt;
So werdet alt, ihn zu verstehn.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II / Mephisto)
%
Eben, wenn man alt ist, mu man zeigen, da man noch Lust zu leben hat.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Was wir bringen)
%
Ich wrde Sie dringender einladen, wenn ich mir nicht allzusehr bewut
wre, da wir in dem Herbst und Winter des Lebens starrer und
schroffer werden als billig ist: die Wirkung dieser Eigenschaften wird
durch guten Willen, am besten aber durch Entfernung gemildert.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Christian Schlosser, 1813)
%
Keine Kunst ist's, alt zu werden, es ist Kunst, es zu ertragen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien)
%
Man darf nur alt werden, um milder zu sein; ich sehe keinen Fehler 
begehen, den ich nicht auch begangen htte.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Mit den Jahren steigern sich die Prfungen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Wenn man alt ist, denkt man ber die weltlichen Dinge anders, als da man 
jung war.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (zu Eckermann)
%
Wenn man alt ist, mu man mehr tun, als da man jung war.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Wenn man fhlt, da man mit den Jahren vielleicht an bersicht und
Geschmack gewonnen hat, so glaubt man einigen Ersatz zu sehen, wenn
sich Energie und Flle nach und nach verlieren.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (an Carl von Knebel, 1799)
%
Wer lange lebt, hat viel erfahren,
Nichts Neues kann fr ihn
auf dieser Welt geschehn.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust II / Mephisto)
%
Der Kampf des Alten, Bestehenden, Beharrenden mit Entwicklung, Aus-
und Umbildung ist immer derselbe. Aus aller Ordnung entsteht zuletzt
Pedanterie; um diese los zu werden, zerstrt man jene, und es geht
eine Zeit hin, bis man gewahr wird, da man wieder Ordnung machen
msse.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Der Alte verliert eins der grten Menschenrechte: Er wird nicht mehr
von seinesgleichen beurteilt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Des Kindes Hoffnung ist der Jngling, des Jnglings der Mann.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Egmont)
%
Einem bejahrten Manne verdachte man, da er sich noch um junge
Frauenzimmer bemhte. "Es ist das einzige Mittel", versetzte er, "sich
zu verjngen, und das will doch jedermann."
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Immer ist der Mann ein junger Mann, der einem jungen Weibe wohl
gefllt.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Nausikaa)
%
Was Alte lustig sungen,
Das zwitschern muntre Jungen;
Was tchtige Herren taten,
Wird Knechten auch geraten;
Was einer khn geleistet,
Gar mancher sich erdreistet.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien)
%
Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern,
Und hte mich, mit ihm zu brechen.
Es ist gar hbsch von einem groen Herrn,
So menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I)
%
Wie aber den Frauen der Augenblick, wo ihre bisher unbestrittene
Schnheit zweifelhaft werden will, hchst peinlich ist, so wird den
Mnnern in gewissen Jahren, obgleich noch in vlligem Vigor, das
leiseste Gefhl einer unzulnglichen Kraft uerst unangenehm.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Wanderjahre)
%
Zahnreihen aber, junge, neidlos anzusehn,
Das ist die grte Prfung mein, des Alten.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Zahme Xenien)
%
Verlang ich Rat von einem alten Weibe?
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Faust I / Faust)
%
Man schont die Alten, wie man die Kinder schont.
		-- Johann Wolfgang von Goethe (Maximen und Reflexionen)
%
Einen Gescheiten kann man berzeugen.
Einen Dummen mu man berreden.
		-- Curt Goetz
%
Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, da er hauptschlich
von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.
		-- Curt Goetz
%
Wenn die Fahnen fliegen ist der Verstand in der Trompete.
		-- Curt Goetz
%
Frauen sind das beste in dieser Art.
		-- Curt Goetz
%
Bei Frauen trgt oft aller Schein - nur der Geburtsschein nicht.
		-- Curt Goetz
%
Die einzige Frau, die einen Nerzpelz wirklich ntig hat, ist das
Nerz-Weibchen.
		-- Curt Goetz
%
Die Frau ist wie ein Lschblatt. Sie nimmt alles auf - und gibt es
verkehrt wieder.
		-- Curt Goetz
%
Die meisten Differenzen in der Ehe beginnen damit, da eine Frau
zuviel redet und ein Mann zuwenig zuhrt.
		-- Curt Goetz
%
Armut ist keine Schande - Reichtum auch nicht.
		-- Curt Goetz
%
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es
erspart.
		-- Curt Goetz
%
Der Kluge rgert sich ber die Dummheiten, die er machte, der Weise
belchelt sie.
		-- Curt Goetz
%
Um Geld verachten zu knnen, mu man es haben.
		-- Curt Goetz
%
Wer etwas Rechtes tut, ist niemals ohne Hoffnung.
		-- Curt Goetz
%
Nicht, wie glcklich man lebt, ist entscheidend, sondern wie
beglckend.
		-- Curt Goetz
%
Idealismus ist die Fhigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein
knnten, wenn sie nicht so wren, wie sie sind.
		-- Curt Goetz
%
Mit Problemen, die man nicht lsen kann, mu man zu leben versuchen,
so gut es eben geht.
		-- Curt Goetz
%
Eine Gelegenheit, den Mund zu halten, sollte man nie vorbergehen
lassen.
		-- Curt Goetz
%
Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch
dafr sorgen, da die Dinge so kommen, wie man sie nehmen mchte.
		-- Curt Goetz
%
Humor ist nicht erlernbar. Neben Geist und Witz setzt er vor allem ein
groes Ma an Herzensgte voraus, an Geduld, Nachsicht und
Menschenliebe.
		-- Curt Goetz
%
rgern ist Energieverschwendung.
		-- Curt Goetz
%
Talent ist der Glaube an sich selbst, an die eigene Kraft.
		-- Maxim Gorkij
%
Dieser Glaube aus Gewohnheit ist eine der traurigsten und
verderblichsten Erscheinungen unseres Lebens; im Bereich dieses
Glaubens wchst alles Neue, wie im Schatten einer steinernen Mauer,
langsam, verbogen und saftlos empor...
		-- Maxim Gorkij
%
Bisweilen macht es Freude, einen Menschen dadurch in Erstaunen zu
versetzen, da man ihm nicht hnelt und anders denkt als er.
		-- Maxim Gorkij
%
Der Kleinbrger ist der, der sich selbst allen anderen vorzieht.
		-- Maxim Gorkij
%
Die Dichter bauen Luftschlsser, die Leser bewohnen sie, und die
Verleger kassieren die Miete.
		-- Maxim Gorkij
%
Nach manchen Gesprchen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu
streicheln, einen Affen zuzulcheln und vor einem Elefanten den Hut zu
ziehen.
		-- Maxim Gorkij
%
Angst ist fr die Seele ebenso gesund wie ein Bad fr den Krper.
		-- Maxim Gorkij
%
Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.
		-- Maxim Gorkij
%
Eigentlich sollte man einen Menschen nicht bemitleiden, besser ist es,
ihm zu helfen.
		-- Maxim Gorkij
%
Oft zeigt die Lge deutlicher als die Wahrheit, was in einem Menschen
vorgeht.
		-- Maxim Gorkij
%
Heiraten heit fr eine Frau so viel wie im WInter ins Wasser
springen: hat Sie's einmal getan - Dann denkt sie ihr Lebtag daran.
		-- Maxim Gorkij
%
Wir irren geschftig umher, suchen nach einem bequemen Pltzchen im
Leben.
		-- Maxim Gorkij
%
Wir tun nichts und reden entsetzlich viel.
		-- Maxim Gorkij
%
Der Mensch kann den Menschen zum Guten fhren, ganz einfach.
		-- Maxim Gorkij
%
Nach manchen Gesprchen mit einem Menschen hat man das Verlangen,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem
Elefanten den Hut zu ziehen.
		-- Maxim Gorkij
%
Bisweilen macht es Freude, einen Menschen dadurch in Erstaunen zu
setzen, da man ihm nicht hnelt und anders denkt als er.
		-- Maxim Gorkij
%
Die erotische Bedeutsamkeit des Automobils wird offenbar, wenn man
darauf achtet, wie viele groe und elegante Wagen von hlichen Leuten
gefahren werden.
		-- Sigmund Graff
%
Fast jede Frau ist schn, wenn sie Charme hat. Fast jede Frau hat
Charme, wenn sie Scham hat.
		-- Sigmund Graff
%
Der Aphorismus will nicht Dumme gescheit, sondern Gescheite
nachdenklich machen.
		-- Sigmund Graff
%
Dummheit ntzt hufiger als sie schadet. Darum pflegen sich die
allerschlausten dumm zu stellen.
		-- Sigmund Graff
%
Jede Verbesserung ist ein Fortschritt, aber nicht jeder Fortschritt
eine Verbesserung.
		-- Sigmund Graff
%
Humor ist selbstgekelterte seelische Widerstandskraft.
		-- Sigmund Graff
%
Das Milichste am Karneval ist, da er im Kalender steht, d.h.
abgejubelt werden mu.
		-- Sigmund Graff
%
Der Karneval ist der (stets miglckte) Versuch des Spieers, das
Unerlaubte in seine Moral einzubeziehen.
		-- Sigmund Graff
%
Zu den wichtigsten Geschlechtsorganen gehrt unsere Phantasie.
		-- Sigmund Graff
%
Eine Frau, die ihr 'Nein' begrndet, hat es bereits halb
zurckgenommen.
		-- Sigmund Graff
%
Eine der erstaunlichsten Erscheinungen ist, da man sich einbildet,
von abhngigen Menschen unabhngige Meinungen erwarten zu drfen.
		-- Sigmund Graff
%
Das Beste und das Schnste einer Reise wird daheim erlebt: Teils
vorher, teils nachher.
		-- Sigmund Graff
%
Gebildet ist, wer Parallelen zu sehen vermag. Dummkpfe sehen immer
wieder etwas ganz Neues.
		-- Sigmund Graff
%
Zu guten Beziehungen gelangt man am schnellsten, wenn man den Eindruck
erweckt, sie zu besitzen.
		-- Sigmund Graff
%
Der Charme hat seinen Sitz in der Seele.
		-- Sigmund Graff
%
Wie wir von manchen Menschen verkannt werden, beweisen uns nicht
selten ihre Geschenke.
		-- Sigmund Graff
%
Der Verstand und die Fhigkeit, ihn zu gebrauchen, sind zwei
verschiedene Gaben.
		-- Franz Grillparzer
%
Die Ungebildeten haben das Unglck, das Schwere nicht zu verstehen,
dagegen verstehen die Gebildeten hufig das Leichte nicht, was ein
noch viel greres Unglck ist.
		-- Franz Grillparzer
%
Die Frmmelei des einen Teils der vornehmen Weiber fliet aus
derselben Quelle wie die Koketterie des anderen Teils: Miggang und
Langeweile. Sie vertrdeln den Tag an der geistlichen Toilette wie die
anderen an den leiblichen. Der Beichtvater ist ihr Marchande des
modes, die Beichte ihr Ankleidspiegel, Kirchgnge sind ihre
Rendezvous, Ha und Verfolgung Andersdenkender ihre depits amoureux.
		-- Franz Grillparzer (Aphorismen)
%
Die Irreligisen sind religiser, als sie es selbst wissen, und die
religisen sind's weniger, als sie meinen.
		-- Franz Grillparzer
%
Der Unglubige glaubt mehr, als er meint,
der Glub'ge weniger, als ihm scheint.
		-- Franz Grillparzer (Glaube)
%
Seit man nicht mehr in die Kirche geht, ist das Theater der einzige
ffentliche Gottesdienst, sowie die Literatur die Privatandacht.
		-- Franz Grillparzer (Aphorismen)
%
Wenn die Menschen von Gott reden, so kommen sie mir vor wie
Lichtenbergs Kahlenberger Bauern, die, wenn ein Messer fehlt, dafr
ein Stck Holz in die Scheide stecken, damit diese nicht leer sei.
		-- Franz Grillparzer (Studien zur Philosophie und Religion)
%
Am lautesten singen immer die, die falsch singen.
		-- Franz Grillparzer
%
Gold schenkt die Eitelkeit, der rauhe Stolz, die Freundschaft und die
Liebe schenkt Blumen.
		-- Franz Grillparzer
%
Was ist der Erde Glck? - Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? - Ein
Traum!
		-- Franz Grillparzer
%
Was verworren war, wird helle, was geheim, ist's frder nicht; die
Erleuchtung wird zur Wrme, und die Wrme, sie ist Licht.
		-- Franz Grillparzer
%
Moral ein Maulkorb fr den Willen, Logik ein Steigriemen fr den
Geist.
		-- Franz Grillparzer
%
Man sage nicht: Das Schwerste sei die Tat. Das Schwerste dieser Welt
ist der Entschlu.
		-- Franz Grillparzer
%
Wir sind Kinder unserer Taten.
		-- Franz Grillparzer
%
Doch vergi es nicht: Die Trume, sie erschaffen nicht die Wnsche,
die vorhandenen wecken sie.
		-- Franz Grillparzer
%
Das ist der im Leben schdlichste Stolz, der nicht aus eigener
Wertschtzung, sondern aus fremder Geringschtzung hervorgeht.
		-- Franz Grillparzer
%
Ach, ich fhl es wohl, wir scheiden kaum so schwer von wahren Freuden
als von einem schnen Traum.
		-- Franz Grillparzer
%
Willst du die Bescheidenheit des Bescheidenen prfen, so forsche
nicht, ob er Beifall verschmht, sondern ob er den Tadel ertrgt.
		-- Franz Grillparzer
%
Jeder Irrtum hat drei Stufen: Auf der ersten wird er ins Leben
gerufen, auf der zweiten will man ihn nicht eingestehen, auf der
dritten macht nichts ihn ungeschehen.
		-- Franz Grillparzer
%
Zugleich bedenk' ich wirklich, da heilsam feste Ntigung der Abschlu
von jedem irdisch wanken, wirren Tun. Du whltest ewig unter
Mglichkeiten, wr' nicht die Wirklichkeit als Grenzstein hingesetzt.
		-- Franz Grillparzer (Des Meeres und der Liebe Wellen)
%
Lieben! Hassen! Gibt es kein Drittes mehr? Du warst mir wert und bist
es noch und wirst mir's immer sein, gleich einem lieben Reis'
genossen, den auf kurzer berfahrt des Zufalls Laune in unsern Nachen
fhrte, bis das Ziel erreicht und scheidend jeder wandelt seinen
Pfad.
		-- Franz Grillparzer (Sappho)
%
Vielleicht wurde das Kssen erfunden, um sich gegenseitig den Mund zu
verschlieen.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Es bleibt der Gipfel der Liebeskunst, eine schne Frau in die Arme zu
nehmen, ohne ihr in die Hnde zu fallen.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Liebe ist Anregung fr das Herz unter gleichzeitiger Lokalansthesie
des Verstandes.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Die Liebe ist eine Gemtskrankheit, die durch die Ehe oft schnell
geheilt werden kann.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Wenn man sich auch wnscht, tugendhaft zu bleiben, stellt man eines
Tages fest, da die wirklich glcklichen Augenblicke jene gewesen
sind, die man der Snde gewidmet hat.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Wenn man die Frauen verstehen wrde, ginge ihr Zauber verloren.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Unsere Weisheit kommt aus unserer Erfahrung. Unsere Erfahrung kommt
aus unseren Dummheiten.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Der Weg zum Erfolg wre krzer, wenn es unterwegs nicht so viele
reizvolle Aufenthalte gbe.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Ich bin mit der Vorstellung aufgewachsen, da Spielen synonym mit
Arbeiten ist.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Das Fatale am Paradies ist, da man es nur im Leichenwagen erreichen
kann.
		-- Sacha Guitry (eig. Alexandre Pierre Georges)
%
Die groe Kunst in der Ehe besteht darin, Recht zu behalten, ohne den
anderen ins Unrecht zu setzen.
		-- Kte Haak
%
Ich will die besonderen Eigenarten der verschiedenen Tage,
Jahreszeiten und Lebensabschnitte kennenlernen und mit ihnen
Freundschaft schlieen.
		-- Rainer Haak
%
Wenn man lange genug gelebt hat, erkennt man, da es am Ende doch
nicht auf den Himmel, sondern auf die Menschen ankommt.
		-- Hans Habe
%
Viele Menschen fliehen in die Diktatur, weil es guter Nerven bedarf,
die Demokratie zu ertragen.
		-- Hans Habe
%
Man mu der Idee der Gewalt die Gewalt der Idee entgegensetzen.
		-- Hans Habe
%
Die Bescheidenheit erhlt sich von dem, das sie nicht hat.
		-- Elfriede Habl
%
Wnsche sind die beachtlichsten Brckenbauer und die mutigsten
Begeher.
		-- Elfriede Habl
%
Gedanken, die viele erreichen, durchschreiten vorerst den Alleingang.
		-- Elfriede Habl
%
Verbindlichkeit ist der menschliche Anspruch an die Verllichkeit.
		-- Elfriede Habl
%
Man mag Menschen, die der Seele Nahrung zukommen lassen.
		-- Elfriede Habl
%
Nicht die Welt macht diese Menschen, sondern diese Menschen machen die
Welt.
		-- Elfriede Habl
%
Diktaturen haben niemals ein Problem gelst. Sie haben es nur
verschwinden lassen.
		-- Franz Josef Otto von Habsburg
%
Wenn ein Privatbetrieb so wie die EG strukturiert wre, wre er nach
zwei Jahren bankrott.
		-- Franz Josef Otto von Habsburg
%
Je weiter wir die Grenzen der Freiheit nach Osten verschieben, desto
sicherer wird die Mitte.
		-- Otto von Habsburg
%
Terroristen haben kein Gewissen, da sie glauben, das Gewisse zu sein.
		-- Friedrich Hacker
%
Die grten Gaukler der Weltgeschichte.
		-- Ernst Haeckel (ber die Pbste)
%
Gesetzt den Fall, du bist entsetzt, weil irgendjemand dich nicht
schtzt, dann lasse ohne viel Intrigen von nun an links statt rechts
ihn liegen.
		-- H. Haecker
%
Merk auf deine eignen Taten; denn am Ende erntet jeder nur die Frchte
eigner Saaten.
		-- Hafis
%
Dummheit ist keine Alterserscheinung.
		-- Ernst Hagen
%
Mann, bin ich belesen, ey.
		-- Nina Hagen
%
Fast jeder Mensch hat Vorzge, wenn man ihn bei der richtigen
Beleuchtung betrachtet.
		-- Max Halbe
%
Nicht die Groen werden die kleinen fressen, sondern die Schnellen die
Langsamen.
		-- Heinz Peter Halek
%
Bildung ist das, was brigt bliebt, wenn wir vergessen, was wir
gelernt haben.
		-- Edward Frederick Lindley Wood Halifax
%
Viele Politiker glnzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
		-- Armin Halle
%
Ja, ich wei, ich bin stark, doch ich wr' so gern schwach.
		-- Hanne Haller
%
Wahlbetrug: verbotene Beeinflussung des Wahlergebnisses nach der Wahl.
Gegensatz: Wahlversprechen
		-- Rolf Haller
%
Die CDU hat derartig viel Geld, das hat sich gewaschen.
		-- Dieter Hallervorden
%
Wenn ein Jurist in den Raum tritt, mu es einige Grade klter werden.
		-- Walter Hallstein
%
Wer ein Richter der Menschen sein will, mu selbst ein Mensch werden.
		-- Johann Georg Hamann
%
Wenn der Mensch zu seinem Leide von heute nicht immer auch sein Leid
von gestern und morgen hinzurechnete, so wre jedes Schicksal ertrglich.
		-- Robert Hamerling
%
Die Vorliebe der Mnner fr Vollbrte hngt mit der Emanzipierung der
Frau zusammen. Denn beim Vollbart kommt auch die emanzipierteste Frau
nicht mit.
		-- George Hamilton
%
Miachtung fr deine Mitmenschen hindert dich nicht, bei fortwhrender
Selbstachtung nach ihrer Achtung zu streben.
		-- Dag Hammarskjld (Zeichen am Weg)
%
Dem Verganenen Danke, dem kommenden JA.
		-- Dag Hammarskjld
%
Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt fhrt: Nur wer weit
blickt, findet sich zurecht.
		-- Dag Hammarskjld
%
Ich wohne am liebsten im Walde, das ist meine Freude. Hier in meiner
Einsamkeit schadet es niemand, da ich bin, wie ich bin; aber wenn
ich mit anderen zusammenkomme, mu ich alle meine Mhe anwenden, um
zu sein, wie ich sollte.
		-- Knut Hamsum
%
Ein Zufall, der Gutes bringt, wird als Vorsehung angesehen,
ein Zufall jedoch, der bse ausgeht, ist Schicksal.
		-- Knut Hamsun
%
Es ist lcherlich, wenn jemand darum kmpft ein Mensch zu werden,
denn die Affen haben das schon vor etwa einer Million Jahren geschafft.
Man sollte lieber darum kmpfen, ein Papagei oder hnliches zu werden.
		-- Jack Handley, The New Mexican, 1988.
%
Professoren, Huren und Tnzerinnen kann man berall fr Geld haben.
Sie gehen dorthin, wo man ihnen einige Groschen mehr bietet.
		-- Ernst August von Hannover
%
Man stattet den Dank eigentlich deshalb ab, um die Dankbarkeit
loszuwerden.
		-- Eduard von Hartmann
%
Angenommen Du wrdest Dich in einer Situation befinden, in der Du
entweder einen ertrinkenden Mann retten knntest oder ein
Pulitzerpreis verdchtiges Foto seines Untergangs schieen
knntest.  Welche Blende und Verschluzeit wrdest Du whlen?
		-- Paul Harvey
%
Behauptungen sind keine Beweise, auch nicht, wenn sie lautstark
wiederholt werden.
		-- Rolf Hasenclever
%
Wer den Standpunkt des anderen nicht kennt, kann leicht an ihm
vorbeireden.
		-- Rolf Hasenclever
%
Angst ist lebenswichtig, denn sie mahnt zur Vorsicht; Vorsicht aber
ist ein Zeichen von Klugheit.
		-- Rolf Hasenclever
%
Halte Abstand - und du behlst die bersicht.
		-- Rolf Hasenclever
%
Angst mahnt zur Vorsicht. Vorsichtige leben lnger.
		-- Rolf Hasenclever
%
Wer nichts tut, kann nichts verndern.
		-- Rolf Hasenclever
%
Erfolg bei Frauen ist oft der Anlass bler Nachrede.
		-- Walter Hasenclever
%
Wer dem Sirenengesang der Werbung widersteht, ist mndiger Brger. Und
gefhrdet Arbeitspltze.
		-- Oliver Hassencamp
%
Wer lgt, hat die Wahrheit immerhin gedacht.
		-- Oliver Hassencamp
%
Wer ein Theater fllen will, bedient sich der Dramaturgie. Um es zu
leeren gengt Ideologie.
		-- Oliver Hassencamp
%
Umgangsformen sind Formen, die zunehmend umgangen werden.
		-- Oliver Hassencamp
%
Was der Bauer nicht kennt, das frit er nicht. Wrde der Stdter
kennen, was er frit, er wrde umgehend Bauer werden.
		-- Oliver Hassencamp
%
Seine eigene Dummheit zu erkennen mag schmerzlich sein. Keinesfalls
aber eine Dummheit.
		-- Oliver Hassencamp
%
Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten,
sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
		-- Oliver Hassencamp
%
Quiz fr Prominente: Nach einem Interview die Stze suchen, die man
tatschlich gesagt hat.
		-- Oliver Hassencamp
%
Bei den wenigsten Gefngnissen sieht man die Gitter.
		-- Oliver Hassencamp
%
Kaum gedacht, kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht.
		-- Wilhelm Hauff
%
Der Umgang mit schlechten Bchern ist oft gefhrlicher als mit
schlechten Menschen.
		-- Wilhelm Hauff
%
Fr alle fleht der Priester himmelan,
Fr alle streitet der Soldat,
Und alle nhrt der Ackersmann;
Doch alle frit der Advokat.
		-- Johann Christian Friedrich Haug (Epigrammatische Spiele)
%
Europa: Die Zehn Gebote haben 279 Wrter, die amerikanische
Unabhngigkeitserklrung hat 300 Wrter. Die EU-Verordnung zur
Einfuhr von Karamelbonbons hat 25911 Wrter
		-- Bodo H. Hauser in "Noch Fragen Kienzle? Ja, Hauser"
%
Die ffentliche Meinung ist eine von der Presse hochgespielte
Seifenblase.
		-- Enzio Hauser
%
Ohne Faulheit kein Fortschritt! Weil der Mensch zu faul war zu rudern,
erfand er das Dampfschiff; weil er zu faul war, zu Fu zu gehen,
erfand er das Auto; weil er zu faul war, abends die Augen zuzumachen,
erfand er das Fernsehen.
		-- Manfred Hausmann
%
Ohne Faulheit kein Fortschritt! Weil der Mensch zu faul war, zu
rudern, erfand er das Dampfschiff; weil er zu faul war, zu Fu zu
gehen, erfand er das Auto; weil er zu faul war, abends die Augen
zuzumachen, erfand er das Fernsehen
		-- Manfred Hausmann
%
Das Werk sollte immer ein wenig schlauer sein als der Autor.
		-- Vaclav Havel
%
Hoffnung ist nicht einfach Optimismus. Es ist nicht der Glaube, da
etwas gut ausgehen wird. Es ist die berzeugung, da etwas Sinn
macht, ganz gleich wie es ausgeht.
		-- Vaclav Havel
%
Freiheit kann auch die Freiheit des aufgeknpften Hemdes vor der
Hinrichtung bedeuten.
		-- Vaclav Havel
%
Die Annahme, das Universum she in jede Richtung gleich aus, ist in
der Realitt offensichtlich nicht wahr.
		-- Stephen Hawking
%
Jede mathematische Formel in einem Buch halbiert die Verkaufszahl
dieses Buches.
		-- Stephen Hawking
%
Klage nicht so sehr ber einen kleinen Schmerz; das Schicksal knnte
ihn durch einen greren heilen.
		-- Johann Peter Hebel
%
Fr ein paar Groschen kann man viel Freundlichkeit und guten Willen
kaufen.
		-- Johann Peter Hebel
%
Man ist nie geneigter, Unrecht zu tun, als wenn man Unrecht hat.
		-- Johann Peter Hebel
%
Gebrauche nie ein hartes Wort, wo ein glimpfliches seine Dienste tut.
		-- Johann Peter Hebel
%
Fr ein paar Groschen kann man viel Freundlichkeit und guten Willen
kaufen.
		-- Johann Peter Hebel
%
Das Vorurteil ist ein Flo, an das sich der schiffbrchige Geist
klammert und ins Sichere rudert.
		-- Ben Hecht
%
Ein Kompliment ist die charmante Vergrerung einer kleinen Wahrheit.
		-- Johannes Heesters
%
Jeder Mensch hat eine Welt (die ganze Welt) in sich; er ist in dieser
Einfachheit ein Abgrund, der eine unendliche Menge in sich schliet.
		-- Georg Wilhelm Friedrich Hegel
%
Was vernnftig ist, das ist wirklich; und was wirklich ist, das ist
unvernnftig.
		-- Georg Wilhelm Friedrich Hegel
%
Der Staat an und fr sich ist das sittlichste Ganze, die
Verwirklichung der Freiheit; und es ist absoluter Zweck der Vernunft,
das die Freiheit wirklich sei.
		-- Georg Wilhelm Friedrich Hegel
%
Wer etwas Groes will, der mu sich zu beschrnken wissen, wer
dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu
nichts.
		-- Georg Wilhelm Friedrich Hegel
%
Sicherheit ist das Irrlicht, dem Wnschende nachjagen.
		-- Walter Heiby
%
Sicherheit ist das Irrlicht, dem Wnschende nachjagen.
		-- Walter Heiby
%
Begeisterung ist Glaube, der Feuer gefangen hat.
		-- Walter Heiby
%
Vielleicht liegt Sicherheit im Tod; aber im Leben gibt es keine.
		-- Walter Heiby
%
Sicherheit ist das Irrlicht, dem Wnschende nachjagen.
		-- Walter Heiby
%
Als die Pest in Florenz wtete, erlagen ihr auch smtliche rzte in
der Stadt. Als der letzte Arzt dahingerafft war, entschwand die
Seuche.
		-- Prof. Heierman
%
Ja, das Christentum ist durch unshnbare Verbrechen geschndet worden,
die sich in dieser Form und Ausdehnung in keiner der anderen hohen
Religionen nachweisen lassen. Weder der Islam noch der Buddhismus,
noch der Hinduismus haben auch nur entfernt so viele Menschen um ihren
Glaubens willen gettet wie die christlichen Kirchen.
		-- Friedrich Heiler (Religionswissenschaftler)
%
Die meisten Meinungen kommen zustande, indem man vergit, wo man sie
gehrt oder gelesen hat.
		-- Moritz Heimann
%
%
Vertrauen ist kein Urteil, sondern eine Kraft.
		-- Walter Heimann
%
Wer Herz und Verstand nhren will, fr den gibt es nichts Besseres als
Bcher.
		-- Ernst Heimeran
%
Der Weg zur Weisheit?  Er ist geradlinig und einfach auszudrcken:
  Irren
  und irren
  und nochmals irren
  doch weniger
  und weniger
  und immer weniger.
		-- Piet Hein
%
Alles Groe besteht aus kleinem. Wer von kleinem nicht Besitz nimmt,
kann das Groe nie erwerben.
		-- Hans Jakob Wilhelm Heinse
%
Der Mensch fr sich allein, berhaupt jedes Wesen abgesondert, ist 
unglcklich.
		-- Wilhelm Heinse
%
Der Umsturz alles Bestehenden wird in der Naturwissenschaft nur von
unkritischen Fanatikern probiert,
		-- Werner Heisenberg
%
Die Ideen sind nicht verantwortlich fr das, was die Menschen aus
ihnen machen.
		-- Werner Heisenberg
%
Es ist immer sehr schwierig, ber den Wert politischer Ziele zu
urteilen, wenn deren Erreichung noch in weiter Ferne liegt. Ich glaube
daher, da man eine politische Bewegung nie nach seinen Zielen
beurteilen darf, die sie laut verkndet und vielleicht auch wirklich
anstrebt, sondern nur nach den Mitteln, die sie zu ihrer
Verwirklichung einsetzt.
		-- Werner Heisenberg
%
Ein Fachmann ist ein Mann, der einige der grten Fehler kennt, die
man in dem betreffenden Fach machen kann, und sie deshalb zu vermeiden
versteht.
		-- Werner Heisenberg
%
Manche Dinge sind so ernst, da man nur im Spa ber sie reden kann.
		-- Werner Heisenberg
%
Freude entsteht durch das Lsen von Problemen und nicht dadurch, da
man die Lsung vorgesetzt bekommt.
		-- Walter Helby
%
Ein Vorurteil ist ein Irrtum, der Wurzeln geschlagen hat.
		-- Martin Held
%
Wer die Zukunft als Gegenwind empfindet, geht in die falsche Richtung.
		-- Martin Held
%
Jeder will alt werden, aber keiner will es sein.
		-- Martin Held
%
Geiz ist das einzige Laster, das sich in den Augen der Nachkommen in
eine Tugend verwandelt.
		-- Martin Held
%
Deutschland ist das einzige Land, in dem die Schlagersnger so
aussehen wie ihre Lieder.
		-- Andr Heller
%
Wenn ein Mann mit einem Fu auf einem heien Ofen und mit dem anderen
in einer Khltruhe steht, wrde ein Statistiker sagen, da der Mann
sich durchschnittlich in angenehmer Temperatur befindet.
		-- Walter Heller
%
Nicht in einer Kirche zu sein, keiner Religion anzuhngen, gehrt hier
zu den wenigen Errungenschaften aus vierzig DDR-Jahren, die sich ohne
Nachteil verteidigen lassen.
		-- Reinhard Henkys
%
Allren sind nur etwas fr die Unfertigen.
		-- Audrey Hepburn
%
Wenn man im Mittelpunkt einer Party stehen will, darf man nicht
hingehen.
		-- Audrey Hepburn
%
Zur Unterhaltung einer Party trgt niemand so viel bei wie diejenigen,
die gar nicht da sind.
		-- Audrey Hepburn
%
Mein Kopf wackelt, aber ich verspreche euch, er fllt nicht runter.
		-- Audrey Hepburn
%
Beim gesellschaftlichen Aufstieg empfiehlt es sich, freundlich zu den
berholten zu sein. Man begegnet ihnen beim Abstieg wieder.
		-- Jo Herbst
%
Anpassung ist die Strke der Schwachen.
		-- Wolfgang Herbst
%
Aufklrung nennt man den Vorgang, bei dem en Erwachsener mit Hilfe
aller seiner Kenntnisse den Kindern ein Viertel von dem erzhlt, was
sie schon wissen.
		-- Wolfgang Herbst
%
Demagogie ist die Fhigkeit, Massen in Bewegung zu setzen, und die
Unfhigkeit, sie wieder zu bremsen.
		-- Wolfgang Herbst
%
Moderne Literatur ist die Kunst, den richtigen Interpreten zu finden.
		-- Wolfgang Herbst
%
Persnlichkeit ist, was brig bleibt, wenn man mter, Orden und Titel
von einer Person abzieht.
		-- Wolfgang Herbst
%
Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas
davon.
		-- Wolfgang Herbst
%
Unter zuviel Analyse leidet die Wahrheit.
		-- Frank Herbert - Dune Messiah
%
Fr einen Arzt und einen Richter ist es schwer, kein Verchter der 
Menschen zu werden.
		-- M. Herbert
%
Je wertloser der Mann ist, um so weniger Achtung hat er vor Frauen.
		-- M. Herbert
%
Eine Frau mit vierzig kann heutzutage so schn sein wie mit zwanzig -
es dauert nur etwas lnger.
		-- Berry Herd
%
Bescheidenheit ist die zarte Kunst, deinen Charme zu erhhen, indem du
vorgibst, seiner nicht gewahr zu sein.
		-- Oliver Herford
%
Wie kann auch die Alleinherrschaft etwas Gutes sein, die tun 
kann, was ihr beliebt, ohne Verantwortlichkeit?
		-- Herodot
%
Unterbrechungen sind die Wrze des Lebens.
		-- Don Herold
%
Es gibt den Menschen guten Willens zu denken, da eine Organisation,
die damit prahlt, die wahre Hochreligion und das Gebot der
Nchstenliebe zu vertreten, aus ideologischen wie wirtschaftlichen
Grnden so viele Kulturen niedermachte.
		-- Horst Herrmann
%
Mann der Arbeit, aufgewacht!
Und erkenne deine Macht!
Alle Rder stehen still, wenn dein starker Arm es will.
		-- Georg Herwegh
%
La durch nichts in der Welt dich binden
als durch deine hchste Wahrheit.
		-- Emma Herwegh
%
Soldaten sind keine Mrder - im Gegenteil!
		-- Roman Herzog (Versprecher in einer Rede 1997)
%
Mach keine schlechten Gewinne, sie sind genaue so schlimm wie
Verluste.
		-- Hesiod Hesiod
%
Mnner sind wie ein Armreif: Leicht behmmert passen sie sich am
besten an.
		-- Trude Hesterberg
%
Es gibt Menschen, die auf Abschiede hinleben, und andere, die sich 
vor ihnen frchten.
		-- Otto Heuschele
%
Theologen knnen durch ihre Lehren den Glauben mehr gefhrden als
Atheisten.
		-- Otto Heuschele
%
Man mu lesen knnen: in Bchern, in Gesichtern, in Landschaften, in
Steinen, im Wasser, am Ufer. berall steht etwas geschrieben, wir
mssen das Gelesenes nur zu deuten wissen.
		-- Otto Heuschele
%
Eines Tages werden Maschinen vielleicht denken, aber sie werden
niemals Phantasie haben.
		-- Theodor Heuss
%
Wer selbst Liebe besitzt, hat auch die Chance, Liebe zu wecken.
		-- Theodor Heuss
%
Mit Politik kann man keine Kultur machen, aber vielleicht kann man mit
KULTUR POLITIK machen.
		-- Theodor Heuss
%
Eines Tages werden Maschinen vielleicht denken, aber sie werden
niemals Phantasie haben.
		-- Theodor Heuss
%
Man mu das als gegeben hinnehmen: Demokratie ist nue bequem.
		-- Theodor Heuss
%
Das Radio ist eine Strafe Gottes.
		-- Theodor Heuss
%
Nennt man das Kind beim Namen und nennt es 'Verstaatlichung', so wird
aller Sozialismus unromantisch und nchterner.
		-- Theodor Heuss
%
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedchtnis
leisten.
		-- Theodor Heuss
%
Der einzige Mist, auf dem nichts wchst, ist der Pessimist.
		-- Theodor Heuss
%
Man knnte den Fortschritt heute auch definieren als die Fhigkeit des
Menschen, die Einfachheit zu komplizieren.
		-- Thor Heyerdahl
%
Leiden ist kein Verdienst; das Lamm, das sich fressen lt, strkt
die Ordnung der Wlfe.
		-- Stefan Heym
%
Ich wte heute kaum ein Land zu nennen, das ohne Tabus wre.
		-- Stefan Heym
%
Das Aufsehenerregende kann nur passieren, wenn der Alltag 
funktioniert.
		-- Hansgnther Heyme
%
Wenn sich die Sprche widersprechen, ist's eine Tugend und kein
Verbrechen. Du lernst nur wieder von Blatt zu Blatt, da jedes Ding
zwei Seiten hat.
		-- Paul von Heyse
%
Wer niemals auer sich geriete, wird niemals in sich gehen.
		-- Paul von Heyse
%
Ein Bilderbuch ist diese Welt, das manchem herzlich wohl gefllt, der
bltternd Bild um Bild geniet, vom Text nicht eine Zeile liest.
		-- Paul von Heyse
%
Dilettant heit der kuriose Mann, der findet sein Vergngen dran,
etwas zu machen, was er nicht kann.
		-- Paul von Heyse
%
Wer sich an andere hlt, dem wankt die Welt. Wer auf sich selber ruht,
steht gut.
		-- Paul von Heyse
%
Das Alter, das man haben mchte, verdirbt das Alter, das man hat.
		-- Paul von Heyse
%
Der Teufel ist sicher kein Atheist.
		-- Paul von Heyse
%
Das sogenannte beschauliche Leben ist in der Wirklichkeit des 
alltglichen Lebens verwurzelt und lt sich nicht davon abkoppeln.
		-- Maire Hickey
%
Das schnste der Meere ist jenes, das wir noch nicht sahen.
Das schnste der Kinder ruht noch in bergender Wiege.
Die Tage, die schnsten sind jene, die wir noch nicht lebten.
Und, was ich dir sagen mchte, das Schnste, ich habe es noch nicht gesagt.
		-- Nazim Hikmet
%
Du bist so alt geworden, weil du stets Arglist gebraucht.
		-- Hildebrandslied (um 840)
%
Steter Tropfen hhlt das Sein.
		-- Gerhardt Hildebrand
%
Deutsch ist schon deshalb eine gute Sprache, weil in ihr Mensch und
Mann nicht das gleiche sind. Diesen Satz bersetzen.
		-- Wolfgang Hildesheimer
%
Die Kletterer haben den Mount Everest in die hchstgelegene Mllhalde
der Welt verwandelt.
		-- Edmund Hillary
%
Was willst Du eigentlich? Frag dich das einmal in einer ruhigen Stunde
und gibt aufrichtig Antwort!
		-- Carl Hilty
%
Nicht alles Originelle ist gut, aber alles Gute ist originell.
		-- Paul Hindemith
%
Erfolg steigt nur zu Kopf, wenn dort der erforderliche Hohlraum vorhanden ist.
		-- Manfred Hinrich
%
Kein Wunder, das uneheliche Kinder gemeiniglich die besten Kpfe
sind;sie sind die Folge einer geistreichen Stunde, die ehelichen oft
der Langeweile.
		-- Theodor Gottlieb von Hippel
%
Wenn sie das Ma berschreiten, sind beide bs: der Schlaf und das
Wachen.
		-- Hippokrates
%
Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln
sich aus tglichen Snden wider die Natur. Wenn sich diese gehuft
haben, brechen sie unversehens hervor.
		-- Hippokrates
%
Was uns am Leben erhlt, kann uns auch krank machen.
		-- Hippokrates
%
Auch werde ich keiner Frau ein Mittel zur Abtreibung einer Geburt 
zukommen lassen.
		-- Hippokrates (Aus dem Hippokratischen Eid)
%
Zweifellos hat es perfekte Morde gegeben, sonst wte man ja etwas
von ihnen.
		-- Alfred Hitchcock
%
Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das
fngt mit Mord an und geht ber Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.
		-- Alfred Hitchcock
%
Ein Blick in die Welt beweist, da Horror nichts anderes ist als
Realitt.
		-- Alfred Hitchcock
%
Richtig verheiratet ist der Mann erst dann, wenn er jedes Wort
versteht, das seine Frau nicht gesagt hat.
		-- Alfred Hitchcock
%
Dialog ist nur ein anderer Soundeffekt.
		-- Alfred Hitchcock
%
Die Heirat ist die einzige lebenslngliche Verurteilung, bei der man
auf Grund schlechter Fhrung begnadigt werden kann.
		-- Sir Alfred Hitchcock
%
Ein Blick in die Welt beweist, da Horror nichts anderes ist als
Realitt.
		-- Sir Alfred Hitchcock
%
Eine Frau, die sich ffentlich auszieht, gleicht einem
Thriller-Regisseur, der im Vorspann die Lsung bekanntgibt.
		-- Sir Alfred Hitchcock
%
Je grer die Lge, desto mehr Menschen folgen ihr.
		-- Adolf Hitler
%
Furcht vor einer unsichtbaren Gewalt, die vom Geist erdichtet oder auf
Grund ffentlicher Erzhlungen eingebildet ist, ist Religion, sind sie
nicht zugelassen, Aberglaube.
		-- Thomas Hobbes
%
Nichts wird in Deutschland so ernst genommen wie die Vorbereitung zum
Spa.
		-- Hermann Hcherl
%
Der Teufelspakt des Wissenschaftlers ist seine Finanzierung durch
die Rstungsindustrie.
		-- Rolf Hochhuth
%
Es gibt Frauen, die Darwin falsch verstanden haben: Sie machen aus 
jedem Mann einen Affen.
		-- Carola Hhn
%
Es ist eine unbestrittene Wahrheit, da die Ppste Jahrhunderte lang
an der Spitze eines Mord- und Raubsystems gestanden haben, das mehr
Menschenleben geschlachtet, als irgend ein Krieg oder eine Seuche "im
Namen Gottes und Christi". Der Weg des Papsttums ist ein Weg des
Grauens und Entsetzens. Rechts und links ist er eingesumt von
Tausenden von Scheiterhaufen und Tausenden von Blutgersten. Prasselnd
schlagen die Flammen zum Himmel empor.
		-- Graf Paul von Hoensbroech
%
Wenn jemand in einem Betrieb unverzichtbar ist, dann ist dieser
Betrieb falsch organisiert.
		-- Andreas Hoff
%
Der grte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
		-- August Hoffmann von Fallersleben
%
Das eigentliche Gedchtnis betseht, glaube ich, in einer sehr
lebendigen, regsamen Phantasie,
		-- Wilhelm Hoffmann
%
Ein gewhnlicher Verstand ist wie ein schlechter Jagdhund, der die
Fhrte eines Gedankens schnell annimmt und schnell wieder verliert.
		-- Hugo von Hoffmannsthal
%
Der gute Geschmack ist die Fhigkeit, stndig der bertreibung
entgegenzuwirken.
		-- Hugo von Hoffmannsthal
%
Meine Manieren sind nur eine Art von Nervositt, mir die Leute vom
Hals zu schaffen.
		-- Hugo von Hoffmannsthal
%
Nur, was fr sich selbst spricht, kann auch von sich reden machen.
		-- Johann Hofmann
%
Es ist das Vorrecht des Menschen, Fehler zu begehen.
Aber es ist ihre Pflicht, daraus zu lernen.
		-- Holbein (O' Donoghue, Drachenfeuer)
%
Es gibt soziale Situationen, wo es schwierig ist, "nein" zu sagen.
Ich habe das mal ausprobiert, indem ich an einem ampelgesteuerten
Polizisten zu Fu auf der anderen Seite eine immanent gegebene Information
ausnutzte: Bei Fugngergegenverkehr will der andere in der Regel genau
entgegengesetzt zu meiner Wegrichtung gehen.

Als wir Fugnger GRN bekamen, ging ich auf ihn zu und fragte ihn
mitten auf der Strae nach dem Weg mit Ziel in meiner Gehrichtung, der so
kompliziert war, da die Grnphase nicht zur Erklrung reichte.  Er stand
in einem Gewissenskonflikt, als ROT wurde, weil er entweder unhflich sein
mute und in meine Richtung zurckgehen oder mich bitten, in seine
Richtung zu gehen und fr meinen Rckweg auf das nchste GRN zu
warten.
		-- Wau Holland, CCC
%
Das Volk hat lange graue Ohren, und seine Treiber nennen sich
Rabbiner, Pfarrer und Pastoren.
Ein Blutsumpf seine ganze 'Geschichte'!
Der elendeste aller elenden Wichte!
Tierischer noch, als das tierischste Tier!
Bitte, 'erlse' uns von dir!
Erst schielt dies christlich frmmelnde Geschmei
nach vollen Brstchen und nach drallen Wdchen
und dann - schreibts Andachtsbcher und Trakttchen!
		-- Arno Holz
%
Ich glaube, ich bilde mir sogar ein, da ich zehnmal mehr "Religion",
meinetwegen nenn's auch 'Christentum', im Leibe habe, als smtliche
Konsistorialrte Preuens zusammengenommen. Aber grade, weil ich so
viel 'Religion', so viel wahres 'Christentum' in mir verspre, bin ich
gegen unsere kirchliche Luderpfaffenwirtschaft! Ich verwerfe jegliches
Dogma! Zwischen mich und mein Gefhl soll sich nichts, aber auch
nichts drngen! Das wre wahrhaftig das Letzte, worin ich fremde
Einmischung dulden wrde. Ich bin also aus Religion gegen die
Religion!
		-- Arno Holz
%
Nur einer sei der Herrscher.
		-- Homer, Ilias
%
Manches Menschen 'Weltanschauung' ist nur eine Geldanschuung.
		-- Homer
%
Ist auch dein Kreis unscheinbar, eng und klein, erflle ihn mit deinem
ganzen Wesen.
		-- Homer
%
Sei freundlich gegen Arme und Fremde, denn beide gehren Gott an.
		-- Homer
%
Weisheit ist nicht so sehr das Wissen darum, was schlielich zu tun
ist, sondern darum, was zunchst getan werden soll.
		-- Herbert Hoover
%
ltere Herren erklren den Krieg. Aber es ist die Jugend, die kmpfen
und sterben mu.
		-- Herbert Hoover
%
Untergangspropheten, die vom Pessimismus leben - und gar nicht
schlecht - empfinden jede Art von Zuversicht zwangslufig als
Existenzbedrohung.
		-- Bob Hope
%
Wer ein amerikanisches Publikum fr sich gewinnen will, auch als
Politiker, mu es vor allem zum Lachen bringen.
		-- Bob Hope
%
Es ist durchaus mglich, zuviel zu besitzen: Mit einer Uhr wei man,
wie spt es ist - mit zweien ist man nie sicher.
		-- Bob Hope
%
Die Natur ist gndig: Wer viel verspricht, dem schenkt sie zum
Ausgleich ein schlechtes Gedchtnis.
		-- Bob Hope
%
Mdchen - das sind diejenigen, die rckwrts tanzen.
		-- Bob Hope
%
Einer Frau ihren Herzenswunsch ausreden zu wollen, gleicht dem
Versuch, den Niagara-Fall mit bloen Hnden zu stoppen.
		-- Bob Hope
%
Die drei bekanntesten Generale in Amerika sind immer noch General
Motors, General Electric und General Food.
		-- Bob Hope
%
Die Mnner tadeln den Wankelmut der Frauen, wenn sie sein Opfer sind,
aber sie finden ihn ganz entzckend, wenn sie sein Nutznieer sind.
		-- Brigitte Horney
%
Ich bin eigentlich ganz anders, nur ich komme so selten dazu.
		-- dn von Horvth (alias Edmund von Horvath)
%
Erholung besteht nicht im Nichtstun, sondern in dem, was wir sonst
nicht tun.
		-- Paul Hrbiger
%
Solange wir nicht wirklich zrtlich sein knnen, sind wir nur
handgreiflich.
		-- Peter Horton
%
Nichts vermittelt so sehr das Gefhl von Unendlichkeit als die
menschliche Dummheit.
		-- dn von Horvth
%
Wenn kein Charakter mehr geduldet wird, sondern nur der Gehorsam, geht
die Wahrheit, und die Lge kommt.
		-- dn von Horvth
%
Mancher mte in einen Zerrspiegel schauen, um ertrglich
auszusehene.
		-- dn von Horvth
%
Wer Wind st, wird Sturm ernten.
		-- Hosea 8,7 (Bibelwort)
%
Wuten Sie schon, da in manchen gesunden Krper ein ziemlicher
Bldian steckt?
		-- Dieter Hss
%
Manche Menschen knnen in einer Stunde lnger dableiben als andere in
einer ganzen Woche.
		-- Walter Howells
%
Fr diejenigen, die immer nur warten, kommt alles zu spt.
		-- Elbert Hubbard
%
Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, da der Zuhrer
wnscht, er htte sie gegeben.
		-- Elbert Hubbard
%
Der eigentliche Beweis, da wir Talent besitzen, ist die Fhigkeit,
das Talent in anderen Menschen zu entdecken.
		-- Elbert Hubbard
%
Eine Maschine kann die Arbeit von fnfzig gewhnlichen Menschen
leisten, aber sie kann nicht einen einzigen auergewhnlichen
ersetzen.
		-- Elbert Hubbart
%
In einer Kleinstadt gibt es nicht viel zu sehen; aber was man dort
hrt, macht das wett.
		-- Kin Hubbard (alias Frank McKinney)
%
Niemanden strt eine Unterbrechung, wenn es Beifall ist.
		-- Kin Hubbard (alias Frank McKinney)
%
Eine Rechtsprechung, die an der grundstzlichen Kriminalisierung von
Cannabis festhlt, geht an medizinischen Erkenntnissen vorbei.
		-- Ellis Huber
%
Der Satz des Pythagoras umfat 24 Worte, das Archimedische Prinzip 67,
die Zehn Gebote 179, die amerikanische Unabhngigkeitserklrung 300 -
und allein Paragraph 19a des deutschen Einkommensteuergesetzes 1862
Worte.
		-- Erwin Huber
%
Wer in der Scheie sitzt, sollte nicht zwitschern.
		-- Lotti Huber
%
Geld allein mach auch nicht unglcklich.
		-- Howard Hughes
%
Das abstrakte und Unpersnliche wird allzu leicht gehssig.
		-- Ricarda Huch
%
Fr alles Schne, was vergeht, bleibt eine Welt von Schnheit, in die
man eingehen kann.
		-- Ricarda Huch
%
Liebe ist das einzige, was wchst, indem wir es verschwenden.
Durch Sndigen gewinnst du Kraft, und durch gewaltsames Nichtsndigen
entkrftest du dich.
		-- Ricarda Huch
%
Liebe ist das einzige was wchst, wenn wir es verschenken.
		-- R. Huck
%
Individualismus bedeudet heute, alles zu tun, was die anderen auch
tun, blo einzeln.
		-- Rock Hudson
%
Zeit und Gedanken, die man der toten Vergangenheit widmet, fehlen
einem, um in der Gegenwart zu leben und die Zukunft aufzubauen. Machen
Sie sich keine Gedanken darber, was Sie gestern nicht getan haben.
Handeln Sie heute!
		-- Raymond Hull
%
Fr einen trgen Geist ist auch eine Weltausstellung kein Anreiz. Ein
reger Geist interessiert sich auch fr ein Sandkrnchen.
		-- Raymond Hull
%
Wahrscheinlich werden Sie glcklicher mit Menschen, die dieselbe
Auffassung vom Glcklichsein haben wie Sie.
		-- Raymond Hull
%
Nur wenige Menschen machen sich die Mhe nachzudenken. Der, der es
tut, hat der Masse schon viel voraus. Um sein Ziel zu erreichen,
braucht man keine Schnelligkeit, aber ein Gefhl fr die richtige
Richtung.
		-- Raymond Hull
%
Aberglubische lieben Reliquien von Heiligen und Frommen aus demselben
Grunde, aus dem sie Gestalten und Bilder begehren, nmlich um ihre
Andacht zu beleben und eine krftige Vorstellung eines solchen
Musterlebens zu gewinnen, das sie nachahmen mchten.
		-- David Hume (Untersuchungen ber den menschlichen Verstand)
%
Verstand und Genie rufen Achtung und Hochschtzung hervor, Witz und
Humor erweckt Liebe und Zuneigung.
		-- David Hume
%
Wenn die Wunder nicht bald aufhren, komme ich noch ganz von Sinnen.
		-- Alexander von Humbold (bei Aufenthalt auf Kanarischen Inseln)
%
berall geht ein frhes Ahnen dem spteren Wissen voraus.
		-- Alexander von Humboldt
%
berall geht ein frheres Ahnen dem spteren Wissen voraus.
		-- Alexander von Humboldt (Kosmos)
%
Befehlen verlngert das Leben. Deswegen werden Generle und Dirigenten 
so alt.
		-- Howard T. Hunter
%
Mir scheint wir haben gar keine Demokratie, sondern eine Demoskopie.
		-- Hanns Dieter Hsch
%
Man sollte Ehrgeiz besitzen, ohne von ihm besessen zu sein.
		-- John Huston
%
Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie.
Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
		-- Aldous Huxley
%
Sich im Dreck zu wlzen, ist kein gutes Mittel, um sauber zu werden.
		-- Aldous Huxley
%
Nichts verleitet so leicht zum Aufgeben wie der Erfolg.
		-- Aldous Huxley
%
Der moderne Mensch hat ein neues Laster erfunden: die Schnelligkeit.
		-- Aldous Huxley
%
Wer Werte vorlebt, ist wrdig. Wer Liebe vorlebt, ist liebenswrdig.
		-- Hugo Hyka
%
Wer den Sirenengesang der Werbung widersteht, ist mndiger Brger. Und
gefhrdet Arbeitskrfte.
		-- Oliver Hassencamp
%
Liebe macht nicht blind. Der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.
		-- Oliver Hassencamp
%
Irren ist menschlich.
Nur wer uns lobt, ist unfehlbar.
		-- Oliver Hassencamp
%
In Sachen Umweltschutz sind die meisten Regierungen kriminelle
Vereinigungen.
		-- Oliver Hassencamp
%
Nirgendwo fllt Humorlosigkeit mehr auf als beim Lachen.
		-- Oliver Hassencamp
%
Image - Persnlichkeit in Pulverform (instant personality). Sofort
fertig, sofort vergessen.
		-- Oliver Hassencamp
%
Umgangsformen sind Formen, die zunehmend umgangen werden.
		-- Oliver Hassencamp
%
Wir brauchen keinen dritten Weltkrieg.
Wir haben Kapitalismus, Kommunismus und Tourismus.
		-- Oliver Hassencamp
%
Stre ist ein Bazillus, der von Unsicheren in leitenden Stellungen auf
die Mitarbeiter bertragen wird.
		-- Oliver Hassencamp
%
Seine eigene Dummheit zu erkennen, mag schmerzlich sein.
Keinesfalls aber eine Dummheit.
		-- Oliver Hassencamp
%
Schweigen, - mit arroganten Unterton - schlgt das schlagendste
Argument.
		-- Oliver Hassencamp
%
Aus Lgen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben.
		-- Oliver Hassencamp
%
Der kleine Unterschied: ER denkt beim lieben, SIE liebt beim Denken.
		-- Oliver Hassencamp
%
Wer behauptet, Mnchen sei eine Weltstadt mit Herz, der hat keines.
		-- Oliver Hassencamp
%
Wer sein Haus vom Architekten einrichten lt, wundere sich nicht,
wenn's nachher aussieht, als wohne er gar nicht drin.
		-- Oliver Hassencamp
%
Versicherungsbetrug ist keine Einbahnstrae. Viel hufiger fhlt sich
der Versicherte betrogen.
		-- Oliver Hassencamp
%
Treffen Einfalt und Grndlichkeit zusammen, entsteht Verwaltung.
		-- Oliver Hassencamp
%
Was der Bauer nicht kennt, das frit er nicht. Wrde der Stdter
kennen, was er frit, er wrde umgehend Bauer werden.
		-- Oliver Hassencamp
%
Wenn Argumente fehlen, kommt meist ein Verbot heraus.
		-- Oliver Hassencamp
%
Staatsmnner schweben mit beiden Beinen fest ber den Tatsachen.
		-- Oliver Hassencamp
%
Erinnerungen sind Wirklichkeit im Sonntagsanzug.
		-- Oliver Hassencamp
%
Erfahrene Opportunisten schwimmen so mit dem Strom, da sie spter
behaupten knnen, sie wren abgetrieben worden.
		-- Oliver Hassencamp
%
Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten,
sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
		-- Oliver Hassencamp
%
Das Pedant zur Frau als Sexualobjekt ist der Mann als Bezahlsubjekt.
		-- Oliver Hassencamp
%
Die Jugend kann nicht mehr auf die Erwachsenen hren. Dazu ist ihre
Musik zu laut.
		-- Oliver Hassencamp
%
Wer lgt, hat die Wahrheit immerhin gedacht.
		-- Oliver Hassencamp
%
Eines sollten Sie sich nehmen und lassen, und nicht nehmen lassen:
Zeit.
		-- Oliver Hassencamp
%
Man lt sich nichts vormachen. Das macht man selber.
		-- Oliver Hassencamp
%
Luxus ist die teuerste Form von Primitivitt.
		-- Oliver Hassencamp
%
Du bist heute sehr vorlaut, Kind! rgte der Neunzigjhrige die
Siebzigjhrige.
		-- Oliver Hassencamp
%
Der Papst ist der einzige Konzern-Vize, der seinen Chef nie zu sehen
bekommt. Nicht einmal bei der Weihnachtsfeier.
		-- Oliver Hassencamp
%
Einem gut verheirateten Menschen ein Geheimnis anvertrauen, heit,
mindestens zwei Mitwisser haben.
		-- Oliver Hassencamp
%
Nach Feierabend mchte ich gesellschaftlich nicht mehr verndert
werden.
		-- Oliver Hassencamp
%
Es ist anstrengend und kostspielig, mit der Mode mitzuhalten. Hinken
Sie nach - eines Tages sind Sie Avantgarde!
		-- Oliver Hassencamp
%
In manchen Familien sind Hunde mit Stammbaum so eine Art Adelersatz.
		-- Oliver Hassencamp 
%
Nur Glaube existiert. Aberglaube ist ein monstrser Begriff.
		-- Gerhart Hauptmann
%
Abhngigkeiten? Ja! Durch Liebe, aber nicht durch Furcht.
		-- Gerhart Hauptmann (Aufzeichnungen)
%
Wer tiefer irrt, der wird auch tiefer weise.
		-- Gerhart Hauptmann
%
Gewisse Ehen halten nur in der Weise zusammen wie ineinander
verbissene Tiere.
		-- Gerhart Hauptmann
%
Sobald einer in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer
neuen Sache Schler werden.
		-- Gerhard Hauptmann
%
Die Ringenden sind die Lebendigen.
		-- Gerhard Hauptmann
%
Kein Narr in der Welt, der nicht Narren macht.
		-- Gerhard Hauptmann
%
Du kannst einen Elefanten festhalten, wenn er fliehen, aber nicht das
kleinste Haar auf deinem Kopf, wenn es fallen will.
		-- Gerhard Hauptmann
%
Man darf nicht das Gras wachsen hren, sonst wird man taub.
		-- Gerhard Hauptmann
%
Man spricht von blutiger Ironie; das ist die echte Tragdie.
		-- Gerhard Hauptmann
%
Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn
sie benutzt wird.
		-- Ernst R. Hauschka
%
In den Heiligen vollendet sich die Welt.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, da wir die
gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit
mehr hren und sehen als sie.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Wer einmal ber's Ohr gehauen wurde, der hrt beim nchsten Mal
besser.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Was ntzt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat,
aber das Denken anderen berlt?
		-- Ernst R. Hauschka
%
Manche Menschen sind wie gewaltige Berge: je hher, um so eisiger.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die
Kaltschnuzigkeit mancher Mitmenschen.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Neid ist die Eifersucht darber, da sich Gott auch mit anderen
Menschen auer uns beschftigt.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Die bescheidenen Menschen wren die berufenen Politiker, wenn sie
nicht so bescheiden wren.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Wer die Wahrheit hren will, den sollte man vorher fragen, ob er sie
ertragen kann.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Wer im Geld schwimmt, hlt einen Rettungsring fr eine Zumutung.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Manche Kirchenglocke wrde verstummen, wenn sie wte, wie oft sie
vergebens gelutet hat.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Was man vergit, hat man im Grunde nicht erlebt.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Der wahre Charakter eines Armen offenbart sich erst dann, wenn er
reich geworden ist.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Der Zuversichtliche ist unverwundbar.
		-- Ernst R. Hauschka
%
An nichts gewhnt man sich so schnell wie an das langsame Arbeiten.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Wir hoffen immer auf den nchsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der
nchste Tag einiges von uns.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Der rger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht; er soll die
Luft reinigen und nicht die Ernte verderben.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Ohne Vorbehalte kann man nur mit jemandem diskutieren, wenn dieser von
der Sache nichts versteht.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Man glaubt gar nicht, wieviel gedruckt wird, ohne da es jemals
gelesen wird.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten: Die
eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel
		-- Ernst R. Hauschka
%
Das Lesen im Bett zeugt von vlliger Hingabe an die Kunst: Man
berlt es dem Dichter, wann man einschlft.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Genau die Kraft, die gefehlt hat, um einen Sieg zu erringen braucht
man, um eine Niederlage zu verkraften.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Manche hbsche Weintraube eines Weisen lebt weiter als Rosine im Kopf
eines Narren.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Schon mancher dumme Verlierer wurde der heimliche Sieger.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Wenn man in seinen Gedanken versinkt, darf man sich nicht mit seichtem
Wasser begngen.
		-- Ernst R. Hauschka
%
Die Offenbarung Gottes in der Bibel folgt nicht einmal aus
christlichen Begriffen. Wenn er sich offenbaren wollte, so htte er
vermge seiner Liebe, die es ihm nicht erlaube, die Menschen irre zu
fhren, und vermge seiner Allmacht, die es ihm mglich machte, ein
Buch liefern zu mssen, welches ber alle Mideutung erhaben war und
von jedem erfat werden konnte.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Tagebcher)
%
Liebe und Freundschaft der meisten Menschen ist ein Fllen der eigenen
Leere mit fremden Inhalt.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Warum haben die Menschen gegen die Verbindung mit einem Mdchen, das
ein anderer schon bis in die tiefste Seele hinein besa, so wenig
Abneigung und warum wird diese Abneigung gleich so gro, wenn der
Krper mit ins Spiel gekommen ist?
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Die Bibel kann schon darum nicht von Gott sein, weil er darin gar zu
viel Gutes von sich selbst und gar zu viel Schlimmes von den Menschen
sagt.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Tagebcher)
%
Zwei Menschen sind immer zwei Extreme.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Mit einem Menschen, der nur Trmpfe hat, kann man nicht Karten
spielen.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Jeder Mensch trgt einen Zauber im Gesicht: Irgendeinem gefllt er.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Der Mensch ist ein Blinder, der vom Sehen trumt.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Nicht was der Mensch ist, nur was er tut, ist sein unverlierbares
Eigentum.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes
Nichts.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Wenn man etwas recht grndlich hat, ohne zu wissen warum, so kann man
berzeugt sein, da man davon einen Zug in seiner eigenen Natur hat.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Schnheit ist Tiefe der Flche.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Man hat nur dann ein Herz, wenn man es hat fr andere.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus
Schlange.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Das Publikum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Sich selbst etwas versprechen und es nicht halten ist der nchste Weg
zur Nullitt und Charakterlosigkeit.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Es ist am Ende der Religion das beste, da sie Ketzer hervorruft.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Wie kommt nur, da alles, was auf der Welt bedeutend war, in dieser
Sache so denkt wie ich?
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Es gibt Leute, die nur aus dem Grunde in jeder Suppe ein Haar finden,
weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schtteln, bis eins
hineinfllt.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Wenn du mir die Hnde festhlst, sind deine auch so gut wie gehalten.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Bildung ist ein durchaus relativer Begriff. Gebildet ist jeder, der
das hat, was er fr seinen Lebenskreis braucht. Was darber, das ist
vom bel.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Halte das Glck wie den Vogel: so leise und lose wie mglich! Dnkt er
sich selber nur frei, bleibt er dir gern in der Hand.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Seine Meinung zu ndern, erfordert manchmal mehr Mut, als bei seiner
Ansicht zu verharren.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Glaube, Liebe, Hoffnung:
Glaube! liebe Hoffnung!
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Was gegen die Natur ist, das ist gegen Gott.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Es gibt keine reine Wahrheit, aber ebensowenig einen reinen Irrtum.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Es gehrt oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ndern, als ihr treu zu
bleiben.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Das Gewissen ist die Wunde, die nie heilt und an der keiner stirbt.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Der Traum ist der beste Beweis dafr, da wir nicht so fest in unsere
Haut eingeschlossen sind, als es scheint.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Alle Regierungen fordern blinden Glauben, sogar die gttliche.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Den Augenblick immer als den hchsten Brennpunkt der Existenz, auf den
die ganze Vergangenheit nur vorbereitete, ansehen und genieen, das
wrde Leben heien!
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur
wenigen.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann dich das Sterben erschrecken?
Hast du es je noch gesprt, wenn du des Abends entschliefst?
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Alles Leben ist Kampf des Individuellen mit dem Universum.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Niemand spricht eine Wahrheit aus, die er nicht mit einem Irrtum
verzollen mte.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Die Krankheiten, die das Wachstum der Menschheit kennzeichnen, nennt
man Revolution.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Sehr oft ist das Wiedersehen erst die rechte Trennung.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Tagebcher 1835)
%
Ein Mann mu scheiden, eh' ins Auge ihm die Trnen treten.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Genoveva)
%
Der Jngling kt, wenn er des Mdchens denkt, die eigne Hand, die 
sie ihm drckte, als sie von ihm schied. Der Mann braucht etwas mehr.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Gyges und sein Ring)
%
Die Philosophie bemht sich immer und ewig um das Absolute, und das 
ist doch eigentlich die Aufgabe der Poesie.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Tagebcher)
%
Allegorie entsteht, wenn der Verstand sich vorlgt, er habe Fantasie.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Tagebcher)
%
Das Leben mit seinen verschiedenen Epochen ist eine Schatzkammer. Wir
werden reich in jedem Gewlbe beschenkt; wie reich, das erkennen wir
erst beim Eintritt in das nchste Gewlbe.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
Nicht die jungen Glieder sind's, in denen sich ein Witterungswechsel 
meldet. Die alten Knochen spren ihn zuerst.
		-- Christian Friedrich Hebbel (Gyges und sein Ring)
%
Jngling wirst du nicht wieder noch Mann, wenn das Haar sich dir 
bleichte, aber sobald du nur willst, wirst du von neuem ein Kind.
		-- Christian Friedrich Hebbel
%
An Fritz von Beughem!

Mein Fritz lebt nun im Vaterland der Schinken,
Im Zauberland, wo Schweinebohnen blhen,
Im dunkeln Ofen Pumpernickel glhen,
Wo Dichtergeist erlahmt, und Verse hinken.

Mein Fritz, gewohnt, aus heilgem Quell zu trinken
Soll nun zur Trnke gehn mit fetten Khen,
Soll gar der Themis Aktenwagen ziehen, -
Ich frchte fast er mu im Schlamm versinken.

Mein Fritz, gewohnt auf buntbeblmten Auen
Sein Flgelro, mit leichter Hand, zu leiten,
Und sich zu schwingen hoch, wo Adler horsten;

Mein Fritz wird nun, will er sein Herz erbauen,
Auf einem drren Prosagaul durchreuten
Den Knppelweg von Mnster bis nach Dorsten.

		-- Heinrich Heine
%
Herz, mein Herz, sei nicht beklommen und ertrage dein Geschick! Neuer
Frhling gibt zurck, was der Winter dir genommen.
		-- Heinrich Heine
%
Diejenigen frchten das Pulver am meisten, die es nicht erfunden
haben.
		-- Heinrich Heine
%
Als Hegel auf dem Totenbette lag, sagte er: "Nur einer hat mich
verstanden", aber gleich darauf fgte er verdrielich hinzu: "Und der
hat mich auch nicht verstanden."
		-- Heinrich Heine
%
Gott hat die Esel geschaffen, damit sie dem Menschen zum Vergleich
dienen knnen.
		-- Heinrich Heine
%
Lat mich nicht ein alter Polterer werden, der aus Neid die jngeren
Geister anklfft, oder ein matter Jammermensch, der ber die gute,
alte Zeit bestndig flennt.
    -- Heinrich Heine
%
Die Kunst des schnen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in
demselben Mae, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen
Zugreifens tglich allgemeiner gedeiht.
    -- Heinrich Heine
%
Die Freiheit ist eine neue Religion, die Religion unserer Zeit.
    -- Heinrich Heine
%
Die Freiheit der Meinung setzt voraus, da man eine hat.
		-- Heinrich Heine
%
Die Herrlichkeit der Welt ist immer adquat der Herrlichkeit dessen,
der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies
		-- Heinrich Heine
%
Alles in der Welt endet durch Zufall und Ermdung.
		-- Heinrich Heine
%
Jeder dumme Junge kann einen Kfer zertreten. Aber alle Professoren
der Welt knnen keinen herstellen.
		-- Heinrich Heine
%
Ich bin nicht schlecht, ich bin nicht gut, nicht dumm und nicht
gescheute, und wenn ich gestern vorwrts ging, so geh ich rckwrts
heute...
    -- Heinrich Heine
%
Schlechte geniet schon hier die Hlle.
		-- Heinrich Heine
%
... kein Talent doch ein Charakter !
		-- Heinrich Heine
%
Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lsung derselben rckt die
Menschheit weiter.
		-- Heinrich Heine
%
Jede Zeit ist eine Sphynx, die sich in den Abgrund strzt, sobald man
ihr Rtsel gelst hat.
		-- Heinrich Heine
%
Die Kunst des schnen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in
demselben Mae, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen
Zugreifens tglich allgemeiner gedeiht.
		-- Heinrich Heine
%
In dunklen Zeiten wurden die Vlker am besten durch die Religion
geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester
Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein
Sehender. Es ist aber tricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten
Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
    -- Heinrich Heine (Aphorismen & Fragmente)
%
Bewunderung selbst dem Feinde abzutrotzen, das ist s.
		-- Heinrich Heine
%
Es gibt kein angenehmeres Geschft, als dem Leichenbegrbnis eines
Feindes zu folgen.
		-- Heinrich Heine
%
Nur Narren wollen gefallen; der Starke will seine Gedanken geltend
machen.
		-- Heinrich Heine
%
Weise erdenken neue Gedanken, und Narren verbreiten sie.
		-- Heinrich Heine
%
Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott ein Ende
machen.
    -- Heinrich Heine
%
Luther erschtterte Deutschland - aber Francis Drake beruhigte es
wieder: Er gab uns die Kartoffel.
		-- Heinrich Heine
%
Die Deutschen sind ein gemeingefhrliches Volk: Sie ziehen unerwartet
ein Gedicht aus der Tasche und beginnen ein Gesprch ber Philosophie.
		-- Heinrich Heine
%
Das ist schn bei den Deutschen: Keiner ist so verrckt, da er nicht
einen noch Verrckteren fnde, der ihn versteht.
		-- Heinrich Heine
%
Alle krftigen Menschen lieben das Leben.
		-- Heinrich Heine
%
Dort, wo man Bcher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.
		-- Heinrich Heine
%
Wenn es den Kaiser juckt, so mssen sich die Vlker kratzen.
		-- Heinrich Heine
%
rgert dich dein Auge, so rei es aus, rgert dich deine Hand, so hau
sie ab, rgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und rgert dich
deine Vernunft, so werde katholisch.
		-- Heinrich Heine
%
Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht ber alles seine
Bemerkungen.
		-- Heinrich Heine
%
Es ist eine unerlaubte und unsittliche Handlung, auch nur eine Zeile
von einem Schriftsteller zu verffentlichen, die er nicht selber fr
das groe Publikum bestimmt hat.  Dieses gilt ganz besonders von
Briefen, die an Privatpersonen gerichtet sind.  Wer sie drucken lt
oder verlegt, macht sich einer Felonie schuldig, die Verachtung
verdient.
		-- Heinrich Heine
%
Ich htte fr Frankreich sterben knnen, aber franzsische Verse
machen - nimmermehr! 
		-- Heinrich Heine
%
Es ist erstaunlich, wie in so einem kleinen Kpfchen eine solche Masse
an Unwissenheit stecken kann.
		-- Heinrich Heine
%
Es gibt nichts stilleres als eine geladene Kanone.
		-- Heinrich Heine
%
Du fragst mich Kind, was Liebe ist? Ein Stern in einem Haufen Mist.
		-- Heinrich Heine
%
In uns selbst liegen die Sterne unseres Glcks.
		-- Heinrich Heine
%
Das endliche Schicksal des Christentums ist davon abhngig, ob wir
dessen noch bedrfen.
		-- Heinrich Heine
%
So ein paar grundgelehrte Zitate sind eine Zier fr den Menschen.
		-- Heinrich Heine
%
Beine hat uns zwei gegeben
Gott der Herr, um fortzustreben,
Wollte nicht, da an der Scholle
Unsre Menschheit kleben solle.
Um ein Stillstandsknecht zu sein,
Gngte uns ein einzges Bein.

Augen gab uns Gott ein Paar,
Da wir schauen rein und klar;
Um zu glauben was wir lesen,
Wr ein Auge gnug gewesen.
Gott gab uns die Augen beide,
Da wir schauen und begaffen
Wie er hbsch die Welt erschaffen
Zu des Menschen Augenweide;
Doch beim Gaffen in den Gassen
Sollen wir die Augen brauchen
Und uns dort nicht treten lassen
Auf die armen Hhneraugen,
Die uns ganz besonders plagen,
Wenn wir enge Stiefel tragen.
		-- Heinrich Heine (Zur Teleologie)
%
Gott versah uns mit zwei Hnden,
Da wir doppelt Gutes spenden;
Nicht um doppelt zuzugreifen
Und die Beute aufzuhufen
In den groen Eisentruhn,
Wie gewisse Leute tun -
(Ihren Namen auszusprechen
Drfen wir uns nicht erfrechen -
Hngen wrden wir sie gern.
Doch sie sind so groe Herrn,
Philanthropen, Ehrenmnner,
Manche sind auch unsre Gnner,
Und man macht aus deutschen Eichen
Keine Galgen fr die Reichen.)
		-- Heinrich Heine (Zur Teleologie)
%
Gott gab uns nur eine Nase,
Weil wir zwei in einem Glase
Nicht hineinzubringen wten,
Und den Wein verschlappern mten.

Gott gab uns nur einen Mund,
Weil zwei Muler ungesund.
Mit dem einen Maule schon
Schwtzt zu viel der Erdensohn.
Wenn er doppeltmulig wr,
Fr und lg er auch noch mehr.
Hat er jetzt das Maul voll Brei,
Mu er schweigen unterdessen,
Htt er aber Muler zwei,
Lge er sogar beim Fressen.
		-- Heinrich Heine (Zur Teleologie)
%
Mit zwei Ohren hat versehn
Uns der Herr. Vorzglich schn
Ist dabei die Symmetrie.
Sind nicht ganz so lang wie die,
So er unsern grauen braven
Kameraden anerschaffen.
Ohren gab uns Gott die beiden,
Um von Mozart, Gluck und Hayden
Meisterstcke anzuhren -
Gb es nur Tonkunst-Kolik
Und Hmorrhoidal-Musik
Von dem groen Meyerbeer,
Schon ein Ohr hinlnglich wr! -
		-- Heinrich Heine (Zur Teleologie)
%
Die Briten zeigten sich sehr rde
Und ungeschliffen als Regizide.
Schlaflos hat Knig Karl verbracht
In Whitehall seine letzte Nacht.
Vor seinem Fenster sang der Spott
Und ward gehmmert an seinem Schafott.
   Viel hflicher nicht die Franzosen waren.
   In einem Fiaker haben diese
   Den Ludwig Capet zum Richtplatz gefahren;
   Sie gaben ihm keine Calche de Remise,
   Wie nach der alten Etikette
   Der Majestt gebhret htte.
Noch schlimmer ergings der Marie Antoinette,
Denn sie bekam nur eine Charrette;
Statt Chambellan und Dame d'atour
Ein Sansculotte mit ihr fuhr.
Die Witwe Capet hob hhnisch und schnippe
Die dicke habsburgische Unterlippe.
   Franzosen und Briten sind von Natur
   Ganz ohne Gemt; Gemt hat nur
   Der Deutsche, er wird gemtlich bleiben
   Sogar im terroristischen Treiben.
   Der Deutsche wird die Majestt
   Behandeln stets mit Piett.
   In einer sechsspnnigen Hofkarosse,
   Schwarz panaschiert und beflort die Rosse,
   Hoch auf dem Bock mit der Trauerpeitsche
   Der weinende Kutscher - so wird der deutsche
   Monarch einst nach dem Richtplatz kutschiert
   Und untertnigst guillotiniert.
       -- Heinrich Heine
%
Einem Abtrnnigen

O des heilgen Jugendmutes!
O, wie schnell bist du gebndigt!
Und du hast dich, khlern Blutes,
Mit den lieben Herrn verstndigt.

Und du bist zu Kreuz gekrochen,
Zu dem Kreuz, das du verachtest,
Das du noch vor wenig Wochen
In den Staub zu treten dachtest!

O, das tut das viele Lesen
Jener Schlegel, Haller, Burke -
Gestern noch ein Held gewesen,
Ist man heute schon ein Schurke.

		-- Heinrich Heine
%
Der neue Alexander  I

Es ist ein Knig in Thule, der trinkt
Champagner, es geht ihm nichts drber;
Und wenn er seinen Champagner trinkt,
Dann gehen die Augen ihm ber.
  Die Ritter sitzen um ihn her,
  Die ganze historische Schule;
  Ihm aber wird die Zunge schwer,
  Es lallt der Knig von Thule:
Als Alexander, der Griechenheld,
Mit seinem kleinen Haufen,
Erobert hatte die ganze Welt,
Da gab er sich ans Saufen.
  Ihn hatten so durstig gemacht der Krieg
  Und die Schlachten, die er geschlagen;
  Er soff sich zu Tode nach dem Sieg,
  Er konnte nicht viel vertragen.
Ich aber bin ein strkerer Mann
Und habe mich klger besonnen:
Wie jener endete, fang ich an,
Ich hab mit dem Trinken begonnen.
  Im Rausche wird der Heldenzug
  Mir spter weit besser gelingen;
  Dann werde ich, taumelnd von Krug zu Krug,
  Die ganze Welt bezwingen.
    -- Heinrich Heine
%
Der neue Alexander  II  (Erster Feldzug)

Da sitzt er und schwatzt, mit lallender Zung,
Der neue Alexander;
Den Plan der Welteroberung,
Den setzt er auseinander:
  Lothringen und Elsa, das wei ich lngst,
  Die fallen uns zu von selber;
  Der Stute folgt am End der Hengst,
  Es folgen der Kuh die Klber.
Mich lockt die Champagne, das bere Land,
Wo jene Reben sprieen,
Die lieblich erleuchten unsern Verstand
Und uns das Leben versen.
  Hier soll sich erproben mein Kriegesmut,
  Hier soll der Feldzug beginnen;
  Es knallen die Pfropfen, das weie Blut
  Wird aus den Flaschen rinnen.
Hier wird mein junges Heldentum
Bis zu den Sternen moussieren!
Ich aber verfolge meinen Ruhm,
Ich will auf Paris marschieren.
  Dort vor der Barriere mach ich Halt,
  Denn vor den Barriere-Pforten
  Da wird kein Oktroi bezahlt
  Fr Wein von allen Sorten.
    -- Heinrich Heine
%
Der neue Alexander  III

Mein Lehrer, mein Aristoteles,
Der war zuerst ein Pfffchen
Von der franzsischen Kolonie,
Und trug ein weies Beffchen.
  Er hat nachher als Philosoph
  Vermittelt die Extreme,
  Und leider Gottes hat er mich
  Erzogen nach seinem Systeme.
Ich ward ein Zwitter, ein Mittelding
Das weder Fleisch noch Fisch ist,
Das von den Extremen unsrer Zeit
Ein nrrisches Gemisch ist.
  Ich bin nicht schlecht, ich bin nicht gut,
  Nicht dumm und nicht gescheute,
  Und wenn ich gestern vorwrts ging,
  So geh ich rckwrts heute.
Ein aufgeklrter Obskurant,
Und weder Hengst noch Stute!
Ja, ich begeistre mich zugleich
Fr Sophokles und die Knute.
  Herr Jesus ist meine Zuversicht,
  Doch auch den Bacchus nehme
  Ich mir zum Trster, vermittelnd stets
  Die beiden Gtterextreme.
    -- Heinrich Heine
%
Antwort

Es ist der rechte Weg, den du betreten,
Doch in der Zeit magst du dich weidlich irren;
Das sind nicht Dfte von Muskat and Myrrhen,
Die jngst aus Deutschland mir verletzend wehten.

Wir drfen nicht Viktoria trompeten,
So lang noch Sbel tragen unsre Sbirren;
Mich ngstet, wenn die Vipern Liebe girren,
Und Wolf und Esel Freiheitslieder flten

		-- Heinrich Heine
%
Augen, die nicht ferne blicken,
Und auch nicht zur Liebe taugen,
Aber ganz entsetzlich drcken,
Sind des Vetters Hhneraugen.

		-- Heinrich Heine
%
Bamberg und Wrzburg

In beider Weichbild fliet der Gnaden Quelle,
Und tausend Wunder tglich dort geschehen.
Umlagert sieht man dort von Kranken stehen
Den Frsten, der da heilet auf der Stelle.

Er spricht: Steht auf und geht! und flink und schnelle
Sieht man die Lahmen selbst von hinnen gehen;
Er spricht: Schaut auf und sehet! und es sehen
Sogar die Blindgebornen klar und helle.

Ein Jngling naht, von Wassersucht getrieben,
Und fleht: Hilf, Wundertter, meinem Leibe.
Und segnend spricht der Frst: Geh hin und schreibe!

In Bamberg und in Wrzburg machts Spektakel,
Die Handlung Gbhardts rufet laut: Mirakel! -
Neun Dramen hat der Jngling schon geschrieben.

		-- Heinrich Heine
%
Mittelalterliche Roheit
Weicht dem Aufschwung schner Knste:
Instrument moderner Bildung
Ist vorzglich das Klavier.

Auch die Eisenbahnen wirken
Heilsam aufs Familienleben,
Sintemal sie uns erleichtern
Die Entfernung von der Sippschaft.

Wie bedaur ich, da die Darre
Meines Rckgratmarks mich hindert,
Lange Zeit noch zu verweilen
In dergleichen Fortschrittswelt!

		-- Heinrich Heine
%
Das Bild

Lessing-Da Vinzis Nathan und Galotti,
Schiller-Raffaels Wallenstein und Posa,
Egmont und Faust von Goethe-Buonarotti -
Die nimm zum Muster, Houwald-Spinarosa!

		-- Heinrich Heine
%
Wenn sich die Blutegel vollgesogen,
Man streut auf ihren Rcken blo
Ein bichen Salz, und sie fallen ab -
Doch dich, mein Freund, wie werd ich dich los?

Mein Freund, mein Gnner, mein alter Blutsauger,
Wo find ich fr dich das rechte Salz?
Du hast mir liebreich ausgesaugt
Den letzten Tropfen Rckgratschmalz.

Auch bin ich seitdem so abgemagert,
Ein ausgebeutet armes Skelett -
Du aber schwollest stattlich empor,
Die Wnglein sind rot, das Buchlein ist fett.

O Gott, schick mir einen braven Banditen,
Der mich ermordet mit raschem Sto -
Nur diesen langweilgen Blutegel nicht,
Der langsam saugt - wie werd ich ihn los?

		-- Heinrich Heine
%
Burleskes Sonett

Wie nhm die Armut bald bei mir ein Ende,
Wt ich den Pinsel kunstgerecht zu fhren
Und hbsch mit bunten Bildern zu verzieren
Der Kirchen und der Schlsser stolze Wnde.

Wie flsse bald mir zu des Goldes Spende,
Wt ich auf Flten, Geigen und Klavieren
So rhrend und so fein zu musizieren,
Da Herrn und Damen klatschten in die Hnde.

Doch ach! mir Armen lchelt Mammon nie:
Denn leider, leider! trieb ich dich alleine,
Brotloseste der Knste, Poesie!

Und ach! wenn andre sich mit vollen Humpen
Zum Gotte trinken in Champagnerweine,
Dann mu ich drsten, oder ich mu - pumpen.

		-- Heinrich Heine
%
Charade

Das Erste, das ist immer,
Und wenn auch die Welt vergeht;
Das Zweite ist man und bleibt man,
Wenn man zu lesen versteht.

		-- Heinrich Heine
%
Duelle
  Zwei Ochsen disputierten sich
  Auf einem Hofe frchterlich.
  Sie waren beide zornigen Blutes,
  Und in der Hitze des Disputes
  Hat einer von ihnen, zornentbrannt,
  Den andern einen Esel genannt.
  Da Esel ein Tusch ist bei den Ochsen,
  So muten die beiden John Bulle sich boxen.
Auf selbigem Hofe zu selbiger Zeit
Gerieten auch zwei Esel in Streit,
Und heftig stritten die beiden Langohren,
Bis einer so sehr die Geduld verloren,
Da er ein wildes I-A ausstie,
Und den andern einen Ochsen hie.
Ihr wit, ein Esel fhlt sich tuschiert,
Wenn man ihn Ochse tituliert.
Ein Zweikampf, die beiden stieen
Sich mit den Kpfen, mit den Fen,
Gaben sich manchen Tritt in den Podex,
Wie es gebietet der Ehre Kodex.
  Und die Moral? Ich glaub, es gibt Flle,
  Wo unvermeidlich sind die Duelle;
  Es mu sich schlagen der Student,
  Den man einen dummen Jungen nennt.
    -- Heinrich Heine
%
Diejenigen frchten das Pulver am meisten, die es nicht erfunden
haben.
    -- Heinrich Heine
%
In die Kirche ging ich morgens,
um Komdien zu schauen,
abends ins Theater, um mich
an der Predigt zu erbauen.
    -- Heinrich Heine (Reisebilder)
%
Sie sang vom irdischen Jammertal,
von Freuden, die bald zerronnen,
vom Jenseits, wo die Seele schwelgt,
verklrt in ewigen Wonnen.
Sie sang das alte Entsagungslied,
das Eiapopeia vom Himmel,
womit man einlullt, wenn es greint,
das Volk, den groen Lmmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
ich kenn' auch die Herren Verfasser;
ich wei, sie tranken heimlich Wein
und predigten ffentlich Wasser.
    -- Heinrich Heine (Deutschland - Ein Wintermrchen)
%
Verfolgung der Andersdenkenden ist berall das Monopol der
Geistlichkeit.
    -- Heinrich Heine
%
Religion und Heuchelei sind Zwillingsschwestern, und beide sehen sich
so hnlich, da sie zuweilen nicht voneinander zu unterscheiden sind.
    -- Heinrich Heine
%
Wenn man mit dem dmmsten Englnder ber Politik spricht, wo wird er
doch immer etwas Vernnftiges zu sagen wissen. Sobald man aber das
Gesprch auf die Religion lenkt, wird der gescheiteste Englnder
nichts als Dummheiten zu Tage frdern.
    -- Heinrich Heine
%
Wenn ihr doch verrckt sein wollt, so werdet katholisch, und man wird
euch wenigstens nicht einsperren, wie andere Monomanen.
    -- Heinrich Heine
%
Der Brief, den du geschrieben, er macht mich gar nicht bang;
Du willst mich nicht mehr lieben, aber Dein Brief ist lang.
Zwlf Seiten, eng und zierlich! Ein kleines Mauskript!
Man schreibt nicht so ausfhrlich, wenn man den Abschied gibt.
		-- Heinrich Heine (Neuer Frhling)
%
Alle Menschen, gleich geboren, sind ein adliges Geschlecht.
		-- Heinrich Heine (Buch der Lieder)
%
Der Teufel, der Adel und die Jesuiten existieren nur so lange, als man
an sie glaubt.
		-- Heinrich Heine (Reise von Mnchen nach Genua)
%
Advokaten, die Bratenwender der Gesetze, die so lange die Gesetze
wenden und anwenden, bis ein Braten fr sie abfllt.
		-- Heinrich Heine
%
Aktivitt ist nun einmal die Mutter des Erfolgs.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Nur wenige Menschen erheben sich in ihrem Denken ber das alltgliche
Denken; noch weniger Menschen wagen, das auszufhren und zu sagen, was
sie denken.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Die Macht des Priesters ist an den Aberglauben und an die 
stumpfsinnige Leichtglubigkeit der Vlker gebunden.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Wir lieben die Achtung nicht um der Achtung willen, sondern einzig 
und allein nur wegen der Vorteile, die sie uns bringt.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Der Glaube an Vorurteile gilt in der Welt als gesunder
Menschenverstand.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Der Mensch ist als ein vernnftiges Wesen definiert worden; ich
bezeichne ihn als ein leichtglubiges Wesen. Was kann man ihn nicht
alles glauben machen?
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Und um die Menschen in harter Knechtschaft zu halten, verbietet ihnen
der Priester den Vernunftgebrauch. Der Priester ist ehrgeizig, aber
der Ehrgeiz beim Laien ist ihm verhat; denn dieser durchkreuzt seine
Plne.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Die Religion hat viel Schlechtes und nur wenig Gutes hervorgebracht.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Man nennt nicht einen Menschen verrckt, der glaubt, den lieben Gott
zu essen, sondern denjenigen, der sich fr Jesus Christus ausgibt.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Was kmmert die Kirche die Tyrannei miratener Knige, sofern sie an
deren Macht teilhat!
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Wenn man ihre Heiligenlegenden liest, findet man die Namen von tausend
heiliggesprochenen Verbrechern.
		-- Claude Adrien Helvtius
%
Das ist der Fluch angeborener Intelligenz: mit vier Jahren Wunderkind,
mit vierzig wunderlich.
		-- Ernest Hemingway
%
Man braucht zwei Jahre, um Sprechen zu lernen, fnfzig, um Schweigen
zu lernen.
		-- Ernest Hemingway
%
Das Merkwrdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, da man
unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.
		-- Ernest Hemingway
%
Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Menschen loben, aber nie
lesen.
		-- Ernest Hemingway
%
Das interessanteste Geschpf der Zoologie ist der Fisch. Er wchst
noch, wenn er lngst verspeist ist. Wenigstens in den Augen des
Anglers...
		-- Ernest Hemingway
%
Die Wrde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf,
da nur ein Achtel von ihm ber dem Wasser ist.
		-- Ernest Hemingway
%
Autoren sollten stehend an einem Pult schreiben. Dann wrden ihnen
ganz von selbst kurze Stze einfallen.
		-- Ernest Hemingway
%
Ich habe eine groe Zrtlichkeit und Bewunderung fr die Erde und
keine Spur davon fr meine Generation.
		-- Ernest Hemingway
%
Die Altersweisheit gibt es nicht. Wenn man altert, wird man nicht
weise, sondern nur vorsichtig.
		-- Ernest Hemingway
%
Glck, das ist einfach eine gute Gesundheit und ein schlechtes
Gedchtnis.
		-- Ernest Hemingway
%
Was Talent genannt wird, ist nichts anderes als fortgesetzte harte
Arbeit, die richtig gemacht wird.
		-- Ernest Hemingway
%
Katzen erreichen mhelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs
Leben gehen ohne Lrm zu machen.
		-- Ernest Hemingway
%
Das Geheimnis meines Erfolges? Nie entmutigt sein!
		-- Ernest Hemingway
%
Bei Tage ist es kinderleicht, die Dinge nchtern und unsentimental zu
sehen. Nachts ist das eine ganz andere Geschichte.
		-- Ernest Hemingway
%
Den Namen des Rechtes wrde man nicht kennen, wenn es das Unrecht
nicht gbe.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Vielwisserei lehrt nicht, Vernunft zu haben.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Viel Wissen bedeutet noch nicht Verstand.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Alles fliet und nichts bleibt.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Alles fliet. (Panta rhei.)
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der Knig aller. Die einen
macht er zu Gttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven,
die andern zu Freien.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Man mu wissen, da der Krieg etwas Allgemeines ist, da das Recht
auf dem Streit beruht und da alles aus dem Streit und aus der
Notwendigkeit entsteht.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Krankheit lt den Wert der Gesundheit erkennen, das Bse den Wert
des Guten, Hunger die Sttigung, Ermdung den Wert der Ruhe.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Wer Unverhofftes nicht erhofft, kann es nicht finden.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Die Wachen haben eine gemeinsame Welt, im Schlaf wendet sich jeder
seines eigenen zu.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Das Wesen der Dinge hat die Angewohnheit, sich zu verbergen.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Dem Blden fhrt bei jedem sinnvollen Wort der Schrecken in die
Glieder.
		-- Heraklit von Ephesus (540-480 v. Chr.)
%
Der Aberglaube macht die Gottheit zum Gtzen, und der 
Gtzendiener ist um so gefhrlicher, weil er ein Schwrmer ist.
		-- Johann Gottfried Herder (Palmbtter)
%
Hinter Wolken die Sonne zu sehn, gibt trgliche Lichter;
Ohne Wolken sie sehn, blendet und stumpft das Gesicht.
Also schaue du sie hienieden im ruhigen Abglanz;
Taten lehren uns mehr als ein bezauberndern Blick.
		-- Johann Gottfried Herder (Der Abglanz)
%
Jeder Abschied ist betubend. Man denkt und empfindet weniger, als 
man glaubte: die Ttigkeit, in die unsere Seele sich auf ihre eigne weitere 
Laufbahn wirft, berwindet die Empfindbarkeit ber das, was man verlt.
		-- Johann Gottfried Herder (Journal meiner Reise im Jahr 1769)
%
Eine schne Menschenseele zu finden ist Gewinn.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Weit du, was nie zu ersttigen ist? Das Auge der Habsucht. Alle Gter
der Welt fllen die Hhle nicht aus.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Wer am Gipfel des Baumes Frchte sehen will, der nhre seine Wurzel.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Htte, was jeder wnscht, jeder - wer htte noch was?
		-- Johann Gottfried Herder
%
Unsere Zeit ist ein groer Wecker. Die groe eiserne Wanduhr rasselt
und ruft mit gewaltigen Schlgen.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Gott sortiert Gebete sicherlich nicht nach Konfessionen.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Rechnen mu ein Knabe lernen, damit er sein Leben berechne, denn die
gesamte Vernunft, zumal die Fhrung menschlicher Dinge, heit
Rechnen.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Die zwei grten Tyrannen der Erde: der Zufall und die Zeit.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Auch die Angrenzung der Menschen an die Affen wnschte ich nie so weit
getrieben, da, indem man eine Leiter der Dinge sucht, man die
wirklichen Sprossen und Zwischenrume verkenne, ohne die keine Leiter
stattfindet.
		-- Johann Gottfried Herder (Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit)
%
Ein Mensch in verschiedenen Lebenszeiten ist sich nicht gleich, denkt
anders, nachdem er anders empfindet.
		-- Johann Gottfried Herder (Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele)
%
Einen verdienten Mann im Alter seinem Schicksal zu berlassen, ist
eine Undankbarkeit, von der auch die Wilden nichts wissen, bei denen
das Alter geehrt ist und der Jugend mit seinem geprften Rate dienet.
		-- Johann Gottfried Herder (Das eigene Schicksal)
%
Euer Leben hat genausoviel Sinn, als ihr selbst ihm zu geben vermget.
		-- Hermann Hesse
%
Das Leben ist kurz, und es wird im Jenseits keiner nach der Zahl der
Bcher gefragt, die er bewltigt hat.  Darum ist es unklug und
schdlich, mit wertloser Lektre Zeit hinzubringen.
		-- Hermann Hesse (ber das Leben)
%
Das Chaos will anerkannt, will gelebt sein, ehe es sich in eine neue
Ordnung bringen lt.
		-- Hermann Hesse
%
Weicher ist strker als hart, Wasser strker als Fels, Liebe strker
als Gewalt.
		-- Hermann Hesse
%
Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben,
wenn wir daraus vertrieben wurden.
		-- Hermann Hesse
%
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr
unheimlich.
		-- Hermann Hesse
%
Damit das Mgliche entsteht, mu immer wieder das Unmgliche versucht
werden.
		-- Hermann Hesse
%
Die Leute, die man sich in ihrer Jugend unmglich alt denken kann,
gerade die geben die besten Alten.
		-- Hermann Hesse
%
Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.
		-- Hermann Hesse
%
In der ganzen Welt ist jeder Politiker sehr fr Revolution, fr
Vernunft und Niederlegung der Waffen - nur beim Feind, nicht bei sich
selbst.
		-- Hermann Hesse
%
Uns ist kein Sein vergnnt. Wir sind nur Strom, wir flieen willig
allen Formen ein: dem Tag, der Nacht, der Hhle und dem Dom, wir gehn
hindurch, uns treibt der Durst nach Sein.
		-- Hermann Hesse
%
Erinnerung heit die Kunst, einmal Genossenes nicht nur festzuhalten,
sondern es immer reiner auszuformen.
		-- Hermann Hesse
%
Ein Haus ohne Bcher ist arm, auch wenn schne Teppiche seinen Boden
und kostbare Tapeten und Bilder die Wnde bedecken.
		-- Hermann Hesse
%
Es bleibt zwischen Menschen, sie seinen noch so eng verbunden, immer
ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg,
berbrcken kann.
		-- Hermann Hesse
%
Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.
		-- Hermann Hesse
%
Gegner bedrfen einander oft mehr als Freunde, denn ohne Wind gehen
keine Mhlen.
		-- Hermann Hesse
%
Manche Menschen halten sich fr vollkommen, aber nur, weil sie sich
selbst wenig abverlangen.
		-- Hermann Hesse
%
Aller hhere Humor fngt damit an, da man die eigene Person nicht
mehr ernst nimmt.
		-- Hermann Hesse
%
Einsamkeit ist der Weg, auf dem das Schicksal den Menschen zu sich
selber fhren will.
		-- Hermann Hesse
%
Auch im Glcke kann ich auf Erden doch nur ein Gast und niemals Brger
werden.
		-- Hermann Hesse
%
Weich ist strker als hart, Wasser strker als Fels, Liebe strker als
Gewalt.
		-- Hermann Hesse
%
Der Kleiner sieht am Greren das, was er eben zu sehen vermag.
		-- Hermann Hesse
%
Ohne Liebe zu sich selbst ist auch die Nchstenliebe unmgllich. Der 
Selbstha ist genau desselbe und erzeugt am Ende dieselbe grausige
Isoliertheit und Verzweiflung wie der helle Egoismus.
		-- Hermann Hesse (Der Steppenwolf)
%
Einschlafen drfen, wenn man mde ist, und eine Last fallen lassen 
drfen, die man sehr lang getragen hat, das ist eine kstliche, eine
wunderbare Sache.
		-- Hermann Hesse
%
Es gibt eigentlich Jung und alt nur unter Dutzendmenschen; alle 
begabteren und differenzierteren Menschen sind bald alt, bald jung, so
wie sie bald froh, bald traurig sind.
		-- Hermann Hesse
%
Wenn die ganz jungen Leute mit der berlegenheit ihrer Kraft und ihrer
Ahnungslosigkeit hinter uns her lachen und unsern beschwerlichen Gang,
unsre paar weien Haare und unsre sehnigen Hlse komisch finden, dann
erinnern wir uns daran, wie wir einst, im Besitz der gleichen Kraft
und Ahnungslosigkeit, ebenfalls gelchelt haben, und kommen uns nicht
unterlegen und besiegt vor, sondern freuen uns darber, da wir dieser
Lebensstufe entwachsen und ein klein wenig klger und duldsamer
geworden sind.
		-- Hermann Hesse
%
Seit die Zukunft begonnen hat, wird die Gegenwart tglich schlechter.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man mu auch
mit der Justiz rechnen.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Meinungen sind wie Grundstcke: Erstens sind sie zu teuer, und
zweitens kann man nicht immer darauf bauen.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Da Sie Ihren Schnabel an mir wetzen, strt mich in keinster Weise.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Manchmal mu man seine Mitarbeiter vor den Kopf stoen, damit sie
lernen, ihn zu gebrauchen.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Statt zu klagen, da wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten
wir lieber dankbar sien, da wir nicht alles bekommen, was wir
verdienen.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Geld macht nicht korrupt. Kein Geld schon eher.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Armut ist der beste Schutz vor Besitzverlust.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Zensur ist geheime Empfehlung durch ffentliches Verbot.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Die Politik ist ein Versuch der Politiker, zusammen mit
dem Volk mit den Problemen fertig zu werden, die das Volk
ohne die Politiker niemals gehabt htte.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Dieses Cheflabor, das man leichtsinnig Hirn nennt...
		-- Dieter Hildebrand
%
Die drei groen Philosophen dieses Jahrhunderts:
Parkinson, Peter und Murphy
		-- Dieter Hildebrand
%
Jetzt fllt mir schon der ein oder andere Name der Aposteln
nicht mehr ein.  Liegt es an der Geschichte oder am Alter?
Ich meine das der Apostel, nicht meines.
		-- Dieter Hildebrand
%
Ich stehe immer vor dem Fernsehapparat,
Weil sich das Hinsetzen oft nicht mehr lohnt.
		-- Dieter Hildebrand
%
[Politiker] Ja, wir bezahlen ja die Leute dafr, da sie sich
Gedanken machen, sonst knnten wir uns ja selber welche machen.
		-- Dieter Hildebrand
%
Mit zunehmendem Alter verdingsen sich die Erinnerungen.
		-- Dieter Hildebrand
%
Das ist keine Lge sondern eine sachzwangreduzierte Ehrlichkeit.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Die Menschen mu man vor den Kopf stoen, damit sie lernen, ihn zu
gebrauchen.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Fliegen und Menschen haben eines gemeinsam: Man kann beide mit der
Zeitung erschlagen.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Unter Generalsmtzen ist oft ein inoperables Vakuum.
		-- Dieter Hildebrandt
%
Das macht uns arm bei allem Reichtum, da wir nicht allein sein 
knnen, da die Liebe in uns, solange wir leben, nicht erstirbt.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin (Hyperion)
%
Was mir nicht Alles, und ewig Alles ist, ist mir Nichts.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Vor den Alpen, die in der Entfernung von einigen Stunden hieherum
sind, stehe ich immer noch betroffen, ich habe wirklich einen solchen
Eindruck nie erfahren; sie sind wie eine wunderbare Sage aus der
Heldenjugend unserer Mutter Erde und mahnen an das alte bildende
Chaos, indes sie niedersehn in ihrer Ruhe, und ber ihrem Schnee in
hellerem Blau die Sonne und die Sterne bei Tag und Nacht erglnzen.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
So kam ich unter die Deutschen. Ich forderte nicht viel und war
gefat noch weniger zu finden.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Eins zu sein mit allem, das ist Leben der Gottheit, das ist der Himmel
des Menschen.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Wir sind nichts; was wir suchen ist alles.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Jede Kunst erfordert ein ganzes Menschenleben.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Die Deutschen sind tatenarm und gedankenvoll.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Ein jeder treibt das Seine - nur mu er es mit ganzer Seele treiben.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Ich frchte mich nicht vor dem, was zu frchten ist, ich frchte mich
nur vor der Furcht.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Ich glaube, da die Ungeduld, mit der man seinem Ziele zueilt, die
Klippe ist, an der gerade oft die besten Menschen scheitern.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Der Apfel fllt, wenn er nicht krank ist, erst vom Stamm, wenn er reif
ist.
		-- Johann Christian Friedrich Hlderlin
%
Ein Kaufmann macht durch allzu groes Rhmen die Ware, die ihm feil
ist, nur verdchtig.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Wer nur begann, der hat schon halb vollendet.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Wer etwas will, mu auch die Mittel wollen.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Wer nicht von wenigem zu leben versteht, bleibt zeitlebens ein Sklave.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Glcklich ist, wer fern von Geschften.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Deines Reichtums wird sich ein Erbe bemchtigen.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Wenn wir fehlerfrei wren, wrde es uns nicht so viel Vergngen
bereiten, sie an anderen festzustellen.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Ein Scherz, ein lachendes Wort entscheidet ber grte Dinge oft
treffender und besser als Ernst und Schrfe.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Zum zehnten Mal wiederholt, wird es gefallen.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Mische ein bichen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten!
Albernheiten im rechten Moment sind etwas Kstliches.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Meist sind den Reichen Abwechslungen willkommen.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Schuld verschandelt auch Wohlgeborene.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Helden lebten schon vor Agamemnon in groer Zahl.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Mische ein bichen Torheit in dein ernsthaftes Tun und
Trachten. Albernheiten im rechten Moment sind etwas Kstliches.
		-- Quintus Flaccus Horaz (65-8 v.Chr.)
%
Zu glauben ist schwer.
Nichts zu glauben ist unmglich.
		-- Victor Marie Hugo
%
Das hchste Glck des Lebens besteht in der berzeugung, geliebt zu
werden.
		-- Victor Marie Hugo
%
Der letzte Beweis von Gre liegt darin, Kritik ohne Groll zu
ertragen.
		-- Victor Marie Hugo
%
Melancholie ist das Vergngen, traurig zu sein.
		-- Victor Marie Hugo
%
Denken ist die Arbeit des Intellekts, Trumen sein Vergngen.
		-- Victor Marie Hugo
%
Der Geist wird reich durch das, was er empfngt, das Herz durch das,
was es gibt.
		-- Victor Marie Hugo
%
Nichts auf der Welt ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen
ist.
		-- Victor Marie Hugo
%
Nichts, auch nicht alle Armeen der Welt, kann eine Idee aufhalten,
deren Zeit gekommen ist.
		-- Victor Marie Hugo
%
Die Zukunft hat viele Namen. Fr die Schwachen ist sie das
Unerreichbare. Fr die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Fr die
Tapferen ist sie die Chance.
		-- Victor Marie Hugo
%
Das Lachen ist die Sonne, die aus dem menschlichen Antlitz den Winter
vertreibt.
		-- Victor Marie Hugo
%
Auch in Frauen bewahrt das Alter vieles, was man in ihrer Jugend
vergeblich suchen wrde.
		-- Wilhelm von Humboldt (an eine Freundin)
%
Wirke auf andere durch das, was du bist!
		-- Wilhelm von Humboldt
%
Nur der Wechsel ist wohlttig. Unaufhrliches Tageslicht ermdet.
		-- Wilhelm von Humboldt
%
Denken und wissen sollten immer gleichen Schritt halten.
Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.
		-- Wilhelm von Humboldt
%
Gewi ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal
nimmt, als wie sein Schicksal ist.
		-- Wilhelm von Humboldt
%
Ideen sind ja nur das einzig wahrhaft Bleibende im Leben.
		-- Wilhelm von Humboldt
%
Die meisten Leute machen sich selbst blo durch bertriebene
Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
		-- Wilhelm von Humbold
%
Glcklichsein ist eine Gabe des Schicksals und kommt nicht von auen;
man mu es sich selbst erkmpfen. Das ist aber auch trstend, denn man
kann es sich erkmpfen.
		-- Wilhelm von Humbold
%
Es ist schon viel mit der guten Vorbedeutung gewonnen, und der
Aberglaube selbst ist ntzlich, wenn er im Vertrauen bestrkt. Denn,
Hauptereignisse und wahre Unglcksflle abgerechnet, nehmen die Dinge
meistenteils die Farbe der Seele an.
		-- Wilhelm von Humboldt (an eine Freundin)
%
Die Abgeschiedenheit spannt als Vermgen eines weiblichen, an sich
zarten und tiefen Gemts hher, lutert die Seele und zieht sie ab von
den kleinlichen, zerstreuenden Rcksichten, worein Frauen leichter
verfallen als Mnner.
		-- Wilhelm von Humboldt (an eine Freundin)
%
Die Zukunft ist immer ein Abenteuer.
		-- Aldous Huxley
%
Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie.
Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
		-- Aldous Huxley
%
Die Erforschung der Krankheiten hat so groe Fortschritte gemacht, das
es immer schwerer wird, einen Menschen zu finden, der vllig gesund
ist.
		-- Aldous Huxley
%
Fr seinen Hund ist jeder Mensch Napoleon. Darum sind Hunde so
beliebt.
		-- Aldous Huxley
%
Wenn Heiligkeit gengen wrde, um die Welt zu erlsen, dann wre die
Welt offenbar schon lngst erlst worden.
('Geblendet in Gaza')
		-- Aldous Huxley
%
Ein Fanatiker ist - in psychologischen Begriffen definiert - ein
Mensch, der bewut einen geheimen Zweifel berkompensiert.
		-- Aldous Huxley
%
Es gibt Leute, deren Herzen gerade in dem Grad einschrumpfen, als ihre
Geldbrsen sich erweitern.
		-- Aldous Huxley
%
Der moderne Mensch hat ein neues Laster erfunden: Die Schnelligkeit.
		-- Aldous Huxley
%
Mglicherweise ist diese Welt die Hlle eines anderen Planeten.
		-- Aldous Huxley
%
Wer ein Problem definiert, hat es schon halb gelst.
		-- Aldous Huxley
%
Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem
Problem der Existenz fertigzuwerden.
		-- Aldous Huxley
%
Der Mensch hat sich die Gtter geschaffen, um Unerklrliches zu
erklren. Das religise Rohmaterial besteht aus den Naturerscheinungen
und den Erfahrungen des Menschen, die ber die gewhnlichen
Erklrungen und gewhnlichen Erfahrungen hinausgingen.
		-- Aldous Huxley
%
Wenn die Religion als ein Element allergrter Bedeutung fr das Leben
der menschlichen Gemeinschaft weiterbestehen soll, dann mu sie den
Gottesgedanken aufgeben oder ihm wenigstens eine so untergeordnete
Stellung zuweisen, wie es mit dem magischen Element der Vergangenheit
geschehen ist...
		-- Aldous Huxley
%
Viele Leute glauben, wenn man die Gottesvorstellung aufgbe, msse man
notwendig allen religisen Glauben und alle Moralbegriffe mit
aufgeben. Das ist einfach nicht wahr.
		-- Aldous Huxley
%
Management ist nichts anderes als die Kunst, andere Menschen zu
motivieren.
		-- Lee Iacocca
%
Business ist nichts anderes als ein Knul menschlicher Beziehungen.
		-- Lee Iacocca
%
Ich kenne wenig Weltverbesserer, die in der Lage sind, einen Nagel
richtig einzuschlagen.
		-- Henrik Ibsen (Pseudonym: Bjarme, Brynjolf)
%
Zu fragen bin ich da, nicht zu antworten!
		-- Henrik Ibsen (Pseudonym: Bjarme, Brynjolf)
%
Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslge, und Sie nehmen
ihm zu gleicher Zeit das Glck.
		-- Henrik Ibsen (Pseudonym: Bjarme, Brynjolf)
%
Es prgt sich eine Tat mehr ein als tausendfacher Rat.
		-- Henrik Ibsen (Pseudonym: Bjarme, Brynjolf)
%
Man sollte nie besten Hosen anziehen, wenn man in den Kampf geht fr
Freiheit und Wahrheit.
		-- Henrik Ibsen (Pseudonym: Bjarme, Brynjolf)
%
Alle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter als ein Taumeln von einem
Irrtum in den anderen.
		-- Henrik Ibsen (Pseudonym: Bjarme, Brynjolf)
%
Der strkste Mann ist der, der allein steht.
		-- Henrik Ibsen (Ein Volksfeind)
%
Die Welt zerfllt in die, die das Unglaubliche glauben, und die die
das Unwahrscheinliche tun.
		-- Lord Illingworth
%
Man beginnt als Herr seines Lebensstandards und endet als sein Sklave.
		-- Roger Ikor
%
La deine Zunge nicht eine Fahne sein, die im Wind eines jeden
Gerchtes zu flattern beginnt.
		-- Imhotep (gypten, 2086-2613 v. Chr.) 
%
Kannst du nicht das Groe fassen, sollst drum nicht das Kleine
lassen.
		-- Papageienbuch Indien
%
Ignoranz ist der Boden, auf dem der Glaube an Wunder wchst.
		-- Robert G. Ingersoll
%
Wenn dein Vorgesetzter wtend ist, antworte mit Schweigen! Streitbare
Antworten bringen Stcke.
		-- Inly (1000 v. Chr.)
%
Der Alltag ist eine graue Decke, darunter ist die Jungfrulichkeit 
der Welt verborgen.
		-- Eugne Ionescu
%
Wer sich an das Absurde gewhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut
zurecht.
		-- Eugne Ionesco
%
Phantasie ist nicht Ausflucht. Sich etwas vorstellen, das heit eine
Welt bauen, eine Welt erschaffen.
		-- Eugne Ionesco
%
Wer sich weigert, Ecken abzuschleifen, der prgt klare Konturen und
krftige Formen.
		-- Eugne Ionesco
%
Komik entsteht, wenn man Tragdien anschaut und dabei ein Auge
zukneift.
		-- Eugne Ionesco
%
Eine spitze Zunge ist der einzige Gegenstand, der durch stndigen
Gebrauch nur noch spitzer wird.
		-- Washington Irving
%
Ohne die Jahrhunderte mit christlichem Katechismus, Predigten und
Schmhungen wren Hitlers Lehren, Propaganda und Schmhungen nicht
mglich gewesen.
		-- Jules Isaac
%
Am X-Copyright-Header kann man also auch sehen, da die Techniker und
insbesondere Kristian zum Recht ein pragmatisches Verhltnis haben.
Fehlt nur noch ein pragmatisches Verhltnis der Juristen zur Technik,
und alles wird gut.
		--  Ulf Mller
%
Smileys werden nur von Leuten verwendet die das, was sie meinen,
nicht sagen, und das, was sie sagen, so nicht meinen.
		-- Klaus Schilling
%
Die meisten Menschen pflegen im Kindesalter vom Zeigen auf Gegenstnde
(Mausbewegung) und "ga" sagen (Mausklick) abzukommen, zugunsten eines
mchtigeren und langwierig zu erlernenden Tools (Sprache).
		-- Achim Linder in de.comp.os.linux.misc
%
Ich schtze mal, da man durchaus davon gehrt htte, wenn es
_irgendeine_ Funktionalitt geben wrde, die in Ruindows in auch nur im
weitesten Sinne als performant zu bezeichnender Art und Weise realisiert
worden wre...
		-- Kristian Rink in debian-user-de
%
<Joey> Ich habe es damals als Unix-DAU aus der Manpage rausgelesen.
Wenn Du das heute nicht auf die Reihe bekommst, ist das peinlich.
		-- #LinuxGER
%
Martin Schulze schrieb am 30. Mai 1998:
> Oh dear... Well, it's late so just a short note, please take
> a look at http://www.debian.org/ .  Debian is Debian GNU/Linux
> which is the one an only 100% free Linux distribution.  If you
> have further questions don't hesitate to contact me.

Du hast Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott
und Gott war das Wort deutlich verstndlicher geschrieben
:-)))
		-- Hanno Wagner
%
Wissenschaft ist wie Ostereier suchen.  Man versteckt etwas,
grbt es spter wieder aus und schreit: "Hurra!".
		-- Prof. Mbus
%
Oh man, wenn ich bei Windows so viele Programme installiert htte,
dann htte ich schon 100mal rebooten mssen.
		-- RealTimo unter Linux
%
Wer nachts nicht schlft, braucht mittags auch nichts zu essen.
		-- Joey
%
Mit Kirch und Thoma geht's ins Medienkoma!
		-- Jrg Prante <PranteJ@aol.com>
%
Eigentlich wollte ich mich nicht mehr zu religisen Themen uern,
seit ich einmal mit einem Moslem ber Emacs diskutiert habe.
		-- Christian Anzenberger, dcolm
%
Die reichsten Mnner der Welt sind vermutlich genau deshalb reich,
weil sie es mit dem Glauben an irgend etwas noch nie zu weit
getrieben haben.
		-- Knochen (heise.de Newstickerforum)
%
Du hast Erklrungen...  Soviel Fantasie braucht man wohl fr W95...
Um sich vorzustellen es wre ein BS
		-- Soenke Lange
%
Wenn mir Altavista in Reaktion auf meinen Suchbegriff eine
Senioren-Kontakt-Brse als Bannerwerbung anbietet...
Wie ernsthaft mu ich mir dann Gedanken machen?
		-- #LinuxGER
%
Ich hatte gehofft, da das durch je hher der Kirchturm desto
bim aufgefangen wird.  *lautdenk*
		-- banshee auf #LinuxGER
%
Ich bemhe mich, Programme zum Abschieen von W95 zu bekommen...
Dabei liefert M$ die fr W95 Enduser schon gleich beim BS mit
		-- Soenke Lange
%
Schon wieder Telefon... Ein noier Juser... :-)
Aber der tippt so langsam, da kann ich locker bei ircen ]:-)
		-- Quelle bekannt
%
Manchmal bekomme ich sogar vor mir selber Angst
		-- AnsgarX
%
Wenn ich deinen Hals berhr,
Deinen Mund zu meinem fhr'
Oh, wie sehn' ich mich nach Dir,
Hei geliebte Flasche Bier.
		-- Sascha auf #Artis
%
Ich hoffe Du hast fr PGP 6.0 - das ist die Integration von PGP in M$
Windows - schon die c't Seiten freigehalten.  Endlich Klicken statt Denken.
		-- Lutz Donnerhacke
%
Ich wrde meinen Kindern lieber Drogen geben als DOS...
		-- Scott McNeely (Sun-Chef)
%
Wenn sie ihre E-Mail verschlsseln wollen, dann stecken sie die 
Nachricht doch einfach in eine PowerPoint-Datei. Die knnen die 
meisten sowieso nicht lesen.
		-- Scott McNealy, Sun.
%
Hrt man eigentlich das Meer rauschen, wenn man sich die bash ans Ohr hlt?
		-- stesch auf #LinuxGER
%
Sag blo, du bestellst deine Pizza immer noch per Snailmail?
Ich lasse sie mir immer faxen, da kommt sie garantiert noch hei an.
		-- Dieter Brgmann in de.talk.bizarre
%
Wenn Du nur klicken willst, dann stell Dich an einen Flipper.
		-- Lutz Donnerhacke
%
<Sascha> Tja, der Mensch lebt nicht vom Netz allein...
		-- #Artis
%
Wer ActiveX untersttzt, handelt grob fahrlssig!
		-- Wau Holland, CCC
%
Eine Firma, deren Schwerpunkte sich alle 3 Monate verlagern fhrt
einen Schlingerkurs ... es sei denn sie heit Apple, dann heit
das kontinuierliche Restrukturierung.
		-- Herwig Henseler
%
Was ein Sysop ist wei ein BWL'er doch nicht.
Der wei ja nicht mal, da er ein DAU ist :)
		-- JeLuF on #LinuxGER
%
Ansgar behauptet ernsthaft, der Schneider CPC wre ein besserer Compi als ein C64
  ... absolut lcherlich
Das wre genauso als wenn er behaupten wrde, Win95 wre ein stabileres OS als Linux.
		-- RealTimo
%
Eine Schneebhe hat mein /sbin/init.d/network start erfat und das ist umgefallen ;)
		-- Banzai auf #LinuxGER
%
Legt euch doch alle auf die Datenautobahn und lat euch berfahren.
		-- Volker 'Yegg' Paulsen, 1995
%
UNIX ist wie SEX: Wenn du es nicht kennst vermisst du es nicht.
                  Wenn du es kennst willst du es immer wieder.
		-- Unknown source
%
Die Realitt ist eine Illusion, die durch Mangel an Alkohol hervorgerufen
wird.  Durch Alkohol wird die Illusion der Realitt zerstrt und die
wahre Realitt offenbart sich einem.
		-- Drogos on #Artis
%
<NICK_1> nick_2: Heit das also da mein 486er schneller ist als ein
         Pentium 75?  Pentium: 35.xx  486er: 49.xx bogomips!!
<NICK_2> nick_1: Nein, es heit nur, da dein 486er schneller warten
         kann als der Pentium.
		-- Seen on #LinuxGER
%
Warum ich fr NeXT und nicht fr Windows programmiere?
Ich knnte ja auch Banken berfallen und in Schulen Drogen
verkaufen, aber man mu sich ein gewisses Ma an Wrde bewahren.
		-- Unbekannte .signature
%
Mittlerweise besteht das Internet zu 90% aus Homepage-Inhabern, die
andere Homepage-Inhaber besuchen, um beruhigt festzustellen, da die
anderen auch keine Ahnung haben.
		-- Lindemann, se0088@aixrs1.hrz.uni-essen.de in de.comm.internet.software
%
	Der Bildschirm ist das Prservativ der Realitt.
		-- Werner Schneyder
%
Plonk ist das Gerusch, das eine Mailadresse macht, wenn sie im
Killfile landet. blicherweise das Zeichen dafr, da man keine Zeit
mehr mit Postings von der betroffenen Person verschwenden will.
		-- Peter Brlls
%
Ich bin dagegen, Computer zu vermenschlichen.
Sie mgen es nicht!"
		-- Helge Baumann
%
Schreiben Sie langsam, ich bin AOL-User
		-- cbbln@aol.com
%
Es gibt fr keinen Menschen einen Grund, zu Hause einen Computer zu
haben.
		-- Ken Olson, President of DEC, World Future Society Convention, 1977
%
Wer nach allen Seiten offen ist kann nicht ganz dicht sein.
		-- stesch on #LinuxGER
%
NT IST SCHROTT!  Ich habe nie was anderes gesagt...
Ich meine... Is ja ganz nett, wenn die hohen Lizenzgebhren nicht wren...
Ich meine, da zahlt man 1000ende Mark fr nen Betriebsystem, das buggy ist,
fr das Du keine Source und keinen Support bekommst, und das weniger kann
als ein Umsonstbetriebsystem...
		-- lolo on #LinuxGER
%
Man darf perl m.E. nicht als Erstsprache lernen.  Man _kann_ sich mit Perl
klares Denkvermgen fr den Rest des Lebens versauen, man mu es aber nicht.
		-- Gefunden in de.comp.lang.perl
%
"Router" auf PC-MSDOS-Basis sind bestenfalls Gerll...
		-- Gert Doering
%
Meiner Meinung nach sind die Netscape-Programmierer auch alle betrunken.
		-- Patrick Feldhusen
%
IRC ist ein Dienst, der von den IRCADMINS in ihrer Freizeit verwaltet wird.
IRC ist kein RECHT, es ist ein PRIVILEG! Und aus diesem Grund sind IRCADMINS
auch nicht dazu verpflichtet ihr Handeln mit irgendwem abzusprechen.
		-- Bytewurm
%
Der Trick besteht ganz einfach darin, kein Windows zu laden. Es ist
immer wieder erstaunlich, wie viel Leistung dann auf einmal da ist
und wie wenig RAM man noch braucht.
		-- Tilman Schmidt in de.comm.internet.routing
%
Diese [..] machen das Unix-95-Branding so sinnvoll wie eine
Nichtdurchrostungsgarantie fr Formel-1-Rennwagen.
		-- Juergen Seeger im Editorial zur iX 12/96
%
Die Leute sprechen ja auch in einem Atemzug von "DOS" und "Betriebssystem".
Hier wre "Spielestarter" sicher passender, die meisten wrden es aber
nur als Gag empfinden.
		-- Hubert Mantel
%
Auch wenn es fr das Netz kein Mindestalter gibt, so
brauchen wir uns nicht in Kindergartensprache zu unterhalten,
wo funzende Proggies Messies ins Brett stellen.
		-- Heiko Schlichting
%
Wenn Sie knnen, schieben sie diese Aufgabe (IT-Sicherheitschef) an
einen Kollegen ab. Wenn nicht, arbeiten Sie professionell.
		-- Robert Niedermeier (Rechtsanwalt)
%
Mittlerweile sehe ich das so, da "Sysop" per Definition
inkompetent bedeutet.  Wer sich so bezeichnet, ist ein Idiot.
Punkt.
		-- Christian 'naddy' Weisgerber
%
Die Faszination des Internet macht schlielich aus, da es sich um
eine Vision in der Tradition klassischer Utopien handelt.  Hier
tummelt sich ein groer Teil derer, die auf der Suche nach anderen,
besseren Werten sind.  Es sind diejenigen, welchen im Kampf um
Parkpltze, Fernreisen und die lngste Praline der Welt noch nicht
vllig abgestumpft sind und die ihr Unbehagen an der Kultur des
Postkapitalismus noch immer spren.
		-- c't 9/95, "Das Netz, der Mll und der Tod"
%
Wer meint, LINUX sei umsonst, der irrt.  LINUX kostet (nur etwas)
Mhe. (Ergnzung: Andere Systeme kosten Geld und viel Mhe.)
		-- Thomas Corell
%
TeXse [...chs...] die; -, -n (ugs. abwertend fr: TeX-Schreiberin)
		-- Eberhard Mattes
%
Ich bin mde, also bin ich.
		-- Andreas Porr
%
Es wird Zeit, auch bei Rechnern das Zwei-Schichten-System einzufhren.
Eine Schicht DOS, eine Schicht Erde, ...
		-- Jens-Goerke
%
La Dich mit Hirn fttern, bevor man Dich mit X11 fttert.
		-- Heiko Schlichting
%
<F> Hat hier schon jemand Erfahrungen gemacht mit dem Provider contrib.net?
<A> Ja, man nennt ihn neuerdings timeout.net
		-- Oliver Raupach
%
Bernd Eckenfels: gut geklaut :)
Lutz Donnerhacke: Natrlich, auf gute Gedanken komme ich eh' nicht von allein.
%
Es wird hier viele Leser geben die den englischen Namen
einer Newsgruppe zwar _bersetzen_ aber nicht _interpretieren_
knnen.  Da liegt der Haken.
		-- Martin Spott
%
Um Rekursion zu verstehen, mu man entweder einen kennen,
der sie versteht, oder sie schon verstanden haben. 
		-- M. Freericks
%
> Betriebssystem ...  : MS-DOS
Falsche Angabe.  Hier drfen nur Betriebsysteme eingetragen werden.
		-- Nora E. Etukudo
%
Durchsetzen wird sich das, was am meisten Machtinteressen hinter sich
vereint.
		-- AK Datenbrgersteige, KIF 23,0
%
Es braucht dann allerdings Tage, bis jemand sehr lange Ohren bekommt.
		-- Lutz Donnerhacke zu Spamcancels
%
Merke: Das Wort ALLE gibts im Internet nur einmal:
ALLE Hosts verwenden die TCP/IP-Protokolle. 
		-- Wulf Alex
%
Wenn ich mir so die Qualitt mancher Gateways anschaue, wundert es mich nicht,
da die Programmierer sich nicht trauen, den Source rauszurcken.  Wo sollten
sie den auch posten?  In de.talk.jokes? 
		-- Heiko Schlichting, de.admin.news.misc
%
Hacker beim Surfen auf Datenautobahn schwer verunglckt.
		-- Helge Oldachs berschriftenvorschlag fr Boulevardpresse
%
<K> Versionen 1 und 2 von ZConnect sind niemals an die ffentlichkeit gelangt
<A> Man haette diese Vertriebspolitik beibehalten sollen...
		-- Kristian Khntopp und Axel Zinser in de.admin.news.misc
%
Nachklausuren sind ja so etwas enttuschendes ... 
wenn der Spreu versucht, sich als Weizen zu tarnen.
		-- Herwig Henseler, Uni Oldenburg
%
TELEKOM und CHAOS stehen immer in einer SEHR engen Beziehung.
		-- Thomas Meier
%
Mit Gateways wchst zusammen, was nicht zusammen gehrt.
		-- Heiko Schlichting
%
Der Auslieferungszustand manches kommerziellen Un*xes ist unsicherer
als ein Linux-System ohne root Passwort...
		-- Bernd Eckenfels
%
Ein Auto mit KAT pustet weniger Schadstoffe in die Umwelt als eins
ohne KAT. Aber deshalb verpestet es trotzdem weiterhin die Umwelt.
Und deshalb sollte man sich weiterhin genau berlegen, wann man
das Auto benutzt und wann man es lieber mal stehen lt.

Das gleiche gilt fr Crosspostings...
		-- Andreas M. Kirchwitz
%
Du sollstest nach einem InterNet Anschlu suchen, was Du momentan
hast ist ein Anschlu bei Germany.Net und das ist vergleichbar mit einem
Telefon ohne Whlscheibe und Klingel...
Klar da Dir ein Telefonbuch nichts ntzt.
		-- Lutz Donnerhacke
%
Ihr seid alle durchgeknallt.
		-- Olaf Titz zu Mail Wars zwischen P. Mandrella und R. Babel
%
Nur ein isoliertes ZConnect-System ist ein gutes ZConnect-System.
		-- Christian 'naddy' Weisgerber
%
Wenn mich einer "Sysop" nennt, schmei ich ihn gleich wieder zur Tr
raus. Ich la mich doch nicht von jedem dahergelaufenen DAU beleidigen.

PS: Die korrekte Anrede ist latrnich "Herr Datenrat". :-)
		-- Ulli 'Framstag' Horlacher
%
Hattest du mal lnger nichts zu tun oder woher weit du das alles???
		-- Thomas Heyligers ber Joey
%
Wenn eine Gruppe "sex" im Namen hat, dann ist sie schon
von Vornherein als Sex-Gruppe abgestempelt.
		-- Florian Koelln (koelln@cs.tu-berlin.de)
%
"Wie schreibt man SunOS?" "SunOS. Wie man es spricht. Mit groem SOS."
		-- gewidmet Roland Kaltefleiter
%
Internet? Das ist doch dieses WWW-Netz?
		-- IBM Technischer Support, November 1994
%
Nicht derjenige, der Datenschutz fordert, attakiert das Netz, sondern
derjenige, der ihn aus Jux und Dollerei (aus Neugier, Spieltrieb, ...)
verletzt.
		-- Werner Icking (icking@sunick.gmd.de)
%
Jaja. Die Heisenbergsche Unschrferelation soll nur die Rechenfehler
der Simulationshardware verdecken.
		-- lutz@iks-jena.de (Lutz Donnerhacke) ber simulierte Realitt
%
Russische Satelliten-Flotte reif frs Museum
		-- Heise Newsticker
%
> Zur Strafe, weil Du nicht rechnen kannst, mut Du zwei Wochen lang
> ein "Rechenzentrum" mit 25 NT Servern administrieren.
Heit das nicht Rebootzentrum? :)
		-- Roger Schwentker u. Philipp Buehler in d.a.s.r 
%
Ein Programm sollte nicht nur Hand und Fu, sondern auch Herz und Hirn haben.
		-- Michael Anton
%
Wenn man sich nher mit Linux beschftigt, wird man nie versuchen,
WinNT das Attribut "stabil" aufzudrcken!
		-- b_rad.fire@wolfsburg.de
%
Windows ist der One-Night-Stand unter den Betriebssystemen. Man fhlt
sich so billig, wenn man es benutzt hat.
		-- Illiad in uf
%
MS-Benutzer zu verhohnepiepeln ist eigentlich so
unweidmnnisch wie tote Schafe zu treten. Trotzdem sehr
angenehm wollig-warm im Tritt.
		-- Andreas Kabel in de.admin.net-abuse.misc
%
Wenn Schwachsinn Beine htte, wrde er weglaufen.
		-- Andreas Kalbitz <felix-hh@t-online.de> in Pingos-Mailingliste
%
Mit doppelseitig bestrichenen Sandwiches baut man das
Perpetuum Mobile nach Murphy.
		-- Kristian Koehntopp in dasr
%
Auerdem noch [..] die Distribution fr Puristen, denen technische
Eleganz und Qualitt und philosophisch reine Lehre der `freien Software'
ber totale Einfachheit geht (Debian) und viele mehr.
		-- Anselm Lingnau in de.comp.os.unix.discussion
%
Geben Microsoft-Compiler denn Warnungen aus, wenn deklarierter Typ und
Typ-anhand-des-Variablennamens nicht bereinstimmen?
		-- Anselm Lignau in de.comp.os.unix.programming
%
Als Newbie mchte ich wissen ob man unter Linux Vieren befrchten mu?       
Rein statisch gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit, unter Linux von einer     
Vier erwischt zu werden, nicht grer, als eine Null verpat zu bekommen.  
		-- Christoph Lorentz in dcoulm
%
Was ist das, ein Winword-Dokument? Stell' Dir vor, es gibt tatschlich
noch Leute, deren Anwendersoftware oder sogar Betriebssystem nicht von
der kleinen unbedeutenden Klitsche aus Redmond stammen.
		-- Ulf Neumann in d.r.t.k
%
NT ist auch ein UNIX - es ist ja schlielich in C geschrieben.
		-- Compaq Techsupport Hotline
%
Administrator kann sich heute anscheinend jeder nennen, der NT ohne
Mami installieren kann.
		-- Sebastian Seitz in de.comp.os.ms-windows.nt
%
Das ist aber was Xiges. Und ich bin doch was consoliges ... :(
		-- Sven Paulus in de.alt.sysadmin.recovery
%
Assembler ist eine Methode, Programme, die zu langsam laufen,
so umzuschreiben, da sie berhaupt nicht mehr laufen.
		-- Programmiererweisheit
%
Wenn ich einem Schwein eine RedHat-CD um den Hals binde und es trete
kann man sagen, da KDE & Co. auch ohne Ram schnell laufen.
		-- Robin S. Socha in de.comp.os.unix.linux.newusers--
%
Wir alle wissen, da Linux groartig ist.  Es bentigt fr unendliche
Schleifen lediglich 5 Sekunden.
		-- Linus Torvalds
%
Portablilitt ist fr Leute, die keine neuen Programm schreiben knnen.
		-- Linus Torvalds
%
Wahre Mnner machen kein Backup.
Sie legen ihre Quellen auf ffentliche FTP-Server und lassen die Welt kopieren.
		-- Linus Torvalds
%
Leider wurde in der Mail nicht das ganze Ausma der potentiellen Bedrohung
skizziert: Man denke nur an Folgendes: Kind spielt mit Konqui und hat eine
Hautkontaktallergie fr Plsch. Daraufhin gibt es eine Hautrtung, das Kind
fngt an zu krakeelen und brllt seine Mitkindergartenkinder an. Diese bekommen
einen Stresszustandschock und werden pltzlich automatisch vllig Anti-Linux
eingesetllt. Die terrorisieren daraufhin ihre Eltern so lange, endlich
Kartoffelknlch auch auf Windows zu portieren, da alle sich von Freier Software
abwenden. Dieses alles vor Augen plant eine komibinerte KDE- und GNOME-Taskforce,
dieses zu verhindern und mit einem Anschlag von vernussten Schokoriegeln
Allergieschocks auszulsen. Die erbosten Eltern erkennen rechtzeitig dieses
perfide Vorgehen und rsten eine Gegen-Miliz aus. Es kommt zu Straenkmpfen und
Autoblockaden in der Karlsruher Innenstadt. Das Dorint wird komplett verwstet
und verklagt uns auf 2 Mrd. US$ Schadensersatz. Daraufhin verklagt SCO/Caldera
das Dorint auf 4 Mrd. US$ Schadensersatz, wegen Patentverletzung auf Klagen ber
2 Mrd. US$.  Die deutsch-amerikanischen Beziehungen werden noch nachhaltiger
gestrt. Die Bundesregierung, die Karlsruher IHK, die LUG Kiel und Amnesty
International intervenieren und fordern als Konsequenz Freie Software komplett zu
verbieten, OpenBSD erklrt den Endsieg ber alle freien Unices und TCPA wird als
Schulfach in der dritten Klasse eingefhrt. DRM wird als Folge verpflichtend als
Chip in den Hypothalamus implantiert und unumgehbar implementiert. Derweil hat
sich das Core-Team lngst am denkmalgeschtzten Schornstein der Gartenhalle
hochgehangelt, wo bereits der Rescue-Heli (oder -Hubi) wartet.
Glcklicherweise hat bis heute Kambodia kein Auslieferungsabkommen mit
anderen Staaten fr politisch verfolgte Software-Flchtlinge und wir genieen
mit Cuba-Libres am Strand unseren Lebensabend. Mit Wave-LAN und DSL.

Ich finde, wir sollten den Kindergarten machen.
		-- Nils Magnus (Diskussion ber Kinderecke auf LT)
%
Du hast eine API. Ob Du diese API mit Assembler, C, C++ oder in
Keilschrift ansprichst ist eigentlich egal.
		-- Christian Palmes (in einer Assemblernewsgroup zum Thema VC++ und
  DirectX/OpenGL-API)
%
Die drei Feinde des Programmierers? Sonnenlicht, Frischluft und das 
unertrgliche Gebrll der Vgel.
		-- Spruch in einer Newsgroup.
%
[GEMA-freie Musik:] Hrt sich an wie Hardcore-Esotherik-Gesynthesize
aus dem Bachblten-Shop.
		-- Thomas Schreyegg 
%
Jeden Tag werden wir mit Anrufern konfrontiert, die einfach die
Dokumentation nicht gelesen haben und deswegen unseren User Help Desk
in Anspruch nehmen. Deshalb hat sich hier der Spruch "Wer lesen kann,
ist klar im Vorteil!" eingebrgert.

Da wir viele auslndische Kollegen haben und Englisch Umgangssprache
ist, habe ich das mal vom Babelfish bersetzen lassen. Aus dem Spruch
"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!" wurde
"Who can read is clear in the advantage", 
logisch, da wir seither die englische bersetzung verwenden..."
%
Es ist weder ntig, noch sinnvoll, vor Satzzeichen ein Leerzeichen
einzufgen (plenken). Tut man es dennoch , wie in diesem Beispiel
, knnte das so aussehen .
		-- Hajo Pflger in d.n.q.
%
"Frag mal, auf was fr uptimes man kommt, wenn man Software-Entwicklung
 unter NT macht..."
"Das knnen bis zu dreiig Minuten werden - in der  Mittagspause."
		-- Andreas Bogk, Kai Fett, de.alt.sysadmin.recovery
%
Der SM-BOFH empfiehlt wild geschwungenes AUI-Kabel mit aufgesteckten
Transceivern, whrend man auf seinem RAID-Rack, gezogen von 12 Winword-Usern,
durch die Gnge brettert. (Dazu Wagner_Walkuerenritt.mp3)
		-- Daniel Moehwald in d.c.o.l.m.
%
Geh doch z.B. mal zu Vobis und frag nach einem Token Ring. Die schicken
Dich wahrscheinlich ins nchste Sportgeschft.
%
Linux: die Schweizer Offizierskettensge
%
> Naja, kann aber nicht das Heilmittel sein. Ich hab IE5 mit OE5
Klingt richtig gut! Wann kommt aeeeh5 und wann ueeeh5?
		-- Helmut Hullen
%
Sie: "Sie werden primr mit NT arbeiten, ..."
Ich: "... wenn ich ab und an mal fluchen darf..."
Sie: "Ach - das geht sowieso unter."
%
> Spiele ich halt wieder Frisbee mit der NT CD.  [Ulrich Eckhardt]
Funktioniert nicht. Strzt immer ab.           [Hans Pueschel]
%
Was ist der Name fr einen Tag, an dem jeder Computer in Deiner Nhe
nur Scheie baut?
Ein Wochentag.
  de.alt.sysadmin.recovery
%
Ein Computer, dessen System schlauer sein will als der Benutzer, ist
wie ein Hammer, der nur Ngel mit exakt 5 cm Lnge in die Wand schlgt.
		-- A. Schwenke
%
Microsoft Gesundheit 2000 konfiguriert Ihr Immunsystem.  Dies kann
einige Zeit dauern. Wenn Ihr Krper fr lngere Zeit nicht reagiert,
sterben Sie bitte: Die Installation wird dann nach Ihrer Auferstehung
fortgesetzt.
		-- A. Skau in asr
%
Werden bei "NT Server" die Turnschuhe eigentlich mitgeliefert?
		-- Jens Dittmar in de.comp.os.unix.discussion
%
Eine root shell ist wie eine ungesicherte Pump gun:  Einmal husten und 
Du hast Schuhgre 82.
		-- Jens Benecke
%
Aber, der Aufwand, Linux zu installieren und vim zu lernen ist *IMMER*
geringer, als Outlook das Schreiben von vernnftigen Mails beizubringen. ;)
		-- Jens Benecke
%
Heute kann man ja noch nicht einmal mehr eine AOL-CD aus dem Fenster
werfen, ohne jemanden zu erschlagen, der gerade einen SUSE Karton nach
Hause schleppt.
		-- dasr
%
Witz des Tages: Habe Suse 6.x installiert, beim booten bricht linux
mit der Fehlermeldung "login" ab. Was mache ich falsch?
%
> Ich seh da nur Kstchen und Hyrogliephen (oder wie die Dinger heien)
Es sind Dortoglyphen, denn sie sind ja nicht hier. Sonst wren es
Hieroglyphen.
		-- Falk Dbbert <falk.duebbert@gmx.de> in de.rec.fotografie
%
> Dann hast du keine japanischen Fonts installiert. Aber Bilder sagen
> mehr als 1000 Worte.
DAS habe ich gesehen. Ich hab jap. Fonts einfach aus
Kompabilittsgrnden mit meinem Gehirn nicht installiert.
		-- Andreas Gugau <postmaster@andreas-gugau.de> in de.rec.fotografie
%
>>Habt Ihr noch alle Tassen im Schrank?
>Die vi-Referenztassen?
Nun, das Emacs - Referenzfa war jedenfalls nicht gemeint ...
		-- Hans Bonfigt und Christoph Moench-Tegeder, de.org.ccc
%
Zitat aus einer Microsoft-Verffentlichung zu Linux im Handel:
   'Geringe Sicherheit
     "Open Source" heit, jeder Anwender erhlt eine Kopie des Quellcodes.
     Dabei stoen Entwickler, die mit Linux arbeiten, hufig auf
     Sicherheitslcken. Auf Microsoft Windows trifft dies nicht zu.'

So formuliert wrde der Satz stimmen:
'"Open Source" heit, jeder Anwender erhlt eine Kopie des Quellcodes.
 Auf Microsoft Windows trifft dies nicht zu.'

Man mu nur dieses komische, zusammenhanglose Ding in der Mitte streichen.

		-- Patrick von der Hagen (in debian-user-de@jfl.de)
%
... Schade. Einer, der den grossen Durchblickstrudel berstanden
hatte, und gerade andgefangen hatte, ber das Gesehene zu plaudern...
		-- Boris Harss (als Kommentar zu Douglas Adams Tod in de.rec.fotografie)
%
Quick C ist nicht Quick, SMTP ist nicht Simple, LDAP ist nicht
Lightweight, SQL ist nicht Structured, Windows 2000 Professional ist
nicht Professional.  Seht ihr?  Ist doch ganz einfach.
		-- Felix von Leitner in de.comp.security.misc
%
Zum Thema "SuSE ein Element von Linux" meinte Felix von Leitner:
"SuSE verscheuert eine Bastardisierung eines zusammenkopierten
Softwarehaufens, wo zufllig auch der Linux Kernel drin vorkommt."
Message-ID: <slrn96m73q.8p6.fefe@baileys.convergence.de>
%
Wenn der Kernel keinen Treiber fr das ATAPI-CDROM hat,
wie soll er dann dafr eine SCSI-Emulation machen?
Merke: erst denken, dann posten.
		-- Felix von Leitner
%
Wieso erdreistest Du Dich dann eigentlich,
hier Bandbreite zu verschwenden?
		-- Felix von Leitner
%
RAID 5 ist ein Fachbegriff der Informatik und beschreibt den
Beweis, das Verteilung einer parallelen Anwendung nicht zwangslufig
zu Performance- oder Ausfallsicherheitsgewinnen fhrt.
		-- Felix von Leitner
%
IPv6 wird zum Protokoll-Unterbau des Internet.
		-- Felix von Leitner
%
Man knnte doch heute keinen NT Rechner mehr aus dem Fenster schmeien,
ohne auf dem Gehweg jemanden zu treffen, der gerade ein SuSE Linux Paket
unter dem Arm schleppt? 
		-- Detlef Bosau in de.comp.os.unix.networking
%
>| X-Mailer: Mozilla 4.73 [en] (Win98; I)
Wie sollst Du auch verstehen knnen?
		-- Stefan Scholl in dasr
%
Sie knnen Ihr Geld natrlich auch zum Windows hinauswerfen!
%
"Wie haben andere Linux Benutzer ihr `erstes Mal' mit Linux erlebt??"
"Wir haben danach gemeinsam eine Gitanes geraucht und nochmal ber
alles geredet."
		-- P.Vollmann und Stefanie Teufel in dcolm
%
Kein Wort gegen Outlook Express, das ist ein klasse Newsreader!
Problematisch wird es erst, wenn man ihn als Newsposter einsetzen
will. ;-)
		-- Weber in dcoud
%
LaTeX erfordert ein Mindestma an Intelligenz vom Benutzer - Word
nur starke Muskeln in dem Finger, mit dem der Reset-Knopf bedient wird.
		-- Robin S. Socha in de.comp.text.tex
%
Warum mu ich bei "Verwaltung von Problemlsungen fr eine
EDV-Abteilung" an einen Waffenschrank denken?
		-- Robin S. Socha in de.comp.os.unix.linux.misc
%
Das neue Windows 95 kann einfach alles, dank 32 Bit. Wenn ich 32 Bit 
getrunken habe, glaube ich auch immer, da ich alles kann."
		-- Thomas Koschwitz, Moderator
%
Man tut was man kann. Kann man aber wirklich immer das was man tut?
		-- WoKo in dag
%
Die einen sagen, was sie wissen,
die anderen wissen, was sie sagen.
		-- Michael Uhlemann
%
Mir fllt nichts ein, womit ich spielen kann,
deshalb mache ich immer so produktive Sachen
		-- Michael Uhlemann
%
Woran erkennt man LaTeX-Benutzer?
Sie haben gebrochene Finger.
		-- Michael Uhlemann
%
Drauen ist Krieg
		-- Michael Uhlemann, Silvester 2000
%
Vertraue keinem Kostenplan, von dem Du keinen Quellcode
(detaillierte Aufstellung) bekommst.
		-- Michael Uhlemann
%
Eindeutig ist nicht steigerbar.
		-- Michael Uhlemann
%
Computer knnen nicht denken.
Nur Menschen denken, da Computer denken.
		-- Michael Uhlemann
%
Nicht von Nebenschlichkeiten aus der Ruhe bringen lassen.
Bei genauerer Betrachtung ist alles nebenschlich.
		-- Oliver Zendel
%
Das sage ich nun wirklich nie!
Das ist wohl eher Joeys Satz.
		-- Oliver Zendel
%
Die Erfahrung hat gelehrt,da Kriege sich nicht mehr begrenzen lassen;
alle modernen Kriege werden am Ende zu Weltkriegen. Und keine der
groen Nationen zumindest kann sich beraushalten. Wenn wir uns aber
nicht aus dem Krieg heraushalten knnen, bleibt uns nur die Hoffnung
ihn zu verhten.
		-- Robert H.Jackson
%
Echte Natur ist niemals, Affektation hingegen berall lcherlich.
		-- Friedrich Heinrich Jacobi (Auserlesener Briefwechsel)
%
Der Charakter des Menschen sitzt nicht im Verstande, sondern im
Herzen.
		-- Friedrich Heinrich Jacobi
%
Eine gute Kritik mit einem falschen Resultat ist immer besser als eine
schlechte Kritik mit einem richtigen Resultat.
		-- Siegfried Jacobsohn
%
Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben, besteht in der
Kunst, jeden seiner Individualitt nach zu verstehen.
		-- Friedrich Ludwig Jahn
%
Der Mann soll kein Schustck der Frau, Sie kein Spielzeug fr Ihn
werden.
		-- Friedrich Ludwig Jahn
%
Gott duldet keinen Widerspruch, denn Priester und Glubige fhlen sich
seinetwegen berufen. Und wessen sie fhig sind, die Kundschaft davon
hat nicht einmal die Geschichte unterdrcken knnen. Sie sind zu allem
fhig.
		-- Hans Henny Jahnn
%
Wir leben in einem Lande, in dem einer zum Verbrecher wird, wenn er
JENEN lstert, den niemand kennt.
		-- Hans Henny Jahnn
%
Man wird nicht schlecht, wenn man aufhrt an Gott zu glauben; man wird
nicht einmal natrlicher - allenfalls wird an behutsamer im Urteilen -
und duldsamer gegen lstige Wahrheiten.
		-- Hans Henny Jahnn
%
Ein Ding ist dann wichtig, wenn irgend jemand denkt, da es wichtig
ist.
		-- William James
%
Wir mssen heute nach den Wahrheiten leben, die uns zur Verfgung
stehen, dabei aber immer bereit sein, sie morgen Irrtmer zu nennen.
		-- William James
%
Genie ist oft nur die Fhigkeit, auf ungewhnliche Art zu schauen.
		-- William James
%
Man mu viele kleine Glcksfeuer anznden, das macht diese verfluchte
Welt ein wenig heller.
		-- Janosch (alias Horst Eckert)
%
Grundstzliches Einverstndnis ist die hflichste Form der Ablehnung.
		-- Hans Jaray
%
Man kann den 20-bndigen Brockhaus auf eine Rolle Tesafilm schreiben.
Das wird dann wohl Tesa-Rom heien.
		-- Gnter Jauch am 10.2.99 in Stern TV
%
Die grten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben knnen.
		-- Jean Jaurs
%
Man darf nie soviel Arbeit haben, da man keine Zeit mehr zum
Nachdenken hat.
		-- William M. Jeffers
%
Man mu jedem Hindernis Geduld, Beharrlichkeit und eine sanfte Stimme
entgegenstellen.
		-- Thomas Jefferson
%
Betrachte alles von der guten Seite.
		-- Thomas Jefferson
%
Mit dem, was du selbst tun kannst, bemhe nie andere.
		-- Thomas Jefferson
%
Es wrde nie einen Unglubigen gegeben heben, htte es nie einen
Prister gegeben.
		-- Thomas Jefferson
%
Banken sind gefhrlicher als stehende Armeen
		-- Thomas Jefferson
%
Wenn ich nur eine Partei in den Himmel kommen knnte, wrde ich dort
gar nicht hingehen.
		-- Thomas Jefferson
%
Zusammen mit der Moral eines Volkes geht auch sein Schaffensdrang
verloren.
		-- Thomas Jefferson
%
Schlechte Kandidaten werden gewhlt von guten Brgern, die nicht zur
Wahl gehen.
		-- Thomas Jefferson
%
Der Direktor kennt seine Arbeiter nicht einzeln,
aber er kennt ihren Gesamtwert.
		-- Elfriede Jelinek
%
Die entscheidenen Vernderer der Welt sind immer gegen den Strom
geschwommen.
		-- Walter Jens
%
Wer so gut spricht, kann nichts Wahres sagen.
		-- Walter Jens
%
Erfolg ist die Kunst, Fehler zu machen, die kein anderer bemerkt.
		-- Martin Jente
%
Solange noch Leben und Atem in dir sind, mach dich von niemand
abhngig! bergib keinem dein Vermgen, sonst mut du ihn wieder darum
bitten.
		-- Jesus (Sirach)
%
Bedenke das Ende.
		-- Jesus (Sirach)
%
Jedes Lebewesen liebt seinesgleichen, jeder Mensch den, der ihm 
hnlich ist.
		-- Jesus (Sirach)
%
Ich habe begriffen, wie mnnlich, patriacharlich Theolgie und
Glaubensvernichtung bisher ausgerichtet waren.
		-- Maria Jepsen
%
Takt ist, wenn man's genau betrachtet, eine Art von Hellseherei.
		-- S. O. Jewett
%
Sabine, ich sag's ungeschminkt,
Ich will Dich nicht,
Dein Versma hinkt.
		-- Jess Jochimsen
%
Die Kraft der Seele wchst und festigt sich in dem Mae, als man die
Beschwerden mit Geduld ertrgt.
		-- Hl. Johannes vom Kreuz
%
Alln Gutes tun, aber einem jede die eigene Verantwortung lassen.
		-- Johannes XXIII.
%
Wenn man zu weit in die Zukunft schaut, luft man Gefahr, den Mut zu
verlieren.
		-- Johannes XXIII.
%
Wer Almosen gibt, gewhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu 
bewundern.
		-- Johannes I. Chrysostomos
%
Das erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit.
		-- Hiram Warren Johnson
%
Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken.
		-- Samuel Johnson
%
Soll den Menschen beigebracht werden, die Wahrheit zu sagen, so mssen
sie auch lernen, sie zu hren.
		-- Samuel Johnson
%
Vorsicht ist die Einstellung, die das Leben sicher macht, aber selten
glcklich.
		-- Samuel Johnson
%
Es erweist sich, da das was Weltkenntnis genannt wird, die Menschen
eher schlauer als gut macht.
		-- Samuel Johnson
%
Der Sinn des Reisens besteht darin, die Vorstellungen mit der
Wirklichkeit auszugleichen, und anstatt zu denken, wie die Dinge sein
knnten, sie so zu sehen, wie sie sind.
		-- Samuel Johnson
%
Alle Macht der Fantasie ber die Vernunft ist eine Art Wahnsinn.
		-- Samuel Johnson
%
Die Ehe ist das teuerste Verfahren, seine Wsche umsonst gewaschen zu
bekommen.
		-- Franklin Jones
%
Man mu viel Geschmack haben, um dem seines Zeitalters zu entgehen.
		-- Simon-Theodore Jouffroy
%
Es kommt der Tag, da man einen einzigen Mangel bemerkt, und zwar nicht
den Gegenstand eines Begehrens, sondern das Begehren selbst.
		-- Marcel Jouhandeau
%
Wer gewisse Beglckungen genossen hat, lernt dann noch ein anderes 
Glckgehl kennen; nichts mehr vom Leben zu erwarten, obwohl man
weiterlebt.
		-- Marcel Jouhandeau
%
Eine Gesellschaft von Schafen mu mit der Zeit eine Regierung von
Wlfen hervorbringen.
		-- Bertrand de Jouvenel
%
Die Politik "Auge um Auge - Zahn um Zahn" kann letztlich nur zu einer
Gesellschaft von Blinden und Zahnlosen fhren.
		-- Ernst Jnger
%
hnlichkeit ist nichts anderes als Wiederkehr.
		-- Ernst Jnger
%
Ein Allgemeines, das sich nicht vereinzelt, hat kein Leben in uns.
		-- Friedrich Georg Jnger
%
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
		-- Friedrich Georg Jnger
%
Wer an einen Glauben glaubt, der lt andere fr sich glauben.
		-- Friedrich Georg Jnger
%
Alles, was Spa macht, hlt jung.
		-- Curd Jrgens
%
Wer nie verliert, hat den Sieg nicht verdient.
		-- Udo Jrgens
%
Ich habe die Erfahrung gemacht, da selbst Raubtiere dem Menschen
nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander.
		-- Julian (rmischer Kaiser, 331-363)
%
Moses sagt: 'Gott ist eiferschtig'; und anderswo: 'Unser Gott ist ein
verzehrendes Feuer.' So seht ihr also etwas Gttliches darin, wenn
Gott als neidisch bezeichnet wird, whrend ein eiferschtiger und
mignstiger Mensch euch tadelnswert erscheint?
		-- Julian (rmischer Kaiser, 331-363)
%
Ihr seid so elend, da ihr nicht einmal dem treu bleibt, was die
Apostel euch berliefert haben ... Weder Paulus noch Matthus noch
Lukas noch Markus haben Jesus Gott zu nennen gewagt. Vielmehr hat
zuerst der wackere Johannes sich erdreistet, diese Bezeichnung zu
gebrauchen, da er bemerkte, da bereits eine groe Menge in vielen
hellenischen und italienischen Stdten von dieser Krankheit ergriffen
sei. --- Dieses eine bel geht auf Johannes zurck. Wer aber knnte
gebhrend seinen Abscheu uern ber die vielen, die ihr noch erfunden
habt?
		-- Julian (rmischer Kaiser, 331-363)
%
Ist es nicht im hchsten Grade widersinnig, wenn Gott dem Menschen,
den er selbst geschaffen hat, die Kenntnis des Unterschiedes von gut
und bse vorenthlt? ... Ein solcher Mensch wird offenbar einmal das
bel nicht meiden, und andererseits auch nicht dem Guten nachstreben.
Was aber die Hauptsache ist: Gott hat nicht gewollt, da der Mensch an
vernnftiger Einsicht teilhabe, und dabei gibt es nichts, was fr den
Menschen greren Wert htte ... Wenn es so steht, mu man Gott als
mignstig bezeichnen.
		-- Julian (rmischer Kaiser, 331-363)
%
Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.
		-- Carl Gustav Jung
%
Fanatismus findet sich nur bei solchen, die einen inneren Zweifel zu
bertonen versuchen.
		-- Carl Gustav Jung
%
Es ist leichter, zum Mars vorzudringen, als zu sich selbst.
		-- Carl Gustav Jung
%
Die Zukunft hat schon begonnen.
		-- Robert Jungk (eig. Robert Baum)
%
Adel liegt einzig und allein in der Tugend.
		-- Decimus Iunius Juvenal (Satiren)
%
Um verlorenes Hab und Gut werden die echtesten Trnen geweint.
		-- Decimus Iunius Juvenal
%
Kein Bsewicht kann glcklich sein.
		-- Decimus Iunius Juvenal
%
Ohne das Pathos eines Absoluten kann der Mensch nicht existieren.
		-- Karl Jaspers
%
Da wir miteinander reden knnen, macht uns zu Menschen.
Aber so verdeckt war es doch wesentlich interessanter.
		-- Karl Jaspers
%
Der gesunde Menschenverstand ist blind sowohl fr das uerst Bse
wie fr das hchst Gute.
		-- Karl Jaspers
%
Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst
hervorbringen soll.
		-- Karl Jaspers
%
Was nicht in die Masse dringt, ist unwirksam.
		-- Karl Jaspers
%
Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.
		-- Karl Jaspers
%
Gleichgltigkeit ist die mildeste Form der Intoleranz.
		-- Karl Jaspers
%
Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verllich, am
wenigsten in grter Not.
		-- Karl Jaspers
%
Die Voraussetzung fr einen freien Staat ist ein Maximun an
ffentlichkeit.
		-- Karl Jaspers
%
Der Krieg ist in wachsenden Umfang kein Kampf mehr, sondern ein
Ausrotten durch Technik.
		-- Karl Jaspers
%
Die ungehemmte Vermehrung, als natrlicher Anspruch berall bejaht,
von Kirchen und Staaten gar gefordert, ist als solche schon ein
potentieller Eroberungsakt. Geburtenbeschrnkung dagegen wird einst
ein unumgnglicher Friedensakt sein.
		-- Karl Jaspers
%
Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn
verstehen und annehmen kann.
		-- Joseph Joubert
%
Ein einziger schner Klang ist schner als langes Gerede.
		-- Joseph Joubert
%
Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit,
der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht
sicher ist.
		-- Joseph Joubert
%
Lehren heit zweimal lernen.
		-- Joseph Joubert
%
Der Abend des Lebens bringt seine Lampe mit.
		-- Joseph Joubert
%
Zeichnen ist Sprache fr die Augen, Sprache ist Malerei fr das Ohr.
		-- Joseph Joubert
%
Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn.
		-- Joseph Joubert
%
Die das Laster liebenswrdig machen, schtze ich doch hher als die,
welche die Tugend erniedrigen.
		-- Joseph Joubert
%
Wer seine Meinung nie zurckzieht, liebt sich selbst mehr als die
Wahrheit.
		-- Joseph Joubert
%
Um in der Welt Erfolg zu haben, braucht man Tugenden, die beliebt, und
Fehler, die gefrchtet machen.
		-- Joseph Joubert
%
Man soll der Opposition stets einen Knochen zum Nagen lassen.
		-- Joseph Joubert
%
Das beste im Menschen sind seine jungen Gefhle und seine alten
Gedanken.
		-- Joseph Joubert
%
Du kannst Dein Leben weder verlngern noch verbreitern, nur
vertiefen.
		-- Joseph Joubert
%
Es gibt auf Abenteuer ausgehende Geister, die ihre Ideen nur vom 
Zufall erwarten und empfangen.
		-- Joseph Joubert (Gedanken, Versuche und Maximen)
%
Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen 
fhig sind.
		-- Joseph Joubert (Gedanken, Versuche und Maximen)
%
Abwesenheit mu man durch Erinnerung ergnzen. Das Gedchtnis ist 
der Spiegel, in dem wir die abwesenden erblicken.
		-- Joseph Joubert (Gedanken, Versuche und Maximen)
%
Alles altert, selbst die Achtung, wenn man sich nicht in Acht nimmt.
		-- Joseph Joubert (Gedanken, Versuche und Maximen)
%
Wir achten auch wider Willen die, welche wir geachtet sehen.
		-- Joseph Joubert (Gedanken, Versuche und Maximen)
%
Wir verlieren immer die Liebe derjenigen, die unsere Achtung 
verlieren.
		-- Joseph Joubert (Gedanken, Versuche und Maximen)
%
Flirtende Ehemnner am Strand sind keine Gefahr, denn sie schaffen es
nicht lange, den Bauch einzuziehen.
		-- Heidi Kabel
%
Die Emanzipation ist erst dann vollendet, wenn gelegentlich auch eine
total unfhige Frau in eine verantwortliche Position aufrcken kann.
		-- Heidi Kabel
%
Er trat aus der Kirche aus und wurde Christ.
		-- Hugo Ernst Kufer
%
Wenn eine Frau ihr Herz ausschttet, fragt Sie nicht lange, wohin.
		-- Helmut Kutner
%
Menschen werden schlecht und schuldig, weil sie reden und handeln,
ohne die Folgen ihrer Worte und Taten vorauszusehen.
		-- Franz Kafka
%
Du mut nur die Laufrichtung ndern, sagte die Katze zur Maus und
fra sie.
		-- Franz Kafka
%
Was ich geleistet habe, ist nur ein Erfolg des Alleinseins.
		-- Franz Kafka
%
Das Buch ist die Axt fr das gefrorene Meer in uns.
		-- Franz Kafka
%
Je lnger man vor der Tr zgert, desto fremder wird man.
		-- Franz Kafka
%
Richtiges Auffassen einer Sache und Miverstehen der gleichen Sache
schlieen einander nicht aus.
		-- Franz Kafka
%
Der Krieg ist das Ergebnis entsetzlicher Phantasielosigkeit!
		-- Franz Kafka
%
Jeder, der sich die Fhigkeit erhlt, schnes zu erkennen, wird nie
alt werden.
		-- Franz Kafka
%
Die Fesseln der gequlten Menschheit sind aus Kanzleipapier.
		-- Franz Kafka
%
Die Notwendigkeit, Christentum und Theologie gleichwohl aufs neue zu
kritisieren, ergibt sich aus der simplen Tatsache, da sie
fortbestehen. Der Strahl der Vernunft mu erneut gegen die heutigen
Reprsentanten der Religion gerichtet werden, die vom universalen
Trend zum Vergessen profitieren.
		-- Joachim Kahl (Das Elend des Christentums)
%
Wer sich ber das Christentum nicht emprt, kennt es nicht.
		-- Joachim Kahl
%
Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der
knstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker,
Theologen und Kirchenfunktionre den Anschein von Lebendigkeit zu
erwecken vermag.
		-- Joachim Kahl
%
Das Neue Testament ist ein Manifest der Unmenschlichkeit, ein
groangelegter Massenbetrug; es verdummt die Menschen, statt sie ber
ihre objektiven Interessen aufzuklren.
		-- Joachim Kahl
%
Das Neue Testament ist das Produkt neurotischer Spieer. Die
menschliche Sexualitt gilt nicht als Quelle von Lust, sondern als
Quelle von Angst, nicht als Medium der Liebe, sondern als Medium der
Snde. Alles Naturhafte und Krperliche wird - teils offen, teils
versteckt - gechtet.
		-- Joachim Kahl
%
Der Standpunkt, Glockengelute sei eine heilige Sache, ist sicher
berholt. Schlielich darf heute auch nicht jeder Atheist aus Freude
an der Nichtexistenz Gottes drei Bllerschsse abgeben.
		-- Joachim Kahl
%
Die Gebhrenreform der Telekom ist gar nicht so schlecht, wie sie
denken. Sie ist noch viel schlechter.
		-- Oliver Kalkofe
%
Der Zuschauer ist nur eine begrenzte Zeit verarschbar.
		-- Oliver Kalkofe
%
Und falls Sie sich fragen, wie wohl die ersten Versuche des Homo
Sapiens aussahen, halbwegs aufrecht zu gehen, dann schauen Sie
einfach mal Dieter Bohlen beim Gitarrespielen an.
		-- Oliver Kalkofe
%
Wer die Form zerstrt, beschdigt auch den Inhalt.
		-- Herbert von Karajan
%
Wer alle seine Ziele erreicht, hat sie zu niedrig gewhlt.
		-- Herbert von Karajan
%
Viele verlieren die Selbstachtung frher als ihre Gesundheit.
		-- Vytautas Karalius
%
Ein Pessimist findet zu jeder Lsung das passende Problem
		-- Siegfried Kartmann
%
Intelligenz lt sich nicht am Weg, sondern nur am Ergebnis
feststellen.
		-- Gary Kasparov
%
Mit Fanatikern zu diskutieren heit mit einer gegnerischen Mannschaft
Tauziehen spielen, die ihr Seilende um einen dicken Baum geschlungen hat.
		-- Hans Kasper
%
Lautsprecher verstrken die Stimme, aber nicht die Argumente.
		-- Hans Kasper
%
Mit der Wahrheit kann man allenfalls leger umgehen - lgen mu man
ganz genau.
		-- Hans Kasper
%
Alle Menschen sind Brder - aber das waren schlielich auch Kain und
Abel.
		-- Hans Kasper
%
Auch der schnste Schneemann ist im Frhling eine Pftze.
		-- Hans Kasper
%
Bildung im zwanzigsten Jahrhundert erfordert vor allem und zunchst
die instinktsichere Abwehr berzhliger Informationen.
		-- Hans Kasper
%
Die Klugheit des Fuchses wird oft berschtzt, weil man ihm auch noch
die Dummheit der Hhner als Verdienst anrechnet.
		-- Hans Kasper
%
Die Zukunft kann man am besten voraussagen, indem man sie selbst
gestaltet.
		-- Alan Kay
%
Sicherheit erreicht man nicht, indem man Zune errichtet, sondern
indem man Tore ffnet.
		-- Urho Kaleva Kekkonen
%
Leiden, Irrtum und Widerstandskraft halten das Leben lebendig.
		-- Gottfried Keller
%
Einsamkeit, verbunden mit einem klaren, heiteren Bewutsein ist, ich
behaupte es, die einzig wahre Schule fr einen Geist von edlen
Anlagen.
		-- Gottfried Keller
%
Ich habe mich durch eigene Erfahrung daran gewhnt, alle Misere dieses
Lebens als unbedeutend und vorbergehend zu betrachten und fest an die
Zukunft zu glauben.
		-- Gottfried Keller
%
Es ist gesnder, nichts zu hoffen und das Mgliche zu schaffen, als zu
schwrmen und nichts zu tun.
		-- Gottfried Keller
%
Wenn schlechte Leute zanken, riecht's bel um sie her; doch wenn sie
sich vershnen, so stinkt es noch viel mehr.
		-- Gottfried Keller
%
Alles Groe und Edle ist einfacher Art.
		-- Gottfried Keller
%
Mein Herr, Ihr Stil ist flssig, Ihr Buch aber berflssig.
		-- Gottfried Keller
%
Auf dieser Welt lebt keiner vergebens, der die Brde eines anderen
leichter zu machen sucht.
		-- Helen Keller
%
Jeder sollte etwas Freundliches tun in einer unfreundlichen Zeit.
		-- Helen Keller
%
Freude wird jedes Mal dein Abendbrot sein,
wenn du den Tag ntzlich zugebracht hast.
		-- Thomas von Kempen
%
Es ist leichter, ganz zu schweigen, als sich im Reden migen.
		-- Thomas von Kempen
%
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz
richtig ist, ist falsch.
		-- Edward Kennedy
%
Wer die Geschehnisse und Leidenschaften seiner Zeit nicht teilt, dem
wird man nachsagen, er habe nicht gelebt.
		-- Edward Kennedy
%
Die Menschheit mu dem Krieg ein Ende setzen oder der Krieg setzt der
Menschheit ein Ende.
		-- John Fitzgerald Kennedy
%
Der Mensch ist immer noch der beste Computer.
		-- John Fitzgerald Kennedy
%
Vergib Deinen Feinden, aber vergi niemals ihre Namen.
		-- John Fitzgerald Kennedy
%
Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst
einmal reden.
		-- John Fitzgerald Kennedy
%
Wir mssen die Zeit als Werkzeug benutzen, nicht als Couch.
		-- John Fitzgerald Kennedy
%
Es ist das Schicksal jeder Generation, in einer Welt unter Bedingungen
leben zu mssen, die sie nicht geschaffen hat
		-- John Fitzgerald Kennedy
%
Ein gescheiter Mann mu so gescheit sein, Leute einzustellen, die
viel gescheiter sind als er.
		-- John Fitzgerald Kennedy
%
Heilig ist zwar Laktanz, der die Kugelgestalt der Erde leugnete;
heilig Augustinus, der die Kugelgestalt zugab, aber die Antipoden
leugnete; heilig das Offizium unserer Tage, das die Kleinheit der Erde
zugibt, aber ihre Bewegung leugnet. Aber heiliger ist mir die
Wahrheit.
		-- Johannes Kepler
%
Die Krper wren nicht schn, wenn sie sich nicht bewegten.
		-- Johannes Kepler
%
Die Mathematik allein befriedigt den Geist durch ihre
auerordentliche Gewiheit.
		-- Johannes Kepler
%
Jedermann will einen Freund haben, aber niemand gibt sich die Mhe
auch einer zu sein.
		-- Alfred Kerr
%
Neunmal Pech mag Neunmal Pech sein, aber Zehnmal Pech ist Schuld.
		-- Alfred Kerr
%
Von allen Despotien der Weltgeschichte zeitigt die Despotie des 
Alltags die verheerendsten Folgen.
		-- Martin Kessel (Im Zeichen der Politik)
%
Die einen erkennt man an ihren Taten, die anderen an ihrem Getue.
		-- Martin Kessel
%
Was ein richtiger Professor schon als Privatdozent lernt: Das Korsett
seines Rckgrats den Bedingungen der Karriere anzupassen.
		-- Martin Kessel
%
Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, da man Recht haben und
ein Idiot sein kann.
		-- Martin Kessel
%
Hoffnungen, Plne und Illusionen sind Verjngungselemente des Lebens.
Es sind Morgenrten, deren Glanz immer wieder bezaubert.
		-- Martin Kessel
%
Der Witz der Theologie besteht darin, da sie ein hheres Wesen
erfand, um sich selbst ins Leben zu rufen.
		-- Martin Kessel
%
Der Krieg hat einen sehr langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei
ist, holt er sich seine Opfer.
		-- Martin Kessel
%
Es steht mancher vor seinem Glck und ist unfhig es zu begreifen.
		-- Martin Kessel
%
Der Mensch soll nicht seinen Braten mit den Trnen seines nchsten
salzen und nicht sein Sppchen mit dem Fett seines Nachbarn kochen.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Zensur - Zutreffendes bitte streichen.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Die Wahrheit mu billig sein, wenn man sie verkaufen will.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Die Fortschritte der Medizin sind ungeheuer - man ist sich seines
Todes nicht mehr sicher.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Niemand ist ein rgerer Feind des Christentums als das Christentum.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Mir sind alle Religionen genehm, soweit sie ein humanisierender
Versuch sind, unser Denken und die Grenzen unseres Denkens in ein
System zu bringen.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Die Gtter der Menschheit sind eine pathetische und unzulngliche
Schpfung, tief unter dem Niveau der Menschheit.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Statt sich beim Humoristen ber seine Gottlosigkeit sollten sich
manche lieber bei Gott ber ihre Humorlosigkeit beklagen.
		-- Hans-Hermann Kesten
%
Wenn du etwas so machst, wie du es seit zehn Jahren gemacht hast, dann
sind die Chancen recht gro, da du es falsch machst.
		-- Charles Kettering
%
Alt ist derjenige, der Wahrheit erworben hat.
		-- Talmud - Kidduschin
%
Die Bildung eines Menschen zeigt sich am deutlichsten in seinem
Verhalten gegenber Ungebildeten.
		-- Hans Kilian
%
Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Hhe unserer Gehlter oder nach
der Grsse unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer
Hilfsbereitschaft und dem Ma unserer Menschlichkeit.
		-- Martin Luther King
%
Unsere Generation wird nicht so sehr die Untaten bser Menschen zu
beklagen haben als vielmehr das erschreckende Schweigen der guten.
		-- Martin Luther King
%
Kein Problem wird gelst, wenn wir trge darauf warten, da Gott
allein sich darum kmmert.
		-- Martin Luther King
%
Ich mache mir Sorgen, da geistig instabile Leser meine erfundene
Gewalt in der Realitt begehen knnten. Ich frchte, es knnte schon
geschehen sein.
		-- Stephen King
%
Wer sich allein langweilt, ist auch zu zweit nicht sehr unterhaltend.
		-- Ben Kingsley
%
Wehret den Anfngen! Dies mu der oberste Grundsatz der
Konfliktvorbeugung sein.
		-- Klaus Kinkel
%
Politik ist wie Steilwandfahren. Man mu stndig Vollgas geben, sonst
strzt man ab.
		-- Klaus Kinkel
%
Ein Berater ist jemand, der dir deine Armbanduhr wegnimmt, um dir zu
sagen, wie spt es ist.
		-- Roy Kinnear
%
Sptestens mit 60 Jahren mu sich de Mann entscheiden, ob er seine
Jugend oder seine Leben verlngergn will.
		-- Alfred Charles Kinsey
%
Vertraue nur Dir selbst, wenn andere an Dir zweifeln, aber nimm ihnen
ihre Zweifel nicht bel.
		-- Joseph Rudyard Kipling
%
Borg dir Probleme, wenn es dich danach drngt; aber leihe sie nicht
deinen Mitmenschen.
		-- Joseph Rudyard Kipling
%
Eine Frau ist nur eine Frau.
Aber eine Zigarre kann man rauchen.
		-- Joseph Rudyard Kipling
%
Ost ist Ost, und West ist West, und niemals treffen sich die beiden.
		-- Joseph Rudyard Kipling
%
Worte sind die mchtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.
		-- Joseph Rudyard Kipling
%
Tot sein ist stinklangweilig.  Wenn man Pech hat, wird man
nmlich nicht mehr lebendig.
		-- Joseph Rudyard Kipling (King Loui im "Dschungelbuch")
%
Ich hatte sechs ergebene Diener. Sie lehrten mich alles, was ich
wissen mute: Ihre Namen waren Wo und Was und Wann und Warum und Wie
und Wer.
		-- Joseph Rudyard Kipling
%
Die Ahnung der Frau ist meistens zuverlssiger als das Wissen des
Mannes.
		-- Joseph Rudyard Kipling
%
Die Wege der Leute mit erstklassigen Ideen verlaufen nicht immer so
gradlinig, wie sich das Sicherheitsbeamte trumen.
		-- Heinar Kipphardt
%
Bevor ich eine meiner blichen Fehlentscheidungen treffe, mchte ich
erstmal ein Schlckchen Kaffee zu mir nehmen.
		-- J.T. Kirk in "Was summt denn da?"
%
Die Asiaten haben den Weltmarkt mit unlauteren Methoden erobert: sie
arbeiten whrend der Arbeitszeit.
		-- Ephraim Kishon (alias Ferenc Hoffmann)
%
Viele Menschen, manchmal besonders kluge, meinen, da Geld alles ist.
Sie haben recht.
		-- Ephraim Kishon (alias Ferenc Hoffmann)
%
Man braucht nicht immer einen Handwerker zu bestellen. Man kann sein
Heim auch selbst ruinieren.
		-- Ephraim Kishon
%
Nach Ansicht der Finanzminister ist alles, was fr Geld erworben
werden kann, Luxus.
		-- Ephraim Kishon
%
Die Ehe ist eine mehr oder weniger erfolgreich durchfhrbare 
Absurditt.
		-- Ephraim Kishon (Kishon fr alle Flle)
%
Die heutige Presse hat nichts so ntig, wie einen
Geistesblitzableiter.
		-- Ephraim Kishon
%
Die Medien sind bellende Wachhunde der Demokratie, und die Demokratie
ist bekanntlich das beste politische System, weil man es ungestraft
beschimpfen kann.
		-- Ephraim Kishon
%
Altern ist ein hochinteressanter Vorgang: Man denkt und denkt und
denkt - pltzlich kann man sich an nichts mehr erinnern.
		-- Ephraim Kishon
%
Amerika ist ein sauberer Vorort von New York.
		-- Ephraim Kishon
%
Ich fhle mich nicht alt, weil ich so viele Jahre hinter mir habe,
sondern weil nur noch so wenige vor mir liegen.
		-- Ephraim Kishon
%
Erst wenn es um unbedeutenden Kleinkram geht, werden
Auseinandersetzungen wirklich bitter.
		-- Henry A. Kissinger
%
Das Schnste an den meisten Mnnern ist die Frau an ihrer Seite.
		-- Henry Kissinger
%
Der Kommunismus findet Zulauf nur dort, wo er nicht herrscht.
		-- Henry Kissinger
%
Neue Leute drfen nicht Bume ausreien, nur um zu sehen, ob die
Wurzeln noch dran sind.
		-- Henry Kissinger
%
Keine Politik ist besser als die Ziele, die sie sich setzt.
		-- Henry Kissinger
%
Macht ist das strkste Aphrodisiakum.
		-- Henry Kissinger
%
Probleme mu man kondensieren, wenn man sie lsen will. Erst der
Extrakt ist berschaubar.
		-- Henry Kissinger
%
Als ich jung war machte ich immer Politikerwitze.
Jetzt habe ich mich gesteigert - ich zitiere sie.
		-- Dietrich Kittner
%
Alkohol ist nicht die Antwort. Hilft aber, die Frage nicht so ernst 
zu nehmen.
		-- Klaus Klages
%
Abenteuer werden meistens abends teuer.
		-- Klaus Klages
%
Mit dem Ende des 'Dritten Reiches' schlgt die Stunde der Reinwscher.
... Die Weiwscherei gelingt meist so vollkommen, da sich braune
Uniformen zu weien Westen verwandeln.
		-- Ernst Klee (Die SA Jesu Christi)
%
"Wes Brot ich esse, des Lied ich singe" ist ein Soldatenlied, das
Ludwig XIV. mit Louvois und seinem Beichtvater Tellier gedichtet und
in Musik gesetzt hat.
		-- Klinger, Betrachtungen und Gedanken
%
Ein Fuballplatz ist heutzutage der einzige Ort, wo man brllen kann,
ohne gleich fr einen Snger gehalten zu werden.
		-- Thomas Klock
%
In Gefahr und groer Not bringt der Mitteweg den Tod.
		-- Alexander Kluge
%
Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben:
Ich laufe jeden Tag Amok.
		-- Hildegard Knef
%
Ich frage mich, warum heute hinsichtlich der Sexualitt alles so
sportlich geworden ist.
		-- Hildegard Knef
%
Ein schreiender Mann hat eine Meinung. Brllt ein Mann, ist er
dynamisch, brllt eine Frau, ist sie hysterisch.
		-- Hildegard Knef
%
Brllt ein Mann, ist er dynamisch.
Brllt eine Frau, ist sie hysterisch.
		-- Hildegard Knef
%
Die Woche fngt ja gut an.
		-- Matthias Kneissl (Wilddieb und Ruber,
		als er 1902 an einem Montag hingerichtet wurde)
%
Alt ist man erst dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat
als an der Zukunft. 
		-- John Knittel
%
Das Phantastischste sind immer die fremden Alltglichkeiten.
		-- Heinz Knobloch
%
Der gute Vorsatz ist meistens ein Fahrplan ohne Eisenbahnzge.
		-- Gustav Knuth
%
Das Leben ist wie der Eiskunstlauf: Es besteht aus Pflicht und Kr,
und oft fllt die Entscheidung bei der Pflicht.
		-- Gustav Knuth
%
Der Unterschied zwischen Glck und Vergngen besteht darin, da man
das Vergngen selber whlen kann.
		-- Gustav Knuth
%
Es ist leichte, den Mund zu halten, als ein Versprechen.
		-- Gustav Knuth
%
Morgen nennt man den Tag, an dem die meisten Fastenkuren beginnen.
		-- Gustav Knuth
%
Wenn die Pflicht ruft, gibt es viele Schwerhrige.
		-- Gustav Knuth
%
Wenn ein Arzt hinter den Sarg seines Patienten geht, so folgt manchmal
tatschlich die Ursache der Wirkung.
		-- Robert Koch
%
Alt bist du dann, wenn deine rzte jnger sind als du.
		-- Gerhard Kocher
%
Lieber von den Richtigen kritisiert als von den Falschen gelobt
werden.
		-- Gerhard Kocher
%
Ein Mensch ist so alt wie seine Ansichten.
		-- Gerhard Kocher
%
Frher hie es: "Heim ins Reich!"
Heute mu es heien: "Reich ins Heim!"
		-- Gerhard Kocher
%
In vielen Altersheimen herrscht eine Kindergartenatmosphre, in vielen 
Kindergrten eine Altersheimatmosphre.
		-- Gerhard Kocher
%
Nach 10 Uhr mssen alle Kinder ins Bett, nach 70 alle Menschen.
		-- Gerhard Kocher
%
Als ich noch jung und naiv war, glaubte ich tatschlich, die 
Grauhaarigen htten alle Macht! Heute wei ich, da es stimmt.
		-- Gerhard Kocher
%
Nur ungewhnliche Kraft darf nach Ungewhnlichem streben.
		-- Theodor Krner
%
Mehrheiten knnen sich, wie die Geschichte lehrt, sehr wohl irren.
		-- Helmut Kohl
%
Bei Rot bleiben wir stehen, bei Grn fahren wir weiter, und Schwarz
ist sowieso besser.
		-- Helmut Kohl
%
Amerika ist, wenn Sie so wollen, ein Kontinent.
		-- Helmut Kohl
%
Am wichtigsten ist, was hinten rauskommt.
		-- Helmut Kohl
%
Alleinsein ist schn, wenn man allein sein will, nicht wenn man es
mu.
		-- Annette Kolb
%
Ich liebe das Leben, weil ich darin auftreten darf.
		-- Pavel Kohout
%
Jten ist Zensur an der Natur.
		-- Oskar Kokoschka
%
Freiheit ist ein Kaugummibegriff geworden - an jedem Schlagbaum
versteht man etwas anderes darunter.
		-- Oskar Kokoschka
%
Aus der Schulzeit sind mir nur die Bildungslcken in Erinnerung
geblieben.
		-- Oskar Kokoschka
%
Das Leben ist kein Stillleben.
		-- Oskar Kokoschka
%
Man mu im Leben fr seine Erfahrungen bezahlen. Wenn man Glck hat,
bekommt man Rabatt.
		-- Oskar Kokoschka
%
Die moderne Gesellschaft bersieht, da die Welt nicht das Eigentum
einer einzigen Generation ist.
		-- Oskar Kokoschka
%
Nach einer Schnheitsoperation schn auszusehen, ist ja keine Leitung.
Da habe ich mehr Achtung vor dem Arzt, der die Operation vorgenommen hat.
		-- Dagmar Koller
%
Es erfllt mich mit Scham, anzusehen, da Gewalt gegen Menschen gebt
wird, nur weil sie Fremde sind.
		-- Hilmar Kopper
%
Ich versuche mich mit den Menschen zu solidarisieren, sie jedoch, wenn
es mir ntig scheint, fr ihr Handeln zu kritisieren.  Ich bin
hoffnungsvoll, da dies anderen, die dies noch nicht so handhaben,
irgendwann auch gelingt!
		-- Gerold Korbus
%
Beim Rauchen bleibt mir einfach die Luft weg.
Bin ich deshalb Antiraucher?
Oder sind die anderen nicht vielmehr Anti-Nichtraucher?
		-- Gerold Korbus
%
Schwindeln wir ein wenig zugunsten der wahren Wahrheit.
		-- Paul Kornfeld
%
Wenn's um Geld geht, gibt's nur ein Schlagwort: 'Mehr!'
		-- Andr Kostolany
%
Die ganze Brse hngt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten
oder mehr Idioten als Aktien.
		-- Andr Kostolany
%
Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht
spekulieren; wer kein Geld hat, mu spekulieren.
		-- Andr Kostolany
%
An der Brse ist alles mglich, auch das Gegenteil.
		-- Andr Kostolany
%
EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefttert werden. Kommt Mist rein,
kommt Mist raus.
		-- Andr Kostolany
%
Da irgendein Mensch auf Erden ohne Vorurteil sein knne, ist das
grte Vorurteil.
		-- August von Kotzebue
%
Armut schndet nicht, ist ein Sprichwort, das alle Menschen im Munde
fhren und keiner im Herzen.
		-- August von Kotzebue
%
Beharrlichkeit wird zuweilen mit Eigensinn verwechselt.
		-- August von Kotzebue
%
Zwerge bleiben Zwerge, auch wenn sie auf den Alpen sitzen.
		-- August von Kotzebue
%
Ein Vorurteil ist ziemlich sicher daran zu erkennen, da man sich in
seiner Begrndung ereifert.
		-- Victor de Kowa
%
Konversation ist die Kunst zu reden, ohne zu denken.
		-- Victor de Kowa
%
Eine schne Utopie ist bestimmt besser als eine traurige Tatsache.
		-- Gidon Krmer
%
Allein sein zu mssen ist das schwerste, allein sein zu knnen das
schnste.
		-- Hans Krallsheimer
%
Talente finden Lsungen, Genies entdecken Probleme.
		-- Hans Krallsheimer
%
Das Gefhrliche an Halbwahrheiten ist, da immer die falsche Hlfte
geglaubt wird.
		-- Hans Krallsheimer
%
Zu mancher richtigen Entscheidung kam es nur, weil der Weg zur
falschen gerade nicht frei war.
		-- Hans Krallsheimer
%
Eine Idee, die als Wahrheit abgewirtschaftet hat, kann als Schlagwort
immer noch eine schne Karriere machen.
		-- Hans Krailsheimer
%
Ewige Liebe: Die Ewigkeit in Ihrer vergnglichsten Form
		-- Hans Krailsheimer
%
Allein sein mssen ist das Schwerste, allein sein knnen das 
Schnste.
		-- Hans Krailsheimer
%
Ans Altsein gewhnt man sich rasch, viel langsamer ans 
Nicht-mehr-jung-Sein.
		-- Hans Krailsheimer
%
Die menschliche Dummheit ist keine historische Sache. Die menschliche
Dummheit existiert allgemein, sogar bis in alle Ewigkeit hinein. Diese
Dummheit gehrt zum Menschen. Sie ist eine strukturelle Angelegenheit.
		-- Laszlo Krasznahorkai
%
Wenn das Universum sich ausdehnt, warum finde ich dann trotzdem
keinen Parkplatz?
		-- Manfred Kreisel
%
Die einzige richtige Einstellung der heutigen Welt ist die eines
gepflegten Galgenhumors.
		-- Georg Kreisler
%
Der Klerus schtzt das keimende Leben. Wenn Hunderttausende junger
Menschen zu Dreck und Brei zerfetzt werden, tritt der Klerus nicht
dagegen auf ... Aber Fahnen und Kanonen segnen.
		-- Ernst Kreuder
%
Man wird alt, wenn die Anzahl der Kerzen auf der Geburtstagstorte aus
Sicherheitsgrnden einen Feuerlscher in Griffweite erfordern.
		-- Edmund Kreuzner
%
Die Empfindlichkeit einer Mimose steht in keinem Verhltnis zur
Empfindlichkeit eines Beamten.
		-- Edmund Kreuzner
%
Auch wenn das Brett vor dem Kopf aus Teakholz ist, wird sein Trger
dadurch nicht edeler.
		-- Edmund Kreuzner
%
Erst will man einen Platz an der Sonne, dann sucht man dort den
Schatten.
		-- Edmund Kreuzner
%
Erzhlt man den Menschen, da die Milchstrae aus Millionen von
Sternen besteht, so glauben sie dieser Aussage ohne Zweifel. Sehen sie
jedoch ein Schild mit der Aufschrift: "Frisch gestrichen", so mssen
sie wenigstens einmal mit dem Finger auf die frische Farbe tippen.
		-- Edmund Kreuzner
%
Hast Du im Leben tausend Treffer,
man hrts, man siehts, man geht vorbei.
Doch lauthals brllt der kleinste Klffer,
schiet Du ein einziges Mal vorbei.
		-- Edmund Kreuzner
%
Wer Freunde besucht, sieht oft auch seine Bcher wieder.
		-- Edmund Kreuzner
%
Es kann der Brger nicht in Ruhe leben, wenn es einem Beamten nicht
gefllt.
		-- Edmund Kreuzner
%
Je weniger sich die Leute per Handy zu sagen haben, desto hher sind
die Telefonrechnungen.
		-- Edmund Kreuzner
%
Nur Anschluzge sind immer pnktlich.
		-- Edmund Kreuzner
%
Grundstzlich tue ich am liebsten das Gegenteil von dem, was alle tun
oder was von mir erwartet wird. Geschichtlich betrachtet wre es
bereits des fteren von Vorteil gewesen, wenn eine grere Anzahl
Menschen so gedacht htte...
		-- Andreas Kriesmer
%
Agitator: Politischer Weichmacher.
		-- Ron Kritzfeld
%
Kurssturz: Wertpapier auf dem Weg zu seinem Papierwert.
		-- Ron Kritzfeld
%
Der Pragmatiker entscheidet Flle nicht nach Grundstzen, sondern
fallweise.
		-- Ron Kritzfeld
%
Die Zeit ist kein Geld. Aber den einen nimmt das Geld die Zeit und den
anderen die Zeit das Geld.
		-- Ron Kritzfeld
%
Parteibuch: politischer Katechismus, begrndet in den Glauben an die
Wirksamkeit von Beziehungen, festigt die Hoffnung auf ein sicheres
Fortkommen und strkt die Liebe zu wohldotierten mtern.
		-- Ron Kritzfeld
%
Heute: Tag, an dem man gute Vorstze fat.
Morgen: Frhester Termin fr ihre Verwirklichung.
		-- Ron Kritzfeld
%
Nullen werden deshalb so wichtig genommen, weil schon eine einzige
Schwierigkeiten verzehnfachen kann.
		-- Ron Kritzfeld
%
Glcklichsein beginnt immer ein wenig ber der Erde.
		-- Karl Krolow
%
Gott erschuf die natrlichen Zahlen, und der Mensch erfand den Rest.
		-- Leopold Kronecker
%
Wer selbst keine Handlungskompetenzen hat, kann nicht
wissen, wie man diese am besten vermittelt bekommt.
		-- Nils Krger
%
Abschied ist die innigste Weise menschlichen Zusammenseins.
		-- Hans Kudszus
%
Das Christentum darf andere Religionen nicht klein machen, um selber
gro dazustehen.
		-- Hans Kng
%
Der Glaube an Gott ist wie das Wagnis des Schwimmens: Man mu sich
dem Element anvertrauen und sehen, ob es trgt.
		-- Hans Kng
%
Die Asylbewerberzahlen lgen auf zu hohem Niveau und zu hohes Niveau
mchte sich Herr Kanther nicht nachsagen lassen.
		-- Friedrich Kppersbusch
%
Helmut Kohl stand fr die Wahl 1998 wieder als Kanzlerkandidat zur
Verfgung. Er war damals ein Jahr lnger im Amt als Adenauer, fnf
Jahre lnger als Helmut Schmidt und fnfzehn Jahre lnger als ntig.
		-- Friedrich Kppersbusch
%
Frauen und Jagdvgel, die werden auf einfache Weise zahm:
Wenn man sie richtig lockt, dann fliegen Sie auf den Mann.
		-- Der Krenberger
%
Der Homo Sapiens ist ein lausiger Zufallsgenerator.  Er kann
gerade genug unvorhersagbares Verhalten produzieren, um
andere Sugetiere manchmal bei der Jagd zu berraschen.  Mehr
war bei der Evolution auch nicht nicht gefordert.
		-- Markus Kuhn
%
Als Kind ist einem doch die Welt ziemlich klar - und wenn man stirbt,
wei man gar nichts.
		-- Hans Joachim Kulenkampff
%
Frauen mssen das letzte Wort behalten - aber leider nicht fr sich.
		-- Hans Joachim Kulenkampff
%
Die Leute sind gar nicht so dumm, wie wir sie durchs Fernsehen noch
machen werden.
		-- Hans Joachim Kulenkampff
%
Auch den letzten Traum zerstrt das Fernsehen: Es ist kein Vorteil
mehr, Analphabet zu sein.
		-- Hans Joachim Kulenkampff
%
Ein Kollege von mir berichtete mir von einem Fernsehstar, dessen
Eitelkeit so weit gediehen war, da er sich sogar zu verbeugen
pflegte, wenn der Regen an die Fenster klatschte.
		-- Hans Joachim Kulenkampff
%
Versuche nie, rger in Alkohol zu ertrnken. Du wirst ihn nicht los, 
denn - Alkohol konserviert.
		-- Oskar Kunz
%
Htte ich frher gewut, in welche Raserei mich Unordnung
bringt, ich htte mir die Pulsadern aufgeschnitten.
		-- Heinz-Rudolf Kunze "Tohuwabohu"
%
Was mich ein bischen trstet ist, da auch Politiker von BSE betroffen sind.
		-- Heinz Rudolf Kunze
%
Ich hre noch die CDU-Politiker: "Wir bekommen dann mehr Vielfalt."
Stattdessen haben wir nur mehr Einfalt bekommen, nur vielfach.
		-- Heinz Rudolf Kunze ber Privatsender
%
Willst Du mit jemanden ein Schiff bauen, wecke in Ihm die Sehnsucht
nach dem Meer.
		-- Gert Kupfer
%
Im Alltag passiert berall nichts, aber das mit Hchstgeschwindigkeit.
		-- Elmar Kupke
%
Wenn ein Kolonialwarenhndler in seinem kleinen Laden so viele
Dummheiten und Fehler machte wie die Staatsmnner und Generle in
ihren groen Lndern, wre er in sptestens vier Wochen bankrott.
		-- Erich Kstner
%
Indes sie forschten, rntgten, filmten, funkten, entstand von selbst
die kstlichste Erfindung: der Umweg als die krzeste Verbindung
zwischen zwei Punkten.
		-- Erich Kstner
%
Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen bffeln.
		-- Erich Kstner
%
Die Gre eines Menschen hngt nicht von der Gre seines
Wirkungsfeldes ab.
		-- Erich Kstner
%
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.
		-- Erich Kstner
%
Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.
		-- Erich Kstner
%
Je ppiger die Plne blhen, um so verzwickter wird die Tat.
		-- Erich Kstner
%
Man kann auf seinen Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf
sitzen.
		-- Erich Kstner
%
Erst bei den Enkeln ist man dann so weit, da man die Kinder ungefhr
verstehen kann.
		-- Erich Kstner
%
Die Erde ist ein gebildeter Stern mit sehr viel Wassersplung.
		-- Erich Kstner
%
Wenn man genug Geld hat, stellt sich der gute Ruf ganz von selbst ein.
		-- Erich Kstner
%
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
		-- Erich Kstner
%
Das Gewissen ist fhig, Unrecht fr Recht zu halten, Inquisition fr
Gott wohlgefllig und Mord fr politisch wertvoll. Das Gewissen ist um
180 Grad drehbar.
		-- Erich Kstner
%
Vier Heilmittel empfehle ich fr unsere Zeit: das Gewissen, das
Vorbild, die Kindheit, den Humor.
		-- Erich Kstner
%
Da wir wieder werden wie Kinder, ist eine unerfllbare Forderung.
Aber wir knnen zu verhten versuchen, da die Kinder so werden wie
wir.
		-- Erich Kstner
%
An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn
tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.
		-- Erich Kstner
%
Fr jeden Unfug, der begangen wird, sind nicht nur die verantwortlich,
die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.
		-- Erich Kstner (Das fliegende Klassenzimmer)
%
Die Dummheiten wechseln, aber die Dummheit bleibt.
		-- Erich Kstner
%
Alles, was gigantische Formen annimmt, kann imponieren - auch die
Dummheit.
		-- Erich Kstner
%
Wer was zu sagen hat, hat keine Eile.
Er lt sich Zeit , und sagts in einer Zeile.
		-- Erich Kstner
%
Was immer geschieht: Nie drft ihr so tief sinken, von dem Kakao,
durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.
		-- Erich Kstner
%
Da hilft kein Zorn. Da hilft kein Spott.
Da hilft kein Weinen, hilft kein Beten.
Die Nachricht stimmt! Der Liebe Gott
ist aus der Kirche ausgetreten.
		-- Erich Kstner
%
Toren besuchen im fremden Land die Museen, Weise gehen in die
Tavernen.
		-- Erich Kstner
%
Vom Muttershnchen fhrt ein gerader Weg zum Pantoffelhelden.
		-- Erich Kstner
%
Die Schnheit eines Mannes ist der Erfolg.
		-- Erich Kstner
%
Seien wir mal ehrlich,
Das Leben ist immer lebensgefhrlich.
		-- Erich Kstner
%
Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es.
		-- Erich Kstner
%
Irrtmer haben ihren Wert, jedoch nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fhrt, entdeckt Amerika.
		-- Erich Kstner
%
Denkt an das fnfte Gebot: Schlagt die Zeit nicht tot.
		-- Erich Kstner
%
Mancher schiet ins Blaue und trifft ins Schwarze.
		-- Erich Kstner
%
Bse und hliche alte Leute waren als Kinder fast tadellos.
		-- Erich Kstner (Lyrische Hausapotheke)
%
Den Tod frchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.
		-- Immanuel Kant
%
Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die vielen
Mhseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf
und das Lachen.
		-- Immanuel Kant
%
Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut.
		-- Immanuel Kant
%
Die ganze Natur berhaupt ist eigentlich nichts anderes, als ein
Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln; und es gibt berall keine
Regellosigkeit.
		-- Immanuel Kant
%
Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit
		-- Immanuel Kant
%
Der grte Sinnengenu, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich
fhrt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.
		-- Immanuel Kant
%
Das Recht mu nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem
Recht angepat werden.
		-- Immanuel Kant
%
Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung.
		-- Immanuel Kant
%
ber Geschmack lt sich nicht disputieren.
		-- Immanuel Kant
%
Der Mensch ist das einzige Tier, das arbeiten mu.
		-- Immanuel Kant
%
Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
		-- Immanuel Kant
%
Drei Dinge helfen, die Mhseligkeiten des Lebens zu tragen: Die
Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
		-- Immanuel Kant
%
Demut ist eigentlich nichts anderes als eine Vergleichung seines
Wertes mit der moralischen Vollkommenheit.
		-- Immanuel Kant
%
Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dmon.
		-- Immanuel Kant
%
Mit dem Alter nimmt die Urteilskraft zu und das Genie ab.
		-- Immanuel Kant
%
Es gibt nur eine Ausflucht vor der Arbeit:
Andere fr sich arbeiten zu lassen.
		-- Immanuel Kant
%
Schn ist dasjenige, was ohne Interesse gefllt.
		-- Immanuel Kant
%
Die Religion, die nur auf Theologie gebaut ist, kann niemals etwas
Moralisches enthalten.
		-- Immanuel Kant
%
Verbindet man Religion nicht mit Moralitt, so wird Religion nur zur
Gunstbewerbung.
		-- Immanuel Kant
%
Der Glaube einer gottesdienstlichen Religion ist ein Fron- und
Lohnglaube (fides mercenaria, servilis) und kann nicht fr den
seligmachenden angesehen werden, weil er nicht moralisch ist. Dieser
mu ein freier, auf lauter Herzensgesinnungen gegrndeter Glaube sein.
		-- Immanuel Kant
%
Eine Religion, die der Vernunft unbedenklich den Krieg ankndigt, wird
es auf die Dauer gegen sie nicht aushalten.
		-- Immanuel Kant
%
Im Gleichnis Christi ist die enge Pforte und der schmale Weg, der zum
Leben fhrt, der des guten Lebenswandels; die weite Pforte und der
breite Weg, den viele wandeln, ist die Kirche.
		-- Immanuel Kant
%
Eine Religion, die den Menschen finster macht, ist falsch; denn er
mu Gott mit frohem Herzen und nicht aus Zwang dienen.
		-- Immanuel Kant
%
Es soll kein Friedensschlu fr einen solchen gelten, der mit dem
geheimen Vorbehalt des Stoffs zu einem knftigen Kriege gemacht
worden.
		-- Immanuel Kant (Zum ewigen Frieden)
%
Der Krieg ist darin schlimm, da er mehr bse Menschen macht, als er
deren wegnimmt.
		-- Immanuel Kant
%
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.
		-- Immanuel Kant
%
Aufklrung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten
Unmndigkeit. Unmndigkeit ist das Unvermgen, sich seines Verstandes
ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese
Unmndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des
Verstandes, sondern der Entschlieung und des Mutes liegt, sich seiner
ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich
deines Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklrung!
		-- Immanuel Kant (Was ist Aufklrung 1784)
%
Viele Menschen sind unglcklich, weil sie nicht abstrahieren
knnen. Der Freier knnte eine gute Heirat machen, wenn er nur ber
eine Warze im Gesicht oder eine Zahnlcke seiner Geliebten wegsehen
knnte.
		-- Immanuel Kant (Anthropologie in pragmatischer Hinsicht)
%
Ein jeder Mensch hat rechtmigen Anspruch auf Achtung von seinen
Nebenmenschen, und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden anderen
verbunden.
		-- Immanuel Kant (Die Metaphysik der Sitten)
%
Ohne Achtung gibt es keine wahre Liebe.
		-- Immanuel Kant
%
Pflicht ist die Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung frs Gesetz.
		-- Immanuel Kant
%
Der Affekt gehrt immer zur Sinnlichkeit, durch was fr einen 
Gegenstand er auch erregt werden mge.
		-- Immanuel Kant
%
Die Eigenliebe und jeder Affekt betrgen uns innerlich.
		-- Immanuel Kant
%
Lachen: ein Affekt aus der pltzlichen Verwandlung einer gespannten 
Erwartung in nichts.
		-- Immanuel Kant
%
hnlichkeit ist Identitt der Qualitten.
		-- Immanuel Kant
%
Das methodische Geschwtz der hohen Schulen ist oftmals nur ein
Einverstndnis, durch vernderliche Wortbedeutungen einer schwer zu
lsenden Frage auszuweichen, weil das bequeme und mehrenteils
vernnftige "Ich wei nicht" auf Akademien nicht leichtlich gehret
wird.
		-- Immanuel Kant (Trume eines Geistersehers)
%
Was kann, wenn man nahe dran ist, diese Welte zu verlassen, trstender
sein, als zu sehen, da man nicht umsonst gelebt habe, weil man
einige, wenngleich nur wenige, zu guten Menschen gebildet hat!
		-- Immanuel Kant (an Dr. Markus Herz)
%
Der bejahrte Murrkopf, welcher fest glaubt, da in seiner Jugend die
Welt viel ordentlicher und die Menschen besser gewesen wren, ist ein
Phantast in Ansehung der Erinnerung.
		-- Immanuel Kant (Versuch ber die Krankheiten des Kopfes)
%
Geld allein macht nicht glcklich. Es gehren auch noch Aktien, Gold
und Grundstcke dazu.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Lebensstandard ist der Versuch, sich heute das zu leisten, wofr man
auch in zehn Jahren noch kein Geld haben wird.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Wirtschaftswissenschaft ist die einzige Disziplin, in der jedes Jahr
auf dieselben Fragen andere Antworten richtig sind.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Einige Milionre verdanken ihren Erfolg ihren Frauen. Aber die meisten
verdanken ihre Frauen dem Erfolg.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Die meisten Menschen wren glcklich, wenn sie sich das Leben leisten
knnten, das sie sich leisten.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Ein Komiker ist ein Mensch, der nichts, aber auch gar nichts ernst
nimmt - auer sich selbst.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Mit Vegetariern mu man diskutieren, sobald sie eine Wurstfabrik
geerbt haben.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Auch der Dumme hat manchmal einen gescheiten Gedanken. Er merkt es nur
nicht.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Man soll nur schne Frauen heiraten. Sonst hat man keine Aussicht, sie
wieder loszuwerden.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Wenn Frauen wten, was Sekretrinnen von ihren Chefs denken, htten
sie eine Sorge weniger.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Wenn sich die Gste wie zu Hause fhlen, benehmen sie sich leider auch
so.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Moderne Schlagersnger sind junge Mnner, die ihre Stimme verlieren
wenn der Strom ausfllt.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Es stimmt nicht, da alles teurer wird; man mu nur einmal
versuchen, etwas zu verkaufen.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Sei friedlich. Sich nicht rchen kann auch eine Rache sein.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Luftpiraten sind Passagiere, die Flugzeuge erst unterwegs chartern.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Originalitt ist die Kunst, sich Bonmots zu merken und zu vergessen,
von wem sie stammen.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Faulheit ist, wenn jemand mit dem Coctailbecher in der Hand auf das
nchste Erdbeben wartet.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Es ist gefhrlich, ber einen Witz zu lachen. Man bekommt ihn dann
immer wieder zu hren.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Bestseller sind eine wunderbare Einrichtung: man kauft Bcher, braucht
sie aber nicht zu lesen.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Ein autoritrer Staat ist ein Staat, in dem jeder das tun darf, was er
tun mu.
		-- Danny Kaye (eig. Daniel David Sominski)
%
Das Vergleichen mit anderen ist das Ende des Glcks und der Anfang der
Unzufriedenheit.
		-- Sren Kierkegaard
%
Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto grer ist die
Wahrscheinlichkeit, da die Ansicht falsch ist. Menschen, die Recht
haben, stehen meistens allein.
		-- Sren Kierkegaard
%
Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die
Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, da sie keine Gedanken
haben.
		-- Sren Kierkegaard
%
Wie der stille See seinen dunklen Grund in der tiefen Quelle hat, so
hat die Liebe eines Menschen ihren rtselhaften Grund in Gottes Licht.
		-- Sren Kierkegaard
%
Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die
Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, da sie keine
Gedanken haben.
		-- Sren Kierkegaard
%
Die meisten Menschen hasten so sehr nach Genu, da sie an ihm
vorbei rennen.
		-- Sren Kierkegaard
%
In unserer Zeit wird viel von Ironie und Humor geredet, besonders von
Leuten, die nie vermocht haben, sie praktisch auszuben.
		-- Sren Kierkegaard
%
Von Nichts kann man nicht leben, hrt man oft, besonders vom Pfarrer.
Und gerade die Pfarrer bringen es zuwege: das Christentum existiert
nicht, - aber sie leben davon.
		-- Sren Kierkegaard
%
Verstehen kann man das Leben nur rckwrts. Leben mu man es aber
vorwrts.
		-- Sren Kierkegaard
%
An sich ist Miggang durchaus nicht eine Wurzel allen bels, sondern
ist im Gegenteil ein geradezu gttliches Leben, solange man sich nicht
langweilt.
		-- Soren Kierkegaard
%
Der Ha ist die Liebe, die gescheitert ist.
		-- Sren Kierkegaard
%
Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen.
		-- Sren Kierkegaard
%
Weg mit allen Vorurteilen, weg mit dem Adel, weg mit dem Stande - gute
Menschen wollen wir sein und uns mit der Freude begngen, die die
Natur uns schenkt.
		-- Heinrich von Kleist (an Wilhelmine von Zenge, 1800)
%
Siehe, das nenn' ich doch wrdig, frwahr, sich im Alter beschft'gen!
Er zerlegt jetzt den Strahl, den seine Jugend sonst warf.
		-- Heinrich von Kleist (Herr von Goethe)
%
Weit du, was die alten Mnner tun, wenn sie 50 Jahre lang um
Reichtmer und Ehrenstellen gebuhlt haben? Sie lassen sich auf einem
Herd nieder und bebauen ein Feld. Dann, und dann erst, nennen sie sich
weise. Sage mir, knnte man nicht klger sein als sie, und frher
dahin gehen, wohin man am Ende doch soll?
		-- Heinrich von Kleist (an Wilhelmine von Zenge, 1801)
%
Mit demselben Gefhle, mit welchem du bei dem Abendmahle das Brot
nimmst aus der Hand des Priesters, mit demselben Gefhle, sage ich,
erwrgt der Mexikaner seinen Bruder vor dem Altare seines Gtzen.
		-- Heinrich von Kleist (an Wilhelmine von Zenge,1800)
%
Wenn man sich so lange mit ernsthaften abstrakten Dingen beschftigt
hat, wobei der Geist zwar seine Nahrung findet, aber das arme Herz
leer ausgehen mu, dann ist es eine wahre Freude, sich einmal ganz
seinen Ergieungen zu berlassen; ja es ist selbst ntig, da man es
zuweilen ins Leben zurckrufe.
		-- Heinrich von Kleist (an Ulrike von Kleist, 1799)
%
Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn
hinstt.
		-- Heinrich von Kleist
%
Steh, stehe fest, wie das Gewlbe steht. Weil seine Blcke jeder
strzen will.
		-- Heinrich von Kleist
%
Das Glck kann nicht wie ein mathematischer Lehrsatz bewiesen werden,
es mu empfunden werden, wenn es da sein soll.
		-- Heinrich von Kleist
%
Unsere ueren Schicksale interessieren die Menschen, die inneren nur
den Freund.
		-- Heinrich von Kleist
%
Dies Ich war frher angelangt, als ich, und ich war hier, in diesem
Fall, mein Seel, Noch eh ich angekommen
		-- Heinrich von Kleist
%
Nicht ein Zehnteil wrd ein Herr des Bsen tun, mt er es selbst mit
eignen Hnden tun.
		-- Heinrich von Kleist
%
Allgemeines Lob ist etwas sehr Entbehrliches. Allgemeine Achtung
knnen dem Redlichen und Weisen selbst die Schurken in ihren Herzen
nicht versagen.
		-- Adolph von Knigge (ber den Umgang mit Menschen)
%
Achte dich selbst, wenn du willst, da andere dich achten sollen!
		-- Adolph von Knigge (ber den Umgang mit Menschen)
%
Handle gut und anstndig, weniger anderen zu gefallen, eher um deine
eigene Achtung nicht zu verscherzen.
		-- Adolph von Knigge (ber den Umgang mit Menschen)
%
Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur so viel, als wozu er sich selbst
macht.
		-- Adolph von Knigge (ber den Umgang mit Menschen)
%
Ruhige, stille Hochachtung ist mehr wert als Anbetung, Verehrung,
Entzckung.
		-- Adolph von Knigge (ber den Umgang mit Menschen)
%
Die Gesellschaft mchte lieber unterhalten sein als unterrichtet.
		-- Adolf von Knigge
%
Du hast bei der besten Sache schon halb verloren, wenn du nicht
kaltbltig bleibst.
		-- Adolf von Knigge (ber den Umgang mit Menschen)
%
Freunde, die uns in der Not nicht verlassen, sind uerst selten. Sei
du einer dieser seltnen Freunde!
		-- Adolph von Knigge (ber den Umgang mit Menschen)
%
Ohne Begeisterung, welche die Seele mit einer gesunden Wrme erfllt,
wird nie etwas Groes zustande kommen.
		-- Adolf von Knigge
%
Der Anfhrer eines groen Heeres kann besiegt werden; aber den festen
Entschlu eines Einzigen kannst Du nicht wankend machen.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch
nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der
leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Mich kmmert nicht, da die Menschen mich nicht kennen. Mich kmmert,
da ich die Menschen nicht kenne.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Die Menschen stolpern nicht ber Berge, sondern ber Maulwurfshgel.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Wer nur darauf bedacht ist, sein eigenes Leben reinzuhalten, der
bringt die menschlichen Beziehungen in Unordnung.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten
entfernen sie voneinander.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Wenn der Mensch nicht ber das nachdenkt, was in ferner Zukunft liegt,
wird er das schon in naher Zukunft bereuen.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewhnliche sein Eigentum.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen
zweiten.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Wer sich seiner Fehler schmt, macht sie zu Verbrechen.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So wird dir
viel rger erspart bleiben.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Das Entscheidende am Wissen ist, da man es beherzigt und anwendet.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Sei dir bewut, was du weit. Was du hingegen nicht wei, das gib zu.
Das ist das richtige Verhltnis zum Wissen.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Essen und Beischlaf sind die beiden groen Begierden des Mannes.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Der Weg ist das Ziel.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Lernen, ohne zu denken, ist eitel; denken, ohne zu lernen, ist
gefhrlich.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
An einem edlen Pferd schtzt man nicht seine Kraft, sondern seinen
Charakter.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die groen
Vorhaben zum Scheitern.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Der Edle bentzt seinen Reichtum, um sein Leben zu gestalten. Der
Niedrigdenkende bentzt sein Leben, um zu Reichtum zu gelangen.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Nur die Weisesten und die Dmmsten knnen sich nicht ndern.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Das Rechte erkennen und nicht tun, ist Mangel an Mut.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuznden, als die
Dunkelheit zu verfluchen.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die groen
Vorhaben zum Scheitern.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Bewltige eine Schwierigkeit, und du hlst hundert von dir ferne.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Es gibt ein Wort, das jedem als praktische Lebensregel dienen knnte:
Gegenseitigkeit.
		-- Konfuzius (551-479 v. Chr.)
%
Achtet die Jungen! Wie wollt ihr wissen, ob sie nicht eines Tages 
alles das sein werden, was ihr jetzt seid?
		-- Konfuzius
%
'Wrde' ist die konditionale Form von dem, was einer ist.
		-- Karl Kraus
%
Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen
Schatten.
		-- Karl Kraus
%
Wo die Sonne der Weisheit am tiefsten steht, werfen selbst Zwerge
groe Schatten.
		-- Karl Kraus
%
Das sind die wahren Wunder der Technik, da sie das, wofr sie
entschdigt auch wirklich kaputt macht.
		-- Karl Kraus
%
Nach gypten wr's nicht so weit. Aber bis man zum Sdbahnhof kommt.
		-- Karl Kraus
%
Polemik soll den Gegner um seine Seelenruhe bringen,
nicht ihn belstigen.
		-- Karl Kraus
%
Was mich immer tief alteriert hat, das ist die Selbstverstndlichkeit,
mit der die meisten Menschen ihr Gesicht tragen.
		-- Karl Kraus
%
Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar strkste
Mitrauensvotum gegen den lieben Gott.
		-- Karl Kraus
%
Kriege und Geschftsbcher werden mit Gott gefhrt.
		-- Karl Kraus
%
Ein Psychiater ist ein Mann, der sich keine Sorgen zu machen braucht,
solange andere Menschen sich welche machen.
		-- Karl Kraus
%
Erotik ist die berwindung von Hindernissen. Das verlockendste und
populrste Hindernis ist die Moral.
		-- Karl Kraus
%
Nichts ist billiger als sittliche Entrstung.
		-- Karl Kraus
%
Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine
Zuhrer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er.
		-- Karl Kraus
%
Ein Agitator ergreift das Wort. Der Knstler wird vom Wort ergriffen.
		-- Karl Kraus
%
Die Zeitung ist die Konserve der Zeit.
		-- Karl Kraus
%
Eine der verbreitetesten Krankheiten ist die Diagnose.
		-- Karl Kraus
%
Das Chaos sei willkommen, denn die Ordnung hat versagt.
		-- Karl Kraus
%
Als die christliche Nacht hereinbrach und die Menschheit auf Zehen zur
Liebe schleichen mute, da begann sie sich dessen zu schmen, was sie
tat.
		-- Karl Kraus
%
Der Klgere gibt immer nach - aber erst, wenn er durch Schaden klug
geworden ist.
		-- Karl Kraus
%
Es gibt Dinge, die sind so falsch, da noch nicht einmal das absolute
Gegenteil richtig ist.
		-- Karl Kraus
%
Das Wort Familienbande hat einen Beigeschmack von Wahrheit.
		-- Karl Kraus
%
Klerus und Krieg: Man kann auch den Mantel der Nchstenliebe nach dem
Wind hngen.
		-- Karl Kraus
%
Wie wird die Welt regiert und in den Krieg gefhrt? Diplomaten belgen
Journalisten und glauben es wenn sie's lesen.
		-- Karl Kraus
%
Es ist nicht wahr, da man ohne eine Frau nicht leben kann. Man kann
blo ohne eine Frau nicht gelebt haben.
		-- Karl Kraus
%
Enthaltsamkeit rcht sich immer. Bei dem einen erzeugt sie Pusteln,
beim anderen Sexualgesetze.
		-- Karl Kraus
%
Nicht alles, was totgeschwiegen wird, lebt.
		-- Karl Kraus
%
Man glaubt gar nicht, wieviel Hlichkeit die angestrengte
Beschftigung mit der Schnheit erzeugt.
		-- Karl Kraus
%
Gute Aussichten sind wertlos. Es kommt darauf an, wer sie hat.
		-- Karl Kraus
%
Kleine Nationen sind stolz darauf, da die Schnellzge an ihnen
vorbeifahren mssen.
		-- Karl Kraus
%
Was zugunsten des Staates begonnen wird, geht oft zuungunsten der Welt
aus.
		-- Karl Kraus
%
Der Schwache zweifelt vor der Entscheidung; der Starke danach.
		-- Karl Kraus
%
Gedanken sind zollfrei, aber man hat doch Scherereien.
		-- Karl Kraus
%
Diplomatie ist ein Schachspiel, bei dem die Vlker matt gesetzt
werden.
		-- Karl Kraus
%
Fr das Fernsehen ist der Zug, der entgleist, wichtiger als einer, der
ankommt.
		-- Gaston Lacour
%
Behte uns Gott vor den schlimmsten Menschen, die es gibt, den
Korrekten.
		-- Paul Anton de Lagrade
%
Utopien sind oft nur vorzeitige Wahrheiten.
		-- Alfonse Marie de Lamartine
%
Das Ideal ist nichts als die Wahrheit von weitem.
		-- Alfonse Marie de Lamartine
%
Gott ist nur ein erdachtes Wort, die Welt uns zu erklren.
		-- Alphonse de Lamartine
%
Das Zaudern, das in ruhigen Zeiten ntzlich ist, bringt Mnnern in
unruhigen Zeiten den Untergang.
		-- Alphonse de Lamartine
%
Ich frage mich schon seit lngerem, ob das schne deutsche Wort
"notwendig" bedeutet, da immer erst die Not etwas wendet.
		-- Otto Graf Lambsdorff
%
Der Deutsche Bundestag ist mal voller und mal leerer, aber immer
voller Lehrer.
		-- Otto Graf Lambsdorff
%
Kaum hat das Volk seine Vertreter gewhlt, da klingeln sie schon an
der Tr.
		-- Helmut Lamprecht
%
Mit dem Wort 'Zufall' gibt der Mensch nur seiner Unwissenheit
Ausdruck.
		-- Pierre Simon Laplace
%
Eine Beziehung funktioniert nicht, wenn man stndig Angst um den
Partner haben mu.
		-- Wolf Larson
%
Echte dauernde Freude ist nur die Tochter der Weisheit.
		-- J. K. Lavater
%
Ein Pessimist ist ein Optimist, der nachgedacht hat.
		-- Charles Laughton
%
Ein Neurotiker ist ein Mensch, der ein Luftschlo baut. Ein
Psychotiker ist der Mensch, der darin lebt. Und ein Psychiater ist
der, der die Miete kassiert.
		-- Jerome Lawrence
%
Wer sich nur seiner Vorfahren rhmt, bekennt damit, da er einer
Familie angehrt, die tot mehr Wert ist als lebendig.
		-- Neill Lawson
%
Der Tourismus ist die Vlkerwanderung der Neuzeit.
		-- Halldr Kiljan Laxness
%
Utopien sind heutzutag geplante Wunder.
		-- Halldr Kiljan Laxness
%
Wer immer nur nach der Zweck der Dinge fragt, wird Ihre Schnheit nie
entdecken.
		-- Halldr Kiljan Laxness
%
Wenn du die, denen deine Arbeit gewidmet ist, kennst, verstehst,
liebst, hast du ja zum Leben gesagt.
		-- Halldr Kiljan Laxness
%
Die gefhrlichsten Menschen auf der Welt sind die enttuschten
Individualisten.
		-- Halldr Kiljan Laxness
%
Des Menschen Gewissen ist ein unzuverlssiger Richter ber Recht und
Unrecht.  Es ist weiter nichts denn der Hund in uns, der, mehr oder
weniger gut abgerichtet, seinem Herrn, dem Gebot der Umgebung, gehorcht.
Es kann, je nach den Umstnden, einen guten oder einen schlechten Herrn
haben.  Manchmal kann es einen Herrn haben, der selber ein Schurke ist.
		-- Halldr Kiljan Laxness
%
Wer fhren will, mu lernen, Emotionen zu produzieren.
		-- Ruperet Lay
%
Langfristig ist man nur erfolgreich, wenn man wei, warum man
erfolgreich ist.
		-- Ruperet Lay
%
Das Telefon ist eine gute Mglichkeit mit anderen Menschen zu reden
ohne ihnen etwas zu Trinken abbieten zu mssen.
		-- Fran Lebowitz, "Interview"
%
Es kommt anders als man denkt, deshalb denken viele nicht, damit es nicht
anders kommt. Heute haben die ewig gestrigen wieder Zukunft.
		-- Isgard Lechleitner
%
Die Kirche hat den Menschen ein greres Ma unverdienten Leids
zugefgt als irgendeine andere Religion.
		-- William E. H. Lecky
%
Wenn du kritisiert wirst, dann mut du irgend etwas richtig machen.
Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.
		-- Bruce Lee
%
Ein groer Mensch ist derjenige, der sein Kinderherz nicht verliert.
		-- James Legge
%
Das letzte, was Leute mit Kommunikationsstrungen offenbar knnen, ist
den Mund zu halten.
		-- Tom Lehrer
%
Wer seine Schler das Abc gelehrt, hat eine grere Tat vollbracht als 
der Feldherr, der eine Schlacht geschlagen.
		-- Gottfried Wilhelm von Leibniz
%
Wer die ungeheure Bedeutung der Religion unterschtzt, arbeitet 
trotz aller Aufklrung nur dem Aberglauben in die Hnde.
		-- Gottfried Wilhelm von Leibniz
%
Die Gerechtigkeit ist nichts anderes als die Nchstenliebe des Weisen.
		-- Gottfried Wilhelm von Leibniz
%
Wer seine Schler das Abc gelehrt, hat eine grere Tat vollbracht
als der Feldherr, der eine Schlacht geschlagen.
		-- Gottfried Wilhelm von Leibniz
%
Der Versuch, Vernunft in die Natur des Menschen zu bringen,
kann bereits heute als gescheitert angesehen werden.
		-- Gottfried Wilhelm Leibniz
%
Ein Gentleman ist ein Mann, der wenigstens von Zeit zu Zeit so ist,
wie er immer sein sollte.
		-- Vivien Leigh (Vivian Mary Hartley)
%
Am Abend duftet alles, was man gepflanzt hat, am lieblichsten.
		-- Leisewitz (Julius v. Tarent)
%
Man soll es nicht glauben! 168 sterreicher stehen auf der Liste um
von den Sowjets in's All geschossen zu werden. Wenn's nach mir ginge,
kmen noch einige dazu.
		-- Hans Leitinger
%
Wenn ich gestern abend so mde gewesen wre, wie ich heute morgen bin,
dann wre ich heute morgen so munter, wie ich gestern abend war.
		-- Hans Leitinger
%
Heute ist Freitag, der 21.12. In den letzten Tagen vor dem
Weihnachtsfest gibt es immer viel zu tun. Vor allem fr die Leber.
		-- Hans Leitinger
%
Sobald man das Nicht-reden-wollen ausspricht, tut man es ja doch.
		-- Freddy Leitner
%
Frage nicht nach dem Warum, wenn du das Weil nicht begrnden kannst.
		-- Thomas Leiter
%
Wer zu laut und zu oft seinen eigenen Namen krht, erweckt den
Verdacht, auf einem Misthaufen zu stehen.
		-- Otto von Leixner
%
Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde.
Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde.
		-- Otto von Leixner
%
Du willst mitnchternem Verstand
das Gttliche beweisen?
Das heit, nach einem Fabelland
auf Eisenbahnen reisen.
		-- Otto von Leixner (Aus der Vogelschau)
%
Es herrscht Chaos. Wir befinden uns auf einer Drehscheibe, die
Richtung in die Zukunft ist noch nicht gefunden. Vielleicht mu diese
Menschheit untergehen, damit eine andere entstehen kann.
		-- Stanislav Lem
%
Eine Diktatur ist ein Staat, in dem das Halten von Papageien mit
Lebensgefahr verbunden ist.
		-- Jack Lemmon
%
Schnheit ohne Anmut ist ein Angelhaken ohne Kder.
		-- Ninon de Lenclos
%
Es mgen Situationen eintreten, in denen den Interessen der gesamten
Menschheit der Vorrang von den Klasseninteressen des Proletariats
eingerumt werden mu.
		-- Wladimir Iljitsch Lenin
%
Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen
Gruppen, Krfte oder Gren bestimmte Vorschlge, Manahmen usw.
vertreten,sollte man stets die Frage stellen: Wem ntzt es?
		-- Wladimir Iljitsch Lenin
%
Es ist eine alte Wahrheit, da man in der Politik oft vom Feinde
lernen mu.
		-- Wladimir Iljitsch Lenin
%
Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.
		-- Wladimir Iljitsch Lenin
%
Die Unwissenheit ist der Wahrheit nher als das Vorurteil.
		-- Wladimir Iljitsch Lenin
%
Die Religion ist eine Art geistiger Fusel, in dem die Sklaven des
Kapitals ihre Menschenwrde und ihren Anspruch auf eine halbwegs
menschenwrdige Existenz ersufen.
		-- Wladimir Iljitsch Lenin (Sozialismus und Religion)
%
Leben ist das was passiert, whrend Du andere Plne schmiedest.
		-- John Lennon
%
Wenn Affen Klavier spielen knnen, warum sollten Menschen nicht dazu
singen.
		-- John Lennon
%
Man braucht keine Helden in einem Buch. Auch im Alltagsmilieu, beim 
Teetrinken kann die Welt explodieren.
		-- Siegfried Lenz
%
berzeugungen sind Krankheiten, die durch Begeisterung bertragen
werden.
		-- Siegfried Lenz
%
Das einzige Mittel, das Leben zu ertragen, ist: Es schn zu finden.
		-- Rudolf Leonhard
%
Emprend bei einem Befehlsverhltnis ist nicht das Kommando, aber der
Gehorsam.
		-- Rudolf Leonhard
%
Das einzige Mittel, das Leben zu ertragen, ist: es schn zu finden.
		-- Rudolf Leonhard
%
Nichts ist seltener als ein Mensch, den man immer um sich ertragen
kann.
		-- Alessandro Leopardi
%
Wer im Reden Erfolg haben will, mu oft gewhnliche Dinge sagen, um
hier und da etwas Ungewhnliches sagen zu knnen.
		-- Giacomo Leopardi
%
Zuerst wollen sie eine bessere Welt, aber am Ende glauben sie, ihr
Ziel nur dadurch erreichen zu knnen, da sie alles aus dieser Welt
tilgen, was zu ihrer Vorstellung von der Welt nicht pat.  Sie werden
auf dem Scheiterhaufen enden ...
		-- Donna Leon, Venezianische Scharade --
%
Die meisten von uns sind wie Litfasulen. Wer zuletzt was draufklebt,
hat recht.
		-- Johannes Leppich
%
Wer zu Handeln versumt, ist noch keineswegs frei von Schuld. Niemand
erhlt seine Reinheit durch Teilnahmslosigkeit.
		-- Siegfried Lenz
%
Wohin sollen wir gehen, wenn nicht nach innen?
		-- Doris May Lessing
%
Es gibt Kreativitt auch ohne totale Kontrolle.
		-- Lawrence Lessig
%
Im Munde des mchtigsten Monarchen (Ludwig XIV.) waren die Worte:
"Etat c'est moi" der Ausgangspunkt des Absolutismus. Im Munde eines
jeden einzelnen Brgers sind sie der Zeitpunkt des freien
Rechtsstaats; die Grundrechte finden zuletzt in der allgemeinen
Erkenntnis und Erfllung der Grundpflichten gegen die staatliche und
gesellschaftliche Ordnung die mchtigste Garantie.
		-- Lette (Parlamentsalbum 1849)
%
Enzyme sind von Biologen erfundene Dinge, die Dinge erklren, die
ansonsten tieferes Nachdenken erfordern wrden.
		-- Jerome Lettvin
%
Nur ein "freier" Geist findet Spa am "Spielen".
		-- Mario Leukel
%
Toleranz zeigt sich im Handeln.
		-- S. Leutheusser-Schnarrenberger
%
Patriotismus ist nichts als ein Gefhl der Wohlfahrt; und der Furcht,
da sie gestrt werden knnte.
		-- Stanislaus I. Leszczynski
%
Erfahrungen sind Maarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht.
		-- Carlo Levi
%
Alle Hoffnungen sind naiv, aber wir leben von ihnen.
		-- Primo Levi
%
Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als
an seinen Antworten.
		-- Francois G. de Levis
%
Um einen dauerhaften Frieden zu erreichen, mu man falsche
Entwicklungen rechtzeitig anhalten, ohne von einer Kriegs-Hysterie
erfat zu werden.
		-- Bernard-Henri Levy
%
Es ist sehr leicht, die Menschen zu behandeln, wenn man sie nicht 
achtet.
		-- Fanny Lewald
%
Wer alles durchschaut, sieht nichts mehr.
		-- C. S. Lewis
%
Ich habe eine Dit gemacht und fettem Essen und Alkohol abgeschworen.
In zwei Wochen verlor ich 14 Tage.
		-- Joe E. Lewis
%
Wre das Reisen so begeisternd und belehrend wie die neuste
Weltreisepropaganda so beredet behauptet, dann wren die weisesten
Mnner der Welt Matrosen auf Frachtdampfern, Eisenbahnschaffner und
Mormonenmissionare.
		-- Sinclair Lewis
%
Auf die Arbeit schimpft man nur so lange, bis man keine mehr hat.
		-- Sinclair Lewis
%
Das Schicksal der Welt hngt heute in erster Linie von den
Staatsmnnern ab, in zweiter Linie von den Dolmetschern.
		-- Trygve Lie
%
Ein jeder Aberglaube versetzt uns in das Heidentum.
		-- Justus von Liebig (Chemische Briefe)
%
Die Wissenschaft fngt eigentlich erst da an, interessant zu werden,
wo sie aufhrt.
		-- Justus von Liebig
%
Himmel und Erde wurden im gleichen Augenblick erschaffen - am 23.
Oktober 4004 vor Christus, um neun Uhr morgens.
		-- John Lightfoot (kurz vor der Verffentlichung
               von Charles Darwins 'On the Origin of Species, 1856)
%
Wie gut, da das Rindvieh, das zum Schlachthof gefhrt wird, nicht
wei, was ihm bevorsteht. Auch die zweibeinigen Artgenossen haben
dieses zweifelhafte Glck.
		-- Erich Limpach
%
Abschied nehmen ist immer schmerzlich, selbst wenn es nur fr kurze
Zeit ist.
		-- Anne Morrow Lindbergh (Muscheln in meiner Hand)
%
Das Schlimmste am Abschied von Menschen ist zu wissen, da man ohne
sie auskommen kann und wird.
		-- Anne Morrow Lindbergh (Bring mir das Einhorn)
%
Bestimmte Quellen knnen wir nur erschlieen, wenn wir allein sind.
		-- Anne Morrow Lindbergh
%
Jeder Mensch, besonders jede Frau, sollte einmal im Jahr, einmal in
der Woche, einmal am Tag allein sein. Wie revolutionr das klingt und
wie undurchfhrbar!
		-- Anne Morrow Lindbergh
%
Tatschlich sind es die wichtigsten Momente im Leben, wenn wir allein 
sind.
		-- Anne Morrow Lindbergh
%
Wir mssen das Alleinsein erst wieder lernen. Das ist heute eine
schwierige Lektion.
		-- Anne Morrow Lindbergh
%
Das ganz gewhnliche Alltagsleben ist so heikel, so atemberaubend, so
schwierig, verlangt einem so unglaubliche physische und mentale
Kontrolle und Krfte ab wie er Tanz auf einem Drahtseil.
		-- Anne Morrow Lindbergh
%
Dort sind die Alpen, sie wirken so gigantisch, makellos und
berirdisch, so streng und uns derart berlegen, da ich mir ganz
rmlich vorkam. Wie knnen wir je zu ihnen aufsteigen, sie berqueren?
Welche Arroganz - welche Dreistigkeit veranlassen uns zu glauben, da
uns das gelnge?
		-- Anne Morrow Lindbergh
%
Und man trinkt darauf, da sie irgendwann einmal
so alt wird wie sie jetzt schon aussieht.
		-- Udo Lindenberg (Andrea Doria)
%
Man kann in Kinder nichts hinein prgeln, aber vieles heraus
streicheln.
		-- Astrid Lindgren
%
Ich erhoffe mir Frieden, Frieden, Frieden auf der Welt! Aber ich
glaube nicht, da es das geben wird, denn die Menschen bringen es
einfach nicht fertig, in Frieden zu leben.
		-- Astrid Lindgren
%
Es gibt Dinge, die mu man tun, sonst ist man kein Mensch, sondern nur
ein Huflein Dreck.
		-- Astrid Lindgren
%
Bevor wir unser Herz an etwas hngen, sollten wir untersuchen, wie
glcklich jene sind, die es schon besitzen.
		-- Lin-Ju-tang
%
Gefallsucht raubt vielen Frauen die Schnheit, um deren Willen sie die
Mnner bewundern wrden.
		-- Carl Tilly Lindner
%
Wenn alle das gleiche denken, denkt niemand.
		-- Lippmann, Walter
%
Liebe ist nur dann von Dauer, wenn die Liebenden mehr Gemeinsamkeiten
haben als die gegenseitige Zuneigung.
		-- Walter Lippmann
%
Glcklich, wer mit den Verhltnissen zu brechen versteht, ehe sie ihn
gebrochen haben.
		-- Franz Liszt
%
Das Problem ist, da es eine endlose Zahl weier Mnner, doch nur eine
begrenzte Anzahl von Menschen gibt.
		-- Little Big Man
%
Ich bin bereit berall hinzugehen, wenn es nur vorwrts ist.
		-- David Livingstone
%
Nichts ist schneller als das Gercht.
		-- Titus Livius
%
Gegen den Zwang der Notwendigkeit leisten nicht einmal die Gtter
Widerstand.
		-- Titus Livius
%
Charme ist im Menschen wie das Brennen beim Feuer, das Leuchten bei
der Kerze, das Funkeln bei kostbaren Steinen, Gold und Silber. Es ist
etwas geistiges.
		-- Li Liweng
%
Der Glaube kann uns niemals von etwas berzeugen, was unserer
Erkenntnis zuwiderluft.
		-- John Locke
%
Nichts macht auf den Geist des Menschen einen sanfteren und tieferen
Eindruck als das Beispiel.
		-- John Locke
%
Wer auf den groen Erfolg nicht vorbereitet ist, verbringt den Rest
seines Lebens beim Psychiater.
		-- Frederic Loewe
%
Ehre, Geiz, Leid, Wein und Liebe
sind des Menschen Lebensdiebe.
		-- Friedrich Logau (Sinngedichte)
%
Fr Zeiten standen Junge
vor Alten hflich auf,
Jetzt heit es: Junger sitze!
Und alter Greiner, lauf!
		-- Friedrich von Logau (Sinngedichte)
%
Wer einen Aal beim Schwanz
Und Weiber fat bei Worten,
Wie feste der gleich hlt,
Hlt nichts an beiden Orten.
		-- Friedrich von Logau (Sinngedichte)
%
Die Damen, die sich gerne schminken,
die lassen sich wohl selbst bednken,
da die Natur an ihren Gaben
mu etwas bersehen haben.
		-- Friedrich von Logau (Geschminkte Weiber)
%
Denken, das heit eingesehen haben, da das Wissen zu Ende geht.
		-- Hans Lohberger
%
Wissenschaft: Statt vieler kleiner x macht man ein groes.
		-- Hans Lohberger
%
Der Fluch ist das Gebet des Teufels.
		-- Hans Lohberger
%
Es ist immer dasselbe: eingerumte Rechte sind auferlegte Pflichten.
		-- Hans Lohberger
%
Sprechen heit urteilen. Schweigen heit geurteilt haben.
		-- Hans Lohberger
%
Diejenigen, die gehen, fhlen nicht den Schmerz des Abschieds. Der
Zurckbleibende leidet.
		-- Henry Wadsford Longfellow (Michelangelo)
%
Aberglaube bedeutet Mangel an Selbstvertrauen.
		-- Robert Emanuel Loosen
%
Wer zu lange ein Auge zugedrckt hat, dem werden eines Tages pltzlich
beide aufgehen.
		-- Sophia Loren (eig. Maria Scicolone)
%
Fehler gehren zu den Verpflichtungen,
mit denen man fr ein vollwertiges Leben zahlt.
		-- Sophia Loren (eig. Maria Scicolone)
%
Alt fhlt man sich nur dann, wenn man Dinge bereut, die man falsch 
gemacht hat.
		-- Sophia Loren (eig. Maria Scicolone)
%
Die Gefhrdung der heutigen Menschheit entspringt nicht so sehr ihrer
Macht, physikalische Vorgnge zu beherrschen, als ihrer Ohnmacht, das
soziale Geschehen vernnftig zu lenken.
		-- Konrad Lorenz
%
Den baren Unsinn zu glauben, ist ein Privileg des Menschen.
		-- Konrad Lorenz
%
Ich habe, glaube ich, die Zwischenstufe zwischen Tier und Homo sapiens
gefunden. Wir sind es.
		-- Konrad Lorenz
%
Wenn die Fahne fliegt, ist der Verstand in der Trompete.
		-- Konrad Lorenz
%
Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv -
nmlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.
		-- Konrad Lorenz
%
Da etwas neu ist und daher gesagt werden sollte, merkt man erst,
wenn man auf scharfen Widerspruch stt.
		-- Konrad Lorenz
%
Sie werden es nicht glauben, aber es gibt soziale Staaten, die von den
Klgsten regiert werden.
Das ist bei den Pavianen der Fall.
		-- Konrad Lorenz
%
Wenn Mnner Kinder bekmen, wre die Abtreibung lngst ein Sakrament.
		-- Lore Lorentz
%
Die Achtung, die wir in der Welt besitzen, leistet oft mehr als die 
mchtigsten Heere.
		-- Louis XIV
%
Ein guter Vorsatz ist ein Startschu, dem kein Rennen folgt.
		-- Siegfried Lowitz
%
Immer wenn jemand kurzen Proze machen mcht, gibt es danach eine
lange Berufung.
		-- Siegfried Lowitz
%
Frher war die Naturwissenschaft ein Mittel zur Abwendung von
Naturkatastrophen. Heute zur Anwendung.
		-- Jeannine Luczak
%
Demokratie heit, die Wahl haben. Diktatur heit, vor die Wahl
gestellt sein.
		-- Jeannine Luczak
%
Sardinen wissen, da Gleichmachen mit Kopfabschneiden beginnt.
		-- Jeannine Luczak
%
Wo der Brger keine Stimme hat, haben die Wnde Ohren.
		-- Jeannine Luczak
%
Warum die anderen ndern, wenn sie doch schon anders sind?
		-- Jeannine Luczak
%
Es hat in der ganzen Geschichte noch keinen Krieg zwischen zwei Lndern
gegeben, in deren beider Hauptstdte sich McDonald's Filialen befinden.
		-- Frank Ldecke (Zum Krieg in Afghanistan 2002)
%
Es gibt in Deutschland zwei Arten von Institutionen, die alle
nehmen mssen, die vor der Tr stehen:  Das sind Gefngnisse
und Universitten.
		-- Raimar Lst
%
Das ist seltsam, da Mnner, die sich als Sachverstndige ausgeben,
einander widersprechen und von einerlei Sache nicht einerlei Begriff
haben.
		-- Lukian (120-180 n.Chr.)
%
Sechs Stunden sind genug fr die Arbeit. Die anderen Stunden sagen zum
Menschen: Lebe!
		-- Lukian (120-180 n.Chr.)
%
Leichtglubige Menschen verfallen leicht dem Aberglauben.
		-- Martin Luther King
%
Wir mssen erkennen, da es Aberglaube ist, wenn wir annehmen, Gott
wrde handeln, wenn wir mig bleiben.
		-- Martin Luther King
%
Das alte Grau beginnt zu verschwinden, der Verfall ist gestoppt und
der Neuaufbau in vollem Gange.
		-- Martin Luther King
%
Erstklassige Mnner stellen erstklassige Mnner ein, zweitklassige nur
drittklassige.
		-- Franz Luwein
%
Freiheit ist immer nur die Freiheit des Anders denkenden.
		-- Rosa Luxemburg
%
Freiheit nur fr die Anhnger der Regierung, nur fr die Mitglieder
einer Partei ist keine Freiheit.  Freiheit ist immer nur Freiheit des
anders Denkenden.
		-- Rosa Luxemburg
%
Mir imponieren nur die Ratschlge und Grundstze, die der Ratgebende
selbst beherzigt.
		-- Rosa Luxemburg
%
Es ist leichter eine Lge zu glauben, die man hundertmal gehrt hat,
als eine Wahrheit, die man noch nie gehrt hat.
		-- Robert Staughton Lynd
%
Der Sprechende mag ein Narr sein, Hauptsache der Zuhrer ist weise.
		-- Laotse
%
Wer gern Recht behlt, den berhrt man.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.)
%
Zeigt mir einen Mann der Gewalttat, mit dem es ein gutes Ende genommen
hat, und ich will ihn zu meinem Lehrer machen.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.)
%
Wer andere kennt, ist klug, wer sich kennt, ist weise.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.)
%
Wer Menschen fhren will, mu hinter ihnen gehen.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.)
%
Andere beherrschen erfordert Kraft. Sich selbst beherrschen fordert
Strke.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.)
%
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hrt man damit auf, treibt man
zurck.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.) 
%
Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte ist nicht weise.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.) 
%
Es gibt kein greres Migeschick, als sich nicht begngen zu knnen.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.) 
%
Denken ohne zu lernen ist tricht,
lernen ohne zu denken ist gefhrlich.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.) 
%
Verantwortlich ist man nicht nur fr das, was man tut, sondern auch
fr das, was man unterlt.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.) 
%
Nichtstun ist besser als mit viel Mhe nichts schaffen.
		-- Laotse (chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v.Chr.) 
%
Achtet nicht die Achtenswerten, und es wird nicht Streit sein im
Volk.
		-- Lao-tse (Dao-de-dsching)
%
Wir machen Fehler aus Versehen. Die anderen - aus Dummheit.
		-- Gabriel Laub
%
Der Zynismus der Zyniker besteht nicht darin, da sie sagen, was sie
denken, sondern darin, da sie denken.
		-- Gabriel Laub
%
Phantasie ist etwas, was sich manche Leute gar nicht vorstellen
knnen.
		-- Gabriel Laub
%
Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.
		-- Gabriel Laub
%
Wrde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schtzen, knnten die
Aspirin-Produzenten ihre Lden schlieen.
		-- Gabriel Laub
%
Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns
so viele Dinge anschaffen mssen, die uns das Leben erleichtern.
		-- Gabriel Laub
%
Heldenhaftigkeit ist eine Todesart, keine Lebensart.
		-- Gabriel Laub
%
Leute, die immer nur mitfahren, sind stolz darauf, keine Unflle zu
verschulden.
		-- Gabriel Laub
%
Auch den Mbelpackern sind Leute, die Bcher lesen, zuwider. Aber sie
haben wenigstens einen guten Grund dafr.
		-- Gabriel Laub
%
Nichts macht mir so viel Arbeit wie der Entschlu zu arbeiten.
		-- Gabriel Laub
%
Ein Faulpelz ist ein Mensch, der sich nicht die Arbeit macht, sein
Nichtstun zu begrnden.
		-- Gabriel Laub
%
Zivilisation bedeutet, da die Eskimos warme Wohnungen bekommen und
arbeiten mssen, um Geld fr Khlschrne zu verdienen.
		-- Gabriel Laub
%
Schon die Mathematik lehrt uns, da man Nullen nicht bersehen darf.
		-- Gabriel Laub
%
Ehefrau: die Steuer, die man fr den Luxus bezahlen mu, Kinder zu
haben.
		-- Gabriel Laub
%
Als er sich endlich eine Position geschaffen hatte, die es ihm
ermglichte, alles zu sagen, was er dachte, dachte er nur noch an
seine Position.
		-- Gabriel Laub
%
Ein freier Mensch ist einer, der sich wenigstens seiner Unfreiheit
bewut geworden ist.
		-- Gabriel Laub
%
Bescheiden knnen nur die Menschen sein, die genug Selbstbewutsein
haben.
		-- Gabriel Laub
%
Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen
Schlag lschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus.
		-- Gabriel Laub
%
Maske: der einzige Teil des Gesichts, das sich der Mensch selber
aussucht.
		-- Gabriel Laub
%
Der vorsichtige Pessimist begeht Selbstmord, indem er sich vor einen
Krankenwagen wirft.
		-- Gabriel Laub
%
Pessimismus wird nur von den Optimisten verbreitet. Die Pessimisten
sparen ihn fr schlechtere Zeiten auf.
		-- Gabriel Laub
%
Diktatoren verstopfen den Kritikern den Mund mit Knebeln, Demokraten
tun das mit Kaviar.
		-- Gabriel Laub
%
Hllenqualen sind den Glubigen vorbehalten.
		-- Gabriel Laub
%
Der Berufsoffizier: ein Mann, den wir in Friedenszeiten durchfttern,
damit er uns im Krieg an die Front schickt.
		-- Gabriel Laub
%
Der Mann ertrgt die Ehe aus Liebe zur Frau. Die Frau ertrgt den Mann
aus Liebe zur Ehe.
		-- Gabriel Laub
%
Ein Schriftsteller ist arriviert, wenn alles, was er schreibt,
gedruckt wird. Ein Schriftsteller ist berhmt, wenn alles, was von ihm
gedruckt wird, gelobt wird.
		-- Gabriel Laub
%
Die Zukunft der Literatur liegt im Aphorismus. Den kann man nicht
verfilmen.
		-- Gabriel Laub
%
Ein Zitat ist besser als ein Argument. Man kann damit in einem Streit
die Oberhand gewinnen, ohne den Gegner berzeugt zu haben.
		-- Gabriel Laub
%
Das Fernsehen wurde erfunden, um den Analphabeten einen guten Grund
zum Brillentragen zu geben.
		-- Gabriel Laub
%
Zukunft ist die Zeit, in der man die ganze Vergangenheit kennen wird.
Solange man die Vergangenheit nur teilweise kennt, lebt man in der
Gegenwart.
		-- Gabriel Laub
%
Der Satire steht das Recht auf bertreibung zu. Aber sie hat es schon
seit langem nicht mehr ntig, von diesem Recht Gebrauch zu machen.
		-- Gabriel Laub
%
Gefhrlicher als eine falsche Theorie ist eine richtige in falschen
Hnden.
		-- Gabriel Laub
%
Den eigenen Flei empfinden wir als notwendiges bel. Der Flei der
anderen ist eine Folge ihrer Unfhigkeit.
		-- Gabriel Laub
%
Der Aphorimus hat vor jeder anderen Literaturgattung den Vorteil, da
man ihn nicht weglegt, bevor man ihn nicht zu Ende gelesen hat.
		-- Gabriel Laub
%
Als absurd bezeichnen wir, was nicht mglich ist und trotzdem
passiert; was mglich ist, aber nicht passiert, bezeichnen wir als
typisch.
		-- Gabriel Laub
%
Der Mensch: ein durch die Zensur gerutschter Affe.
		-- Gabriel Laub
%
Zwei zuverlssige Alterssymptome: auf die Jugend zu schimpfen und der
Jugend zu schmeicheln.
		-- Gabriel Laub
%
Ich htte viele Dinge begriffen, htte man sie mir nur nicht erklrt.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Nicht geschehene Taten ziehen oft einen erstaunlichen Mangel an Folgen
nach sich.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Gegen wen ich denke? Gegen diejenigen, die es mir verbieten.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Um an die Quelle zu kommen, mu man gegen den Strom schwimmen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Schwimmer gegen den Strom drfen nicht erwarten, da dieser seine
Richtung ndert.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Frher standen sich die Menschen nher. Es blieb ihnen nichts anderes
brig. Die Schuwaffen trugen nicht weit.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Menschen, die wie Gtter verehrt werden, verlieren mit der Zeit
tatschlich ihre menschlichen Zge.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Komisches nehmen die Menschen nicht ernst. Als wre ein Toter, mit
einer Lachgaspistole totgeschlagen, nicht tot.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Engel? Geflgel fr Menschenfresser.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Es gibt tiefglubige Menschen - denen nur die Religion fehlt.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Es gengt nicht, da man zur Sache spricht. Man mu zu den Menschen
sprechen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fhlen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Der Mensch leidet an einer fatalen Sptzndung: Er begreift alles erst
in der nchsten Generation.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Ich lese die Lebenslufe der Heiligen gern von hinten, im Glauben, es
knne villeicht einer mit der Zeit wieder ein Mensch werden.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Hte dich vor Eintagsfliegen. Ihre Zeit ist begrenzt.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Es gab Zeiten, da man die Sklaven legal kaufen mute.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Immer wird es Eskimos geben, die den Eingeborenen von Belgisch-Kongo
Verhaltensregeln fr die Zeit der groen Hitze geben werden.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, muten auf sie in sehr
unbequemen Unterknften warten.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Binde einen Fetzen um einen Stock, halte ihn hoch, und du wirst sehen,
wie viele ihm wie einem Banner folgen werden.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Ein Blitz sollte sich schmen, im Blitzableiter zu enden.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Die Verfassung eines Staates sollte so sein, da sie die Verfassung
des Brgers nicht ruiniere.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Je reiner die Schuld der Opfer, desto schmutziger die Hnde der
Henker.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Es gibt fruchtbare Wsten, wo Strauenkpfe bestens gedeihen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Wirf den Stein als erster, sonst nennt man dich einen Epigonen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Was kann schon auf dem harten Boden der Tatsachen gedeihen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Schont die Sockel, wenn ihr die Denkmler strzt. Sie knnten noch
gebraucht werden.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Schreckliches Klima, das durch Eintracht des demographischen Hochs mit
dem geistigen Tief entsteht.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Erwarte nicht von einem, der einen Knebel im Munde hat, da er dir das
sagt.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Die Satire hat auszugraben, was der Pathos zugeschttet hat.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Anonym darf auftreten, wer tatschlich ein Nichts ist.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Je weicher die Wahrheit, desto steifer der Standpunkt.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Der Steuermann umgab sich gern mit Nullen. Er hielt sie fr
Rettungsringe.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Ist es ein Fortschritt, wenn ein Kannibale Messer und Gabel benutzt?
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Analphabeten mssen diktieren.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Auch die Stimme des Gewissens kennt den Stimmbruch.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Ich stimme mit der Mathematik nicht berein. Ich meine, da die Summe
von Nullen eine gefhrliche Zahl ist.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Auch geistige Kastraten machen sich mit schriller Stimme bemerkbar.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Je kleiner die Brger, desto grer das Imperium.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Seitdem er verkalkt ist, hlt er sich fr ein Denkmal.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Die meisten Denkmler sind hohl.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Scheiterhaufen erleuchten nicht die Finsternis.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Ich mag Philosophen nicht, die das Haar auf fremden Kpfen spalten.
Noch dazu mit einem Beil.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Die Art der Beleuchtung einer Sache ndert nichts an ihrem Wesen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Mein Ha ist gealtert - nun ist er Verachtung.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Wir nhern uns immer mehr der Entdeckung Gottes durch die
Wissenschaft. Ich bange um sein Schicksal.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Ob ich glubig bin? Das wei nur Gott allein.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Vielleicht hat Gott selbst mich zum Atheisten erwhlt?
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Oh, wenn doch ein Gott sagte: 'Glaubt mir!' und nicht 'Glaubt an
mich!'
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Die Dicken leben zwar krzer, aber sie essen lnger.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Blinder Glaube hat einen bsen Blick.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Manche leben mit einer so erstaunlichen Routine, da es schwerfllt
zu glauben, sie lebten zum ersten mal.
		-- Stanislaw Jerzy Lec
%
Schafft euch keine Gtter nach eurem Vorbild.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Gtter erben voneinander die Eigenschaften und die Glubigen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Das Jenseits wird von Gesetzen regiert, die das Diesseits erlassen
hat.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Mir trumte eine Herde von Leithammeln. Sie trieben, jeder mit einem
anders gestimmten Glcklein. Und hinter ihnen kein einziges Schaf.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Wie viele Jahre Gefngnis entfallen auf die
tausendneunhundertsiebenundfnfzig Jahre nach Christus?
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Wie bt man ein Gedchtnis, um vergessen zu lernen?
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Wessen Brust Orden beschwert, der kann sich leichter bcken, aber auch
schwer wieder aufrichten.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Sein Gewissen war rein, er benutzte es nie.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Marionetten lassen sich sehr leicht in Gehenkte verwandeln. Die
Stricke sind schon da.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Der Sargdeckel ist auf der Seite des Verbrauchers schmucklos.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Nun bist du mit dem Kopf durch die Wand.
Und was wirst du in der Nachbarzelle tun?
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Vaterlandsliebe kennt keine (fremden) Grenzen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Tabus mu man vernichten, ohne sie zu berhren.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Eine Diktatur ist eine Regierung, bei der man in Gefahr gert, sitzen
zu mssen, wenn man nicht hinter ihr stehen will.
		-- Stanislaw Jerzy Lec
%
Lebensknstler leben von den Zinsen eines nicht vorhandenen Kapitals.
		-- Stanislaw Jerzy Lec
%
Fahre nicht aus der Haut, wenn du kein Rckgrat hast.
		-- Stanislaw Jerzy Lec
%
Wer den Himmel auf Erden sucht, hat im Erdkundeunterricht geschlafen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec
%
Autovertreter verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen.
Und Volksvertreter?
		-- Stanislaw Jerzy Lec (eig. S. J. de Tusch-Letz)
%
Auch zum Zgern mu man sich entschlieen.
		-- Stanislaw Jerzy Lec (Unfrisierte Gedanken)
%
Liebe ist eine tolle Krankheit - da mssen immer gleich zwei ins Bett.
		-- Robert Lembke
%
Wer spt zu Bett ging und frh heraus mu, wei, woher das Wort
Morgengrauen kommt.
		-- Robert Lembke
%
Kein Mensch ist so beschftigt, da er nicht die Zeit hat, berall zu
erzhlen, wie beschftigt er ist.
		-- Robert Lembke
%
Die Wahrheit ber ein Menschen liegt auf halbem Wege zwischen seinem
Ruf und seinem Nachruf.
		-- Robert Lembke
%
Wenn die Menschen nur ber Dinge reden wrden, von denen sie etwas
verstehen - das Schweigen wre bedrckend.
		-- Robert Lembke
%
Bse Menschen haben keine Lieder - aber oft eine Stereoanlage.
		-- Robert Lembke
%
Es gibt Fernsehprogramme, bei denen man seine eingeschlafenen Fe
beneidet.
		-- Robert Lembke
%
Manche Mnner sind dafr geschaffen, eines Tages glckliche Witwen zu
hinterlassen.
		-- Robert Lembke
%
Im Flugzeug gibt es whrend starker Turbulenzen keine Atheisten.
		-- Robert Lembke
%
Man sollte nicht immer die gleichen Fehler machen, die Auswahl ist
doch gro genug.
		-- Robert Lembke
%
Es gibt Politiker, die Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren. Dabei
knnte ihnen gar nichts besseres passieren.
		-- Robert Lembke
%
Wer gerne mal angerufen werden mchte, braucht nur in die Badewann zu
gehen.
		-- Robert Lembke
%
Einer der Hauptnachteile mancher Bcher ist die zu groe Entfernung
zwischen Titel- und Rckseite.
		-- Robert Lembke
%
Es stimmt nicht, da alles teurer wird; man mu nur einmal versuchen,
etwas zu verkaufen.
		-- Robert Lembke
%
Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Grbern wchst.
		-- Robert Lembke
%
Die grte Gefahr im Straenverkehr sind Autos, die schneller fahren
als ihr Fahrer denken kann.
		-- Robert Lembke
%
Fernsehunterhaltung ist die Kunst, die Spreu vom Weizen zu trennen und
dann zu senden.
		-- Robert Lembke
%
Das Fernsehen macht aus dem Kreis der Familie einen Halbkreis.
		-- Robert Lembke
%
Religion: Versicherung im Diesseits gegen Feuer im Jenseits.
		-- Robert Lembke
%
Es gibt zwei Arten von Fugngern - die schnellen und die toten.
		-- Robert Lembke
%
Wir alle wissen, was wir unserem Vaterland schulden. Das Finanzamt
teilt es uns mit.
		-- Robert Lembke
%
Es gibt hohe Stellungen, die man am leichtesten in gebckter Haltung
erreicht.
		-- Robert Lembke
%
Grundstzliche Zustimmung ist die hflichste Form der Ablehnung.
		-- Robert Lembke
%
Manche nehmen immer noch Abschied von der eigenen Jugend, wenn sie 
die Fremde schon lange nicht mehr kennen.
		-- Robert Lembke
%
Alkohol ist der einzige Feind, den der Mensch wirklich lieben 
gelernt hat.
		-- Robert Lembke
%
Alkohol konserviert alles, ausgenommen Wrde und Geheimnisse.
		-- Robert Lembke
%
Es gibt Leute, von denen man annehmen kann, da sie gar nicht so 
alt werden, wie sie jetzt schon aussehen.
		-- Robert Lembke (Das Beste aus meinem Glashaus)
%
Tu, was du nicht lassen kannst!
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Wer ber gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu
verlieren.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Man raubt, stiehlt, lgt, plndert. Wie aber nennt man's?
Kolonisieren, zivilisieren, Kultur verbreiten. Man mordet, meuchelt,
massakriert. Die 'logificatio post festum' aber nennt es: Seelsorge,
Christentum, Dienst am Ideal. So sind denn die Ideale nur Masken der
Bestie Mensch. Wehe jedem, der dieses Spiel ernst nimmt. Wehe jedem,
der daran glaubt.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Lachen erhlt uns vernnftiger als der Verdru.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die
Religion.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Alle groen Menschen sind bescheiden.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer
noch geschwinder als jener, der ohne Ziel umherirrt.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Beide schaden sich selbst: der zuviel verspricht, und der zuviel
erwartet.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas
besseres.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Wer berlegt, sucht auch Beweggrnde, nicht zu drfen.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Die Dienste der Groen sind gefhrlich und lohnen der Mhe nicht, die
sie kosten.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Bester Beweis einer guten Erziehung ist die Pnktlichkeit.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Die ersten Entschlieungen sind nicht immer die klgsten, aber
gewhnlich die redlichsten.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Still mit dem Aber!
Die Aber kosten berlegung.
		-- Gotthold Ephraim Lessing (Emilia Galotti)
%
Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen,
Verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum
Doch seine Macht nicht ber uns.
		-- Gotthold Ephraim Lessing (Nathan der Weise)
%
Der Aberglauben schlimmster ist,
den seinen fr den ertrglicheren zu halten.
		-- Gotthold Ephraim Lessing (Nathan der Weise)
%
Der Aberglaube traut den Sinnen bald zu viel, bald zu wenig zu.
		-- Gotthold Ephraim Lessing (Theolog. Streitschriften)
%
Mit Absicht handeln ist das, was den Menschen ber geringere 
Geschpfe erhebt.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Die Poesie geht mehr auf das Allgemeine und die Geschichte auf 
das Besondere.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Der Wunder hchstes ist, da uns die wahren, echten Wunder so
Alltglich werden knnen, werden sollen.
		-- Gotthold Ephraim Lessing (Nathan der Weise)
%
Man wird des Guten und auch des Besten, wenn es alltglich zu werden 
beginnt, bald satt.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Nichts verchtlicher als ein brausender Jnglingskopf mit grauen Haaren.
		-- Gotthold Ephraim Lessing (Emilia Galotti)
%
Welche Freude, wenn es heit:
Alter, du bist alt an Haaren,
Blhend aber ist dein Geist.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Wie alt mu die Fichte sein, die zum Maste dienen soll?
Wie alt? Sie mu hoch genug und mu stark genug sein.
		-- Gotthold Ephraim Lessing
%
Pistole: eines der wichtigsten Navigationsmittel der modernen
Luftfahrt.
		-- Jerry Lewis
%
Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verfhren, denn die meisten
Frauen lachen gerne, bevor sie anfangen zu kssen.
		-- Jerry Lewis
%
Auch die Milliardre unserer Tage haben einmal ganz klein angefangen -
als Millionre.
		-- Jerry Lewis
%
Festredner sprechen im Schlaf - anderer Menschen.
		-- Jerry Lewis
%
Heutzutage hat man keine Chance mehr, sich das Leben zu leisten, das
man fhrt
		-- Jerry Lewis
%
Milliardre sind Leute, die auch einmal als ganz gewhnliche
Millionre angefangen haben.
		-- Jerry Lewis
%
Feiglinge sind Leute, die mit den Fen nachdenken.
		-- Jerry Lewis
%
Jeder Mann tauscht eine Frau, die Kopfschmerzen hat, sehr gern gegen
eine andere, die welche verursacht.
		-- Jerry Lewis
%
Es gibt sicher viele Grnde fr die Scheidung, aber der Hauptgrund ist
und bleibt die Hochzeit.
		-- Jerry Lewis
%
Der Traum der Mnner wre es, den Frauen in die Arme zu sinken, ohne
ihnen gleichzeitig in die Hnde fallen zu mssen.
		-- Jerry Lewis
%
Es gibt Leute, die glauben, alles wre vernnftig, was man mit einem
ernsthaften Gesicht tut.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Leute, die den Reim fr das wichtigste in der Poesie halten,
betrachten die Verse wie Ochsen-Kufer von hinten.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn man Mitleid fhlt, so fragt man nicht erst andere Leute, ob man
es fhlen soll.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es gibt Leute, die gut zahlen, die schlecht zahlen, Leute, die prompt
zahlen, die nie zahlen, Leute, die schleppend zahlen, die bar zahlen,
abzahlen, draufzahlen, heimzahlen - nur Leute, die gern zahlen, die
gibt es nicht.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Rousseau nennt mit Recht den Akzent die Seele der Rede (Emile p. 96 T.
1.) und Leute werden von uns oft fr dumm angesehn und wenn wir es
untersuchen, so ist es blo der einfache Ton in ihren Reden. Weil nun
dieses bei den Schriften wegfllt, so mu der Leser auf den Akzent
gefhrt werden, dadurch da man deutlicher durch die Wendung anzeigt,
wo der Ton hingehrt, und dieses ist es, was die Rede im gemeinen
Leben vom Brief unterscheidet und was auch eine blo gedruckte Rede
von derjenigen unterscheiden sollte, die man wirklich hlt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Aberglauben gemeiner Leute rhrt von ihrem frhen und allzu
eifrigen Unterricht in der Religion her, sie hren von Geheimnissen,
Wundern, Wirkungen des Teufels, und halten es fr sehr wahrscheinlich
da dergleichen Sachen berall in allen Dingen geschehen knnten.
Hingegen wenn man ihnen erst die Natur selbst zeigte, so wrden sie
leichter das bernatrliche und Geheimnisvolle der Religion mit
Ehrfurcht betrachten, da sie hingegen jetzo dieses fr etwas sehr
Gemeines halten, so da sie es fr nichts Sonderliches halten, wenn
ihnen jemand sagte, es wren heute 6 Engel ber die Strae gegangen.
Auch die Bilder in den Bibeln taugen nicht fr Kinder.
		-- Georg Christoph Lichtenberg (Sudelbcher)
%
Eine sehr ntzliche und wichtige Frage, die wir allezeit an uns selbst
tun sollten, ist ohnstreitig diese: Wie kann ich dieses Ding oder den
gegenwrtigen Augenblick am besten ntzen? Das Maximum das hier
stattfindet wird sich wohl schwerlich allemal sogleich finden lassen,
zwischen allen den mglichen Verrichtungen,die sich mit gleichen
Krften in einem Augenblick tun lassen, ist eine groe
Verschiedenheit, und eine ebenso groe zwischen denjenigen die sich
mit der strksten Kraft die in meiner Macht stehet, in einem jeden
Augenblick tun lt. Das Ma des inneren Werts unserer moralischen
Handlungen wird also wohl dieses sein, da wir sie so weit treiben bis
auf den Punkt, da sie uns verdrlich werden wrden, wenn wir ihn
berschritten, alsdenn sind wir versichert, da wir die grte Kraft
angewendet haben, und dieses tun auch tugendhafte Leute wrklich, ohne
es zu wissen. Die grte Kraft aber am besten zu gebrauchen ist eine
Sache die schwerer zu bestimmen ist, und solange wir hier noch keine
Tafel ber unserer Pflichten haben, wo sie nach ihrem Wert geordnet
sind, so wird sich wohl schwerlich das perfice te mit einigem Nutzen
anwenden lassen, alsdann werden wir berechnen knnen, wenn in jeder
Handlung die wir unternehmen, das was darin Gott, uns selbst und
andere Geschpfe angeht die grte Summe geben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Man sollte in der Woche wenigstens einmal ditetische Predigten in der
Kirche halten, und wenn diese Wissenschaft auch von unsern Geistlichen
erlernt wrde, so knnte man doch geistliche Betrachtungen
einflechten, die sich gewi hier sehr gut wrden anbringen lassen,
denn es ist nicht zu glauben (wie) geistliche Betrachtungen mit etwas
Physik vermischt die Leute aufmerksam erhlt, und ihnen Gott strker
darstellt, als die oft bel angebrachten Exempel seines Zorns.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Leute, die nicht die feine Verstellungskunst vllig inne haben, und
andere mit Flei hintergehen wollen, entdecken uns gemeiniglich das
Generelle ihrer ganzen Denkungs-Art bei der ersten Zusam- menkunft,
wer also der Neigung eines andern schmeicheln will und sich in
dieselbe schicken lernen will, der mu bei der ersten Zusammenkunft
sehr acht geben, dort findet man gemeiniglich die bestimmende Punkte
der ganzen Denkungs-Art vereinigt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der berhmte Bauer Jededioh Buxton nicht weit von Chesterfield in
Derbishire dessen im Gentlemans Magazin Febr: 1751 Erwhnung geschieht
hatte ein so erstaunliches Gedchtnis und Einbildungskraft da er das
Quadrat dieser Zahl 725958238096074907868531656993638851106 im Kopf
machte, er brachte aber drittehalb Monate mit zu, wobei er lange
ausruhte und dann wieder fortfuhr. Er fand sie
527015363459557385673733542638591721213298966079307524904381389499251637423236.
Er hatte niemals schreiben gelernt und vermutlich wrde er
nicht so haben rechnen lernen, wenn er schreiben gekonnt htte. Diesen
Punkt sollte alle die Personen recht durchdenken, welche Leute zu
einer gewissen Absicht erziehn wollen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es wre zu untersuchen, was man zum allgemeinen Mastab der
Bedienungen in der Welt annehmen soll, um gleich einer Nation
begreiflich zu machen, wie hoch ein gewisser Mann anzusehen sei. Es
fragt [sich] also gleich, gibt es Leute, die solche Verrichtungen
haben, die bei allen Nationen ntig sind und bei allen gleich hoch
geschtzt werden. Die Priester lassen sich wohl nicht dazu annehmen,
dieser Mastab ist sehr ungewi und in vielen Lndern zu klein. Ein
Mdgen ginge noch eher an, diese werden ziemlich gleichfrmig in
Europa wenigstens geliebt. So da ich glaube, da der Ausdruck
bedeutender ist: er liebte ihn, wie sein Mdgen, als der: er liebte
ihn wie seinen Vater.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Diejenigen verba, welche die Leute tglich im Munde fhren, sind in
allen Sprachen die irregulrsten. Sum, Sono, eimi, ich bin, Je suis,
Jag r, I am.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es gibt eine gewisse Art Menschen, die mit jedem leicht Freundschaft
machen, ihn eben so bald wieder hassen und wieder lieben, stellt man
sich das menschliche Geschlecht als ein Ganzes vor, wo jeder Teil in
seine Stelle pat, so werden dergleichen Menschen zu solchen
Ausfll-Teilen die man berall hinwerfen kann. Man findet unter dieser
Art von Leuten selten groe Genies, ohneracht sie am leichtesten dafr
gehalten werden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Zu Dorlar einem Dorf an der Lahn nicht weit von Gieen haben fast alle
Leute rote Haare.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Geister ohne eine Welt auer ihnen mssen seltsame Geschpfe sein,
denn da von jedem Gedanken der Grund in ihnen liegt, so sind die
seltsamsten Verbindungen von Ideen allzeit recht. Leute nennen wir
rasend, wenn sich die Ordnung ihrer Begriffe nicht mehr aus der Folge
der Begebenheiten in unsrer ordentlichen Welt bestimmen lt, deswegen
ist gewi eine sorgfltige Betrachtung der Natur, oder auch die
Mathematik das sicherste Mittel wider Raserei, die Natur ist sozusagen
das Laufseil, woran unsere Gedanken gefhrt werden, da sie nicht
ausschweifen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Glck der Menschen besteht in einer richtigen Verhltnis seiner
Gemts-Eigenschaften und seiner Affekten, wenn eine wchst, so leiden
alle andern, daraus entstehen unzhlige Mischungen. Das was man einen
groen Geist nennt kann so gut eine Migeburt sein, als es ein groer
Spieler ist, aber eine ntzliche Migeburt, so waren Savage und
Gnther wahrhafte Migeburten, der Mann der ruhig und vergngt lebt,
ist der eigentliche Mensch, und ein solcher Mensch wird es selten sehr
weit in einer Wissenschaft bringen, weil jede Maschine die zu Vielem
ntzen soll selten zu jedem so stark ntzen kann als eine die nur
allein zu einer einzigen Absicht gemacht ist. Deswegen ist es ebenso
weis eingerichtet, da wenige Leute Genie haben, als es weislich ist,
da nicht alle Leute taub oder blind sind. Newton war am Geist ein
Macrochir, er konnte hher hinauflangen, die Offenbarung Johannis
erklrte er schlecht, weil vielleicht dazu eine groe Nase ntig war.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Kein Frst wird jemals den Wert eines Mannes durch seine Gunst
bestimmen, denn es ist ein Schlu, der nicht auf eine einzige
Erfahrung etwa gegrndet ist, da ein Regent meistens ein schlechter
Mann ist. Der in Frankreich backt Pasteten und betrgt ehrliche
Mdgen, der Knig von Spanien haut unter Pauken und Trompeten Hasen in
Stcken, der letzte Knig in Polen der Kurfrst von Sachsen war scho
seinem Hofnarren mit dem Blasrohr nach dem Arsch, der Frst von
Lwenstein beklagt bei einem groen Brand nichts als seinen Sattel,
der Landgraf von Kassel fhrt einer Tnzerin zu Gefallen in der Suite
eines Frsten der nicht viel mehr ist als er und wird durch die
erbrmlichsten Leute betrogen, der Herzog von Wrttemberg ist ein
Wahnsinniger, der Knig von Engelland macht... Engellnderin P...,
der Frst von Weilburg badet sich ffentlich in der Lahn; die
meisten brigen Beherrscher dieser Welt sind Tambours, Fourriers,
Jger. Und dieses sind die Obersten unter den Menschen; wie kann es
denn in der Welt nur ertrglich hergehen; was helfen die Einleitungen
ins Kommerzien-Wesen, die arts de s'enrichir par l'agriculture, die
Hausvter, wenn ein Narr der Herr von allen ist, der keine Oberen
erkennt als seine Dummheit, seine Caprice, seine Huren und seinen
Kammerdiener, o wenn doch die Welt einmal erwachte, und wenn auch drei
Millionen am Galgen strben, so wrden doch vielleicht so bis 8o
Millionen dadurch glcklich; so sprach einst ein Perckenmacher in
Landau auf der Herberge, man hielt ihn aber mit Recht fr vllig
verrrckt, er wurde ergriffen, und von einem Unteroffizier noch ehe er
in Verhaft gebracht wurde mit dem Stock todgeschlagen, der
Unteroffizier verlor den Kopf.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist eine richtige Beobachtung wenn [man] sagt da Leute die zu
stark nachahmen ihre eigene Erfindungskraft schwchen. Dieses ist die
Ursache des Verfalls der italienischen Baukunst, wer nachahmt und die
Grnde der Nachahmung nicht einsieht fehlt gemeiniglich so bald ihn
die Hand verlt, die ihn fhrte.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Kindliche Wundermrchen ber Wandeln auf dem Wasser und
Wiederauferstehung eines Toten werden umso eher als Wunder geglaubt je
weniger die eigene Bildung dazu befhigt, die tatschlichen Wunder des
Mikrokosmos des Universums und der unendlich komplizierten Systeme des
Lebens auch nur annhernd als solche wahrzunehmen. Was hilft alle
Aufklrung, alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben
oder die, die sie haben, vorstzlich verschlieen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Unter die grten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in
den neuesten Zeiten gefallen ist, gehrt meiner Meinung nach wohl die
Kunst, Bcher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Unsere Theologen wollen mit Gewalt aus der Bibel ein Buch machen,
worin kein Menschenverstand ist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist eine Frage ob in den Wissenschaften und Knsten ein Bestes
mglich sei, ber welches unser Verstand nicht gehen kann. Vielleicht
ist dieser Punkt unendlich weit entfernt, ohnerachtet wir bei jeder
Nherung weniger vor uns haben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Am Ende der Sammlung von Leibnizischen Schriften, die Herr Raspe in
Hannover besorgt hat, steht eine Abhandlung unsers groen Weltweisen
von der Characteristica universali, wo verschiedene schne Sachen von
ihm selbst vorkommen. Er sagt unter anderem, er habe in allen
Wissenschaften, die er gelernet htte, gleich erfinden wollen, auch
wenn er fters mannigmal die principia noch nicht inne gehabt htte,
dieses habe ihn endlich bewogen, auf die ersten Grundstriche der
Wissenschaften zurckzugehen und daher sich aus allen Fllen durch
eigene Regeln herauszuhelfen. Bei dieser Gelegenheit, fhrt er fort,
Incidi in contemplationem admirandam, quod scilicet excogitari possit
quoddam Alphabetum cogitationum humanarum, et quoad litterarum hujus
alphabeti combinatione et vocabulorum ex ipsis factorum analalysi
omnia inveniri et dijudicari possent. Eine Art, wie dieses zu
bewerkstelligen sei, sagt er, habe er schon, nur fehle es ihm noch an
geschickten Zeichen. Es ist dieses diejenige Wissenschaft, wovon ein
undeutliches Gefhl die Menschen auf die Cabbala gebracht hat, welches
aber lauter elende Irrwege waren. Jacobus Bohemus hat unter seiner
Natursprache vielleicht etwas hnliches verstanden. Niemand, sagt
Leibniz, wrde mehr hierin haben leisten knnen, als Joachim Jung aus
Lbeck, ein groes und tiefsinniges Genie, das aber wenig bekannt
geworden ist. Dabei uert er einige sehr artige Gedanken: er sagt
numerus est quasi figura metaphysica, et arithmetica statica universi,
qua rerum potentiae explorantur.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn wir uns eine Philosophie entwerfen wollen die uns im Leben ntzen
soll, oder wenn wir allgemeine Regeln zu einem bestndig vergngten
Leben geben wollen, so mssen wir freilich von dem abstrahieren, was
eine gar zu groe Verschiedenheit in die Betrachtungen bringt,
ohngefhr wie wir in der Mechanik oft tun, wenn wir Friktion und
andere dergleichen besondere Eigenschaften der Krper vergessen um uns
die Berechnung nicht zu schwer zu machen, oder wenigstens nur einen
Buchstaben an ihre Stelle setzen. Kleine Unglcksflle bringen
ohnstreitig eine groe Ungewiheit in diese praktische Regeln hinein,
daher mssen wir uns dieser entschlagen, und uns nur gegen die
Bezwingung der greren wenden. Dieses ist ohnstreitig der wahre
Verstand verschiedner Stze der stoischen Philosophie.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist ein Fehler in unsern Erziehungen, da wir gewisse Wissen-
schaften so frh anfangen, sie verwachsen sozusagen in unsern
Verstand, und der Weg zum Neuen wird gehemmt. Es wre die Frage ob
sich die Seelenkrfte nicht strken lieen ohne sie auf eine
Wissenschaft anzuwenden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die wahre Bedeutung eines Wortes in unsrer Muttersprache zu verstehen
bringen wir gewi oft viele Jahre hin. Ich verstehe auch zugleich hier
mit die Bedeutungen die ihm der Ton geben kann. Der Verstand eines
Wortes wird uns um mich mathematisch auszudrcken durch eine Formul
gegeben, worin der Ton die vernderliche und das Wort die bestndige
Gre ist. Hier erffnet sich ein Weg die Sprachen unendlich zu
bereichern ohne die Worte zu vermehren. Ich habe gefunden, da die
Redens-Art: Es ist gut auf fnferlei Art von uns ausgesprochen wird,
und allemal mit einer andern Bedeutung, die freilich auch oft noch
durch eine dritte vernderliche Gre nmlich die Miene bestimmt wird.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Unter die grten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in
den neuesten Zeiten gefallen ist, gehrt meiner Meinung nach die
Kunst, Bcher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wahrhaftigkeit ist die grte List.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn die Fixsterne nicht einmal fix sind, wie knnt ihr dann sagen,
da alles Wahre wahr ist?
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist fast unmglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedrnge zu
tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Vom Wahrsagen lt sich wohl leben, aber nicht vom Wahrheit sagen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der groe Kunstgriff kleine Abweichungen von der Wahrheit fr die
Wahrheit selbst zu halten, worauf die ganze Differential- Rechnung
gebaut ist, ist auch zugleich der Grund unsrer witzigen Gedanken, wo
oft das Ganze hinfallen wrde, wenn wir die Abweichungen in einer
philosophischen Strenge nehmen wrden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Erfindung der wichtigsten Wahrheiten hngt von einer feinen
Abstraktion ab, und unser gemeines Leben ist eine bestndige
Bestrebung uns zu derselben unfhig zu machen, alle Fertigkeiten,
Angewohnheiten, Routine, bei einem mehr, als bei dem andern, und die
Beschftigung der Philosophen ist es, diese kleinen blinden
Fertigkeiten, die wir durch Beobachtungen von Kindheit an uns erworben
haben, wieder zu verlernen. Ein Philosoph sollte also billig als ein
Kind schon besonders erzogen werden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Was mgen dieses wohl fr verborgene Gesetze und Wege sein, durch
welche die Natur die Triebe in dem nmlichen Tier abndert und ihn
seine vorige vergessen macht. Das Hhnchen kriecht unter seine Glucke.
Es wird endlich selbst eine Glucke und kriecht nicht mehr unter,
sondern lt unter sich kriechen. Bei allen Tieren ist der uere
Zustand ihres Krpers und die Vernderung der sinnlichen Werkzeuge
derselben allzeit eine Funktion ihrer Handlungen und ihrer Lebensart.
Bei dem Menschen ist dieses zwar auch wahr, allein indem eine der
vernderlichen Gren zunimmt, kann die andere abnehmen und umgekehrt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Zu den Werken unsrer Kunst werden bestndig Dinge verschwendet, alles
mu bei uns strker gemacht werden, als der Gebrauch es erfordert,
weil wir nicht alle Umstnde bersehen knnen, bei unsern Kleidern,
Schrnken, Sthlen, Husern mssen wir allzeit in die wahre Gleichung
der Dinge noch eine unbestimmte Gre hinzusetzen, die wir nach
Gefallen annehmen. Wenn ab hinlnglich wre, etwas zu erreichen, ohne
da man das geringste davon nehmen knnte, so mssen wir ab + x dafr
nehmen, da die Natur allemal ab + d setzt und auf einmal alles
bestimmt, durch Vernderung dieses d macht die Natur Varietten und
befrdert die ntige gnzliche Vernderung, wenn es negativ wird.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
vid auf der 5t. S. dieses Buchs. Herr Unzer beweist in seinem Arzt T.
VI. St. 146 aus denen Nachrichten des Herrn Khlers, der selbst in
Italien war, da die Krankheit, die man mit Musik kuriert gar nicht
von der Tarantel herkomme, sondern man mutmae es nur, es sei in der
Tat eine Art von Milzsucht, wobei Personen wrklich sehr alt werden
knnen, und nur allemal im Junius tanzen, sollte nicht diese Meinung
da diese Spinne den Stich hervorbringe aus der Sprache knnen
hergeleitet werden. Denn es ist mir sehr wahrscheinlich da die
meisten Irrtmer des Pbels aus der Sprache stammen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Argument gegen die Materialisten, welches Herr Untzer. Arzt T. VI
148 St. negiert, und welches von der Vernderung unseres Krpers
hergeholt ist, hat wirklich einiges Gewicht. Es ist klar, die Teile
sind nicht mehr wir, wenn wir einige Jahre lter sind, wie knnten
sukzessive Seelen so zu sagen sich ihr Bewutsein mitteilen. Man kann
freilich antworten, da die Vernderung sehr allmhlich geschehe, so
wie sich in der ersten Welt Dinge durch Tradition fortgepflanzt haben,
ohneracht die Welt alle 80 Jahre eine andere war. So wird Lamettrie
antworten. Ein anderer Beweis, auf den Herr Fontenelle sehr viel hlt,
da nmlich sich die erstaunten Wirkungen eines Gedankens auf den
Krper nicht erklren lieen, wenn der Gedanke nach den Regeln der
Mechanik wirkte, ist nicht viel erheblicher. Es ist wahr, ein Mensch,
dem ich ganz sachte ins Ohr sage er werde arretiert werden, wenn er
sich nicht augenblicklich fortmachte, geht durch und lauft viele
Meilen mit der erschrecklichsten Bewegung fort. Allein nicht zu
gedenken, da wir die Wirkung eines Dings nicht nach dem Schalle
schtzen mssen, den das Wort [macht], welches ihn erregt, so wenig,
als man ein Crimen laesae majest[atis]. nach dem Knalle schtzt, den
es tut, so wirkt der Gedanke bestndig, und vielleicht auf eine Art,
wie der Funke auf das Pulver.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ein gewisser Philosoph sagt man msse [bei] Zeiten den Geist mit
ntzlichen Wahrheiten [speisen]. Herr N. hatte ihn zuweilen halbe
Jahre [hun]gern lassen und auf einmal wieder so gefttert, da man auf
allen Messen sagte: Mein Gott der Mensch hat sich bernommen (pm).
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Um ein Stckgen Fleisch wieder in Erde zu verwandeln, damit es andern
Vegetabilien oder Tieren ntzen knne, lt es die Natur nicht blo
durch eine Verwesung auflsen, sondern hat lieber andere kleine
Kreaturen hervorgebracht, die es auffressen, sie htte vielleicht
dieses ohne diese Tiere erhalten knnen, allein es ist dadurch die
Summe des Vergngens in empfindenden Geschpfen auf der Welt vermehrt
worden, und es lt sich wahrscheinlich mutmaen, da allzeit das
Vergngen der empfinden[en] Substanzen in der Welt ein Grtes ist, so
da, wenn es bei einer Gattung wchse, es bei den andern abnehmen
mte.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn wir die abstrakten Wahreiten, die unsere Vernunft ohne viele
vorhergegangene Empfindungen erkennt, so ordnen knnten, da wir den
bergang zu den angewandten treffen knnten, so wrde vieles eine
brauchbare Metaphorik geben, allein dieser bergang fehlt noch jetzo
unserer Metaphorik.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Herr Home beantwortet in seinen Elements of Criticism (Kapitel 12) die
Frage, ob sich die Wahrheit durch das belachenswerte prfen lasse, mit
Ja, und begegnet dem Einwurf: da sich auch das ernsthafteste
lcherlich machen liee, dadurch, da er sagt, ein solcher Witz werde
die Prfungen eines feinen Geschmacks nicht aushalten. Dennoch glaube
ich aber, da das ernsthafteste fters mit Geschmack kann lcherlich
gemachte werden, wenn man anders davon abstrahiert, da es schon an
sich nicht viel Geschmack verrt, wenn man ernsthafte Sachen
lcherlich machen will.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Man hat bisher in der Abhandlung andrer Wahrheiten, als der
mathemat[ischen] und physikalischen, die Stze, die man erweisen,
andern erlutern wollte gleich zu verwickelt angenommen, und man
geriet notwendigerweise in Verwirrungen. Wenn man den Ursprung der
Winde erlutern will, so betrachtet man eine Luftkugel, ohne auf
Wasser oder Erde zu sehen und sieht, was die anziehende Kraft des
Monds fr Vernderungen in derselben hervorbringen kann. Wenn man die
Regeln des Geschmacks aussuchen will, sollte man erst berhaupt die
Vernderung einer empfinden[den] Substanz betrachten, hernach immer
Leidenschaften zusetzen, immer neues Interesse addieren, bis wir
endlich den Menschen heraus htten.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn Plato sagt die Leidenschaften und die natrlichen Triebe seien
die Flgel der Seele, so drckt er sich sehr lehrreich aus, solche
Vergleichungen erlutern die Sache und sind gleichsam bersetzung der
schweren Begriffe eines Mannes in eine jedermann bekannte Sprache,
wahrhafte Definitionen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Bauer, welcher glaubt, der Mond sei nicht grer als ein
Pflug-Rad, denkt niemals daran da in einer Entfernung von einigen
Meilen eine ganze Kirche nur wie ein weier Fleck aussieht, und da
der Mond hingegen immer gleich gro scheint, was hemmt bei ihm diese
Verbindung von Ideen, die er einzeln alle hat? Er verbindet in seinem
gemeinen Leben auch wirklich Ideen vielleicht durch knstlichere
Bande, als diese. Diese Betrachtung sollte den Philosophen aufmerksam
machen, der vielleicht noch immer der Bauer in gewissen Verbindungen
ist. Wir denken frh genug aber wir wissen nicht da wir denken, so
wenig als wir wissen da wir wachsen oder verdauen, viele Menschen
unter den Gemeinen erfahren es niemals. Eine gnaue Betrachtung der
ueren Dinge fhrt leicht auf den betrachtenden Punkt, uns selbst,
zurck und umgekehrt wer sich selbst einmal erst recht gewahr wird
gert leicht auf die Betrachtung der Dinge um ihn. Sei aufmerksam,
empfinde nichts umsonst, messe und vergleiche; dieses ist das ganze
Gesetz der Philosophie.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Menschliche Philosophie berhaupt ist die Philosophie eines einzelnen
gewissen Menschen durch die Philosophie der andern selbst der
Menschliche Philosophie berhaupt ist die Philosophie eines einzelnen
gewissen Menschen durch die Philosophie der andern selbst der Narren
korrigiert und dieses nach den Regeln einer vernnftigen Schtzung der
Grade der Wahrscheinlichkeit. Stze worber alle Menschen
bereinkommen sind wahr, sind sie nicht wahr, so haben wir gar keine
Wahrheit. Andere Stze fr wahr zu halten zwingt uns oft die
Versicherung solcher Menschen, die in der Sache viel gelten, und jeder
Mensch wrde das glauben, der sich in eben den Umstnden befnde, so
bald dieses nicht ist, so ist eine besondere Philosophie und nicht
eine die in dem Rat der Menschen ausgemacht ist, Aberglaube selbst ist
Lokal-Philosophie, er gibt seine Stimme auch.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Weiser werden heit immer mehr und mehr die Fehler kennen lernen,
denen dieses Instrument, womit wir empfinden und urteilen, unterworfen
sein kann. Vorsichtigkeit im Urteilen ist was heutzutage allen und
jeden zu empfehlen ist, gewnnen wir alle 10 Jahre nur eine
unstreitige Wahrheit von jedem philosophischen Schriftsteller, so wre
unsere Ernte immer reich genug.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Den Mnnern in der Welt haben wir so viel seltsame Erfindungen in der
Dichtkunst zu danken, die alle ihren Grund in dem Erzeugungstrieb
haben, alle die Ideale von Mdchen und dergleichen. Es ist schade, da
die feurigen Mdchen nicht von den schnen Jnglingen schreiben drfen
wie sie wohl knnten, wenn es erlaubt wre. So ist die mnnliche
Schnheit noch nicht von denjenigen Hnden gezeichnet, die sie allein
recht mit Feuer zeichnen knnten. Es ist wahrscheinlich, da das
Geistige, was ein Paar bezauberte Augen in einem Krper erblicken, der
sie bezaubert hat, ganz von einer andern Art sich den Mdchen in
mnnlichen Krpern zeigt, als es sich dem Jngling in weiblichen
Krpern entdeckt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die gefhrlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mig entstellt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Bibel ist ein Buch, von Menschen geschrieben, wie alle Bcher. Von
Menschen, die etwas anders waren als wir, weil sie in etwas anderen
Zeiten lebten, etwas simpler in manchen Stcken waren als wir, dafr
aber auch sehr viel unwissender. Also ein Buch, worin manches Wahre
und manches Falsche, manches Gute und manches Schlechte enthalten ist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ein Buch ist ein Spiegel. Wenn ein Affe hineinguckt, so kann freilich
kein Apostel herausschauen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ein Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn
ein Affe hineinblickt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wir mssen uns freilich unsre gegenwrtigen Augenblicke allemal zu
Nutz zu machen suchen, und dieses wre nicht sehr schwer, denn wir
drften nur jeden Augenblick tun, was uns am meisten gefllt, allein
wer sieht nicht da uns bald Stoff dazu fehlen wrde. 2 Jahre so
hingebracht wrden uns alle knftige verderben; jeder gegenwrtige
Augenblick ist ein Spiegel aller knftigen und unser gegenwrtiges
Vergngen, verglichen mit dem da er ein knftiger wird kann darin ein
grtes werden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ich habe etliche mal bemerkt, da ich Kopf-Weh bekam, wenn ich mich
lange in einem Hohl-Spiegel betrachtete.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen
kennenlernen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Migkeit setzt Genu voraus, Enthaltsamkeit nicht. Es gibt daher
mehr enthaltsame Menschen als solche, die mig sind.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Wohl mancher Lnder wird nach der Mehrheit der Stimmen
entschieden, da doch jedermann eingesteht, da es mehr bse als gute
Menschen gibt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Orakel haben nicht sowohl aufgehrt zu reden als vielmehr die
Menschen ihnen zuzuhren.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Mensch liebt die Gesellschaft, und sollte es auch nur die von
einem brennenden Rauchkerzchen sein.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Neigung der Menschen kleine Dinge fr wichtig zu halten hat sehr
viel groes hervorgebracht.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Menschen, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Alle Menschen schieben auf und bereuen den Aufschub.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es gibt wirklich viele Menschen die blo lesen, damit sie nicht
zu denken brauchen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Gesichter der Menschen sind oft bis zum Ekelhaften hlich. Warum
dieses? Vermutlich konnte die ntige Verschiedenheit der Gemts-Arten
nicht erhalten werden ohne eine solche Einrichtung; man kann dieses
als eine Seelen-Charakteristik ansehen, welche zu lesen wir uns
vielleicht mehr befleiigen sollten. Um einigen Grund in dieser
schweren und weitlufigen Wissenschaft zu legen mte man, bei
verschiednen Nationen, die grten Mnner, die Gefngnisse und die
Tollhuser durchsehen, denn diese Fcher sind so zu reden die 3
Hauptfarben, durch deren Mischung gemeiniglich die brigen entstehen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Bei einem groen Genie gehet das in einem Augenblicke vor, was oft bei
einem andern ganze Stunden dauert. Ein gewisser Mensch, der eben keine
groen Gaben hatte, hielt einen zum Betrug mit der Feder nachgemachten
Druck eine Stunde wirklich dafr, andere sahen es im ersten
Augenblick.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist schwer anzugeben, wie wir zu den Begriffen gekommen sind die
wir jetzo besitzen, niemand, oder sehr wenige werden angeben knnen,
wenn sie den Herrn von Leibniz zum erstenmal haben nennen hren: weit
schwerer aber wird es noch sein, anzugeben, wenn wir zum erstenmal zu
dem Begriff gekommen, da alle Menschen sterben mssen, wir erlangen
ihn nicht so bald, als man wohl glauben sollte. So schwer ist es den
Ursprung der Dinge anzugeben, wenn wir hierin (etwas) in Dingen auer
uns zustande bringen wollen?
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Da schon Herr Goguet leugnet, da wir die Geometrie dem Nil zu danken
htten, sondern vielmehr der frhzeitigen guten Einrichtung des
gyptischen Staats, der unmglich [ohne] eine Geometrie lang htte
bestehen knnen, so ist die Frage, ob man wirklich durch die
Einteilung der Felder auf die Geometrie gekommen sei oder ob man eine
schon vorher gefundene Theorie angewendet habe? Diese Einteilung kann
freilich nicht ohne Geometrie verrichtet werden, und der dmmste Bauer
wird auf geometrische Lehrstze verfallen, wenn er ein Feld in gleiche
Teile teilen wollte. Allein ein Volk kann es hierin sehr weit bringen
ohne ohne jemals auf den Satz von der Gleichheit der Dreiecke zu
verfallen. Unsere Kunstgrtner sind keine Geometers, allein sie wissen
sich aus allen Fllen oft sehr geschickt zu helfen. Es wre eine
Frage, was wohl im gemeinen Leben am geschicktesten die Menschen auf
wichtige geometrische Stze zu fhren. Gewi ist es, da man nicht von
der graden Linie darauf gekommen sei.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
In Werken des Geschmacks ist es sehr schwer weiter zu kommen, wenn man
schon einigermaen weit ist, weil leicht hierin ein gewisser Grad von
Vollkommenheit unser Vergngen werden kann, so da wir nur diesen Grad
zum Endzweck unserer Bemhungen setzen weil dieser unsern ganzen
Geschmack ausfllt, in andern Stcken, die nicht blo auf das
Vergngen ankommen, verhlt es sich ganz anders, daher haben wir in
den letzteren den Alten es weit zuvorgetan, in den ersten aber sind
wir noch tief unter ihnen, ohnerachtet wir sogar Muster von ihnen vor
uns haben. Dieses kommt daher, das Gefhl des neueren Knstlers ist
nicht scharf genug, es geht nur bis auf die krperliche Schnheiten
seines Musters, und nicht auf die moralischen wenn ich so reden darf.
Man kann das Gesicht eines redlichen Menschen sehen, man kann es aber
auch gewissermaen fhlen, das letztere ist das erstere verbunden mit
einer Rcksicht auf das moralische Gute, womit wir in ihm oft die
Mienen begleitet sehen. Was ich hier sagen will wird wohl jeder
verstehen fr den ich eigentlich schreibe. Solange der Knstler nur
blo nach den Augen zeichnet, wird er nie einen Laokoon herausbringen,
der etwas mehr als Zeichnung hat, der mit Gefhl verfertigt ist.
Dieses Gefhl ist dem Knstler unumgnglich ntig, aber wo soll er es
lernen und wie? Unsre sthetiken sind bei weitem noch nicht praktisch
genug.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Da alle Glieder der Tiere eine sehr weisliche Absicht ihres groen
Schpfers zeigen, so fragt sich, warum die Menschen oft Gewchse,
Glieder ohne Absicht bekommen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Esel haben die traurige Situation, worin sie jetzo in der Welt
leben, vielleicht blo dem witzigen Einfall eines losen Menschen zu
danken, dieser ist schuld, da sie zum verchtlichsten Tier auf immer
geworden sind und es auch bleiben werden, denn viele Eselstreiber
gehen deswegen mit ihren Eleven so frchterlich um, weil es Esel,
nicht weil es trge und langsame Tier sind.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Aus den Trumen der Menschen, wenn sie dieselben gnau anzeigten, liee
sich vielleicht vieles auf ihren Charakter schlieen. Es gehrte aber
dazu nicht etwa einer sondern eine ziemliche Menge.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wir wrden gewi Menschen von sonderbarer Gemts-Art kennen lernen,
wenn die groen Striche die jetzo Meer sind, bewohnt wren, und wenn
vielleicht in einigen Jahrtausenden unser gegenwrtiges festes Land
Meer und unsere Meere Lnder sein werden, so werden ganz neue Sitten
entstehen, ber die wir uns jetzo sehr wundern sollten.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Furcht vor dem Tod, die den Menschen eingeprgt ist, ist zugleich
ein groes Mittel, dessen sich der Himmel bedient, sie von Untaten
abzuhalten, vieles wird aus Furcht vor Lebensgefahr oder Krankheit
unterlassen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Da der Mensch grob sndigen kann, daran ist mehr die Beschaffenheit
der ueren Dinge als seine eigene Schuld, knnte er nicht die Wirkung
gewisser Dinge hindern, andere zerstren, wie knnte er stehlen, wenn
alles, was er gegen die Wesen auer ihm vornhme, denselben zum
Vorteil gereichte?
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Speisen haben vermutlich einen sehr groen Einflu auf den Zustand
der Menschen, wie er jetzo ist, der Wein uert seinen Einflu mehr
sichtbarlich, die Speisen tun es langsamer, aber vielleicht ebenso
gewi, wer wei ob wir nicht einer gut gekochten Suppe die Luftpumpe
und einer schlechten den Krieg oft zu verdanken haben. Es verdiente
dieses eine gnauere Untersuchung. Allein wer wei ob nicht der Himmel
damit groe Endzwecke erreicht, Untertanen treu erhlt, Regierungen
ndert und freie Staaten macht, und ob nicht die Speisen das tun was
wir den Einflu des Klima nennen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wir arbeiten fters daran einen lasterhaften Affekt zu dmpfen, und
wollen dabei unsere brigen guten alle behalten, dieses kommt aus
unserer Methode her, womit wir den Menschen schildern, wir sehen den
Charakter desselben nicht als ein sehr richtig zusammengefgtes Ganzes
an, das nur in seinen Teilen verschiedene relative Stellungen annehmen
kann, sondern wir sehen die Affekte wie aufgeklebte Schnpflsterchen
an, die wir verlegen und wegwerfen knnten. Viele dergleichen Irrtmer
beruhen auf den dabei so ntigen Sprachen, weil diese keine Verbindung
notwendig unter sich haben, sondern sie erst durch die beigefgte
Erinnerungen bekommen, so kommt die gewhnlichste Bedeutung uns immer
in den Sinn, sobald man die Erinnerung ein wenig nur aus der Acht
lt, daher wenn eine allgemeine Charakteristik erfunden werden soll,
so mu notwendig erst eine solche Sprache hervorgesucht werden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Vorurteile sind so zu reden die Kunsttriebe der Menschen, sie tun
dadurch vieles, das ihnen zu schwer werden wrde bis zum Entschlu
durchzudenken, ohne alle Mhe.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist in der Tat ein sehr blindes und unsern aufgeklrten Zeiten sehr
unanstndiges Vorurteil, da wir die Geographie und die rmische
Historie eher lernen, als die Physiologie und Anatomie, ja die
heidnische Fabellehre eher, als diese fr Menschen beinah so
unentbehrliche Wissenschaft da sie nchst der Religion sollte
getrieben werden. Ich glaube da einem hheren Geschpfe, als wir
Menschen sind, dieses das reizendste Schauspiel sein mu, wenn er
einen groen Teil des menschlichen Geschlechts starr ein paar tausend
Jahre hinter sich gehen she, und aufs Ungewisse und unter dem
Freibrief Regeln fr die Welt aufzusuchen sich und der Welt unntz
sterben, [die] ihren Krper der doch ihr vornehmster Teil war nicht
kannten, da ein Blick auf ihn sie, ihre Kinder, ihren Nchsten, ihre
Nachkommen, htte glcklich machen knnen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Mensch scheint eine Kreatur zu sein, die sehr zur abgenderten
Witterung gemacht zu sein scheint, weil er unter der Linie und an den
Polen dumm ist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist etwas Unbegreifliches, da es uns schwer wird, in Komdien
natrlich zu schreiben, da uns doch das natrliche am natrlichsten
ist. Es kommt blo daher, da wir das natrliche mit einem Ausdrucke
zuweilen verbinden mssen, der nicht so ganz gemein ist, und man ist
sehr geneigt, wenn der Geschmack sich nicht auf Philosophie und
Vernunft und das menschliche Herz grndet, die Grenzen zu
berschreiten.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ein allgemeines Ma fr das Verdienst oder fr die Wichtigkeit einer
Verrichtung, das allen Stnden sogleich die Gre einer Tat angbe,
wre eine Erfindung, die eines moralischen Newton wrdig wre. Z.E.
eine Compagnie vor des Kommandanten Haus zu exerzieren ist gewi nicht
so schwer als ein paar Schuh zu sohlen (ich wei es freilich, da die
Ehre eine Besoldung ist, sie auszuzahlen legt der Frst eine Steuer
auf die Hte und den Nacken der Untertanen. Wenn ein Handwerkspursche
vor dem Offizier den Hut zieht, so denke ich immer, dieser Pursche ist
eine Art von Kriegszahlmeister. Und wie ungeschliffen sind die
Offiziers, die sie ohne Quittung annehmen, ich meine die nicht wieder
an den Hut greifen) und ich behaupte ein Kleid gut zu schneiden ist
zuverlssig schwerer, als Hof-Kavalier zu sein, zuverlssig schwerer,
ich meine den Hof-Kavalier in abstracto. Eine solche Rangordnung, die
aber gewi dem Verfasser und dem Verleger den Kopf kosten wrde,
wnschte ich gedruckt zu sehen, sie existiert gewi in dem Kopf jedes
rechtschaffenen Mannes. Man knnte zu einem solchen Ma das
Balancieren auf der Nase nehmen, weil dieses ohngefhr alle Menschen
mit gleicher Geschwindigkeit lernen, und durch die Lnge der
Tabakspfeife in Zollen die Grade der Schwierigkeit messen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Plato hat schon den Gedanken geuert, da man die Menschen zu bessern
bei den Frauenzimmern anfangen msse, Rousseau in der bekannten
Schrift ber die Schdlichkeit der schnen Wissenschaften sagt in
einer Note eben das und wnscht, da ein groer Mann den Anfang machen
mge, vielleicht hat Herr Fordyce mit seinen Frauenzimmerpredigten
diesen Wunsch erfllt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Rousseau selbst (in einer Antwort auf eine Widerlegung der
vorhergehenden Schrift) gesteht, da die schnen Wissenschaften etwas
gttliches seien, abstrakt betrachtet, aber nicht fr den Menschen; so
entschuldigt er die Widersprche, die sich in der Preisschrift
befinden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn sich das menschliche Geschlecht noch mehr vermehrt, so mu man
mehr als 2 oder drei Vornamen haben, um der Verwechslung vorzubeugen,
die Kinder der eigentlichen Huren bringen neue Namen herein, noch ein
Nutzen den sie haben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Man kann sich das menschliche Geschlecht als einen Polypen denken, so
kommt man schon auf mein System von Seelenwanderung.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn man die Charaktere der Menschen, oder besser, wenn man die
Menschen nach den Charakteren ordnen knnte, welches leicht mglich
wre, wenn wir mehr Erfahrungen in diesem Stck sammelten, so wrde
man die Klassen fr die Knstler und Gelehrten leicht merken, und
wrde sich alsdann nicht mehr bemhen einem aus dem Genere passerum
sprechen zu lernen, da es ausgemacht ist, da dieses nur den Picis
zukommt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Welt ist ein allen Menschen gemeiner Krper, Vernderungen in ihr
bringen Vernderung in der Seele aller Menschen vor die just diesem
Teil zugekehrt sind.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Mit einem erstaunenden Vergngen finde ich in des Herrn Lavaters
Aussichten in die Ewigkeit T.I. p. 43 seq., da er vor dem Schlaf
hnliche Empfindungen mit mir hat, ich habe jahrelang vorher ehe
dieses Buch erschien schon Herrn Ljungberg die Erffnung getan, ja als
ich noch auf Schulen war habe ich meinem Freund Herrn Ewein schon
etwas davon gesagt, aber nie gehrt, da er oder Herr Ljungberg jemals
etwas hnliches empfunden, meine Betrachtungen in diesem Zustand gehen
gemeiniglich auf den Tod, oder die Seele berhaupt, und das was
Empfindung ist, und endigen sich in einer Bewunderung der Einrichtung
des Menschen, alles ist mehr Gefhl als Reflexion und unbeschreiblich.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Was ist es, das macht, da wir uns zuweilen eines geheimen Kummers
standhaft entschlagen knnen, da die Vorstellung, da wir unter dem
Schutz einer hchstgtigen Vorsicht stehen, die grte Wirkung auf uns
hat, und dennoch oft in der nchsten halben Stunde diesem nmlichen
Kummer beinah unterliegen. Mit mir ist es wenigstens so, ohne da ich
sagen knnte, da ich bei der 2ten Vorstellung meinen Kummer von einer
neuen Seite betrachte, andere Relationen einsehe, nichts weniger.
Fnde dieses statt, so wurde ich diese Anmerkung nicht einmal
niedergeschrieben haben. Ich glaube vielmehr, da die moralische
Empfindlichkeit im Menschen zu unterschiedenen Zeiten verschieden ist,
des Morgens strker als des Abends.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es gibt Menschen, die sogar in ihren Worten und Ausdrcken etwas
Eigenes haben, (die meisten haben wenigstens etwas, das ihnen eigner
ist) da doch Redensarten durch eine lange Mode so und nicht anders
sind, solche Menschen sind allzeit einer Aufmerksamkeit wrdig, es
gehrt viel Selbstgefhl und Unabhngigkeit der Seele [dazu] bis man
so weit kommt. Mancher fhlt neu und sein Ausdruck womit der dieses
Gefhl andern deutlich machen will ist alt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist zum Erstaunen, wie wenig dasjenige oft, was wir fr ntzlich
halten, und was auch leicht zu tun wre, doch von uns getan wird. Die
Begierde, geschwind viel wissen zu wollen, hindert oft die gnauen
Untersuchungen, allein es ist selbst dem Menschen, der dieses wei,
sehr schwer etwas gnau zu prfen, da er doch wei, er kommt auch nicht
zu seinem Endzwecke viel zu lernen, wenn er nicht prft.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wie glcklich viele Menschen wren, wenn sie sich genausowenig um die
Angelegenheiten anderer kmmern wrden wie um die eigenen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Mein unerschtterliche Glaube an die Dummheit des Tieres Mensch hat
mich nie enttuscht und ist mir im Lauf des Lebens oft zustatten
gekommen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ist es nicht seltsam, da die Menschen so gern fr ihre Religion
fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, das heit vermutlich: Der
Mensch schuf Gott nach dem seinigen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Am 4ten Juli 1765 lag ich an einem Tag, wo immer heller Himmel mit
Wolken abwechselte, mit einem Buche auf dem Bette, so da ich die
Buchstaben ganz deutlich erkennen konnte, auf einmal drehte sich die
Hand, worin ich das Buch hielt, unvermutet, ohne da ich etwas
versprte, und weil dadurch mir einiges Licht entzogen wurde, so
schlo ich es mte eine dicke Wolke vor die Sonne getreten sein, und
alles schien mir dster, da sich doch nichts von Licht in der Stube
verloren hatte. So sind oft unsere Schlsse beschaffen, wir suchen
Grnde in der Ferne, die oft in uns selbst ganz nahe liegen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Da die Philosophie eine Frau ist, merkt man daran, da sie
gewhnlich an den Haaren herbeigezogen ist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine
Meinung hat.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die groen Begebenheiten der Welt werden nicht gemacht, sondern sie
finden sich.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Trume fhren uns oft in Umstnde, und Begebenheiten hinein, in die
wir wachend nicht leicht htten knnen verwickelt werden, oder lassen
uns Unbequemlichkeiten fhlen welche wir vielleicht als klein in der
Ferne verachtet htten, und eben dadurch mit der Zeit in dieselben
verwickelt worden wren. Ein Traum ndert daher oft unsern Entschlu,
sichert unsern moralischen Fond besser als alle Lehren, die durch
einen Umweg ins Herz gehen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Bei jedem Streit ziehe die Vershnung stets dem leichtesten Siege vor.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Widerwrtigkeiten sind Pillen, die man schlucken mu, und nicht
kauen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Gerade das Gegenteil tun heit auch nachahmen, es heit nmlich das
Gegenteil nachahmen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist keine Kunst, etwas kurz zu sagen, wenn man etwas zu sagen hat.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn ich einen Nagel einschlage, nur um etwas anzuheften, so denke ich
immer: Was wird geschehen, ehe ich ihn wieder herausziehe.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf
die Klappe selbst.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wie geht's, sagte ein Blinder zu einem Lahmen. Wie Sie sehen,
antwortete der Lahme.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Belehrung findet man fter in der Welt als Trost.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Witz und Laune mssen wie alle korrosiven Sachen mit Sorgfalt
behandelt werden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
An nichts mu man mehr zweifeln, als an Stzen, die zur Mode geworden
sind.
		--  Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Leidenschaften machen die besten Beobachtungen und die elendsten
Schle.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der gemeine Mann hlt bei seinem Kirchengehen und Bibellesen die
Mittel fr Zweck.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wer einen Engel sucht und nur auf die Flgel schaut, knnte eine Gans
nach Hause bringen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Meine Sprache ist allzeit simpel, enge und plan. Wenn man einen Ochsen
schlachten will, so schlgt man ihm gerade vor den Kopf.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es
anders wird; aber soviel kann ich sagen: es mu anders werden, wenn
es gut werden soll.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen.
Allein um sicher Unrecht zu tun, mu man die Rechte studiert haben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine bse
Entdeckung.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Heutzutage machen drei Pointen und eine Lge einen Schriftsteller.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Aufschieben wichtiger Geschfte ist eine der gefhrlichsten
Krankheiten der Seele.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn ein Buch und ein Kopf aneinanderstoen, und es klingt hohl, ist
das allemal im Buch?
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Um eine allgemeine Charakteristik zustande zu bringen, mssen wir erst
von der Ordnung in der Sprache abstrahieren, die Ordnung ist eine
gewisse Musik, die wir festgesetzt, und die in wenigen Fllen (z. E.
femme sage, sage femme) einen sonderbaren Nutzen hat. Eine solche
Sprache die den Begriffen folgt mssen wir erst haben, oder wenigstens
fr besondere Flle suchen, wenn wir in der Charakteristik fortkommen
wollen. Weil aber unsere wichtigsten Entschlsse, wenn wir sie ohne
Worte denken, oft nur Punkte sind, so wird eine solche Sprache ebenso
schwer sein zu entwerfen, als die andere, die daraus gefolgert werden
soll.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ich kann mir eine Zeit denken, welcher unsere religisen Begriffe so
sonderbar vorkommen werden als der unsrigen der Rittergeist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn man, wie die Metaphysiker oft verfahren, glaubt man verstehe
etwas, das man nicht versteht, so kann man dieses nennen affirmative
nescire.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Pythagoras konnte einer einzigen Erfindung halber hundert Ochsen
opfern, Kepler wrde bei seinen vielen Entdeckungen zufrieden gewesen
sein, wenn er 2 gehabt htte.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Elastizitt der Krper (und es wird wohl keine vllig harten oder
vllig weichen geben) ist gleichsam das Leben derselben, wir bekommen
dadurch ein Gefhl ihrer Gegenwart durch das Gehr, Gesicht und fters
das Gefhl, ein Krper, welcher dieses Lebens beraubt ist, wrde,
unkenntlich und unbrauchbar, seine Lcke ausfllen. Die elastischen
Krfte der Krper sind die Dolmetscher wodurch sie so zu sagen mit uns
sprechen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn wir auf einen Gegenstand hinsehen, so sehen wir noch viele andere
zugleich mit, aber weniger deutlich. Es ist die Frage, ob dieses
Gewohnheit ist, oder ob es eine andere Ursache habe? Im ersten Fall
mten wir uns auch angewhnen knnen Dinge deutlich zu sehen,
ohnerachtet wir unsere Augen nicht unmittelbar darauf wenden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Man knnte in einer besonderen Wissenschaft die niedrigeren Stufen so
wohl als die hheren der Dinge betrachten, wie sie jetzo sind, und das
Grte und kleinste darinnen bestimmen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
So wie das Ohr Verhltnisse mit, so berechnet vielleicht die Zunge
Flchen von Krpern.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Eine geringe Vernderung in der gemeinsten Verknpfung der Dinge kann
unsere Abstraktion leicht so sehr verwirren, da man mit leichter Mhe
Taschenspieler-Knste aus den gewhnlichsten Dingen herauslockt, wenn
man kleine Umstnde verndert.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Bemhung ein allgemeines Principium in manchen Wissenschaften zu
finden ist vielleicht fters ebenso fruchtlos, als die Bemhung
derjenigen sein wrde, die in der Mineralogie ein erstes Allgemeines
finden wollten durch dessen Zusammensetzung alle Mineralien entstanden
seien. Die Natur schafft keine genera und species, sie schafft
individua und unsere Kurzsichtigkeit mu sich hnlichkeiten aussuchen
um vieles auf ein Mal behalten zu knnen. Diese Begriffe werden immer
unrichtiger je grer die Geschlechter sind, die wir uns machen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die grten Dinge in der Welt werden durch andere zuwege gebracht, die
wir nichts achten, kleine Ursachen, die wir bersehen, und die sich
endlich hufen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist nicht so angenehm, wenn uns andere von einem Taschenspieler
erzhlen, als ihn selbst zu sehen, weil uns bei dem ersten immer ein
Grad von Unglauben zurckbleibt, oder wir denken, die erzhlende
Person sei nicht fein genug gewesen, wie sie die Sache betrachtet
habe.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Einflu des Stils auf unsere Gesinnungen und Gedanken, von dem ich
an einem andern Ort geredet habe, zeigt sich sogar bei dem sonst
genauen Linnaeus, er sagt die Steine wachsen, die Pflanzen wachsen und
leben, die Tiere wachsen leben und empfinden, das erste ist falsch,
denn der Wachstum der Steine hat keine hnlichkeit mit dem Wachstum
der Tiere und Pflanzen. Vermutlich hat ihn das Steigende des
Ausdrucks, den er bei den letzten gesprt hat, auf den Gedanken
gebracht, auch die erstem mit unter diese Klasse zu bringen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Versart den Gedanken anzumessen ist eine sehr schwere Kunst, und
eine Vernachlssigung derselben ist ein wichtiger Teil des
Lcherlichen. Sie verhalten sich beide zusammen wie im gemeinen Leben
Lebens-Art und Amt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Plato sagt das poetische Genie werde durch die Harmonie und die
Versart rege gemacht, und dieses setze den Dichter in den Stand ohne
berlegung seine Gedichte zu verfertigen. Plato thou reason'st well,
ein jeder wird dieses bei sich versprt haben, wenn er mit Feuer Verse
gemacht hat, vielleicht knnten wir durch hnliche Kunstgriffe unsre
brige Fhigkeiten ebenso in Bewegung setzen, hauptschlich auch die
Ausbung der Tugend. Eine groe Fertigkeit im Dividieren und zwar nach
der Methode, die man ber sich dividieren heit, die ich bei jemand
bemerkte, brachte mir zuerst den Lusten zur Rechenkunst bei; ich
dividierte mehr der eifrmigen Gestalt der Auflsung willen, als aus
einer andern Absicht. Ich habe junge Mathematicos gekannt (Herrn
Klgel und Herrn von Hahn) die oft ein solches Vergngen darin
(fanden) die Worte Calcul und Vues in dem Calcul auszusprechen, da
ich nicht zweifle, da kleine Neben-Ergtzlichkeiten, die sie in
dergleichen Vorstellungen fanden, ihren Flei munter erhalten haben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es gibt keine Synonyma, die Wrter die wir dafr halten haben ihren
Erfindern gewi nicht Einerlei sondern vermutlich Species ausgedruckt.
Bttner.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Schnecke baut ihr Haus nicht, sondern es wchst ihr aus dem Leib.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Man knnte die Gewohnheit eine moralische Tradition nennen, etwas, was
den Geist nicht leicht ber die Dinge hinstreichen lt, sondern ihn
damit verbindet, so da es ihm schwer wird, sich davon los zu machen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Jeder Gedanke hat gewi bei uns eine besondere relative Stellung der
Teile unsers Krpers, die ihn allemal begleitet, allein Furcht oder
berhaupt Zwang ersticken und hemmen sie oft ohnerachtet sie freilich
nicht allemal so heftig sind, da sie andern in die Sinne fallen, so
sind sie doch da und der Geist zeigt sich desto freier je weniger er
diese uere Bewegungen an sich halten darf, denn ein solches
Zurckhalten schadet dem freieren Fortgang der Gedanken ebensosehr als
der Zorn, den man nicht darf ausbrechen lassen. Daher sieht man warum
in einer Versammlung von den vertrautesten Freunden die guten Gedanken
sich selbst nach und nach herbeifhren.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
In den Fragen im gemeinen Leben, wie man etwas am besten tun knnte,
wird ein gewisses Maximum gesucht.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Beweis der Philosophen, da es ein knftiges Leben gebe, wenn sie
sagen, Gott knne sonst den letzten Augenblick nicht belohnen, gehret
mit unter die Beweise durch Exempel, wir belohnen immer nach der Tat,
daher belohnt Gott auch so, wir tun es aus Mangel der Voraussehung, wo
uns diese nicht hindert, so belohnen wir auch zum voraus, wir
praenumerieren ja auf Universitten. Kann Gott nicht auch
praenumeriert haben? Wenn Plutarch sagt: Whrend dem Streit werden die
Sieger nicht gekrnt, sondern nach demselben; ist mit dem
vorhergehenden verdeckt einerlei, ein bloes Gleichnis, eine Art zu
beweisen, die so falsch und so gemein ist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wir finden nur alsdann Vergngen, wo wir Absicht bemerken, wenigstens
urteilt unser Auge und Ohr nach diesem Grundsatz, der Flgel des
Schmetterlings gefiel anfangs wegen der regelmigen Farben, dieses
ward man gewohnt, und jetzt gefllt er wieder von neuem, wenn man
sieht, da er aus Federn besteht, der Quarz mehr als [der] unfrmliche
Sandstein. Vergngen zu erwecken mssen wir dieses aufsuchen in den
Dingen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Heftigen Ehrgeiz und Mitrauen habe ich noch allemal beisammen
gesehen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn ich bisweilen viel Kaffee getrunken hatte und daher ber alles
erschrak, so konnte ich ganz gnau merken, da ich eher erschrak, ehe
ich den Krach hrte, wir hren also gleichsam noch mit anderen
Werkzeugen als mit den Ohren.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ich trumte neulich an einem Morgen, ich lge wachend im Bette und
knnte keinen Atem bekommen, darauf erwachte ich ganz helle und
sprte, da ich nur ganz mig Mangel nach meiner damaligen Lage daran
hatte, einem blo fhlenden Krper kommen bse Empfindungen allzeit
grer vor, als einem, der mit einer denkenden Seele verknpft ist, wo
selbst oft der Gedanke, da die Empfindungen nichts zu bedeuten haben,
oder da man sich, wenn man nur wollte, davon befreien knnte, vieles
vom unangenehmen vermindert. Wir liegen fters mit unserm Krper so,
da gedrckte Teile uns heftig schmerzen, allein, weil wir wissen, da
wir uns aus dieser Lage bringen knnten, wenn wir nur wollten, so
empfinden wir wirklich sehr wenig. Dieses bestrkt eine Anmerkung, die
ich unten gemacht habe, nmlich, da man sich durch drcken die
Kopfschmerzen vermindern kann.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Tod ist eine unvernderliche Gre, allein der Schmerz ist eine
vernderliche, die unendlich wachsen kann. Dieses ist ein Satz, den
die Verteidiger der Folter zugeben mssen, denn sonst foltern sie
vergeblich, allein in vielen wird der Schmerz ein Grtes und kleiner
als der Tod.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Herr Gunkel kann die Pupille willkrlich kleiner und grer machen, im
ersten Fall kann er kein Objekt mehr unterscheiden, ich [habe] mir
diesen Versuch von ihm 100mal machen lassen. Ob nun sein Wille
unmittelbar auf die Trauben-Haut wirkt, oder ob er sonst einen dem
Willen mehr unterworfenen Teil des Auges in Bewegung setzt, auf den
die Verengerung der Pupille mechanisch folgt, wei ich nicht.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Eine Sprache, die allemal die Verwandschaft der Dinge zugleich
ausdrckte, wre fr den Staat ntzlicher als Leibnizens
Charakteristik. Ich meine solche wie zum Ex. Seelsorger statt Prediger,
Dummkopf statt Stutzer, Wassertrinker statt Anakreontischer Dichter.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ich wnschte mir an jedem Abend die Sekunde des vergangenen Tages zu
wissen, da mein Leben den geringsten Wert hatte, das ist, da, wenn
Reinigkeit der Absichten, und Sicherheit des Leben Geld wert sind, ich
am allermeisten wrde gegolten haben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Debitum naturae reddere heit auf lateinisch gemeiniglich sterben. O
es knnte noch mehr heien! Viele Schwachheiten die wir begehen sind
Schulden, die wir der Natur bezahlen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Man mu sich in acht nehmen, da man um die Mglichkeit mancher Dinge
zu erweisen nicht gar zu bald auf die Macht eines hchstvollkommenen
Wesens appelliert, denn sobald man z.E. glaubt [da] Gott die Materie
denken mache, so kann man nicht mehr erweisen, da ein Gott auer der
Materie sei.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der dreifache Punkt bei den krummen Linien ist wenigstens ein eben so
schickliches Bild der Dreieinigkeit, als die Leibnizsche 1 ein Bild
des Heiligen Geistes bei der Schpfung ist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Unser Leben hngt so gnau in der Mitte zwischen Vergngen und Schmerz,
da uns schon zuweilen Dinge schdlich werden knnen, die uns zu
unserm Unterhalt dienen, wie ganz natrlich vernderte Luft, da wir
doch in die Luft geschaffen sind. Allein wer wei, ob nicht vieles von
unserm Vergngen von diesem Balancement aghngt, diese Empfindlichkeit
ist vielleicht ein wichtiges Stck von dem, was unsern Vorzug vor den
Tieren ausmacht.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Eine Empfindung die mit Worten ausgedruckt wird, ist allzeit wie Musik
die ich mit Worten beschreibe, die Ausdrcke sind der Sache nicht
homogen genug. Der Dichter, der Mitleiden erregen will, verweist doch
noch den Leser auf eine Malerei und durch diese auf die Sache. Eine
gemalte schne Gegend reie augenblicklich hin, da eine besungene erst
im Kopf des Lesers gemalt werden mu. Bei der ersten hat der Zuschauer
nichts mehr mit der Einrichtung zu tun, sondern er schreitet gleichsam
zum Besitz, wnscht sich die Gegend, das gemalte Mdgen, bringt sich
in allerlei Situationen, vergleicht sich mit allerlei Umstnden bei
der Sache.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ein gewisses groes Genie fngt aus einem besondern Hang an eine
Verrichtung vorzglich zu treiben, weil es schwer war, so wird er
bewundert, andere reizt dieses. Nun demonstriert man den Nutzen dieser
Beschftigungen. So entstehen Wissenschaften.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wir empfinden nicht die unmittelbare Berhrung uerer Krper beim
Sehen und Hren, sagt Home, wie bei den brigen Sinnen. (Wenn wir
keine Augen htten, so wrde vielleicht die Empfindung des Gefhls
ebenso innerhalb uns vorzugehen scheinen; allein unsere Augen machen,
da wir die Empfindung dahin versetzen, wo wir sehen, da der Grund
liegt p. m.)
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Um uns ein Glck, das uns gleichgltig scheint, recht fhlbar zu
machen mssen wir immer denken, da es verloren sei, und da wir es
diesen Augenblick wieder erhielten. Es gehrt aber etwas Erfahrung in
allerlei Leiden dazu um diese Versuche glcklich anzustellen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Kritiker lehren uns, uns an die Natur zu halten, und die
Schriftsteller lesen es, sie halten es aber immer fr sicherer sich an
Schriftsteller zu halten, die sich an die Natur gehalten haben. Die
meisten lesen die Regeln des Hume und wenn sie schreiben wollen denken
sie an eine Stelle des Shakespeare. Es ist freilich gut ein so groes
Original vor Augen zu haben, allein es ist klar, da, wenn man eine
solche Kopie nicht erreicht, die Entfernung davon nach der Seite zu
geschieht die von der Natur noch weiter abweicht, oder es mu ein
groes Genie sein, das sich der Natur noch mehr nhert als die erste
Kopie derselben. Geschieht aber dieses, so mu notwendig der Verfasser
mehr die Natur als die Kopie zu erreichen gesucht haben, und man kann
eigentlich alsdann nicht mehr sagen, da er nach einer Malerei
gezeichnet hat, sondern er bedient sich derselben nur so wie man sich
in der praktischen Geometrie des Augenmaes zuweilen bedient Messungen
zu probieren, nicht um dadurch berhaupt zu sehen ob man gnau gemessen
hat, sondern zu sehen ob man nicht durch einen Irrtum in der Rechnung
einen Fehler begangen hat, der die Hlfte des Gesuchten betrgt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Entschuldigungen, die man bei sich selbst sich macht wenn man
etwas unternehmen will, sind ein vortrefflicher Stoff fr Monologen,
denn sie werden selten anders gemacht, als wenn man allein ist und
sehr oft laut.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn man einen guten Gedanken liest, so kann man probieren, ob sich
etwas hnliches bei einer andern Materie denken und sagen lasse. Man
nimmt hier gleichsam an, da in der andern Materie etwas enthalten sei
das diesem hnlich sei. Dieses ist eine Art von Analysis der Gedanken,
die vielleicht mancher Gelehrter braucht ohne es zu sagen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Dinge, die man tglich vor Augen sieht von einer anderen Seite zu
betrachten, oder vielmehr durch ein Vergrerungsglas anzusehen, ist
oft ein Mittel, die Welt mit Erfolg zu lehren. Lebermllersche
Belustigungen lieen sich auch in der Moral schreiben. Ein solches
Mikroskop wrde uns unglaubliche Dinge zeigen. Man sehe nur in den
Home. Rousseau sagt Heloise T. I. Lettre XII Le Gout est le Microscope
du Jugement.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Dante Alighieri nennt in seiner Komdie den Vergil mit einem Respekt
seinen Lehrer, und hat ihn, wie Herr Meinhard bemerkt, doch so
schlecht gentzt, eine deutliche Probe, da man schon damals die Alten
lobte, ohne zu wissen warum, sie zu loben und andere Sachen tun,
dieser Respekt gegen Dichter, die man nicht versteht und doch
erreichen will, ist die Quelle unserer schlechten Schriften.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn wir so vollstndig sprechen knnten als wir empfinden, die Redner
wrden wenige Widerspenstige, und die Verliebten wenig Grausame
finden. Unser ganzer Krper wnschet bei der Abreise eines geliebten
Mdgens, da sie da bleiben mchte, kein Teil drckt es aber so
deutlich aus als der Mund: wie soll er sich aber ausdrcken, da man
auch etwas von den Wnschen der brigen Teile empfindet? Gewi das ist
sehr schwer zu raten, wenn man noch nicht in dem Fall wirklich ist,
und noch schwerer wenn man nie darin war.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Bei einem Verbrechen ist das was die Welt das Verbrechen nennt selten
das was die Strafe verdient, sondern da ist es, wo unter der langen
Reihe von Handlungen womit es sich gleichsam als mit Wurzeln in unser
Leben hinein erstreckt diejenige ist, die am meisten von unserm Willen
dependierte, und die wir am allerleichtesten htten nicht tun knnen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wenn die Substanzen Eigenschaften besitzen, die sich andern
vergegenwrtigen lassen, so knnen wir zugleich Glieder in
verschiedenen Welten sehn ohne uns jedoch in mehr als einer bewut zu
sein, denn Eigenschaften der Substanzen sind so zu reden
durchdringlich. So knnen wir sterben und in einer andern Welt
fortleben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Shakespear unterscheidet sich in seinen Ausdrcken hufig dadurch von
allen brigen Schriftstellern, da er nicht so leicht Metaphern whlt,
die im Gemeinleben rezipiert sind, als zum Exempel Triebfeder, der
G... sondern lieber statt dessen ein besonderes [Bild,] aus eben
dieser Sache hergeholtes, whlt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Geschpfe machen nicht sowohl eine Kette aus wie die Poeten (Pope)
fters sich ausdrcken, sondern ein Netz, denn sie kommen auch fters
von der Seite wieder zusammen. Wie die bergnge der Tiere und Steine
aus einer Species in die andere und aus einem Genus in das andere
deutlich zeigen. Bttner.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Reim ist etwas, das mehr den nordlichern Lndern eigen ist, so wie
das Silben-Ma mehr in den sdlichern verehrt wurde, bei diesen ist
alles Musik, da bei jenen nur zuweilen aber desto strker die Kunst
und Harmonie sichtbar wird; ich zweifle nicht, da die Griechen und
Rmer nicht mannigmal auf Reime verfallen seien, es war aber dieses
Knstliche in ihnen allzu fhlbar und ihnen daher verhat, so wie uns
die Reime schmetterte und kletterte, dahingegen ihr zrteres Ohr schon
eher Fe zhlen konnte, als wie unseres, das sich daher ein fhlbares
Silbenma, den Reim erfand. Daher haben die alten deutschen Verse oft
nur Reime und fast gar kein metrum.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Herr Fielding sucht in der Vorrede zu seinem Andrews den Grund des
Lcherlichen in einer gezwungenen Nachahmung, allein er hat nicht
bedacht, da alsdann allemal das lcherliche nur im affektierten
bestnde, da es doch viele Handlungen gibt, die an sich ohne Beziehung
auf etwas anderes lcherlich sind; und auf diese Art fllt eine der
grten Quellen des lcherlichen weg, nmlich wenn jemand etwas fr
sehr wichtig im Ernst hlt, was nur eine Kleinigkeit ist, wie Orgon,
da er von einer Fliege gestochen wird, oder der Verweis des Don
Sylvio, den er dem Pedrillo gibt, weil er so frei im Palast der weien
Katze schwatzt, und dergleichen mehr.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Home sagt in der Einleitung zu seinen Elements of Criticism, da eine
gesunde Kritik die Tugend untersttze, dieses ist sehr richtig, wenn
man eine Kritik versteht, die nach den feinen Grundstzen des Herrn
Home agiert, allein es gibt oft eine angeborne Kritik, die ihrem
Subjekt das Schne augenblicklich zeigt, ohne da es merkt, auf was
fr Regelmige bereinstimmungen sich diese Empfindungen grnden. So
bald dieser feine Geschmack erworben ist, und nicht angeboren, so hat
Herr Home recht, und vielleicht versteht er auch nur einen solchen
erworbenen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Worte sind eine Art von Buchstabenrechenkunst fr die natrlichen
Zeichen der Begriffe, welche in Gebrden und Stellungen besteht, die
Casus der Substantiven sind die Zeichen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Sind wohl solche Zahlzeichen mglich, die wenn ich das Blatt
herumkehre und alsdann ausspreche z.E. so viel bedeuten als die Hlfte
der vorhergehenden..
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Herr Home bemerkt (T. 1 Abschn. 3) da man bei Erblickung einer
tugendhaften Handlung eben eine solche Bewegung fhlt, die eben die
Absicht hat, als wie der Trieb zur Fortpflanzung seines Geschlechts,
eine Empfindung, die derjenigen hnlich ist, wie diejenige, die die
Handlung hervorgebracht hat.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das aimer par compagnie das Perrault, welches auch Home kennt, ist die
Seele der Mode, und eine Definition des Schnen wrde sehr leicht
werden, wenn wir dieses von dem eigentlich gefallenden trennen
knnten.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die sonderbare Empfindung, die ich habe, wenn mit einem spitzigen
Instrument gegen die Augen zu fahre?
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Jedermann gesteht, da schmutzige Historien, die man selbst aufsetzet,
lange nicht die gefhrliche Wirkung auf uns tun, als die von Fremden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Ma des Wunderbaren sind wir, wenn wir ein allgemeines Ma
suchten, so wrde das Wunderbare wegfallen und wrden alle Dinge
gleich gro sein.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Die Einrichtung unserer Natur ist so weise, da uns sowohl vergangener
Schmerz, als vergangene Wollust Vergngen erweckt; da wir nun ferner
eher eine zuknftige Wollust voraussehen als einen zuknftigen
Schmerz, so sehen wir da wirklich nicht einmal die traurige und
angenehme Empfindung in der Welt gleich verteilt sind, sondern da
wirklich auf Seiten des Vergngens ein greres stattfindet.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Krmer, der etwas abwiegt, schafft so gut die unbekannten Gren
auf die eine Seite und die bekannten auf die andere als der
Algebraist.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Streit ber bedeuten und sein, der in der Religion so viel Unheil
angestiftet hat, wre vielleicht heilsamer gewesen, wenn man ihn ber
andere Materien gefhrt htte, denn es ist eine allgemeine Quelle
unsers Unglcks, da wir glauben die Dinge seien das wirklich, was sie
doch nur bedeuten.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Leben kann als eine Linie angesehen werden, die mit verschiedenen
Krmmungen ber einen Graben (der Grenze des Lebens) hinluft. Der
pltzliche Tod ist ein perpendikulrer Lauf nach dieser Linie,
Krankheit auf Parallelen mit derselben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ein Narr, der sich einbildet, ein Frst zu sein, ist von dem Frsten,
der es in der Tat ist, durch nichts unterschieden, als da jener ein
negativer Frst und dieser ein negativer Narr ist, ohne Zeichen
betrachtet sind sie gleich.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es ist ein ganz unvermeidlicher Fehler aller Sprachen, da sie nur
genera von Begriffen ausdrcken, und selten das hinlnglich sagen was
sie sagen wollen. Denn wenn wir unsere Wrter mit den Sachen
vergleichen, so werden wir finden da die letzteren in einer ganz
andern Reihe fortgehen als die erstem. Die Eigenschaften die wir an
unserer Seele bemerken hngen so zusammen, da sich wohl nicht leicht
eine Grenze wird angeben lassen, die zwischen zweien wre, die Wrter,
womit wir sie ausdrcken, sind nicht so beschaffen, und zwei auf
einander folgende und verwandte Eigenschaften werden durch Zeichen
ausgedrckt, die uns keine Verwandtschaft zu erkennen geben. Man
sollte die Wrter philosophisch deklinieren knnen, das ist ihre
Verwandtschaft von der Seite durch Vernderungen angeben knnen. In
der Analysi nennt man einer Linie a unbestimmtes Stck x, das andere
nicht y wie im gemeinen Leben, sondern a - x. Daher hat die
mathematische Sprache so groe Vorzge fr der gemeinen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es kann ohnstreitig Kreaturen geben, deren Organe so fein sind, da
sie nicht imstande sind durch einen Lichtstrahl durchzugreifen, so wie
wir nicht durch einen Stein durchgreifen knnen, weil unsere Hnde
eher zerstrt werden wrden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Vielleicht ist ein Gedanke der Grund aller Bewegung in der Welt, und
die Philosophen, welche gelehrt haben, da die Welt ein Tier sei, sind
vielleicht durch diesen Weg darauf gekommen, sie haben sich vielleicht
nur nicht so eigentlich ausgedruckt wie sie vielleicht htten tun
sollen. Unsere ganze Welt ist nichts als die Wirkung eines Gedankens
von Gott auf die Materie.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Nicht da sein heit bei den Naturforschern, wenigstens bei einer
gewissen Klasse so viel als nicht empfunden werden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Fr das Knftige sorgen, mu bei Geschpfen die das Knftige nicht
kennen sonderbare Einschrnkungen leiden. Sich auf sehr viele Flle
zugleich schicken, wovon oft eine Art die andern zum Teil aufheben
mu, kann von einer vernnftigen Gleichgltigkeit gegen das Zuknftige
wenig unterschieden sein.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es gibt Grade des Verlierens, ein Ding in keiner einzigen gegebenen
Zeit wieder finden knnen, heit dieses Ding verloren haben, zuweilen
lt sich aus den Umstnden nicht schlieen, ob diese Zeit unendlich
werden wird oder nicht, wird aber oft endlich befunden. Man kann etwas
wirklich verloren haben, wenn man auch gleich wei, da man es nach
einer halben Stunde Flei wieder finden knnte.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Was man sieht, tut oder liest, suche man immer auf den Grad der
Deutlichkeit zurckzubringen, da wir wenigstens die gemeinsten
Einwrfe dagegen beantworten knnen, alsdann lt es sich zu dem
errichteten Fond unserer Wissenschaft schlagen. Kein streitiges
Vermgen mu je darunter gerechnet werden. Will sich etwas allgemein
angenommenes nicht mit unserem System vereinigen, so fehlen uns
vielleicht noch Grundideen, und Erlernung solcher ist ein groer
Gewinn.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Es donnert, heult, brllt, zischt, pfeift, braust, saust, summet,
brummet, rumpelt, qukt, chzt, singt, rappelt, prasselt, knallt,
rasselt, knistert, klappert, knurret, poltert, winselt, wimmert,
rauscht, murmelt, kracht, gluckset, rcheln, klingelt, blset,
schnarcht, klatscht, lispeln, keuchen, es kocht, schreien, weinen,
schluchzen, krchzen, stottern, lallen, girren, hauchen, klirren,
blken, wiehern, schnarren, scharren, sprudeln. Diese Wrter und noch
andere, welche Tne ausdrcken, sind nicht bloe Zeichen, sondern eine
Art von Bilderschrift fr das Ohr.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Zurcktreten von Personen die heftig mit andern zanken kann
zuweilen seinen Grund in einer Furcht vor der eigenen Unenthaltsamkeit
anzeigen. So tritt Apollo beim Homer zurck nachdem er den Diomed der
ihn bekmpfen wollte an seinen unermelichen Abstand von Gttern und
an seinen Raupenstand erinnert hat. Iliad. Book V. v. 539 Pope's
bersetzung.
So spoke the God who darts celestial fires,
He dreads his fury and some steps retires.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Aus einer Menge von unordentlichen Strichen bildet man sich leicht
eine Gegend, aber aus unordentlichen Tnen keine Musik.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der gewhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der
herrschenden Mode konform.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ich mchte was darum geben, genau zu wissen, fr wen eigentlich die
Taten getan worden sind, von denen man ffentlich sagt, sie wren fr
das Vaterland getan worden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
ngstlich zu sinnen und zu denken, was man htte tun knnen, ist das
belste, was man tun kann.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Glaubt ihr denn, da der liebe Gott katholisch ist?
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter
auf ihnen nicht unntig.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Wort Gottesdienst sollte verlegt und nicht mehr vom Kirchengehen,
sondern blo von guten Handlungen gebraucht werden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg (Moralische Bemerkungen)
%
Kein Wort im Evangelium ist in unseren Tagen mehr befolgt worden als
das: Werdet wie die Kindlein.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Dann gnade Gott denen von Gottes Gnaden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Unsere Welt wird noch so fein werden, da es so lcherlich sein wird,
einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Ich glaube kaum, da es mglich sein wird, zu erweisen, da wir das
Werk eines hchsten Wesens und nicht vielmehr zum Zeitvertreib von
einem sehr unvollkommenen sind zusammengesetzt worden.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Du sollst deinen Nchsten seines Glaubens wegen nicht braten, zumal du
ihn nicht essen kannst.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verndert, und mehr als das
Blei in der Flinte jenes im Setzkasten der Drucker.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wir fressen einander nicht, wir schlachten uns blo.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Das Gefhl fr Gesundheit erwirbt man sich nur durch Krankheit.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Der Mensch, der sich vielen Glckes und seiner Schwche bewut ist,
wird aberglubisch, flchtet zum Gebet.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
(Vermischte Schriften - Beobachtung ber den Menschen)
%
Die meisten Gelehrten sind aberglubischer, als die selbst sagen, ja
als sie selbst glauben.
		-- Georg Christoph Lichtenberg (Sudelbcher)
%
Ich bin sehr aberglubisch, allein ich schme mich dessen gar nicht,
sowenig ich mich schme zu glauben, da die Erde stille steht; es ist
der Krper meiner Philosophie, und ich danke nur Gott, da er mir eine
Seele gegeben hat, die dieses korrigieren kann.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Jeder Mensch hat seinen individuellen Aberglauben, der ihn bald im
Scherz, bald im Ernst leitet.
		-- Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbcher
%
Viele, die ber Ablakrmerei in der katholischen Kirche lachen, ben
sie doch tglich selbst. Wie mancher Mann von schlechtem Herzen glaubt
sich mit dem Himmel ausgeshnt, wenn er Almosen gibt.
		-- Georg Christoph Lichtenberg (Vermischte Schriften II)
%
Das Aufschieben wichtiger Geschfte ist eine der gefhrlichsten 
Krankheiten der Seele.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Wahre Achtung kann man nur verdienen; sie lsst sich nicht
erschleichen, nicht erpressen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg
%
Den eigentlichen Adel kann kein Gesetz abschaffen.
		-- Georg Christoph Lichtenberg (Sudelbcher)
%
Woher kommt es doch, da man bei hnlichen Gesichtern so oft hnliche
Gesinnungen findet?
		-- Georg Christoph Lichtenberg (Sudelbcher)
%
Gott bevorzugt gewhnliche Menschen. Darum schuf er so viele von
ihnen.
		-- Abraham Lincoln
%
Die Henne ist das klgste Geschpf im Tierreich. Sie gackert erst,
nachdem das Ei gelegt ist.
		-- Abraham Lincoln
%
Willst du den Character eines Menschen kennen, gib ihm Macht.
		-- Abraham Lincoln
%
Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit tuschen, und das ganze
Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die
ganze Zeit tuschen.
		-- Abraham Lincoln
%
Immer wenn ich jemanden die Sklaverei befrworten hre, fhle ich
einen starken Impuls, diese an ihm selbst auszuprobieren.
		-- Abraham Lincoln
%
Ausfhrungsbestimmungen sind Erklrungen zu den Erklrungen, mit denen
man eine Erklrung erklrt.
		-- Abraham Lincoln
%
Ich habe die Erfahrung gemacht, da Leute ohne Laster auch sehr
wenige Tugenden haben.
		-- Abraham Lincoln
%
Staatskunst ist die kluge Anwendung persnlicher Niedertracht fr das
Allgemeinwohl.
		-- Abraham Lincoln
%
Man hilft den Menschen nicht, wenn man etwas fr sie tut, was sie
selbst tun knnen.
		-- Abraham Lincoln
%
Die meisten Menschen sind so glcklich, wie sie es sich selbst
vorgenommen haben.
		-- Abraham Lincoln
%
Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel
beseitigen.
		-- Abraham Lincoln
%
Die Welt hat nie eine gute Definition fr das Wort Freiheit gefunden.
		-- Abraham Lincoln
%
Jemand, der immer lustig ist, ist was Unertrgliches.
		-- Loriot (eigentlich Vicco von Blow)
%
Der Mensch ist das einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit
zu sich nehmen kann.
		-- Loriot (eigentlich Vicco von Blow)
%
Jeder Sugling sollte sich so frh und so grndlich wie mglich mit
einem Fernsehgert beschftigen, denn spter hat er ja auch nichts
anderes.
		-- Loriot (eigentlich Vicco von Blow)
%
Ich liebe Politiker auf Wahlplakaten. Sie sind tragbar, geruschlos
und leicht zu entfernen.
		-- Loriot (eigentlich Vicco von Blow)
%
Europa ist eine wunderbare Idee, nur sind die Vlker lngst nicht so
weit. Sie werden eiferschtig in die Tpfe der Nachbarn sehen und sich
bervorteilt fhlen. Aus einem Europa befreundeter Staaten wird eine
znkische, mignstige Grofamilie werden.
		-- Loriot (eigentlich Vicco von Blow)
%
Von der Kirchensteuer, die ich zahle, knnte ich mir einen eigenen
Pastor halten.
		-- Loriot (eigentlich Vicco von Blow)
%
Bei den diesjhrigen Leichtathletikmeisterschaften der Zierpflanzen
siegte eine sdbadische Kletterrose um Nasenlnge und wurde noch vor
dem Singen der Nationalhymne disqualifiziert: Sie war mit Kunstdnger
gedopt!
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Wie erst jetzt bekannt wird, stammen fast alle Ostereier von
unglcklichen Hasen in Legebatterien. Muttu nich essen! Hattu gehrt?
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Alle Goldhamster Europas knnten sich zu einer Pyramide formieren, die
von der Erde bis zum Mond reicht, wenn sie nur nicht so dumm wren.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Das Schmieren von Politikern ist turnusmig durchzufhren, damit
eine festgefahrene Politik immer mal wieder ins Rutschen kommt.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Die Lebensjahre smtlicher deutscher Kleinkinder betragen
zusammengerechnet etwa 4 Millionen Jahre. Das ist einfach zu alt.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Eine Semmel enthlt 140 Kalorien, 700 Semmeln pro Jahr ergeben 98000
Kalorien, diese bentigt man, um eigenhndig 1 Elefanten 9 Zentimeter
weit zu tragen. Aber wozu?
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Warum steht Aschermittwoch eigentlich auf dem Kalender? Abgesehen von
Ostern, Pfingsten, Weihnachten, Silvester, Geburtstag und drei Wochen
Urlaub ist doch immer Aschermittwoch.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Laut Horoskop der Woche haben im November Steinbock, Fische, Zwilling,
Stier, Jungfrau, Wassermann, Lwe, Krebs, Schtze, Widder, Skorpion
und Waage nichts zu lachen; das gleiche gilt fr Igel, Bcker und
Nhmaschinen.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Die Schutzgemeinschaft enttuschter Wintersportfreunde e.V. fordert
fr das gesamte Alpengebiet die Anbringung deutlich lesbarer
Gtesiegel auf der Rckseite der Neuschneedecke.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Ballspiele dienen der Krperertchtigung - beim Fuball kennt man das
Ergebnis nach 90 Minuten, whrend es beim Fasching bis zu neun Monaten
auf sich warten lt.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Die Eintagsfliege wird bereits zwlf Stunden nach ihrer Geburt von
ihrer Midlife-Crisis erwischt. Das mu man sich mal klarmachen!
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Hunde sind sprichwrtlich - zum Beispiel: Ein Hund wscht den anderen,
oder: Morgenhund hat Gold im Mund oder: Der Glckliche schlgt keine
Hunde oder aber: Ich sei, gewhrt mir die Bitte, bei euren Hunden der
Dritte.
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
In Deutschland feiern wir lieber weie als grne Weihnachten, in
Hongkong feiern mehr Gelbe als Weie Weihnachten, in Afrika feiern
viele Farbige Weihnachten und nur wenige Weie grne Weihnachten!
		-- Loriot (Vicco von Blow)
%
Ihr knnt predigen, ber was ihr wollt, aber predigt niemals ber
vierzig Minuten.
		-- Martin Luther
%
Hier stehe ich, ich kann nicht anders; Gott helfe mir!
		-- Martin Luther
%
Fr die Toten Wein, fr die Lebenden Wasser, das ist eine Vorschrift
fr Fische.
		-- Martin Luther
%
Wenn wir alt werden, so beginnen wir zu disputieren, wollen klug sein,
und doch sind wir die grten Narren.
		-- Martin Luther (Tischreden)
%
Du kannst nicht verhindern, da ein Vogelschwarm ber deinen Kopf
hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, da er in deinen Haaren
nistet.
		-- Martin Luther
%
Auch wenn ich wte, da morgen die Welt zugrunde geht, wrde ich
heute noch einen Apfelbaum pflanzen.
		-- Martin Luther
%
Jugend ist wie ein Most. Der lt sich nicht halten. Er mu vergren
und berlaufen.
		-- Martin Luther
%
Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute
so, morgen anders gesinnt.
		-- Martin Luther
%
Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie
sndhafte Leute.
		-- Martin Luther
%
Die Arznei macht Kranke, die Mathematik traurige, die Theologie
sndhafte Menschen.
		-- Martin Luther
%
Fr Heuchelei gibt's Geld genug. Wahrheit geht betteln.
		-- Martin Luther
%
Die kirchlichen Busatzungen sind nur den Lebenden auferlegt; den 
Sterbenden darf nach ihnen nichts auferlegt werden.
		-- Martin Luther (Aus den 95 Thesen, 1517)
%
Man lehre die Christen, da wer dem Armen gibt oder dem Bedrftigen 
leiht, besser handelt, als wer Ablass lst.
		-- Martin Luther (Aus den 95 Thesen, 1517)
%
Man predigt Menschenlehre, wenn man sagt: Sobald das Geld im Kasten 
klingt, entflieht die Seele [dem Fegefeuer].
		-- Martin Luther (Aus den 95 Thesen, 1517)
%
Die Welt ist voll alltglicher Wunder.
		-- Martin Luther
%
Ohne ein bichen Bosheit kann man unmglich witzig sein.
		-- Thomas Babington Macauly
%
Wenn die Schlachthfe Glaswnde htten, wre jeder Vegetarier.
		-- Paul McCartney
%
Es gibt keine Passagiere auf dem Raumschiff Erde, jeder gehrt zur
Besatzung.
		-- Marshall McLuhan
%
23 Menschen bewegen sich fr die Dauer von 1 1/2 Stunden innerhalb
eines rechteckigen Feldes von etwa 100m Seitenlnge mit einer
durchschnittlichen Geschwindigkeit von 8 Metersekunden und halten eine
mit Luft gefllte Lederhlle in stndiger Bewegung. Sie haben whrend
dieses Zeitraumes im Durchschnitt 296 mal Berrhrung mit dem
Lederobjekt, 183 mal mit dem rechten Fu, 106 mal mit dem linken Fu,
7 mal mit dem Kopf. Es folgen Angaben ber durchschnittlich
zurckgelegte Wegstrecke, durchschnittlichen Kalorienverbrauch usw.
Alle Exaktheit der Messung wrde eine solche Beschreibung nicht davor
schtzen, das Spiel vollstndig zu verfehlen, davon wre schlechthin
nichts darin. Diese aus den Naturwissenschaften bernommenen und dort
bestens bewhrten 'exakten' Methoden sind eben zur Sinnerfassung
vllig ungeeignet. Hier gilt der Satz: 'Exaktheit schtzt nicht vor
Sinnlosigkeit.'
		-- G. Mackenroth (Sinn und Ausdruck in der sozialen Formenwelt)
%
Nichts ist einfacher als beschftigt zu sein, doch nichts ist schwerer
als effektiv zu sein.
		-- R. Alec Mackenzie
%
Die Frau liebt die Schwche des Starken mehr als seine Strke, die
Dummheit des Gescheiten mehr als seine Gescheitheit.
		-- Shirley MacLane
%
Takt ist eine schreckliche Sache. Wenn man ihn nicht hat, regt sich
jeder auf. Wenn man ihn hat, merkt das kein Mensch.
		-- Shirley MacLane
%
Wer jede Entscheidung zu schwer nimmt, kommt zu keiner.
		-- Harold Macmillan
%
Wenn man als Politker rechtzeitig zurcktritt, hat man das Vergngen,
noch zu Lebzeiten die Nachrife lesen zu knnen.
		-- Harold Macmillan
%
Was hindert uns eigentlich daran, das zu tun, was wir von anderen
erwarten?
		-- Kurt Martin Magiera
%
Der Alltag der meisten Menschen ist stilles Heldentum in Raten.
		-- Anna Magnani
%
Wenn Mnner sich mit ihrem Kopf beschftigen, nennt man das 'denken'.
Wenn Frauen das gleiche tun, heit das 'frisieren'.
		-- Anna Magnani
%
Mnner wnschen eine Frau, mit der man Pferde stehlen kann. Frauen
wnschen einen Mann, mit dem man sich ein Auto kaufen kann.
		-- Anna Magnani
%
Ein Mann am Steuer eines Autos ist ein Pfau, der sein Rad in der Hand
hlt.
		-- Anna Magnani
%
In sterreich wird jeder das, was er nicht ist.
		-- Gustav Mahler
%
Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.
		-- Gustav Mahler
%
Kalkulierter Gedchtnisverlust ist in der Politik ein
berlebensmittel.
		-- Hans Maier
%
Eine friedliche und eintrchtige Welt ist der geheime Alptraum der
Offiziere und Advokaten.
		-- Norman Mailer
%
Die Amerikaner lassen die brutalsten Gewaltszenen im Kino passieren,
aber sobald Nacktheit gezeigt wird, fangen sie an zu spinnen.
		-- Louis Malle
%
Bei den meisten Erfolgsmenschen ist der Erfolg grer als die
Menschlichkeit.
		-- Curzio Malaparte (eigentlich: Kurt Erich Suckert)
%
Das Gefhrlich an den Dummkpfen ist, da sie oft das selbe denken
wie die Gescheiten.
Wie soll man sie das erkennen?
		-- Curzio Malaparte (eigentlich: Kurt Erich Suckert)
%
Manche Menschen tun nichts - aber sie tun es auf eine faszinierende
Weise.
		-- Curzio Malaparte (eigentlich: Kurt Erich Suckert)
%
Jedesmal, wenn ein Mensch lacht, fgt er seinem Leben ein paar Tage
hinzu.
		-- Curzio Malaparte (eigentlich: Kurt Erich Suckert)
%
In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den
alle begehen, wird schlielich als Regel anerkannt.
		-- Andr Malraux
%
Niemand lebt davon, da er das Leben verneint.
		-- Andr Malraux
%
Verstndliche Sprache bei einem Poliker zeugt von gutem Gewissen.
		-- Andr Malraux
%
Wer in der Zukunft lesen will, mu in der Vergangenheit blttern.
		-- Andr Malraux
%
Jeder junge Mensch macht frher oder spter die verblffende
Entdeckung, da auch Eltern gelegentlich Recht haben knnen.
		-- Andr Malraux
%
Mit der Macht kann man nicht flirten, man mu sie heiraten.
		-- Andr Malraux
%
Unglcklicherweise ist es vllig unmglich, Gesetze, die in sich
ungerecht sind, gerecht anzuwenden.
		-- Nelson Rolihlahla Mandela
%
Politische Macht zu behalten, ist sehr viel schwerer als eine Wahl zu
gewinnen.
		-- Nelson Rolihlahla Mandela
%
Stehkneipen sind so beliebt, weil der Alkohol hier das beste Geflle 
hat.
		-- Jrgen von Manger
%
Je kompletter die Demokratie ist, desto durchschnittlicher werden ihre
Vertreter sein.
		-- Golo Mann
%
Arbeit: die ewige Last, ohne die alle brigen Lasten unertrglich
wrden.
		-- Klaus Mann
%
Unklarheit und Gewalt ergnzen einander.
		-- Klaus Mann
%
Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lge.
		-- Thomas Mann
%
Die Sprache, dnkt mich, ist reich, ist berschwenglich reich
im Vergleich mit der Drftigkeit und Begrenztheit des Lebens.
Der Schmerz hat seine Grenzen: der krperliche in der Ohnmacht,
der seelische im Stumpfsinn, -- es ist mit dem Glck nicht anders!
Das menschliche Mitteilungsbedrfnis aber hat sich Laute erfunden,
die ber diese Grenzen hinweglgen.
		-- Thomas Mann, Enttuschung
%
Nun kommt es im Leben darauf an, wer eine Wahrheit ausspricht. In
gewissen Munde wird auch Wahrheit zu Lge.
		-- Thomas Mann
%
Man ist in Deutschland allzu bereit, sich offenkundig zum Bsen zu
bekennen, solange es so aussieht, als wollte diesem die Geschichte
recht geben.
		-- Thomas Mann
%
Das Positive am Skeptiker ist, da er alles fr mglich hlt.
		-- Thomas Mann
%
Ironie heit fast immer aus einer Not eine berlegenheit zu machen.
		-- Thomas Mann
%
Die Liebe bringt auf Ideen und in Gefahren.
		-- Thomas Mann
%
Es gibt Menschen, mit denen zu leben nicht leicht und die zu lassen
unmglich ist.
		-- Thomas Mann
%
Gegenstze ziehen sich an - z.B. arme Mdchen und reiche Mnner.
		-- Jayne Mansfield
%
Nicht das Bild einer nackten Frau, die ihre Schamhaare entblt, ist
obszn, sondern das eines Generals in vollem Wichs.
		-- Herbert Marcuse
%
Nach Wissen verlangen heit im tiefsten Grunde immer: nach einem Sinn
des Lebens suchen.
		-- Margolius
%
Kleine Taten, die man ausfhrt, sind besser als groe, die man plant.
		-- George Marshall
%
Die Vergelichkeit des Menschen ist etwas anderes als die Neigung
mancher Politiker, sich nicht erinnern zu knnen.
		-- Marcel Mart
%
Moderne Kapitalisten sind freundliche Ausbeuter, moderne Sozialisten
unfreundliche Austeiler.
		-- Marcel Mart
%
Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts
weiterzuerzhlen.
		-- Marcel Mart
%
Leistung allein gengt nicht. Man mu auch jemanden finden, der sie
anerkennt.
		-- Marcel Mart
%
Es wre ein Freude zu leben, wenn jeder die Hlfte von dem tte, was
er von den anderen verlangt.
		-- Valerie von Martens
%
Geschenke sind wie Angelhaken.
		-- Martial (40-103 n.Chr.)
%
Der moderne Mensch hat von wenig eine Ahnung, aber er redet berall
mit, obwohl er wei, da niemand ihm zuhrt.
		-- Steve Martin
%
Es wrde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der
bereit wre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen.
		-- Groucho Marx
%
Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich
auch noch andere.
		-- Groucho Marx
%
Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein
anderes Zimmer und lese.
		-- Groucho Marx
%
Es gibt kein schneres Gerusch als das Zhneknirschen eines Kumpels.
		-- Groucho Marx
%
Militrische Intelligenz ist ein Widerspruch in sich.
		-- Groucho Marx
%
Ich vergesse niemals ein Gesicht, aber in deinem Fall wre ich froh,
eine Ausnahme machen zu knnen.
		-- Groucho Marx
%
Die Wahlphilosophie der Parlamentskandidaten besteht einfach darin,
da sie ihrer linken Hand erlauben, nicht zu wissen, was ihre rechte
tut, und so waschen sie beide Hnde in Unschuld.
		-- Karl Marx
%
Die Klasse, welche die herrschende materielle macht der Gesellschaft
ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.
		-- Karl Marx
%
Die Religion ist der Seufzer der bedrngten Kreatur, das Gemt einer
herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustnde ist. Sie ist das
Opium des Volkes.
		-- Karl Marx
%
Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nmlich, da sich
vieles ndern lt, blo nicht die Menschen.
		-- Karl Marx
%
In Manufaktur und Handwerk bedient sich der Arbeiter des Werkzeugs, in
der Fabrik dient er der Maschine.
		-- Karl Marx
%
Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nmlich, da sich
vieles ndern lt, blo nicht die Menschen.
		-- Karl Marx
%
Religion ist Opium fr das Volk.
		-- Karl Marx
%
Deutschland ist ein geheimnisvolles Land und mu es auch sein. Wegen
Nostradamus X,31. 
		-- Norbert Marzahn
%
Willkommen in der Wste Wirklichkeit.
		-- Die Matrix
%
Es ist ein Unterschied, den Weg zu kennen oder ihn zu beschreiten.
		-- Die Matrix
%
Ich kann Dir nur die Tr zeigen.
Durchgehen mut Du selbst.
		-- Die Matrix
%
Das Orakel sagt Dir, was Du hren sollst.
		-- Die Matrix
%
Fr Euch besteht Management darin, die Ideen aus den Kpfen der
Manager in die Kpfe der Mitarbeiter zu bringen. Wir hingegen sind
jenseits des Taylorismus. Wir wissen, da das wirtschaftliche Umfeld
heute so komplex und schwierig, zunehmend unvorhersagbar und
gefhrlich ist, da das berleben des Unternehmens letztendlich von
der alltglichen Aktivierung des letzten Gramms von Intelligenz
abhngen wird. Nur unter Ausnutzung der kombinierten Denkleistung
aller Mitarbeiter kann sich ein Unternehmen den Turbulenzen und
Zwngen erfolgreich stellen und berleben. Fr uns besteht Management
exakt in der Kunst, das intellektuelle Potential aller Mitarbeiter des
Unternehmens zu mobilisieren und zusammenzubringen.
		-- Konsuke Matsushita (1989)
%
Im Alltag siegt das Dringende ber das Wichtige.
		-- Jean Remy von Matt
%
Wenn man frhjer unfhig war, wurde man Fotograf; heute wird man
Abgeordneter.
		-- Henri Ren Albert Guy de Maupassant
%
Wann wird man endlich aufhren, diese unntzigen Gesellen zu msten,
die ihren Blechkrempel in den Straen herumschleifen? Mir ist
jedenfalls ein Metzger lieber als ein Soldat. Wenn seine Schrze
blutig ist, dann ist es wenigstens Tierblut. Er ist zu etwas ntze und
das Messer, mit dem er hantiert, ist nicht zum Tten von Menschen
da. Ich kann es nicht verstehen, da man lnger zusieht, wie diese
staatlich besoldeten Totschlger ihre Mordinstrumente spazierenfhren.
		-- Henri Ren Albert Guy de Maupassant ("Das Bett 29")
%
Der Bau von Luftschlssern kostet nichts, aber ihre Zerstrung ist
sehr teuer.
		-- Francois Mauriac
%
Die Frauen, die nicht kuflich sind, kosten am meisten.
		-- Francois Mauriac
%
Es ntzt dem Menschen nichts, den Mond zu gewinnen, wenn er dabei die
Erde verliert.
		-- Francois Mauriac
%
Ein Mann, der liebt, vergit sich selbst.
Eine Frau, die liebt, vergit die anderen Frauen.
		-- Daphne du Maurier
%
Bei den meisten Erfolgsmenschen ist der Erfolg grer als die
Menschlichkeit.
		-- Daphne Du Maurier
%
Gutes Fernsehen ist besonders schlecht, weil es dazu verleitet, Zeit
vor dem Bildschirm zu verbringen.
		-- Andr Maurois
%
Man ist in den besten Jahren, wenn man die guten hinter sich hat.
		-- Andr Maurois
%
Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu
verteidigen, sondern ihn zu kennen.
		-- Andr Maurois
%
Es ist unser aller Fehler, da wir die Worte fr wichtiger halten als
die Taten.
		-- Andr Maurois
%
Das Verhalten von Gates hatte mir bewiesen, da ich auf ihn und seine
beiden Gefhrten nicht rechnen durfte.
		-- Karl May, Winnetou Bd. 3
%
"Einen Weien? ... Aber das ist frchterlich!"
"Nicht frchterlicher, als wenn man einen Schwarzen verkauft. Mensch
ist Mensch."
		-- Karl May (Waldrschen)
%
Weit Du was, ich nenne Dich Harald.
		-- Biene Maya
%
Man halte sich ans fortschreitende Leben und prfe sich bei
Gelegenheit, denn da beweist sichs im Augenblick, ob wir
lebendig sind, und bei spterer Betrachtung, ob wir lebendig waren.
		-- Hans Mayer
%
Das Geheimnis des Knnens liegt im Wollen.
		-- Guiseppe Mazzini
%
Wenn Schlachthfe Glasfenster htten, wre jeder Mensch Vegetarier.
		-- Paul McCartney
%
Das Produkt ist unwichtig, das Image ist entscheidend geworden.
		-- Herbert Marshall McLuhan
%
Das Management ist die schpferischste aller Knste. Es ist die Kunst,
Talente richtig einzusetzen.
		-- Robert S. McNamara
%
Die durchschnittliche Internetseite ist etwa 46 Tage gltig.
		-- Kommunikationswissenschaftlerlin Miriam Meckel
%
Fortschritt bedeutet, da wir immer mehr wissen und immer weniger
davon haben.
		-- Josef Meinrad
%
Einige wrden auch nach der Sonne schlagen, wenn sie sie beleidigte.
		-- Herman Melville
%
Einen Tropfen Glck mchte ich haben oder ein Fa Verstand.
		-- Menander (342-291 v. Chr.)
%
Gesundheit und Verstand sind die zwei groen Gaben des Lebens.
		-- Menander (342-291 v. Chr.)
%
Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut.
		-- Menander (342-291 v. Chr.)
%
Gibst du auf die kleinen Dinge nicht acht, wirst du Greres
verlieren.
		-- Menander (342-291 v. Chr.)
%
In der Politik ist es wie in der Elektrizitt.
Wo es Kontakt gibt, gibt es auch Spannung.
		-- Pierre Mends-France
%
Die menschliche Natur gleicht einem Wasserstrudel. ffnet man ihm
einen Ausweg nach Osten, so fliet das Wasser ostwrts; ffnet man
ihm einen Weg nach Westen, so fliet es westwrts.
		-- Meng-Tzu
%
Der Gtige lt die Art, wie er einen geliebten Menschen behandelt,
auch den Ungeliebten zuteil werden.
		-- Meng-Tzu
%
Wem der Himmel eine groe Aufgabe zugedacht hat, dessen Herz und
Willen zermrbt er erst durch Leid.
		-- Meng-Tzu
%
Gehen dem Menschen Hhner und Hunde verloren, so wei er, wo er sie
suchen soll. Geht ihm sein Herz verloren, so wei er nicht, wo er es
suchen soll.
		-- Meng-Tzu
%
Wenn es stimmt, da Zeit Geld ist, ist es jetzt genau 7 Mark und 20 Pfennige
		-- John Ment, Radio Hamburg
%
Friede ist mehr als nur Nicht-Krieg.
		-- Mentessori
%
Auch fr alles Geld der Welt bekommt man nicht, was wirklich zhlt.
		-- Hans Menzel
%
Mit vierzig Jahren haben Mnner fast nur noch Gewohnheiten: Eine davon
ist ihre Frau.
		-- George Meredith
%
Gut ist auch das Emporkommen von Linux als Herausforderer von Microsoft.
		-- CDU-Vorsitzende Angela Merkel im Interview mit der "Zeit" vom 4. Mai
%
Je schrfer man die Parteispendengesetze fat, desto schwerer ist es ja,
sich daran zu halten
		-- CDU-Vorsitzende Angela Merkel
Das sieht der Bundesverband der Berufsverbrecher hnlich.
  (Anmerkung von Volker Pispers)
%
Es gibt keine Personaldiskussion in der CDU und deshalb wird sie jetzt
auch sofort eingestellt.
		-- CDU-Vorsitzende Angela Merkel bei der Verabschiedung von Ruprecht Polenz
%
Nachdem der Krieg ausgebrochen war, war er unvermeidlich.
		-- CDU-Vorsitzende Angela Merkel zum Irak-Krieg 2003
%
Das Problem aller Religionen, ob Christentum, Judaismus oder Islam:
Heilige Bcher sind stets manipuliert worden, interpretiert nach den
Interessen der religisen Machthaber.
		-- Fatima Mernissi
%
Solange Menschen denken, da Tiere nicht fhlen,
Mssen Tiere fhlen, da Menschen nicht denken!
		-- Meta-Ger
%
Je kaputter die Welt drauen, desto heiler mu sie zu Hause sein.
		-- Reinhard Mey
%
Ihr wit von mir tausend Dinge, aber nicht wie ich sie schreib.
		-- Reinhard Mey
%
lter werden bedeutet, mit Eleganz Dinge sein lassen zu knnen.
		-- Reinhard Mey
%
Hinter jeder Frau im Nerz steht eine andere, die darber witzelt, wo
sie ihn her hat.
		-- Inge Meysel
%
Es ist doch schn, an der Elbe zu wohnen.  Und dann
mu man eine berschwemmung auch mal in Kauf nehmen.
		-- Inge Meysel
%
Alles im Lot auf'm Boot, alles in Budder auf'm Kudder.
		-- mezzomix
%
Die Jahre meines Laufes sind am Ziel wie Pfeile, wenn sie stecken in
der Scheibe.
		-- Michelangelo
%
Die Idee ist da, in dir eingeschlossen. Du mut nur den berzhligen
Stein entfernen.
		-- Michelangelo
%
Der Mensch ist ein merkwrdiges Wesen. Er arbeitet immer hrter fr
das Privileg, immer hhere Steuern zahlen zu drfen.
		-- George Mikes
%
Ein Mann mit einer berzeugung ist strker als 99 Leute mit
Interessen.
		-- John Stuart Mill
%
Es ist zu bezweifeln, ob alle bisherigen technischen Erfindungen die
Tageslast auch nur eines menschlichen Wesens erleichtert haben.
		-- John Stuart Mill
%
Das ist fraglich, ob alle bisher gemachten mechanischen Erfindungen
die Tagesmhe irgendeines menschlichen Wesens erleichtert haben.
		-- John Stuart Mill
%
Die einzige Freiheit, die diesen Namen verdient, ist das Recht, unser
Wohlergehen auf unserem eigenen Wege zu verfolgen, solange wir nicht
anderen das ihrige verkmmern oder ihre darauf gerichteten Bemhungen
durchkreuzen.
		-- John Stuart Mill
%
Das Leben ist eine Nu. Sie lt sich zwischen zwei weichen Kissen
nicht knacken.
		-- Arthur Miller
%
Ich glaube, da alle Menschen, die das Bse in der Welt verurteilen,
auch verstehen mssen, da dieses Bse ohne ihre eigene Mitschuld
nicht existieren knnte.
		-- Arthur Miller
%
Wir stehen immer noch vor der Tr, hinter der die groen Antworten
warten.
		-- Arthur Miller
%
80% der Amerikaner glauben, da sie in den Himmel kommen. Aber die
meisten von ihnen glauben ebenso, da sie dort niemanden treffen
werden, den sie kennen. Sie sehen, Religion hat in den Vereinigten
Staaten die geistige Tiefe eines Comicstrips.
		-- Arthur Miller (Stern-Interview im Mrz 2000)
%
Wenn die Leute jemanden zu einer Dummheit verleiten wollen, dann sagen
sie: Sei doch vernnftig!
		-- Arthur Miller (Stern-Interview im Mrz 2000)
%
Wenn die Katze ein Pferd wre, knnte man die Bume hinaufreiten.
		-- Rolf Miller
%
Wer den Himmel auf Erden sucht, hat im Erdkundeunterricht nicht aufgepat.
		-- Rolf Miller
%
Ich interessiere mich fr die Zukunft, denn ich werde den rest meines
Lebens mit ihr verbringen.
		-- Milva
%
Es gibt nur drei Methoden um leben zu knnen: Betteln, Stehlen oder
etwas Leisten.
		-- Honor Graf von Mirabeau
%
Der Mann wird es wird bringen, denn er glaubt, was er sagt.
		-- Honor Graf von Mirabeau ber Robespierre
%
Zeitknappheit ist die Rache des Wohlstandes.
Die Navacho Indianer kannten 256 Gegenstnde.  All unsere Gegenstnde
erfordern unsere Zeit, das Resultat ist Hektik und Stre.
		-- Misereor --
%
Das Schnste im Leben ist der Wunsch, das Nchstschnste die
Erfllung.
		-- Margaret Mitchell
%
Persnlichkeit haben heit, die tausend Irrtmer einzugestehen, die
man im Laufe des Lebens gemacht hat.
		-- Alexander Mitscherlich
%
Was wre aus dem Christentum als Religion der Liebe geworden - wir
wissen es nicht. Es ist in institutionalisierter Form als die Religion
des Schwertes und des Hasses alt geworden.
		-- Alexander Mitscherlich
%
Die erlaubte Bsartigkeit Andersglubigen, Heiden, Atheisten gegenber
ist ein fester Bestandteil der Regulative dieser Kultur, die sich bei
uns auf Christus beruft.
		-- Alexander Mitscherlich
%
Es gibt bis jetzt noch keinen Atheismus - und zwar als gelebte Kultur.
Es ist jedoch abzusehen, da es eine atheistische Kultur geben wird -
die 'Evulution zum Bewutsein'
		-- Alexander Mitscherlich
%
Wie viel Unsinn ist im Laufe der Zeit von Professoren gesagt worden!
Warum sollen Studenten nicht auch einmal dummes Zeug reden.
		-- Alexander Mitscherlich
%
Wenn man einen Tausendfler erklren lassen wrde, nach welchem
Schema er eigentlich gehe, so wird dieser auf der Stelle unfhig sein,
auch nur einen einzelnen Schritt zu machen.
		-- Josef Mittendorfer
%
Die sind damals noch richtig geil gestorben...
		-- Mittermeier
%
Die Rente ist durch die kosteuer nur dann gesichert, wenn die Natur
weiterhin durch hohen Energieverbrauch ruiniert wird. Also entweder
bekommen wir spter eine halbwegs ausreichende Rente und kriegen in
der ramponierten Umwelt keine Luft mehr, oder wir werden Rentner sein
inmitten blhender Landschaften und gehen an einer krglichen Rente
ein.
		-- Wolfgang Mocker
%
Die Ahnungslosen mssen sich mit Vorahnungen begngen.
		-- Wolfgang Mocker
%
Mir knnte gar nichts Lieberes passieren, als von Zeit zu Zeit sechs 
Wochen allein zu sein.
		-- Paula Modersohn-Becker
%
Leute mit Starallren sind keine Stars. Ein Star hat keine Allren.
		-- Anna Moffo
%
Jeder Satz manipuliert das Denken des anderen Menschen.
Dazu dient Kommunikation letzlich.
		-- Jrg Mllenkamp
%
Informationstransfer stellt immer eine subtile
Art der Manipulation dar.
		-- Jrg Mllenkamp
%
Ich brauche das Alleinsein, um den Weg nach innen zu suchen.
		-- Petter Moen
%
Wir wissen wenig und zweifeln an allem.
		-- Robert Msbauer
%
ndere Deine Einstellung zu den Menschen, und die Menschen ndern Ihre
Einstellung zu Dir.
		-- Samy Molcho
%
Abhngigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Brte sind.
		-- Jean-Baptiste Molire (Die Schule der Frauen)
%
Wir sind nicht nur verantwortlich fr das, was wir tun, sondern auch
fr das, was wir nicht tun.
		-- Jean-Baptiste Molire
%
Man macht an manchen Ort durch allzu freie Reden sich zum Gesptt,
sein Wort zu rgernis fr jeden.
		-- Jean-Baptiste Molire
%
Wie leicht doch bildet man sich eine falsche Meinung, geblendet von
dem Glanz der ueren Erscheinung.
		-- Jean Baptiste Molire
%
Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten und nicht an ihren
Krankheiten.
		-- Jean Baptiste Molire
%
Es trgt der echte Christ den Glauben nicht am Rocke und hngt die
Frmmigkeit nicht an die groe Glocke.
		-- Jean Baptiste Molire
%
Die volle Wahrheit kann ein tapfres Herz ertragen,
doch nicht die Zweifel, die im finstren an ihm nagen.
		-- Jean Baptiste Molire
%
Die Radfahrer haben einen alten Wunsch der Menschheit verwirklicht:
Im Sitzen zu wandern.
		-- Franz Molnar
%
Wir drfen nicht vergessen, da nur das Schwert das Schwert in der
Scheide hlt und da unter solchen Umstnden fr uns Abrstung Krieg
ist, der Krieg, den wir gern vermeiden wollen.
		-- Helmuth Graf von Moltke (im Reichstag 14. April 1874)
%
Die Koalition ist vortrefflich, solange alle Interessen jedes
Mitgliedes dieselben sind.
		-- Helmuth Graf von Moltke
%
Alkohol ist keine Antwort, aber man vergit beim Trinken die Frage.
		-- Henry Mon
%
Singen ist gefhrlicher als Malen. Ein paar falsche Tne, und man wird
von der Kritik zerrissen - ein paar falsche Farben, und man bekommt
vielleicht einen Preis.
		-- Mario del Monaco
%
Eine Waffe ist nirgends gefhrlicher als in der Hand eines Schwachen.
		-- Emmanuel Monier (vor der Unesco 1947) 
%
Ein Geschenk ist genau so viel wert wie die Liebe, mit der es
ausgesucht worden ist.
		-- Thyde Monnier
%
Hollywood ist ein Ort, wo sie dir 50000 Dollar fr einen Ku und 50
Cent fr deine Seele zahlen.
		-- Marylin Monroe
%
Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer
kalten Nacht an ihr wrmen.
		-- Marylin Monroe
%
Flittchen: Junge Dame, die, nachdem sie sich mit mir getroffen hat,
einem anderen den Vorzug gibt.
		-- Alfredo La Mont
%
Der Mensch kommt nie aus Vernunft zur Vernunft!
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Fr seine Arbeit mu man Zustimmung suchen, aber niemals Beifall.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es mu Gesetz sein,
weil es recht ist.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Wenn Dreiecke einen Gott htten, wrden sie ihn mit drei Ecken
ausstatten.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Glcklich das Volk, dessen Geschichte sich langweilig liest.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Wer wnscht, da man ihn frchtet, erreicht nur, da man ihn hat.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Wenn die Pfaffen nicht Tyrannen der Frsten sein knnen, begngen sie
sich damit, ihre Schmeichler zu werden.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Geistliche sind daran interessiert, die Vlker in Unwissenheit zu
erhalten, man wrde sonst, da das Evangelium einfach ist, ihnen sagen:
Wir wissen das alles so gut wie ihr.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu (Gedanken, ber die Religion)
%
Tritt eine Idee in in den hohlen Kopf, so fllt sie ihn vllig aus -
weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen knnte.
		-- Charles-Louis Baron de Montesquieu
%
Beim Abschied wird die Zuneigung zu den Dingen, die uns lieb sind,
immer ein wenig wrmer.
		-- Michel Evquem Seigneur de Montaigne
%
Jedem kann es mal passieren, da er Unsinn redet, schlimm wird es
erst, wenn er es feierlich tut.
		-- Michel Evquem Seigneur de Montaigne
%
Um seine Kinder braucht sich heutzutage niemand zu sorgen. Wenn sie zu
nichts taugen, knnen sie noch immer in die Politik gehen.
		-- Michel Evquem Seigneur de Montaigne
%
Uns etwas verbieten heit uns danach lstern machen.
		-- Michel Evquem Seigneur de Montaigne
%
Reaktion ist Fortschritt nach hinten.
		-- Yves Montand
%
Frauen lgen nie.
Sie erfinden hchstens die Wahrheit, die sie gerade brauchen.
		-- Yves Montand
%
Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier.
		-- Yves Montand
%
In der Politik ist es wie im tglichen Leben: Man kann eine Krankheit
nicht dadurch heilen, da man das Fieberthermometer versteckt.
		-- Yves Montand
%
Alle unsere Irrtmer bertragen wir auf unsere Kinder, in denen sie
untilgbare Spuren hinterlassen.
		-- Maria Montessori
%
In der Moral zhlt nur die Absicht, in der Kunst nur das Ergebnis.
		-- Henry de Montherlant
%
Die Menschen haben vor dem Tod zu viel Achtung, gemessen an der 
geringen Achtung, die sie vor dem Leben haben.
		-- Henry de Montherlant
%
Man heilt sich am zuverlssigsten von einem Fehler, wenn man ihn bei
einem anderen sieht.
		-- Henry de Montherlant
%
Eine Religion, wie immer sie auch beschaffen sein mge, wird sich vor
der Lcherlichkeit immer durch 'gute Werke' retten.
		-- Henry de Montherlant
%
Die Ehe ist eine Hlle bei gemeinsamen Schlafzimmer; bei getrennten
Schlafzimmern ist sie nur noch ein Fegefeuer; ohne Zusammenwohnen wre
sie vielleicht das Paradies.
		-- Henry de Montherlant
%
Einigen wir uns auf Unentschieden.
		-- Monty Python: Ritter der Kokusnu
%
Frher warteten Politiker, bis sie im Amt waren, bevor sie zu Gaunern
wurden. Diesen Gauner (George W. Bush) jedoch bekamen wir fix und fertig
geliefert.
		-- Michael Moore
%
Der Prtendent auf den amerikanischen Thron mu vor amerikanischen Brgern
fliehen, die nur mit der Wahrheit und den Zutaten fr ein leckeres Omelett
bewaffnet sind.
		-- Michael Moore
(Gorge W. Bush war nicht wie blich die letzten Meter zu Fu ins Weie Haus
eingezogen sondern war angesichts der Demonstranten weitergefahren.)
%
Wer klug ist, sieht lieber die Leute seiner bedrftig als ihm dankbar
verbunden: Sie am Seile der Hoffnung fhren, ist Hofmannsart, sich auf
ihre Dankbarkeit verlassen, Bauernart - denn Letztere ist so
vergelich als Erstere von gutem Gedchtnis. Man erlangt mehr von der
Abhngigkeit als von der verpflichteten Hflichkeit.
		-- Baltasar Gracin y Morales (Handorakel und Kunst der Weltklugheit)
%
Man soll nichts gleich rund abschlagen: Vielmehr lasse man die
Bittsteller Zug vor Zug von ihrer Selbsttuschung zurckkommen. Auch
soll man nie etwas ganz und gar verweigern: Man lasse immer noch ein
wenig Hoffnung brig, die Bitterkeit der Weigerung zu versen.
		-- Baltasar Gracin y Morales (Handorakel und Kunst der Weltklugheit)
%
Durch Abwesenheit seine Hochschtzung oder Verehrung befrdern: Wie 
die Gegenwart den Ruhm vermindert, so vermehrt ihn die Abwesenheit.
		-- Baltasar Gracin y Morales (Handorakel und Kunst der Weltklugheit)
%
Die Affekte sind die krankhaften Sfte der Seele, und an jedem
bermae derselben erkrankt die Klugheit: Steigt gar das bel zum
Munde hinaus, so luft die Ehre Gefahr.
		-- Baltasar Gracin y Morales (Handorakel und Kunst der Weltklugheit)
%
Gemeiniglich darf man, um sich die Achtung zu erhalten, nicht sehr 
geliebt sein. Die Liebe ist verwegener als der Ha.
		-- Baltasar Gracin y Morales (Handorakel und Kunst der Weltklugheit)
%
Dummheiten knnen reizend sein, Dummheit nicht.
		-- Alberto Moravia
%
Die Tr zur Vergangenheit ist ohen Knarren nicht zu ffnen.
		-- Alberto Moravia
%
Wo Nachrichten fehlen, wachsen die Gerchte.
		-- Alberto Moravia
%
Diktaturen sind Einbahnstraen. In Demokratien herrscht Gegenverkehr.
		-- Alberto Moravia
%
Wenn eines Schriftstellers Ruhm die Zeitlufe berdauert, dann nicht
wegen, sondern trotz seiner berzeugungen.
		-- Alberto Moravia
%
Ideen sollte man empfangen wie Gste - zuvorkommend, aber unter der
Voraussetzung, da sie ihre Gastgeber nicht tyrannisieren.
		-- Alberto Moravia
%
Eine Diktatur ist ein Staat, in dem sich alle vor einem frchten und
einer vor allen.
		-- Alberto Moravia
%
Ein Gewerbe ist allen Mnnern und Frauen gemeinsam: der Ackerbau; den
versteht jeder. Darin werden alle von Kindheit an unterwiesen.
		-- Thomas More (Utopia)
%
Ruft den Ackerbau wieder ins Leben, erneuert die Wollspinnerei; das
gbe ein recht ehrsames Geschft, in dem sich mit Nutzen jener Schwarm
von Tagedieben bettigen knnte, die bisher die Not zu Dieben gemacht
hat.
		-- Thomas More (Utopia)
%
Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, schuf er Mann und Frau. Um das
Ganze vor dem Untergang zu bewahren, erfand er den Humor.
		-- Guillermo Mordillo
%
Falten machen einen Mann mnnlicher, eine Frau lter.
		-- Jeanne Moreau
%
Adam - der erste Entwurf fr Eva.
		-- Jeanne Moreau
%
Wer eine Frau beim Wort nimmt, ist ein Sadist.
		-- Jeanne Moreau
%
In der Liebe fhlt sich der Mann als Bogen, er ist aber nur der Pfeil.
		-- Jeanne Moreau
%
Beim Liebesspiel ist es wie beim Autofahren. Die Frauen mgen die
Umleitung, die Mnner die Abkrzung.
		-- Jeanne Moreau
%
Die meisten Mnner, die Kluges ber Frauen gesagt haben, waren
schlecht Liebhaber. Die groen Praktiker reden nicht, sondern
handeln.
		-- Jeanne Moreau
%
Alle Mnner haben nur zwei Dinge im Sinn.
Geld ist das andere.
		-- Jeanne Moreau
%
Falten machen einen Mann mnnlicher, eine Frau lter.
		-- Jeanne Moreau
%
Man hat immer zwei Grnde, etwas zu tun:
Einen anstndigen und den wahren.
		-- John Pierpont Morgan d..
%
Frisch erhlt sich nur eine Liebe, der auch ein bichen Khle
beigemischt ist.
		-- Michle Morgan (eig. Simone Roussel)
%
Keine Frau trgt gerne ein Kleid, das eine andere abgelegt hat. Mit
Mnnern ist sie nicht so whlerisch.
		-- Michle Morgan (eig. Simone Roussel)
%
Der wahre Zweck eines Buches ist es, den Geist hinterrcks zum eigenen
Denken zu verleiten.
		-- Christopher D. Morley
%
Man hat einen Menschen noch lange nicht bekehrt, wenn man ihn zum
Schweigen gebracht hat.
		-- Christopher D. Morley
%
Manche Menschen sprechen aus Erfahrung, andere sprechen aus Erfahrung
nicht.
		-- Christopher D. Morley
%
Du hast einen Menschen noch nicht berzeugt, blo weil Du ihn zum
Schweigen gebracht hast.
		-- John Morley
%
Offenherzigkeit ist die Seele der Eintracht.
		-- Nannerl Mozart
%
Bei der Entwicklungshilfe handelt es sich um Geld, das von den armen
Menschen in den reichen Lndern aufgebracht wird fr die reichen
Menschen in den armen Lndern.
		-- Alfred Mozer
%
Wer Pfefferminztee nachmacht oder verflscht, nachgemachten oder
verflschten sich verschafft oder in Umlauf bringt, ist ein Falschminzer.
		-- MTS
%
Zehn Deutsche sind blder als fnf Deutsche.
		-- Heiner Mller
%
Ich bin sehr vielen Menschen begegnet, die nicht aberglubisch 
sein wollen, aber nur ganz wenigen, die es nicht sind.
		-- Johannes Mller
%
Durch lngeres Zusammenleben knnen wir einen Freund verlieren, 
durch Trennung nie.
		-- Johannes Mller
%
Friede, wie Freundschaft, setzt Achtung voraus.
		-- Johannes Mller
%
Jede Bedrngnis ist nur ein Engpass zu einer Weite.
		-- Johannes Mller
%
Ahnen sind fr den nur Nullen, der als Null zu ihnen tritt;
Steh als Zahl an ihrer Spitze, und die Nullen zhlen mit.
		-- Wilhelm Mller (Epigramme)
%
Es existiert fr den Kunden nur das, was von ihm wahrgenommen wird.
Was ihm nicht bewut wird, gibt es nicht.
		-- Mller Merbach
%
Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens.
		-- Armin Mller-Stahl
%
Wenn ein junger Mann ein Mdchen kennenlernt und ihr erzhlt, was
fr ein groartiger Kerl er ist, so ist das Reklame. Wenn er Ihr sagt,
wie reizend sie aussieht, so ist das Werbung. Wenn sie sich aber fr
ihn entscheidet, weil sie von anderen gehrt habe, er sei ein feiner
Kerl, so sind das Public Relations.
		-- Alwin Muenchmeyer
%
Bei Ebbe macht es keinen Sinn, Wasser ins Meer zu schtten
		-- Franz Mntefering
%
Gut honorierte zornige junge Mnner haben groe Mhe, zornige junge
Mnner zu bleiben.
		-- Malcolm Muggeridge
%
Manche Leute kennt man vom Wegschauen besser als vom Hinsehen.
		-- Fritz Muliar
%
Mit dem Aberglauben ist das so eine Sache. Ich habe noch keinen
Menschen getroffen, der sein 13. Monatsgehalt zurckgegeben htte.
		-- Fritz Muliar
%
Nichts scheut der Mensch mehr als ein Rendezvous mit sich selbst.
Davon lebt die Unterhaltungsindustrie.
		-- Fritz Muliar
%
Ich beurteile eine Religion danach, ob seine Anhnger durch sie
bessere Menschen werden oder nicht.
		-- Joe Mullally
%
Pflicht und Auftrag sind die Handschellen des Alltags.
		-- Richard Munk
%
Alles, was uns wirklich ntzt, ist fr wenig Geld zu haben.
Nur das berflssige kostet viel.
		-- Axel Martin Fredrik Munthe
%
Die Grundsuppe der Dieberei sind unsere Frsten und Herrren, nehmen
alle Creaturen zu ihrem Eigenthum, die Fisch im Wasser, die Vgel in
der Luft, das Gewchs auf Erden mu alles ihre seyn. Aber den Armen
sagen sie: Gott hat geboten, du sollst nicht stehlen. Sie selber
schinden und schaben alles, was da lebt; so aber ein Armer sich
vergreift am Allergeringsten, mu er henken. Dazu sagt denn der Doctor
Lgner Amen.
		-- Thomas Mntzer
%
Es gibt Krfte zu wecken, die in uns stecken.
		-- Joseph Murphy
%
Mit einem schlechten Alleinherrscer aber kann niemand 
sprechen, gegen ihn gibt es kein anderes Mittel als das Eisen.
		-- Niccol Machiavelli (Vom Staat)
%
Was die Klugheit und Bestndigkeit anbelangt, so behaupte 
ich, da das Volk klger ist und ein richtigeres Urteil hat als ein 
Alleinherrscer. Nicht ohne Grund vergleicht man die Stimme des Volkes
mit der Stimme Gottes.
		-- Niccol Machiavelli (Vom Staat)
%
Wer sich zum Alleinherrscer erhebt und Brutus nicht ttet, oder wer
einen Freistaat grndet und die Shne des Brututs nicht hinrichten
lt, wird sich nicht lange halten.
		-- Niccol Machiavelli (Vom Start)
%
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fhlen, wie du bist.
		-- Niccol Machiavelli
%
Nationen, die man unterworfen hat, mu man entweder glcklich machen
oder vernichten.
		-- Niccol Machiavelli
%
Die Menschen vergessen schneller den Tod des Vaters als den Verlust
des Erbes.
		-- Niccol Machiavelli
%
Man soll den Menschen entweder schmeicheln, oder sie sich unterwerfen.
		-- Niccol Machiavelli
%
Man kann einen Krieg beginnen, aber niemals beenden, wenn man will.
		-- Niccol Machiavelli
%
Der unbewaffnete Reiche ist die Belohnung des armen Soldaten.
		-- Niccol Machiavelli (Kriegskunst)
%
Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils,
sondern wer dazu ntigt.
		-- Niccol Machiavelli
%
Schlagzeilen - das ist Weltgeschehen in Pillenform.
		-- Norman Mailer
%
Erfolg ist nur halb so schn, wenn es niemanden gibt, der einen
beneidet.
		-- Norman Mailer
%
Der Wohlstand beginnt genau dort, wo der Mensch aufhrt, mit dem Bauch
zu denken.
		-- Norman Mailer
%
Sterben kann gar nicht so schwer sein - bisher hat es noch jeder
geschafft.
		-- Norman Mailer
%
Wenn der Mensch zuviel wei, wird das lebensgefhrlich. Das haben
nicht erst die Kernphysiker erkannt, das wute schon die Mafia.
		-- Norman Mailer
%
Eine friedliche und eintrchtige Welt ist der geheime Alptraum der
Offiziere und Advokaten.
		-- Norman Mailer
%
Im Leben kommt es darauf an, Hammer oder Ambo zu sein - aber niemals
das Material dazwischen.
		-- Norman Mailer
%
Die Geschichte ist ein Drehbuch von miserabler Qualitt.
		-- Norman Mailer
%
Wer die Menschen gern hat, verbietet ihnen etwas, damit sie an der
bertretung Spa haben.
		-- Norman Mailer
%
Die meisten Memoiren sind ein Make-up aus Worten.
		-- Norman Mailer
%
Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du davon tot
umfllst. Oder du kannst es vorziehen, das bichen Ungewiheit zu
genieen.
		-- Norman Mailer
%
Besser sich allein langweilen als in Gesellschaft. Man kann
ungenierter g  h n e n.
		-- Ludwig Marcuse
%
Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.
		-- Ludwig Marcuse
%
In Kants Jahren konnte der Aufklrer nicht aufklren, weil man ihn
nicht lie, zu unserer Zeit nicht, weil man ihn nicht liest.
		-- Ludwig Marcuse
%
Ironie ist keine Waffe, sondern eher ein Trost der Ohnmchtigen.
		-- Ludwig Marcuse
%
Denken ist eine Anstrengung, Glauben ein Komfort.
		-- Ludwig Marcuse
%
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
		-- Ludwig Marcuse
%
Auf welcher Gesetzestafel steht: Die heiligen Gefhle der Theisten
mssen respektiert werden, die heiligen Gefhle der A-Theisten aber
nicht?
		-- Ludwig Marcuse
%
Ein Friedlicher ist einer, der sich totschieen lsst, um zu
beweisen, da der andere der Aggressor gewesen ist.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Denken ist eine Anstrengung, Glauben ein Komfort.
		-- Ludwig Marcuse
%
Der Abenteurer ist unentbehrlich, das wird allerdings erst 
erkannt, wenn sich herausstellt, da er Amerika entdeckt hat.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Das Gedruckte bt einen mchtigen Druck aus, der besondere Glaube 
ans Gedruckte ist einer der mchtigsten Aberglauben.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Der Glaube an das Gedruckte, ist seit Gutenberg einer der 
mchtigsten Aberglauben der Welt.
		-- Ludwig Marcuse (Mein zwanzigstes Jahrhundert)
%
Wissenschaft ist ein vielseitiges Werkzeug. Sie kann auf jedem
harmlosen, freundlichen oder bsen Aberglauben das scharfsinnigste
Begriffsgebude errichten.
		-- Ludwig Marcuse
%
Ein heies Eisen, durch abstrakta sublimiert, wird kalter Kaffee.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Jede Unhnlichkeit mit Lebenden oder Verstorbenen ist nicht 
beabsichtigt.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Es liegt im Wesen des Akademischen, nur das Tote zu bercksichtigen,
ganz sicher ist man nur dessen, was sich nicht mehr rhren kann.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Der Elfenbeinturm ist heute berfllt mit Aktivisten. Sie sitzen dort
aktiv.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Autokraten lieben meist kleine Kinder. Sie schrnken ihre Macht nicht
ein, dafr sind sie ihnen dankbar.
		-- Ludwig Marcuse (Argumente und Rezepte)
%
Jugendgefhrdend heit: Die Alten sind so gefhrdet, da sie sich
hinter der Jugend verstecken mssen.
		-- Ludwig Marcuse
%
Jede Generation lchelt ber die Vter, lacht ber die Grovter und
bewundert die Urgrovter.
		-- William Somerset Maugham
%
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit.
		-- William Somerset Maugham
%
In jeder Minute, die man mit rger verbringt, versumt man sechzig
glckliche Sekunden.
		-- William Somerset Maugham
%
Man soll dort bleiben, wo man sich glcklich fhlt. Glck ist ein
transportempfindliches Mbelstck.
		-- William Somerset Maugham
%
Das Alter ist die Zeit, wo man das nicht mehr tun soll, wofr man
frher zu jung war.
		-- William Somerset Maugham
%
Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker.
		-- William Somerset Maugham
%
Kein Lesen ist der Mhe wert, wenn es nicht unterhlt.
		-- William Somerset Maugham
%
Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben,
wrden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.
		-- William Somerset Maugham
%
Im Alter bereut man vor allen die Snden, die man nicht begangen hat.
		-- William Somerset Maugham
%
Die meisten Menschen geben ihre Laster erst dann auf, wenn sie ihnen
Beschwerden bereiten.
		-- William Somerset Maugham
%
Zukunft ist etwas, das die Menschen erst lieben, wenn es Vergangenheit
geworden ist.
		-- William Somerset Maugham
%
Nur ein mittelmiger Mensch ist immer in Hochform.
		-- William Somerset Maugham
%
Humor ist die Fhigkeit, an den Auswchsen der menschlichen Natur
Gefallen zu finden.
		-- William Somerset Maugham
%
Es ist schon komisch, da ein Mann, der sich um nichts auf der Welt
Sorgen machen mu, hingeht und eine Frau heiratet.
		-- William Somerset Maugham
%
Wenn man genug Erfahrung gesammelt hat, ist man zu alt, um sie
auszunutzen.
		-- William Somerset Maugham
%
Von einer Frau kann man alles erfahren, wenn man keine Fragen stellt.
		-- William Somerset Maugham
%
Eine Frau, die ihren Widerstand aufgibt, geht zum Angriff ber.
		-- William Somerset Maugham
%
Ein Flirt ohne tiefere Absicht ist ungefhr so sinnvoll wie ein
Fahrplan ohne Eisenbahn.
		-- William Somerset Maugham
%
Nach den Vorstellungen einer amerikanischen Frau ist der ideale
Ehemann ein Butler mit dem Einkommen eines Generaldirektors.
		-- William Somerset Maugham
%
Bei einem Festmahl sollte man mit Verstand essen, aber nicht zu gut,
und sich aber nicht mit zuviel Verstand unterhalten.
		-- William Somerset Maugham
%
Es gibt drei goldene Regeln, um eine Novelle zu schreiben - leider
sind sie unbekannt.
		-- William Somerset Maugham
%
Gelegentliche Ausschweifungen wirken anregend. Sie verhindern, da
Migkeit zur Gewohnheit abstumpft.
		-- William Somerset Maugham
%
Viele erkennen zu spt, da man auf der Leiter des Erfolgs einige
Stufen berspringen kann. Aber immer nur beim Hinuntersteigen.
		-- William Somerset Maugham
%
Ich bin der berzeugung, da es kaum jemanden gibt, dessen Intimleben
die Welt nicht in Staunen und Horror versetzte, wenn es bers Radio
gesendet werden wrde.
		-- William Somerset Maugham
%
Das Gewissen ist eine Schwiegermutter, deren Besuch nie endet.
		-- Henry Louis Mencken (Vorurteile)
%
Gewissen ist die innere Stimme, die uns warnt, da jemand zuschauen
knnte.
		-- Henry Louis Mencken
%
Hoffnung ist der krankhafte Glaube an den Eintritt des Unmglichen.
		-- Henry Louis Mencken
%
Vertrauen ist das Gefhl, einem Menschen sogar dann glauben zu knnen,
wenn man wei, da man an seiner Stelle lgen wrde.
		-- Henry Louis Mencken
%
Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, da man in einer
Welt lebt, in der es berbewertet wird.
		-- Henry Louis Mencken
%
Eine Berhmtheit ist jemand, der sich freut, da ihn viele kennen,
die er nicht kennen zu lernen braucht.
		-- Henry Louis Mencken
%
Ein Pessimist ist ein Mensch, der sofort nach dem Sarg Ausschau hlt,
wenn er Blumen gerochen hat.
		-- Henry Louis Mencken
%
Je lter ich werde desto mehr zweifle ich an der altbekannten Tatsache,
da das Alter die Weisheit bringt.
		-- Henry Louis Mencken
%
Unmoral ist die Moral derer, die sich amsieren.
		-- Henry Louis Mencken
%
Puritanismus ist die qulende Furcht, da irgendwer irgendwo
glcklicher sein knnte.
		-- Henry Louis Mencken
%
Wir mssen die religisen Gefhle des anderen respektieren - aber nur
in der gleichen Art, wie wir seine Ansicht respektieren, da seine
Frau schn und seine Kinder wohlerzogen sind.
		-- Henry Louis Mencken
%
Die Kirche ist ein Ort, wo Menschen vom Himmel Wunderdinge erzhlen,
die niemals dort waren, und dies Menschen gegenber, die nie dort
eintreffen werden.
		-- Henry Louis Mencken
%
Erzbischof: ein christlicher Kirchenmann, der im Rang hher steht als
Christus.
		-- Henry Louis Mencken
%
Der Zyniker ist ein Mensch, der sich beim Duft von Blumen nach dem
Sarg umsieht.
		-- Henry Louis Mencken
%
Fr jedes menschliche Problem gibt es immer eine einfache Lsung:
klar, einleuchtend und falsch.
		-- Henry Louis Mencken
%
Die Moral ist fr Sklaven geschaffen, fr Wesen ohne Geist.
		-- Henry Miller (Von der Unmoral der Moral)
%
Die Wahrheit liegt meist am Rande, nicht in der Mitte.
		-- Henry Miller
%
Ich bin sicher, kme Jesus heute, wrde er von der Kirche nicht
erkannt, sondern wahrscheinlich verfolgt und wieder zu Tode gemartert
werden.
		-- Henry Miller
%
Sex-Leitfden sind meist Parfmrezepte, verfat von Leuten, die einen
Stockschnupfen haben.
		-- Henry Miller
%
Friedhfe, Friedhfe... Bei Gott, ich weigere mich, mich auf einem
Friedhof begraben zu lassen. Ich will nicht, da Schwachsinnige mit
einem Weihwasserwedel ber mir stehen und ein kummervolles Gesicht
machen.
Nur das nicht!
		-- Henry Miller
%
Die wenigen, die ich kannte, die beinah die Bezeichnung Christen
verdienten, gehrten berhaupt keiner Kirche an. Und ich glaube,
existierte ein Christ, knnte er unmglich Mitglied einer Kirche sein.
		-- Henry Miller
%
Ich bin kein Katholik, ich habe fr den ganzen Mummenschanz und den
Humbug, alles, was mit dem Katholizismus verknpft ist, nichts brig.
		-- Henry Miller
%
Je reicher man an Urteilen ist, desto rmer wird man an Vorurteilen.
		-- Henry Miller
%
Nur der Mensch allein unter den Geschpfen Gottes ist fhig, zu
zerstren, was er liebt. Nur er ist fhig, sein eigenes Bild zu
zerstren.
		-- Henry Miller
%
Wer je einen guten Traum gehbat hat, klagt nie, da er seine Zeit
verschwendet hat.
		-- Henry Miller
%
Leben ist das, was wir daraus machen.
		-- Henry Miller
%
Zivilisiert sein heit, komplizierte Bedrfnisse haben.
		-- Henry Miller
%
Wenn man im Leben keinen Erfolg hat, braucht man sich deshalb nicht
ohne weiteres fr einen Idealisten zu halten.
		-- Henry Miller
%
Leben ist, was uns zustt, whrend wir uns etwas ganz anderes
vorgenommen haben.
		-- Henry Miller
%
Die richtige Einstellung zu Geld ist habgieriger Abscheu.
		-- Henry Miller
%
Tugend nennt man die Summe der Dinge, die wir aus Trgheit, Feigheit
oder Dummheit nicht getan haben.
		-- Henry Miller
%
Die Fenster der Seele sind zahllos, so sagt man.
Und mit den Augen der Seele wird das Paradies erblickt.
Wenn euer Paradies also Mngel hat, dann macht mehr Fenster auf.
		-- Henry Miller
%
Die Kunst wird immer sensationeller und unverstndlicher und das Leben
immer langweiliger und hoffnungsloser.
		-- Henry Miller
%
Gibt es einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis? Es gibt ihn. In
der Tat.
		-- Werner Mitsch
%
Dumme Pferde sind beschlagen. Dumme Reiter nicht.
		-- Werner Mitsch
%
Eine schne Frau wre dumm, wenn sie auch noch klug wre.
		-- Werner Mitsch
%
Dummheit ist keine Schande.
Hauptsache man hlt den Mund dabei.
		-- Werner Mitsch
%
Nicht jeder Unternehmer, der stiften geht, ist ein Mzen.
		-- Werner Mitsch
%
Mode ist die Uniform der Zivilisten.
		-- Werner Mitsch
%
Morgen ist auch ein Tag, sagt der Optimist.
		-- Werner Mitsch
%
Es kommt nicht drauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.
		-- Werner Mitsch
%
Es kommt nicht drauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.
		-- Werner Mitsch
%
Die Diktatur duldet Reden. Aber keine Widerreden.
		-- Werner Mitsch
%
Wo Kompromisse fehlen, dominieren die Faustregeln.
		-- Werner Mitsch
%
Das einzig Echte an manchen Menschen ist ihre Falschheit.
		-- Werner Mitsch
%
Viele Menschen hinterlassen Spuren; nur wenige hinterlassen Eindrcke.
		-- Werner Mitsch
%
Lebensknstler sind Menschen, die sich auf das berflssige
beschrnken.
		-- Werner Mitsch
%
Frher hatten die Menschen Angst vor der Zukunft. Heute mu die
Zukunft Angst vor den Menschen haben.
		-- Werner Mitsch
%
Wer heute auf die Demokratie schimpft, dem wird morgen der Marsch
geblasen.
		-- Werner Mitsch
%
Eine Gesellschaft, die sich mehr leistet, als sie sich leisten kann,
nennt man Leistungsgesellschaft.
		-- Werner Mitsch
%
Ein Mann, der seine Frau liebt, achtet nicht auf ihr Kleid, sondern
auf seine Frau. Fngt er an, auf die Kleidung zu achten, hat seine
Liebe schon nachgelassen.
		-- Werner Mitsch
%
Wer seinen Mund nicht halten kann, der wird auch sein Wort nicht
halten.
		-- Werner Mitsch
%
Frher hielten sich manche Knige einen Narren. Heute halten sich
manche Demokratien einen Knig.
		-- Werner Mitsch
%
Universitten sind Bildungssttten, die aus Neunmalklugen
Siebengescheite machen.
		-- Werner Mitsch
%
Wenn sich zwei mnnliche Wildschweine treffen, gibt es eine Keilerei.
		-- Werner Mitsch
%
Mit drei Prozent Zinsen versucht die Bank mein Kapital zu beleidigen.
		-- Werner Mitsch
%
Denken ist oft schwerer, als man denkt.
		-- Werner Mitsch
%
Erst das Bse gibt dem Guten seine Leuchtkraft.
		-- Werner Mitsch
%
Der Himmel ist nicht an einem bestimmten Ort. Der Himmel ist berall
dort, wo Harmonie ist.
		-- Werner Mitsch
%
Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall.
		-- Werner Mitsch
%
Wie soll einer, der das Hliche nicht kennt, wissen, was schn ist?
		-- Werner Mitsch
%
Wer sich frei entfalten will, mu viele Ratschlge in den Wind
schlagen knnen.
		-- Werner Mitsch
%
Ignoranz ist nicht wissen, sondern nicht wissen wollen.
		-- Werner Mitsch
%
Das Eis macht Flsse im Winter begehbar und Whiskey im Sommer
trinkbar.
		-- Werner Mitsch
%
Kaum hat der Esel ein paar Streifen, schon nennt er sich Zebra.
		-- Werner Mitsch
%
Gedanken sind wie Haare. Die meisten sind wertlos, sobald sie den Kopf
verlassen haben.
		-- Werner Mitsch
%
Es gibt mehr Religionen, als es Wahrheiten geben kann.
		-- Werner Mitsch
%
Steuern mssen sein. Aber bei der Vergngungssteuer hrt der Spa auf.
Das Wort Kirchensteuer suchte ich bisher in der Heiligen Schrift
vergebens.
		-- Werner Mitsch
%
Die toten Soldaten derer, die den Krieg gewonnen haben, nennt man
Helden.
		-- Werner Mitsch
%
Der Mensch hat die Atombombe erfunden. Keine Maus der Welt kme auf
die Idee, eine Mausefalle zu konstruieren.
		-- Werner Mitsch
%
Leute, die mit ihrer Unzufriedenheit zufrieden sind, nennt man
Nrgler.
		-- Werner Mitsch
%
Man sollte viel fter nachdenken; und zwar vorher.
		-- Werner Mitsch
%
Alkohol lst Zungen, aber keine Probleme.
		-- Werner Mitsch
%
Trinker sind Menschen, die sich mit Alkohol ber Wasser halten.
		-- Werner Mitsch
%
Alltag. Taten schrumpfen zu Ttigkeiten.
		-- Werner Mitsch
%
Solange man noch Plne schmiedet, gehrt man nicht zum alten Eisen.
		-- Werner Mitsch
%
Meine Albernheiten nehme ich selbst nicht wichtiger, als sie es 
verdienen. Das ist ihr Glck.
		-- Michel Eyquem de Montaigne (Die Essais)
%
Niemand ist dagegen gefeit, da er einmal etwas albernes sagt. 
rgerlich ist das nur, wenn einer so etwas mit Pathos von sich gibt.
		-- Michel Eyquem de Montaigne (Die Essais)
%
Ich finde es noch ertrglich, stets allein zu sein, als nie allein 
sein zu drfen.
		-- Michel Eyquem de Montaigne (Die Essais)
%
Der Junge soll seine Kraft auf die Vorbereitung, der Alte auf die 
Nutzung verwenden.
		-- Michel Eyquem de Montaigne (Die Essais)
%
Beim Abschied wird die Zuneigung zu den Sachen, die uns lieb sind, 
immer ein wenig wrmer.
		-- Michel Eyquem de Montaigne (Die Essais)
%
Die Gewhnung stumpft unsere Sinne ab.
		-- Michel Eyquem de Montaigne (Die Essais)
%
Die Achtung, die ein Mensch verdient, und sein Wert hngen ab von 
seinem Mut und seinem Willen: Hierin liegt seine wahre Ehre.
		-- Michel Eyquem de Montaigne (Die Essais)
%
Wer klug wre, wrde den wahren Wert jeder Sache daran messen, wie
weit sie fr sein Leben ntzlich und verwertbar ist.
		-- Michel Eyquem de Montaigne
%
Nicht der Tod, sondern das Sterben beunruhigt mich.
		-- Michel Eyquem de Montaigne
%
Meine Albernheiten nehme ich selbst nicht wichtiger als sie es
verdienen.
Das ist Ihr Glck.
		-- Michel Eyquem de Montaigne
%
Gern lesen heit, die einem im Leben zugeteilten Stunden der
Langeweile gegen solche des Entzckens einzutauschen.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Ich habe stets beobachtet, da man, um Erfolg zu haben in der Welt,
nrrisch scheinen oder weise sein mu.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Fr seine Arbeit mu man Zustimmung suchen, aber niemals Beifall.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Man will nicht nur glcklich sein, sondern glcklicher als die
anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen fr
glcklicher halten, als sie sind.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es mu Gesetz
sein, weil es recht ist.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Diskussionen haben lediglich einen Wert, da einem gute Gedanken
hinterher einfallen.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und
nicht auf Beifall ankommen.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Unbedingter Gehorsam setzt Unwissenheit bei den Gehorchenden voraus.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Man kann ber alles sptteln, weil alles eine Kehrseite hat.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Wer wnscht, da man ihn frchte, erreicht nur, da man ihn hat.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Der Mensch kommt fast nie aus Vernunft zur Vernunft.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Glcklich ist das Volk, dessen Geschichte sich langweilig liest.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Wir lieben die Leute je nach der Achtung, die sie uns bezeugen.
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Obwohl mein Name weder gut noch schlecht ist, da er nicht mehr als 
dreihundertfnfzig Jahre erwiesenen Adel aufweist, bin ich ihm doch sehr 
verbunden und wre durchaus geneigt, einen Erben fr ihn anzunehmen.
		-- Charles-Louis de Montesquieu (Meine Gedanken)
%
Niemals wird die Akademie zu Fall kommen: Solange es Toren gibt, gibt
es auch Schngeister.
		-- Charles-Louis de Montesquieu (Meine Gedanken)
%
Wie schade, da so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man zu jung,
und der wo man zu alt ist!
		-- Charles-Louis de Montesquieu
%
Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient,
selbst tten msste, wrde die Anzahl der Pflanzenesser ins
Ungemessene steigen.
		-- Christian Morgenstern
%
Jeder Mensch ist ein neuer Versuch der Natur, ber sich ins Reine zu
kommen.
		-- Christian Morgenstern
%
Beim Menschen ist kein Ding unmglich im Schlimmen wie im Guten.
		-- Christian Morgenstern
%
Manche Menschen machen sich vor andern so klein wie mglich,
um grer als diese zu bleiben.
		-- Christian Morgenstern
%
Es gibt kaum eine grere Enttuschung, als wenn Du mit einer recht
groen Freude im Herzen zu gleichgltigen Menschen kommst.
		-- Christian Morgenstern
%
Lachen und Lcheln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den
Menschen hineinhuschen kann.
		-- Christian Morgenstern
%
Der Mensch - ein Exempel der beispiellosen Geduld der Natur.
		-- Christian Morgenstern
%
Die meisten wissen gar nicht, was sie fr ein Tempo haben knnten,
wenn sie sich nur einem den Schlaf aus den Augen rieben.
		-- Christian Morgenstern
%
Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.
		-- Christian Morgenstern
%
Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern
versteht.
		-- Christian Morgenstern
%
Was ist das erste, wenn Herr und Frau Mller in den Himmel kommen? Sie
bitten um Ansichtskarten.
		-- Christian Morgenstern
%
Der Welt Schlssel heit Demut. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen,
Sphen umsonst.
		-- Christian Morgenstern
%
Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Macht
euch nur von dieser Anschauung los, und tausend Mglichkeiten laden
uns zu neuem Leben ein.
		-- Christian Morgenstern
%
Das ist meine schlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten
Menschen nicht gro, sondern klein.
		-- Christian Morgenstern
%
Jede grndliche Erfahrung mu mit eigenem Leben bezahlt werden - und
fremdem.
		-- Christian Morgenstern
%
Fr mich gibt es nur ein Mittel, um die Achtung vor mir selbst nicht
einzuben: fortwhrende Kritik.
		-- Christian Morgenstern
%
Einander kennenlernen heit lernen, wie fremd man einander ist.
		-- Christian Morgenstern
%
Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
		-- Christian Morgenstern
%
Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu
bleiben.
		-- Christian Morgenstern
%
Gedanken wollen wie Kinder und Hunde, da man mit ihnen im Freien spazieren geht.
		-- Christian Morgenstern
%
Die Ameisen oder Emsen
sind so weit jetzt, da sie Gemsen
sich als Sklaven halten (aus
Grnden ihres Krperbaus).
  Da sie selber sehr viel kleiner,
  so bedienen sie sich einer
  Gemse oder zweier Gemsen
  zu Gebirgspartien, die Emsen.
Ist sodann ein Adlernest
abgesucht bis auf den Rest,
gehn sie endlich, zog der Weih
schon den Ameisbren bei,
  wieder ihm aus Horst und Rock --
  und besteigen ihren Bock,
  der sie, wie ein Stein, der springt,
  heim zu ihrem Hgel bringt.
Angepflckt, so stehn die Gemsen
In der Nhe dort der Emsen,
bei den Lusen u.s.w.
und verwnschen ihre Reiter.
		-- Christian Morgenstern
%
    Anto-logie
Im Anfang lebte, wie bekannt,
als grter Suger der Gig-ant.
  Wobei gig eine Zahl ist, die
  es nicht mehr gibt, - so gro war sie!
Doch jene Gre schwand wie Rauch.
Zeit gab's genug -- und Zahlen auch.
  Bis eines Tags, ein winzig Ding,
  der Zwlef-ant das Reich empfing.
Wo blieb sein Reich? Wo blieb er selb?-
Sein Bein wird im Museum gelb.
  Zwar gab die gtige Natur
  den Elef-anten uns dafur.
Doch ach, der Pulverpavian,
der Mensch, voll Gier nach seinem Zahn,
  erschiet ihn, statt ihm Zeit zu lassen,
  zum Zehen-anten zu verblassen.
O Klub zum Schutz der wilden Tiere,
hilf, da der Mensch nicht ruiniere
  die Sprossen dieser Riesenleiter,
  die stets noch weiter fhrt und weiter!
Wie dankbar wird der Ant dir sein,
lt du ihn wachsen und gedeihn, --
  bis er dereinst im Nebel hinten
  als Nulel-ant wird stumm verschwinden.

		-- Christian Morgenstern
%
   Bim, Bam, Bum

Ein Glockenton fliegt durch die Nacht,
als htt' er Vogelflgel,
er fliegt in rmischer Kirchentracht
wohl ber Tal und Hgel.

Er sucht die Glockontnin BIM,
die ihm vorausgeflogen;
d. h. die Sache ist sehr schlimm,
sie hat ihn nmlich betrogen.

O komm so ruft er, komm, dein BAM
erwartet dich voll Schmerzen.
Komm wieder, BIM, geliebtes Lamm,
dein BAM liebt dich von Herzen!

Doch BIM, da ihr's nur alle wit,
hat sich dem BUM ergeben;
der ist zwar auch ein guter Christ,
allein das ist es eben.

Der BAM fliegt weiter durch die Nacht
wohl ber Wald und Lichtung.
Doch, ach, er fliegt umsonst! Das macht,
er fliegt in falscher Richtung.

		-- Christian Morgenstern
%
Bundeslied der Galgenbrder

O schauerliche Lebenswirrn,
wir hngen hier am roten Zwirn!
Die Unke unkt, die Spinne spinnt,
und schiefe Scheitel kmmt der Wind.

O Greule, Greule, wste Greule!
Du bist verflucht! so sagt die Eule.
Der Sterne Licht am Mond zerbricht.
Doch dich zerbrach's noch immer nicht.

O Greule, Greule, wste Greule!
Hrt ihr den Ruf der Silbergule?
Es schreit der Kauz: pardauz! pardauz!
da taut's, da graut's, da braut's, da blaut's!

		-- Christian Morgenstern
%
Die Fingur

Es lacht die Nachtalp-Henne,
es weint die Windhorn-Gans,
es blst der schwarze Senne
zum Tanz.

Ein Uhu-Tauber turtelt
nach seiner Uhuin.
Ein kleiner Sechs-Elf hurtelt
von Busch zu Busch dahin..

Und Wiedergnger gehen,
und Raben rufen kolk,
und aus den Teichen sehen
die Fingur und ihr Volk...

		-- Christian Morgenstern
%
Fisches Nachtgesang

                                     -
                                    U U
                                    -- -
                                  U U U U
                                    -- -
                                  U U U U
                                    -- -
                                  U U U U
                                    -- -
                                  U U U U
                                    -- -
                                    U U
                                     -

		-- Christian Morgenstern
%
Die beiden Flaschen

Zwei Flaschen stehn auf einer Bank,
die eine dick, die andre schlank.
Sie mchten gerne heiraten.
Doch wer soll ihnen beiraten?

Mit Ihrem Doppel-Auge leiden
sie auf zum blauen Firmament . .
Doch niemand kommt herabgerennt
und kopuliert die beiden.

		-- Christian Morgenstern
%
Galgenbruders Frhlingslied

Es lenzet auch auf unserm Spahn,
o selige Epoche!
Ein Hlmlein will zum Lichte nahn
aus einem Astwurmloche.

Es schaukelt bald im Winde hin
Und schaukelt bald drin her.
Mir ist beinah, Ich wre wer,
der ich doch nicht mehr bin . .

		-- Christian Morgenstern
%
    Der Gaul
Es lautet beim Professor Stein.
Die Kchin rupft die Hhner.
Die Minna geht: Wer kann das sein? --
Ein Gaul steht vor der Tre.
   Die Minna wirft die Tre zu.
   Die Kchin kommt: Was gibt's denn?
   Das Frulein kommt im Morgenschuh.
   Es kommt die ganze Familie.
Ich bin, verzeihn Sie, spricht der Gaul,
der Gaul vom Tischler Bartels.
Ich brachte Ihnen dazumaul
die Tr und Fensterrahmen!
   Die vierzehn Leute samt dem Mops,
   sie stehn, als ob sie trumten.
   Das kleinste Kind tut einen Hops,
   die andern stehn wie Bume.
Der Gaul, da keiner ihn versteht,
schnalzt blo mal mit der Zunge,
dann kehrt er still sich ab und geht
die Treppe wieder hinunter.
   Die dreizehn schaun auf lhren Herrn,
   ob er nicht sprechen mchte.
   Das war, spricht der Professor Stein,
   ein unerhrtes Erlebnis!..

		-- Christian Morgenstern
%
Das Gebet

Die Rehlein beten zur Nacht,
hab acht!
Halb neun!
Halb zehn!
Halb elf!
Halb zwlf!
Zwlf!
Dle Rehlein beten zur Nacht,
hab acht!
Sie falten die kleinen Zehlein,
die Rehlein.

		-- Christian Morgenstern
%
Der Gingganz

Ein Stiefel wandern und sein Knecht
von Knickebhl gen Entenbrecht.
Urpltzlich auf dem Felde drau
begehrt der Stiefel: Zich mich aus!
Der Knecht drauf: Es ist nicht an dem;
doch sagt mir, lieber Herre, -- : wem?
Dem Stiefel gibt es einen Ruck:
Frwahr, beim heiligen Nepomuk,
ich GING GANZ in Gedanken hin . . .
Du weit, da ich ein andrer bin,
seitdem ich meinen Herrn verlor. . .
Der Knecht wirft beide Arm' empor,
als wollt' er sagen: La doch, la!
Und weiter zieht das Paar frba.

		-- Christian Morgenstern
%
Das Hemmed

Kennst du das einsame Hemmed?
Flattertata, flattertata.
Der's trug, ist ba verdmmet!
Flattertata, flattertata.
Es knattert und rattert im Winde.
Windurudei, windurudei.
Es weint wie ein kleines Kinde.
Windurudei, windurudei.
Das ist das einsame
Hemmed.

		-- Christian Morgenstern
%
Himmel und Erde

Der Nachtwindhund weint wie ein Kind,
dieweil sein Fell von Regen rinnt.
Jetzt jagt er wild das Neumondweib,
das hinflicht mit gebognem Leib.
Tief unten geht, ein dunkler Punkt,
querberfeld ein Forstadjunkt.
		-- Christian Morgenstern
%
  Das Huhn

In der Bahnhofhalle, nicht fr es gebaut,
geht ein Huhn
hin und her...
Wo, wo ist der Herr Stationsvorsteh'r?
Wird dem Huhn
man nichts tun?
Hoffen wir es! Sagen wir es laut:
da ihm unsre Sympathie gehrt,
selbst an dieser Sttte, wo es -- ,strt'!
		-- Christian Morgenstern
%
  Die Hystrix

Das hinterindische Stachelschwein
(hystrix grotei Gray),
das hinterindische Stachelschwein
aus Siam, das tut weh.
Entdeckst du wo im Walde drau
bei Siam seine Spur,
dann tritt es manchmal, sagt man, aus
den Schranken der Natur.
Dann gibt sein Zorn Ihm so Gewalt,
da, eh' du dich versiehst,
es seine Stacheln jung und alt
auf deinen Leib verschiet.
Von eben bis hinab sodann
stehst du gespickt am Baum,
ein heiliger Sebastian,
und traust den Augen kaum.
Die Hystrix aber geht hinweg,
an Leib und Seele wst.
Sie sitzt im Dschungel im Versteck
und bt.
		-- Christian Morgenstern
%
  Igel und Agel

Ein Igel sa auf einem Stein
und blies auf einem Stachel sein.
Schalmeiala, schalmeial!
Da kam sein Feinslieb Agel
und tat ihm schnigel schnagel
zu seinen Melodein.
Schnigula schnagula
schnaguleia l!
Das Tier verblies sein Fltenhemd...
Wie siehst Du aus so furchtbar fremd!?
Schalmeiala, schalmeial -- .
Feins Agel ging zum Nachbar, ach!
Den Igel aber hat der Bach
zum Weiher fortgeschwemmt.
Wigula wagula
waguleia w
t t .
		-- Christian Morgenstern
%
Km 21

Ein Rabe sa auf einem Meilenstein
und rief Ka-em-zwei-ein, Ka-em-zwei-ein..
Der Werhund lief vorbei, im Maul ein Bein,
Der Rabe rief Ka-em-zwei-ein, zwei-ein.
Vorber zottelte das Zapfenschwein,
der Rabe rief und rief Ka-em-zwei-ein.
Er ist besessen! - kam man berein.
Man fhre ihn hinweg von diesem Stein!
Zwei Hasen brachten ihn zum Kruterdachs.
Sein Hirn war ganz verstrt und weich wie Wachs.
Noch sterbend rief er (denn er starb dort) sein
Ka-em-zwei-ein, Ka-em-Ka-em-zwei-ein . .
		-- Christian Morgenstern
%
Das Knie

Ein Knie geht einsam durch die Welt.
Es ist ein Knie, sonst nichts!
Es ist kein Baum! Es ist kein Zelt!
Es ist ein Knie, sonst nichts.
Im Kriege ward einmal ein Mann
erschossen um und um.
Das Knie allein blieb unverletzt --
als wr's ein Heiligtum.
Seitdem geht's einsam durch die Welt.
Es ist ein Knie, sonst nichts.
Es ist kein Baum, es ist kein Zelt.
Es ist ein Knie, sonst nichts.
		-- Christian Morgenstern
%
Das Lied vom blonden Korken

Ein blonder Korke spiegelt sich
In einem Lacktablett --
allein er sh' sich dennoch nich',
selbst wenn er Augen htt'!
Das macht, dieweil er senkrecht steigt
zu seinem Spiegelbild!
Wenn man ihn freilich seitwrts neigt,
zerfllt, was oben gilt.
O Mensch, gesetzt, du spiegelst dich
Im, sagen wir, -- im All!
Und senkrecht! -- wrest du dann nich'
ganz in demselben Fall?
		-- Christian Morgenstern
%
  Kronprtendenten

-- Ich bin der Graf von Raumur
und hass' euch wie die Schande!
Dient nur dem Celsio fr und fr,
Ihr Apostatenbande!
Im Winkel Knig Fahrenheit
hat still sein Mus gegessen.
-- Ach Gott, sie war doch schn, die Zeit,
die man nach mir gemessen!
		-- Christian Morgenstern
%
  Das Weiblein mit der Kunkel

Um 'stille Stbel schleicht des Monds
barbarisches Gefunkel --
im Gchen hoch im Norden wohnt's,
das Weiblein mit der Kunkel.
Es spinnt und spinnt. Was spinnt es wohl?
Es spinnt und spintisieret...
Es trgt ein weies Kamisol,
das seinen Krper zieret.
Um stille Stbel schleicht des Monds
barbarisches Gefunkel-
im Gchen hoch im Norden wohnt's,
Das Weiblein mit der Kunkel.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Lattenzaun

Es war einmal ein Lattenzaun,
mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
Ein Architekt, der dieses sah,
stand eines Abends pltzlich da --
und nahm den Zwischenraum heraus
und baute draus ein groes Haus.
Der Zaun indessen stand ganz dumm,
mit Latten ohne was herum,
Ein Anblick grlich und gemein.
Drum zog ihn der Senat auch ein.
Der Architekt jedoch entfloh
nach Afri -- od -- Ameriko.
		-- Christian Morgenstern
%
Lunovis

Lunovis in planitie stat
Cultrumque magn' expectitat
Lunovis.
Lunovis herba rapta it
In montes, unde cucurrit.
Lunovis.
Lunovis habet somnium:
Se culmen rer' ess' omnium.
Lunovis.
Lunovis mane mortuumst.
Sol ruber atque ips' albumst.
Lunovis.
		-- Christian Morgenstern
%
  Die Mitternachtsmaus

Wenn's mitternchtigt und nicht Mond
noch Stern das Himmelshaus bewohnt,
luft zwlfmal durch das Himmelshaus
die Mitternachtsmaus.
Sie pfeift auf ihrem kleinen Maul, --
lm Traume brllt der Hllengaul . . .
Doch ruhig luft ihr Pensum aus
die Mitternachtsmaus.
Ihr Herr, der groe weie Geist,
ist nmlich solche Nacht verreist.
Wohl ihm! Es htet ihm sein Haus
die Mitternachtsmaus.
		-- Christian Morgenstern
%
  Mwenlied

Die Mwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hieen.
Sie tragen einen weien Flaus
und sind mit Schrot zu schieen.
Ich schiee keine Mwe tot,
Ich la sie lieber leben --
und fttre sie mit Roggenbrot
und rtlichen Zibeben.
O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Mwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heiest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.
		-- Christian Morgenstern
%
  Mondendinge

Dinge gehen vor im Mond,
die das Kalb selbst nicht gewohnt.
Tulemond und Mondamin
liegen heulend auf den Knien.
Heulend fletschen sie die Zhne
auf der schwefligen Hyne.
Aus den Kratern aber steigt
Schweigen, das sie berschweigt.
Dinge gehen vor im Mond,
die das Kalb selbst nicht gewohnt.
Tulemond und Mondamin
liegen heulend auf den Knien . . .
		-- Christian Morgenstern
%
  Das Mondschaf

Das Mondschaf steht auf weiter Flur.
Es harrt und harrt der groen Schur.
Das Mondschaf.
Das Mondschaf rupft sich einen Halm
Und geht dann heim auf seine Alm.
Das Mondschaf.
Das Mondschaf spricht zu sich im Traum:
Ich bin des Weltalls dunkler Raum.
Das Mondschaf.
Das Mondschaf liegt am Morgen tot.
Sein Leib ist wei, die Sonn' ist rot.
Das Mondschaf.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Mond

Als Gott den lieben Mond erschuf,
gab er ihm folgenden Beruf:
Beim Zu-sowohl wie beim Abnehmen
sich deutschen Lesern zu bequemen,
ein A formierend und ein Z --
da keiner gro zu denken htt'.
Befolgend dies ward der Trabant
ein vllig deutscher Gegenstand.
		-- Christian Morgenstern
%
  Das Nasobm

Auf seinen Nasen schreitet
einher das Nasobm,
von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm.
Es steht noch nicht im Meyer.
Und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum ersten Mal ans Licht.
Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobm.
		-- Christian Morgenstern
%
  Nein!

Pfeift der Sturm?
Keift ein Wurm?
Heulen
Eulen
hoch vom Turm?
Nein!
Es ist des Galgenstrickes
dickes
Ende, welches chzte,
glelch als ob
Im Galopp
eine mdgehetzte Mhre
nach dem nchsten Brunnen lechzte
(der vielleicht noch ferne wre).
		-- Christian Morgenstern
%
  Palmstrm

Palmstrm steht an einem Teiche
und entfaltet gro ein rotes Taschentuch:
Auf dem Tuch ist eine Eiche
dargestellt, sowie ein Mensch mit einem Buch.
Palmstrm wagt nicht sich hineinzuschneuzen, --
er gehrt zu jenen Kuzen,
die oft unvermittelt-nackt
Ehrfurcht vor dem Schnen packt.
Zrtlich faltet er zusammen,
was er eben erst entbreitet.
Und kein Fhlender wird ihn verdammen,
weil er unzeschneuzt entschreitet.
		-- Christian Morgenstern
%
  Philanthropisch

Ein nervser Mensch auf einer Wiese
wre besser ohne sie daran;
darum seh' er, wie er ohne diese
(meistens mindstens) leben kann.
Kaum da er gelegt sich auf die Grser
naht der Ameis, Heuschreck, Mck und Wurm,
naht der Tausendfu und Ohrenblser,
und die Hummel ruft zum Sturm.
Ein nervser Mensch auf einer Wiese
tut drum besser, wieder aufzustehn
und dafr in andre Paradiese
(beispielshalber: weg) zu gehn.
		-- Christian Morgenstern
%
  Die Probe

Zu einem seltsamen Versuch
erstand ich mir ein Nadelbuch.
Und zu dem Buch ein altes zwar,
doch uerst khnes Dromedar.
Ein Reicher auch daneben stand,
zween Scke Gold in jeder Hand.
Der Reiche ging alsdann herfr
und klopfte an die Himmelstr
Drauf Petrus sprach: Geschrieben steht,
da ein Kamel weit eher geht
durchs Nadelhr, als Du, du Heid
durch diese Tre gro und breit!
Ich, glaubend fest an Gottes Wort,
ermunterte das Tier sofort,
Ihm zeigend hinterm Nadelhr
ein Zuckerhrnchen als Douceur.
Und in der Tat! Das Vieh ging durch,
obzwar sich quetschend wie ein Lurch!
Der Reiche aber sah ganz stier
und sagte nichts als: Wehe mir!
		-- Christian Morgenstern
%
  Das Problem

Der Zwlf-Elf kam auf sein Problem
und sprach: Ich heie unbequem.
Als hie' ich etwa Drei-Vier
statt Sieben -- Gott verzeih mir!
Und siehe da, der Zwlf-Elf nannt' sich
von jenem Tag ab Dreiundzwanzig.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der heroische Pudel

Ein schwarzer Pudel, dessen Haar
des abends noch wie Kohle war,
betrbte sich so hllenhei,
weil seine Dame Flgel spielte,
trotzdem er heulte; da (o Preis
dem Schmerz, der solchen Sieg erzielte!)
er beim Gekrh der Morgenhhne
aufstand als wie ein hoher Greis --
mit einer silberweien Mhne.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Purzelbaum

Ein Purzelbaum trat vor mich hin
und sagte: Du nur siehst mich
und weit, was fr ein Baum ich bin:
Ich schiee nicht, man schiet mich.
Und trag' ich Frucht? Ich glaube kaum;
auch bin ich nicht verwurzelt.
Ich bin nur noch ein Purzeltraum,
sobald ich hingepurzelt.
Jenun, so sprach ich, bester Schatz,
du bist doch klug und siehst uns; --
nun, auch fr uns besteht der Satz:
wir schieen nicht, es schiet uns.
Auch Wurzeln treibt man nicht so bald,
und Frchte nun erst recht nicht.
Geh heim in deinen Purzelwald,
und lstre dein Geschlecht nicht.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Rabe Ralf

Der Rabe Ralf
will will hu hu
dem niemand half
still still du du
half sich allein
am Rabenstein
will will still still
hu hu
Die Nebelfrau
will will hu hu
nimmt's nicht genau
still still du du
sie sagt nimm nimm
's ist nicht so schlimm
will will still still
hu hu
Doch als ein Jahr
will will hu hu
vergangen war
still still du du
da lag im Rot
der Rabe tot ,
will will still still
du du
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Schaukelstuhl
  auf der verlassenen Terrasse.

Ich bin ein einsamer Schaukelstuhl
und wackel im Winde, im Winde.
Auf der Terrasse, da ist es kuhl,
und ich wackel im Winde, im Winde.
Und ich wackel und nackel den ganzen Tag.
Und es nackelt und rackelt die Linde
Wer wei, was sonst wohl noch wackeln mag
		-- Christian Morgenstern
%
  Unter Schwarzknstlern

Eines Mittags las man:
Pfiffe zu mieten gesucht!
Hundertweis, zu jedem Preis!
Victor Emanuel Wasmann!
Um sechs Uhr kam der erste Pfiff
von einem alten Kohlenschiff.
Um acht Uhr waren's tausend schon.
Um neun Uhr eine halbe Million.
Victor Emanuel Wasmann schlug
die Tre zu: Nun ist's genug!
Hrt zu, ihr Pfiffe!
Ich habe einen Feind (hrt! hrt!),
der mir des nachts die Ruhe strt,-
auf den sollt ihr marschieren!
Er hat Gelchter angestellt,
die schickt er nachts mir an mein Bett,
da hocken sie auf der Decke,
mit Flgeln wei und Flgeln rot,
und krhn und flattern mich zu Tod. --
Doch alles hat sein Ende.
Die Pfiffe pfiffen wie Ein Mann;
empfingen ihren Sold sodann.
(Ein Schusterjungenpfiff sogar
bot Wasmann sich als Bravo dar.)
Drauf lie er sie durchs Ofenloch..
Doch lange stand er brtend noch,
schrieb Zeichen, hob die Hand und schwur,
ein schwarzer Meister der Natur..
*
Bald nach diesem ging
ein Herr Axel Ring
kurzerhand
auer Land. --
Wasmann hatte gesiegt.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Seufzer

Ein Seufzer lief Schlittschuh auf nchtlichem Eis
und trmte von Liebe und Freude.
Es war an dem Stadtwall, und schneewei
glnzten die Stadtwallgebude.
Der Seufzer dacht' an ein Maidelein
und blieb erglhend stehen.
Da schmolz die Eisbahn unter ihm --
und er sank -- und ward nimmer gesehen.
		-- Christian Morgenstern
%
  Galgenbruders Lied an Sophie, die Henkersmaid

Sophie, mein Henkersmdel,
komm, ksse mir den Schdel!
Zwar ist mein Mund
ein schwarzer Schlund --
doch du bist gut und edel!
Sophie, mein Henkersmdel,
komm, streichle mir den Schdel!
Zwar ist mein Haupt
des Haars beraubt --
doch du bist gut und edel!
Sophie, mein Henkersmdel,
komm, schau mir in den Schdel!
Die Augen zwar,
sie fra der Aar --
doch du bist gut und edel!
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Tanz

Ein Vierviertelschwein und eine Auftakteule
trafen sich im Schatten einer Sule,
die im Geiste Ihres Schpfers stand.
Und zum Spiel der Fiedelbogenpflanze
reichten sich die zwei zum Tanze
Fu und Hand.
Und auf seinen dreien rosa Beinen
hpfte das Vierviertelschwein grazis,
und die Auftakteul' auf ihrem einen
wiegte rhythmisch ihr Gekrs.
Und der Schatten fiel,
und der Pflanze Spiel
klang verwirrend melodis.
Doch des Schpfers Hirn war nicht von Eisen,
und die Sule schwand, wie sie gekommen war;
und so mute denn auch unser Paar
wieder in sein Nichts zurcke reisen.
Einen letzten Strich
tat der Geigerich-
und dann war nichts weiter zu beweisen.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Traum der Magd

Am Morgen spricht die Magd ganz wild:
Ich hab heut nacht ein Kind gestillt --
ein Kind mit einem Ks als Kopf --
und einem Horn am Hinterschopf!
Das Horn, o denkt euch, war aus Salz
und ging zu essen, und dann --
Halt's --
halt's Maul! so spricht die Frau, und geh
an deinen Dienst, Z-zi-li-!
		-- Christian Morgenstern
%
                                Die Trichter
                                      
                   Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.
                    Durch ihres Rumpfs verengten Schacht
                          fliet weies Mondlicht
                              still und heiter
                                 auf ihren
                                  Waldweg
                                   U. S.
                                     W.
		-- Christian Morgenstern
%
  Unter Zeiten

Das Perfekt und das Imperfekt
tranken Sekt.
Sie stieen aufs Futurum an
(was man wohl gelten lassen kann).
Plusquamper und Exaktfutur
blinzten nur.
		-- Christian Morgenstern
%
  Gei und Schleiche

Die Schleiche singt ihr Nachtgebet,
die Waldgei staundend vor ihr steht.
Die Waldgei schttelt ihren Bart,
wie ein Magister Hochgelahrt.
Sie wei nicht, was die Schleiche singt,
sie hrt nur, da es lieblich klingt.
Die Schleiche fllt in Schlaf alsbald.
Die Gei geht sinnend durch den Wald.
		-- Christian Morgenstern
%
       Der Werwolf
Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: Bitte, beuge mich!
  Der Dorfschulmeister stieg hinauf
  auf seines Blechschilds Messingknauf
  und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
  geduldig kreuzte vor dem Toten:
"Der Werwolf" -- sprach der gute Mann,
"des Weswolfs", Genitiv sodann,
"dem Wemwolf", Dativ, wie man's nennt,
"den Wenwolf", -- "damit hat's ein End".
  Dem Werwolf schmeichelten die Flle,
  er rollte seine Augenblle.
  Indessen, bat er, fge doch
  zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!
Der Dorfschulmeister aber mute
gestehn, da er von ihr nichts wute.
Zwar Wlfe gb's in groer Schar,
doch "Wer" gb's nur im Singular.
  Der Wolf erhob sich trnenblind --
  er hatte ja doch Weib und Kind!!
  Doch da er kein Gelehrter eben,
  so schied er dankend und ergeben.

		-- Christian Morgenstern
%
       Die Werwlfe

Doch als er so nach Hause kam
ward seine Frau mit ihm ganz gram.
"Was!", rief sie aus, "die Mehrzahl fehlt?
Das kann nicht sein! Wie mich das qult!
  Du hast den falschen Mann gefragt,
  der dumm geblieben bis in's Grab.
  Sofort zurck zum nchsten Ort,
  erneut gefragt und dann Rapport!"
Der Werwolf also schlich bekmmert
erneut zum Friedhof als es dmmert.
Dort findet er nach langem Suchen
das Grab von Meister Konrad Duden.
  Verneigt sich dort und bittet hflich
  um Beugung seiner Frau (falls mglich).
  Und auch sein Kind. - Sie all' mit Bangen
  nach Beugung Plural sie verlangen.
Zunchst Herr Duden ist emprt,
im Grabe fhlt er sich gestrt.
Doch als er das Problem vernommen,
ist Mitleid ber ihn gekommen.
  Er legt die blasse Stirn in Falten,
  wirkt freundlich, nicht mehr ungehalten
  und spricht nach kurzer berlegung
  (nicht ohne innere Erregung):
"Sag' deinem Weib und deinem Kind,
wo drei Werwlf zusammen sind
und Beugung aller drei erbeten,
ein Plural ist wie folgt vonnten:
  Die Werwlfe", hob er dann an,
  "der Weswlfe, die folgen dann.
  Den Wemwlfen - man sieht sie selten,
  die Wenwlfe, als Spuk sie gelten."
Der Werwolf dankte hocherfreut
und rannte heim zu seiner Meut'.
Und seitdem feiern jedes Jahr
die Werwlfe auch im Plural.

		-- Udo Bahntje (Nachfahre Christian Morgensterns zu dessen Werwolf)
%
  Die Weste

Es lebt in Sditalien eine Weste
an einer Kirche dmmrigem Altar.
Versteht mich recht: Noch dient sie Gott aufs beste.
Doch wie in Adam schon Herr Hckel war,
(zum Beispiel blo), so stockt in diesem Reste
Brokat voll Silberblmlein wunderbar
schon heut der krause bergang verborgen
vom Geist von gestern auf den Wanst von morgen.
		-- Christian Morgenstern
%
  Die Westksten

Die Westksten traten eines Tages zusammen
und erklrten, sie seien keine Westksten,
weder Ostksten noch Westksten-
da sie nicht wten!
Sie wollten wieder ihre Freiheit haben
und fr immer das Joch des Namens abschtteln,
womit eine Horde von Menschenbtteln
sich angemat habe, sie zu begaben.
Doch wie sich befreien, wie sich erretten
aus diesen widerwrtigen Ketten?
Ihr Westksten, fing eine an zu spotten,
gedenkt ihr den Menschen etwan auszurotten?
Und wenn schon! rief eine andre schrill.
Wenn ich seine Magd nicht mehr heien will? --
Dann blieben aber immer noch die Atlanten --
meinte eine von den asiatischen Tanten.
Schlielich, wie immer in solchen Fllen,
tat man eine Resolution aufstellen.
FnfhundertTintenfische wurden aufgetrieben,
und mit ihnen wurde folgendes geschrieben;
Wir Westksten erklren hiermit einstimmig,
da es uns nicht gibt, und zeichnen hoch-achtungsvoll:
Die vereinigten Westktsten der Erde.-
Und nun wollte man, da dies verbreitet werde.
Sie riefen den Walfisch, doch er tat's nicht achten;
sie riefen die Mwen, doch die Mwen lachten;
sie riefen die Wolke, doch die Wolke vernahm nicht;
sie riefen ich wei nicht was, doch ich wei nicht was kam nicht
Ja, wieso denn, wieso? schrie die Kste von Ecuador:
Wrst du etwa kein Walfisch, du grober Tor?
Sehr richtig, sagte der Walfisch mit vollkommener Ruh:
Dein Denken, liebe Kste, dein Denken macht mich erst dazu.
Da war's den Ksten, als sh'n sie sich im Spiegel;
ganz seltsam erschien ihnen pltzlich Ihr Gewiegel.
Still schwammen sie heim, eine jede nach ihrem Land.
Und die Resolution, die blieb unversandt.
		-- Christian Morgenstern
%
  Das
sthetische
Wiesel

Ein Wiesel
sa auf einem Kiesel
Inmitten Bachgeriesel.
Wit ihr
weshalb?
Das Mondkalb
verriet es mir
Im Stillen:
Das raffinier-
te Tier
tat's um des Reimes willen.
		-- Christian Morgenstern
%
  Der Wrfel

Ein Wrfel sprach zu sich: Ich bin
mir selbst nicht vllig zum Gewinn!
Denn meines Wesens sechste Seite,
und sei es auch Ein Auge blo
sieht immerdar statt in die Weite,
der Erde ewig dunklen Scho.
Als dies die Erde, drauf er ruhte,
vernommen, ward ihr schlimm zu Mute.
Du Esel, sprach sie, ich bin dunkel,
weil dein Ges mich just bedeckt!
Ich bin so licht wie ein Karfunkel,
sobald du dich hinweggefleckt.
Der Wrfel, innerlichst beleidigt,
hat sich nicht weiter drauf verteidigt.
		-- Christian Morgenstern
%
  Die Beichte des Wurms

Es lebt in einer Muschel
ein Wurm gar seltner Art;
der hat mir mit Getusches
sein Herze offenbart.
Sein armes kleines Herze,
hei, wie das flog und schlug!
Ihr denket wohl, ich scherze?
Ach, denket nicht so klug.
Es lebt in einer Muschel
ein Wurm gar seltner Art;
der hat mir mit Getuschel.
sein Herze offenbart.
		-- Christian Morgenstern
%
  Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln gro und alt
unterhalten sich im Wald.
Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.
Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strmpfe fr die zwei.
Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.
Das ist genug fr einen Tag.
		-- Christian Morgenstern
%
       Der Zwlf-Elf
Der Zwlf-Elf hebt die linke Hand:
Da schlgt es Mitternacht im Land.
Es lauscht der Teich mit offnem Mund
Ganz leise heult der Schluchtenhund.
Die Dommel reckt sich auf im Rohr
Der Moosfrosch lugt aus seinem Moor.
Der Schneck horcht auf in seinem Haus
Desglelchen die Kartoffelmaus.
Das Irrlicht selbst macht Halt und Rast
auf einem windgebrochnen Ast-
Sophie, die Maid, hat ein Gesicht:
Das Mondschaf geht zum Hochgericht.
Die Galgenbrder wehn im Wind.
Im fernen Dorfe schreit ein Kind.
Zwei Maulwrf kssen sich zur Stund
als Neuvermhlte auf den Mund.
Hingegen tief im finstern Wald
ein Nachtmahr seine Fuste ballt:
Dieweil ein spter Wanderstrumpf
sich nicht verlief in Teich und Sumpf.
Der Rabe Ralf ruft schaurig: Kra!
Das End ist da! Das End ist da!
Der Zwlf-Elf senkt die linke Hand:
Und wieder schlft das ganze Land.
		-- Christian Morgenstern
%
      Der Glaube
Eines Tags bei Kohlhasficht
sah man etwas Wunderbares.
Doch da zweifellos und wahr es,
dafr brgt das Augenlicht.
  Nmlich standen dort zwei Hgel,
  hchst solid und wohl bestellt;
  einen schmckten Windmhlflgel
  und den andern ein Kornfeld.
Pltzlich eines Tags um viere
wechselten die Pltze sie;
furchtbar brllten die Dorfstiere,
und der Mensch fiel auf das Knie.
  Doch der Bauer Anton Metzer,
  weit berhmt als frommer Mann,
  sprach: Ich war der Landumsetzer,
  zeigt mich nur dem Landrat an.
Niemand anders als mein Glaube
hat die Berge hier versetzt.
Da sich keiner was erlaube:
Denn ich fhle stark mich jetzt.
  Aller Auge stand gigantisch
  offen, als er dies erzhlt.
  Doch das Land war protestantisch,
  und in Dalldorf starb ein Held.
 
		-- Christian Morgenstern
%
   Gruselett

Der Flgelflagel gaustert
durchs Wiruwaruwolz,
die rote Fingur plaustert,
und grausig gutzt der Golz.

		-- Christian Morgenstern
%
    Die Kugeln

Palmstrm nimmt Papier aus seinem Schube.
Und verteilt es kunstvoll in der Stube.

Und nachdem er Kugeln draus gemacht.
Und verteilt es kunstvoll, und zur Nacht.

Und verteilt die Kugeln so (zur Nacht),
da er, wenn er pltzlich nachts erwacht,

da er, wenn er nachts erwacht, die Kugeln
knistern hrt und ihn ein heimlich Grugeln

packt (da ihn dann nachts ein heimlich Grugeln
packt) beim Spuk der packpapiernen Kugeln ...

		-- Christian Morgenstern
%
    Der Schnupfen

Ein Schnupfen hockt auf der Terasse,
auf da er sich ein Opfer fasse

- und strzt alsbald mit groem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.

Paul Schrimm erwidert prompt: "Pitsch!"
und hat ihn drauf bis Montag frh.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Elster

Ein Bach, mit Namen Elster, rinnt
durch Nacht und Nebel und besinnt
inmitten dieser stillen Handlung
sich seiner einstigen Verwandlung,
die ihm vor mehr als tausend Jahren
von einem Magier widerfahren.

Und wie so Nacht und Nebel weben,
erwacht in ihm das alte Leben,
Er fhrt in eine in der Nhe
zufllig eingeschlafene Krhe
und fliegt, dieweil sein Bett verdorrt,
wie dermaleinst als Vogel fort.

		-- Christian Morgenstern
%
  Entwurf zu einem Trauerspiele

Ein Flu, namens Elster,
besinnt sich auf seine wahre Gestalt
und fliegt eines Abends
einfach weg.

Ein Mann, namens Anton,
erblickt ihn auf seinem Acker und schiet
ihn mit seiner Flinte
einfach tot.

Das Tier, namens Elster,
bereut zu spt seine selbstische 'Tat
(denn - Wassersnot tritt
einfach ein).

Der Mann, namens Anton,
(und das ist leider kein Wunder) wei
von seiner Mitschuld
einfach nichts.

Der Mann, namens Anton,
(und das vershnt in einigem Ma)
verdurstet gleichwohl
einfach auch.

		-- Christian Morgenstern
%
  Es ist Nacht

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hlt's nicht aus,
hlt's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

		-- Christian Morgenstern
%
  Gespenst

Es gibt ein Gespenst,
das frit Taschentcher;
Es begleitet dich
auf deiner Reise,
es frit dir aus dem Koffer,
aus dem Bett,
aus dem Nachttisch,
wie ein Vogel
aus der Hand,
vieles weg, -
nicht alles, nicht auf ein Mal.
Mit achtzehn Tchern,
stolzer Segler,
fuhrst du hinaus
aufs Meer der Fremde,
mit acht bis sieben
kehrst du zurck,
ein Gram der Hausfrau.

		-- Christian Morgenstern
%
  Gruselett

Der Flgelflagel gaustert
durchs Wiruwaruwolz,
die rote Fingur plaustert,
und grausig gutzt der Golz.

		-- Christian Morgenstern
%
  Palmstrm legt des Nachts sein Chronometer

Palmstrm legt des Nachts sein Chronometer,
um sein lstig Ticken nicht zu hren,
in ein Glas mit Opium oder ther.

Morgens ist die Uhr dann ganz 'herunter'.
Ihren Geist von neuem zu beschwren,
wscht er sie mit schwarzem Mokka munter.

		-- Christian Morgenstern
%
  Zzilie

Zzilie soll die Fenster putzen,
sich selbst zum Gram, jedoch dem Haus zum Nutzen.

"Durch meine Fenster mu man," spricht die Frau,
"so durchsehn knnen, da man nicht genau,
erkennen kann, ob dieser Fenster Glas
Glas oder bloe Luft ist. Merk dir das."
Zzilie ringt mit allen Menschen-Waffen ...
Doch hnlichkeit mit Luft ist nicht zu schaffen.
Zuletzt ermannt sie sich mit einem Schrei -
und schlgt die Fenster allesamt entzwei!
Dann subert sie die Rahmen von den Resten,
und ohne Zweifel ist es so am besten.
Sogar die Dame spricht zunchst verdutzt:
"So hat Zzilie ja noch nie geputzt"

Doch alsobald ersieht man, was geschehn,
und sagt einstimmig: "Diese Magd mu gehn!"

		-- Christian Morgenstern
%
  Auf dem Fliegenplaneten

Auf dem Fliegenplaneten,
da geht es dem Menschen nicht gut:
Denn was er hier der Fliege,
die Fliege dort ihm tut.

An Bndern voll Honig kleben
die Menschen dort allesamt,
und andere sind zum Verleben
in sliches Bier verdammt.

In einem nur scheinen die Fliegen
dem Menschen vorauszustehn:
Man bckt uns nicht in Semmeln,
noch trinkt man uns aus Versehn.

		-- Christian Morgenstern
%
Der Trumer

Palmstrm stellt ein Bndel Kerzen
auf des Nachttischs Marmorplatte
und verfolgt es beim Zerschmelzen.

Seltsam formt es ein Gebirge
aus herabgefloner Lava,
bildet Zotteln, Zungen, Schnecken.

Schwankend ber dem Gerinne
stehn die Dochte mit den Flammen
gleichwie goldene Zypressen.

Auf den weien Mrchenfelsen
schaut des Trumers Auge Scharen
unverzagter Sonnenpilger.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Enten laufen Schlittschuh

Die Enten laufen Schlittschuh
auf ihrem kleinen Teich.
Wo haben sie denn die Schlittschuh her -
sie sind doch gar nicht reich?

Wo haben sie denn die Schlittschuh her?
Woher? Vom Schlittschuhschmied!
Der hat sie ihnen geschenkt, weit du,
fr ein Entenschnatterlied.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Nabelschnur

Auch der Kaufmann hier in Babel
ist ein heimlicher Feldwabel,
treibt's in seinen Auslagscheiben,
wie's die Tempelhofer treiben,
  lt die Waren aufmarschieren,
  sich in Reih und Glied formieren,
  rechts Console, links Console,
  mittendrin Tablett mit Bowle.
Weiter vorn am Rand der Rampe
links ne Lampe, rechts ne Lampe.
Oben in der Mitte Gips
und im Halbkreis unten Nippes.
  Steht so alles stramm gefget,
  hat er seiner Pflicht genget
  und beim Zwlfuhr-Wache-Schritt
  klirn sein Fenster lustig mit.
Ja, es trgt in diesem Babel
jeder noch die Schnur am Nabel,
welche zu dem Korporal
fhrt von anno dazumal.

		-- Christian Morgenstern
%
  Das Polizeipferd

Palmstrm fhrt ein Polizeipferd vor.
Dieses wackelt mehrmals mit dem Ohr
und berechnet den ertappten Tropf
logarhythmisch und auf Spitz und Knopf.

Niemand wagt von nun an einen Streich:
denn der Gaul berechnet ihn sogleich.
Offensichtlich wchst im ganzen Land
menschliche Gesittung und Verstand.

		-- Christian Morgenstern
%
  Von dem groen Elefanten

Kennst du den groen Elefanten,
du weit, den Onkel von den Tanten,
den ganz ganz groen, weit du, der -
der immer so macht, hin und her.

Der lt dich nmlich vielmals gren,
er hat mit seinen eignen Fen
hineingeschrieben in den Sand:
Gr mir Sophiechen Windelband!

Du darfst mir ja nicht drber lachen.
Wenn Elefanten so was machen,
so ist dies selten, meiner Seel!
Weit seltner als bei dem Kamel.

		-- Christian Morgenstern
%
  Der Sperling und das Knguruh

In seinem Zaun das Knguruh -
es hockt und guckt dem Sperling zu.

Der Sperling sitzt auf dem Gebude -
doch ohne sonderliche Freude.

Vielmehr, er fhlt, den Kopf geduckt,
wie ihn das Knguruh beguckt.

Der Sperling strubt den Federflaus -
die Sache ist auch gar zu kraus.

Ihm ist, als ob er kaum noch se . . .
Wenn nun das Knguruh ihn fre?!

Doch dieses dreht nach einer Stunde
den Kopf aus irgend einem Grunde,

vielleicht auch ohne tiefern Sinn,
nach einer andern Richtung hin.

		-- Christian Morgenstern
%
  Das Auge der Maus

Das rote Auge einer Maus
lugt aus dem Loch heraus.

Es funkelt durch die Dmmerung . . .
Das Herz gert in Hmmerung.

"Das Herz von wem?" Das Herz von mir!
Ich sitze nmlich vor dem Tier.

O Seele, denk an diese Maus!
Alle Dinge sind voll Graus.

		-- Christian Morgenstern
%
  Nachtbild

Es horcht ein Hofhund hinterm Zaun -
("Achtung! Hunde!")
Es horcht ein Hofhund hinterm Zaun
zur mitternchtigen Stunde.
Mit glhenden Augen steht der Hund
an einem Mbelwagen . . .
Der Mensch ist fort. Die Nacht ist rund
mit Sternen ausgeschlagen.

		-- Christian Morgenstern
%
  Kleine Geschichte

Litt einst ein Fhnlein groe Not,
halb war es gelb, halb war es rot
und wollte gern zusammen
zu einer lichten Flammen.

Es zog sich, wand sich, wellte sich,
es knitterte, es schnellte sich -
umsonst! es mocht nicht glcken,
die Naht zu berbrcken.

Da kam ein Wolkenbruch daher
und wusch das Fhnlein kreuz und quer,
da Rot und Gelb, zerflossen,
voll Inbrunst sich genossen.

Des Fhnleins Herren freilich war
des Vorgangs Freudigkeit nicht klar -
indes, die sich besaen,
nun alle Welt vergaen.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die zwei Parallelen

Es gingen zwei Parallelen
ins Endlose hinaus,
zwei kerzengerade Seelen
und aus solidem Haus.
  Sie wollten sich nicht schneiden
  bis an ihr seliges Grab:
  Das war nun einmal der beiden
  geheimer Stolz und Stab.
Doch als sie zehn Lichtjahre
gewandert neben sich hin,
da wards dem einsamen Paare
nicht irdisch mehr zu Sinn.
  Warn sie noch Parallelen?
  Sie wutens selber nicht, -
  sie flossen nur wie zwei Seelen
  zusammen durch ewiges Licht.
Das ewige Licht durchdrang sie,
da wurden sie eins in ihm;
die Ewigkeit verschlang sie
als wie zwei Seraphim.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrber, da schneit es, hu!

Sie rcken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.

Sie hr'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

		-- Christian Morgenstern
%
  Der sthet

Wenn ich sitze, will ich nicht
sitzen, wie mein Sitz-Fleisch mchte,
sondern wie mein Sitz-Geist sich,
se er, den Stuhl sich flchte.

Der jedoch bedarf nicht viel,
schtzt am Stuhl allein den Stil,
berlt den Zweck des Mbels
ohne Grimm der Gier des Pbels.

		-- Christian Morgenstern
%
  Mgde am Sonnabend

Sie hngen sie an die Leiste,
die Teppiche klein und gro,
sie hauen, sie hauen im Geiste
auf ihre Herrschaft los.

Mit einem wilden Behagen,
mit wahrer Berserkerwut,
fr eine Woche voll Plagen
khlen sie sich den Mut.

Sie hauen mit splitternden Rohren
im infernalischen Takt.
Die vorderhuslichen Ohren
nehmen davon nicht Akt.

Doch hinten jammern, zerrissen
im Tiefsten, von Hieb und Sto,
die Lufer, die Perserkissen
und die dicken deutschen Plumeaus.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Vogelscheuche

Die Raben rufen: "Krah, krah, krah!
Wer steht denn da, wer steht denn da?
Wir frchten uns nicht, wir frchten uns nicht
vor dir mit deinem Brillengesicht.

Wir wissen ja ganz genau,
du bist nicht Mann, du bist nicht Frau.
Du kannst ja nicht zwei Schritte gehn
und bleibst bei Wind und Wetter stehn.

Du bist ja nur ein bloer Stock,
mit Stiefeln, Hosen, Hut und Rock.
Krah, krah, krah!"

		-- Christian Morgenstern
%
  Das Geierlamm

Der Lmmergeier ist bekannt,
das Geierlamm erst hier genannt.

Der Geier, der ist offenkundig,
das Lamm hingegen untergrundig.

Es sagt nicht hu, es sagt nicht mh
und frit dich auf aus nchster Nh.

Und dreht das Auge dann zum Herrn.
Und alle habens herzlich gern.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Windhosen

Beim Windhosenschneider Amorf
erstehen sich Palmstrm und Korf
zwei Windbeinkleider aus best-
empfohlenem Nordnordwest.

So angetan wirbeln sie quer
und kreuz ber Festland und Meer
und fassen die Schurken beim Schopf
und lassen die Guten beim Topf.

Der Wetterwart schaut sie und stutzt:
Zum ersten Mal sieht er verdutzt,
was sonst rein phnomenal,
im Dienst einer klaren Moral.

		-- Christian Morgenstern
%
  Fips

Ein kleiner Hund mit Namen Fips
erhielt vom Onkel einen Schlips
aus gelb und roter Seide.

Die Tante aber hat, o denkt,
ihm noch ein Glcklein drangehngt
zur Aug- und Ohrenweide.

Hei, war der kleine Hund da stolz.
Das merkt sogar der Kaufmann Scholz
im Hause gegenber.

Den grte Fips sonst mit dem Schwanz;
jetzt ging er voller Hoffart ganz
an seiner Tr vorber.

		-- Christian Morgenstern
%
  Der Papagei

Es war einmal ein Papagei,
der war beim Schpfungsakt dabei
und lernte gleich am rechten Ort
des ersten Menschen erstes Wort.

Des Menschen erstes Wort war A
und hie fast alles, was er sah,
z.B. Fisch, z. B. Brot,
z.B. Leben oder Tod.

Erst nach Jahrhunderten voll Schnee
erfand der Mensch zum A das B
und dann das L und dann das Q
und schlielich noch das Z dazu.

Gedachter Papagei indem
ward lter als Methusalem,
bewahrend treu in Brust und Schnabel
die erste menschliche Vokabel.

Zum Schlusse starb auch er am Zips.
Doch heut noch steht sein Bild in Gips,
geschmckt mit einem grnen A,
im Staatsschatz zu Ekbatana.

		-- Christian Morgenstern
%
      Bahn frei!
Nur mt ihr mich nicht halten wollen,
wenn die Rosse der Phantasie
vor meiner Geiel dahinrasen!
Wehe dem Schurken,
der mir in die Zgel fllt, -
siebenmal schleif ich ihn
um den Bezirk
meiner Welt.
Wehe vor allem dem Rezensenten,
der mir
mit hchst ungriechischem Feuer
den Weg bedrut.
Meine Peitsche ist lnger noch
als seine Ohren,
von strkerem Leder
als seine Hirnhaut,
die Schnur noch gespaltner
als seine Zunge.
Bahn frei!
Kurz ist zur Fahrt die Zeit.
Springt mit herauf,
wenn's euch lstet!
Tausend gewhr ich Platz,
hier an den Mhnen,
hier an den Schweifen,
hier auf den Rcken der Rosse,
und hier oben bei mir
auf dem Wagen
weiteren tausend.
Herauf, Freunde!
Sturm um die Stirn,
Sonnen im Aug,
so lat uns jauchzend
die tausendundein Weltwege
durchbrausen.
		-- Christian Morgenstern
%
  Die wirklich praktischen Leute

Es kommen zu Palmstrm heute
die wirklich praktischen Leute,
  die wirklich auf allen Zehen
  im wirklichen Leben stehen.
Sie klopfen ihm auf den Rcken
und sind in sehr vielen Stcken -
  so sagen sie - ganz die Seinen.
  Doch wer, der mit beiden Beinen
im wirklichen Leben stnde,
der wte doch und befnde,
  wie viel, so gut auch der Wille,
  rein idealistische Grille.
Sie schtteln besorgt die Kpfe
und drehn ihm vom Rock die Knpfe
  und hoffen zu postulieren:
  er wird auch einer der Ihren,
ein Glanzstck erlesenster Sorte,
ein Brger, mit einem Worte.

		-- Christian Morgenstern
%
  Herr Meier

Herr Meier hlt sich fr das Ma der Welt.
Verstndlich ist allein, was ihm erhellt.

Herr Meier sagt, wozu doch eure Kunst,
wenn nicht fr mich! Sonst ist sie eitel Dunst.

Noch mehr, bei weitem mehr: Herr Meier meint,
da dann die Kunst im Grunde strflich scheint.

Man mu sich eiligst von Herrn Meier wenden,
um nicht mit Mord und Raserei zu enden.

		-- Christian Morgenstern
%
  Wenn von links mich Feld und Dickicht riefe
und von rechts der Mensch der "bessern Kreise" -

zg ich meinen Hut in aller Tiefe
und begbe mich zu Fuchs und Meise.

Denn was dort nicht dumm ist, ist verbogen.
Deutsche Brgerwelt, du bist verlogen.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Behrde

Korf erhlt vom Polizeibro
ein geharnischt Formular,
wer er sei und wie und wo.
  Welchen Orts er bis anheute war,
  welchen Stands und berhaupt,
  wo geboren, Tag und Jahr.
Ob ihm berhaupt erlaubt,
hier zu leben und zu welchem Zweck,
wieviel Geld er hat und was er glaubt.
  Umgekehrten Falls man ihn vom Fleck
  in Arrest verfhren wrde, und
  drunter steht: Borowsky, Heck.
Korf erwidert darauf kurz und rund:
"Einer hohen Direktion
stellt sich, laut persnlichem Befund,
  untig angefertigte Person
  als nichtexistent im Eigen-Sinn
  brgerlicher Konvention
vor und aus und zeichnet, wennschonhin
mitbedauernd nebigen Betreff,
Korf. (An die Bezirksbehrde in -.)"
  Staunend liests der anbetroffne Chef.

		-- Christian Morgenstern
%
  Der fromme Riese

Korf lernt einen Riesen kennen,
dessen Frau ihm alles in den Mund gibt,
was sie nicht mag.
  Nacht und Tag,
  wenn sie ihm solchen Willen kundgibt,
  sieht man ihn seine Lippen geduldig trennen
und vorsichtig hinter sein Zahngehege
alles schieben, was seiner Frau im Wege.
  Und es ist ihr viel im Wege, der Frau.
  Ganz unmglich wre, zu sagen genau,
was von Mcke bis Mammut gewissermaen
ihr mifllt. Man findet da ganze Straen,
ganze Stdte voll Menschen, man findet Grten,
  Flsse, Berge neben Percken, Brten,
  Stcken, Tellern, Kleidern; mit einem Worte:
  eine Welt versammelt sich an gedachtem Orte.
v. Korf mifllt und wird von dem frommen
Riesengatten still in den Mund genommen.
  Und nur, weil er ein "Geist", wie schon beschrieben,
  ist er nicht in diesem Gela verblieben.

		-- Christian Morgenstern
%
    Korfs Verzauberung
Korf erfhrt von einer fernen Base,
einer Zauberin,
die aus Kruterschaum Planeten blase,
und er eilt dahin,
eilt dahin gen Odelidelase,
zu der Zauberin . . .
  Findet wandelnd sie auf ihrer Wiese,
  fragt sie, ob sie sei,
  die aus Kruterschaum Planeten bliese,
  ob sie sei die Fei,
  sei die Fei von Odeladelise.
  Ja, sie sei die Fei!
Und sie reicht ihm willig Krug und hre,
und er blst den Schaum,
und sieh da, die wunderschnste Sphre
wlbt sich in den Raum,
wlbt sich auf, als obs ein Weltball wre,
nicht nur Schaum und Traum.
  Und die Kugel lst sich los vom Halme,
  schwebt gelind empor,
  dreht sich um und mischt dem Sphrenpsalme,
  mischt dem Sphrenchor
  Tne, wie aus ferner Hirtenschelme,
  dringen sanft hervor.
In dem Spiegel aber ihrer Runde
schaut v. Korf beglckt,
was ihm je in jeder guten Stunde
durch den Sinn gerckt:
Seine Welt erblickt mit offnem Munde
Korf entzckt.
  Und er nennt die Base seine Muse,
  und sieh da! sieh dort!
  Es erfat ihn was an seiner Bluse
  und entfhrt ihn fort,
  fhrt ihn fort aus Odeladeluse
  nach dem neuen Ort . . .
   -- Christian Morgenstern
%
 
    Ausflug mit der Eisenbahn
Puff-puff Eisenbahn -
jetzt fahren wir nach Wiesenplan!
  Wiesenplan, das ist die Stadt,
  die den Kohlweiling zum Brger hat.
Der Kohlweiling bewohnt ein Haus,
das sieht wie eine Glocke aus -
  wie eine Glockenblume blau!
  Da wohnt der Kohlweiling mit seiner Frau.
Und weht der Wind, macht die Glocke kling, kling,
und da freuen sich Herr und Frau Schmetterling.
  Puff-puff Eisenbahn!
  Jetzt fahren wir wieder aus Wiesenplan
hinaus, hinaus, dem Walde zu . . .
wohin? wohin? . . . Nach - Quellwaldruh!
  Der Bahnwrter von Quellwaldruh,
  das ist ein Frosch und quakt dazu.
"Quak, quak, aussteigen! quak!
in Quellwaldruh ist heut Ostertag!
  In Quellwaldruh ist heut Osterfeier,
  da versteckt der Osterhas bunte Eier!
Rote und gelbe und allerlei,
und das Suchen steht allen Fahrgsten frei!
  Quak, quak, quak! Guten Tag!"
  Guten Tag! Schnen Dank! Herr Bahnwrter Quak!
Und jetzt wollen wir unter den Eichen und Buchen
und Tannen und Birken die Ostereier suchen!
  Und im Moos und unter den groen Wurzeln,
  darber die kleinen Kinder purzeln.
Nicht wahr? Und haben wir alle gefunden
und in unsre Sacktcher eingebunden,
  dann fahren wir am Abend wieder nach Haus
  und packen das Wunder vor Gromutter aus! -
    -- Christian Morgenstern
%
  Waldmrchen

Es lebt ein Ries' im Wald,
der hat ein Ohr so gro,
wenn da ein Donner schallt,
ist's ihm ein Jucken blo.

Er macht so mit der Hand,
als wie nach einer Hummel -
sein eigenes Gegrummel
erschreckt das ganze Land.

Und kommt die Regenzeit,
dann schlft er, und es wird
aus seinem Ohr ein Teich,
und dort sitzt dann der Hirt

und trnkt dran seine Schaf;
doch manchmal dreht, o Graus,
der Ries' sich um im Schlaf -
und dann ist alles aus.

		-- Christian Morgenstern
%
  Der Leu

Auf einem Wandkalenderblatt
ein Leu sich abgebildet hat.

Er blickt dich an, bewegt und still,
den ganzen 17. April.

Wodurch er zu erinnern liebt,
da es ihn immerhin noch gibt.

		-- Christian Morgenstern
%
       Der Sndfloh

Als schauerlich und grausenvoll
die Sndflut um die Berge schwoll,
kam noch im siebenten Moment
ein junger Floh herzugerennt.

Doch da das obligate Paar
von Flhen schon im Kasten war,
so mute Noah ihn bestimmen,
ins nasse Grab zurckzuschwimmen.

Voll Eifer gleichfalls protestierten
die beiden, die bereits logierten,
weil - riefen sie (besonders er) -
ein dritter nicht gestattet wr.

Der Sndfloh (denn er war es) blieb,
obschon verborgen wie ein Dieb -
und zwar (trotz Jahwen in der Hhe)
von einem der zwei beiden Flhe.

Von welchem braucht man nicht zu sagen.
Doch ward hierdurch aus Vorzeittagen
das Dreieck, von dem Ibsen schreibt,
der Neuzeit wieder einverleibt.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die beiden Esel

Ein finstrer Esel sprach einmal
zu seinem ehlichen Gemahl:

"Ich bin so dumm, du bist so dumm,
wir wollen sterben gehen, kumm!"

Doch wie es kommt so fter eben:
Die beiden blieben frhlich leben.

		-- Christian Morgenstern
%
  Eine Stimmung aus dem vierten Kreis

Zwei Hnde, die so wei, so wei
als wie ein schlohwei Laken,
vereinten sich im vierten Kreis,
whrend sie sonst gewohnterweis
in zwei verschiednen Taschen staken.

Sie zitterten, jedoch nur leis,
als ob sie vor sich selbst erschraken,
sie fhlten sich auf fremdem Gleis,
und dennoch taten sie mit Flei
sich ineinander haken.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Nhe

Die Nhe ging vertrumt umher . . .
Sie kam nie zu den Dingen selber.
Ihr Antlitz wurde gelb und gelber,
und ihren Leib ergriff die Zehr.

Doch eines Nachts, derweil sie schlief,
da trat wer an ihr Bette hin
und sprach: "Steh auf, mein Kind, ich bin
der kategorische Komparativ!

Ich werde dich zum Nher steigern,
ja, wenn du willst, zur Nherin!" -
Die Nhe, ohne sich zu weigern,
sie nahm auch dies als Schicksal hin.

Als Nherin jedoch verga
sie leider vllig, was sie wollte,
und nhte Putz und hie Frau Nolte
und hielt all Obiges fr Spa.

		-- Christian Morgenstern
%
  Das Lwenreh

Das Lwenreh durcheilt den Wald
und sucht den Frster Theobald.

Der Frster Theobald desgleichen
sucht es durch Pirschen zu erreichen,

und zwar mit Kugeln, deren Gift
zu Rauch verwandelt, wen es trifft.

Als sie sich endlich haben, schiet
er es, worauf es ihn geniet.

Allein die Kugel wirkt alsbald:
Zu Rauch wird Reh nebst Theobald . . .

Seitdem sind beide ohne Frage
ein dankbares Objekt der Sage.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Tagnachtlampe

Korf erfindet eine Tagnachtlampe,
die, sobald sie angedreht,
selbst den hellsten Tag
in Nacht verwandelt.

Als er sie vor des Kongresses Rampe
demonstriert, vermag
niemand, der sein Fach versteht,
zu verkennen, da es sich hier handelt -

(Finster wirds am hellerlichten Tag,
und ein Beifallssturm das Haus durchweht.)
(Und man ruft dem Diener Mampe:
"Licht anznden!") - da es sich hier handelt

um das Faktum: da gedachte Lampe,
in der Tat, wenn angedreht,
selbst den hellsten Tag
in Nacht verwandelt.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die zwei Turmuhren

Zwei Kirchturmuhren schlagen hintereinander,
weil sie sonst widereinander schlagen mten.
Sie vertragen sich wie zwei wahre Christen.
Es wre dementsprechend zu fragen:
warum nicht auch die Vlker
hintereinander statt widereinander schlagen.
Sie knnten doch wirklich ihren Zorn
auslassen, das eine hinten, das andre vorn.
Aber freilich: Kleine Beispiele von Vernunft
nderten noch nie etwas am groen Narreteispiele der Zunft.

		-- Christian Morgenstern
%
  Gleichnis

Palmstrm schwankt als wie ein Zweig im Wind . . .
Als ihn Korf befrgt, warum er schwanke,
meint er: weil ein lieblicher Gedanke,
wie ein Vogel, zrtlich und geschwind,
auf ein kleines ihn belastet habe -
schwanke er als wie ein Zweig im Wind,
schwingend noch von der willkommnen Gabe . . .

		-- Christian Morgenstern
%
  Steine statt Brot

Ja, wenn die ganze Siegesallee
aus Mehl gebacken wre -
das wre eine gute Idee,
auf Ehre!

Man sprche zum Hungernden: I dich rund
(dein Landesvater will es!)
an Otto dem Faulen, an Siegismund,
an Cicero, an Achilles!

Zu Dank zerflsse bei arm und reich
des Mivergngens Wolke:
es wre geholfen auf einen Streich
dem ganzen deutschen Volke.

Ein Loblied snge der deutsche Geist
vom Pregel bis zum Rheine.
Gib Kunst, o Frst, die nhrt und speist!
Gib Brot, o Frst, nicht Steine!

		-- Christian Morgenstern
%
  Muhme Kunkel

Palma Kunkel ist mit Palm verwandt,
doch im brigen sonst nicht bekannt.
Und sie wnscht auch nicht bekannt zu sein,
lebt am liebsten ganz fr sich allein.

ber Muhme Palma Kunkel drum
bleibt auch der Chronist vollkommen stumm.
Nur wo selbst sie aus dem Dunkel tritt,
teilt er dies ihr Treten treulich mit.

Doch sie trat bis jetzt noch nicht ans Licht,
und sie will es auch in Zukunft nicht.
Schon, da hier ihr Name lautbar ward,
widerspricht vollkommen ihrer Art.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Brille

Korf liest gerne schnell und viel;
darum widert ihn das Spiel
all des zwlfmal unerbetnen
Ausgewalzten, Breitgetretnen.

Meistens ist in sechs bis acht
Wrtern vllig abgemacht,
und in ebensoviel Stzen
lt sich Bandwurmweisheit schwtzen.

Es erfindet drum sein Geist
etwas, was ihn dem entreit:
Brillen, deren Energieen
ihm den Text - zusammenziehen!

Beispielsweise dies Gedicht
lse, so bebrillt, man - nicht!
Dreiunddreiig seinesgleichen
gben erst - Ein - - Fragezeichen!!

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Mittagszeitung

Korf erfindet eine Mittagszeitung,
welche, wenn man sie gelesen hat,
ist man satt.
Ganz ohne Zubereitung
irgendeiner andern Speise.
Jeder auch nur etwas Weise
hlt das Blatt.

		-- Christian Morgenstern
%
      Die Mausefalle
           I
Palmstrm hat nicht Speck im Haus,
dahingegen eine Maus.
  Korf, bewegt von seinem Jammer,
  baut ihm eine Gitterkammer.
Und mit einer Geige fein
setzt er seinen Freund hinein.
  Nacht ists, und die Sterne funkeln,
  Palmstrm musiziert im Dunkeln.
Und derweil er konzertiert,
kommt die Maus hereinspaziert.
  Hinter ihr, geheimerweise,
  fllt die Pforte leicht und leise.
Vor ihr sinkt in Schlaf alsbald
Palmstrms schweigende Gestalt.
           II
Morgens kommt v. Korf und ldt
das so ntzliche Gert
  in den nchsten, sozusagen
  mittelgroen Mbelwagen,
den ein starkes Ro beschwingt
nach der fernen Waldung bringt,
  wo in tiefer Einsamkeit
  er das seltne Paar befreit.
Erst spaziert die Maus heraus
und dann Palmstrm, nach der Maus.
  Froh geniet das Tier der neuen
  Heimat, ohne sich zu scheuen.
Whrend Palmstrm, glckverklrt,
mit v. Korf nach Hause fhrt.
		-- Christian Morgenstern
%
Der Hecht

Ein Hecht, vom heiligen Anton
bekehrt, beschlo, samt Frau und Sohn,
am vegetarischen Gedanken
moralisch sich emporzuranken.

Er a seit jenem nur noch dies:
Seegras, Seerose und Seegrie.
Doch Grie, Gras, Rose flo, o Graus,
entsetzlich wieder hinten aus.

Der ganze Teich ward angesteckt.
Fnfhunden Fische sind verreckt.
Doch Sankt Antn, gerufen eilig,
sprach nichts als: "Heilig! heilig! heilig!"

		-- Christian Morgenstern
%
Die Lampe

Es steht eine Lampe am weiten Meer.
Wo kommt denn die Lampe, die Lampe her?

Sie trgt ein Reformhemd aus grnem Tang
und steht auf der Insel Fragnichtlang.

Die Lampe, die Lampe, die Lampe, weh,
sie kommt aus der Werweiwosisee!

Da liegt ein Schiff ganz unten kaputt,
und aus seinen Fenstern schaun Molch und Butt.

Die Wellen, die Wellen, die haben sie geschwemmt?
Jetzt trumt sie, den Fu auf die Kste gestemmt,

in ihrem Reformkleid aus grnem Tang . . .
Und im Hintergrund, da liegt - Fragnichtlang.

		-- Christian Morgenstern
%
  Gesprch einer Hausschnecke mit sich selbst

Soll i aus meim Hause raus?
Soll i aus meim Hause nit raus?
Einen Schritt raus?
Lieber nit raus?
Hausenitraus -
Hauseraus
Hauseritraus
Hausenaus
Rauserauserauserause . . .

(Die Schnecke verfngt sich in ihren eigenen Gedanken oder vielmehr
diese gehen mit ihr dermaen durch, da sie die weitere Entscheidung
der Frage verschieben mu.)

		-- Christian Morgenstern
%
  Der Verge

Er war voll Bildungshung, indes,
soviel er las
und Wissen a,
er blieb zugleich ein Unverbe,
ein Unver, sag ich, als Verge;
ein Sieb aus Glas,
ein Netz aus Gras,
ein Vielfra -
doch kein Haltefra.

		-- Christian Morgenstern
%
  Vormittag am Strand

Es war ein solcher Vormittag,
wo man die Fische singen hrte;
kein Lftchen lief, kein Stimmchen strte,
kein Wellchen wlbte sich zum Schlag.

Nur sie, die Fische, brachen leis
der weit und breiten Stille Siegel
und sangen millionenweis
dicht unter dem durchsonnten Spiegel.

		-- Christian Morgenstern
%
  Wenn es Winter wird

Der See hat eine Haut bekommen,
so da man fast drauf gehen kann,
und kommt ein groer Fisch geschwommen,
so stt er mit der Nase an.
  Und nimmst du einen Kieselstein
  und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
  und titscher - titscher - titscher - dirr . . .
  Heia, du lustiger Kieselstein!
  Er zwitschert wie ein Vgelein
  und tut als wie ein Schwlblein fliegen -
  doch endlich bleibt mein Kieselstein
  ganz weit, ganz weit auf dem See drauen liegen.
Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wr etwas zum Essen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.
  Aber bald, aber bald
  werden wir selbst auf eignen Sohlen
  hinausgehn knnen und den Stein wiederholen.

		-- Christian Morgenstern
%
  
An meine Taschenuhr

Du schlimme Uhr, du gehst mir viel zu schnell;
und doch - dich schauend, sah ich selber hell.
Unschuldig Rderwerk, was schalt ich dich?
Ich geh zu langsam, ach zu langsam - ich.

		-- Christian Morgenstern
%
  Denkmalswunsch

Setze mir ein Denkmal, cher,
ganz aus Zucker, tief im Meer.

Ein Swassersee, zwar kurz,
werd ich dann nach meinem Sturz;

doch so lang, da Fische, hundert,
nehmen einen Schluck verwundert. -

Diese it in Hamburg und
Bremen dann des Menschen Mund. -

Wiederum in eure Kreise
komm ich so auf gute Weise,

whrend, werd ich Stein und Erz,
nur ein Vogel seinen Sterz

oder gar ein Mensch von Wert
seinen Witz auf mich entleert.

		-- Christian Morgenstern
%
  Segelfahrt

Nun snftigt sich die Seele wieder
und atmet mit dem blauen Tag,
und durch die auferstandnen Glieder
pocht frischen Bluts erstarkter Schlag.

Wir sitzen plaudernd Seit an Seite
und fhlen unser Herz vereint;
gewaltig strebt das Boot ins Weite,
und wir, wir ahnen, was es meint.

		-- Christian Morgenstern
%
  Es pfeift der Wind . . .

Es pfeift der Wind. Was pfeift er wohl?
Eine tolle, nrrische Weise.
Er pfeift auf einem Schlssel hohl,
bald gellend und bald leise.

Die Nacht weint ihm den Takt dazu
mit schweren Regentropfen,
die an der Fenster schwarze Ruh
ohn End eintnig klopfen.

Es pfeift der Wind. Es sthnt und gellt.
Die Hunde heulen im Hofe. -
Er pfeift auf diese ganze Welt,
der groe Philosophe.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Unterhose

Heilig ist die Unterhose,
wenn sie sich in Sonn und Wind,
frei von ihrem Alltagslose,
auf ihr wahres Selbst besinnt.

Frhlich ledig der Blamage
steter Souterrnitt,
wirkt am Seil sie als Staffage,
wie ein Segel leicht geblht.

Keinen Tropus ihr zum Ruhme
spart des Malers Kompetenz,
preist sie seine treuste Blume
Sommer, Winter, Herbst und Lenz.

		-- Christian Morgenstern
%
  Sprachstudien

Korf und Palmstrm nehmen Lektionen,
um das Wetter-Wendische zu lernen.
Tglich pilgern sie zu den modernen
Ollendorffschen Sprachlehrgrammophonen.

Dort nun lassen sie mit vielen andern,
welche gleichfalls steile Charaktere
(gleich als obs ein Ziel fr Edle wre),
sich im Wetter-Wendischen bewandern.

Dies Idiom behebt den Geist der Schwere,
macht sie unstet, launisch und cholerisch . . .
Doch die Sache bleibt nur peripherisch.
Und sie werden wieder - Charaktere.

		-- Christian Morgenstern
%
  Der Papagei

Palma Kunkels Papagei
spekuliert nicht auf Applaus;
niemals, was auch immer sei,
spricht er seine Wrter aus.

Deren Zahl ist ohne Zahl:
denn er ist das klgste Tier,
das man je zum Kauf empfahl,
und der Zucht vollkommne Zier.

Doch indem er streng dich mit,
scheint sein Zungenglied verdorrt.
Gleichviel, wer du immer bist,
er verrt dir nicht ein Wort.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Zirbelkiefer

Die Zirbelkiefer sieht sich an
auf ihre Zirbeldrse hin;
sie las in einem Buche jngst,
die Seele se dort darin.

Sie se dort wie ein Insekt
voll wundersamer Lieblichkeit,
von Gottes Allmacht ausgeheckt
und auerordentlich gescheit.

Die Zirbelkiefer sieht sich an
auf ihre Zirbeldrse hin;
sie wei nicht, wo sie sitzen tut,
allein ihr wird ganz fromm zu Sinn.

		-- Christian Morgenstern
%
  Erntelied

Wo gestern noch der Felder Meer
gewogt in allen Farben,
steht heut in Reih und Glied ein Heer
festlich gegrteter Garben.

Es will der goldne Heeresbann
vor Frost und Hungers Wten
das ganze Dorf mit Maus und Mann
bis bers Jahr behten.

Und liegen die Bataillone erst
im sichern Scheunquartiere,
du fndst, und wenn du der Knig wrst,
nicht bessre Grenadiere.

		-- Christian Morgenstern
%
  Nach Norden

Palmstrm ist nervs geworden;
darum schlft er jetzt nach Norden.

Denn nach Osten, Westen, Sden
schlafen, heit das Herz ermden.

(Wenn man nmlich in Europen
lebt, nicht sdlich in den Tropen.)

Solches steht bei zwei Gelehrten,
die auch Dickens schon bekehrten -

und erklrt sich aus dem steten
Magnetismus des Planeten.

Palmstrm also heilt sich rtlich,
nimmt sein Bett und stellt es nrdlich.

Und im Traum, in einigen Fllen,
hrt er den Polarfuchs bellen.

		-- Christian Morgenstern
%
  Die Lmmerwolke

Es blkt eine Lmmerwolke
am blauen Firmament,
sie blkt nach ihrem Volke,
das sich von ihr getrennt.

Zu Bomst das Luftschiff "Gunther"
vernimmts und fhrt empor
und bringt die Gute herunter,
die, ach, so viel verlor.

Bei Bomst wohl auf der Weide,
da schwebt sie nun voll Dank,
drei Jungfraun in weiem Kleide,
die bringen ihr Speis und Trank.

Doch als der Morgen gekommen,
der nchste Morgen bei Bomst, -
da war sie nach Schrimm verschwommen,
wohin du von Bomst aus kommst . . .

		-- Christian Morgenstern
%
      Zukunftssorgen
Korf, den Ahnung leicht erschreckt,
sieht den Himmel schon bedeckt
von Ballonen jeder Gre
und verfertigt ganze Ste
von Entwrfen zu Statuten
eines Klubs zur resoluten
Wahrung der gedachten Zone
vor der Willkr der Ballone.
  Doch er ahnt schon, ach, beim Schreiben
  seinen Klub im Rckstand bleiben:
  Dmmrig, dnkt ihn, wird die Luft
  und die Landschaft Grab und Gruft.
  Er begibt sich drum der Feder,
  steckt das Licht an (wie dann jeder),
  tritt damit bei Palmstrm ein,
  und so sitzen sie zu zwein.
Endlich, nach vier langen Stunden,
ist der Alpdruck berwunden.
Palmstrm bricht zuerst den Bann:
"Korf", so spricht er, "sei ein Mann!
Du vergreifst dich im Jahrzehnt:
Noch wird all das erst ersehnt,
was, vom Geist dir vorgegaukelt,
heut dein Haupt schon berschaukelt."
  Korf entrafft sich dem Gesicht.
  Niemand fliegt im goldnen Licht!
  Er verlscht die Kerze schweigend.
  Doch dann, auf die Sonne zeigend,
  spricht er: "Wenn nicht jetzt, so einst -
  kommt es, da du nicht mehr scheinst,
  wenigstens nicht uns, den - grausend
  sag ichs -: unteren Zehntausend!" . . .
Wieder sitzt v. Korf danach
stumm in seinem Schreibgemach
und entwirft Statuten eines
Klubs zum Schutz des Sonnenscheines.
		-- Christian Morgenstern
%
  Scholastikerprobleme
         I
Wieviel Engel sitzen knnen
auf der Spitze einer Nadel -
wolle dem dein Denken gnnen,
Leser sonder Furcht und Tadel!
  "Alle!" wirds dein Hirn durchblitzen.
  "Denn die Engel sind doch Geister!
  Und ein ob auch noch so feister
  Geist bedarf schier nichts zum Sitzen."
Ich hingegen stell den Satz auf:
Keiner! - Denn die nie Ersphten
knnen einzig nehmen Platz auf
geistlichen Lokalitten.
         II
Kann ein Engel Berge steigen?
Nein. Er ist zu leicht dazu.
Menschenfu und Menschenschuh
bleibt allein dies Knnen eigen.
  Lockt ihn dennoch dieser Sport,
  mu er wieder sich ver-erden
  und ein Menschenfrulein werden
  etwa namens Zuckertort.
Allerdings bemerkt man immer,
was darin steckt und von wo -
denn ein solches Frauenzimmer
schreitet anders als nur so.
		-- Christian Morgenstern
%
        Das Warenhaus
Palmstrm kann nicht ohne Post
leben:
Sie ist seiner Tage Kost.
  Tglich dreimal ist er ganz
  Spannung.
  Tglich ists der gleiche Tanz:
Selten hrt er einen Brief
plumpen
in den Kasten breit und tief.
  Dster schilt er auf den Mann,
  welcher,
  wie man wei, nichts dafr kann.
Endlich kommt er drauf zurck,
auf das:
"Warenhaus fr Kleines Glck".
  Und bestellt dort, frisch vom Rost
  (quasi):
  ein Quartal - "Gemischte Post"!
Und nun kommt von frh bis spt
Post von
aller Art und Qualitt.
  Jedermann teilt sich ihm mit,
  brieflich,
  denkt an ihn auf Schritt und Tritt.
Palmstrm sieht sich in die Welt
pltzlich
berall hineingestellt . . .
  Und ihm wird schon wirr und weh . . .
  Doch es
  ist ja nur das - "W. K. G."
    -- Christian Morgenstern
%
   Das Butterbrotpapier
Ein Butterbrotpapier im Wald, -
da es beschneit wird, fhlt sich kalt . . .
  In seiner Angst, wiewohl es nie
  an Denken vorher irgendwie
gedacht, natrlich, als ein Ding
aus Lumpen usw., fing,
  aus Angst, so sagte ich, fing an
  zu denken, fing, hob an, begann,
zu denken, denkt euch, was das heit,
bekam (aus Angst, so sagt ich) - Geist,
  und zwar, versteht sich, nicht blo so
  vom Himmel droben irgendwo,
vielmehr infolge einer ganz
exakt entstandnen Hirnsubstanz -
  die aus Holz, Eiwei, Mehl und Schmer,
  (durch Angst) mit berspringen der
sonst blichen Weltalter, an
ihm Boden und Gef gewann -
  [(mit berspringung) in und an
  ihm Boden und Gef gewann].
Mit Hilfe dieser Hilfe nun
entschlo sich das Papier zum Tun, -
  zum Leben, zum - gleichviel, es fing
  zu gehn an - wie ein Schmetterling . . .
zu kriechen erst, zu fliegen drauf,
bis bers Unterholz hinauf,
  dann ber die Chaussee und quer
  und kreuz und links und hin und her -
wie eben solch ein Tier zur Welt
(je nach dem Wind) (und sonst) sich stellt.
  Doch, Freunde! werdet bleich gleich mir! -
  Ein Vogel, dick und ganz voll Gier,
erblickts (wir sind im Januar . . .) -
und schickt sich an, mit Haut und Haar -
  und schickt sich an, mit Haar und Haut -
  (wer mag da endigen!) (mir graut) -
(Bedenkt, was alles ntig war!) -
und schickt sich an, mit Haut und Haar - -
  Ein Butterbrotpapier im Wald
  gewinnt - aus Angst - Naturgestalt . . .
Genug!! Der wilde Specht verschluckt
das unersetzliche Produkt . . .
		-- Christian Morgenstern
%
      Der Droschkengaul
"Ich bin zwar nur ein Droschkengaul, -
doch philosophisch regsam;
der Fre-Sack hngt mir kaum ums Maul,
so werd ich berlegsam.
Ich schwenk ihn her, ich schwenk ihn hin,
und bei dem trauten Schwenken
geht mir so manches durch den Sinn,
woran nur Weise denken.
  Ich bin zwar nur ein Droschkengaul, -
  doch sann ich oft voll Sorgen,
  wie ich den Hafer brcht ins Maul,
  der tief im Grund verborgen.
  Ich schwenkte hoch, ich schwenkte tief,
  bis mir die Ohren klangen.
  Was dort in Nacht verschleiert schlief,
  ich konnt es nicht erlangen.
Ich bin zwar nur ein Droschkengaul, -
doch mag ich Trost nicht missen
und sage mir: So steht es faul
mit allem Erdenwissen;
es frit im Weisheitsfuttersack
wohl jeglich Maul ein Weilchen,
doch nie erreichts - o Schabernack -
die letzten Bodenteilchen."
		-- Christian Morgenstern
%
Ein modernes Mrchen
  I. Frchte der Bildung
Schrnke ffnen sich allein,
Schrnke klaffen auf und spein
Frcke, Hosen aus und Kleider
nebst den Attributen beider.
  Und sie wandeln in den Raum
  wie ein sonderbarer Traum,
  wehen hin und her und schreiten
  ganz wie zu benutzten Zeiten.
Auf den Sofas, auf den Truhn
sieht man sitzen sie und ruhn,
auf den Sesseln, an den Tischen,
am Kamin und in den Nischen.
  Seltsam sind sie anzuschaun,
  kopflos, handlos, Mnner, Fraun;
  doch mit Recht verwundert jeden,
  da sie nicht ein Wrtlein reden.
Dieser Frack und jener Rock,
beide schweigen wie ein Stock,
lehnen ab, wie einst im Mrchen,
sich zu rufen Franz und Klrchen.
  Ohne Mund entsteht kein Ton,
  lernten sie als Kinder schon:
  Und so reden Wams und Weste
  lediglich in stummer Geste.
Ein Uhr schlgts, die Schrnke schrein:
"Kommt, und mg euch Gott verzeihn!"
Krachend fliegen zu die Flgel,
und - nur eins hngt nicht am Bgel!
		-- Christian Morgenstern
%
   Im Reich der Interpunktionen
Im Reich der Interpunktionen
nicht frder goldner Friede prunkt:
  Die Semikolons werden Drohnen
  genannt von Beistrich und von Punkt.
Es bildet sich zur selben Stund
ein Antisemikolonbund.
  Die einzigen, die stumm entweichen
  (wie immer), sind die Fragezeichen.
Die Semikolons, die sehr jammern,
umstellt man mit geschwungnen Klammern
  und setzt die so gefangnen Wesen
  noch obendrein in Parenthesen.
Das Minuszeichen naht, und - schwapp!
da zieht es sie vom Leben ab.
  Kopfschttelnd blicken auf die Leichen
  die heimgekehrten Fragezeichen.
Doch, wehe! neuer Kampf sich schrzt:
Gedankenstrich auf Komma strzt -
  und fhrt ihm schneidend durch den Hals,
  bis dieser gleich - und ebenfalls
(wie jener mrderisch bezweckt)
als Strichpunkt das Gefild bedeckt! . . .
  Stumm trgt man auf den Totengarten
  die Semikolons beider Arten.
Was brig von Gedankenstrichen,
kommt schwarz und schweigsam nachgeschlichen.
  Das Ausrufszeichen hlt die Predigt;
  das Kolon dient ihm als Adjunkt.
Dann, jeder Kommaform entledigt,
stapft heimwrts man, Strich, Punkt, Strich, Punkt . . .
		-- Christian Morgenstern
%
     Die unmgliche Tatsache
Palmstrm, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
berfahren.
  "Wie war" (spricht er, sich erhebend
  und entschlossen weiterlebend)
  "mglich, wie dies Unglck, ja -:
  da es berhaupt geschah?
Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?
  Oder war vielmehr verboten,
  hier Lebendige zu Toten
  umzuwandeln, - kurz und schlicht:
  Durfte hier der Kutscher nicht -?"
Eingehllt in feuchte Tcher,
prft er die Gesetzesbcher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!
  Und er kommt zu dem Ergebnis:
  "Nur ein Traum war das Erlebnis.
  Weil", so schliet er messerscharf,
  "nicht sein kann, was nicht sein darf."
    -- Christian Morgenstern
%
Neue Bildungen, der Natur vorgeschlagen

Der Ochsenspatz
die Kamelente
der Regenlwe
die Turtelunke
die Schoeule
der Walfischvogel
die Quallenwanze
der Grtelstier
der Pfauenochs
der Werfuchs
die Tagtigall
der Sgeschwan
der Swassermops
der Weinpinscher
das Sturmspiel
der Eulenwurm
der Giraffenigel
das Rhinozepony
die Gnseschmalzblume
der Menschenbrotbaum.

		-- Christian Morgenstern
%
Schlielich, und endlich: was vermisse ich unter meinen Mitmenschen am
meisten: Wirkliche, wirkliche Phantasie.
		-- Christian Morgenstern
%
Schn ist eigentliches alles, was man mit Liebe betrachtet.
		-- Christian Morgenstern
%
Einen Krieg beginnen, heit nicht weiter, als einen Knoten
zerschlagen, statt ihn aufzulsen.
		-- Christian Morgenstern
%
Unsere Zeit, welche die interessanten "Aberglauben" frherer Zeitalter
selbstbewut entwertet, ist selbst nur weniger interessant,
keineswegs weniger aberglubisch, und wird einst ungleich anderer
Nachsicht der Betrachtung bedrfen, wenn sptere Geschlechter
eingesehen haben werden, da dem Menschen, unbeschadet aller
begreiflichen und jeweils sogar notwendigen Vordergrundsoptiken, als
letzte Hintergrundstimmung doch nur eines ziemt: bei Gott kein Ding
fr unmglich zu halten.
		-- Christian Morgenstern (Stufen)
%
Eine Persnlichkeit ist der Ausgangspunkt und Fluchtpunkt alles
dessen, was gesagt wird und dessen, wie es gesagt wird.
		-- Robert Musil
%
Keine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze.
		-- Robert Musil
%
Alles, war wir denken, ist entweder Zuneigung oder Abneigung.
		-- Robert Musil
%
Nicht das Genie ist 100 Jahre seiner Zeit voraus, sondern der
Durchschnittsmensch ist um 100 Jahre hinter ihr zurck.
		-- Robert Musil
%
Manche Menschen reisen hauptschlich in den Urlaub, um Ansichtskarten
zu kaufen, obwohl es doch vernnftiger wre, sich diese Karten kommen
zu lassen.
		-- Robert Musil
%
In der Nacht hat der Mensch nur ein Nachthemd an, und darunter kommt
gleich der Charakter
		-- Robert Musil
%
Man kann seiner eigenen Zeit nicht bse sein, ohne selbst Schaden zu
nehmen.
		-- Robert Musil
%
Wer nicht wei, was er selbst will, mu wenigstens wissen, was die
anderen wollen.
		-- Robert Musil
%
Es hat keinen Sinn, Sorgen im Alkohol ertrnken zu wollen, denn 
Sorgen sind gute Schwimmer.
		-- Robert Musil
%
Die tglichen Menschenerlebnisse sind die tiefsten, wenn man sie von 
der Gewohnheit befreit.
		-- Robert Musil
%
Wenn die Geschichte der anthropologischen Forschung irgendetwas
besttigt, so sind es die Fehler, die von Forschern begangen werden,
wenn sie menschliche Verhaltensweisen im Rahmen fremder Kulturen in
Kategorien interpretieren, die sie unkritisch aus ihrem begrenzten
persnlichen Leben abstrahieren.
		-- E. Nagel
%
Der Kleinaktionr ist das Kanonenfutter des Wertpapierhandels.
		-- Helmar Nahr
%
Allein ist der Zustand, in dem sich jeder Nachdenkliche befindet.
		-- Helmar Nahr
%
Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen.
		-- John Naisbitt
%
Alles war so still, so still. Nur die Feder kratzte das Lebewohl an
die Heimat und die Freunde aufs Papier.
		-- Fridtjof Nansen (In Nacht und Eis)
%
Das gegenseitige Aufrechnen der Unmenschlichkeit entschuldigt nicht
fr die eigene Barbarei.
		-- Harold Nash (engl. Bomber-Pilot im 2. Weltkrieg)
%
Es gab einmal eine Zeit, da war der Fortschritt eine gute Sache.
Doch das ist schon lange her.
		-- Ogden Nash
%
Wenn Beamte lnger arbeiten, heit das nicht automatisch, da auch
mehr geleistet wird.
		-- Tyll Necker
%
Die Vernunft spricht leise, deshalb wird sie so oft nicht gehrt.
		-- Nehru
%
Du bist wie ein Schmetterling.
Geniet die Leichtigkeit des Seins.
		-- Jule Neigel
%
Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern.
		-- Alexander Sutherland Neill
%
Die Lsung fr die Menschheit liegt in der richtigen Erziehung der
Jugend, nicht in der Heilung von Neurotikern.
		-- Alexander Sutherland Neill
%
Daseinszweck des Kindes ist es, sein eigenes Leben zu leben.
		-- Alexander Sutherland Neill
%
Dicht unter dem Alltag liegt die Poesie. Man braucht die Schicht des 
Alltglichen nur zu ritzen, dann kommt sofort Poesie zum Vorschein.
		-- Eugene O'Neill
%
England erwartet, da jedermann seine Pflicht tut.
		-- Horatio Nelson
%
Abenteuer und Risiko gehren zu einem erfllten Leben. Ohne Abenteuer
verdorren wir wie eine Primel. Auch fr Einstze in
Brgerkriegsgebieten spielt die Neigung zum Risiko eine groe Rolle.
		-- Rupert Neudeck
%
Es macht keinen Sinn, przise zu sein, wenn man berhaupt nicht wei, 
wovon man spricht.
		-- John von Neumann
%
Die einzige abartige Veranlagung, die ich kenne, wird vom Finanzamt
verschickt.
		-- Wolfgang Neuss
%
Knnte man nicht die Todesstrafe einfhren fr Leute, die sie
vorschlagen?
		-- Wolfgang Neuss
%
Leben heit, sich wandeln; und vollkommen sein heit, sich oft
gewandelt haben.
		-- John Henry Newman
%
Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean.
		-- Isaac Newton
%
Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich
auf der Schulter von Giganten stand.
		-- Isaac Newton
%
Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.
		-- Isaac Newton
%
Der Zweck heiligt die Mittel. Dies mu sich der liebe Gott gedacht
haben, als er das Weib erschuf.
		-- Thomas Niederreuther (Aphorismen)
%
Werbung ist die Mystik des 21. Jahrhundert.
		-- Thomas Niederreuther
%
Was nur gute Chefs entdecken: latente Talente.
		-- Thomas Niederreuther
%
Aus dem Wort "Fortschritt" hren die meisten Menschen "weniger Arbeit"
heraus.
		-- Thomas Niederreuther
%
Wer kein schlechtes Gewissen hat, hat wahrscheinlich gar keines!
		-- Thomas Niederreuther
%
Das Gefhl von Abenteuer ist fr unsere Lebenskontinuitt ungeheuer
wichtig, damit wir das Tragische, das Gefhl von etwas Tragischem und
Verluste berwinden knnen, wenn wir unseren Weg gehen.
		-- Anas Nin
%
Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.
		-- Anas Nin
%
Wir knnen nicht vergessen, da jedes einzelne Leben ein Abenteuer
ist. In jedem Leben gibt es eine Mglichkeit zur Flucht, zur
Erweiterung, zur Entwicklung, zur Veredelung und zur berwindung von
Hindernissen, die unverrckbar scheinen.
		-- Anas Nin, Vertrauliches Gesprch
%
Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende.
		-- Nisami
%
Erst mit der Bereitschaft der Mnner, im Sitzen zu pinkeln, waren die
Bemhungen der Frauen, die Mnner in die Knie zu zwingen, vollendet.
		-- Petra Nitz
%
Wer sich dem Wechsel widersetzt, stirbt aus. Wer sich anpasst, berlebt.
Wer den Wechsel einleitet, ist Anfhrer.
Natrlich kann man sterben, wenn man einen Wechsel provoziert,
dann ist es aber ein viel aufregenderer Tod.
		-- Ray Noorda (Novell zur Open-Source-Initiative)
%
Schon in vorchristlicher Zeit haben heidnische Vlker zwei oberste
Grundstze im Leben erkannt: Achte die Naturgesetze und nimm dein
Leben selbst in die Hand! Nichts davon ist den Christen gemein. Sie
meinen im Gegensatz dazu, sich auf ebenso kurzsichtige wie
berhebliche Weise die Erde untertan machen zu mssen und legen dabei
ihr eigenes Schicksal in die "Hnde" einer Phantasievorstellung.
		-- Claus Nordbruch
%
Bleiben wir fleiig, ttig, wach und aktiv. Tun wir etwas, handelnd,
vorwrtsstrebend fr unsere und unserer Kinder Zukunft, und versinken
wir nicht in Wohlergehen und ppigkeit, die noch nie die Menschen
glcklich gemacht haben.
		-- Heinrich Nordhoff
%
Man wird nicht dadurch besser, da man andere schlecht macht.
		-- Heinrich Nordhoff
%
Die Gottheit lt sich nicht photographieren. Die Wissenschaft
bedauert dies sehr.
		-- Emil Nolde
%
Aus den Trumen von gestern werden manchmal die Alptrume von morgen.
		-- Friedrich Nowottny
%
Wenn es den Politikern die Sprache verschlgt, halten sie eine Rede.
		-- Friedrich Nowottny
%
Wir Menschen unterscheiden uns doch nur dadurch von den Tieren,
da wir bessere Ausreden fr unsere eigene Jmmerlichkeit haben.
		-- Dieter Nuhr
%
Frher wuten die Philosophen: Ich denke, also bin ich.
Heute wissen wir: Komm - es geht auch so.
		-- Dieter Nuhr
%
Statistik ist ein Verfahren, welches gestattet, geschtzte Gren mit
der Genauigkeit von Hundertstelprozent auszudrcken.
		-- Helmar Nahr
%
Ich habe mich nie fr ungebildet gehalten. Als gebildet wurden mir
immer Leute vorgestellt, die Latein oder Griechisch konnten, in die
Oper gingen und Jahreszahlen wuten. Die Vorgnge in einem
Kippschalter waren ihnen allerdings ein Mysterium.
		-- Helmar Nahr
%
Die Partei ist die Kampfgemeinschaft von Intimfeinden.
		-- Helmar Nahr
%
Die beste kurzfristige Erfolgsmeldung ist das Mienenspiel deines
Bankdirektors.
		-- Helmar Nahr
%
Idiot: beliebtes Argument.
		-- Helmar Nahr
%
Die Liebe ist unsere Strafe dafr, da wir es nicht einfach bei der
Fortpflanzung bewenden lassen.
		-- Helmar Nahr
%
Beispiele sind die Schwimmbojen der Logik.
		-- Helmar Nahr
%
Organisieren besteht darin, weder den Dingen ihren Lauf noch den
Menschen ihren Willen zu lassen.
		-- Helmar Nahr
%
Ein Wissenschaftler ist jemand, dessen Einsichten grer sind als
seine Wirkungsmglichkeiten. Gegenteil: Politiker.
		-- Helmar Nahr
%
Tatsachen stehen in der Politik oft nicht hoch im Kurs. Selbst
hartnckige Mierfolge gelten noch als Beweis fr die Richtigkeit der
Theorie.
		-- Helmar Nahr
%
Eine Fehlentscheidung auf Anhieb spart immerhin Zeit.
		-- Helmar Nahr
%
Die groe Koalition ist die formierte Gesellschaft des Parlaments zur
Abwehr mignstiger Whlereinfle.
		-- Helmar Nahr
%
Gute Vorstze sind vorsorgliche Bubungen.
		-- Helmar Nahr
%
Abgeordneter: Brger, der noch an der Abrundung seines Beamtenstatus
arbeitet.
		-- Helmar Nahr
%
Volksvertretung: Altertmliche Bezeichnung fr eine Institution zur
Selbsterhaltung des Abgeordnetenstandes.
		-- Helmar Nahr
%
Volksvertretung: Reprsentativer Querschnitt der Verbandsfunktionre.
		-- Helmar Nahr
%
Ich wre lieber in irgendeinem Dorf der Erste als in Paris der Zweite.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Gelehrte und Intellektuelle sind fr mich wie kokette Damen. Man
sollte sie besuchen, mit ihnen parlieren, aber sie weder heiraten noch
zu Ministern machen.
		-- Napoleon
%
Der wahre Heldenmut besteht darin, ber das Elend des Lebens erhaben
zu sein.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Es ist der Erfolg, der die groen Mnner macht.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Es gibt Diebe, die von den Gesetzen nicht bestraft werden und doch dem
Menschen das Kostbarste stehlen: die Zeit
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Wenn eine verzweifelte Situation ein besonderes Knnen erfordert, dann
bringt man diesen Knnen auch auf, obwohl man vorher keine Ahnung
davon hatte.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Von den Gipfeln dieser Pyramiden blicken 40 Jahrhunderte auf uns
herab.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Der Reichtum besteht nicht im Besitz von Schtzen, sondern in der
Anwendung, die man von ihnen zu machen versteht.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Das sicherste Mittel, arm zu bleiben, ist, ein ehrlicher Mensch zu
sein.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Eine schne Frau gefllt den Augen, eine gute dem Herzen, die eine ist
ein Kleinod, die andere ein Schatz.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Die beste Mglichkeit, Wort zu halten, ist, es nicht zu geben.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Man kann keinen Eierkuchen backen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Krieg mit Frauen ist der einzige, den man durch Rckzug gewinnt.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Es gibt keine Menschen, die sich besser verstehen als Priester und
Soldaten.
		-- Napoleon I. Bonaparte
%
Das Volk beurteilt die Macht Gottes nach der Macht seiner Priester.
		-- Napoleon  I. Bonaparte (Maximen und Gedanken)
%
In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen
und Sprechen bei, in den spteren verlangen sie dann, da es
stillsitzt und den Mund hlt.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Das Geld, was man fr seine Hochzeit ausgibt, ist sehr hufig die
erste Einzahlung in die wechselseitige Lebensverbitterungsanstalt.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Der Mensch ist auch ein Federvieh. Denn gar mancher zeigt, sobald er
eine Feder in die Hand nimmt, was er fr ein Vieh ist.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Die Zensur ist das lebendige Gestndnis der Groen, da sie nur
verdummte Sklaven treten, aber keine freien Vlker regieren knnen.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Ein Zensor ist ein menschgewordener Bleistift oder ein
bleistiftgewordener Mensch.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Die Zensur ist die jngere von zwei schndlichen Schwestern, die
ltere heit Inquisition.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Die Phnizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig?
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Kunst ist, wenn man's nicht kann, denn wenn man's kann, ist's keine
Kunst.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
berhaupt hat der Fortschritt, das an sich, da er viel grer
aussieht, als er wirklich ist.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Nichts kann mehr zur Seelenruhe beitragen, als wenn man keine Meinung hat.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
ber die Armut braucht man sich nicht zu schmen, es gibt mehr Leute,
die sich ber ihren Reichtum schmen sollten.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Strenge Moralisten sagen: Um Glcklich zu sein, mu man alle
Leidenschaften aus sich verdammen. Dieser Rat ist ungefhr so gut, als
wie wenn man einem, der ber enge Stiefel klagt, sagt, er soll sich
beide F' amputieren lassen, damit er kein Verdru mehr mit dem
Schuster hat.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Das Glck ist eine leichtfertige Person, die sich stark schminkt und
von ferne schn ist.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Zuviel Vertrauen ist hufig eine Dummheit, zuviel Mitrauen immer ein
Unglck.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Kaum ist die Ernte einer Erfahrung eingebracht, wird der Acker vom
Schicksal neu umgepflgt.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Zuviel plauschen die Weiber erst, wenn sie alt sind. Wenn sie jung
sind, verschweigen sie einem zuviel.
		-- Johann Nepomuk Nestroy
%
Wenn ihr mehr an das Leben glaubtet, wrdet ihr weniger euch dem
Augenblicke hinwerfen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Zu allem Handeln gehrt Vergessen: wie zum Leben alles Organischen
nicht nur Licht, sondern auch Dunkel gehrt.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Viele Menschen warten ihr Leben lang auf die Gelegenheit, auf ihre Art
gut zu sein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Bildung ist das Leben im Sinne groer Geister mit dem Zwecke groer
Ziele.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Durch Frauen werden die Hhepunkte des Lebens bereichert und die
Tiefpunkte vermehrt.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Aus der Kriegsschule des Lebens - Was mich nicht umbringt, macht mich
hrter.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Gtzendmmerung)
%
Solange man nicht die Moral des Christentums als Kapitalverbrechen am
Leben empfindet, haben dessen Verteidiger gutes Spiel.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Nicht, da du mich belogst, sondern da ich dir nicht mehr glaube,
hat mich erschttert.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Auf dem Markt glaubt niemand an hhere Menschen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Angewhnung geistiger Grundstze ohne Grnde nennt man Glauben.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Menschliches, Allzumenschliches)
%
Bessere Lieder mten sie mir singen, da ich an ihren Erlser glauben
lerne. Erlster mten mir seine Jnger aussehen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Zarathrusta II, Von den Priestern)
%
Glaube heit nicht wissen wollen, was wahr ist.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Der Sinn in den Gebruchen der Gastfreundschaft ist: das feindliche im
Fremden zu lhmen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und
Epochen die Regel.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: beim Erwachen daran
zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tage eine
Freude machen knnte.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Viel von sich reden, kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Jenseits)
%
Erziehung: wesentlich das Mittel, die Ausnahme zu ruinieren zugunsten
der Regel.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Wille zur Macht)
%
Miggang ist aller Psychologie Anfang.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Geld ist das Brecheisen der Macht.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft, als eine geleimte
Freundschaft.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Bse.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von
der Liebe selber. Wollte dieser Gott nicht auch Richter sein? Aber der
Liebende liebt jenseits von Lohn und Vergeltung.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Zarathrustra IV)
%
Nicht ihre Menschenliebe, sondern die Ohnmacht ihrer Menschenliebe
hindert die Christen von heute, uns zu verbrennen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Jenseits von Gut und Bse)
%
Eure falsche Liebe zur Vergangenheit ist ein Raub an der Zukunft.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Phantast verleugnet die Wahrheit vor sich, der Lgner nur vor
anderen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wer viel Freude hat, mu ein guter Mensch sein: aber vielleicht ist
er nicht der Klgste, obwohl er gerade das erreicht, was der Klgste
mit all seiner Klugheit erstrebt.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die Grausamkeit gehrt zu den ltesten Festfreuden der Menschheit.
Folglich denkt man sich auch die Gtter erquickt und festlich
gestimmt, wenn man ihnen den Anblick von Grausamkeit anbietet. Und so
schleicht sich die Vorstellung in die Welt, da freiwillige Leiden,
die selbsterwlte Marter einen guten Sinn und Wert haben.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Man verdirbt einen Jngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den
Gleichdenkenden hher zu achten als den Andersdenkenden.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Man hrt nur die Fragen, auf welche man imstande ist, eine Antwort zu
geben.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Mutige Leute berredet man dadurch zu einer Handlung, da man
dieselbe gefhrlicher darstellt, als sie ist.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in
dich hinein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die Dichter sind gegen ihre Erlebnisse schamlos: Sie beuten sie aus.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern mu es
besitzen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen ttet man.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Also sprach Zarathustra)
%
Unsere Meinungen: Die Haut, in der wir gesehen werden wollen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Gar nicht von sich zu reden ist eine vornehem Heuchelei.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
In Wahrheit heit etwas wollen, ein Experiment machen, um zu
erfahren, was wir knnen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ich begreife nicht, wozu man ntig hat, zu verleumden. Will man
jemanden schaden, so braucht man ja nur ber ihn irgend eine Wahrheit
zu sagen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Es ist gut, eine Sache doppelt auszudrcken und ihr einen rechten und
linken Fu zu geben. Auf einem Bein kann die Wahrheit zwar stehen; mit
zweien aber wird sie gehen und herumkommen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Geschichte handelt fast nur von schlechten Menschen, die spter
gutgesprochen worden sind.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wir mssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen, zumal wir
sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Erkennen heit: Alle Dinge zu unserem Besten verstehen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr
mazuhalten.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Auch der Mutigste von uns hat nur selten den Mut zu dem, was er
eigentlich wei.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die Zeit fr kleine Politik ist vorbei. Schon das nchste Jahrhundert
bringt den Kampf um die Erdherrschaft.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise
zurckziehen kann, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen
anfallen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die Massen sind erstens verschwimmende Kopien der groen Mnner,
zweitens Widerstand gegen die Groen, drittens Werkzeuge der Groen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Das Gebet ist fr solche Menschen erfunden, welche eigentlich nie von
sich aus Gedanken haben denen eine Erhebung der Seele ungekannt ist
oder unbemerkt verluft.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Frhliche Wissenschaft)
%
Den Stil verbessern, das heit den Gedanken verbessern.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die grten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern
unsere stillsten Stunden.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Etwas kurz gesagtes kann die Frucht und Ernte von vielen
Lang-Gedachten sein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Menschliches,Allzumenschliches)
%
Man sagt nicht 'Nichts!', man sagt dafr 'Jenseits' oder 'Gott'.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Des Mannes Art ist Wille, des Weibes Art Willigkeit.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Die frhliche Wissenschaft)
%
Selten denkt das Frauenzimmer / Denkt es aber, taugt es nichts!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ist Gott eine Erfindung des Teufels?
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Menschliches)
%
Gebildet sein heit:
Sich nicht merken zu lassen, wie schlecht man ist.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die einen werden durch groes Lob schamhaft, die anderen frech.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
An die dumme Stirne gehrt als Argument von Rechts wegen die geballte
Faust.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Menschliches)
%
Eine gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Menschliches)
%
Moral zu predigen ist ebenso leicht als Moral zu begrnden schwer ist.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Unzeitgeme Betrachtungen)
%
Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die Menschen drngen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen,
sondern um besser zu glnzen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Was ist das Menschlichste? - Jemandem Scham ersparen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Fanatismus ist die einzige 'Willensstrke', zu der auch die
Schwachen gebracht werden knnen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Lernen wir besser uns freuen, so verlernen wir am besten, anderen weh
zu tun.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Man soll nicht in Kirchen gehn, wenn man reine Luft atmen will.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Da haben wir es also: Eine kirchliche Ordnung mit Priesterschaft,
Theologie, Kultus, Sakrament; kurz, alles das, was Jesus von Nazareth
bekmpft hatte...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Zum Christentum wird man nicht geboren, man mu dazu nur krank genug
sein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ein religiser Mensch denkt nur an sich.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
"Richtet nicht!" sagen sie, aber sie schicken alles in die Hlle, was
ihnen im Wege steht.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn gettet.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Diese Evangelien kann man nicht behutsam genug lesen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Jesus ist das Gegenstck eines Genies: er ist ein Idiot.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ich kenne den Atheismus durchaus nicht als Ergebnis, noch weniger als
Ereignis: er versteht sich bei mir aus Instinkt. Ich bin zu neugierig,
zu fragwrdig, zu bermtig, um mir eine faustgrobe Antwort gefallen
zu lassen. Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelikatesse gegen
uns Denker - im Grunde sogar ein faustgrobes Verbot an uns: ihr sollt
nicht Denken!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Zuvieles miriet ihm, diesem Tpfer, der nicht ausgelernt hatte! Da
er aber Rache an seinen Tpfen und Geschpfen nahm, dafr, da sie ihm
schlecht gerieten, das war eine Snde wider den guten Geschmack.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Zarathrustra IV)
%
Ihr fhrt Krieg? Ihr frchtet euch vor einem Nachbarn? So nehmt doch
die Grenzsteine weg - so habt ihr keinen Nachbarn mehr. Aber ihr wollt
den Krieg und deshalb erst setztet ihr die Grenzsteine.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ein Politiker teilt die Menschheit in zwei Klassen ein: Werkzeuge und
Feinde. Das bedeutet, da er nur eine Klasse kennt: Feinde.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Das Wesentliche an jeder Erfindung tut der Zufall, aber den meisten
Menschen begegnet der Zufall nicht.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die Bedingungen, unter denen man mich versteht und dann mit
Nothwendigkeit versteht <, -> ich kenne sie nur zu genau. Man mu
rechtschaffen sein in geistigen Dingen bis zur Hrte, um auch nur
meinen Ernst, meine Leidenschaft auszuhalten. Man mu gebt sein, auf
Bergen zu leben - das erbrmliche Zeitgeschwtz von Politik und
Vlker-Selbstsucht unter sich zu sehn. Man mu gleichgltig geworden
sein, man mu nie fragen, ob die Wahrheit ntzt, ob sie Einem
Verhngniss wird ... Eine Vorliebe der Strke fr Fragen, zu denen
Niemand heute den Muth hat; der Muth zum Verbotenen ; die
Vorherbestimmung zum Labyrinth. Eine Erfahrung aus sieben
Einsamkeiten. Neue Ohren fr neue Musik. Neue Augen fr das Fernste.
Ein neues Gewissen fr bisher stumm gebliebene Wahrheiten. Und der
Wille zur konomie grossen Stils: seine Kraft, seine Begeisterung
beisammen behalten ... Die Ehrfurcht vor sich; die Liebe zu sich; die
unbedingte Freiheit gegen sich ...
   
Wohlan! Das allein sind meine Leser, meine rechten Leser, meine
vorherbestimmten Leser: was liegt am Rest? - Der Rest ist bloss die
Menschheit. - Man mu der Menschheit berlegen sein durch Kraft,
durch Hhe der Seele, - durch Verachtung ...

		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
1.
- Sehen wir uns ins Gesicht. Wir sind Hyperboreer, - wir wissen gut
genug, wie abseits wir leben. "Weder zu Lande, noch zu Wasser wirst du
den Weg zu den Hyperboreern finden": das hat schon Pindar von uns
gewusst. Jenseits des Nordens, des Eises, des Todes - unser Leben,
unser Glck ... Wir haben das Glck entdeckt, wir wissen den Weg, wir
fanden den Ausgang aus ganzen Jahrtausenden des Labyrinths. Wer fand
ihn sonst? - Der moderne Mensch etwa? "Ich weiss nicht aus, noch ein;
ich bin Alles, was nicht aus noch ein weiss" - seufzt der moderne
Mensch ... An dieser Modernitt waren wir krank, - am faulen Frieden,
am feigen Compromiss, an der ganzen tugendhaften Unsauberkeit des
modernen ja und Nein. Diese Toleranz und largeur des Herzens, die
Alles "verzeiht", weil sie Alles "begreift", ist Scirocco fr uns.
Lieber im Eise leben als unter modernen Tugenden und andren Sdwinden!
... Wir waren tapfer genug, wir schonten weder uns, noch Andere: aber
wir wussten lange nicht, wohin mit unsrer Tapferkeit. Wir wurden
dster, man hiess uns Fatalisten. Unser Fatum - das war die Flle, die
Spannung, die Stauung der Krfte. Wir drsteten nach Blitz und Thaten,
wir blieben am fernsten vom Glck der Schwchlinge, von der "Ergebung"
... Ein Gewitter war in unsrer Luft, die Natur, die wir sind,
verfinsterte sich - denn wir hatten keinen Weg. Formel unsres Glcks:
ein Ja, ein Nein, eine gerade Linie, ein Ziel ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
2.
Was ist gut? - Alles, was das Gefhl der Macht, den Willen zur Macht,
die Macht selbst im Menschen erhht.

Was ist schlecht? - Alles, was aus der Schwche stammt.

Was ist Glck? - Das Gefhl davon, da die Macht wchst, da ein
Widerstand berwunden wird.

Nicht Zufriedenheit, sondern mehr Macht; nicht Friede berhaupt,
sondern Krieg; nicht Tugend, sondern Tchtigkeit (Tugend im
Renaissance-Stile, virt, moralinfreie Tugend)

Die Schwachen und Missrathnen sollen zu Grunde gehen: erster Satz
unsrer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen.

Was ist schdlicher als irgend ein Laster? - Das Mitleiden der That
mit allen Missrathnen und Schwachen - das Christenthum ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
3.
Nicht, was die Menschheit ablsen soll in der Reihenfolge der Wesen,
ist das Problem, das ich hiermit stelle (- der Mensch ist ein Ende -):
sondern welchen Typus Mensch man zchten soll, wollen soll, als den
hherwerthigeren, lebenswrdigeren, zukunftsgewisseren.

Dieser hherwerthigere Typus ist oft genug schon dagewesen: aber als
ein Glcksfall, als eine Ausnahme, niemals als gewollt. Vielmehr ist
er gerade am besten gefrchtet worden, er war bisher beinahe das
Furchtbare; - und aus der Furcht heraus wurde der umgekehrte Typus
gewollt, gezchtet, erreicht: das Hausthier, das Heerdenthier, das
kranke Thier Mensch, - der

Christ ...

		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
4.
Die Menschheit stellt nicht eine Entwicklung zum Besseren oder
Strkeren oder Hheren dar, in der Weise, wie dies heute geglaubt
wird. Der "Fortschritt" ist bloss eine moderne Idee, das heit eine
falsche Idee. Der Europer von Heute bleibt, in seinem Werthe tief
unter dem Europer der Renaissance; Fortentwicklung ist
schlechterdings nicht mit irgend welcher Nothwendigkeit Erhhung,
Steigerung, Verstrkung.

In einem andren Sinne giebt es ein fortwhrendes Gelingen einzelner
Flle an den verschiedensten Stellen der Erde und aus den
verschiedensten Culturen heraus, mit denen in der That sich ein
hherer Typus darstellt: Etwas, das im Verhltniss zur
Gesammt-Menschheit eine Art bermensch ist. Solche Glcksflle des
grossen Gelingens waren immer mglich und werden vielleicht immer
mglich sein. Und selbst ganze Geschlechter, Stmme, Vlker knnen
unter Umstnden einen solchen Treffer darstellen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
5.
Man soll das Christenthum nicht schmcken und herausputzen: es hat
einen Todkrieg gegen diesen hheren Typus Mensch gemacht, es hat alle
Grundinstinkte dieses Typus in Bann gethan, es hat aus diesen
Instinkten das Bse, den Bsen herausdestillirt, - der starke Mensch
als der typisch Verwerfliche, der "verworfene Mensch". Das
Christenthum hat die Partei alles Schwachen, Niedrigen, Missrathnen
genommen, es hat ein Ideal aus dem Widerspruch gegen die
Erhaltungs-Instinkte des starken Lebens gemacht; es hat die Vernunft
selbst der geistigstrksten Naturen verdorben, indem es die obersten
Werthe der Geistigkeit als sndhaft, als irrefhrend, als Versuchungen
empfinden lehrte. Das jammervollste Beispiel - die Verderbniss
Pascals, der an die Verderbniss seiner Vernunft durch die Erbsnde
glaubte, whrend sie nur durch sein Christenthum verdorben war! -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
6.
Es ist ein schmerzliches, ein schauerliches Schauspiel, das mir
aufgegangen ist: ich zog den Vorhang weg von der Verdorbenheit des
Menschen. Dies Wort, in meinem Munde, ist wenigstens gegen Einen
Verdacht geschtzt: da es eine moralische Anklage des Menschen
enthlt. Es ist - ich mchte es nochmals unterstreichen - moralinfrei
gemeint: und dies bis zu dem Grade, da jene Verdorbenheit gerade
dort von mir am strksten empfunden wird, wo man bisher am
bewusstesten zur "Tugend", zur "Gttlichkeit" aspirirte. Ich verstehe
Verdorbenheit, man errth es bereits, im Sinne von dcadence: meine
Behauptung ist, da alle Werthe, in denen jetzt die Menschheit ihre
oberste Wnschbarkeit zusammenfasst, dcadence - Werthe sind.
  Ich nenne ein Thier, eine Gattung, ein Individuum verdorben, wenn es
seine Instinkte verliert, wenn es whlt, wenn es vorzieht, was ihm
nachtheilig ist. Eine Geschichte der "hheren Gefhle", der "Ideale
der Menschheit" - und es ist mglich, da ich sie erzhlen mu -
wre beinahe auch die Erklrung dafr, weshalb der Mensch so verdorben
ist.
  Das Leben selbst gilt mir als Instinkt fr Wachsthum, fr Dauer, fr
Hufung von Krften, fr Macht - wo der Wille zur Macht fehlt, giebt
es Niedergang. Meine Behauptung ist, da allen obersten Werthen der
Menschheit dieser Wille fehlt, - da Niedergangs-Werthe,
nihilistische Werthe unter den heiligsten Namen die Herrschaft fhren.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
7.
Man nennt das Christenthum die Religion des Mitleidens. - Das
Mitleiden steht im Gegensatz zu den tonischen Affekten, welche die
Energie des Lebensgefhls erhhn: es wirkt depressiv. Man verliert
Kraft, wenn man mitleide<t>. Durch das Mitleiden vermehrt und
vervielfltigt sich die Einbusse an Kraft noch, die an sich schon das
Leiden dem Leben br<ingt.> Das Leiden selbst wird durch das Mitleiden
ansteckend; unter Umstnden kann mit ihm eine Gesammt-Einbusse an
Leben und Lebens-Energie erreicht werden, die in einem absurden
Verhltniss zum Quantum der Ursache steht (- der Fall vom Tode des
Nazareners) Das ist der erste Gesichtspunkt; es giebt aber noch einen
wichtigeren. Gesetzt, man mit das Mitleiden nach dem Werthe der
Reaktionen, die es hervorzubringen pflegt, so erscheint sein
lebensgefhrlicher Charakter in einem noch viel helleren Lichte. Das
Mitleiden kreuzt im Ganzen Grossen das Gesetz der Entwicklung, welches
das Gesetz der Selection ist. Es erhlt, was zum Untergange reif ist,
es wehrt sich zu Gunsten der Enterbten und Verurtheilten des Lebens,
es giebt durch die Flle des Missrathnen aller Art, das es im Leben
festhlt, dem Leben selbst einen dsteren und fragwrdigen Aspekt. Man
hat gewagt, das Mitleiden eine Tugend zu nennen (- in jeder vornehmen
Moral gilt es als Schwche -); man ist weiter gegangen, man hat aus
ihm die Tugend, den Boden und Ursprung aller Tugenden gemacht, - nur
freilich, was man stets im Auge behalten mu<,> vom Gesichtspunkte
einer Philosophie aus, welche nihilistisch war, welche die Verneinung
des Lebens auf ihr Schil<d schr>rieb. Schopenhauer war in seinem
Rechte damit: durch das Mit<leid> wird das Leben verneint,
verneinungs-w<rdiger> gemacht, - Mitleiden ist die Praxis des
Nihilismus. Nochmals gesagt: dieser depressive und contagise Instinkt
kreuzt jene Instinkte, welche auf Erhaltung und Werth-Erhhung des
Lebens aus sind: er ist ebenso als Multiplikator des Elends wie als
Conservator alles Elenden ein Hauptwerkzeug zur Steigerung der
dcadence - Mitleiden berredet zum Nichts! ... 
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Man sagt nicht "Nichts": man sagt dafr "Jenseits"; oder "Gott"; oder
"das wahre Leben"; oder Nirvana, Erlsung, Seligkeit ... Diese
unschuldige Rhetorik aus dem Reich der religis-moralischen
Idiosynkrasie erscheint sofort viel weniger unschuldig, wenn man
begreift, welche Tendenz hier den Mantel sublimer Worte um sich
schlgt: die lebensfeindliche Tendenz. Schopenhauer war
lebensfeindlich: deshalb wurde ihm das Mitleid zur Tugend
... Aristoteles sah, wie man weiss, im Mitleiden einen krankhaften und
gefhrlichen Zustand, dem man gut thte, hier und da durch ein
Purgativ beizukommen: er verstand die Tragdie als Purgativ. Vom
Instinkte des Lebens aus msste man in der That nach einem Mittel
suchen, einer solchen krankhaften und gefhrlichen Hufung des
Mitleides, wie sie der Fall Schopenhauers (und leider auch unsrer
gesammten litterarischen und artistischen dcadence von St. Petersburg
bis Paris, von Tolstoi bis Wagner) darstellt, einen Stich zu
versetzen: damit sie platzt ... Nichts ist ungesunder, inmitten unsrer
ungesunden Modernitt, als das christliche Mitleid. Hier Arzt sein,
hier unerbittlich sein, hier das Messer fhren - das gehrt zu uns,
das ist unsre Art Menschenliebe, damit sind wir Philosophen, wir
Hyperboreer! - - -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
8.
Es ist nothwendig zu sagen, wen wir als unsern Gegensatz fhlen - die
Theologen und Alles, was Theologen-Blut im Leibe hat - unsre ganze
Philosophie ... Man mu das Verhngniss aus der Nhe gesehn haben,
noch besser, man mu es an sich erlebt, man mu an ihm fast zu
Grunde gegangen sein, um hier keinen Spaass mehr zu verstehn (- die
Freigeisterei unsrer Herrn Naturforscher und Physiologen ist in meinen
Augen ein Spaass,- ihnen fehlt die Leidenschaft in diesen Dingen, das
Leiden an ihnen -) jene Vergiftung reicht viel weiter als man denkt:
ich fand den Theologen-Instinkt des Hochmuths berall wieder, wo man
sich heute als "Idealist" fhlt, - wo man, vermge einer hheren
Abkunft, ein Recht in Anspruch nimmt, zur Wirklichkeit berlegen und
fremd zu blicken ... Der Idealist hat, ganz wie der Priester, alle
grossen Begriffe in der Hand (- und nicht nur in der Hand!), er spielt
sie mit einer wohlwollenden Verachtung gegen den "Verstand", die
"Sinne", die "Ehren", das "Wohlleben", die "Wissenschaft" aus, er
sieht dergleichen unter sich, wie schdigende und verfhrerische
Krfte, ber den<en> "der Geist" in reiner Fr-sich-heit schwebt: -
als ob nicht Demuth, Keuschheit, Armut, Heiligkeit mit Einem Wort dem
Leben bisher unsglich mehr Schaden gethan htten als irgend welche
Furchtbarkeiten und Laster ... Der reine Geist ist die reine Lge...
So lange der Priester noch als eine hhere Art Mensch gilt, dieser
Verneiner, Verleumder, Vergifter des Lebens von Beruf , giebt es keine
Antwort auf die Frage: was ist Wahrheit? Man hat bereits die Wahrheit
auf den Kopf gestellt, wenn der bewusste Advokat des Nichts und der
Verneinung als Vertreter der "Wahrheit" gilt...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
9.
Diesem Theologen-Instinkte mache ich den Krieg: ich fand seine Spur
berall. Wer Theologen-Blut im Leibe hat, steht von vornherein zu
allen Dingen schief und unehrlich. Das Pathos, das sich daraus
entwickelt, heit sich Glaube: das Auge Ein-fr-alle Mal vor sich
schliessen, um nicht am Aspekt unheilbarer Falschheit zu leiden. Man
macht bei sich eine Moral, eine Tugend, eine Heiligkeit aus dieser
fehlerhaften Optik zu allen Dingen, man knpft das gute Gewissen an
das Falsch-sehen, - man fordert, da keine andre Art Optik mehr Werth
haben drfe, nachdem man die eigne mit den Namen "Gott" "Erlsung"
"Ewigkeit" sakrosankt gemacht hat. Ich grub den Theologen-Instinkt
noch berall aus: er ist die verbreitetste, die eigentlich
unterirdische Form der Falschheit, die es auf Erden giebt. Was ein
Theologe als wahr empfindet, das mu falsch sein: man hat daran
beinahe ein Kriterium der Wahrheit. Es ist sein unterster
Selbsterhaltungs-Instinkt, der verbietet, da die Realitt in irgend
einem Punkte zu Ehren oder auch nur zu Worte kme. So weit der
Theologen-Einfluss reicht, ist das Werth-Urtheil auf den Kopf
gestellt, sind die Begriffe "wahr" und "falsch" nothwendig umgekehrt:
was dem Leben am schdlichsten ist, das heit hier "wahr", was es
hebt, steigert, bejaht, rechtfertigt und triumphiren macht, das heit
"falsch" ... Kommt es vor, da Theologen durch das "Gewissen" der
Frsten (oder der Vlker -) hindurch nach der Macht die Hand
ausstrecken, zweifeln wir nicht, was jedes Mal im Grunde sich begiebt:
der Wille zum Ende, der nihilistische Wille will zur Macht ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
10.
Unter Deutschen versteht man sofort, wenn ich sage, da die
Philosophie durch Theologen-Blut verderbt ist. Der protestantische
Pfarrer ist Grossvater der deutschen Philosophie, der Protestantismus
selbst ihr peccatum originale. Definition des Protestantismus: die
halbseitige Lhmung des Christenthums - und der Vernunft ... Man hat
nur das Wort "Tbinger Stift" auszusprechen, um zu begreifen, was die
deutsche Philosophie im Grunde ist - eine hinterlistige Theologie ...
Die Schwaben sind die besten Lgner in Deutschland, sie lgen
unschuldig ... Woher das Frohlocken, das beim Auftreten Kants durch
die deutsche Gelehrtenwelt gieng, die zu drei Viertel aus Pfarrer- und
Lehrer-Shnen besteht -, woher die deutsche berzeugung, die auch
heute noch ihr Echo findet, da mit Kant eine Wendung zum Besseren
beginne? Der Theologen-Instinkt im deutschen Gelehrten errieth, was
nunmehr wieder mglich war ... Ein Schleichweg zum alten Ideal stand
offen, der Begriff "wahre Welt", der Begriff der Moral als Essenz der
Welt (- diese zwei bsartigsten Irrthmer, die es giebt!) waren jetzt
wieder, Dank einer verschmitzt-klugen Skepsis, wenn nicht beweisbar,
so doch nicht mehr widerlegbar ... Die Vernunft, das Recht der
Vernunft reicht nicht so weit ... Man hatte aus der Realitt eine
"Scheinbarkeit" gemacht; man hatte eine vollkommen erlogne Welt, die
des Seienden, zur Realitt gemacht ... Der Erfolg Kant's ist bloss ein
Theologen-Erfolg: Kant war, gleich Luther, gleich Leibnitz, ein
Hemmschuh mehr in der an sich nicht taktfesten deutschen
Rechtschaffenheit - -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
11.
Ein Wort noch gegen Kant als Moralist. Eine Tugend mu unsre
Erfindung sein, unsre persnlichste Nothwehr und Nothdurft: in jedem
andren Sinne ist sie bloss eine Gefahr. Was nicht unser Leben bedingt,
schadet ihm: eine Tugend bloss aus einem Respekts-Gefhle vor dem
Begriff "Tugend" wie Kant es wollte, ist schdlich. Die "Tugend", die
"Pflicht", das "Gute an sich", das Gute mit dem Charakter der
Unpersnlichkeit und Allgemeingltigkeit - Hirngespinnste, in denen
sich der Niedergang, die letzte Entkrftung des Lebens, das
Knigsberger Chinesenthum ausdrckt. Das Umgekehrte wird von den
tiefsten Erhaltungs- und Wachsthums-Gesetzen geboten: da jeder sich
seine Tugend, seinen kategorischen Imperativ erfinde. Ein Volk geht zu
Grunde, wenn es seine Pflicht mit dem Pflichtbegriff berhaupt
verwechselt. Nichts ruinirt tiefer, innerlicher als jede
"unpersnliche" Pflicht, jede Opferung vor dem Moloch der Abstraktion.
...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Da man den kategorischen Imperativ Kant's nicht als
lebensgefhrlich empfunden hat! ... Der Theologen-Instinkt allein nahm
ihn in Schutz! - Eine Handlung, zu der der Instinkt des Lebens zwingt,
hat in der Lust ihren Beweis, eine rechte Handlung zu sein: und jener
Nihilist mit christlich-dogmatischen Eingeweiden verstand die Lust als
Einwand ... Was zerstrt schneller als ohne innere Nothwendigkeit,
ohne eine tief persnliche Wahl, ohne Lustarbeiten, denken, fhlen?
als Automat der "Pflicht"? Es ist geradezu das Recept zur dcadence,
selbst zum Idiotismus ... Kant wurde Idiot. - Und das war der
Zeitgenosse Goethes! Dies Verhngniss von Spinne galt als der deutsche
Philosoph, - gilt es noch! ... ich hte mich zu sagen, was ich von den
Deutschen denke ... Hat Kant nicht in der franzsischen Revolution den
bergang aus der unorganischen Form des Staats in die organische
gesehn? Hat er sich nicht gefragt, ob es eine Begebenheit gebt, die
gar nicht anders erklrt werden knne als durch eine moralische Anlage
der Menschheit, so da mit ihr, Ein-fr-alle Mal, die "Tendenz der
Menschheit zum Guten" bewiesen sei? Antwort Kant's: "das ist die
Revolution." Der fehlgreifende Instinkt in Allem und jedem, die
Widernatur als Instinkt, die deutsche dcadence als Philosophie - das
ist Kant.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
12.
Ich nehme ein Paar Skeptiker bei Seite, den anstndigen Typus in der
Geschichte der Philosophie: aber der Rest kennt die ersten Forderungen
der intellektuellen Rechtschaffenheit nicht. Sie machen es allesammt
wie die Weiblein, alle diese grossen Schwrmer und Wunderthiere, - sie
halten die "schnen Gefhle" bereits fr Argumente, den "gehobenen
Busen" fr einen Blasebalg der Gottheit, die berzeugung fr ein
Kriterium der Wahrheit. Zuletzt hat noch Kant, in "deutscher"
Unschuld, diese Form der Corruption, diesen Mangel an intellektuellem
Gewissen unter dem Begriff "praktische Vernunft" zu
verwissenschaftlichen versucht: er erfand eigens eine Vernunft dafr,
in welchem Falle man sich nicht um die Vernunft zu kmmern habe,
nmlich wenn die Moral, wenn die erhabne Forderung "du sollst" laut
wird. Erwgt man, da fast bei allen Vlkern der Philosoph nur die
Weiterentwicklung des priesterlichen Typus ist, so berrascht dieses
Erbstck des Priesters, die Falschmnzerei vor sich selbst, nicht
mehr. Wenn man heilige Aufgaben hat, zum Beispiel die Menschen zu
bessern, zu retten, zu erlsen, wenn man die Gottheit im Busen trgt,
Mundstck jenseitiger Imperative ist, so steht man mit einer solchen
Mission bereits ausserhalb aller bloss verstandesmssigen Werthungen,
- selbst schon geheiligt durch eine solche Aufgabe, selbst schon der
Typus einer hheren Ordnung! ... Was geht einen Priester die
Wissenschaft an! Er steht zu hoch dafr! - Und der Priester hat bisher
geherrscht! Er bestimmte den Begriff "wahr" und "unwahr"! ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
13.
Unterschtzen wir dies nicht: wir selbst, wir freien Geister, sind
bereits eine "Umwerthung aller Werthe", eine leibhafte Kriegs- und
Siegs-Erklrung an alle alten Begriffe von "wahr" und "unwahr". Die
werthvollsten Einsichten werden am sptesten gefunden; aber die
werthvollsten Einsichten sind die Methoden. Alle Methoden, alle
Voraussetzungen unsrer jetzigen Wissenschaftlichkeit haben
Jahrtausende lang die tiefste Verachtung gegen sich gehabt, auf sie
hin war man aus dem Verkehre mit "honnetten" Menschen ausgeschlossen,
- man galt als "Feind Gottes", als Verchter der Wahrheit, als
"Besessener". Als wissenschaftlicher Charakter war man Tschandala ...
Wir haben das ganze Pathos der Menschheit gegen uns gehabt - ihren
Begriff von dem, was Wahrheit sein soll, was der Dienst der Wahrheit
sein soll: jedes "du sollst" war bisher gegen uns gerichtet ... Unsre
Objekte, unsre Praktiken, unsre stille vorsichtige misstrauische Art -
Alles schien ihr vollkommen unwrdig und verchtlich. - Zuletzt drfte
man, mit einiger Billigkeit, sich fragen, ob es nicht eigentlich ein
sthetischer Geschmack war, was die Menschheit in so langer Blindheit
gehalten hat: sie verlangte von der Wahrheit einen pittoresken Effekt,
sie verlangte insgleichen vom Erkennenden, da er stark auf die Sinne
wirke. Unsre Bescheidenheit gieng ihr am lngsten wider den Geschmack
... Oh wie sie das erriethen, diese Truthhne Gottes - -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
14.
Wir haben umgelernt. Wir sind in allen Stcken bescheidner geworden.
Wir leiten den Menschen nicht mehr vom "Geist", von der "Gottheit" ab,
wir haben ihn unter die Thiere zurckgestellt. Er gilt uns als das
strkste Thier, weil er das listigste ist: eine Folge davon ist seine
Geistigkeit. Wir wehren uns anderseits gegen eine Eitelkeit, die auch
hier wieder laut werden mchte: wie als ob der Mensch die grosse
Hinterabsicht der thierischen Entwicklung gewesen sei. Er ist durchaus
keine Krone der Schpfung, jedes Wesen ist, neben ihm, auf einer
gleichen Stufe der Vollkommenheit ... Und indem wir das behaupten,
behaupten wir noch zuviel: der Mensch ist, relativ genommen, das
missrathenste Thier, das krankhafteste, das von seinen Instinkten am
gefhrlichste<n> abgeirrte - freilich, mit alle dem, auch das
interessanteste!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Was die Thiere betrifft, so hat zuerst Descartes, mit
verehrungswrdiger Khnheit, den Gedanken gewagt, das Thier als
machina zu verstehn: unsre ganze Physiologie bemht sich um den Beweis
dieses Satzes. Auch stellen wir logischer Weise den Menschen nicht bei
Seite, wie noch Descartes that: was berhaupt heute vom Menschen
begriffen ist, geht genau so weit als er machinal begriffen ist.
Ehedem gab man dem Menschen als seine Mitgift aus einer hheren
Ordnung den "freien Willen": heute haben wir ihm selbst den Willen
genommen, in dem Sinne, da darunter kein Vermgen mehr verstanden
werden darf. Das alte Wort "Wille" dient nur dazu, eine Resultante zu
bezeichnen, eine Art individueller Reaktion, die nothwendig auf eine
Menge theils widersprechender, theils zusammenstimmender Reize folgt:
- der Wille "wirkt" nicht mehr, "bewegt" nicht mehr ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ehemals sah man im Bewusstsein des Menschen, im "Geist", den Beweis
seiner hheren Abkunft, seiner Gttlichkeit; um den Menschen zu
vollenden, rieth man ihm an, nach der Art der Schildkrte, die Sinne
in sich hineinzuziehn, den Verkehr mit dem Irdischen einzustellen, die
sterbliche Hlle abzuthun: dann blieb die Hauptsache von ihm zurck,
der "reine Geist".  Wir haben uns auch hierber besser besonnen: das
Bewusstwerden, der "Geist", gilt uns gerade als Symptom einer
relativen Unvollkommenheit des Organismus, als ein Versuchen, Tasten,
Fehlgreifen, als eine Mhsal, bei der unnthig viel Nervenkraft
verbraucht wird, - wir leugnen, da irgend Etwas vollkommen gemacht
werden kann, so lange es noch bewusst gemacht wird. Der "reine Geist"
ist eine reine Dummheit: rechnen wir das Nervensystem und die Sinne
ab, die "sterbliche Hlle", so verrechnen wir uns - weiter nichts! ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
15.
Weder die Moral noch die Religion berhrt sich im Christenthume mit
irgend einem Punkte der Wirklichkeit. Lauter imaginre Ursachen
("Gott", "Seele", "Ich" "Geist", "der freie Wille" - oder auch "der
unfreie"); lauter imaginre Wirkungen ("Snde", "Erlsung", "Gnade",
"Strafe", "Vergebung der Snde"). Ein Verkehr zwischen imaginren
Wesen ("Gott" "Geister" "Seelen"); eine imaginre Naturwissenschaft
(anthropocentrisch; vlliger Mangel des Begriffs der natrlichen
Ursachen) eine imaginre Psychologie (lauter Selbst-
Miverstndnisse, Interpretationen angenehmer oder unangenehmer
Allgemeingefhle, zum Beispiel der Zustnde des nervus sympathicus mit
Hlfe der Zeichensprache religis-moralischer Idiosynkrasie, - "Reue",
"Gewissensbi", "Versuchung des Teufels", "die Nhe Gottes"); eine
imaginre Teleologie ("das Reich Gottes", "das jngste Gericht", "das
ewige Leben"). - Diese reine Fiktions-Welt unterscheidet sich dadurch
sehr zu ihren Ungunsten von der Traumwelt, da letztere die
Wirklichkeit wiederspiegelt, whrend sie die Wirklichkeit flscht,
entwertete, verneint. ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Nachdem erst der Begriff "Natur" als Gegenbegriff zu "Gott" erfunden
war, mute "natrlich" das Wort sein fr "verwerflich", - jene ganze
Fiktions-Welt hat ihre Wurzel im Hass gegen das Natrliche (- die
Wirklichkeit! -), sie ist der Ausdruck eines tiefen Missbehagens am
Wirklichen ... Aber damit ist Alles erklrt. Wer allein hat Grnde
sich wegzulgen aus der Wirklichkeit?  Wer an ihr leidet. Aber an der
Wirklichkeit leiden heit eine verunglckte Wirklichkeit sein ... Das
bergewicht der Unlustgefhle ber die Lustgefhle ist die Ursache
jener fiktiven Moral und Religion: ein solches bergewicht giebt aber
die Formel ab fr dcadence ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
16.
Zu dem gleichen Schlusse nthigt eine Kritik des christlichen
Gottesbegriffs. - Ein Volk, das noch an sich selbst glaubt, hat auch
noch seinen eignen Gott. In ihm verehrt es die Bedingungen, durch die
es obenauf ist, seine Tugenden, - es projicirt seine Lust an sich,
sein Machtgefhl in ein Wesen, dem man dafr danken kann. Wer reich
ist, will abgeben; ein stolzes Volk braucht einen Gott, um zu opfern
... Religion, innerhalb solcher Voraussetzungen, ist eine Form der
Dankbarkeit. Man ist fr sich selber dankbar: dazu braucht man einen
Gott. - Ein solcher Gott mu ntzen und schaden knnen, mu Freund
und Feind sein knnen, - man bewundert ihn im Guten wie im Schlimmen.
Die widernatrliche Castration eines Gottes zu einem Gotte bloss des
Guten lge hier ausserhalb aller Wnschbarkeit. Man hat den bsen Gott
so nthig als den guten: man verdankt ja die eigne Existenz nicht
gerade der Toleranz, der Menschenfreundlichkeit ... Was lge an einem
Gotte, der nicht Zorn, Rache, Neid, Hohn, List, Gewaltthat kennte? dem
vielleicht nicht einmal die entzckenden ardeurs des Siegs und der
Vernichtung bekannt wren? Man wrde einen solchen Gott nicht
verstehn: wozu sollte man ihn haben? ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Freilich: wenn ein Volk zu Grunde geht; wenn es den Glauben an
Zukunft, seine Hoffnung auf Freiheit endgltig schwinden fhlt; wenn
ihm die Unterwerfung als erste Ntzlichkeit, die Tugenden der
Unterworfenen als Erhaltungsbedingungen in's Bewusstsein treten, dann
mu sich auch sein Gott verndern. Er wird jetzt Duckmuser,
furchtsam, bescheiden, rth zum "Frieden der Seele", zum
Nicht-mehr-Hassen, zur Nachsicht, zur "Liebe" selbst gegen Freund und
Feind. Er moralisirt bestndig, er kriecht in die Hhle jeder
Privattugend, wird Gott fr Jedermann, wird Privatmann, wird
Kosmopolit ... Ehemals stellte er ein Volk, die Strke eines Volkes,
alles Aggressive und Machtdurstige aus der Seele eines Volkes dar:
jetzt ist er bloss noch der gute Gott ... In der That, es giebt keine
andre Alternative fr Gtter: entweder sind sie der Wille zur Macht -
und so lange werden sie Volksgtter sein - oder aber die Ohnmacht zur
Macht - und dann werden sie nothwendig gut...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
17.
Wo in irgend welcher Form der Wille zur Macht niedergeht, giebt es
jedes Mal auch einen physiologischen Rckgang, eine dcadence. Die
Gottheit der dcadence, beschnitten an ihren mnnlichsten Tugenden und
Trieben, wird nunmehr nothwendig zum Gott der
physiologisch-Zurckgegangenen, der Schwachen. Sie heien sich selbst
nicht die Schwachen, sie heien sich "die Guten" ... Man versteht,
ohne da ein Wink noch Noth thte, in welchen Augenblicken der
Geschichte erst die dualistische Fiktion eines guten und eines bsen
Gottes mglich wird. Mit demselben Instinkte, mit dem die Unterworfnen
ihren Gott zum "Guten an sich" herunterbringen, streichen sie aus dem
Gotte ihrer berwinder die guten Eigenschaften aus; sie nehmen Rache
an ihren Herrn, dadurch da sie deren Gott verteufeln. - Der gute
Gott, ebenso wie der Teufel: Beide Ausgeburten der dcadence. - Wie
kann man heute noch der Einfalt christlicher Theologen so viel
nachgeben, um mit ihnen zu dekretiren, die Fortentwicklung des
Gottesbegriffs vom "Gotte Israels", vom Volksgotte zum christlichen
Gotte, zum Inbegriff alles Guten sei ein Fortschritt? ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wenn die Voraussetzungen des aufsteigenden Lebens, wenn alles Starke
Tapfere, Herrische, Stolze aus dem Gottesbegriffe eliminirt werden,
wenn er Schritt fr Schritt zum Symbol eines Stabs fr Mde, eines
Rettungsankers fr alle Ertrinkenden heruntersinkt, wenn er
Arme-Leute-Gott, Snder-Gott, Kranken-Gott par excellence wird, und
das Prdikat "Heiland", "Erlser" gleichsam brig bleibt als
gttliches Prdikat berhaupt: wovon redet eine solche Verwandlung?
eine solche Reduktion des Gttlichen? - Freilich: "das Reich Gottes"
ist damit grsser geworden.  Ehemals hatte er nur sein Volk, sein
"auserwhltes" Volk. Inzwischen gieng er, ganz wie sein Volk selber,
in die Fremde, auf Wanderschaft, er sass seitdem nirgendswo mehr
still: bis er endlich berall heimisch wurde, der grosse Cosmopolit, -
bis er "die grosse Zahl" und die halbe Erde auf seine Seite
bekam. Aber der Gott "der grossen Zahl", der Demokrat unter den
Gttern, wurde trotzdem kein stolzer Heidengott: er blieb Jude, er
blieb der Gott der Winkel, der Gott aller dunklen Ecken und Stellen,
aller ungesunden Quartiere der ganzen Welt! ... 
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Und er [Gott] selbst, so blass, so schwach, so dcadent ...
Selbst die Blassesten der Blassen wurden noch ber ihn Herr, die
Herrn Metaphysiker, die Begriffs-Albinos. Diese spannen so lange um
ihn herum, bis er, hypnotisirt durch ihre Bewegungen, selbst Spinne,
selbst Metaphysicus wurde. Nunmehr spann er wieder die Welt aus sich
heraus - sub specie Spinozae -, nunmehr transfigurirte er sich ins
immer Dnnere und Blssere, ward "Ideal", ward "reiner Geist", ward
"absolutum", ward , Ding an sich ... Verfall eines Gottes: Gott ward
"Ding an sich"...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
18.
Der christliche Gottesbegriff - Gott als Krankengott, Gott als Spinne,
Gott als Geist - ist einer der corruptesten Gottesbegriffe, die auf
Erden erreicht worden sind; er stellt vielleicht selbst den Pegel des
Tiefstands in der absteigenden Entwicklung des Gtter-Typus dar. Gott
zum Widerspruch des Lebens abgeartet, statt dessen Verklrung und
ewiges Ja zu sein. In Gott dem Leben, der Natur, dem Willen zum Leben
die Feindschaft angesagt! Gott die Formel fr jede Verleumdung des
"Diesseits", fr jede Lge vom "Jenseits"! In Gott das Nichts
vergttlicht, der Wille zum Nichts heilig gesprochen!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
19.
... Zwei Jahrtausende beinahe und nicht ein einziger neuer Gott!
Sondern immer noch und wie zu Recht bestehend, wie ein ultimatum und
maximum der gottbildenden Kraft, des creator spiritus im Menschen,
dieser erbarmungswrdige Gott des christlichen Monotono-Theismus! dies
hybride Verfalls-Gebilde aus Null, Begriff und Widerspruch, in dem
alle Dcadence-Instinkte, alle Feigheiten und Mdigkeiten der Seele
ihre Sanktion haben! - -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
20.
Mit meiner Verurtheilung des Christenthums mchte ich kein Unrecht
gegen eine verwandte Religion begangen haben, die der Zahl der
Bekenner nach sogar berwiegt, gegen den Buddhismus. Beide gehren als
nihilistische Religionen zusammen - sie sind dcadence-Religionen -,
beide sind von einander in der merkwrdigsten Weise getrennt. Da man
sie jetzt vergleichen kann, dafr ist der Kritiker des Christenthums
den indischen Gelehrten tief dankbar. - Der Buddhismus ist hundert Mal
realistischer als das Christenthum, - er hat die Erbschaft des
objektiven und khlen Probleme-Stellens im Leibe, er kommt nach einer
Hunderte von Jahren dauernden philosophischen Bewegung, der Begriff
"Gott" ist bereits abgethan, als er kommt. Der Buddhismus ist die
einzige eigentlich positivistische Religion, die uns die Geschichte
zeigt, auch noch in seiner Erkenntnisstheorie (einem strengen
Phnomenalismus -), er sagt nicht mehr "Kampf gegen Snde", sondern,
ganz der Wirklichkeit das Recht gebend, "Kampf gegen das Leiden". Er
hat - dies unterscheidet ihn tief vom Christenthum - die
Selbst-Betrgerei der Moral-Begriffe bereits hinter sich, - er steht,
in meiner Sprache geredet, jenseits von Gut und Bse. ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die zwei physiologischen Thatsachen, auf denen er [der Buddhismus]
ruht und die er ins Auge fasst, sind: einmal eine bergrosse
Reizbarkeit der Sensibilitt, welche sich als raffinirte
Schmerzfhigkeit ausdrckt, sodann eine bergeistigung, ein
allzulanges Leben in Begriffen und logischen Prozeduren, unter dem der
Person-Instinkt zum Vortheil des "Unpersnlichen" Schaden genommen hat
(- Beides Zustnde, die wenigstens Einige meiner Leser, die
"Objektiven", gleich mir selbst, aus Erfahrung kennen werden) Auf
Grund dieser physiologischen Bedingungen ist eine Depression
entstanden: gegen diese geht Buddha hygienisch vor. Er wendet dagegen
das Leben im Freien an, das Wanderleben, die Mssigung und die Wahl in
der Kost; die Vorsicht gegen alle Spirituosa; die Vorsicht insgleichen
gegen alle Affekte, die Galle machen, die das Blut erhitzen; keine
Sorge, weder fr sich, noch fr Andre. Er fordert Vorstellungen, die
entweder Ruhe geben oder erheitern - er erfindet Mittel, die andren
sich abzugewhnen. Er versteht die Gte, das Gtig-sein als
gesundheitfrdernd. Gebet ist ausgeschlossen, ebenso wie die Askese;
kein kategorischer Imperativ, kein Zwang berhaupt, selbst nicht
innerhalb der Klostergemeinschaft (- man kann wieder hinaus -) Das
Alles wren Mittel, um jene bergrosse Reizbarkeit zu verstrken.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Eben darum fordert er [der Buddhismus] auch keinen Kampf gegen
Andersdenkende; seine Lehre wehrt sich gegen nichts mehr als gegen das
Gefhl der Rache, der Abneigung, des ressentiment (- "nicht durch
Feindschaft kommt Feindschaft zu Ende": der rhrende Refrain des
ganzen Buddhismus ... ) Und das mit Recht: gerade diese Affekte wren
vollkommen ungesund in Hinsicht auf die ditetische Hauptabsicht. Die
geistige Ermdung, die er vorfindet, und die sich in einer
allzugrossen "Objektivitt" (das heit Schwchung des
Individual-Interesses, Verlust an Schwergewicht, an "Egoismus")
ausdrckt, bekmpft <er> mit einer strengen Zurckfhrung auch der
geistigsten Interessen auf die Person. In der Lehre Buddha's wird der
Egoismus Pflicht: das "Eins ist Noth", das "wie kommst du vom Leiden
los" regulirt und begrenzt die ganze geistige Dit (- man darf sich
vielleicht an jenen Athener erinnern, der der reinen
"Wissenschaftlichkeit" gleichfalls den Krieg machte, an Sokrates, der
den Personal-Egoismus auch im Reich der Probleme zur Moral erhob.)
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
21.
Die Voraussetzung fr den Buddhismus ist ein sehr mildes Klima, eine
grosse Sanftmuth und Liberalitt in den Sitten, kein Militarismus; und
da es die hheren und selbst gelehrten Stnde sind, in denen die
Bewegung ihren Heerd hat. Man will die Heiterkeit, die Stille, die
Wunschlosigkeit als hchstes Ziel, und man erreicht sein Ziel. Der
Buddhismus ist keine Religion, in der man bloss auf Vollkommenheit
aspirirt: das Vollkommne ist der normale Fall. ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Im Christenthume kommen die Instinkte Unterworfner und Unterdrckter
in den Vordergrund: es sind die niedersten Stnde, die in ihm ihr Heil
suchen. Hier wird als Beschftigung, als Mittel gegen die Langeweile,
die Casuistik der Snde, die Selbstkritik, die Gewissens-Inquisition
gebt; hier wird der Affekt gegen einen Mchtigen, "Gott" genannt,
bestndig aufrecht erhalten (durch das Gebet); hier gilt das Hchste
als unerreichbar, als Geschenk, als "Gnade". Hier fehlt auch die
ffentlichkeit; der Versteck, der dunkle Raum ist christlich. Hier
wird der Leib verachtet, die Hygiene als Sinnlichkeit abgelehnt; die
Kirche wehrt sich selbst gegen die Reinlichkeit (- die erste
christliche Massregel nach Vertreibung der Mauren war die Schliessung
der ffentlichen Bder, von denen Cordova allein 270 besass).
Christlich ist ein gewisser Sinn der Grausamkeit, gegen sich und
Andre; der Hass gegen die Andersdenkenden; der Wille, zu verfolgen.
Dstere und aufregende Vorstellungen sind im Vordergrunde; die
hchstbegehrten, mit den hchsten Namen bezeichneten Zustnde sind
Epilepsoden; die Dit wird so gewhrt, da sie morbide Erscheinungen
begnstigt und die Nerven berreizt. Christlich ist die Todfeindschaft
gegen die Herren der Erde, gegen die "Vornehmen" - und zugleich ein
versteckter heimlicher Wettbewerb (- man lsst ihnen den "Leib", man
will nur die "Seele" .. .) Christlich ist der Hass gegen den Geist,
gegen Stolz, Muth, Freiheit, libertinage des Geistes; christlich ist
der Hass gegen die Sinne, gegen die Freuden der Sinne, gegen die
Freude berhaupt ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
22.
Dies Christenthum, als es seinen ersten Boden verliess, die niedrigsten Stnde, die Unterwelt der antiken Welt, als es unter
Barbaren-Vlkern nach Macht ausgieng, hatte hier nicht mehr mde Menschen
zur Voraussetzung, sondern innerlich verwilderte und sich zerreissende, -
den starken Menschen, aber den missrathenen. Die Unzufriedenheit mit sich,
das Leiden an sich ist hier nicht wie bei dem Buddhisten eine bermssige
Reizbarkeit und Schmerzfhigkeit, vielmehr umgekehrt ein bermchtiges
Verlangen nach Wehethun, nach Auslassung der inneren Spannung in feindseligen
Handlungen und Vorstellungen. Das Christenthum hatte barbarische Begriffe
und Werthe nthig, um ber Barbaren Herr zu werden: solche sind das
Erstlingsopfer, das Bluttrinken im Abendmahl, die Verachtung des Geistes und
der Cultur; die Folterung in allen Formen, sinnlich und unsinnlich; der
grosse Pomp des Cultus. Der Buddhismus ist eine Religion fr spte Menschen,
fr gtige, sanfte, bergeistig gewordne Rassen, die zu leicht Schmerz
empfinden (Europa ist noch lange nicht reif fr ihn -): er ist eine
Rckfhrung derselben zu Frieden und Heiterkeit, zur Dit im Geistigen,
zu einer gewissen Abhrtung im Leiblichen. Das Christenthum will ber
Raubthiere Herr werden; sein Mittel ist, sie krank zu machen, -
die Schwchung ist das christliche Rezept zur Zhmung, zur "Civilisation".
Der Buddhismus ist eine Religion fr den Schluss und die Mdigkeit der
Civilisation, das Christenthum findet sie noch nicht einmal vor, -
es begrndet sie unter Umstnden.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
23.
Der Buddhismus, nochmals gesagt, ist hundert Mal klter, wahrhafter,
objektiver. Er hat nicht mehr nthig, sich sein Leiden, seine
Schmerzfhigkeit anstndig zu machen durch die Interpretation der
Snde, - er sagt bloss, was er denkt "ich leide". Dem Barbaren dagegen
ist Leiden an sich nichts Anstndiges: er braucht erst eine Auslegung,
um es sich einzugestehn, da er leidet (sein Instinkt weist ihn eher
auf Verleugnung des Leidens, auf stilles Ertragen hin) Hier war das
Wort "Teufel" eine Wohlthat: man hatte einen bermchtigen und
furchtbaren Feind, - man brauchte sich nicht zu schmen, an einem
solchen Feind zu leiden. -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Das Christenthum hat einige Feinheiten auf dem Grunde, die zum Orient
gehren. Vor allem weiss es, da es an sich ganz gleichgltig ist, ob
Etwas wahr <ist>, aber von hchster Wichtigkeit, sofern es als wahr
geglaubt wird. Die Wahrheit und der Glaube, da Etwas wahr sei: zwei
ganz auseinanderliegende Interessen-Welten, fast Gegensatz - Welten -
man kommt zum Einen und zum Andren auf grundverschiednen Wegen.
Hierber wissend zu sein - das macht im Orient beinahe den Weisen: so
verstehn es die Brahmanen, so versteht es Plato, so jeder Schler
esoterischer Weisheit. Wenn zum Beispiel ein Glck darin liegt, sich
von der Snde erlst zu glauben, so thut als Voraussetzung dazu nicht
noth, da der Mensch sndig sei, sondern da er sich sndig fhlt.
Wenn aber berhaupt vor allem Glaube noth thut, so mu man die
Vernunft, die Erkenntniss, die Forschung in Misskredit bringen: der
Weg zur Wahrheit wird zum verbotnen Weg.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die starke Hoffnung ist ein viel grsseres Stimulans des Lebens, als
irgend ein einzelnes wirklich eintretendes Glck. Man mu Leidende durch
eine Hoffnung aufrecht erhalten, welcher durch keine Wirklichkeit
widersprochen werden kann, - welche nicht durch eine Erfllung abgethan
wird: eine Jenseits-Hoffnung. (Gerade wegen dieser Fhigkeit, den
Unglcklichen hinzuhalten, galt die Hoffnung bei den Griechen als bel
der bel, als das eigentlich tckische bel: es blieb im Fass des bels
zurck). - Damit Liebe mglich ist, mu Gott Person sein; damit die
untersten Instinkte mitreden knnen, mu Gott jung sein. Man hat fr die
Inbrunst der Weiber einen schnen Heiligen, fr die der Mnner eine
Maria in den Vordergrund zu rcken. Dies unter der Voraussetzung, da
das Christenthum auf einem Boden Herr , werden will, wo aphrodisische
oder Adonis-Culte den Begriff des Cultus bereits bestimmt haben. Die
Forderung der Keuschheit verstrkt die Vehemenz und Innerlichkeit des
religisen Instinkts - sie macht den Cultus wrmer, schwrmerischer,
seelenvoller. - Die Liebe ist der Zustand, wo der Mensch die Dinge am
meisten so sieht, wie sie nicht sind. Die illusorische Kraft ist da
auf ihrer Hhe, ebenso die versssende, die verklrende Kraft. Man
ertrgt in der Liebe mehr als sonst, man duldet Alles. Es galt eine
Religion zu erfinden, in der geliebt werden kann: damit ist man ber
das Schlimmste am Leben hinaus - man sieht es gar nicht mehr. - So
viel ber die drei christlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung: ich
nenne sie die drei christlichen Klugheiten. - Der Buddhismus ist zu
spt, zu positivistisch dazu, um noch auf diese Weise klug zu sein. -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
24.
... Die Juden sind das merkwrdigste Volk der Weltgeschichte, weil sie,
vor die Frage von Sein und Nichtsein gestellt, mit einer vollkommen
unheimlichen Bewusstheit das Sein um jeden Preis vorgezogen haben:
dieser Preis war die radikale Flschung aller Natur, aller
Natrlichkeit, aller Realitt, der ganzen inneren Welt so gut als der
usseren. Sie grenzten sich ab gegen alle Bedingungen, unter denen
bisher ein Volk leben konnte, leben durfte, sie schufen aus sich einen
Gegensatz-Begriff zu natrlichen Bedingungen, - sie haben, der Reihe
nach, die Religion, den Cultus, die Moral, die Geschichte, die
Psychologie auf eine unheilbare Weise in den Widerspruch zu deren
Natur-Werthen umgedreht. Wir begegnen demselben Phnomene noch einmal
und in unsglich vergrsserten Proportionen, trotzdem nur als Copie: -
die christliche Kirche entbehrt, im Vergleich zum "Volk der Heiligen",
jedes Anspruchs auf Originalitt. Die Juden sind, ebendamit, das
verhngnissvollste Volk der Weltgeschichte: in ihrer Nachwirkung haben
sie die Menschheit dermaassen falsch gemacht, da heute noch der
Christ antijdisch fhlen kann, ohne sich als die letzte jdische
Consequenz zu verstehn.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Um Nein sagen zu knnen zu Allem, was die aufsteigende Bewegung des
Lebens, die Wohlgerathenheit, die Macht, die Schnheit, die
Selbstbejahung auf Erden darstellt, mute hier sich der Genie
gewordne Instinkt des ressentiment eine andre Welt erfinden, von wo
aus jene Lebens-Bejahung als das Bse, als das Verwerfliche an sich
erschien.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Javeh ist der Gott Israels und folglich Gott der Gerechtigkeit:
die Logik jedes Volks, das in Macht ist und ein gutes Gewissen davon hat.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Der alte Gott konnte nichts mehr von dem, was er ehemals konnte. Man
htte ihn fahren lassen sollen. Was geschah? Man vernderte seinen
Begriff, - man entnatrlichte seinen Begriff: um diesen Preis hielt
man ihn fest. - Javeh der Gott der "Gerechtigkeit", - nicht mehr eine
Einheit mit Israel, ein Ausdruck des Volks-Selbstgefhls: nur noch ein
Gott unter Bedingungen ... Sein Begriff wird ein Werkzeug in den
Hnden priesterlicher Agitatoren, welche alles Glck nunmehr als Lohn,
alles Unglck als Strafe fr Ungehorsam gegen Gott, fr "Snde",
interpretiren: jene verlogenste Interpretations-Manier einer angeblich
"sittlichen Weltordnung", mit der, ein fr alle Mal, der Naturbegriff
"Ursache" und "Wirkung" auf den Kopf gestellt ist. Wenn man erst, mit
Lohn und Strafe, die natrliche Causalitt aus der Welt geschafft hat,
bedarf man einer widernatrlichen Causalitt: der ganze Rest von
Unnatur folgt nunmehr.  Ein Gott, der fordert - an Stelle eines
Gottes, der hilft, der Rath schafft, der im Grunde das Wort ist fr
jede glckliche Inspiration des Muths und des Selbstvertrauens ... Die
Moral, nicht mehr der Ausdruck der Lebens- und Wachsthums-Bedingungen
eines Volk<s>, nicht mehr sein unterster Instinkt des Lebens, sondern
abstrakt geworden, Gegensatz zum Leben geworden, - Moral als
grundstzliche Verschlechterung der Phantasie, als "bser Blick" fr
alle Dinge. Was ist jdische, was ist christliche Moral? Der Zufall um
seine Unschuld gebracht; das Unglck mit dem Begriff "Snde"
beschmutzt; das Wohlbefinden als Gefahr, als "Versuchung"; das
physiologische belbefinden mit dem Gewissens-Wurm vergiftet ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
26.
Der Gottesbegriff geflscht; der Moralbegriff geflscht: - die
jdische Priesterschaft blieb dabei nicht stehn. Man konnte die ganze
Geschichte Israels nicht brauchen: fort mit ihr! - Diese Priester
haben jenes Wunderwerk von Flschung zu Stande gebracht, als deren
Dokument uns ein guter Theil der Bibel vorliegt: sie haben ihre eigne
Volks-Vergangenheit mit einem Hohn ohne Gleichen gegen jede
berlieferung, gegen jede historische Realitt ins Religise
bersetzt, das heit, aus ihr einen stupiden Heils-Mechanismus von
Schuld gegen Javeh und Strafe, von Frmmigkeit gegen Javeh und Lohn
gemacht. Wir wrden diesen schmachvollsten Akt der
Geschichts-Flschung viel schmerzhafter empfinden, wenn uns nicht die
kirchliche Geschichts-Interpretation von Jahrtausenden fast stumpf fr
die Forderungen der Rechtschaffenheit in historicis gemacht htte.
...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Und der Kirche sekundirten die Philosophen: die Lge "der sittlichen
Weltordnung" geht durch die ganze Entwicklung selbst der neueren
Philosophie. Was bedeutet "sittliche Weltordnung"? Da es, ein fr
alle Mal, einen Willen Gottes giebt, was der Mensch zu thun, was er zu
lassen habe; da der Werth eines Volkes, eines Einzelnen sich darnach
bemesse, wie sehr oder wie wenig dem Willen Gottes gehorcht wird; da
in den Schicksalen eines Volkes, eines Einzelnen sich der Wille Gottes
als herrschend, das heit als strafend und belohnend, je nach dem
Grade des Gehorsams, beweist.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die Realitt an Stelle dieser erbarmungswrdigen Lge heit: eine
parasitische Art Mensch, die nur auf Kosten aller gesunden Bildungen
des Lebens gedeiht, der Priester, missbraucht den Namen Gottes: er nennt
einen Zustand der Dinge, in dem der Priester den Werth der Dinge bestimmt,
"das Reich Gottes"; er nennt die Mittel, vermge deren ein solcher
Zustand erreicht oder aufrecht erhalten wird, "den Willen Gottes";
er misst, mit einem kaltbltigen Cynismus, die Vlker, die Zeiten,
die Einzelnen darnach ab, ob sie der Priester-bermacht ntzten oder
widerstrebten. Man sehe sie am Werk: unter den Hnden der jdischen
Priester wurde die grosse Zeit in der Geschichte Israels eine
Verfalls-Zeit; das Exil, das lange Unglck verwandelte sich in eine
ewige Strafe fr die grosse Zeit - eine Zeit, in der der Priester noch
nichts war ... Sie haben aus den mchtigen, sehr frei gerathenen Gestalten
der Geschichte Israels, je nach Bedrfniss, armselige Ducker und Mucker
oder "Gottlose" gemacht, sie haben die Psychologie jedes grossen
Ereignisses auf die Idioten-Formel "Gehorsam oder Ungehorsam gegen Gott"
vereinfacht.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ein Schritt weiter: der "Wille Gottes", das heit die
Erhaltungs-Bedingungen fr die Macht des Priesters, mu bekannt sein,
- zu diesem Zwecke bedarf es einer "Offenbarung". Auf deutsch: eine
grosse litterarische Flschung wird nthig, eine "heilige Schrift"
wird entdeckt, - unter allem hieratischen Pomp, mit Busstagen und
Jammergeschrei ber die lange "Snde" wird sie ffentlich gemacht. Der
"Wille Gottes" stand lngst fest: das ganze Unheil liegt darin, da
man sich der "heiligen Schrift" entfremdet hat ... Moses schon war der
"Wille Gottes" offenbart ... Was war geschehn? Der Priester hatte, mit
Strenge, mit Pedanterie, bis auf die grossen und kleinen Steuern, die
man ihm zu zahlen hatte (- die schmackhaftesten Stcke vom Fleisch
nicht zu vergessen: denn der Priester ist ein Beefsteak-Fresser) ein
fr alle Mal formulirt, was er haben will, "was der Wille Gottes ist"
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Von nun an sind alle Dinge des Lebens so geordnet, da der
Priester berall unentbehrlich ist; in allen natrlichen Vorkommnissen
des Lebens, bei der Geburt, der Ehe, der Krankheit, dem Tode, gar
nicht vom Opfer ("der Mahlzeit") zu reden, erscheint der heilige
Parasit, um sie zu entnatrlichen: in seiner Sprache zu "heiligen" ...
Denn dies mu man begreifen: jede natrliche Sitte, jede natrliche
Institution (Staat, Gerichts-Ordnung, Ehe, Kranken- und Armenpflege),
jede vom Instinkt des Lebens eingegebne Forderung, kurz Alles, was
seinen Werth in sich hat, wird durch den Parasitismus des Priesters
(oder der "sittlichen Weltordnung") grundstzlich werthlos,
werth-widrig gemacht: es bedarf nachtrglich einer Sanktion, - eine
werthverleihende Macht thut noth, welche die Natur darin verneint,
welche eben damit erst einen Werth schafft ... Der Priester
entwerthet, entheiligt die Natur: um diesen Preis besteht er
berhaupt. - Der Ungehorsam gegen Gott, das heit gegen den Priester,
gegen "das Gesetz" bekommt nun den Namen "Snde"; die Mittel, sich
wieder "mit Gott zu vershnen", sind, wie billig, Mittel, mit denen
die Unterwerfung unter den Priester nur noch grndlicher gewhrleistet
ist: der Priester allein "erlst" ... Psychologisch nachgerechnet
werden in jeder priesterlich organisirten Gesellschaft die "Snden"
unentbehrlich: sie sind die eigentlichen Handhaben der Macht, der
Priester lebt von den Snden, er hat nthig, da "gesndigt" wird ...
Oberster Satz: "Gott vergiebt dem, der Busse thut" - auf deutsch: der
sich dem Priester unterwirft. -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
27.
Auf einem dergestalt falschen Boden, wo jede Natur, jeder Natur-Werth,
jede Realitt die tiefsten Instinkte der herrschenden Klasse wider
sich hatte, wuchs das Christenthum auf, eine Todfeindschafts-Form
gegen die Realitt, die bisher nicht bertroffen worden ist. Das
"heilige Volk", das fr alle Dinge nur Priester-Werthe, nur
Priester-Worte brig behalten hatte, und mit einer
Schluss-Folgerichtigkeit, die Furcht einflssen kann, Alles, was sonst
noch an Macht auf Erden bestand, als "unheilig", als "Welt", als
"Snde" von sich abgetrennt hatte - dies Volk brachte fr seinen
Instinkt eine letzte Formel hervor, die logisch war bis zur
Selbstverneinung: es verneinte, als Christenthum, noch die letzte Form
der Realitt, das "heilige Volk", das "Volk der Ausgewhlten", die
jdische Realitt selbst. Der Fall ist ersten Rangs: die kleine
aufstndische Bewegung, die auf den Namen des Jesus von Nazareth
getauft wird, ist der jdische Instinkt noch einmal,- anders gesagt,
der Priester-Instinkt, der den Priester als Realitt nicht mehr
vertrgt, die Erfindung einer noch abgezogneren Daseinsform, einer
noch unrealeren Vision der Welt, als sie die Organisation einer Kirche
bedingt. Das Christenthum verneint die Kirche ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ich sehe nicht ab, wogegen der Aufstand gerichtet war, als dessen
Urheber Jesus verstanden oder missverstanden worden ist, wenn es nicht
der Aufstand gegen die jdische Kirche war, Kirche genau in dem Sinn
genommen, in dem wir heute das Wort nehmen. Es war ein Aufstand gegen
"die Guten und Gerechten", gegen "die Heiligen Israels", gegen die
Hierarchie der Gesellschaft - nicht gegen deren Verderbniss, sondern
gegen die Kaste, das Privilegium, die Ordnung, die Formel; es war der
Unglaube an die "hheren Menschen", das Nein gesprochen gegen Alles,
was Priester und Theologe war. Aber die Hierarchie, die damit, wenn
auch nur fr einen Augenblick, in Frage gestellt wurde, war der
Pfahlbau, auf dem das jdische Volk, mitten im "Wasser", berhaupt
noch fortbestand, die mhsam errungene letzte Mglichkeit, brig zu
bleiben, das residuum seiner politischen Sonder-Existenz: ein Angriff
auf sie war ein Angriff auf den tiefsten Volks-Instinkt, auf den
zhesten Volks-Lebens-Willen, der je auf Erden dagewesen ist. Dieser
heilige Anarchist, der das niedere Volk, die Ausgestossnen und
"Snder", die Tschandala innerhalb des Judenthums zum Widerspruch
gegen die herrschende Ordnung aufrief - mit einer Sprache, falls den
Evangelien zu trauen wre, die auch heute noch nach Sibirien fhren
wrde, war ein politischer Verbrecher, so weit eben politische
Verbrecher in einer absurd-unpolitischen Gemeinschaft mglich waren.
Dies brachte ihn an's Kreuz: der Beweis dafr ist die Aufschrift des
Kreuzes. Er starb fr seine Schuld, - es fehlt jeder Grund dafr, so
oft es auch behauptet worden ist, da er fr die Schuld Andrer starb.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
28.
...
Ich bekenne, da ich wenige Bcher mit solchen Schwierigkeiten lese
wie die Evangelien. Diese Schwierigkeiten sind andre, als die, an
deren Nachweis die gelehrte Neugierde des deutschen Geistes einen
ihrer unvergesslichsten Triumphe gefeiert hat. Die Zeit ist fern, wo
auch ich, gleich jedem jungen Gelehrten, mit der klugen Langsamkeit
eines raffinirten Philologen das Werk des unvergleichlichen Strauss
auskostete. Damals war ich zwanzig Jahr alt: jetzt bin ich zu ernst
dafr. Was gehen mich die Widersprche der "berlieferung" an? Wie
kann man Heiligen-Legenden berhaupt "berlieferung" nennen! Die
Geschichten von Heiligen sind die zweideutigste Litteratur, die es
berhaupt giebt: auf sie die wissenschaftliche Methode anwenden, wenn
sonst keine Urkunden vorliegen, scheint mir von vornherein verurtheilt
- blosser gelehrter Mssiggang ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Was mich angeht, ist der psychologische Typus des Erlsers. ...
Die Versuche, die ich kenne, aus den Evangelien sogar die Geschichte
einer "Seele" herauszulesen, scheinen mir Beweise einer verabscheuungswrdigen
psychologischen Leichtfertigkeit. Herr Renan, dieser Hanswurst in
psychologicis, hat die zwei ungehrigsten Begriffe zu seiner Erklrung
des Typus Jesus hinzugebracht, die es hierfr geben kann: den Begriff
Genie und den Begriff Held ("hros").  ...
Aus Jesus einen Helden machen! - Und was
fr ein Missverstndniss ist gar das Wort "Genie"! Unser ganzer
Begriff, unser Cultur-Begriff "Geist" hat in der Welt, in der Jesus
lebt, gar keinen Sinn. Mit der Strenge des Physiologen gesprochen,
wre hier ein ganz andres Wort eher noch am Platz: das Wort Idiot.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Wir kennen einen Zustand krankhafter Reizbarkeit des Tastsinns, der dann
vor jeder Berhrung, vor jedem Anfassen eines festen Gegenstandes
zurckschaudert. Man bersetze sich einen solchen physiologischen
habitus in seine letzte Logik - als Instinkt-Hass gegen jede Realitt,
als Flucht in's "Unfassliche", in's "Unbegreifliche", als Widerwille
gegen jede Formel, jeden Zeit- und Raumbegriff, gegen Alles, was fest,
Sitte, Institution, Kirche ist, als Zu-Hause-sein in einer Welt, an
die keine Art Realitt mehr rhrt, einer bloss noch "inneren" Welt,
einer "wahren" Welt, einer "ewigen" Welt ... "Das Reich Gottes ist in
euch" ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Antichrist)
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
30.
Der Instinkt-Hass gegen die Realitt: Folge einer extremen Leid- und
Reizfhigkeit, welche berhaupt nicht mehr "berhrt" werden will, weil
sie jede Berhrung zu tief empfindet.

Die Instinkt-Ausschliessung aller Abneigung, aller Feindschaft, aller
Grenzen und Distanzen im Gefhl: Folge einer extremen Leid- und
Reizfhigkeit, welche jedes Widerstreben, Widerstreben-Mssen bereits
als unertrgliche Unlust (das heit als schdlich, als vom
Selbsterhaltungs-Instinkte widerrathen) empfindet und die Seligkeit
(die Lust) allein darin kennt, nicht mehr, Niemandem mehr, weder dem
bel, noch dem Bsen, Widerstand zu leisten, - die Liebe als einzige,
als letzte Lebens-Mglichkeit ...

Dies sind die zwei physiologischen Realitten, auf denen, aus denen
die Erlsungs-Lehre gewachsen ist. Ich nenne sie eine sublime
Weiter-Entwicklung des Hedonismus auf durchaus morbider Grundlage.
Nchstverwandt, wenn auch mit einem grossen Zuschuss von griechischer
Vitalitt und Nervenkraft, bleibt ihr der Epicureismus, die
Erlsungs-Lehre des Heidenthums. Epicur ein typischer dcadent: zuerst
von mir als solcher erkannt. - Die Furcht vor Schmerz, selbst vor dem
Unendlich-Kleinen im Schmerz - sie kann gar nicht anders enden als in
einer Religion der Liebe ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
31.
Ich habe meine Antwort auf das Problem vorweg gegeben. Die
Voraussetzung fr sie ist, da der Typus des Erlsers uns nur in
einer starken Entstellung erhalten ist. Diese Entstellung hat an sich
viel Wahrscheinlichkeit: ein solcher Typus konnte aus mehreren Grnden
nicht rein, nicht ganz, nicht frei von Zuthaten bleiben. Es mu
sowohl das milieu, in dem sich diese fremde Gestalt bewegte, Spuren an
ihm hinterlassen haben, als noch mehr die Geschichte, das Schicksal
der ersten christlichen Gemeinde: aus ihm wurde, rckwirkend, der
Typus mit Zgen bereichert, die erst aus dem Kriege und zu Zwecken der
Propaganda verstndlich werden. Jene seltsame und kranke Welt, in die
uns die Evangelien einfhren - eine Welt, wie aus einem russischen
Romane, in der sich Auswurf der Gesellschaft, Nerven leiden und
"kindliches" Idiotenthum ein Stelldichein zu geben scheinen - mu
unter allen Umstnden den Typus vergrbert haben: die ersten Jnger in
Sonderheit bersetzten ein ganz in Symbolen und Unfasslichkeiten
schwimmendes Sein erst in die eigne Cruditt, um berhaupt Etwas davon
zu verstehn, - fr sie war der Typus erst nach einer Einformung in
bekanntere Formen vorhanden ... Der Prophet, der Messias, der
zuknftige Richter, der Morallehrer, der Wundermann, Johannes der
Tufer - ebensoviele Gelegenheiten, den Typus zu verkennen ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Einstweilen klafft ein Widerspruch zwischen dem Berg-, See-
und Wiesen-Prediger, dessen Erscheinung wie ein Buddha auf einem sehr
wenig indischen Boden anmuthet, und jenem Fanatiker des Angriffs, dem
Theologen- und Priester-Todfeind, den Renan's Bosheit als "le grand
maitre en ironie" verherrlicht hat. Ich selber zweifle nicht daran,
da das reichliche Maass Galle (und selbst von esprit) erst aus dem
erregten Zustand der christlichen Propaganda auf den Typus des
Meisters bergeflossen ist: man kennt ja reichlich die
Unbedenklichkeit aller Sektirer, aus ihrem Meister sich ihre Apologie
zurechtzumachen. Als die erste Gemeinde einen richtenden, hadernden,
zrnenden, bsartig spitzfindigen Theologen nthig hatte, gegen
Theologen, schuf sie sich ihren "Gott" nach ihrem Bedrfnisse: wie sie
ihm auch jene vllig unevangelischen Begriffe, die sie jetzt nicht
entbehren konnte, "Wiederkunft", "jngstes Gericht", jede Art
zeitlicher Erwartung und Verheiung ohne Zgern in den Mund gab. -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
32.
Ich wehre mich, nochmals gesagt, dagegen, da man den Fanatiker in
den Typus des Erlsers eintrgt: das Wort imprieux, das Renan
gebraucht, annullirt allein schon den Typus. Die "gute Botschaft" ist
eben, da es keine Gegenstze mehr giebt; das Himmelreich gehrt den
Kindern; der Glaube, der hier laut wird, ist kein erkmpfter Glaube, -
er ist da, er ist von Anfang, er ist gleichsam eine ins Geistige
zurckgetretene Kindlichkeit. Der Fall der verzgerten und im
Organismus unausgebildeten Pubertt als Folgeerscheinung der
Degenerescenz ist wenigstens den Physiologen vertraut. - Ein solcher
Glaube zrnt nicht, tadelt nicht, wehrt sich nicht: er bringt nicht
"das Schwert", - er ahnt gar nicht, in wiefern er einmal trennen
knnte. Er beweist sich nicht, weder durch Wunder, noch durch Lohn und
Verheiung, noch gar "durch die Schrift": er selbst ist jeden
Augenblick sein Wunder, sein Lohn, sein Beweis, sein "Reich Gottes".
Dieser Glaube formulirt sich auch nicht - er lebt, er wehrt sich gegen
Formeln.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Freilich bestimmt der Zufall der Umgebung, der Sprache, der
Vorbildung einen gewissen Kreis von Begriffen: das erste Christenthum
handhabt nur jdischsemitische Begriffe (- das Essen und Trinken beim
Abendmahl gehrt dahin, jener von der Kirche, wie alles jdische, so
schlimm missbrauchte Begriff) Aber man hte sich darin mehr als eine
Zeichenrede, eine Semiotik, eine Gelegenheit zu Gleichnissen zu sehn.
Gerade, da kein Wort wrtlich genommen wird, ist diesem
Anti-Realisten die Vorbedingung, um berhaupt reden zu knnen. Unter
Indern wrde er sich der Sankhyam-Begriffe, unter Chinesen der des
Laotse bedient haben - und keinen Unterschied dabei fhlen. - Man
knnte, mit einiger Toleranz im Ausdruck, Jesus einen "freien Geist"
nennen - er macht sich aus allem Festen nichts: das Wort tdtet, alles
was fest ist, tdtet. Der Begriff, die Erfahrung "Leben", wie er sie
allein kennt, widerstrebt bei ihm jeder Art Wort, Formel, Gesetz,
Glaube, Dogma. Er redet bloss vom Innersten: "Leben" oder "Wahrheit"
oder "Licht" ist sein Wort fr das Innerste, - alles brige, die ganze
Realitt, die ganze Natur, die Sprache selbst, hat fr ihn bloss den
Werth eines Zeichens, eines Gleichnisses. - 
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Man darf sich an dieser Stelle durchaus nicht vergreifen, so gross auch die
Verfhrung ist, welche im christlichen, will sagen kirchlichen Vorurtheil
liegt: Eine solche Symbolik par excellence steht ausserhalb aller Religion,
aller Cult-Begriffe, aller Historie, aller Naturwissenschaft, aller
Welt-Erfahrung, aller Kenntnisse, aller Politik, aller Psychologie,
aller Bcher, aller Kunst - sein "Wissen" ist eben , die reine
Thorheit darber, da es Etwas dergleichen giebt. Die Cultur ist ihm
nicht einmal vom Hrensagen bekannt, er hat keinen Kampf gegen sie
nthig, - er verneint sie nicht ... Dasselbe gilt vom Staat, von der
ganzen brgerlichen Ordnung und Gesellschaft, von der Arbeit, vom
Kriege - er hat nie einen Grund gehabt, "die Welt" zu verneinen, er
hat den kirchlichen Begriff "Welt" nie geahnt ... Das Verneinen ist
eben das ihm ganz Unmgliche. - Insgleichen fehlt die Dialektik, es
fehlt die Vorstellung dafr, da ein Glaube, eine "Wahrheit" durch
Grnde bewiesen werden knnte (- seine Beweise sind innere "Lichter",
innere Lust-Gefhle und Selbstbejahungen, lauter "Beweise der Kraft"
-) Eine solche Lehre kann auch nicht widersprechen, sie begreift gar
nicht, da es andre Lehren giebt, geben kann , sie weiss sich ein
gegentheiliges Urtheilen gar nicht vorzustellen ... Wo sie es
antrifft, wird sie aus innerstem Mitgefhle ber "Blindheit" trauern,
- denn sie sieht das "Licht" -, aber keinen Einwand machen ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
34.
...
Ich schme mich daran zu erinnern, was die Kirche aus diesem Symbolismus
gemacht hat: hat sie nicht eine Amphitryon-Geschichte an die Schwelle des
christlichen "Glaubens" gesetzt? Und ein Dogma von der "unbefleckten
Empfngniss" noch obendrein? ... Aber damit hat sie die Empfngniss
befleckt ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
35.
Dieser "frohe Botschafter" starb wie er lebte, wie er lehrte - nicht
um "die Menschen zu erlsen", sondern um zu zeigen, wie man zu leben
hat. Die Praktik ist es, welche er der Menschheit hinterliess: sein
Verhalten vor den Richtern, vor den Hschern, vor den Anklgern und
aller Art Verleumdung und Hohn, - sein Verhalten am Kreuz. Er
widersteht nicht, er vertheidigt nicht sein Recht, er thut keinen
Schritt, der das usserste von ihm abwehrt, mehr noch, er fordert es
heraus... Und er bittet, er leidet, er liebt mit denen, in denen, die
ihm Bses thun ... Die Worte zum Schcher am Kreuz enthalten das ganze
Evangelium. "Das ist wahrlich ein gttlicher Mensch gewesen, ein Kind
Gottes" sagt der Schcher. "Wenn du dies fhlst - anwortet der Erlser
- so bist du im Paradiese, so bist auch du ein Kind Gottes ..." Nicht
sich wehren, nicht zrnen, nicht verantwortlich-machen ... Sondern
auch nicht dem Bsen widerstehen, - ihn lieben...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
36.
Erst wir, wir freigewordenen Geister, haben die Voraussetzung dafr,
Etwas zu verstehn, das neunzehn Jahrhunderte missverstanden haben, -
jene Instinkt und Leidenschaft gewordene Rechtschaffenheit, welche der
"heiligen Lge" noch mehr als jeder andren Lge den Krieg macht ...
Man war unsglich entfernt von unsrer liebevollen und vorsichtigen
Neutralitt, von jener Zucht des Geistes, mit der allein das Errathen
so fremder, so zarter Dinge ermglicht wird: man wollte jeder Zeit,
mit einer unverschmten Selbstsucht, nur seinen Vortheil darin, man
hat aus dem Gegensatz zum Evangelium die Kirche aufgebaut ...

Wer nach Zeichen dafr suchte, da hinter dem grossen Welten-Spiel
eine ironische Gttlichkeit die Finger handhabte, er fnde keinen
kleinen Anhalt in dem ungeheuren Fragezeichen , das Christenthum
heit. Da die Menschheit vor dem Gegensatz dessen auf den Knien
liegt, was der Ursprung, der Sinn, das Recht des Evangeliums war, da
sie in dem Begriff "Kirche" gerade das heilig gesprochen hat, was der
"frohe Botschafter" als unter sich, als hinter sich empfand - man
sucht vergebens nach einer grsseren Form welthistorischer Ironie -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.
37.
- Unser Zeitalter ist stolz auf seinen historischen Sinn: wie hat es
sich den Unsinn glaublich machen knnen, da an dem Anfange des
Christenthums die grobe Wunderthter - und Erlser-Fabel steht, - und
da alles Spirituale und Symbolische erst eine sptere Entwicklung
ist? Umgekehrt: die Geschichte des Christenthums - und zwar vom Tode
am Kreuze an - ist die Geschichte des schrittweise immer grberen
Missverstehns eines ursprnglichen Symbolismus. Mit jeder Ausbreitung
des Christenthums ber noch breitere, noch rohere Massen, denen die
Voraussetzungen immer mehr abgiengen, aus denen es geboren ist, wurde
es nthiger, das Christenthum zu vulgarisiren, zu barbarisiren, - es
hat Lehren und Riten aller unterirdischen Culte des imperium Romanurn,
es hat den Unsinn aller Arten kranker Vernunft in sich eingeschluckt.
Das Schicksal des Christenthums liegt in der Nothwendigkeit, da sein
Glaube selbst so krank, so niedrig und vulgr werden mute, als die
Bedrfnisse krank, niedrig und vulgr waren, die mit ihm befriedigt
werden sollten. Als Kirche summirt sich endlich die kranke Barbarei
selbst zur Macht, - die Kirche diese Todfeindschaftsform zu jeder
Rechtschaffenheit, zu jeder Hhe der Seele, zu jeder Zucht des
Geistes, zu jeder freimthigen und gtigen Menschlichkeit. - Die
christlichen - die vornehmen Werthe: erst wir, wir freigewordnen
Geister, haben diesen grssten Werth-Gegensatz, den es giebt,
wiederhergestellt! - -
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Ich unterdrcke an dieser Stelle einen Seufzer nicht. Es giebt Tage,
wo mich ein Gefhl heimsucht, schwrzer als die schwrzeste
Melancholie - die Menschen-Verachtung. Und damit ich keinen Zweifel
darber lasse, was ich verachte, wen ich verachte: der Mensch von
heute ist es, der Mensch, mit dem ich verhngnissvoll gleichzeitig
bin. Der Mensch von heute - ich ersticke an seinem unreinen Athem ...
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Gegen das Vergangne bin ich, gleich allen Erkennenden, von einer
grossen Toleranz, das heit grossmthigen Selbstbezwingung: ich gehe
durch die Irrenhaus-Welt ganzer Jahrtausende, heie sie nun
"Christenthum", "christlicher Glaube", "christliche Kirche" mit einer
dsteren Vorsicht hindurch, - ich hte mich, die Menschheit fr ihre
Geisteskrankheiten verantwortlich zu machen. Aber mein Gefhl schlgt
um, bricht heraus, sobald ich in die neuere Zeit, in unsre Zeit
eintrete. Unsre Zeit ist wissend ... Was ehemals bloss krank war,
heute ward es unanstndig, - es ist unanstndig, heute Christ zu sein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Und hier beginnt mein Ekel. - Ich sehe mich um: es ist kein Wort von
dem mehr brig geblieben, was ehemals "Wahrheit" hiess, wir halten es
nicht einmal mehr aus, wenn ein Priester das Wort "Wahrheit" auch nur
in den Mund nimmt. Selbst bei dem bescheidensten Anspruch auf
Rechtschaffenheit mu man heute wissen, da ein Theologe, ein
Priester, ein Papst mit jedem Satz, den er spricht, nicht nur irrt,
sondern lgt, - da es ihm nicht mehr freisteht, aus "Unschuld", aus
"Unwissenheit" zu lgen. Auch der Priester weiss, so gut es Jedermann
weiss, da es keinen "Gott" mehr giebt, keinen "Snder", keinen
"Erlser", - da "freier Wille", "sittliche Weltordnung" Lgen sind:
- der Ernst, die tiefe Selbstberwindung des Geistes erlaubt Niemandem
mehr, hierber nicht zu wissen ... Alle Begriffe der Kirche sind
erkannt als das was sie sind, als die bsartigste Falschmnzerei, die
es giebt, zum Zweck, die Natur, die Natur-Werthe zu entwerthen; der
Priester selbst ist erkannt als das, was er ist, als die gefhrlichste
Art Parasit, als die eigentliche Giftspinne des Lebens
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wir wissen, unser Gewissen weiss es heute -, was berhaupt jene unheimlichen
Erfindungen der Priester und der Kirche werth sind, wozu sie dienten,
mit denen jener Zustand von Selbstschndung der Menschheit erreicht
worden ist, der Ekel vor ihrem Anblick machen kann - die Begriffe
"Jenseits", "jngstes Gericht", "Unsterblichkeit der Seele", die
"Seele" selbst; es sind Folter-Instrumente, es sind Systeme von
Grausamkeiten, vermge deren der Priester Herr wurde, Herr blieb ...
Jedermann weiss das: und trotzdem bleibt Alles beim Alten. Wohin kam
das letzte Gefhl von Anstand, von Achtung vor sich selbst, wenn
unsere Staatsmnner sogar, eine sonst sehr unbefangne Art Menschen und
Antichristen der That durch und durch, sich heute noch Christen nennen
und zum Abendmahl gehn? ... Ein junger Frst, an der Spitze seiner
Regimente<r>, prachtvoll als Ausdruck der Selbstsucht und
Selbstberhebung seines Volks, - aber, ohne jede Scham, sich als
Christen bekennend! ... Wen verneint denn das Christenthum? was heit
es "Welt"? Da man Soldat, da man Richter, da man Patriot ist;
da man sich wehrt; da man auf seine Ehre hlt; da man seinen
Vortheil will; da man stolz ist ... Jede Praktik jedes Augenblicks,
jeder Instinkt, jede zur That werdende Werthschtzung ist heute
antichristlich: was fr eine Missgeburt von Falschheit mu der
moderne Mensch sein, da er sich trotzdem nicht schmt, Christ noch
zu heien!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Drcken wir das Abbild der Ewigkeit auf unser Leben!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Also sprach Zarathustra)
%
Der Mensch ist ein Seil, geknpft zwischen Tier und bermensch - ein 
Seil ber dem Abgrunde.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Der Mut schlgt auch den Schwindel tot an Abgrnden: Und wo stnde 
der Mensch nicht an Abgrnden! Ist Sehen nicht selber - Abgrnde sehen?
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Also sprach Zarathustra)
%
Gipfel und Abgrund sind eins.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in 
dich hinein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Alle Menschen machen sich, wie zu allen Zeiten, auch jetzt noch zu
Sklaven und Freien; denn wer von einem Tag nicht mindestens ein
Drittel fr sich hat, ist ein Sklave, mag er Minister oder Arbeiter
sein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Gelobt sei, was hart macht!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Also sprach Zarathustra)
%
Von dem, was du erkennen und messen willst, mut du Abschied nehmen,
wenigstens auf eine Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast,
siehst du, wie hoch sich ihre Trme ber die Huser erheben.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Menschliches, Allzumenschliches)
%
Du willst nach deinen Absichten bemessen sein und nicht nach deinen 
Wirkungen? Aber woher hast du denn deine Absichten? Aus deinen Wirkungen!
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche, Nachla (Unschuld des Werdens)
%
Fr das, was einer ist, haben seine Vorfahren die Kosten bezahlt.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Der Wille zur Macht)
%
Je abstrakter die Wahrheit ist, die du lehren willst, umso mehr 
mut du noch die Sinne zu ihr verfhren.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Jenseits von Gut und Bse)
%
Damit der Mensch vor sich Achtung haben kann, mu er fhig sein, 
auch bse zu sein.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Aberglaube ist nmlich die Freigeisterei zweiten Ranges - wer sich ihm
ergibt, whlt gewisse ihm zusagende Formen und Formeln aus und erlaubt
sich ein Recht der Wahl. Der Aberglubische ist im Vergleich mit dem
Religisen immer viel mehr "Person" als dieser, und eine
aberglubische Gesellschaft wird eine solche sein, in der es schon
viele Individuen und Lust am Individuellen gibt. Von diesem Standpunkt
aus gesehen, erscheint der Aberglaube immer als ein Fortschritt gegen
den Glauben und als Zeichen dafr, da der Intellekt unabhngiger wird
und sein Recht haben will. ber Korruption klagen dann die Verehrer
der alten Religion und Religiositt - sie haben bisher auch den
Sprachgebrauch bestimmt und dem Aberglauben eine ble Nachrede selbst
bei den freiesten Geistern gemacht. Lernen wir, da er ein Symptom der
Aufklrung ist.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Die frhliche Wissenschaft)
%
Der groe Vorzug adliger Abkunft ist, da sie die Armut besser
ertragen lt.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Morgenrte)
%
Ihr habt den Weg vom Wurme zum Menschen gemacht, und vieles ist in
euch noch Wurm. Einst wart ihr Affen, und auch jetzt noch ist der
Mensch mehr Affe als irgendein Affe.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Also sprach Zarathustra)
%
Die gleichen Affekte sind bei Mann und Weib doch im Tempo verschieden:
deshalb hren Mann und Weib nicht auf sich mizuverstehen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Gedanken sind Zeichen von einem Spiel und Kampf der Affekte.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
"hnliche Qualitten", sollten wir sagen, statt "gleich".
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
hnlichseherei und Gleichmacherei sind das Merkmal schwacher Augen.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Man nimmt die unerklrte dunkle Sache wichtiger als die erklrte 
helle.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Durch Alkohol bringt man sich auf Stufen der Kultur zurck, die man 
berwunden hat.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Die grte Almosenspenderin ist die Feigheit.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche
%
Mancher wird auch fr seine Wahrheiten und Siege zu alt; ein zahnloser 
Mund hat nicht mehr das Recht zu jeder Wahrheit.
		-- Friedrich Wilhelm Nietzsche (Also sprach Zarathustra)
%
Unser Alltagsleben besteht aus lauter erhaltenden, immer
wiederkehrenden Verrichtungen. Dieser Zirkel von Gewohnheiten ist nur
Mittel zu einem Hauptmittel, unserem irdischen Dasein berhaupt, das
aus mannigfaltigen Arten zu existieren gemischt ist.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der
Sonne und gebe acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmen ist.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Dem echt Religisen ist nichts Snde.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
                   (Fragmente)
Wissenschaft ist nur eine Hlfte, Glauben ist die andere.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Der Mann ist Lyrisch, die Frau Episch, die Ehe dramatisch
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Der Poet versteht die Natur besser als der wissenschaftliche Kopf.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Vernunft und Phantasie ist Religion - Vernunft und Verstand ist
Wissenschaft.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Wer die Wahrheit verrt, verrt sich selber. Es ist hier nicht die
Rede vom Lgen, sondern vom Handeln gegen die berzeugung.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Durch Gebet erlangt man alles. Gebet ist eine universelle Arznei.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Manche Menschen leben besser mit der vergangenen Zeit und der
zuknftigen als mit der gegenwrtigen.
		-- Novalis (eig. Georg Philipp Friedrich Leopold von Hardenberg)
%
Jeder ist entsprossen aus einem uralten Knigsstamm. Aber wie wenige
tragen noch das Geprge dieser Abkunft?
		-- Novalis (Glauben und Liebe)
%
Amerika ist wahrscheinlich das einzige Land, da den Schritt von
der Barbarei zur Dekadenz ohne den Umweg ber die Zivilisation
vollzogen hat.
		-- John O'Hara
%
Wer aus purer Berechnung sich windet und dreht, um es allen Leuten
recht zu machen, kann vielleicht im Glauben sein, nach einem
gewinnbringenden Rezept zu handeln, in Wirklichkeit erniedrigt er sich
nur.
		-- Emil Oesch (Menschen)
%
Mglichkeiten sind immer da, aber nur der Sehende wird sie gewahr.
		-- Emil Oesch
%
Kein stolzer Mensch lt sich durch die Albernheit des Zeitalters 
weg- oder mitschwemmen.
		-- Hermann Oeser
%
Die Kunst einem anderen das zu sagen, was er von sich glaubt, nennt
man Schmeichelei.
		-- Eric Ode
%
Schmeichelei ist eine Besttigung nicht vorhandener Vorzge.
		-- Erik Ode
%
Der ganze Unterschied zwischen einem der sich erhngt und einem
Trinker ist der, da sich der Trinker etwas mehr Zeit nimmt, seinem
Leben ein Ende zu machen. Selbstmrder sind sie beide.
		-- W. J. Oehler
%
Das Schlimme am Pessimismus ist eigentlich, meistens Recht zu bekommen.
		-- Michael Olbricht
%
Niemand auf der Welt ist so wehrlos wie ein toter Autor gegen einen
lebenden Regisseur.
		-- Laurence Olivier
%
Gesellschaftliche Konversation ist die Kunst, an wichtiges zu denken,
whrend man Unwichtiges sagt.
		-- Laurence Olivier
%
Exklusivitt ist ein Charakteristikum, das den Neureichen, der
High-Society und dem Stinktier eigen ist.
		-- Austin O'Malley
%
Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man mu ihm entgegenkommen.
		-- Aristoteles Onassis
%
Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf
man sicher sein, da er nie welches gehabt hat.
		-- Aristoteles Onassis
%
Ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld.
		-- Aristoteles Onassis
%
Man mu sich die Freiheit nehmen. Sie wir einem nicht gegeben.
		-- Meret Oppenheim
%
Wenn Freiheit berhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht,
anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hren wollen.
		-- George Orwell
%
Freiheit ist die Freiheit zu sagen, da zwei und zwei gleich vier
ist. Sobald das gewhrleistet ist, ergibt sich alles andere von
selbst.
		-- George Orwell
%
Alle Tiere sind gleich, aber einige sind gleicher als andere.
		-- George Orwell
%
Der Zweck der Verfolgung ist die Verfolgung.
Der Zweck der Folter ist die Folter.
Der Zweck der Macht ist die Macht.
		-- George Orwell
%
Die Nachrichtendienste aller Lnder wrden sofort einen groen Teil
ihres Einflusses und ihrer Macht verlieren, wenn Seitensprnge von
Politikern nicht mehr als unanstndig gelten wrden.
		-- John Osborne
%
Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen:
Intelligenz ohne Moral.
		-- John Osborne
%
Die Historiker sind so etwas wie die Schminkmeister des groen
Welttheaters.
		-- John Osborne
%
Die Geschichte ist eine Buslinie mit Haltestellen, aber ohne Fahrplan.
		-- John Osborne
%
Erfahrungen - das sind die vernarbten Wunden unserer Dummheit.
		-- John Osborne
%
Wer ein schlechtes Gedchnis hat, erspart sich viele Gewissensbie.
		-- John Osborne
%
Abrstungekonferenzen sind die Feuerwehrbungen der Brandstifter.
		-- John Osborne
%
Auch das schlechteste Buch hat seine gute Seite: die letzte.
		-- John Osborne
%
Deutschland ist das einzige Land, wo Mangel an politischer Befhigung
den Weg zu den hchsten Ehrenmtern sichert.
		-- Carl von Ossietzky
%
Niemenad trgt auf einer Party so viel zur Unterhaltung bei, wie
diejenigen, die gar nicht da sind.
		-- Carl von Ossietzky
%
Die moderne Theologie ist die Schminke auf den erbleichenden Wangen
des Christentums der Gegenwart und darum nur ein Symptom des Alterns.
Die Kirchengeschichte ist die beste Schule, um an dem Dasein eines
Gottes als Weltenlenkers zu zweifeln.
		-- Franz Camille Overbeck
%
Die Absurditt der religisen Dogmen macht es zu einer endlosen
Aufgabe, gegen sie polemisieren zu wollen.
		-- Arnulf verland
%
Die Religion ist ein System von Wunschphantasien, die sich ber die
harte Wirklichkeit wie eine Decke legen soll.
		-- Arnulf verland
%
... Wenn ich aber nun den christlichen Glauben so wiedergebe, genau
wie er ist - und die Leute fangen an zu lachen, ist es dann so sicher,
da ich daran schuld bin?
		-- Arnulf verland (Rede im Gericht)
%
Wenn meine Frage blasphemisch ist, dann ist diese Blasphemie schon
in der Behauptung enthalten, wir seien nach Gottes Bild geschaffen.
Die eigene Dogmatik der Christen ist es, die den Gott lcherlich
macht, den sie anbeten.
		-- Arnulf verland (Rede im Gericht)
%
Es hilft nichts, zu sagen, dies sei alles nur bildlich gesprochen; das
glaube ich mehr als gern. Gott ist berhaupt bildlich. Wenn wir aber
nach diesem Bild geschaffen sind, dann mu dies Bild dieselben Organe
haben, die wir haben, leider auch Geschlechtorgane. Ich kann nicht
begreifen, da es frmmer oder weniger blasphemisch sei, sich den
lieben Gott als Kastraten vorzustellen.
		-- Arnulf verland (Rede im Gericht)
%
Die neunte Landplage, die Gott den Menschen schickte, war eine dichte
Finsternis. Sie brtete ber gypten drei Tage lang. Die zehnte
Landplage war eine Finsternis, die sich ber ganz Europa und Amerika
verbreitete, und sie hat 1900 Jahre gedauert. Das drfte genug sein.
		-- Arnulf verland (Das Christentum, die zehnte Landplage)
%
Es ist den Kirchenvtern tatschlich gelungen, die Menschen mit
einer solchen Sexualangst zu vergiften, da das mittlealterliche
Europa, in perspektivischer Verkrzung gesehen, sich wie ein einziges,
reisengroes Irrenhaus ausnimmt.
		-- Arnulf verland (Das Christentum, die zehnte Landplage)
%
Das Besondere an der christlichen Moral ist nicht ihr Altruismus, noch
weniger ihre Sanftheit und Humanitt - das Besondere an der
christlichen Moral ist der sadistisch-msochistische berbau, den sie
der Lehre der Stoiker verliehen hat ... Das masochistische Ideal ist
der dornengekrnte, gegeielte und gekreuzigte Christus. Das
sadistische Ideal ist der Scharfrichter.
		-- Arnulf verland (Das Christentum, die zehnte Landplage)
%
Wenn die Kinder nicht nach dem fragen drfen, was sie interessiert,
was sie seltsam oder unwahrscheinlich finden, wenn ihre Fragen
ausweichend, zweideutig oder verlogen beantwortet werden, wenn ihre
geistige Arbeitskraft dazu ausgenutzt wird, ihnen Kenntnisse
beizubringen, die weder kritisiert noch bezweifelt werden drfen -
dann wirkt dies alles direkt und effektiv verdummend.
Die Kinder werden 'Arm im Geiste', sie werden feige, schlfrig,
gehorsam: - sie werden Christen!
		-- Arnulf verland (Das Christentum, die zehnte Landplage)
%
So verblat das Abwesende, und eine neue Liebe tritt ein.
		-- Ovid (Liebeskunst)
%
Wer verborgen bleibt, hat ein schnes Leben.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Wer wrde Hektor kennen, wenn Troja glcklich gewesen wre? Nur
allgemeines Unglck bahnt der Tchtigkeit den Weg zum Ruhm.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Die Zeiten ndern sich, und wir mit mit ihnen.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Den Gewinn zu beschtzen bedarf es soviel Kraft wie ihn erst zu
erwerben.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Wenn einer Geld hat, darf er so dumm sein wie er will-
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Auch wenn es Dich emprt: Das Unerlaubte Vergngen macht Spa.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Whl dir eine, der du sagst: Du nur gefllst mir allein.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr) (Liebeskunst) 
%
Glaube nicht bereilt.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Nec tempora perde precando! - Verliere keine Zeit durch Beten!
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Nicht durch die Kraft hhlt der Tropfen den Stein, sondern durch
hufiges Fallen.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr)
%
Solange du glcklich bist, wirst du viele Freunde haben; in dsteren 
Zeiten wirst du allein sein.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr, Gedichte der Trbsal)
%
Mit den spten Jahren kommt die Erfahrung.
		-- Ovid (43 v.Chr.-18 n.Chr, Metamorphosen)
%
Hoffnung bedeutet, berzeugt zu sein, da es niemals zu spt ist.
		-- Ludek Pachmann
%
Marketing ist zu wichtig, um es allein der Marketingabteilung zu
berlassen.
		-- Dave Packard (von Hewlett-Packard)
%
Reklame ist die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Brieftasche zu
treffen.
		-- Vance Packard (Die geheimen Verfhrer)
%
Wir leben in einer Zeit der Schnffelei. Heutzutage bedroht man
Menschen nicht mit einem Dolch, sondern mit einem Dossier.
		-- Vance Packard
%
Fr den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die
Lsung.
		-- Marcel Pagnol
%
Im Leben lernt der Mensch zuerst das Gehen und Sprechen. Spter lernt
er dann stillzusitzen und den Mund zu halten.
		-- Marcel Pagnol
%
Je mehr sich die Mnner den Wnschen der Frauen anpassen, desto
weniger knnen die Frauen mit ihnen anfangen.
		-- Camille Paglia
%
Disziplin ohne Demokratie fhrt zur Gewalt, Demokratie ohne Disziplin
zur Anarchie.
		-- Reza Pahlewi
%
Wir hren nicht auf zu spielen, weil wir lter werden. Wir altern,
weil wir zu spielen aufhren.
		-- Satchel Paige
%
Die Regierung, sogar die beste, ist nichts anderes als ein notwendiges
bel; die schlechteste ist unertrglich.
		-- Thomas Paine
%
Haltung lt sich leichter bewahren als wiedergewinnen.
		-- Thomas Paine
%
Die Geschichte ist eine Schule, in der die Stundenplne selten
eingehalten werden.
		-- Olof Palme
%
Wenn wir heiraten, bernehmen wir ein versiegeltes Schreiben, dessen
Inhalt wir erst erfahren, wenn wir auf hoher See sind.
		-- Lilli Palmer
%
Die Trne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefhls.
		-- Filippo Pananti
%
Interessiere dich fr dein Leben. Du bist die einzige, die etwas
daraus machen kann.
		-- Else Pannek
%
Das Weltall zerfllt in zwei Teile: Ich und der Rest.
		-- Giovanni Papini
%
Der Arzt verbindet nur deine Wunden. Dein innerer Arzt aber wird dich
gesunden. Bitte ihn darum, sooft du kannst.
		-- Paracelsus
%
Allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift wird.
		-- Paracelsus
%
In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid wei. Diese
Person mu entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation
nicht funktionieren.
		-- Cyril Northcote Parkinson
%
Das Merkwrdige an den Statussymbolen ist, da die Symbole den
Menschen wichtiger sind als der Status.
		-- Cyril Northcote Parkinson
%
Brokraten bekmpft man am besten, indem man ihre Vorschriften genau
befolgt.
		-- Cyril Northcote Parkinson
%
Unter Rationalisierung verstehen die meisten Postminister, da man
die Gebhren laufend erhht und die Zustellung stndig verschlechtert.
		-- Cyril Northcote Parkinson
%
Computer sind die neueste technische Errungenschaft zur wirksamen
Verzgerung der Broarbeit.
		-- Cyril Northcote Parkinson
%
Da man mit Dienst nach Vorschrift die Urheber der Vorschriften
lcherlich machen kann, ist eine herrliche Pointe der Brokratie.
		-- Cyril Northcote Parkinson
%
Die Brokraten sind die Militaristen des Papierkriegs.
		-- Cyril Northcote Parkinson
%
Tierrzte haben es leichter. Die werden wenigstens nicht durch
uerungen ihrer Patienten irregefhrt.
		-- Louis Pasteur
%
Ich will euch mein Erfolgsrezept verraten: Meine ganze Kraft ist
nichts als Ausdauer.
		-- Louis Pasteur
%
In Deutschland ist ein Problem dann gelst, wenn einer die Schuld hat.
		-- Wilhelm Pauli
%
Der einzige Fortschritt, den man in bisher in Abrstungsfragen erzielt
hat, liegt darin, da sich die frheren Kriegsminister jetzt
Verteidigungsminister nennen.
		-- Linus Pauling
%
Fast alles, was Menschen erfinden, wird frher oder spter zur Waffe.
Ist das wirklich nicht zu verhindern?
		-- Linus Pauling
%
Argwhnisch wacht der Mensch ber alles, was ihm gehrt - nur die Zeit
lt er sich oft stehlen.
		-- Linus Carl Pauling
%
Die Christen lieben ihre Nchsten nicht. Und sie lieben sie nicht,
weil sie an den anderen nie wirklich geglaubt haben. Die Geschichte
lehrt uns, da sie ihn, wo sie ihm begegnet sind, bekehrt oder
vernichtet haben.
		-- Octavio Paz (Essays I)
%
Gott mte die Frmmigkeit so zuwider sein wie einem ehrenhaften
Menschen die Schmeichelei.
		-- Karl Peltzer
%
Erfahrung trgt so oft, weil niemals zwei Flle ganz gleich gelagert
sind.
		-- Rosalie Perles
%
Diplomatie ist die Kunst, mit hundert Worten zu verschweigen, was man
mit einem einzigen Wort sagen knnte.
		-- Saint-John Perse
%
Toleranz kann man von den Rauchern lernen. Noch nie hat sich ein
Raucher ber einen Nichtraucher beschwert.
		-- Sandro Pertini
%
Die beste Fitnebung ist das rechtzeitige Aufstehen vom Etisch.
		-- Giorgio Pesetti
%
Jeder hat seinen Alkohol. Ich finde gengend Alkohol im Existieren.
		-- Fernando Pessoa
		(Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares)
%
Das Alltagsleben ist ein Heim. Der Alltag ist wie eine Mutter.
		-- Fernando Pessoa
		(Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares)
%
In den Bau der Welt taugt nur der abgeschliffene Stein.
		-- Johann Heinrich Pestalozzi (Entwicklung des Menschengeschlechts)
%
Es ist das Los der Menschheit, da die Wahrheit keiner hat. Sie haben
sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt
nie, was die anderen wissen.
		-- Johann Heinrich Pestalozzi
%
Heimat und Vaterland sind etwas grundstzlich anderes.
		-- Johann Heinrich Pestalozzi
%
Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift
		-- Johann Heinrich Pestalozzi
%
Man mu das Unglck mit Hnden und Fen und nicht mit dem Maul
angreifen.
		-- Johann Heinrich Pestalozzi
%
Wenn der Mensch sich etwas vornimmt, so ist ihm mehr mglich, als man
glaubt.
		-- Johann Heinrich Pestalozzi
%
Deine Seelenruhe lt sich stren durch des Pbels Stimme, die nie
recht urtreilt, nie die Dinge bei ihrem rechten Namen nennt?
		-- Francesco Petrarca (Gesprche ber die Weltverachtung)
%
Die Liebe die das Feuer wei zu wecken, entgeht der kalten Eifersucht
doch nimmer.
		-- Francesco Petrarca
%
Alt ist man dann, wenn man nicht mehr zusammen mit seinen Zhnen 
schlft.
		-- Enzo Petrucci
%
Besserwisser sind Leute, die einem Pferd die Sporen geben, auf dem sie
gar nicht sitzen.
		-- Alain Peyrefitte
%
Es ist eine besonders hbsche Kunst, sich in Dinge einweihen zu
lassen, ber die man Bescheid wei, und zwar von Leuten, die nicht
Bescheid wissen.
		-- Alain Peyrefitte
%
1,9 Prozent sind rechnerisch gesehen auch noch rund zwei Prozent.
		-- Bernd Pfaffenbach
(Chefkonom des	Bundeskanzleramtes, in der Brsen-Zeitung zu den
Aussichten fr die Konjunktur in Deutschland)
%
Abstinenzler sind Leute, die vom Verzichten nicht genug bekommen
knnen.
		-- Michael Pfleghar
%
Seinen guten Ruf verringert, wer sich mit Unwrdigem vergleicht.
		-- Phaedrus (Fabeln)
%
Wohlgeachtet ist der Mann, dessen Ma Rechtschaffenheit ist und 
dessen Wandel sich danach richtet.
		-- Ptahhotep
%
Ob ein Mensch ein Gentleman ist, erkennt man an seinem Benehmen
denjenigen Menschen gegenber, von denen er keinen Nutzen hat.
		-- William Lyon Phelps
%
Mein Lebensmotto ist: Mittagsschlfchen, Masturbation und Miggang.
		-- Hermes Phettberg
%
Alles auf der Welt lt sich finden, wenn man nur das Suchen sich
nicht verdrieen lt.
		-- Philemon
%
Achte einer den andren hher als sich selbst.
		-- Philipperbrief
%
Moral ist, wenn man so lebt, da es gar keinen Spa macht, so zu
leben.
		-- Edith Piaf
%
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
		-- Francis Picabia
%
Nur der Schweigende hrt.
		-- Josef Pieper 
%
Kein Tag sei ohne einen Stich.
		-- Pilinius
%
Kritiker sind Leute, die ursprnglich Henker werden wollten, diesen
Beruf aber knapp verfehlt haben.
		-- Harald Pinter
%
Puritaner handeln nach dem Motto: keinmal und nicht wieder.
		-- Harald Pinter
%
Die Zukunft ist die Ausrede aller jener, die in der Gegenwart nichts
tun wollen.
		-- Harald Pinter
%
Es ist unmglich, Staub aufzuwirbeln, ohne da einige Leute husten.
		-- Erwin Piscator
%
Das einzig Gute an Lichterketten: Mit Kerzen in den Hnden kann man
nicht klatschen.
		-- Volker Pispers
%
Der Volksmund sagt: Religion ist Opium fr das Volk. Das ist irrefhrend.
Opium ist eine bewutseinserweiternde Droge.
		-- Volker Pispers
%
Begehrst du sie, so sagen sie, du seist vulgr wie alle anderen
Mnner; begehrst du sie nicht, so sagen sie, du seist impotent.
		-- Pitigrilli
%
Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.
		-- Max Planck
%
Auch eine Enttuschung, wenn sie nur grndlich und endgltig ist,
bedeutet einen Schritt vorwrts.
		-- Max Planck
%
Fr den glubigen Menschen steht Gott am Anfang, fr den
Wissenschaftler am Ende aller seiner berlegungen.
		-- Max Planck
%
Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen,
den Glauben zum Handeln.
		-- Max Planck
%
Stets liegt, wo das Banner der Wahrheit wallt, der Aberglaube im 
Hinterhalt.
		-- von Platen (Die neuen Propheten)
%
Deine Reue sei lebendiger Wille, fester Vorsatz, Klage und Trauer ber
begangene Fehler sind zu nichts ntze.
		-- August Graf von Platen
%
Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand
hervorzurufen pflegte.
		-- August Graf von Platen-Hallermnde
%
Hohle Gefe geben mehr Klang als gefllte. Ein Schwtzer ist meist
ein leerer Kopf.
		-- August Graf von Platen-Hallermnde
%
Die Redekunst ist die Kunst des berredens.
		-- Plato
%
ngste bleiben nie dieselben an einem Menschen: Die einen enstehen,
die anderen vergehen.
		-- Plato
%
Der Tugendhafte begngt sich, von dem zu trumen, was der Bse im
Leben verwirklicht.
		-- Platon
%
Ist der Mensch mig und gengsam, so ist auch das Alter keine
schwere Last, ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller
Beschwerden.
		-- Platon
%
Am allererdrckendsten sind doch die Leute, die Gesetze erlassen und
stndig erneuern, stets im Glauben, den Betrgereien im Geschftsleben
Schranken setzen zu knnen, ohne zu ahnen, da sie in Wirklichkeit
einer Hydra Kpfe abschneiden.
		-- Platon
%
Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren,
werden dadurch bestraft, da sie von Leuten regiert werden, die
dmmer sind als sie.
		-- Platon
%
Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte
Gerechtigkeit.
		-- Platon (427-347 v.Chr.)
%
Glaubst Du, man knne in Bewunderung mit etwas verkehren, ohne es
nachzuahmen?
		-- Platon (427-347 v.Chr.)
%
Ich habe kaum jemals einen Mathematiker kennengelernt, der in der Lage
war, vernnftige Schlufolgerungen zu ziehen.
		-- Platon (427-347 v.Chr.)
%
Einem Kind, das die Dunkelheit frchtet, verzeiht man gern; tragisch
wird es erst, wenn Mnner das Licht frchten.
		-- Platon (427-347 v.Chr.)
%
Viel fter kommt, was unverhofft, als man hofft.
		-- Plautus (Mostellaria)
%
Wen die Gtter lieben, der stirbt jung.
		-- Plautus
%
Es gibt nichts ungnstigeres als einen trgen Freund.
		-- Titus Maccius Plautus
%
Die Gtter handhaben uns Menschen gleichsam wie Wurfgeschosse.
		-- Titus Maccius Plautus (Die Gefangenen)
%
Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen,
und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhngen zu lassen.
		-- Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
%
Was fr ein Ende soll die Ausbeutung der Erde in all den knftigen
Jahrhunderten noch finden? Bis wohin soll unsere Habgier noch
vordringen?
		-- Plinius der ltere (23-79 n.Chr.)
%
Glck ist die Fhigkeit zum Verzicht.
		-- Plinius der Jngere
%
Der Tod ist das Ende aller Dinge des menschlichen Lebens, nur des
Aberglaubens nicht.
		-- Plutarch (Moralia)
%
Es ist schon wnschenswert, von guter Abstammung zu sein, aber der
Ruhm dafr gebhrt den Vorfahren.
		-- Plutarch (ber Kindererziehung)
%
Nachligkeit richtet selbst vorzgliche Anlagen der Natur zugrunde.
		-- Plutarch (45-125 n.Chr.)
%
Der hchste Grad von Ungerechtigkeit ist geheuchelte Gerechtigkeit.
		-- Plutarch (45-125 n.Chr.)
%
Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen
als im Gesprch in einem Jahr.
		-- Plutarch (45-125 n.Chr.)
%
Verunglimpfungen sind fr den, der sie ausspricht, schimpflicher als
fr den, dem sie gelten.
		-- Plutarch (45-125 n.Chr.)
%
Es ist schlimm, erst dann zu merken, da man keine Freunde hat, wenn
man wirklich Freunde ntig hat.
		-- Plutarch (45-125 n.Chr.)
%
Das Gehirn ist nicht nur ein Gef, das gefllt werden mu, sondern
ein Feuer, das gezndet werden will.
		-- Plutarch (45-125 n.Chr.)
%
Das Bewutsein hoher Geburt ist eine moralische Kraft, deren Wert die
Demokraten und wren sie vollgestopft mit Mathematik nimmermehr zu
ermessen vermgen.
		-- Edgar Allan Poe (Marginalien)
%
Wenn ich es recht verstehe, ist in jedem 'Liebet eure Feinde' doch
auch ein 'Haet eure Freunde' enthalten.
		-- Edgar Allan Poe
%
Die Eitelkeit der Logig ist ja imstande, eines Menschen Hirn gnzlich
zu verwirren.
		-- Edgar Allan Poe
%
Nicht in der Erkenntnis liegt das Glck, sondern im Erwerben der
Erkenntnis.
		-- Edgar Allan Poe
%
Wer nur darauf baut, schn und begehrenswert zu sein, ja, der hat es
natrlich schwer beim lterwerden.
		-- Witta Pohl
%
Mit Logik kann man Beweise fhren, aber keine neuen Erkenntnisse
gewinnen. Dazu gehrt Intuition.
		-- Henri Poincar
%
Ein Leben ohne Amsement ist nicht viel wert. Geht es aber
ausschlielich darum, luft es fr niemanden gut. Am Ende steht man
mit leeren Hnden da.
		-- Roman Polanski
%
Jedes Problem erlaubt zwei Standpunkte: Unseren eigenen und den
falschen.
		-- Channing Pollock
%
Der Langweiler ist ein Mensch, der, wenn du dich nach seinem Befinden
erkundigst, es dir erklrt.
		-- Channing Pollock
%
Diplomatie gleicht einem Boxkampf mit Glachandschuhen, bei dem der
Gong durch das Klingen der Sektglser ersetzt wurde.
		-- Georges Pompidou
%
Die Gemeinschaft darf keine Maske sein, unter der der eine lchelt und
der andere weint.
		-- Georges Pompidou
%
Prinzipien der Kriegspropaganda:
1.Wir haben diesen Krieg nicht gewollt.
2.Personifizierung des Feindes.
3.Unsere Zielstellungen sind humanitrer Art. Man mu die Tatsache
  verschweigen,da es wirtschaftliche Ziele des Krieges gibt. Man stelle
  humanitre Grnde in den Vordergrund.
4.Berichte ber Grausamkeiten des Gegners. Vermeide ungnstige
  Berichte ber die eigene Seite.
		-- Lord Ponsonby
%
Aberglaube ist der Spleen der Seele.
		-- Alexander Pope (Aphorismen)
%
In unserer Jugend schuften wir wie Sklaven, um etwas zu erreichen,
wovon wir im Alter sorgenlos leben knnten; und wenn wir alt sind,
sehen wir, da es zu spt ist, so zu leben.
		-- Alexander Pope
%
Gesegnet sei der, der nichts erwartet. Er wird nie enttuscht sein.
		-- Alexander Pope
%
Sei nicht der Erste, Neues zu Erfassen, der Letzte nicht, das Alte
gehen zu Lassen.
		-- Alexander Pope
%
Wer eine Lge sagt, merkt nicht, welch groe Aufgabe er bernimmt;
denn er wird gezwungen sein, zwanzig weitere zu erfinden, um diese
aufrecht zu erhalten.
		-- Alexander Pope
%
Man mu die Menschen so belehren, als ob man sie nicht belehrte, und
unbekannte Dinge vortragen, als seien sie nur vergessen.
		-- Alexander Pope
%
Immer mehr Frauen und Mnner werden zu Aussteigern, die traditionellen
Erfolg gegen Lebensqualitt eintauschen.
		-- Faith Popcorn
%
Der Atheismus ist ein Zeichen, da man die Religion ernst nimmt.
		-- Sir Karl Raimund Popper
%
Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und
weiterarbeiten, bis er's klar sagen kann.
		-- Karl Popper
%
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu produziern, produzierte stets die
Hlle.
		-- Karl Popper
%
Durch unser Wissen unterscheiden wir uns nur wenig, in unserer
grenzenlosen Unwissenheit aber sind wir alle gleich.
		-- Karl Popper
%
Die Frage, wer an die Macht kommen soll, ist falsch gestellt. Es
gengt, wenn eine schlechte Regierung abgewhlt werden kann.
		-- Karl Popper
%
Es sind nur zwei Gesellschaftsformen zu unterscheiden: Solche, in denen
es den Regierten ohne Gewalt mglich ist, die Regierenden auszutauschen
und solche, in denen das nicht mglich ist.
		-- Karl Popper ("Verbreitete Irrtmmer" zum Thema Demokratie)
%
Die Zeit ist nicht mehr fern, in der bei einem Wasserrrohrbruch genug
qualifizierte Akademiker in ihrem Wohnzimmer den steigenden
Wasserstand berechnen knnen, aber kaum jemand da ist, der imstande
wre, den Schaden zu beheben.
		-- Klaus von Poppy, Vorsitzender des Juniorenkreises Handwerk
%
Wer das Unheil voraussieht, leidet zweimal.
		-- B. Porteus
%
Es ist nicht einzusehen, weshalb der selbe Mensch mit 18 und 48 Jahren
die selben Bcher schtzen sollte.
		-- Ezra Pound
%
Nchstenliebe findet man zum Beispiel bei Menschen, die
Dienstvorschriften nicht einhalten.
		-- Ezra Pound
%
Regieren ist die Kunst, Probleme zu schaffen, mit deren Lsung man das
Volk in Atem hlt.
		-- Ezra Pound
%
Wenn ein Mann nicht bereit ist, fr seine berzeugungen Risiken
einzugehen, dann taugen entweder seiner berzeugungen oder er selbst
nichts.
		-- Ezra Pound
%
"Mehrere Ausrufungszeichen," setzte er kopfschttelnd fort, "sind ein
sicheres Zeichen fr einen krankhaften Geist."
		-- Terry Pratchett, "Eric"
%
Aids macht uns bewut, da wir nicht unsterblich sind. Aids entlarvt 
den Jugendkult, der nur gesunde, produktive und krftige Menschen
zulie, als Absurditt.
		-- Rosa von Praunheim
%
Relativ ist, wovon wir keine Ahnung haben.
		-- Gunter Preu
%
Der Mann hat hauptschlich deshalb einen Kopf, damit eine Frau ihn
verdrehen kann.
		-- Jacques Prevert
%
Nur der hat Glck bei den Frauen, den diese nicht beachten.
		-- Marcel Prevost
%
Eine Diktatur ist ein Staat, in dem man all das tun mu, was nicht
verboten ist.
		-- John B. Priestley
%
Unter einem Dementi versteht man in der Diplomatie die verneinende
Besttigung einer Nachricht, die bisher lediglich ein Gercht gewesen
ist.
		-- John B. Priestley
%
Ein Optimist ist in der Regel der Zeitgenosse, der am ungengendsten
informiert ist.
		-- John B. Priestley
%
Das Ideal der Gleichheit ist deshalb so schwer, weil die Menschen
Gleichheit nur mit jenen wnschen, die ber ihnen stehen.
		-- John B. Priestley
%
Je hohler das Schlagwort ist, desto mehr Lrm kann man damit erzeugen.
		-- John B. Priestley
%
Von jeder Sache gibt es zwei einander widersprechende Auffassungen.
		-- Protagoras
%
Glck ist gut fr den Krper, aber Kummer strkt den Geist.
		-- Marcel Proust
%
Von allen Frauen, deren Charme ich erlegen bin, habe ich hauptschlich
Augen und Stimme in Erinnerung.
		-- Marcel Proust
%
Klar nennen wir die Gedanken, die den gleichen Grad von Konfusion
haben wie unsere eigenen.
		-- Marcel Proust
%
Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter.
		-- Marcel Proust
%
Das einzige, was noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu
fhren: es nicht anderen aufzuzwingen.
		-- Marcel Proust
%
Das einzige, das noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu
fhren: es andern nicht aufzuzwingen.
		-- Marcel Proust
%
Wenn ein Mann ber eine Frau nachzudenken beginnt, gehrt er Ihr schon
halb.
		-- Marcel Proust
%
Frauen sind austauschbare Instrumente fr ein stets identisches
Vergngen.
		-- Marcel Proust
%
Unterlegen ist man im Leben erst dann, wenn man seine Selbstachtung 
definitiv verloren hat.
		-- Marcel Proust
%
Die Achtung, die uns die Mitmenschen einflen, lt sich an der Art 
unserer Vertraulichkeit ermessen.
		-- Sully Prudhomme (Intimes Tagebuch)
%
Bringen wir einander doch mehr Liebe entgegen,
und die Erde hat ein anderes Gesicht.
		-- Sully Prudhomme
%
Feinfhligkeit beim Almosengeben ist die Anmut des Wohltuns.
		-- Sully Prudhomme
%
Niemand wei, was er kann, wenn er es nicht versucht.
		-- Publilius Syrus
%
Was immer Du schreibst:
Schreibe es kurz, und sie werden es lesen.
Schreibe klar, und sie werden es verstehen.
Schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedchnis behalten.
		-- Joseph Pulitzer
%
Jedes geglckte Kompliment besteht aus Dichtung und Wahrheit. Und man
sollte dem Urheber dankbar dafr sein, da er sich mit der Dichtung
Mhe gegeben hat.
		-- Liselotte Pulver
%
Im Prinzip bin ich ja nicht aberglubisch, aber wenn wir heute 
Freitag den 13. htten, kme ich doch lieber ein andermal wieder.
		-- Alexander Segejewitsch Puschkin
%
Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.
		-- Pythagoras (um 570 - 496 v. Chr.)
%
Die krzesten Wrter, nmlich 'ja' und 'nein', erfordern das meiste
Nachdenken.
		-- Pythagoras (um 570 - 496 v. Chr.)
%
Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das
Schweigen.
		-- Pythagoras (um 570 - 496 v. Chr.)
%
Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.
		-- Pythagoras (Fragmente der Vorsokratiker)
%
Jeder trgt in sich das Urbild der Schnheit, deren Abbild er in der 
groen Welt sucht.
		-- Blaise Pascal (Penses)
%
Das heit aberglubisch sein, wenn man seine Hoffnungen auf Formeln
und Zeremonien setzt; es heit aber hochmtig sein, wenn man sich
ihnen nicht unterwerfen will.
		-- Blaise Pascal (Penses)
%
Die Frmmigkeit ist vom Aberglauben verschieden. Sie bis zum 
Aberglauben treiben, heit sie zerstren.
		-- Blaise Pascal
%
Es gibt sehr viele Leute, die glauben - aber aus Aberglauben.
		-- Blaise Pascal
%
Es heit aberglubisch sein, wenn man seine Hoffnung auf die
Formalitten setzt; aber es heit hochmtig sein, wenn man sich ihnen
nicht unterwerfen will.
		-- Blaise Pascal (Penses)
%
Wer wei nicht, da der Anblick von Katzen, Ratten, das 
Zermalmen einer Kohle usw. die Vernunft aus den Angeln hebt?
		-- Blaise Pascal (Penses)
%
Wir rennen unbekmmert in den Abgrund, nachdem wir irgendetwas vor 
uns hingestellt haben, das uns hindern soll, ihn zu sehen.
		-- Blaise Pascal (Penses)
%
Beschreibung des Menschen: Abhngigkeit, Wunsch nach Unabhngigkeit,
Bedrfnisse.
		-- Blaise Pascal
%
Niemand redet so, wenn wir zugegen sind, wie er in unserer 
Abwesenheit redet.
		-- Blaise Pascal (Penses)
%
Das ganze Glck des Menschen besteht darin, bei anderen Achtung zu 
genieen.
		-- Blaise Pascal
%
Die besten Bcher sind die, von denen jeder Leser meint, er htte sie
selbst machen knnen.
		-- Blaise Pascal
%
Ich behaupte, wenn alle Menschen wten, was die einen ber die
anderen reen, so gbe keine vier Freunde auf Erden.
		-- Blaise Pascal
%
Ich stelle als Tatsache fest, da, wenn alle Menschen wten, was
jeder ber den anderen sagt, es keine vier Freunde in der Welt gbe.
		-- Blaise Pascal
%
Alles Unheil dieser Welt geht davon aus, da die Menschen nicht still
in ihrer Kammer sitzen knnen.
		-- Blaise Pascal
%
Das Wichtigste im Leben ist die Wahl des Berufes. Der Zufall
entscheidet darber.
		-- Blaise Pascal
%
Der eigentliche Sinn des Reichtums ist, freigiebig davon zu spenden.
		-- Blaise Pascal
%
Man lt sich lieber durch Grnde berzeugen, die man selber erfunden
hat, als durch solche, die anderen in den Sinn gekommen sind.
		-- Blaise Pascal
%
Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand.
		-- Blaise Pascal
%
Es gibt zwei gefhrliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen
und auer der Vernunft nichts anzuerkennen.
		-- Blaise Pascal
%
Das Weltall ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt berall, dessen Umfang
nirgends ist.
		-- Blaise Pascal
%
Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, da
jedermann gern zuhrt.
		-- Blaise Pascal
%
Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs, nicht der Gott der
Philosophen und Gelehrten.
		-- Blaise Pascal
%
Der Mensch ist nur ein Schilfrohr - das schwchste der Natur; aber er
ist ein denkendes Schilfrohr.
		-- Blaise Pascal
%
Das Herz hat seine Grnde, die die Vernunft nicht kennt
		-- Blaise Pascal
%
Der Mensch, welcher nur sich liebt, frchtet nichts so sehr,
als mit sich allein zu sein.
		-- Blaise Pascal
%
Die letzte Erkenntnis bei der Erledigung einer Arbeit ist die,
was man zuerst htte tun sollen.
		-- Blaise Pascal
%
Wenn ich nur mehr Zeit gehabt htte, htte ich Dir einen krzeren
Brief geschrieben.
		-- Blaise Pascal
%
Wir erfassen ein Bild der Wahrheit und besitzen nichts als Falschheit.
		-- Blaise Pascal, "Gedanken"
%
Allein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding; er mu einen zweiten 
finden, um glcklich zu sein.
		-- Blaise Pascal
%
Wessen die Tugend eines Menschen fhig ist, soll nicht an der Spitze, 
sondern am Alltag gemessen werden.
		-- Blaise Pascal (Penses)
%
Die schlimmsten Fehler macht man in der Absicht, einen Fehler
gutzumachen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Ich begreife sehr wohl, warum manche ihren Krper so wenig den
Befehlen der Weisheit untertnig machen knnen. Der, dessen Herz bei
jedem neuen Vorfall zu pochen anfngt, wird ber dasselbe anfangs
wenig mit seiner Weisheit vermgen. Denn das Bestreben, den Fehler zu
vermeiden, bringt ihn hervor.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wenn der andre sich mit allen seinen Fehlern, die er noch besser kennt
als ich, ertrgt, warum sollte ich ihn nicht ertragen?
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Den Unmut ber unsre Fehler lassen wir an der Art aus, mit der der
Freund sie uns entdeckte. Geschah es frei, so zrnen wir ber seine
Unbescheidenheit, Plumpheit und Grobheit; geschah es fein, ber seine
Verstellung.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wenn einer an einem groen Mann einen Fehler, den er selbst nicht hat,
wahrnimmt, so wnschet er sich sofort Glck, da er solcher nicht ist.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Er lobt mit Vergngen die Tugenden des andern und rgt mit Vergngen
seine Fehler.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Fehler aus relativen Schlssen: z.B. das bel und den Wert eines
Menschen verkleinern, indem man beide mit grern vergleicht.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man sollte untersuchen: was eigentlich in uns die Wahrheit entdeckt?
Scharfsinn ist's nicht, ein gutes Herz mehr - Mangel des Scharfsinns
ist's nicht, wenn man die feinsten Irrtmer begeht und doch nicht auf
die feinere Widerlegung kommt, aber vielleicht Fehler des Herzens.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Ein Hauptfehler, da man d(em) andern nicht zutrauet, zu bemerken, was
wir bemerken.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Ein Genie, das nachgeahmt wird, hat ebendeswegen viele Fehler: denn
sonst schreckt' es ab. (Ramler, Goethe jetzt und sonst)
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man schmt sich eines Sprachfehlers mehr als eines Denkfehlers - eines
Gedchtnisfehlers mehr als eines Schlu-Fehlers.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Ich wre am begierigsten, die Fehler der Engel zu wissen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Mannspersonen, die wir weibisch nennen, haben vom Weib nur die
Fehler und gefallen Weibern so wenig als Weiber.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Friedrich II. htte vielleicht keinen Fehler gehabt und wre ein
grerer Mann gewesen, wr er kein Knig gewesen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man entschuldigt seinen Fehler bei sich dadurch, da man ihn sogleich
bereuet, und setzt doch bei [einem] andern nicht voraus, da er den
kleinen sogleich nach dem Begehen bereue.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Es ist ebenso fehlerhaft, nicht berall die Sinnlichkeit, als berall
ihren Sieg voranzusetzen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Fehler, da man den andern nur widerlegen, nicht berreden will.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Keine Fehler sind von den Besten schwerer zu verzeihen als die der
besten Menschen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Jedes Geschlecht vergibt blo die Fehler des seinigen dem andern
Geschlecht nicht.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Weiber halten sich fr besser als die Mnner; jene fehlen ohne
Bewutsein des Fehlers, diese mit.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wenn man sich eines Fehlers anklagt, so hat man ihn stets grer, als
man ihn malt.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wie Deutsche Straenraub auer Landes fr erlaubt hielten, so Mord im
Krieg 18/12; so berall; Fehler, die man sich nicht gegen seine
Familie etc. und Anhnger erlaubt, verstattet man sich gegen Fremde.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man begeht entweder Fehler des Stolzes oder des Kriechens, wenn man
nicht die Anerkennung des eignen Werts voraussetzt.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Natur bestraft alles, an den Besten auch die kleinsten Fehler und
gerade diese am hrtesten.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Es ist der grte Fehler in einem Leben, das man entweder schreibt
oder fhrt, in der Ferne eine unentwickelte Knoten-Dunkelheit zu sehen
und nicht jetzt gehrig zu entwickeln, sondern mit zugedrckten Augen
zu hoffen, sie gebe sich schon.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Mensch hat mehr Scham ber einen scheinbaren (unwirklichen)
Fehler, den der andere ihm vorwirft, als ber einen wahren, den man
sich selber endlich eingesteht.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
In der Ehe gibt's keine grern Fehler als die wiederkommenden.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Um zu sehen, welche Fehler deine Braut als Frau am meisten haben wird,
gib auf den Tadel der Eltern gegen sie acht, der sie nennen wird.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Ein Dichter hat zwar die schnellsten Irrtmer, aber auch dafr die
schnellsten Bekehrungen. Andere haben keinen Standort, um ihre Fehler
zu bersehen, die sich von einem Tal ins andere verlieren.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Oft gehrt nichts dazu, den Ehemann zu stillen, der 100 Fehler
vorwirft, als sie alle rein-denkend zuzugestehen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Ein Lehrer, Hausvater rgert sich gerade ber die wiederkommenden
Fehler am meisten, da ers als ber in der Natur gegrndete am
wenigsten sollte.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Kurz nach einem Fehler ist der bereuende Mensch am besten, weil er
demtig ist.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Hagestolz hat das Unglck, da ihm niemand seine Fehler frei sagt;
aber der Ehemann hat dies Glck.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Leider gewhnt man sich immer mehr an die Tugenden des Bekannten und
hat entwhnt immer mehr dessen Fehler, je lnger man mit ihm umgeht.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Was Freundschaft, Ehe, Dienstbotenliebe so bald schwcht, ist, da man
alle die Tugenden, womit jemand anfngt, nur kurz im Anfange, aber
spter nur als notwendige Basis schtzt, von der man anfngt, die
Fehler und die Tugenden zu berechnen. Ein kleiner Fehler oder Abgang
wird einem Tugendreichen schwerer verziehen als einem Tugendarmen
seine ganze Armut. An nichts leichter gewhnt sich der Mensch bis zur
Vergessenheit und Undankbarkeit als an den Wert des andern. - So
knnen 2 Eheleute ihre Verdienste steigern; da es aber beide tun,
rechnet es kein Teil dem andern zum Verdienst an.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man hte sich, irgendeinen Vorzug, z.B. die Dienstfertigkeit der
Barner, zu einem ganzen Charakter zu erheben - jede bedeutende
Eigenschaft ist im Zusammenklang mit dem Ganzen zu erklren und zu
wrdigen; und so wird manche Tugend bleicher werden und mancher Fehler
sanfter sich verflen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Begeht ein Mensch (oder Mann) einen wirklichen Fehler, so sagt er,
dies ist eine Ausnahme und ein seltener Fall; der andere (Frau) hat
die hnlichen Fehler im Kopfe und zrnt durch Zusammenrechnen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Satiren knnen in der groen Welt nicht an der moralischen Seite
bessern, weil die Unsittlichkeit das Lcherliche verloren oder doch
leicht verschmerzt; hchstens an der intellektuellen, zu welcher auch
die moralische umzudrehen ist; denn Fehler des Verstandes bleiben
immer den Pfeilen der Satire frei. Aber Darstellung groer moralischer
Krfte hebt die gesunknen der groen Welt.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Das Hchste der Humanitt: ber keinen Vorzug einen Fehler zu
bersehen - und ber keinen Fehler einen Vorzug - und so sich falsch
weder erwrmen noch erklten zu lassen, sondern alles einzuschichten.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Alle Strke liegt innen, nicht auen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die grere Strke wre, bei der Kraft, wie ein ungewhnlicher Mensch
zu leben, der Entschlu, zu leben wie ein gewhnlicher.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Schwtzer von lohnendem Bewutsein guter Taten haben wenig getan -
sie htten sie sonst vergessen -, sie htten sich sonst erinnert, da
die Gewissensbisse mit der Strke des Gewissens steigen und da die
besten Menschen sich mehr vorwerfen als die schlimmsten.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Nichts ist an Rousseau so gro - der sich selber kleiner darstellet,
als er war, wie bei jedem groen Mann der Fall sein mte, wenn er uns
in alle Ecken seiner Seele blicken liee - als dieses, da er mitten
im Leben der groen Welt und in Paris seine hohen Grundstze
entwickelte und behielt. Diese Festigkeit gegen die untergrabende
Zerstrung der uern Welt ist die hchste Strke der Seele.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Bei dem Jngling, der sich an einen neuesten Lehrer hngt, ist's ein
Zeichen der Schwche; des Greis(es), ders tut, ein Zeichen der Strke.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Ehen werden so schlecht, weil die Mnner sich nicht entschlieen
knnen, Liebe an die Stelle der Kraft und der Grnde zu setzen und nur
mit Recht und Strke wirken wollen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man (z.B. der Gelehrte, Dichter) gewinnt in Gesellschaft nicht so
viel, wenn man durch Strke die Feinheit ersetzen will, als andere,
die es umkehren.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Besitz macht uns nicht halb so glcklich, wie uns der Verlust
unglcklich macht.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wurst ist eine Gtterspeise. Denn nur Gott wei,was drin ist.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der schnste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen,
ist die Geschichte.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Geschichten, die man in der Kindheit las, nehmen etwas vom Zauber
unserer eignen Kindheit an.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Was fr Weiber Romane, knnen fr Mnner leicht Geschichts- und
Reisewerke werden, ja noch anziehender; ein sanftes Unterhalten des
Geistes ohne Anstrengung; noch unterhaltender durch die Wahrheit,
durch Schlsse daraus - aber man kann darber das eigentliche schwere
Arbeiten vergessen. In jeder Geschichte steckt ein Roman, aber nicht
in jedem Roman Geschichte.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Das erste Mal liest man einen Roman etc. der Geschichte wegen, das 2.,
3. etc. des Inhalts (Gehalts), Bemerkungen etc. wegen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Mensch wird wie der Stahl hart - durch fteres Abkhlen nach
Erhitzung.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Das Alter ist trber als die Jugend, nicht, weil seine Freuden,
sondern weil die Hoffnungen erloschen sind.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Mensch genieet den jetzigen Augenblick nicht, wenn er nicht gewi
wei, da der knftige auch Glck zufhrt. Daher qulet er sich mit
der Jagd nach Hoffnungen und mit der Flucht vor Befrchtungen. Um nun
eine strende Befrchtung loszuwerden, bequemet er sich lieber zu den
tollsten Hoffnungen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Liebe ist das Leben des Weibes, aber eine Episode im Leben des
Mannes.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Zeit ist eine Larve der Ewigkeit.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem
Inneren hegt und nhrt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der
Zeit.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wer die Wahrheit geigt, dem schlgt man leicht die Fiedel auf den
Kopf.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Kinder und Uhren drfen nicht stndig aufgezogen werden, man mu sie
auch gehen lassen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man mu seine Frau lieben - oder seinen Mann - wie die Kinder; man
findet bessere und schnere; aber man vertauscht doch nicht. Man
schlgt die Kinder und verlt sie doch nicht.
		-- Jean Paul
%
Man fordert von Kindern das Unmgliche, da sie Ehe, Kinder und alles
sehen, und rein nichts erraten, auch von weitem her.
		-- Jean Paul
%
Das groe unzerstrbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Spa ist unerschpflich, nicht der Ernst
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Den Verstand, Witz etc. des andern (Ehe) kriegt man satt, nie sein
gutes Herz: nur dieses ist unerschpflich.
		-- Jean Paul
%
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben
werden knnen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Flamme der ehelichen Liebe gibt oft nur Kohle, einander zu
schwrzen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Um zur Wahrheit zu gelangen, sollte jeder die Meinung seines Gegners
zu verteidigen suchen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige
nach ihr.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Mut besteht nicht darin, da man die Gefahr blind bersieht, sondern
darin, da man sie sehend berwindet.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort
benutzte, war der Begrnder der Zivilisation.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Das Ansehen der Groen beruht auf der Ehrfurcht der Kleinen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Es ist der Wahrheit nicht zutrglich, wenn ein groer Kopf mit einem
dummen Gegner streitet. Da jener diesen fr zu gering ansieht, so wird
er ihm auch da nicht Recht lassen, wo er's hat.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wenn der Feige vor andern sich an seinem Feinde zu rchen drohet oder
schon gercht zu haben lget, so folget er hierin weniger seinem
Stolze, fr tapfer zu gelten, als seinem Zorne, zu dessen Auslassung
der ganze Krper kein anderes Glied als die Zunge anbietet, und der
sich mutig zu machen sucht, indem er's scheinen will.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man hat nicht bei jeder Person denselben Witz. Es gibt Leute, bei
denen es unmglich ist, witzig zu sein. Ein Witziger ist es selten bei
einem Witzigen, am wenigsten bei hheren Personen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Man lobt den andern lieber in Briefen als ins Gesicht.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wer nicht den Mut hat, auf seine eigne Art nrrisch zu sein, hat ihn
schwerlich, auf seine eigne klug zu sein.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Skeptiker liebt den Orthodoxen mehr als den Heterodoxen.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Nur recht berhmte Leute kann man leicht fein loben.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Das System, das ein groer Mann erfunden, knnen kleine nicht
verteidigen; auch zum letzteren gehrt ein groer.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Wir suchen der Nachwelt bekannt zu werden und grmen uns doch nicht,
es der Vorwelt nicht zu sein.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der Professor schreibt seine Lektionszettel flchtig, weil er seine
Unabhngigkeit von Studenten zeigen will.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Der lgt am sichersten, der die Wahrheit nur verflscht und keine
ganze Lge erdichten darf; bei jedem nimmt er ein andres Stck
Wahrheit weg und setzt eine andre Lge hinzu.
		-- Jean Paul (eig. Johann Paul Friedrich Richter)
%
Die Nacht ist so zu Trumen eingerichtet, da man auch wachend in
Trume gerckt wird; man wird von ihr traumtrunken.
		-- Jean Paul
%
Jeder Mensch hat seine Lieblingsausdrcke, das Schne zu loben.
		-- Jean Paul
%
Die Satire bessert selten. Darum sei sie nicht blo lchelnd, sondern
bitter, um die Toren, die sie nicht bessern kann, wenigstens zu
bestrafen.
		-- Jean Paul
%
Kritik lernt man mehr von eignen Arbeiten als von Kunstrichtern.
		-- Jean Paul
%
Die Schriftsteller, welche ihre Schriften mit der Feile in der Hand
verfertigen, werden im gemeinen Leben wenig oder schlecht sprechen.
Sie sind zu sehr gewohnt, gut zu sprechen, um geschwind zu sprechen.
		-- Jean Paul
%
Ein Autor sollte unter die Schnheiten, die nur Kenner fhlen, immer
solche mit mischen, die auch der schlechte Leser fhlt.
		-- Jean Paul
%
Man erwartet in den Anmerkungen eines Buches schlechtern Stil.
		-- Jean Paul
%
Vor Frauenzimmern darf man blo Mnner loben.
		-- Jean Paul
%
In einer schlechten Kleidung gelingt das Artigtun weniger als in einer
guten.
		-- Jean Paul
%
Der gefllt nicht, der frchtet, nicht zu gefallen; denn die
Ungezwungenheit, die allen brigen Schnheiten des Umgangs erst ihren
Wert und oft ihr Dasein gibt, verschwindet mit der Furcht.
		-- Jean Paul
%
Eine witzige Schmeichelei verzeiht sogar der Bescheidenste.
		-- Jean Paul
%
Bei der Geliebten nur darf man von sich reden.
		-- Jean Paul
%
Die Verstellung hilft unter Leuten, denen wir hnlich sind, nichts.
		-- Jean Paul
%
Welcher Unterschied, ob wir mit dem abgenommenen Hute einen Halbzirkel
beschreiben oder ihn senkrecht bis zur Brust herunternehmen.
		-- Jean Paul
%
In unsern Gesprchen verweilen wir bei einem witzigen Gedanken und
bestreiten den ernsthaften, anstatt es umzukehren.
		-- Jean Paul
%
Ein einziger Geruch weckt ganze Gruppen von alten Empfindungen wieder
auf; wirkt mehr auf die Phantasie als selbst das Auge.
		-- Jean Paul
%
Man freuet sich ber die Standhaftigkeit des Missetters, weil er
dadurch unser Gefhl der Unterwrfigkeit unter die Obrigkeit mildert.
		-- Jean Paul
%
Man verteidiget oft eine Sache mit schwachen Grnden, weil man die
strksten sich nicht zu sagen getraut.
		-- Jean Paul
%
Mit zu groer Traurigkeit sympathisieren wir leichter als mit zu
groer Freude, die Sympathie wchst mit jener, nicht mit dieser.
		-- Jean Paul
%
Ganz anders und besser versteht und goutiert man einen Autor, wenn man
ihn ber eine Sache lieset, ber deren Aufklrung man eben jetzt
verlegen ist.
		-- Jean Paul
%
Man ist neugierig, die Stellen im Buche zu lesen, die ein andrer
unterstrichen hat.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch gehet allezeit, wenn er sich noch so lange gegen eine
Meinung gestrubt, endlich zu ihr mit Leidenschaft ber.
		-- Jean Paul
%
Man lt sich herunter zu denen, die man liebt, wenn sie klein sind,
bis auf einen gewissen Grad, zu dem man sich nie aus Liebe gegen
Grere herablassen wrde, und Sokrates ritt wohl mit seinen Kindern,
aber nicht mit Grern auf dem Steckenpferd.
		-- Jean Paul
%
Wenn man die Verteidigung nicht widerlegen kann, tadelt man die Art
derselben.
		-- Jean Paul
%
Ein Dummer mit Lebhaftigkeit ist das lcherlichste Geschpf.
		-- Jean Paul
%
Wenn einer alle die Hindernisse berdenkt, die sein ganzes Leben durch
seine Entwicklung bestritten hatten, so ruft er aus: Was htt ich
nicht werden knnen!
		-- Jean Paul
%
Es ist falsch, da gewisse Laster einen groen Geist beweisen. Nicht
das Laster selbst, sondern die Mittel, durch die man es ausbt,
besttigen die Gre.
		-- Jean Paul
%
Wenn Seneca sagt, Gott knne nichts lieber sehen als einen
tugendhaften Mann im Widerstande gegen das Unglck, so setzte ich
hinzu: als einen im Genusse einer erlaubten Freude.
		-- Jean Paul
%
Es rgert einen, wenn man ihm die zu lesende Zeitung voraussagt.
		-- Jean Paul
%
Man kann gegen ein Laster mit dem grten Nachdruck predigen und es
doch ausben, ohne zu heucheln.
		-- Jean Paul
%
Es gibt Leute, die, um tugendhaft zu sein, erst Gelegenheit brauchen.
		-- Jean Paul
%
Die Republik zeugt und ermordet groe Mnner; die Monarchie tut das
erstere nicht; jene lsset sie groe Taten tun und belohnet mit
Undank, diese verbeut groe Taten.
		-- Jean Paul
%
Niemand denkt ber den verschiedenen Wert groer Autoren verschiedener
als groe selbst.
		-- Jean Paul
%
Eine Frau kann einem Achtung fr ihr Geschlecht einflen, aber
mehrere auf einmal vermindern sie.
		-- Jean Paul
%
Manche knnen nur fremde Meinungen, nicht ihre eignen berichtigen.
		-- Jean Paul
%
Wenn man von gewissen Sekten etc. hret: glaubt man, sie wren
unsinnig, so etwas zu glauben. Aber wenn man mit ihnen bekannt wird:
findet man wenigstens Zusammenhang in ihren Irrtmern.
		-- Jean Paul
%
Zuviel Enthusiasmus in der Tugend macht auf den folgenden Augenblick
desto klter und schadet also.
		-- Jean Paul
%
Wenn ich in der Jugend jemand seine Nase mit Gerusch reinigen sah,
hoffte ich es einst auch tun zu knnen und beneidete ihn.
		-- Jean Paul
%
Bei den gemeinen Leuten ist man vornehm delikat, bei den Vornehmen
zynisch.
		-- Jean Paul
%
Die Personen knnen sich am leichtesten verstellen, die vorher gut
waren; wie Schauspieler die Rollen, die ihrer natrlichen am nchsten
kommen, gut spielen.
		-- Jean Paul
%
In der Einsamkeit wird der gute Teil des Menschen, in der Menge der
schlechte vergrert; jener bekommt dort die Waffen, dieser fhlt sie
hier. In der Gesellschaft lernt man die Tugend nicht.
		-- Jean Paul
%
Wenn man fragt: Wrde mit der Leidenschaft nicht manche gute Tat
wegfallen? so heit das: Wrde der, der, weil er keinen Zorn htte,
eine gute Tat unterliee, nicht Trgheit an dessen Statt haben? Das
heit aber: Welches ist besser, dieses oder jenes Laster? und unsre
Frage war doch: Ist's nicht berhaupt besser, kein Laster zu haben?
		-- Jean Paul
%
Die Gewohnheit der Vollkommenheit des Freundes macht gegen ihn
ungerecht. Man denke sich dieselbe an einem andern, wie wrde man ihn
lieben!
		-- Jean Paul
%
Wenn man in einem wirksamen Helfen begriffen ist, wird man von den
Seufzern des Leidenden minder gerhrt.
		-- Jean Paul
%
Wenn der andre ein wenig Genie zeigt, so werden wir neidisch und
ungerecht gegen ihn sein; wenn er aber uns zu sehr bertrifft, nicht.
		-- Jean Paul
%
Je sinnlicher die Seelenkraft, worin man hervorsticht, desto
origineller; daher sind am meisten originell die Musiker, weniger die
Maler, noch weniger die Poeten, und am wenigsten die Philosophen.
		-- Jean Paul
%
Das Schnste, was wir in der Vergangenheit antreffen, ist die
Hoffnung.
		-- Jean Paul
%
Wenn man sich etwas erinnern will, hebt man den Kopf in die Hhe.
		-- Jean Paul
%
Kleiner Schmerz ist in Augenblicken leidlich, aber nicht in der
Fortdauer; also liegt die Ursache unserer Ungeduld darin, da er uns
immer unterbricht.
		-- Jean Paul
%
Die Vernunft kann, wenn sie einer Leidenschaft oder Empfindung ihren
Ungrund und ihre Narrheit noch so deutlich zeigt, sie doch nie
aufheben, sondern hchstens schwchen.
		-- Jean Paul
%
Jeder Mensch ist in einer Sache ordentlich.
		-- Jean Paul
%
Jeder bewundert den Mut des andern und findet seine Freiheit edel;
treffen beide ihn, dann erregen sie seinen Zorn.
		-- Jean Paul
%
Mit wieviel tausend kleinen Mitteln mu sich der Mensch abgeben, ehe
er mit etwas Groem sich beschftigen kann.
		-- Jean Paul
%
Man wrde die Menschen leichter kennen, wenn man nicht jede Handlung
als die Folge von Grundstzen anshe; man hlt zu selten eine fr
Kaprize, aus der nicht auf den Hauptcharakter zu schlieen ist.
		-- Jean Paul
%
Ein groer Schritt zur Tugend ist, da man nicht alles an sich liebt,
seine Kleinigkeiten, Geschmack im Essen etc.
		-- Jean Paul
%
Jede Verleumdung, wenn man sie auch verwirft, lt eine geringere
Meinung vom Verleumdeten auf kurze Zeit zurck.
		-- Jean Paul
%
Wenn man beim Erzhlen eines fremden Scherzes selbst sehr lacht, so
gewinnt er; bei dem eines eignen, so verliert er.
		-- Jean Paul
%
Man wird mit weniger Ansto ber Glaubenssachen spotten als streiten,
weil man im ersteren Falle doch noch daran zu glauben scheint.
		-- Jean Paul
%
Das Lob einer besondern Eigenschaft setzet dem Verdachte der
Schmeichelei aus, da der andre sich seiner Schwche darin vielleicht
bewut ist; aber ein allgemeines Lob wird fr keine gehalten, weil
jeder sich vortrefflich im Ganzen hlt.
		-- Jean Paul
%
Die Mutter liebt der Art Menschen, von der ihr Sohn ist; gibt dem
Handwerksburschen, wenn ihr Sohn einer, mehr.
		-- Jean Paul
%
Jeder Mensch wnscht sich im Frhling zu verlieben.
		-- Jean Paul
%
Die Finger, wenn sie beschmutzt sind, auseinandergebreitet tragen.
		-- Jean Paul
%
Der Wirt ist stets aufrichtiger als der Gast.
		-- Jean Paul
%
Wer in einer Gesellschaft ein Bonmot erklrt, hat seine Feinheit nicht
verstanden.
		-- Jean Paul
%
Die Bewunderung ntzt nicht sowohl dem Gegenstande als dem Subjekt am
meisten; man freuet sich ber die Gre des Menschen und da man sie
empfindet.
		-- Jean Paul
%
Wenn ich mit einem Freunde zrne, werd ich sogleich wieder gut, sobald
ich eine Gelegenheit bekomme, ihm einen Dienst zu erweisen etc.
		-- Jean Paul
%
An andern liebt man Vollkommenheiten, an sich sich.
		-- Jean Paul
%
Alles Vergngen kommt von ungefhr und fllet aus den Wolken; an dem,
das man lange erwartet, ist selten viel.
		-- Jean Paul
%
Wir schmen uns mehr vor uns selber, wenn wir uns einer Torheit, als
eines Lasters erinnern.
		-- Jean Paul
%
Jeder sieht nun ein, da die Verleumdung von ihm lge; und doch
vermutet er nicht, da sie auch von andern Leuten lgen knne.
		-- Jean Paul
%
Ein witziger Kopf ist nirgends vergngter und glnzender, als wo ein
Narr mit ist.
		-- Jean Paul
%
Wenn euch ein feiner Kopf etwas Alltgliches zu sagen scheint: so
glaubt gewi, da ihr ihn nicht verstanden und da er zu fein gewesen.
		-- Jean Paul
%
Nach einer groen Snde begeht jeder die kleine, die sie verdeckt,
ohne alles Bedenken.
		-- Jean Paul
%
Er hatte Lebensart, nicht um sie zu zeigen, sondern aus Menschenliebe
und Schonung: denn Lebensart ist die Tugend auf kleine Gegenstnde
angewandt.
		-- Jean Paul
%
Solang einer noch kein System hat und die Wahrheiten ungeordnet in
seinem Kopfe liegenlsset, so lange liebt [er] schwerlich die
Wahrheit: ich glaube, zuweilen ist ihm wahrhaftig eine Lge noch
lieber.
		-- Jean Paul
%
Nicht alle Menschen bedrfen notwendig des Wechsels der Moden (denn
die Araber sind auch Menschen); aber wohl die Franzosen unter ihnen.
		-- Jean Paul
%
Kein Autor sollte sich ber etwas zu schreiben hinsetzen, dem es nicht
unbeschreiblich rgert, da er keinen Folioband darber schreiben
kann. Wehe ihm, wenn er einen Gedanken sucht und nicht jede Minute 10
abweiset.
		-- Jean Paul
%
Jeder hat eine andre Art, das Geld zu zhlen; der eine nach 4, der
andre nach 5 Groschen.
		-- Jean Paul
%
Es ist beinahe noch schwerer, gut zu schreiben, als ebensogut zu
reden: denn zu jenem hab ich nicht mehr Zeit als bei diesem, weil gute
Gedanken doch schnell entstehen.
		-- Jean Paul
%
Habe fr alle menschl(iche) Meinungen eine Ehrfurcht und glaube, da
ihr zu sehr Wesen einerlei Art seid, als da du ber eine ganz lachen
knntest, die ein Wesen deiner Art geglaubt und zu der es gewi Grnde
ntigten. Der Weise spret alle Tage mehrere Irrtmer der Menschen und
mehrere Scheingrnde, durch die sich jene Irrtmer einschmeichelten,
zum Gegengifte der Selbstgengsamkeit auf.
		-- Jean Paul
%
Sich eines philosophischen Satzes zu erinnern, braucht man mehr Zeit
als eines historischen: jenen schafft man beinahe wieder mit.
		-- Jean Paul
%
Wenn uns das Bse als Bses Reue macht und nicht als Wirkung der
Strafe: warum bereuen wir einen bsen Willen, einen bsen Entschlu,
der nicht ausgefhrt wurde, nicht ebensosehr als eine bse Handlung?
		-- Jean Paul
%
Er zog sein schlechtestes Kleid an, wenn er mit einem ausging, der
rmer als er war.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch ist gut und will nicht, da man vor einem andern als ihm
selber krieche.
		-- Jean Paul
%
Es gehrt schon zu den Widersprchen des Menschen, da er welche zu
haben glaubt.
		-- Jean Paul
%
Der Dumme denkt, man hat keine andern Wege, ihn auszulisten, als
seine.
		-- Jean Paul
%
Man will nicht nach seinem uerlichen geschtzt sein, und andre
schtzt man doch mit den Augen.
		-- Jean Paul
%
Die 11. Geflligkeit fr den, dem du 10 erwiesen, ist die Gelegenheit,
dir eine zu vergelten.
		-- Jean Paul
%
Gestorbne Freunde sind Ketten, die uns von der Erde ziehen und fester
mit einer bessern Welt verknpfen.
		-- Jean Paul
%
Die Empfindungen sind nur mit Empfindungen zu besiegen.
		-- Jean Paul
%
Wienach kann im Traume die Seele ber eine Person nachdenken, indessen
s(elber) die Person ein Gedanke von ihr ist? -
		-- Jean Paul
%
Wer nicht immer weiser wird, der ist nicht einmal weise.
		-- Jean Paul
%
Es ist Eitelkeit, wenn man denkt, gute Bcher ntzen nicht; wir bilden
uns ein, andre knnten nicht den Epiktet so gut ntzen wie wir.
		-- Jean Paul
%
Wer wei, da er uns gefllet, dem gefallen wir.
		-- Jean Paul
%
Schwere Bcher machen eben denen Vergngen, die sonst das wenigste
genieen, eklen Kennern.
		-- Jean Paul
%
Unbestndigkeit gegen seinen Vorsatz heiet sich selber das Wort
brechen, welches man sowenig wie gegen einen andern darf: da dieselbe
schdliche Folge des Mitrauens daraus entsteht.
		-- Jean Paul
%
Was hat man fr Recht dazu, dem Pbel, dem grern Teil der Menschen,
die Aufklrung vorzuenthalten? Wer gab uns das Recht, der Richter
seiner Einsicht und seines Schicksals zu sein? Wenn er die Aufklrung
mibraucht: so wird er es nicht mehr tun als die, die jetzt aufgeklrt
sind. Freilich der bergang von Finsternis zu Licht geschieht allemal
in einem Orkan. - Man regiert, um sie dumm zu erhalten: und erhlt sie
dumm, um sie zu beherrschen.
		-- Jean Paul
%
Den Schlimmen vertritt der Argwohn die Stelle des Verstandes, und
[sie] sind eben darum vor berlistung beschtzt.
		-- Jean Paul
%
Schlimme Leute befinden die guten am ersten falsch, weil diese jene
nicht bei andern billigen knnen.
		-- Jean Paul
%
Verwandtschaft d(er) besten mit d(en) falschen Syst(emen): Es gibt
schwerlich einen wahren Satz, um den nicht verwandte Bastarde stehen;
um den Stoizismus steht der Quietismus und Foismus. Wie nahe grenzt
die Enthaltung des Mnchtums an das Christentum! Dies gibt uns die
Regel: da, wo wir einen wahren Satz so weit treiben, da er mit allen
unsern Empfindungen und Denkart zu kriegen anfngt, zu stutzen und
zurckzukehren.
		-- Jean Paul
%
Worauf grnden denn die hhern Stnde ihr Vorrecht an alle Wahrheiten,
die dem Volk entstehen? Etwan, weil sie schon die Vorkenntnisse haben,
die sie vor dem Mibrauche neuer Wahrheit bewahren? Nun so gebe man
dem Volke die Vorkenntnisse. Oder darum, weil sie regieren und nicht
gehorchen drfen? Unmglich kann Aufklrung den Gehorsam gegen
ntzliche und gerechte Befehle aufheben: aber wohl gegen ungerechte.
Sie sagen, sie knnen nicht regieren, wenn das Volk aufgeklrt wrde,
und sie regieren blo, damit es es wird. Freilich gehorcht das mndige
Kind dem Vater nicht mehr, sondern seinem eignen Verstand, den eben
der Gehorsam dazu bildete.
		-- Jean Paul
%
Jeder hat etwas, worin er selbst denkt, und etwas, worin er nachbetet.
		-- Jean Paul
%
Es gibt verbindende und trennende Kpfe. Jene erfinden Systeme oder
Epopen, kurz, sie reien mit schpferischer Hand auseinanderstehende
Ideen zusammen. Der philosophische Erfinder braucht so gut die Flgel
der Dichtungskraft als der poetische. Die trennenden Kpfe brauchen
blo Scharfsinn, sie werfen hnlich scheinende Ideen auseinander und
sind keine Systematiker, lieber Skeptiker, Bayle.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch schneidet nicht seine Handlungen und Neigungen nach seinen
Grundstzen, sondern diese nach jenen zu, und die Neigung ist eher als
die Maxime da. Der Mann nach und der ohne Grundstze sind nur darin
verschieden, da jener seine Neigung in e(inen) allgemeinen Satz
verdolmetscht.
		-- Jean Paul
%
Nicht die wenigen Strahlen von Vergngen, die in dieses Leben fallen,
machen es uns so wert: sondern das unnennbar se Gefhl, zu sein, das
Leiden kaum stren, machts.
		-- Jean Paul
%
Feigheit macht so gut dem Menschen das Schlimmste zutrauen als Argwohn
und eigne Bosheit.
		-- Jean Paul
%
Nichts hasset man so, als die erste uerung eines Lasters, das man
nicht erwartet.
		-- Jean Paul
%
Die Tugend des andern fhlen und ehren seine Untergebnen am meisten,
weil sie sie beglckt - seine Gleichen und Obern nicht, weil sie ihnen
widersteht.
		-- Jean Paul
%
Blo die Groen schreiben wie die Alten, ohne Brotgier, ohne Rcksicht
auf Leser, blo in den Gegenstand versenkt.
		-- Jean Paul
%
Indem man oft zu neuen Erfahrungen und Kenntnissen den Namen suchen
will: findet man, da man den Namen schon lngst, aber ohne Idee, bei
sich getragen.
		-- Jean Paul
%
Von der Gleichfrmigkeit der Seele. Dem Witzigen wird es ebensoschwer,
einen Einfall eines Dummen zu verstehen als umgekehrt. Fr jeden
Menschen gibt es nur eine gewisse Art Menschen, die fr ihn passet;
bei den andern befindet er sich immer in einem Grade unbehaglich und
gedrckt. Der mit einem groen Herzen leidet in den
Alltagsgesellschaften mehr als diese von ihm; denn diesen macht er
wenig(er) Langeweile, weil sie ihn fr neu und nrrisch halten.
		-- Jean Paul
%
Um in Gesellschaft etwas zu erfahren, mu man die Antwort nicht durch
eine Frage, sondern eine Veranlassung herauslocken.
		-- Jean Paul
%
Dem Frsten durch ein Gesetz die gesetzgebende Gewalt geben heit sich
selber vernichten - soviel, als wollt einer seiner Geliebten alles
aufopfern, sogar seine Liebe. Man kann nichts bewilligen und geben,
als was man kannte und wollte; man kann also dem Frsten keine Gewalt
zu den Gesetzen gegeben haben, die man nicht wute und die uns
schaden. Aber auf der andern Seite: wie weit erstreckt sich der
Nachkommenschaft Verbindlichkeit, unter Gesetze sich zu bcken, die
sie nicht gegeben? Sowenig ein Volk einem andern Volk Gesetze geben
kann: sowenig die Mitwelt der Nachwelt.
		-- Jean Paul
%
Ironie ist der Weg und bung zur Laune.
		-- Jean Paul
%
Wir knnen keine Leidenschaft etc. ohne ihre immerwhrende Dauer
fhlen. Wir knnen nicht glauben, jemand aufhren zu lieben, den wir
lieben. Vielleicht ist's das nmliche, als was man >glauben< oder fr
wahr halten hlt.
		-- Jean Paul
%
Je mehr man sich in seine Materie hineinarbeitet und jede Ideenfaser
wieder zerfasert: desto origineller und ungeniebarer wird man, z.B.
Sterne.
		-- Jean Paul
%
Je mehr man mit einer Empfindung, Bemerkung vertraut ist: desto
allegorischer und versteckter drckt man sie aus.
		-- Jean Paul
%
Da kein Geschmack frher als der Gegenstand da sein kann, den er
geniet und der ihn bildet: so mu die Tristramische Laune erst
mifallen, eh sie gefllet, und den Geschmack zeugen, der sie
goutiert.
		-- Jean Paul
%
Wir haben nichts darwider, was der andre von sich hlt, wenn er nur
von uns noch mehr hlt.
		-- Jean Paul
%
Wenn es keine Freiheit [gibt] und unsre Triebe blo uns stoen: woher
kmmt's denn, da uns der erste beste Trieb nicht fortreis[s]et? was
ist denn das Vermgen, Entschlieungen abzuwgen, oder vielmehr das
Vermgen, sich zur Anwendung jenes Vermgens ins quilibrium zu
setzen?
		-- Jean Paul
%
Oft sind am besten Menschen dessen grte Tugenden und grte Flecken
unbekannt.
		-- Jean Paul
%
Wir sagen >das Leben nehmen<, whrend nur Jahre genommen werden.
		-- Jean Paul
%
Nichts macht die Menschen vertrauter und gegeneinander gutgesinnter
als gemeinschaftliche Verleumdung eines dritten.
		-- Jean Paul
%
Die Leute hassen am wenigsten, die ihren Ha in Spott und Laune
auslassen.
		-- Jean Paul
%
Man mu seine Behauptungen nie entscheidend in Gesellschaft
aufstellen, weil man sonst andern Mut und Lust benimmt, sie
anzufechten. Einer, der alle seine Stze mit einem >vielleicht<
entkrftet, lockt aus andern ihre Widersprche und Meinungen.
		-- Jean Paul
%
Auer der Einsamkeit macht nichts so stolz als eine Gesellschaft, die
sich immer untereinander lobt.
		-- Jean Paul
%
Gegen den Bekanntesten fhlt man grere Achtung, wenn andre sie ihm
erzeigen.
		-- Jean Paul
%
Zeige nie in Reden Trotz und Mut, sondern in Taten - weniger Feinde
machst du.
		-- Jean Paul
%
Wenn es keine Freiheit gibt: wie kmmt denn der ganz Lasterhafte zum
Gefhl, da er sie verloren? Blo weil er das starke Gewicht der
einen Grnde fhlt - allein der Tugendhafte fhlt auch seines, aber
keinen Freiheitsverlust.
		-- Jean Paul
%
In Frauen wird man oft aus Langweile verliebt - man wei nichts mit
ihnen weiter anzufangen.
		-- Jean Paul
%
Wenn das, was du dem andern sagst, nicht entweder ein Merkwort zur
Erinnerung oder ein Funke zur Erfindung ist: so versteht er dich
nicht; ihr mt euch voneinander blo in der Zeit der Erfindung
unterscheiden.
		-- Jean Paul
%
Jeder hat mehr Selbstliebe, als man ihm zutraut.
		-- Jean Paul
%
Alle groe Torheiten, Schwrmereien etc. kamen daher, da man - zu
konsequent war, immer fortschlo, ohne Rcksicht auf Menschenverstand;
z.B. Mnchtum; Skeptizismus etc.
		-- Jean Paul
%
Nicht die Fhlsamkeit und der Enthusiasmus der jngern Jahre ist in
ltern vermindert, sondern man kann nur, bei erweitertem Ideenkreis,
von andern, bessern, also seltnern Gegenstnden gerhrt werden.
		-- Jean Paul
%
Nichts erkltet Liebe so leicht als Beschmung.
		-- Jean Paul
%
Die toleranten Menschen haben nicht die meiste Liebe.
		-- Jean Paul
%
Freude macht aufrichtig.
		-- Jean Paul
%
Groe Seelen fallen am ersten in Selbstverachtung.
		-- Jean Paul
%
Keine Absichten werden leichter und allgemeiner erraten als die des
Eiteln. Dies setzt allgemeine Eitelkeit voraus.
		-- Jean Paul
%
Denken lernt man nicht an Regeln zum Denken, sondern am Stoff zum
Denken.
		-- Jean Paul
%
Wie verschieden, ob man sich in die Ober- oder Unterlippe beiet!
		-- Jean Paul
%
In jeder neuen Lage tritt man ein wenig aus der Philosophie heraus.
		-- Jean Paul
%
Man wird am leichtesten verschwiegen unter Leuten, die es nicht sind.
		-- Jean Paul
%
Beredsamkeit ist blo Deutlichkeit.
		-- Jean Paul
%
Im nmlichen poetischen Kopf verschnert sich neben der Tugend auch
das Laster.
		-- Jean Paul
%
Der Autor vermengt das Vergngen, das ihm ein Buch als Knstler gibt,
mit dem, das es andern als Lesern gibt.
		-- Jean Paul
%
Alle, die nur fr Leute eines Fachs schreiben, z.B. Theologen,
schreiben deswegen elend.
		-- Jean Paul
%
Solang ein Mensch ein Buch schreibt, kann er nicht unglcklich sein.
		-- Jean Paul
%
Aus Instinkt bt man die feinsten Umgangsregeln aus, ber die man
erstaunt, wenn man sie liest.
		-- Jean Paul
%
Was man selbst erfahren, kann man auch andern vortragen, obgleich es
ihnen etwas Altes ist.
		-- Jean Paul
%
Es ist die grte Weisheit, sich ber die Menschen hinauszusetzen,
ohne sie zu hassen oder zu verachten.
		-- Jean Paul
%
Mit manchen Dingen mu man prahlen, um sich ihrer nicht zu schmen.
		-- Jean Paul
%
Ein Mann liebt Keusche und ist es selbst nicht; bei Weibern ist's
umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Der denkende Teil in mir entdeckt in der Welt berall Ordnung, nur der
empfindende nicht, der nicht der Zuschauer, sondern ein Glied dieser
Kette ist.
		-- Jean Paul
%
Blo darum mssen wir soviel lesen, weil wir alles in 10 Bchern lesen
mssen, anstatt es aus 1 zu merken.
		-- Jean Paul
%
Der neueste Gedanke altert unter der Hand eines gemeinen
Schrift(stellers), der lteste verjngt sich unter der Hand eines
guten.
		-- Jean Paul
%
Dem Talent und Krper verzeiht man alles, der Tugend nichts.
		-- Jean Paul
%
Man hat eine Wahrheit lange gehrt, verstanden, gelobt, eh man sie
verdauet und zum Teil seines Ichs macht.
		-- Jean Paul
%
Die Kunst des Arztes wohnt zwischen der Ohn- und Allmacht der Natur
mitten.
		-- Jean Paul
%
Die Situation wird nicht durch die Worte gehoben, sondern diese durch
jene.
		-- Jean Paul
%
Zur Freundschaft gehrt: da wir einander gleichen, einander in
einigem bertreffen, einander in einigem nicht erreichen.
		-- Jean Paul
%
Ich habe nie eine einzige Bemerkung allein gemacht, sondern es fiel
mir allezeit noch eine zweite ein.
		-- Jean Paul
%
Ich bedaure nichts, was ich auf der Erde verloren, keine Jugend und
keine Freude - auer dem Verlust der hohen Vorstellung, die ich von
allen diesen gehabt.
		-- Jean Paul
%
Es gibt nichts Wollstigeres, als einen Freund zu loben.
		-- Jean Paul
%
Wenn ein Jngling und ein Mdgen miteinander einen Fehltritt begehen,
so werden beide nur von dem Geschlecht entschuldigt, zu dem sie nicht
gehren.
		-- Jean Paul
%
Man verdirbt unter Leuten, die einen nicht bertreffen.
		-- Jean Paul
%
Man fhlt das Bedrfnis zu unterhalten nie, wenn man interessante
Gedanken hat oder zutraut; - nicht blo in der Liebe.
		-- Jean Paul
%
Das Gefhl findet, der Scharfsinn wgt die Grnde.
		-- Jean Paul
%
Eitelkeit ist darum so schwer abzulegen, weil man sie, unter allen
Lastern allein, den ganzen Tag genieen kann.
		-- Jean Paul
%
Zwischen dem Betragen eines orientalischen und eines monarchischen
Untertanen ist ein geringerer Unterschied als zwischen dem eines
monarchischen und eines republikanischen.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch hlt jede Vernderung seines Innern, jede Verbesserung und
sogar jede Verschlimmerung fr grer, als sie ist; er wird klger,
aber nicht weiser, er ndert mehr seine Handlungen als seine Gefhle,
mehr seine Einsichten als seine Meinungen, und blo sein Gedchtnis
ndert sich am meisten. Gleichwohl ist einer, der nicht den Tag, die
Stunde angeben kann, wo er gut geworden, es auch nicht. Die Besserung
gibt oder nimmt uns nicht Gefhle, sondern beherrscht nur die eignen -
und in jedem Menschen hat die Tugend andere Neigungen zu ordnen.
		-- Jean Paul
%
Man glaubt, man erhebe sich ber alle die Leute, ber die man
nachdenkt und Reflexionen macht.
		-- Jean Paul
%
Es ist schner, eine schne Gegend zu betrachten als zu betreten.
		-- Jean Paul
%
Wenn man sich in Kleidern niederlegt, fllt die Melancholie der Nacht
weg.
		-- Jean Paul
%
Wir wollen gern den Wert des Genies anerkennen, aber es selbst soll's
nicht.
		-- Jean Paul
%
Jeder hat in seiner Jugend etwas von einem poetischen Genie, seine
Narrheit und seine Entzckung; - das poetische Genie selbst aber lebt
in einer ewigen Jugend.
		-- Jean Paul
%
Man kann die feinsten Bemerkungen ber den Menschen und ber
Individuen machen und doch von ihnen betrogen werden, d. h. sie nicht
kennen.
		-- Jean Paul
%
Die Sucht, seinen Charakter zu zeigen, sieht oft ebenso falsch aus als
die, ihn zu verbergen.
		-- Jean Paul
%
Im kraftvollen Zustand ist man am meisten rgerlich, z.B. bei
Arbeiten des Geistes.
		-- Jean Paul
%
An der grten Tugend ist nichts zu bewundern, weil uns das Gefhl
ihrer Erreichung bleibt - aber am Talent.
		-- Jean Paul
%
Es ist leichter, eine Tugend zu bertreiben, als sie zu haben,
leichter, das Gelbde immerwhrender Keuschheit zu tun, als in der Ehe
zu leben.
		-- Jean Paul
%
An alles Krperliche ist Geistiges geknpft, an Eigennutz
Freundschaft, an Wollust Liebe, an den Gaumen Erinnerung, an Trank
Tugend.
		-- Jean Paul
%
Eine Freude darber, da man was Neues entdeckt, heit eine ber einen
6000jhrigen Irrtum.
		-- Jean Paul
%
Ohne Philosophie steigen und sinken die Gefhle zu weit.
		-- Jean Paul
%
Es sind verschiedene Talente, eines Charakter und eines Gesinnungen
und Gedanken zu erraten.
		-- Jean Paul
%
Man drckt lieber die Augen zu, als da man die Finsternis she.
		-- Jean Paul
%
Gerade Unparteiische, die alle Seiten sehen, finden weniger Beifall
und Freunde, als die gegen eine Seite heftig sind.
		-- Jean Paul
%
Leute mit offenliegenden Vorzgen - Schne, Witzige und Kenner vieler
Sprachen - sind eitel; mit verborgenen - Tugend, Weisheit - sind
stolz.
		-- Jean Paul
%
Man widerlegt lieber den, der zu schwer, als der zu leicht zu
widerlegen ist.
		-- Jean Paul
%
Da Verstand erst mit den Jahren kommt, sieht man nicht eher ein, als
bis der Verstand und die Jahre da sind.
		-- Jean Paul
%
Der hohe Ha ist wie die Tugend, ohne Worte und Hitze, aber handelnd.
		-- Jean Paul
%
Die Erde als Erde ist auch dem Sinnlichsten nichts, sondern seine
Ideen darber.
		-- Jean Paul
%
Es ist ein Irrtum, da die edlern Neigungen vernnftiger seien als die
unedlern.
		-- Jean Paul
%
Kleine Seelen fhlen in ihrem Unglck nur ihren Zustand, groe noch
Zusammenhang, ihr Ich.
		-- Jean Paul
%
Der Blinde kann keine solchen Schrecken haben wie wir, da er keine
Finsternis kennt.
		-- Jean Paul
%
Aufopferung ist leichter als Rechtschaffenheit.
		-- Jean Paul
%
Man kann keinen Gedanken gut ausdrcken, als den man oft gehabt.
		-- Jean Paul
%
Eine humoristische Stelle glnzt am meisten in einem ernsthaften Buch
zitiert.
		-- Jean Paul
%
Ein Roman ist eine veredelte Biographie.
		-- Jean Paul
%
Jeder Autor dient in seinem ersten Buch blo seinen Neigungen - im
zweiten dem Geschmack.
		-- Jean Paul
%
Der vollkommene Philosoph mu ein Dichter mit sein und umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Von einem in Begeisterung knnte man sogar das drucken, was er denkt.
		-- Jean Paul
%
Keiner denkt mehr frei, der ein System hat.
		-- Jean Paul
%
Warum sollt es verwegen sein, dem Kant zu widersprechen? Dann wr's
auch, ihm zu glauben; weil zu einem, der seine Grnde fassen will,
ebenso viel gehrt als zu einem, der sie widerlegen will.
		-- Jean Paul
%
Es gehrt zur Tugend und Lebensart, von andern nicht zu sehr sein
Recht zu fordern.
		-- Jean Paul
%
Aus einer Frau ohne Torheiten wre weiter nichts zu machen als - ein
Mann.
		-- Jean Paul
%
Weiber und Groe bleiben ewig zu klug fr den Weisen.
		-- Jean Paul
%
Weiber halten die Leiden besser aus als Mnner; nur die der Liebe
schlechter.
		-- Jean Paul
%
Eine Frau findet zwischen zwei Mnnern nicht soviel Unhnlichkeit als
wir zwischen zwei Weibern.
		-- Jean Paul
%
E. lobt am andern nichts, was er nicht glaubt; aber um es zu loben,
glaubt er's vorher.
		-- Jean Paul
%
Gewisse Menschen wren Engel, wenn sie strker wren, und gewisse
keine Teufel, wenn sie schwcher wren.
		-- Jean Paul
%
Ein Prophet (Autor) wird von seinem Vaterland zuwenig, von seinen
Freunden zuviel geschtzt.
		-- Jean Paul
%
Es strkt einen fast, da einem die Eitelkeit der Dinge kleiner
vorkmmt, wenn wir sie geschildert, d. h. durch das Medium der Poesie
erblicken.
		-- Jean Paul
%
Feine Menschenkenntnis und Beobachtung ist verschieden von
ausgebreiteter und vollstndiger.
		-- Jean Paul
%
Ein gewhnlicher Kopf wagt selten etwas Kindisches.
		-- Jean Paul
%
Man errt den andern mehr durch Vermutungen als durch Beobachtungen.
		-- Jean Paul
%
Die Dummen halten alle Feinen fr falsch.
		-- Jean Paul
%
Eine starke Phantasie ist jed(es) groen Entschluss(es) fhig, aber
sie macht auch - weil sie die Sache auf einer andern Seite betrachtet
- desto unfhiger, ihn auszufhren.
		-- Jean Paul
%
Sanfte, weiche Menschen beweisen zum Schutz anderer einen greren
Zorn und Mut als fr sich, z.B. Mtter.
		-- Jean Paul
%
Wir zeigen mit weniger Scham die Leidenschaften des Hassens als des
Liebens.
		-- Jean Paul
%
Man hrt, wegen der Gewhnlichkeit, das Prgelgeschrei eines Kindes
mit weniger Rhrung als eines Hunds.
		-- Jean Paul
%
Wenn ein Buch nicht wert ist, 2 mal gelesen zu werden, so ist's auch
nicht wert, 1 mal gelesen zu werden.
		-- Jean Paul
%
Die Liebe mindert die Feinheit der Weiber und mehrt die der Mnner.
		-- Jean Paul
%
Nichts sichert (zumal die Weiber) mehr gegen Beleidigungen als die
Gewiheit, da man sie nicht vergibt.
		-- Jean Paul
%
Jakobi(s) Schriften verstand ich mehr, indem ich mich ihrer erinnerte,
als indem ich sie las.
		-- Jean Paul
%
Ein Jngling, der mit dem brgerlichen Leben zufrieden wre, wre sehr
mittelmig.
		-- Jean Paul
%
Mehr Sachen auf einmal merkt man leichter als eine.
		-- Jean Paul
%
Fr einen von viel Witz und Belesenheit gibt's gar keine
Unhnlichkeiten mehr.
		-- Jean Paul
%
Bei manchen zerflieet alles so sehr ins Ganze, da sie bei eignen
Fehltritten die Schwche der menschlichen Natur bedauern.
		-- Jean Paul
%
Manche wollen nur, da, nicht wie, man sich entschuldige.
		-- Jean Paul
%
Die Eitelkeit des Umgangs wchst am meisten durch Leute, an denen man
kein Interesse nimmt und mit denen man doch spricht.
		-- Jean Paul
%
Er hlt sich noch nicht fr tugendhaft genug, um sich kleine Snden zu
verbieten.
		-- Jean Paul
%
Der Weise rechnet das Mivergngen zu seinen Snden.
		-- Jean Paul
%
Der schnste, edelste, freimachende Gehorsam ist der gegen sich - man
mu nicht wollen, was man tut, sondern tun, was man will.
		-- Jean Paul
%
bertriebner Tadel schadet Guten mehr als bertriebnes Lob.
		-- Jean Paul
%
Wenn man bei Mdgen etwan wie bei Mnnern auf ein schneidendes Ja oder
Nein dringt: so gewinnt man sicher das Unangenehmere - sie haben eine
aus Ja und Nein zusammengesetzte Antwort gewohnt.
		-- Jean Paul
%
Ferne Berge sind erhabner als nahe.
		-- Jean Paul
%
An ungebildeten Leuten rgert e(inen) Eigennutz nicht.
		-- Jean Paul
%
Eine gewisse Seelengre macht zur Menschenkenntnis unfhig.
		-- Jean Paul
%
Liebe ist ein Auszug aus allen Leidenschaften auf einmal.
		-- Jean Paul
%
Wenn man lang ein Kleidungsstck ansieht, kmmt's einem nrrisch vor.
		-- Jean Paul
%
Eine einzige Selbstberwindung strkt mehr als 20 Gefhle und
200000 Predigten.
		-- Jean Paul
%
Es gibt 2 ganz verschiedene Satiren, eine gegen Laster, eine gegen
Torheiten.
		-- Jean Paul
%
Eltern schlagen strker, wenn das Kind nicht schreiet.
		-- Jean Paul
%
Unsre schlimmen Taten bleiben uns mehr im Gedchtnis als unsre guten.
		-- Jean Paul
%
Um sich von einer zu groen Liebe oder Duldsamkeit fr etwas zu
heilen, mu man nicht die Feinde davon lesen, sondern die Freunde.
Lavater
		-- Jean Paul
%
Wenn man keine besondere Gelegenheit hat, jemand seine Liebe zu
zeigen: denkt man zuletzt, man fhle sie schwcher.
		-- Jean Paul
%
Manche wollen ihre Freunde nur von sich gelobt wissen.
		-- Jean Paul
%
In der Jugend hlt man von hinten jede fr schn.
		-- Jean Paul
%
Die meisten reden origineller, als sie schreiben.
		-- Jean Paul
%
In Leidenschaft machen wir nicht falsche Beobachtungen, sondern
falsche Schlsse daraus.
		-- Jean Paul
%
Jede Freude fllt, jeder Schmerz leert dich, aber in jener hat noch
Sehnsucht Platz, in diesem noch Zuversicht.
		-- Jean Paul
%
Jeder Zustand, den eine gegenwrtige uere Lage uns gibt, ist nicht
rein, sondern ein Gemisch aus ihr und d(er) vergangnen - daher kann
uns die gemeinste Lage einen ungewhnlichen Zustand nach einer
ungewhnlichen Vergangenheit geben.
		-- Jean Paul
%
Ein Mensch, der uns blo in unsern eignen Talenten bertrifft, erhebt
uns - einer, der in ganz fremden gro ist, demtigt uns.
		-- Jean Paul
%
Man mu etwas Bessers sein als sein Stand, um ihn zu erfllen.
		-- Jean Paul
%
Je mehr man mit d(em) andern bekannt wird, desto mehr hrt man auf,
den Verstand zu zeigen, und beginnt, das Herz zu zeigen.
		-- Jean Paul
%
Kleine Mdgen gren mehr als Knaben.
		-- Jean Paul
%
Ein Narr ist nie so lcherlich, als man ihn macht.
		-- Jean Paul
%
Ein Staat ist leichter zu regieren als ein Mensch.
		-- Jean Paul
%
Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum
fhlen wir so viel Wrme gegen einen Aufopfernden und halten's fr
Schuldigkeit bei uns? Einmal mssen wir uns irren.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber lieben einander nicht so sehr, weil sie sich nicht in den
schnsten Augenblicken je sehen - des Gebets und der Liebe.
		-- Jean Paul
%
Das, was er nicht verbergen konnte, lie er nicht erst erraten,
sondern sagte es selbst, um das Opfer der Aufrichtigkeit zu bringen.
		-- Jean Paul
%
Manche Menschen macht man durch die grten Wohltaten nicht so warm
als durch das kleinste Lob.
		-- Jean Paul
%
Einer kann uns ohne Egoismus sein Leben mit Interesse nur schriftlich,
aber nicht mndlich erzhlen.
		-- Jean Paul
%
4erlei gute Mdgen, die mit, die ohne Ehre - mit, ohne allgemeine
Betrachtungen.
		-- Jean Paul
%
Wenn ein Mensch eine gewisse Anzahl Wohltaten empfangen: hrt er auf,
sie zu zhlen.
		-- Jean Paul
%
Wenn die Menschen immer Versuchungen zu groen Snden htten: sie
blieben gut; aber die tglichen Kmpfe gegen kleine gewhnen an
Niederlagen.
		-- Jean Paul
%
Scharfsinn ohne Empfindung ist Mhlstein ohne Korn.
		-- Jean Paul
%
Manche geben allen groen Wahrheiten Kleinheit, wenn sie sie nur
sagen.
		-- Jean Paul
%
Man wird zuletzt tolerant, denkt man, gegen die Menschen; aber man ist
nur gleichgltig.
		-- Jean Paul
%
Bei jeder neuen Lage fngt man eine neue Jugend an, man verjngt sich,
wenn man sich verndert. Ein Konrektor ist lter als ein Rektor, der
er wird.
		-- Jean Paul
%
Man kann Liebe selten zu spt, immer zu bald gestehen.
		-- Jean Paul
%
Unterschied unter Mnnern und Weibern, da diese in der Leidenschaft
keine Grnde annehmen.
		-- Jean Paul
%
Man gewinnt mehr, wenn man Mdgen etwas fr sich tun lsset, als wenn
man etwas fr sie tut.
		-- Jean Paul
%
Schwerlich kennt die Frau unter der Liebe etwas grers als die Liebe
- der Mann kennt mitten darunter noch seine Lieblingsarbeit, seine
Philosophie als das Grere. Bei ihr ist sie Ziel; bei uns ist sie
Spaliergewchs an den Schranken zum Ziel.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch ertrgt ein neues bel darum unwilliger als ein greres
altes, weil sie es, aus Mangel an Wiederholung, noch fr kein
notwendiges halten.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch kann nicht eher wissen, wie gut er ist, als bis einmal sein
halbes Glck von einer groen Snde abhing.
		-- Jean Paul
%
Wem eine Frau gleichgltig wird, bei dem fngt die Sinnlichkeit an.
		-- Jean Paul
%
Feinheit des Ausdrucks ist verschieden von Feinheit der Gesinnung.
		-- Jean Paul
%
Vielleicht die mnnliche Herrschsucht daher, weil Weiber keine Grnde
annehmen.
		-- Jean Paul
%
Man errt die Menschen am besten, wenn man sie bei Erzhlungen um ihre
Vermutungen der unerzhlten Zukunft fragt.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber beherrschen Mnner mehr als umgekehrt, weil nur diese
Grnde annehmen.
		-- Jean Paul
%
Keinem Gesichte steht ein hliches bler als einem schnen.
		-- Jean Paul
%
Wie leichtsinnig Weiber sind, [sieht man] daraus, weil der Gedanke des
Todes bei der Schwangerschaft nicht mehr Einflu auf sie hat.
		-- Jean Paul
%
Wenn man etwas hrt, das einen in Erstaunen und zugleich in Verwirrung
wegen der Antwort setzt: so mu man kalt eine kurze einsilbige Frage
tun, die eine lange Antwort braucht.
		-- Jean Paul
%
Wenn man bezahlt wird, denkt man, man arbeitete zu wenig - wenn man
arbeitet, man bekomme zu wenig.
		-- Jean Paul
%
Ich begreife nicht, wie ein Mann sagen oder glauben kann, er sei
schn, ohne rot zu werden.
		-- Jean Paul
%
Wenn sich einer nur einmal zwingt nachzugeben: so sieht er, da er
nicht viel nachzugeben braucht und da der andere auch nachgibt.
		-- Jean Paul
%
Es ist unbegreiflich, wenn man in den hhern Stnden sieht, wie viel
eine Frau braucht, um keine Langweile zu haben - in unsern, wie wenig.
		-- Jean Paul
%
Man unterlsset zu viel Gutes, weil der Nutzen, und begeht so viel
Bses, weil der Schaden zweifelhaft ist.
		-- Jean Paul
%
Man verbindet sich oft einen Menschen, wenn man nach dem Namen seines
Hundes fragt.
		-- Jean Paul
%
Nur ein Mann, keine Frau, kann eine Stunde vor einem Ball in einem
philosophischen Buche lesen, oder darin gar daran denken.
		-- Jean Paul
%
Voltaire widerlegt den Pascal und hat berall recht - nur darin nicht,
da er ihn nicht verstand.
		-- Jean Paul
%
Derselbe Scharfsinn findet an allen Behauptungen das Wahre, der an
allen das Falsche entdeckt - er wei kaum, wo er anfangen soll, zu
widerlegen oder beizutreten.
		-- Jean Paul
%
Im Sommer ist man menschlicher, im Winter brgerlicher.
		-- Jean Paul
%
Bei Mangel an Talent ist's besser zu sprechen als zu schreiben.
		-- Jean Paul
%
Nur in 1 Fall sind Weiber Weibern lieber als Mnner - wenn sie nmlich
als Gste kommen: mit Mnnern knnen sie nichts reden. -
		-- Jean Paul
%
Sogar in unserer Erinnerung ist uns die Vergangenheit als Flle
frherer Erinnerung schn.
		-- Jean Paul
%
Manche knnen leichter die Lehrer der besten als der guten Menschen
sein.
		-- Jean Paul
%
Leidenschaft macht, da man besser und schlechter handelt als die
Vernunft tte.
		-- Jean Paul
%
Der Stand erhebt die Groen ber die Urteile, die die Kleinen ber
ihre Tugenden fllen - aber nicht ber ihre Vorzge. Sie rchen nicht
die beleidigte Achtung, sondern die beleidigte Eitelkeit.
		-- Jean Paul
%
Kluge halten das Gewhnliche, Dumme das Ungewhnliche fr toll.
		-- Jean Paul
%
Wir tuschen uns ber den Wert eines Autors, da wir nicht an die
vielen Minuten denken, wie er das Werk Glied vor Glied
zusammengeschoben.
		-- Jean Paul
%
In einem Vormittage, wo man reiset, ein ungewhnliches Geschft hat -
kurz in jeder neuen Lage - lebt man mehr, sieht das Leben anders,
fhlt sich mehr als in 4 gewhnlichen Wochen.
		-- Jean Paul
%
Feinheit berall wirkender als Kraft.
		-- Jean Paul
%
Ich rgerte mich ber den Menschenlrm unter mir und konnte nicht eher
schlafen, als bis ich wute, es seien Pferde.
		-- Jean Paul
%
Jede Arbeit, auch philosophische, poetische, lenkt den Menschen vom
Ich und oft vom Bessern ab.
		-- Jean Paul
%
Gegen Liebe ist man nie undankbar, nur gegen Wohltaten.
		-- Jean Paul
%
Eigentlich mte man fr jedes Individuum ein besonderes Buch
schreiben.
		-- Jean Paul
%
Menschen beweisen sich in Gesellschaft Sachen, die jeder glaubt.
		-- Jean Paul
%
Eine nie auf die Probe gesetzte Frau denkt stets von sich zu gut und
von dem Sieg zu leicht.
		-- Jean Paul
%
Es verlohnt sich nicht, da man alle Bcher widerlegt. Exzerpieren
isoliert und hebt eine Sache heraus.
		-- Jean Paul
%
Der Gelehrte erwirbt sich mehr blindes Zutrauen als der Scharfsinnige,
weil jenem nur der Gelehrtere, diesem jeder widersprechen kann.
		-- Jean Paul
%
Es ist leichter, die Menschen zu lieben, als zu ertragen - viele
heftig zu lieben, als keinen zu hassen.
		-- Jean Paul
%
In den Weibern ist der hchste Kontrast der Aufopferung und der
Schwche - der Tugend und der Kleinlichkeit.
		-- Jean Paul
%
Ein ganz Tugendhafter mu viel Geist oder Feuer haben, um nicht
langweilig zu sein.
		-- Jean Paul
%
Man legt leicht die groen Unarten ab und hat noch immer die kleinen
der Gewohnheit und Erziehung.
		-- Jean Paul
%
Uns greift ein auf der Strae verwesetes Vogelgerippe an, aber keines,
das auf unserm Teller liegt.
		-- Jean Paul
%
Man liebt die Menschen mehr, wenn man den Entschlu, ihnen eine
Wohltat zu erweisen, fsset, als nachdem er ausgefhrt ist.
		-- Jean Paul
%
Ein Volk kann nicht auf seine Genies, sondern auf das Volk, auf die
Menge stolz sein - die Genies knnen auf die Genies es sein.
		-- Jean Paul
%
Bei der Besserung sieht man, da man eine Menge Dinge im Umgang, die
man aus Hflichkeit und Mode tat, aus Tugend nun tut und leichter.
		-- Jean Paul
%
Ein Mann von Verstand gibt Leuten von Verstand zu leicht sein Herz.
		-- Jean Paul
%
An Weibern ist alles Herz, sogar der Kopf.
		-- Jean Paul
%
Man sagt zu Ochsen >dummer Esel< und umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Man liebt noch den Ort der Liebe, wenn man gegen die Person keine mehr
hat.
		-- Jean Paul
%
Man sollte nie mit dem Edeln zugleich einen unschuldigen, aber
nied(rigen) Zweck erreichen - es ist nichts gefhrlicher fr die Moral
(Tugend), als von ihr zu leben.
		-- Jean Paul
%
Menschen erraten heiet nichts als sich hnl(icher) Erfahrungen
besinnen. Mit einem ganz neuen Charakter kmmt der grte
Menschenkenner nicht aus.
		-- Jean Paul
%
Es ist leichter zu schmeicheln, als zu loben.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen, besonders die Weiber, wollen lieber gelobt als geliebt
sein.
		-- Jean Paul
%
Ein anderes ist der Mut, d(er) Gefahr nicht zu achten, ein anderes,
sie nicht zu sehen, zu verachten, ihr zu trotzen.
		-- Jean Paul
%
Zwischen 4 Wnden sind alle Menschen Sonderlinge, nur nicht offen.
		-- Jean Paul
%
Man sagt leise: ich empfehle mich Ihnen, wenn man den Hut von weitem
zieht.
		-- Jean Paul
%
Es ist ein geringer Unterschied zwischen dem Stolz auf wahre Vorzge
und dem auf keine.
		-- Jean Paul
%
Man glaubt oft, man knne nicht gut sprechen, da einem doch nichts
fehlt als der Stoff zu sprechen.
		-- Jean Paul
%
Genu der Ehre hindert den der Natur.
		-- Jean Paul
%
Goethe, so dramatisch und in fremdem Namen redend, da er sich nicht
finden kann, wenn er etwas im eignen sagen soll.
		-- Jean Paul
%
Wenn zwei krp(erlich) zusammenstoen, denkt jeder, nur der andere
habe Schmerz und Recht - bei moralischem Zusammenstoen das Gegenteil.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen wren alle bescheidener und demtiger, trieben sie alle
nur eine Kunst.
		-- Jean Paul
%
Jeder kmmt sich selber leer und mager vor (ausgenommen wenn er sich
vergleicht), weil er sich ganz auskernt und erschpft mit der Idee.
Keiner kann seine eigne Gelehrsamkeit bewundern, weil er sie ganz
kennt.
		-- Jean Paul
%
Die hchste Liebe glaubt und fodert hchste Vollkommenheit, daher ist
sie ihrem Ende am nchsten.
		-- Jean Paul
%
Ehrgeiz ist verschieden von Ehrliebe - diese sndigt nie gegen die
Ehre, aber jener, der nach Schande nichts fragt, um berhmt zu sein -
diese will eigne Achtung, jener fremde, diese ist bei Weibern, jener
[bei] Mnnern.
		-- Jean Paul
%
Die Keuschheit wohnt weder in den obern noch untern Stnden - sondern
in den mittlern.
		-- Jean Paul
%
Das Einfltigste sagt man im Anfang in einer Gesellschaft, das Beste
zuletzt.
		-- Jean Paul
%
Ein rechtschaffener Menschenf(ein)d sagt im Zorn mehrere und
ntzlichere Wahrheiten als in der Liebe.
		-- Jean Paul
%
Man glaubt einem Mann von Talent mehr, was er versichert, als was er
beweiset - Hier untersucht man erst seine Beweise, dort ist er einer.
		-- Jean Paul
%
Wir sind begieriger, fremde Menschen zu observieren und auszusphen
als tgliche und nahe.
		-- Jean Paul
%
Man kann gewi sein, dem andern nicht viel Vergngen gemacht zu haben,
wenn man lauter Sachen sagte, die uns eines machten und so umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Nonnen mager, Mnche fett, Beweis der weiblichen Migkeit.
		-- Jean Paul
%
Niemand ndert sich schwerer, als der stets unter andern oder in
Geschften lebt, d. i. trumt - die andringende, berhufende
Gegenwart ersticket jeden stillen Keim.
		-- Jean Paul
%
Ein Autor bringt durch Selbstdefension(en) seine Anklagen auf und in
die Nachwelt. Fr die Mitwelt sind sie entbehrlich; seine Freunde
glauben den Anklagen nicht, seine Feinde den Defensionen nicht.
		-- Jean Paul
%
Man denkt, jeder gehe dahin, wohin man geht.
		-- Jean Paul
%
Die Schwachheiten groer Menschen werden von kleinen so leicht erraten
als die der Lehrer von Kindern.
		-- Jean Paul
%
Nichts fhrt von aller innerer Beschauung weiter ab und vom Blick
gegen die verschleierte Welt als Ehrgeiz.
		-- Jean Paul
%
Niemand knnte sich verhater und langweiliger machen als einer, der
in allen Sozietten Menschen nur lobte.
		-- Jean Paul
%
Man ist gerechter gegen seine Feinde als gegen seine Freunde.
		-- Jean Paul
%
Um froh zu sein, mu man einen langen Geschftsplan haben, der doch
die Freuden nicht aussperret, sondern einschlieet: am besten wenn die
Geschfte und Freuden in eins fallen (bei mir).
		-- Jean Paul
%
Wenn an den Groen alles erstirbt, sogar der Ehrgeiz, grnet doch die
Eitelkeit noch.
		-- Jean Paul
%
Es hilft wenig, da uns das Schicksal reich macht: unsere Wnsche
machen uns wieder arm.
		-- Jean Paul
%
Der Schlechteste kennt einen Preis, wofr er seine Rechtschaffenheit
nicht hingibt; er unterscheidet sich vom Guten durch den kleinern
(nicht vom Besten).
		-- Jean Paul
%
Man tut oft blo stolz, weil man vermutet, der andere denke stolz.
		-- Jean Paul
%
Der aus dem gemeinen kriechenden Stand Emporgekommene will stolz sein
und kann es nicht, und ihm entfhrt immer Hflichkeit gegen die alten
Gegenstnde.
		-- Jean Paul
%
Eheweiber sind scharfsichtig, wenn ein Mensch sich den Ehemnnern
empfehlen will, und diese, wenn ein Mensch sich der Frau.
		-- Jean Paul
%
Ein berhmter Autor sollte auch Stze, die andere gesagt, wiederholen,
um der Wahrheit sein Gewicht hinzuzutun.
		-- Jean Paul
%
Je mehr man Menschen kennt, desto weniger schildert man Individuen.
		-- Jean Paul
%
In den Augen des Bewunderten ist der Bewunderer nicht stets klug, wie
Helvetius sagt, aber doch gut.
		-- Jean Paul
%
Jeder hlt seine Verstellung fr feiner als die fremde und wird daher
betrogen.
		-- Jean Paul
%
Den meisten Menschen gilt Bewunderung, Schtzung so viel als Liebe,
sie vermengen beide.
		-- Jean Paul
%
Werke, die man schreibt und die man tut, kann man erst lange nach
ihrer Vollendung korrigieren.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen hassen und merken in der Liebe leicht das Gefhl der
Unabhngigkeit.
		-- Jean Paul
%
Die erste Wiedererblickung lang ersehnter Menschen gibt diesen etwas
von der Idealitt der Vorstellung.
		-- Jean Paul
%
Nichts ist bei der hufigen Lektre schdlicher, als da uns die
Lehren der Weisheit - ohne da eine gegenwrtige Erfahrung sie auf uns
bezge - so wiederholet werden, da wir sie nie auf uns anwenden.
		-- Jean Paul
%
Man mu nicht seine Vorzge auskramen, um den andern zu gewinnen,
sondern ihn gewinnen, um jene auszukramen. Die Hflichkeit etc., womit
ich jemand aufnehme, ist die Grundierung, worauf er mein Bild
auftrgt.
		-- Jean Paul
%
Gewisse Dinge (Mode, Kleider, Lebensart) mu man frher verachten als
achten.
		-- Jean Paul
%
Wir halten die Leichtigkeit zu sndigen fr die Erlaubnis dazu.
		-- Jean Paul
%
Der Spott ber Abscheulichkeit (wenn es nicht juvenalischer ist), z.B.
Pderastie, mindert den Abscheu mehr, als er ihn mehrt.
		-- Jean Paul
%
Ein berhmter Autor und ein Frst brauchen nur zu reden, nicht gut zu
reden, um zu gefallen.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber ndern ihre Meinungen schwerer als die Mnner, weil sie
mehr Gefhle als Schlsse sind.
		-- Jean Paul
%
Kein Enthusiasmus der Liebe ist so gro als der der Zusammengewhnung,
der auf jenen folgt.
		-- Jean Paul
%
In der Sprache der Liebe gibt es keine Pleonasmen.
		-- Jean Paul
%
Weiber sprechen lieber von als in ihrer Liebe, Mnner umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Den berhmten Mann freuet kein anderes Lob weiter als ein greres.
		-- Jean Paul
%
Sanftmut mu stets nach der Kraft (Jugend) kommen, sonst Schlaffheit.
		-- Jean Paul
%
Mit Intoleranz mu der Jngling anfangen, nicht enden, nicht
umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Wenn man zuviel wichtige Dinge zu sagen hat, fngt man mit den
unwichtigen an.
		-- Jean Paul
%
In einer ewigen Mestadt wrde alle Menschenliebe aufhren.
		-- Jean Paul
%
Man ist in der Liebe darum ungerecht, weil man den andern fr
vollkommen hielt.
		-- Jean Paul
%
Das Reden mehrt die eigne Rhrung mehr als fremde.
		-- Jean Paul
%
Ein wiederholtes Abschiednehmen entkrftet das letzte.
		-- Jean Paul
%
Manche halten ihre vernderte Ansicht eines Menschen fr eine
Vernderung desselben.
		-- Jean Paul
%
Man kann wohl einen Schwarm Mcken im Zimmer sumsen hren, aber nicht
eine.
		-- Jean Paul
%
In einer neuen Stadt sind die ersten begegnenden Mdgen am
interessantesten.
		-- Jean Paul
%
Die kleinen Grnde erschaffen den Entschlu nicht, sondern man waffnet
sich mit ihnen nur gegen uere Anfechtungen desselben.
		-- Jean Paul
%
Ewige Unart, aus Gelehrsamkeit oder Tugend in einem Falle [und] Fache,
auf sie in andern Fllen und Teilen zu schlieen.
		-- Jean Paul
%
Statt einen Scheffel Salz(es) mit einem Freund zu essen, braucht man
nur 6 Meilen mit ihm zu reisen.
		-- Jean Paul
%
Das Landleben ist in, nicht auer uns.
		-- Jean Paul
%
uerer gemigter Stolz gibt dem Verdienst einen grern Schein.
		-- Jean Paul
%
Ein Torheit, ber die viele Satiren gemacht worden und bei der jede
neue Satire verliert, ist in der Wirklichkeit desto komischer.
		-- Jean Paul
%
Hat einmal ein Mann alle mnnliche Tugenden: so verschnert ihn eine
kleine weibliche, z.B. Reinlichkeit, unendlich in weiblichen Augen;
und so umgekehr[t] mit Weib.
		-- Jean Paul
%
Gewisse Dinge, z.B. Entfhrung, sind uns in Bchern alt und [im]
Leben neu und letzt(ere) wund(ern) uns dann.
		-- Jean Paul
%
Der Pbel achtet Pedanten.
		-- Jean Paul
%
Der Mann bequemt sich zuweilen, um frei zu werden - die Frau mu sich
ewig bequemen.
		-- Jean Paul
%
1 Ku ist mehr wert als 2 oder gar 20.
		-- Jean Paul
%
Man beruft sich immer auf die Nachwelt, als ob sie nicht oft
ebensoviel Lob nhme als gbe.
		-- Jean Paul
%
Man mu sich immer einen Rat geben lassen - wenn man ihn auch nicht
befolgt, so bentzt man ihn doch.
		-- Jean Paul
%
Die Hflichkeiten der gemeinen Leute sind immer vom nchsten Stande
ber ihnen geborgt.
		-- Jean Paul
%
Der Uneigenntzige hasset Egoisten nicht so sehr als der Egoist.
		-- Jean Paul
%
Vernunftgrnde wirken nur auf Affekt, wenn sie ihn befdern.
		-- Jean Paul
%
In unserer Menschenliebe ist nicht blo die Sigkeit des Gefhls der
Liebe, sondern auch die Sigkeit des Gefhls des Rechttuns.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber lieben den ganzen Tag; den Mnnern fllt das verdrlich,
sie mchten es gern haben, da jene gerade zur Stunde mit der Liebe da
wren, wo sie sie haben.
		-- Jean Paul
%
Es ist oft sehr gefhrlich, von seinem Verstande und Herzen zu
schlecht zu denken - der Irrtum schafft die Wahrheit.
		-- Jean Paul
%
Man schreibt sich leichter falsche Vorzge zu, als man seine wahren
errt.
		-- Jean Paul
%
In feinen Gesellschaften wird nur der abwesende persifliert, in
gemeinen spaet man ber d(en) gegenwrtigen.
		-- Jean Paul
%
Verachtung ist mehr als Ha; jene kann der Weise haben, sie ist
unwillkrlich.
		-- Jean Paul
%
Die Wettergesprche [kommen] nicht von Langweile, sondern weil der
Mensch immer eine starke fortdauernde Empfindung mit Worten uern und
geben will - wre Krieg, so gb's Kriegsgesprche.
		-- Jean Paul
%
Berhmte Leute, Frsten, Schne kann man selten durch ein Lob
einnehmen, aber durch jeden Tadel erzrnen.
		-- Jean Paul
%
In hhern Stnden wirken die Weiber mehr auf fremde Mnner, in
nied(ern) auf eigne.
		-- Jean Paul
%
Die Verstellung und Eitelkeit durchgreift manche so, da sie unbewut
es tun und es nicht mehr anders machen knnen.
		-- Jean Paul
%
In einer groen Stadt sein, heiet Reisen und umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Weiber argwhnischer als wir.
		-- Jean Paul
%
Ein Mensch, dem zu lang die Liebe verweigert worden ist, findet dann
in einer wirklichen zu wenig Reiz, aus Mangel an Verweigern.
		-- Jean Paul
%
Warum will der Mensch, wenn er nicht alle bekehren kann, nicht
wenigstens einige Menschen ndern?
		-- Jean Paul
%
Mancher ist im Namen eines Lieblingsautors eiferschtig - freuet sich
ber jedes Lob auf ihn -, aber blo, weil er in sich eine hnlichkeit
mit diesem ahnet.
		-- Jean Paul
%
Man glaubt stets, nur dieser Autor sei in der persnlichen Erscheinung
schlecht, aber alle ungesehene herrlich.
		-- Jean Paul
%
Anfangs macht man das Buch nach sich, dann sich nach dem Buch.
		-- Jean Paul
%
Weiber sind rein menschlicher, weil der Staat ihnen keine einseitige
Bildung aufdringt.
		-- Jean Paul
%
Je lter man wird, desto toleranter gegen das Herz und intoleranter
gegen den Kopf.
		-- Jean Paul
%
Nichts wird weniger in Gesellschaft erraten als die Empfindsamkeit,
besonders die mnnliche.
		-- Jean Paul
%
Die Kinder erraten die Eltern besser als diese jene.
		-- Jean Paul
%
Ttige Leute weniger Ordnung als mige.
		-- Jean Paul
%
Ein Wirt >Zum Erbprinzen< denkt nie, wenn er seinen Erbprinz sieht,
da er dessen Namen [fhrt] - so verschiedne Bedeutungen hat 1 Wort.
		-- Jean Paul
%
Ich will lieber lieben, ohne geliebt zu werden - als ohne zu lieben,
geliebt werden.
		-- Jean Paul
%
Weiber behalten eigne Geheimnisse, Mnner fremde.
		-- Jean Paul
%
Die Mnner machen sich von groen Mnnern eben jene romanhaften
Vorstellungen als die Mdgen von ihren knftigen Romanhelden.
		-- Jean Paul
%
Das Verstecken der Eitelkeit ist eine grere (gehatere) als jede.
		-- Jean Paul
%
Ungleich den Franzosen und Englndern, loben die Deutschen nichts (an
einem Autor, Menschen), ohne alles zu loben; sie glauben parteiisch
sein zu mssen.
		-- Jean Paul
%
Die Eitelkeit besteht nicht in der Kleidung, oft kaum im Handeln,
sondern in der ewigen unmerklichen Stellung jedes Worts, damit es
hheres Lob abwerfe.
		-- Jean Paul
%
Da die Mnner viel origineller sind, was kein Mdgen errt: so sind
oft diese in der Ehe unglcklich, weil sie es nicht voraussehen und
fassen.
		-- Jean Paul
%
Wenn das Schicksal 10 gnstige Umstnde vereinigt, so wundert man sich
ber den Mangel des 11., nicht das Dasein der 10.
		-- Jean Paul
%
Bei den Mnnern Unterschied bestimmter Anlagen - zu Mathematik,
Botanik, Musik, Philosophie -; bei Weibern nicht.
		-- Jean Paul
%
Weiber gewhnen sich Gleichgltigkeit und Unaufmerksamkeit gegen
Wissenschaft und Taubheit an, weil die Mnner zu oft vor ihnen von
wissenschaftlichen Dingen reden, die ihnen unbekannt.
		-- Jean Paul
%
Der geheimste Geist eines Autors verrt sich nicht in den bsen,
sondern in den schnsten Charakteren, die er immer mit der Schwche
seiner Natur unwillkrlich begabt.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber sind so verschieden von uns, da der erfahrenste Mann immer
noch 3 Zeiten durchgeht, wo er sie 1) ber, 2) neben, 3) unter sich
setzt.
		-- Jean Paul
%
Selber Kinder haben wieder etwas Kindisches, worber sie selber
lachen.
		-- Jean Paul
%
Bei den Ursachen unbekannter wichtiger Begebenheiten raten wir immer
auf angenehme oder unangenehme, selten auf wahrscheinliche und
natrliche.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen (zumal Weiber) verraten leichter (zumal spt), da sie
Absichten verfehlen, als da sie sie haben.
		-- Jean Paul
%
Wir irren in nichts mehr als in unsern Prophezeiungen, da knftig
etwas werde schlimmer (z.B. krnker) oder besser (reicher) werden. Die
Neigung, systematisch zu schlieen (sein), schieben wir der Natur
unter; und diese leichtere Verkettung halten wir fr
Wahrscheinlichkeit.
		-- Jean Paul
%
Die Mdgen verstellen sich besser als die Weiber.
		-- Jean Paul
%
In den besten Reisebeschreibungen interessiert uns doch der Reisende
am meisten, wenn er sich nur zeigen mag. Wer eine Reise beschreibt,
beschreibt damit sich immer auch selber.
		-- Jean Paul
%
Es ist nicht halb so ungesund, Philosophie zu lehren, als zu lernen,
e(ine) Philos(ophie) zu machen als zu lesen.
		-- Jean Paul
%
Es gibt Menschen, die man nicht hasset und nicht sehr liebt, aber ein
wenig, die verschwinden, ohne da man es merkt, wiederkommen ohne
Freude - Fr Groe gibt es keine andern, und sie sind keine andern.
		-- Jean Paul
%
Man fragt den andern um Rat, nicht, weil man nicht wei, was man tun
soll, sondern weil man es wei, aber nicht gern tut - der andere soll
dann einer guten oder bsen Neigung den Ausschlag [geben].
		-- Jean Paul
%
Die Deutschen nennen alle ihre Freuden auslndisch: Ressource, Casino,
Klub, Cercle etc. Assemble, Htel, Table d'Hte, Harmonie, Museum.
		-- Jean Paul
%
Die Englnder gefallen uns in Bchern, weil uns der Stolz in der
Darstellung gefllt, aber nicht in der Wirklichkeit.
		-- Jean Paul
%
Das Beste in einem Menschen ist das, was er selber nicht kennt.
		-- Jean Paul
%
Niemand hat die Kraft - wenn er auch will -, in einem fort unglcklich
zu sein, sondern er wird glcklich.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe mssen die Mnner die Liebe mehr durch Worte, die Weiber
durch Taten beweisen.
		-- Jean Paul
%
Der schnen Aktrice rechnet man immer ein wenig den Geist ihrer Rolle
zu ihrem.
		-- Jean Paul
%
Je lter, desto mehr entschuldigt, desto weniger achtet man d(ie)
Menschen.
		-- Jean Paul
%
Man spricht und dichtet viel eher von der Leerheit und Nichtigkeit des
Lebens, als man sie kennt; man spricht ungern oder nicht freudig
davon, wenn man sie kennt.
		-- Jean Paul
%
Der Dichter ist freier als der Philosoph.
		-- Jean Paul
%
Die Liebe ist, ihr Ende ausgenommen, sich berall gleicher, als man
sagt.
		-- Jean Paul
%
Das Lob, das man im Enthusiasmus einer Frau ber eine Eigenschaft
gibt, gefllt ihr wenig, wenn man diese fr eine der Weiblichkeit, des
Geschlechts, ausgibt.
		-- Jean Paul
%
Weiber haben groe Krfte fr, aber kleine gegen die Liebe etwas zu
tun.
		-- Jean Paul
%
Jeder modisch Gekleidete hlt sich fr den Reprsentanten des
Jahrhunderts oder Dezenniums.
		-- Jean Paul
%
Wer die Menge unbedeutender ungenial(ischer) Bcher sieht, hlt die
Menschen fr noch unbedeutender.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen haben berall die Neigung, alles auf etwas Hheres zu
deuten, so die Linien in der Hand.
		-- Jean Paul
%
Die Jugend ist die Periode der Nachahmung.
		-- Jean Paul
%
Anfangs vertrgt der Autor Lob mit Tadel vermischt. Dann hat er das
Lob so oft gehrt, da er ein neues fodert und liebt; und so soll
immer mehr vom Tadel aufgehoben werden, bis er gar keinen mehr leidet.
(Gilt auch fr Leute in mtern.)
		-- Jean Paul
%
Manche drcken durch lautes Lachen ihren Enthusiasmus, z.B. ber
herrliche Musik, aus.
		-- Jean Paul
%
Im Traum kann man (wenigstens ich) sich der tiefsten Gefhle aus der
Kindheit erinnern.
		-- Jean Paul
%
Um ein guter Gesellschafter zu sein, ist es sehr gut, etwas zu
treiben, was die Gesellschaft selbst interessiert. Daher ist ein
Jurist, Kaufmann unter Brgerlichen an und fr sich ein besserer als
ein Philosoph oder gar Dichter.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber kommen jetzt durch das Sprechen der Mnner um ihre
religisen Meinungen, ohne zu wissen wie.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber sind mitleidiger bei mnnlichen Schmerzen als bei
weiblichen.
		-- Jean Paul
%
Begebenheiten, die im Roman nicht mehr romantisch sind, sind's in der
Wirklichkeit, z.B. Entfhrung.
		-- Jean Paul
%
Um die Menschen recht zu lieben, mu man sie immer aus einem noch
hhern Punkt als dem unserer Verhltnisse (der Freundschaft etc.)
ansehen, nmlich aus dem der Menschheit oder Moralitt.
		-- Jean Paul
%
Bei schnen Stellen im Theater hustet niemand, es ist also
willkrlich.
		-- Jean Paul
%
Man mu die guten Weiber glauben, um sie zu finden, wie die Tugend
ben, um sie zu kennen: wer im Steinsalzbergwerk wohnt, kann leicht
die Welt ber ihm leugnen.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen glauben sich nach einem zu richten, indes sich der eine
nach ihnen richtet.
		-- Jean Paul
%
Der stille Egoismus der jetzigen Gefhlsmnner liegt schon darin, da
sie dem Helden Briefe an einen Freund diktieren, gegen den er keine
Liebe zeigt und den er nur hat, um eine Adresse fr seine
Publikums-Briefe zu haben.
		-- Jean Paul
%
Ein witziger, launiger Autor ist's am Anfang des Buchs am meisten.
		-- Jean Paul
%
Man denkt beim Spotten und Widerlegen mehr daran, es denen, die schon
auf unserer Seite, deutlich zu machen, als den Widersachern.
		-- Jean Paul
%
Nur der Hofmann knnte brgerliche Sitten schildern und wir seine.
		-- Jean Paul
%
Die Liebe der Menschen ist leichter zu erlangen als wiederzuerlangen.
		-- Jean Paul
%
In den alten deutschen Anleitungen zur Hflichkeit stehen ebenso viele
Chesterfield Gebote der Falschheit etc.; aber bei ihrer Dummheit merkt
man die Immoralitt nicht.
		-- Jean Paul
%
Bcher wirken wenig auf Individuen, aber doch auf das Jahrhundert und
mithin auch auf jene.
		-- Jean Paul
%
Ein Mensch kann so wenig den ganzen Geschmack haben als ein Mensch die
Wahrheit - die Menschheit hat beides.
		-- Jean Paul
%
In einer kleinen Stadt ist es hart zu heiraten, die Lotterie ist klein
und d(er) Nieten viel - es ist schwer, unter wenigen das Beste zu
finden. 30. Jun./1801.
		-- Jean Paul
%
Um sich etwas zu erklren, nimmt die groe Welt lieber die
entsetzlichste Snde als eine gewhnliche an.
		-- Jean Paul
%
Da man bei der Lektre geistreicher Werke seinen Verstand ttiger und
leichter-wirkend fhlt: so trgt man diese Leichtigkeit in den Autor
ber, es sei ihm leicht und s geworden - umgekehrt, wenn es einem
schwer wird.
		-- Jean Paul
%
Autoren vermengen Freude am Hervorbringen mit der am Hervorgebrachten
und denken eine kurze Zeit von sich zu gut.
		-- Jean Paul
%
Wie wenig der Mensch Anteil an fremdem Unglck nimmt: sieht man, weil
der gefllt, der eines erzhlt.
		-- Jean Paul
%
In der groen Liebe glaubt man alles opfern zu knnen; und das kann
sie auch, wenn das Opfer sie zugleich nhrt und befriedigt. Aber die
andern Opfer - z.B. des Verzeihens etc. - entkrften die Liebe selbst,
die opfern will; und daher hngt das Glck nicht von der Heftigkeit
der Liebe, sondern von der Energie des ganzen Charakters ab.
		-- Jean Paul
%
In die Stelle eines andern sich zu setzen - oder in die eigne vorige -
ist zu schwer, weil die Phantasie nicht blo einige Handlungen etc. zu
erneuern oder nachzuahmen hat, sondern dessen ganze krperliche Lage,
dunkle Ideen, unbewute Einflsse.
		-- Jean Paul
%
Der eitle, selbstgefllige Autor verrt sich durch den Helden, den er
zuviel Rcksicht auf sich selber nehmen lsset.
		-- Jean Paul
%
Man hlt es halb fr unmglich, wie man einen Frsten etc. durch seine
Gewohnheiten, Launen regieren knne, da er sie und diese Absicht doch
kennen msse; allein in der Minute der Laune etc. ist er so von ihr
befangen, da er sie fr keine hlt, und wenn es ist, doch keine Kraft
des Widerstehens hat. Die Frau sagt es ihrem Manne und regiert ihn
doch.
		-- Jean Paul
%
Der kalte Mensch - immer, in Wahrheit - ist viel seltner als man
glaubt.
		-- Jean Paul
%
Der Liebende ist so strenge-fordernd gegen die Liebende nicht
seinetwegen, sondern (ihretwegen) damit die rechte Liebe und (oder)
ihr Gegenstand sei.
		-- Jean Paul
%
Jeder kennt noch ein Zeremoniell, ber das er schimpft, und eines, das
er behalten wissen will.
		-- Jean Paul
%
Die Trunkenheit vermehrt schn 2 schne Dinge, Mut und Liebe.
		-- Jean Paul
%
Man mu bei den andern voraussetzen - was man selber so oft tut - da
die Ungereimtheiten, die ihnen entfahren, von ihnen in der Stille
gemibilligt, zurckgenommen werden.
		-- Jean Paul
%
Der Kopf ndert sich ewig, das gute Herz wenig.
		-- Jean Paul
%
Ein groes Unglck darf man leichter unmotiviert dem Helden begegnen
lassen als ein groes Glck, so sehr setzt man das Miverhltnis
zwischen Glck und Wert voraus.
		-- Jean Paul
%
Am Tage, wo man Geld bezahlt bekommt, gibt man ein wenig mehr aus.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen werden mehr voneinander verschieden durch die inn(ern)
Anlag(en) zur Freude als durch die uern Verhltnisse, in denen jene
wirken.
		-- Jean Paul
%
Die bloe, nackte Wahrheit wird fr die meisten Unwahrheit; durch ihr
Kleid wird sie wahrer.
		-- Jean Paul
%
Man will von fremden Wesen sein Ich recht geliebt haben, nicht aus
Eigennutz, sondern um es wieder recht lieben zu knnen.
		-- Jean Paul
%
Man hofft, da der andere glauben soll, unser Gesicht sei nicht
getroffen, da wir selber doch immer fremden Kupferstichen glauben; so
Rezension und Verleumdung.
		-- Jean Paul
%
Manchen gibt man das Gefhl, wodurch man es andern nimmt, durch
Schlsse.
		-- Jean Paul
%
Sich selber Wort halten schwerer als andern.
		-- Jean Paul
%
Die Philosophen halten immer im stillen den Wert und die Ausdehnung
ihres Objekts fr die ihrer Kraft und ihres Amts und ihre Anstrengung
fr die grte, weil diese alle andern deduziert.
		-- Jean Paul
%
Jeder Autor, auch sogar [der] mifallende, reiet uns in sein
Lehrgebude hinein, da wir vor dessen Mauern die ganze Welt eine
Zeitlang nicht sehen; schon das lange feurige Vorstellen seiner Stze
verdunkelt uns fremde und wird ein halb(es) Glauben.
		-- Jean Paul
%
Man imponiert und gewinnt mehr, wenn man ber eine Sache lange
spricht, als viel (kurz); die Ausdehnung der Rede gilt fr Ausdehnung
der Kenntnis.
		-- Jean Paul
%
Wer sich nur halb verstellt: hat zugleich den Nachteil der Verstellung
und der Offenherzigkeit.
		-- Jean Paul
%
Es gibt eine Zeit in der Jugend, wo - wegen der Kraft etc. - uns der
Skeptizismus gefllt, der uns nachher, nher am Grabe, peinigt.
		-- Jean Paul
%
Ein Rezensent lieset alle Satiren gegen Rezensenten, die frher als er
geschaffen worden, kalt.
		-- Jean Paul
%
Weit mehr sind aus Schwche Schmeichler der Frsten und a(nderer) als
aus Eigennutz; die Wahrheit ist leichter zu hren als zu sagen.
		-- Jean Paul
%
Um die Aristokraten, Groen recht zu erraten, betrachte man ihr
Betragen gegen ihre Bediente; es gibt mehr gromtige Bediente und
Arme als Herren und Reiche.
		-- Jean Paul
%
Wir fhlen den Weg zum Bsewicht schwerer hinab als zum Heiligen
hinauf.
		-- Jean Paul
%
Dichterinnen klger als Dichter.
		-- Jean Paul
%
Nicht gegen die Treulosigkeit der Menschen sollte man eifern, sondern
gegen die anfngliche Blindheit auf der einen und Verstellung auf der
andern Seite; allmhlig trgt der schnblhende Freund giftige
Frchte, und dann fliehen wir ihn freilich.
		-- Jean Paul
%
Weiber sind weder Realisten noch Idealisten, sondern verbinden beides.
		-- Jean Paul
%
Anfangs treiben sie das Haushalten des Geliebten wegen, dann des
Haushaltens wegen.
		-- Jean Paul
%
Nichts ist gefhrlicher als eine unvollendete Vershnung, sie
erschwert die vollendete mehr als keine.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen sind nie schlaffer, als wenn sie sich oder andere
trsten; ihr absichtlich kahles Gemenge von Widersprchen.
		-- Jean Paul
%
>Unter den Mnnern sind die meisten gemein, nur jede Frau hat etwas
Eigenes< - Die Frau hingegen sagt wieder dasselbe von den Mnnern.
		-- Jean Paul
%
Nicht durch Angreifen, sondern durch Behaupten zeigt man die eigne
Kraft und Individualitt am besten. Bei jenem mu man sich zu sehr
nach den andern richten und verliert bei Sieg und Niederlage.
		-- Jean Paul
%
Die Ste, die uns der Wagen des Schicksals gibt, lassen unser Inneres
noch in Ruhe und Gleichmut. Aber Wunden, die uns der Mensch, seine
Meinung und Betragen gegen uns gibt, wirren in uns alles
durcheinander. Das Ich fhlt sich von seinesgleichen erschttert.
		-- Jean Paul
%
An einem Glck oder Unglck ist man nie schuld, aber am
wiederkehrenden.
		-- Jean Paul
%
Zerstreuete Gedanken lieset man wieder zerstreuet und blttert in
ihnen herum.
		-- Jean Paul
%
Je krzer solche sind, desto noch krzer will man sie haben; und
Lngen, die uns in andern Bchern Krzen wren, sind uns zu groe.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch findet nichts dagegen, da in der Vergangenheit immer eine
Vernderung der Gesetze und Staaten nach der andern kommt - nur in der
Gegenwart will er nicht daran.
		-- Jean Paul
%
Jedes uns erzhlte Menschenleben hat etwas Erbrmliches,
Eingeschrnktes. Wir wundern uns, als mss ein gehrtes anders sein
als ein gefhrtes.
		-- Jean Paul
%
Je mehr man getrunken, desto mehr lobt man den Wirt und sein Bier.
		-- Jean Paul
%
Vollendete Rechtschaffenheit ist fast Genialitt (erhebt ohnehin ber
jede Gemeinschaft) oder doch ein Ersatz derselben.
		-- Jean Paul
%
Die Ordnung wie der Geiz keine Grenzen.
		-- Jean Paul
%
So viele fingen mit der Liebe an, mit der sie wirken wollten, und
muten aufhren mit der Furcht, die sie gaben.
		-- Jean Paul
%
Viele Tugenden des Alters sind nur Folgen gestillter Wnsche und
verengter oder erweiterter Schranken.
		-- Jean Paul
%
Wer einen nur zum Werkzeug gebraucht, sei sicher, da ihn dieser auch
nur dazu brauche.
		-- Jean Paul
%
Im Alter ist einem der Nutzen des Ruhms lieber als der Ruhm.
		-- Jean Paul
%
Aus der bloen Begierde zu gefallen ist der weibliche Sinn fr
Kleidung und Schnheit nicht abzuleiten, der Mann hat jene ohne
diesen.
		-- Jean Paul
%
Der Eitle liee in der Minute seine Stellung, Kleidung weg, wo er
wte, da man sie als Eitelkeit bemerkte.
		-- Jean Paul
%
Wenn man ber etwas spricht oder schreibt, sieht man, da man mehr
wei, als man dachte.
		-- Jean Paul
%
Ordnung und Unordnung kann man lernen, es ist Gewohnheit.
		-- Jean Paul
%
Die franzsischen, gallischen Irrtmer ber Gott, Uneigenntzigkeit,
Unsterblichkeit etc. mten unglcklich machen, wenn sie nicht das
Schicksal aller Ideen, auch der Wahrheiten teilten, wenig gegen
Gefhle zu wirken.
		-- Jean Paul
%
Die grere Kraft gegen Verleumdung zeigt man, nicht wenn man sie
verachtet, sondern nicht zu hren sucht, wenn man's haben knnte.
		-- Jean Paul
%
Eine lange Zeit lernt man darum die Menschen nicht kennen, weil man
sie berall fr besser hlt als sich.
		-- Jean Paul
%
In groen Stdten vergisset man den eignen Tod so leicht und kalt wie
den fremden.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen wollen einen niederdrcken, und dann wollen sie ihm erst
Gutes tun - aber nie, ihn erheben und dann bekrnzen.
		-- Jean Paul
%
Das Lob darf man nicht hinter dem Rcken des Gegenstands ndern, aber
den Tadel.
		-- Jean Paul
%
Wenn der Mensch etwas Edles am andern findet, so trumt er ihm gleich
sein eignes Edle gar an.
		-- Jean Paul
%
Auch der reiche Autor stiehlt oft, weil er denkt, er htt es ebensogut
erfinden knnen, und der andere denk auch das.
		-- Jean Paul
%
Nichts zeigt die Menschen falscher und schner als d(ie) Leiden; im
Glck werfen sie die Schleier weg.
		-- Jean Paul
%
Die Besonnenheit richtet sich nach dem geistigen Reichtum d(es)
Menschen.
		-- Jean Paul
%
Wer wahr sein will, ist's schon nicht ganz mehr, er mu es gar nicht
wissen.
		-- Jean Paul
%
Mdgen denken besser als die Frauen, aber auch Jnglinge besser als
die Mnner.
		-- Jean Paul
%
Wir mssen Hoffnung haben, um die Gegenwart zu genieen. Wir wollen
lieber eine schlimme Gegenwart mit schner Aussicht als umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Man ist zu oft bescheiden und denkt nicht daran, wie oft ein eignes
Wort als ein Menschen Wort lange ber unsere Meinungen hinaus
fortwirke. Man betrachte immer, wie stark der Redende - wie schwach
(jung, eingenommen) der Hrende sei.
		-- Jean Paul
%
Ein Weiberfeind ist auch ein Menschenfeind.
		-- Jean Paul
%
Um nicht vernderlich zu scheinen, mu man nur seine Entschlsse so
lange verschweigen, bis man einen davon ausfhrt.
		-- Jean Paul
%
Viele glauben blo darum an die Schwachheiten (Niederlagen) des Weibs
nicht, weil sie sie zu unmoralisch halten.
		-- Jean Paul
%
Nach einer khnen Tat mu man fort khn sein, sonst geht man unter.
		-- Jean Paul
%
Menschenha und Hrte vertrgt sich mit weich(em) liebend(en) Gefhl.
		-- Jean Paul
%
Die Bischfe etc. (Clerus) des Mittelalters lieen sich so leicht wie
Hfe jetzt, ihre Verderblichkeit verlachen; aber es war nicht
Toleranz, sondern vollend(ete) Verderbnis.
		-- Jean Paul
%
Man kann sehr ehren-fein sein und doch keine Ehre haben.
		-- Jean Paul
%
Warum halten sich die Menschen fr scharfsichtiger, wenn sie das
geheime Bse entdecken, als das geheime Gute?
		-- Jean Paul
%
Je lter man wird, desto gesnder, glaubt man, wolle (werde) man sich
immer machen, da man doch nur Krankheiten entgegenlebt.
		-- Jean Paul
%
Es gibt feige Nachsprecher an Hfen und in der Literatur, durch die
man die stillen Meinungen ihrer Herren errt.
		-- Jean Paul
%
Im Alter liebt man Personalien, in der Jugend Realien.
		-- Jean Paul
%
In der moralischen Welt verbreitet sich Licht langsamer als Wrme;
anders als in der physischen.
		-- Jean Paul
%
Wenn der Major ein Oberst wird, wundert er sich blo, da er etwas
anders zu tun hat; an die Charge dacht er gar nicht, nur an die
Pension.
		-- Jean Paul
%
Die Aufklrung, Licht etc. wirkt bei Frsten und einzelnen Menschen
immer wohlttig fr Moralitt, wenn sie eben ankommt - sieh
katholische Lnder - aber dauert die Einsicht, Klugheit etc. lange,
wird sie gerade zu einem Werkzeug der Immoralitt verbraucht.
		-- Jean Paul
%
Ein Gelehrter gilt so lange fr unfehlbar, bis er vor uns den ersten
Irrtum begangen und nachgeben mssen; dann tritt man ihm ohne Gnade
keck entgegen.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber wissen an uns mehr das Individ(uum), wir an ihnen das
Geschlecht zu behandeln.
		-- Jean Paul
%
An gewissen verstellten Menschen ist nichts so unertrglich als ihre
halb un- und halb willkrliche Herzlichkeit.
		-- Jean Paul
%
Um zu wissen, wie gut oder schlimm eine Nation (deutsche) von sich
denkt, mu man nicht auf das Schlimme hren, das sie von sich, sondern
auf das, das sie von fremden Nationen sagt.
		-- Jean Paul
%
Ein Autor wird am dunkelsten, wenn er Stze sagt, die er 1000mal
dachte und die, in seinem Innern lang erzogen, er nicht erst auf dem
Pulte erfand, wo er sie gab. Andere entwickeln sich und dem Leser
zugleich die Sache.
		-- Jean Paul
%
Die Bcher machen nicht gut oder schlecht, nur besser oder schlechter.
		-- Jean Paul
%
Schlechte Autoren sollte man vor, gute nach ihren Bchern
kennenlernen, um jenen die Bcher zu vergeben, und diese den Bchern.
		-- Jean Paul
%
Die Kinder sagen unzhlige zarte Gefhle heraus, die die Erwachsenen
auch haben, aber nicht sagen.
		-- Jean Paul
%
Was die Kraft-Menschen so wild gegen ihre Gegner macht - Herder,
Fichte - ist, da sie nie mit ihresgleichen kriegen mssen, sondern
mit den untergeordneten.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch schenkt am leichtesten nach dem Schenken.
		-- Jean Paul
%
Die zu gewissenhaften Autoren, die nichts wagen, haben den fast nicht
bescheidnen Glauben, da ihnen kein zweiter Autor entgegenarbeiten da
man ihnen aufs Wort glaube - dem Schreiber wie dem Sprecher steht
stets ein anderer entgegen.
		-- Jean Paul
%
Wenn man nur einmal recht ins Bewundern hineingekommen - Moritz gegen
Goethe - so gewinnt man so viel, als sei man selber der Gegenstand und
mehr und reiner, weil man seine hchste Idee nun auer sich realisiert
antrifft.
		-- Jean Paul
%
Wer blo brgerliche Steigerungen seines Glcks hat, mu immer
gr(eres) wnschen; der Dichter etc. hat gleich das unendliche Glck
vor sich.
		-- Jean Paul
%
Niemand glaubt leichter, in der Philosophie etwas verstanden zu haben
- etwas sehr Schweres nmlich - als die Weiber.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber wollen zu erziehen anfangen, wenn schon alles verzogen ist.
		-- Jean Paul
%
Weltumgang gibt nicht Erfahrung, hchstens diese jenen.
		-- Jean Paul
%
Die kleine Stadt sagt von der kleineren, sie sei noch nicht so
verdorben - und so Tugend immer im Verhltnis der Kleinheit.
		-- Jean Paul
%
Wer ein rechtes Ideal, das er ins Leben ziehen will, im Geiste hegt,
ist gegen d(as) Gift der Mode geschirmt, wie Schwangere gegen
ansteckende Krankheiten.
		-- Jean Paul
%
Feststehende philosophische Worte sind gefhrlich - man bringt sein
ganzes Anschauungssystem darunter - und dann versteht man fremde Worte
nicht, die man sonst verstnde.
		-- Jean Paul
%
Wer sagt, er verachte, fngt's kaum an und hasset noch.
		-- Jean Paul
%
Wo die Menschen an Verstand bertroffen werden, glauben sie, es sei
nur an Wissenschaft.
		-- Jean Paul
%
Weiber fragen soviel nach Sentenzen, weil sie kein System haben.
		-- Jean Paul
%
Der gute Mensch sogar drckt seine guten Maximen noch schrfer aus,
als er sie bt.
		-- Jean Paul
%
Das Unglck der Weiber ist, da sie nicht imstande sind, Mnner so
keck zu verachten als Weiber.
		-- Jean Paul
%
Wenn die Verleumdung oder das Gercht schon das Unschuldigste falsch
auslegt: wie schlimm (verdreht) mu sie erst sorglose Handlungen der
Menschen, die sich absichtlich um keinen Schein bekmmern, ja gegen
den Schein leben, aufnehmen und zusammensetzen. Glaube, Sorgloser, sie
wird noch etwas Schlimmeres daraus machen als du scheinen wolltest.
		-- Jean Paul
%
Glckliche Mdgen in der Ehe lieben schon Romane nicht mehr, weil sie
nichts mehr auf sich beziehen knnen.
		-- Jean Paul
%
Eine Handlung ist fast eher durch eine entgegengesetzte aufzuheben als
ein Wort durch ein Wort, wovon man das erste wieder fr eine Handlung
erst ausgeben mu.
		-- Jean Paul
%
Gelehrsamkeit auch darum so imponierend, weil man sie sich nicht durch
eine willkrliche Anstrengung ersetzen (verschaffen) kann als das
Gefhl, Genieblick usw.
		-- Jean Paul
%
Ein Schmeichler ist's selten aus bloem Eigennutz, sondern aus
Charakter; denn er schmeichelt Niedrigen wie Hohen.
		-- Jean Paul
%
Die Frsten und alle Menschen lieben es weit mehr, wenn man etwas aus
persnlicher als allgemeiner Rcksicht fr sie tut, weil das
Allgemeine leicht ebensogut ihr Feind werden kann.
		-- Jean Paul
%
Eigne Anmerkungen findet man zum Aufzeichnen oft blo darum zu
unbedeutend, weil man sie durch langes Herumtragen und Handeln darnach
sich selber gemein gemacht.
		-- Jean Paul
%
Da sich die Mnner wundern ber weibliche Niederlage, ist ein Lob fr
die Weiber; diese wundern sich nicht ber den Angriff, ein Tadel fr
uns.
		-- Jean Paul
%
Man gebe manchem Selbstvertrauen, so ist er ein Weltmann.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen widerlegen einander ewig nur Irrtmer, die der Gegner
nicht behauptet.
		-- Jean Paul
%
Alle Menschen suchten die Wahrheit, wenn sie nur gewi wten, da sie
sie fnden - z.B. in einem von einem Engel geschriebnen Buch.
		-- Jean Paul
%
Erstlich zur Seltenheit mu man sich machen, und damit man es bleibe
in der Gesellschaft, zuweilen hintereinander keine Seltenheit sein.
		-- Jean Paul
%
Viele Handlungskhnheiten (z.B. Konferenz) kommen uns nur khn und
schwer vor, weil wir in der Ruhe sind, wie schlechtes Wetter
unertrglich, wenn man aus der warmen Stube hinaussieht - ist man
drauen, fragt man nichts darnach, weil man die Rstung entgegensetzt.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe ist es schdlich, wenn man, wegen Zank, sich seine Liebe,
die man doch hat, zu uern schmt, wie gegen Eltern.
		-- Jean Paul
%
Gerade die Menschen, die nicht verstanden werden, sprechen nicht gern
davon oder doch traurig - hingegen die Jugend prahlt damit.
		-- Jean Paul
%
Bedeutende Menschen, die uns aber bse geschildert worden, nehmen uns,
da wir ihnen stets ein unmoralisches ueres dazu liehen, stets bei
der ersten Bekanntschaft ein wenig ein.
		-- Jean Paul
%
Man liebt am schnsten und reinsten die Wesen, die nicht wiederlieben,
Hunde, Kinder; Geliebte, von denen man nichts fordern kann.
		-- Jean Paul
%
Jede gute Neigung wirkt strker, wenn sie sich durch Tun, als wenn
[sie] sich durch Meiden zeigen mu.
		-- Jean Paul
%
Gerade der Freie sucht den Schein der Freiheit am wenigsten.
		-- Jean Paul
%
Die meisten achten sich nicht eher, als bis andere sie achten.
		-- Jean Paul
%
Kein Autor hrt so gern das Lob eines fremden Autors als der, der ihn
nachahmt.
		-- Jean Paul
%
Wer nicht sucht, wird bald nicht mehr gesucht.
		-- Jean Paul
%
Der rechte Charakter ist nicht mit Standhaftigkeit anfangen und nach
den Umstnden sich zu fgen - sondern wie die Rmer, in jeder
Verschlimmerung nicht um einen Fubreit zu weichen.
		-- Jean Paul
%
Zur Lebensart gehrt, da man auch gegen sich hflich sei.
		-- Jean Paul
%
Nicht Dicke, aber 1 Fu Lnge mehr gibt immer ein bergewicht des
Ansehens.
		-- Jean Paul
%
Fremde sehen Eheweiber in Rcksicht des Gatten so falsch-verschnernd
an wie Liebhaber die Mdgen.
		-- Jean Paul
%
Eine kurze Enthaltsamkeit ist schwerer als eine lange. Besser, von
Sachen als von Menschen abzuhngen.
		-- Jean Paul
%
Nur in der hchsten Gleichgltigkeit oder hchsten Wrme (Hasse) kann
man sich ber Menschen irren; in beiden bemerkt man zu wenig.
		-- Jean Paul
%
Man vergibt ungern dem Demtigen ein gerechtes hheres Gefhl bei
seinem Glckswechsel.
		-- Jean Paul
%
Die Eitelkeit nur hassenswert, wenn sie groe Gegenstnde zu ihrem
Dienst mibraucht, das Groe um ihrentwillen affektiert; mit Kleinem
darf man eitel sein, mit einer Schnalle, nicht mit einer groen
Empfindung oder mit Mangel an Eitelkeit; daher man sie kleinen
Menschen eher vergibt.
		-- Jean Paul
%
Das Individuelle entscheidet berall. Wie wenig kann jeder vom besten
Helden brauchen! - Der Dichter gibt berall nur sittliche Momente, die
jeder anwende!
		-- Jean Paul
%
Seltner und schwerer streitet man, um den andern zu bessern, als um
die Wahrheit zu befriedigen (daher das Feindliche), als ob man nicht
durch jenes sie am meisten befriedigte.
		-- Jean Paul
%
Alle weiche gegen Fremde nachgebende Menschen suchen sich eine Lge
ihrer Selbstndigkeit durch Hrte gegen die Ihrigen weiszumachen.
		-- Jean Paul
%
Wo viel Ehrgefhl, da ist viel Ehrgeiz; aber gar nicht umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Die khnsten Autoren im Urteil ber andere oder ber Wissenschaften
sind junge, die dadurch Autoritt zu erlangen hoffen; da die alten
dadurch ihre zu verscherzen frchten.
		-- Jean Paul
%
Nirgends noch Vaterlandsliebe als bei gemeinen Leuten.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch nimmt es schon bel (im ersten Ansto), wenn man ihm
berhaupt etwas belnimmt.
		-- Jean Paul
%
Manche handeln poetischer als sie schreiben.
		-- Jean Paul
%
Man glaubt es gar nicht fr mglich - daher die Zuversicht -, da man
etwas vergessen werde, wenn man sich dess(elben) eben erinnert.
		-- Jean Paul
%
Wenn die Mdgen frher in der Liebe Grnde anzunehmen scheinen: so
handeln sie doch nur aus Liebe gegen den Gegenstand, der sie gibt,
nicht aus berzeugung - Ohne Liebe keine Grnde.
		-- Jean Paul
%
Man scheuet sich, dem jungen Kind den lateinischen Namen eines Tiers
zu sagen, als wr ihm der erste deutsche Name nicht ebenso fremd.
		-- Jean Paul
%
Man kann vom Menschen Geschlechte zu schlecht denken und doch vom
einzelnen immer zu gut.
		-- Jean Paul
%
Vielleicht wirft sich niemand mehr Schwche vor als ein starker
Mensch.
		-- Jean Paul
%
Die feinste Aufgabe im ttigen Leben ist die, ob man einer Sache
zuvor-, oder erst nachzukommen habe.
		-- Jean Paul
%
Eine Frau lt Geld herumliegen, nicht Kaffee.
		-- Jean Paul
%
Der, der einen Rat begehrt, hat meistens - schon durch die Zeit - eine
Sache von allen Seiten beschauet; der Ratgeber von der ersten, die
vortrat, da man ihn fragte. Und doch mu man fragen, um eben alle
Seiten durch mehre(re) Augen kennenzulernen.
		-- Jean Paul
%
Der erste Bettler nach einer Feuersbrunst bekommt am meisten.
		-- Jean Paul
%
Weiber schildern gern dem Arzte alle Symptomen recht stark, als ob er
dadurch besser kurierte oder lieber.
		-- Jean Paul
%
Man mu nie einen Tadel in ein Schimpf- oder Entscheidungswort
kleiden, weil ein Wort - z.B. Schurke - den ganzen Menschen umfat
und ein Leben abspricht, da der Mensch sich doch so vieler besserer
Ziele bewut ist und berhaupt, weil hier der Proze mit der Exekution
angefangen und der Beweis vorausgesetzt wird, der erst bei dem
Menschen zu fhren ist. So mu man nie sagen: ich habe dir etwas
Unangenehmes zu sagen, weil dieses die ganze Welt des Jammers umfat,
von der uns doch nur eine glhende Kohle gegeben wird.
		-- Jean Paul
%
Gegen den Egoismus - zumal den feinsten - gibt es nun kein Mittel
weiter als - Republik, Anteil an allem.
		-- Jean Paul
%
Wer irgendeine von diesen Bemerkungen weder in seinem Leben noch die
Antizipation in seiner Seele hat: findet sie blo leer oder nichts.
Etwas anderes ist, wenn einer eine falsch findet.
		-- Jean Paul
%
Wenn sich ein groer Kopf euch zu unbedeutend darstellt: so glaubt
nur, da ers ist, weil er euch dafr hlt.
		-- Jean Paul
%
Wer die Menschen nicht mehr liebt, findet wieder Liebe und Interesse
an einem, der leidet. Der Schmerz fhrt uns die alte Liebe des ganzen
Geschlechts zurck.
		-- Jean Paul
%
Die Begierde nach Geld kann sich sogar in einer edeln Seele
entschuldigen - um nmlich von Menschen (nicht blo von Sachen) frei
zu bleiben, um gegen jene niederwerfende Ungleichheit eine Sttze zu
haben.
		-- Jean Paul
%
Unter allen Arten von Liebe, die der Mensch hat - Eigen-, Kinder-,
Menschen-Liebe - ist keine so schwach als die Wahrheitsliebe, fr die
er nicht einmal kleine Wunden der Eitelkeit sich gefallenlt.
		-- Jean Paul
%
Wenn man in sich eine Vernderung gegen Irrtmer der vorigen Zeit
bemerkt: so hlt man sich nicht fr irrfhiger darum, sondern jetzt
fr krftiger, als ob die Vergangenheit nicht der Zukunft drohe.
		-- Jean Paul
%
Die Schwachheit (das Nachgeben, Verndern) der Mnner macht die Weiber
listig.
		-- Jean Paul
%
Man kann vieles als so scharfe Axiomen sagen, wodurch durch ein Leben
gehandelt worden und werden soll, wenns recht geht, und welche
unmglich gerade bei Anla des Gesprchs knnen erfunden sein und
werden - und die es doch sind.
		-- Jean Paul
%
Durch bertriebnes Lob (aus wahrem Herzen) wird niemals vor dem
Gegenstand bertriebner Tadel (aus wahrem Herzen) gut und s gemacht.
		-- Jean Paul
%
Alles ist eher in einem Staate ins Reine und Vollkommene zu bringen,
Ausbung der Justiz - Rechte - Kammer -; nur die Besetzung der
Stellen, zumal der hohen, offenbart sich als Fleck jedes Staats.
		-- Jean Paul
%
Nicht Mangel an Ideen - denn man hat immer welche -, sondern an neuen
macht Langweile.
		-- Jean Paul
%
Man (ein Mann) kann zu leicht Anmerkungen, die auf die Menschheit
passen, auf die Weiber allein machen und beziehen, weil diese mehr
auer uns gehren und wir sie anschauen, die Mnner aber in uns.
		-- Jean Paul
%
Der Wegreisende glaubt stets, weiter zu sein als der Dableibende.
		-- Jean Paul
%
Ach, aller Zank und Ha wre geschlossen, wenn man sich bei dem
Beleidiger mehr hell dchte, was er sich ist, als was er uns ist; wie
er seinen Wert behauptet, wenn er irrend unsern bekriegt. Der Ehemann
mu sich der Liebe seiner Frau gegen ihn erinnern, aber nicht als
Liebe gegen ihn, sondern als Zeichen ihres Werts.
		-- Jean Paul
%
Nicht sowohl der Verstand kommt nicht vor den Jahren als die rechte
geistige DenkFreiheit.
		-- Jean Paul
%
Derselbe Mann, der uns anfangs mit seinem Nachsprechen unserer Ideen
Freude macht, wird uns in schwierigen Fllen lstig und verhat, wo er
unserer Furcht nicht widerspricht und uns keinen Rat erteilt oder
keine Hoffnung.
		-- Jean Paul
%
Mangel an Verschwiegenheit entsteht meistens aus Mangel an Redestoff.
		-- Jean Paul
%
Die Worte des Ehemanns wirken hchstens auf die Ehefrau, wenn er sie
einer fremden vorsagt.
		-- Jean Paul
%
Das Altertum schrieb reiche, groe, edle Worte auf - die Neuen mehr
witzige. - Die jetzigen moralischen Anekdoten zeichnen mehr die
Menschenliebe; die alten die Tapferkeit und jede Gre. Wir knnen
berhaupt jetzt leichter einen Historiker als einen Plutarch ernhren.
		-- Jean Paul
%
Ein Mann hlt die Bcher rein, nicht die Westen, Weiber umgekehrt etc.
		-- Jean Paul
%
Nicht die Frau, die Kinder binden den wagenden Mut, weil wohl jene mit
uns tragen kann, da sie sich mit uns entschliet, diese aber noch
keine Krfte zum Entschlieen und Tragen haben.
		-- Jean Paul
%
Menschen von einigem Talent (wie Erhard) haben sich so sehr mit den
gestickten Gewndern des Jahrhunderts umhangen, so viel Fremdes, was
schn ist, umlegt ihr Eignes, das auch schn ist, da man kaum zum
eigentlichen Wesen durchdringen kann. Nehmt ihnen die Zeit ab: wie
wenig sind sie von denen verschieden, auf die sie herabsehen! - Es
sollte eine Abschlungstheorie geben, um den, der viel von der Zeit
geborgt, doch nicht ber den zu setzen, der wenig geborgt.
		-- Jean Paul
%
Eine Stadt imponiert anfangs, als wren ihre groen Huser und Gassen
eine Masse zum Befehlen - bis man endlich sieht (und zu ihr gehrt),
da alles sich wie im Dorfe in Einzelne zerteilt.
		-- Jean Paul
%
Keinen Titel zu haben schadet oft darum bei Bekannten, weil sie nicht
mit unserer Freundschaft prahlen knnen.
		-- Jean Paul
%
Nicht die Jnglinge sollten so oft klagen, da sie einsam wren, keine
verwandte Seele fnden - sie meinen nur eine weibliche -, sondern die
Mnner und Alten sind und werden einsam - niemand ist einsamer als ein
Mann, es mte denn ein Greis sein. Der Jngling hat sich noch nicht
in sich abgeschlossen und lsset sich von jeder Windseite bilden,
beugen und Blumenstaub zublasen; hingegen der Mann hat sich gegen
Mnner, Welt gegen Welt fest gegrndet, und sie knnen nicht mehr
aneinanderlaufen.
		-- Jean Paul
%
Lust und Not - durch beides zugleich ist freilich jedes Weib zu
gewinnen.
		-- Jean Paul
%
Die Urteile der Mnner ber Menschen wgen den Gehalt blo ab, um
Kenntnis zu haben; die der Weiber ber Menschen, um zu lieben oder zu
hassen; daher jene vielseitiger sind.
		-- Jean Paul
%
Leichter heiratet ein Mann eine Frau aus niederem Stande hinauf als
eine aus hherem herab; die Hof-(Stadt-)kunst ist bald gelernt, aber
nicht so die Kchen- und Haushaltungskunst, sogar bei der Lehre des
Vaters.
		-- Jean Paul
%
In Gesellschaft macht der Witz eine Lcke und Finsternis durch
Blenden; hingegen Laune ergtzt in einem fort.
		-- Jean Paul
%
Gb es nur eine hhere Gattung Tiere: schwerlich wrden wir sie
martern; so sehr nimmt uns die herabsteigende Stufenfolge oder d(ie)
Grenzenlos(igkeit) den Mastab.
		-- Jean Paul
%
Ich kenne sehr geschmackvolle Leute, welche die langweiligsten
Gesellschafter sind, weil sie immer nur zu fhlen und zu schmecken
gewohnt sind und andern folglich nichts zu fhlen und zu schmecken
geben.
		-- Jean Paul
%
Jeder Freund hlt es fr den grten Genu, dem andern die Wahrheit zu
sagen - am Hren findet keiner einen sonderlichen.
		-- Jean Paul
%
Die Einschaltung des Mannes in die Staats-Fachwerke gewhnt die
nachfhlende Frau an eine hnliche Einschaltung ins Ehe-Fach. Ein
freier Dichter hingegen hat es schwerer, zu seiner Frau zu sagen:
bedenke!-
		-- Jean Paul
%
Es ist schlimm, da man vor lauter heierer Liebe zu Freunden ihnen
gerade das Bestimmteste ber ihre ganze Lage zu sagen wagt.
		-- Jean Paul
%
Keine Frau knnte durch das Ankleiden so viel gewinnen als sie
verliert, wenn man ihr dabei zusieht.
		-- Jean Paul
%
Die einfachsten Menschen hr ich die feinsten Vermutungen uern, wenn
der Schritt etc. eines Gesandten, Ministers politisch zu erklren ist.
		-- Jean Paul
%
Einer kann stets sein Wort halten, seine Vorstze ausfhren und doch
vernderlich sein; er fhrt nmlich nur die gesagten aus; aber in den
gedachten ist er vernderlich; und niemand wei es.
		-- Jean Paul
%
Man mu, um einen Menschen zart und fein zu behandeln, nicht blo nach
der hohen Achtung messen, die man fr ihn hat, sondern auch die
(vielleicht irrige) Achtung erraten, die er fr uns hegt und nach
deren Gre ihn unsere Vernachlssigungen schmerzen.
		-- Jean Paul
%
Es gibt gewi blo darum vieler glcklichen Ehen mehr, weil der Mann
nicht mit zu erziehen suchte.
		-- Jean Paul
%
Nirgends ist mehr Kriegsenthusiasmus als in der Hauptstadt, weil nie
oder selten der Krieg dahin kommt. Eine Provinzialstadt voll
Kriegslust wre etwas Hheres.
		-- Jean Paul
%
Man tadelt den eignen Hund, der an jedem Fremdling aufhpft, liebt es
aber, wenn es uns geschieht; so hassen wir unsern Schmeichler nicht so
sehr als einen fremden.
		-- Jean Paul
%
Durch Tadel wird man fter mehr vorsichtig und klug als besser.
		-- Jean Paul
%
D(er) Treulose macht Treulose; wer kein Wort hlt, findet keinen
Worthalter mehr.
		-- Jean Paul
%
Wenn man in Gesellschaft ein lobendes Urteil fllt, darf man es in
starke Ausdrcke zusammenfassen. Hingegen bei einem Tadel mu man nur
die Grnde, keine Benennungen sagen, 1) weil man dem fremden Urteil
vorgreift 2) weil der andere leicht an unsern frohen, aber nicht [an]
zornigen Ausbrchen Anteil nimmt 3) weil der Gegenstand des Tadels
nicht Grnde, nur Namen rcht. Man darf sagen: A. ist ein Engel! - nie
aber: A. ist ein Teufel!
		-- Jean Paul
%
Ein Mann wie Voltaire taugt(e) zu keinem ewigen Hofmann, weil seine
Kraft die Ebene und Leichtigkeit der Geselligkeit unterbrach.
		-- Jean Paul
%
Durch Trinken vor der Ehe gewhnt der Mann die Geliebte an bermige
Liebeszeichen; in ihr hat es entgegengesetzte Folgen.
		-- Jean Paul
%
Weiber hassen an Weibern, nicht an Mnnern Eitelkeit und Stolz.
		-- Jean Paul
%
Fiel einer einmal in den Verdacht der Eitelkeit: so wickelt er sich
nicht mehr daraus heraus, er handele, wie er will.
		-- Jean Paul
%
Die Toleranz ist leichter gegen den, der schlecht handelt und sich
dafr hlt, als gegen den, der gemein egoistisch etc. handelt und sich
fr edel nimmt.
		-- Jean Paul
%
Durch bermiges Lob wird der Autor nicht fr bermigen Tadel
entschdigt. Jenes nimmt das halbe Vergngen (und gibt weniger als
gerechtes Lob) durch die Unvollkommenheit des Lobredners und durch die
Erinnerung an die gelobten Vorzge, deren man eben entbehrt.
berm(iger) Tadel verwundet 1) durch Nachsprechen 2) fremde
Unvollkommenheit 3) eigne Geneigtheit, ihm zu glauben 4) Gefhl der
Beleidigung.
		-- Jean Paul
%
Man mu nie dem einen leidenschaftlichen Ausbruch zeigen, der dessen
Ursache nicht kennt.
		-- Jean Paul
%
Ein berhmter Mann schreibe ein Buch mit Grnden, z.B. gegen den Eid
- man vergit, zitiert, widerlegt das Buch - aber er lasse in einem
ganz davon fremden Werke, z.B. wie Lessing, Schiller etc. ein Wort
dagegen fallen ohne Grnde: man zitiert ihn als Autoritt.
		-- Jean Paul
%
Dies ist die Probe, wie hoch man einen andern Menschen stelle und
liebe, inwieweit man von ihm in Rcksicht der Glcksgter abhngig
sein will. Nur dies Gefhl entscheidet ber die Ansicht fremden
Gehalts.
		-- Jean Paul
%
Darum, weil es eine erste Liebe gibt - und Flitterwochen - und Ideal
der Jugend und Kindesliebe: so gibt es auch erste Freundschaft; aber
der Gegenstand ist nicht sein Wert.
		-- Jean Paul
%
Kein Mensch nennt sich dmmer als den andern; kein Zeitalter nennt ein
voriges klger, sich blo schlimmer und klger.
		-- Jean Paul
%
Nicht nur zu einem Lgner - oder zu einem Spieler - gehrt Gedchtnis,
sondern besonders zu einem Weltmann und Gesellschafter.
		-- Jean Paul
%
Man fhlt in sich zweierlei Tugenden 1) moralische Anlagen
(Tendenzen), welche man (dies ist man sich bewut) in allen andern
Verhltnissen und Umgebungen erhalten und bewahrt htte -
2) gewonnene, gleichsam klimatische Sittlichkeit, fr deren Bestand in
ganz anderem Boden der Erziehung etc. uns unser Gefhl nichts
verbrgen will.
		-- Jean Paul
%
Man denkt sich fremden Ha gegen uns viel heller und ergreifender als
das fremde Lieben. Besonders stellt man sich in der Ehe jenen heller
vor als dieses.
		-- Jean Paul
%
Man bereuet mehr die Feigheit als die Khnheit des Handelns, insofern
jede von beiden echt gewesen.
		-- Jean Paul
%
Warum hngt auch dem redlichst-liebenden Mann, der sein Seelenglck in
einer weiblichen Seele gefunden, noch etwas von dem Bestreben an, auch
eine zweite ebenso edle Seele fr sich zu haben, als obs nicht an
einer genug wre? -
		-- Jean Paul
%
Die grte Schlechtigkeit der Menschen hab ich in Predigten gefunden -
nicht ber jene, sondern an diesen. In Kant, Fichte, Schelling find
ich nichts, als was rein strkt oder erhebt oder begeistert.
		-- Jean Paul
%
Bcher und Anstalten etc. wirken zwar wenig auf einzelne Menschen,
aber dadurch, da sie zur Sitte arten, auf Vlker.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber halten Bcher nicht viel reinlicher als wir Schals etc.
		-- Jean Paul
%
Man idealisiert jeden, den man zum ersten Male sieht - entweder auf-
oder abwrts.
		-- Jean Paul
%
Nie sollte der Mann zrter gegen die Frau sein als nach einem
Geschenk, um ihr jetzt das Gefhl der Verbindlichkeit zu erleichtern.
		-- Jean Paul
%
Entweder das Neueste oder das lteste (aus der Jugend) gefllt auf
Reisen. Am Ende gibts kein Neuestes mehr, aber das lteste wird lter.
		-- Jean Paul
%
Bei weiblichen Gesprchen hrt man von weitem ewig(es) Lachen.
		-- Jean Paul
%
Ich habe wohl eine mnnliche Gesellschaft nacheinander reden hren,
aber keine weibliche.
		-- Jean Paul
%
Der bessere Sonntagsanzug gibt bei dem Volke der Kirche Heiligkeit und
predigt frher als der Mantel des Pfarrers.
		-- Jean Paul
%
Oft besteht die gr(ere) Kraft eines Mannes weniger darin, wie er ein
Amt verwaltet, als wie [er] in dasselbe gelangte.
		-- Jean Paul
%
Man lt in (nach) langen Disputationen so gern die Beistze und Stze
des andern gelten, wenn unsere vorher gegolten.
		-- Jean Paul
%
Bei dem weiblichen Geschlecht wchentlich wenigstens 1 Tag des Neids,
der h[eilige], der Sonntag.
		-- Jean Paul
%
Sosehr man ber die Unfhigkeit der Weiber lrmt, mehr bloen Verstand
zu verstehen, als Gefhle nachzufhlen: so rgert man sich doch wieder
- wenn man ihnen eben diese Bemerkung gesagt -, da die Hoffnung der
Besserung nicht eintrifft, die sich ja nur auf das Gegenteil der
Bemerkung grndet.
		-- Jean Paul
%
Jeder, der Unsterblichkeit auf seinem Wege errang, begreift nicht die
Anstrengungen eines andern, z.B. Bonaparte, der sie auf einem andern
sucht, und tadelt die Anstrengung.
		-- Jean Paul
%
Der Geizige ist eine beinah poetische Besonnenheit der Gegenwart; er
sieht alles, wenn auch zu anderm Zweck als der Naturforscher und
Dichter.
		-- Jean Paul
%
Der Ehemann sollte bei allen Tadlungen und Befehlen an seine Frau
vorzglich bedenken, da ihr, da sie sich untergeordnet und
unterwrfig dem Recht oder der Gewalt fhlt, alles viel hrter
vorkomme.
		-- Jean Paul
%
Wie anders ist die Bewunderung im 20. und die im 40. Jahre! Jene nimmt
man oft zurck, und sogar bei dem hchsten Grade hat man noch eine
geheime Hoffnung, den Gegenstand zu erreichen. Wen ich aber jetzt
bewundere, hoff ich nie zu erreichen und bewundere ihn desto mehr.
		-- Jean Paul
%
Die rechte unwillkrliche Originalitt rgert sich, da nicht jeder
ist wie sie -, die scheinbare will gar nicht, da andere sind wie sie.
		-- Jean Paul
%
Man kann ziemlich seinen eignen innern Menschen - den moralischen,
sogar den intellektuellen - kennen; aber [nicht] das Ensemble unsers
uern, den Eindruck, den unser ganzes Reden und Erschein(en) auf
andere macht.
		-- Jean Paul
%
Auch die grten Menschen, die uns jetzt mit ihrer Khnheit und
Gleichgltigkeit gegen Urteile ergreifen, waren als Jnglinge
furchtsam - man kommt nur allmhlich zu Mut gegen und ber Urteile
hinaus.
		-- Jean Paul
%
Wenn von 2 Menschen der eine [ich] zum andern [Cloeter] sagt: wir
verstehen uns nicht: so hat er sich eben verstanden.
		-- Jean Paul
%
Die rzte haben auch darum weniger Schein des Mitleids, weil sie
Anschlge des Helfens haben; die Trostlosigkeit, nicht helfen zu
knnen, hat keinen Trost als den zu weinen.
		-- Jean Paul
%
Eheweiber nehmen (vom Manne) wohl eine Belehrung, eine Voraussagung
an, nie eine Widerlegung.
		-- Jean Paul
%
Zwei Irrtmer setzen unsere Handlungen fr (vor) den andern in
falsches Licht. 1) Je mehr wir unser Ich und den rchenden Stolz
desselben genieen und zeigen, desto mehr glauben wir, unsere Freude
erzeuge die fremde. 2) Je weher uns Nachgeben und Zuvorkommen tut,
desto weniger setzen wir voraus, da es den andern oder den Feind um
so mehr gewinne und befriedige, und wir glauben nicht, da unserem
Gefhle gerade das entgegengesetzte antworte.
		-- Jean Paul
%
Man frchtet den Gerechten, noch mehr den Ungerechten.
		-- Jean Paul
%
Fast alle Menschen sind gut, wenn man ihnen die Qual des Bedrfnisses,
der Verhltnisse, oder der Not wegnimmt. Sie wollen alle das Beste,
ohne die Kraft, es zu holen.
		-- Jean Paul
%
Ein anderes ist, wenn ein Mensch das Geld huft, um etwas zu brauchen
- ein anderes, wenn er's huft, um es noch hher zu hufen; denn hier
beginnt der Geiz; das Aufhufen hat keine Grenze, da es selber das
Ziel ist.
		-- Jean Paul
%
Es ist nicht Stolz, da der Negersklave gegen seine Frau so herrisch
ist oder jeder Oberbediente gegen den Unterbedienten - Wut und Zorn
ist's gegen die hhere Ungerechtigkeit und Ungleichheit. - Der
Kutscher und Jger peitschet seine Tiere am meisten, wenn er
ausgescholten worden - so die Mutter die Kinder.
		-- Jean Paul
%
Es ist physisch viel leichter, eine Nonne zu sein als ein Mnch;
moralisch viel schwerer.
		-- Jean Paul
%
Nichts ist unbegreiflicher als die Ursache, warum dasselbe Weib - zu
verschiednen Zeiten - so viel versagt und gewhrt.
		-- Jean Paul
%
Weswegen jetzt die Ehen unglcklicher sind gegen sonst, ist, weil die
mehr empfindsamen Mnner die Frauen mehr zur Empfindung aufregen, die
dann nach ihrer Ungemessenheit ins Unendliche geht. Sonst zeigte ein
Mann seine Empfindung durch Tat im Leben; und da war es vorbei; jetzt
fodert ein Wort das andere.
		-- Jean Paul
%
Der edlere Mensch verschlimmert sich mehr durch das Unterlassen guter
Menschen (Freunde) als das Unternehmen bser.
		-- Jean Paul
%
Auch in der Ehe etc. gilt's, ein Wort ist giftig-durchgreifender als
eine Tat, weil diese viel-, jenes nur eindeutig ist. Jene offenbart
nur den Augenblick, dieses das Herz. Es gibt in der Ehe etc. Worte,
die man zu entschuldigen nicht braucht, aber auch nie vermag und denen
[man] nichts vorwerfen kann als ihr Dasein. Doch die rechten
eigentlichen Donnerworte sind nicht die in Leidenschaft - dann gehren
[sie] ja zur Tat selber -, sondern die in der Ruhe und Unbefangenheit
gesagten.
		-- Jean Paul
%
Je lter man wird, desto mehr schtzt man Ordnung.
		-- Jean Paul
%
So treulos auch die Frauen gegen Mnner scheinen, so sind sie es doch
mehr gegen Frauen. - Keine ist gegen die andre ehrlich (auf Kosten der
Mnner und ihrer). - Kurz, sie wissen doch zu schweigen.
		-- Jean Paul
%
Eine Gattin verzeiht leichter Untreue und Freude an fremden Reizen,
als Klte gegen ihre.
		-- Jean Paul
%
Man erzrnt sich immer mehr gegen einen, fr den man erst den Zorn
einige Zeit aufheben mu - und genade ihm dann Gott!
		-- Jean Paul
%
Ich begreife, wie man ein Tyrann sein kann; aber nicht, wie man einer
einen ganzen Tag lange sein kann.
		-- Jean Paul
%
Das Unrecht, das dir geschieht, treibe rchend ab, aber nicht als
Individuum, sondern als Menschheit; diese soll sich nichts gefallen
lassen.
		-- Jean Paul
%
In der Politik errt sogar das Publikum stets das Listige und Feine;
nur das Groe und Reine allein ist dazu gemacht, nicht geahnet zu
werden.
		-- Jean Paul
%
So lange man lieset, besinnt man sich auf all(es), nur nicht auf sich.
		-- Jean Paul
%
Man sollte niemand ber Furchtsamkeit tadeln, bis man wei, wie wenig
oder viel er dagegen gearbeitet.
		-- Jean Paul
%
Ein Buch ist fr das Volk ein Stck Kirche oder Religion.
		-- Jean Paul
%
Je lter man wird, desto mehr will man gewhnlicher erscheinen, um nur
nicht die Mhe zu haben, bemerkt zu werden.
		-- Jean Paul
%
Was der Mensch von Menschen erfhrt, ertrgt er weniger, weil ers mehr
der Freiheit als dem Schicksal zuschreibt.
		-- Jean Paul
%
Wenn du in der Hitze glaubst, du sprchest stark in der Gesellschaft
oder zu einem Menschen: so sei versichert, du sprichst zu stark.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber sind verdrlich (eigentlich herrisch und auffahrend wie
bei dem Anputz, daher die Rmerinnen da so viele Grausamkeiten
verbten), wenn sie Wsche haben; die Mnner, wenn sie nur waschen
sehen, besonders die Zimmer.
		-- Jean Paul
%
Man hlt so oft den Vorsatz des Autors, nicht mehr so zu schreiben wie
in der Jugend, fr Unvermgen, so fortzufahren.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch gibt leichter das Leben auf, als die Mittel zu leben. (In
Belagerungen sind sogar Weiber mutig, im Frieden nie.)
		-- Jean Paul
%
Im jngsten Kinde ist am meisten zu gewinnen durch Gewohnheit -
unterwegs bis zur Mannbarkeit ist, glaub ich, weder durch Gewhnen
noch sonst viel zu bestimmen. - Hingegen mit der Mannbarkeit oder der
Jnglingsschaft fngt ein neuer Frhling an, der nicht einmal im Manne
wiederkehrt und der alles bestimmt, oft in einem Tage oder durch einen
Menschen. Die Lebenszeiten der Menschen gleichen Jahreszeiten; in
ihrem Anfange se; der Fortgang reift blo.
		-- Jean Paul
%
Man sage nicht, da man einen Menschen kenne, geschweige eine Frau,
ohne in ein Handels Verhltnis damit gekommen zu sein. Schaue eine
schne, milde, liebende Frau wochenlang an; und hre ihre Worte: sie
sagt doch nur ihre Vorstze, Poesien, Wnsche und alles, was sie in
ihrer Kraft selber glaubt. Aber sie handle im Ungestm der
Verhltnisse und im Widerstreit zwischen sich und auen und dir: dann
zeigt sichs.
		-- Jean Paul
%
Der groe Unterschied zwischen verheirateten Mnnern und Frauen ist
noch der: jene haben ein ganzes Werk zu machen, das in einer
bestimmten Zeit fertig sein mu - diese knnen spielend an ihrem Werke
fortschaffen, ungehindert.
		-- Jean Paul
%
Die schwachen Menschen widersetzen sich einem Ent- und Einwurf gegen
ihr Leben am strksten, aus Bewutsein ihrer ewigen Nachfolgsamkeit; -
schweigt man darauf, so tun sie, was sie verneinten.
		-- Jean Paul
%
Das meiste und Gewhnlichste, was Jugendfreunde nach sptem
Wiedersehen aneinander bemerken, ist, da sie dicker geworden.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch fodert nach jeder Unterwerfung noch eine tiefere;
unrechtm(iger) Widerstand ist ihm verhater als unrecht(miges)
Nachgeben.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe gilt Verstand (zumal des Weibs) weit mehr als Liebe. Diese
hlt nicht lange nach, wird leicht gestrt und bringt nie in Ordnung.
Also bildet eure Tchter verstndig, nicht blo liebend.
		-- Jean Paul
%
Warum man die Weiber so hat, ist, weil jede Schnheit nicht eine,
sondern alle Tugenden verspricht - weibliche Schnheit ist gleichsam
poetische Darstellung des Sittengesetzes - und weil man zwar die Liebe
findet und dann viel schliet, aber so oft weiter nichts findet. Dazu
kommt noch, da der Mann sogar den Verstand voraussetzt, als im Kaufe
dreingegeben.
		-- Jean Paul
%
Vielleicht entsteht Menschen-Verachtung weniger aus Beobachtung ihrer
Schlechtigkeit als ihrer ewigen Wiederholung, nmlich der Wiederkehr
von Glanz in Schatten.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen und Kinder bedecken beschmt nicht das Gesicht, um es
andern zu verbergen, sondern um andere sich zu verbergen, da in der
Scham menschliche Gegenwart zu hart anfat.
		-- Jean Paul
%
Da im Ganzen die Menschen nicht im Glcke besser, sondern schlechter
werden - leichter umgekehrt im Unglck - beweist hart gegen sie.
		-- Jean Paul
%
Bei den Weibern, ja allen Menschen lscht die letzte Handlung tausend
vorhergehende Wohltaten aus, so sehr sind die Gefhle nur Geschpfe
des neuesten Augenblicks.
		-- Jean Paul
%
berall ist die Zeit der Jugend die der Tugend; spter und lter geben
sich die Weiber hin; so in Ehrenstellen die Mnner.
		-- Jean Paul
%
Es gibt Menschen, denen jedes Lob Tadel ist, das nicht das grte ist.
		-- Jean Paul
%
Im Moralischen darf man um keinen Rat fragen; nur fragen, wie, nicht
ob man zu handeln habe. Aber der Mensch versteckt gern das Ob und Wie
hintereinander. So will er stets nur Besttigungen (Ratifizierungen)
seines Entschlusses, nicht Angaben desselben.
		-- Jean Paul
%
Einen Menschen beobachten heit nicht, sehr aufmerken auf ihn, sondern
ihn rck- und vorwrts mit seiner Gegenwart vergleichen - und ihn
nicht mit mir und umgekehrt vergleichen.
		-- Jean Paul
%
Das Entscheidende bei Autoren und Frsten ist weder die Kenntnis der
Menschen noch die des Menschen, noch weniger die des einzelnen,
sondern die Vereinigung davon.
		-- Jean Paul
%
Weibliche Energie ist oft dem Gatten schdlich, wenn er 1) schwach ist
- dann beherrscht und entzweiet sie ihn - und dann 2) wenn er stark
ist; denn selten bringt er durch bloe Grnde ihr seine Vernunft bei,
und die Klgere widerstrebt unklger als die Dumme.
		-- Jean Paul
%
Jedes Tun in der Ehe und Gesellschaft wird strker, wenn man den
andern nicht darauf hinweist und ihm die eigne Reflex(ion) darauf
verrt; eigne Handlungen soll man so wenig erklren als eigne Bonmots.
		-- Jean Paul
%
Woher kmmt's, da das gelesene oder erlebte Beispiel der grten
moralischen Aufopferung etwas Ses und blo Liebenswrdiges und
Anziehendes fr uns hat, das Gebot selber aber in einer Sittenlehre
etwas Zurckstoendes?
		-- Jean Paul
%
Wie man kein Prophet im eignen Vaterland ist, so auch kein Redner und
Beredner gegen die eigne Frau.
		-- Jean Paul
%
Man kommt in der Ehe am besten aus, wenn man nicht liebt; sowie am
besten, wenn man blo liebt.
		-- Jean Paul
%
Viel lt sich von einem Mann erraten, wenn man ihn das einem andern
erzhlen hrt, was man mit ihm selbst erlebte als Augenzeuge.
		-- Jean Paul
%
Die Liebe will 1 Menschen; die Wollust alle Menschen; nur hat diese
dann nicht genug; jene aber an 1 die Unendlichkeit.
		-- Jean Paul
%
Man mu, schon aus Welt, dem andern auch nicht das geringste
Unangenehme sagen, sobald man nicht ihn oder sich bessern damit will
oder kann. Sage nicht zum Mietsherrn, deine Zimmer haben keine
Morgensonne.
		-- Jean Paul
%
Den Mnnern sind in der Ehe (auch von Fremden) nur Grnde ntig, den
Eheweibern Autoritten; denn der Mann ist, gegenber ihrem Willen,
keine mehr.
		-- Jean Paul
%
Im Buche oder Lebensbeschreibung verliert ein Corneille oder
Lafontaine nichts dadurch, da er im wirklichen Leben nicht reden
kann; aber im Leben knnen wir uns nicht daran gewhnen und tragen
mehr den Menschen in den Autor als diesen in den Menschen hinein.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen rechnen einem nicht an, wo man ihnen Recht gibt, sondern
nur, wo man ihnen Unrecht gibt.
		-- Jean Paul
%
100 000 etc. gute Handlungen knnen das Herz nicht fr eine bse
entschdigen, schuldlos machen oder beruhigen - so sehr sind wir zum
Guten geboren.
		-- Jean Paul
%
Wer Ruhm hat, fragt nach der Ehre weniger.
		-- Jean Paul
%
Die krperliche Liebe begehrt Wechsel, die geistige dieselbe Person.
		-- Jean Paul
%
Manche suchen aus Eitelkeit stolz zu sein.
		-- Jean Paul
%
Um geistreich zu sprechen, habe man - wenn man es auf irgendeine Art
ist - nur den Mut, alles auszusagen. An der Furcht stirbt das Genie.
		-- Jean Paul
%
In bsen Augenblicken der Ehe rechnet der Mann immer die eignen
Tugenden auf 1 Summe zusammen; nun so rechne er auch die seiner Frau
so auf.
		-- Jean Paul
%
Viel Znkereien in der Ehe kommen davon, da man verlangt (fordert),
der Gatte soll die Liebe erraten, die man auszusprechen zu stolz oder
zu schamhaft ist.
		-- Jean Paul
%
Fr Kinder fllt Lob und Liebe der Eltern in eins: 'das ist schn, da
du den Schlssel aufhebst.' Hier zugleich Gefhl fremder Achtung und
Liebe und eignen Werts.
		-- Jean Paul
%
Die nchternen Weiber sollten einmal es versuchen, so nchtern zu
urteilen als die Mnner, wenn sie selber und jene es nicht sind.
		-- Jean Paul
%
Der Kritikus sollte blo das einzelne oder die Werk-Teilchen tadeln,
aber den Werkmeister mglichst loben. Der einzelne Tadel samt dem Lobe
des Verfassers erhebt diesen zu hherem; das brige ist umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Willst du die mnnlichen Deutschen zu einem ordentlichen Gesprche
bringen: veranlasse eine Disputation ber eine Wissenschaft etc. -
Rein, gesellig sprechen knnen sie nicht. Nur die Weiber hchstens
knnen in einigen Gegenden (z.B. schsischen) ein Gesprch ber alles
spielend fhren wie ein Franzose.
		-- Jean Paul
%
Noch keine fromme, alle Pflichten treu erfllende Hausfrau hat je
gesagt: ich bin zu gut fr die Erde - hchstens: ich verdiene sie
nicht ganz -, aber die empfindsam zarten, die nichts tun, sagen es.
		-- Jean Paul
%
Es ist ein fast unvermeidlicher Trug, da man desto mehr auf den
andern zu wirken (wrmen) glaubt mit Zornfeuer, weil uns dies selber
so viel zu genieen gibt - indes den andern gerade unsere grte Ruhe
und Klte am meisten erwrmt und fr uns gewinnt.
		-- Jean Paul
%
Seltsam sind die Weiber! Kein Mann wird sich eine schnere Weste von
einem andern erborgen, um mit seinem Bauche gesellig zu glnzen. Aber
eine Frau trgt ohne Bedenken entlehnte Perlen, Hte etc.
		-- Jean Paul
%
Schwerlich wird irgendein Ehemann die Minute fr schn und liebevoll
empfinden, wo er mit ihr nach ihrem Anziehen in eine groe
Gesellschaft geht - aus dieser zurck, denkt sichs leichter.
		-- Jean Paul
%
Was am Menschen das Reinste ist, ist vielleicht sein Streben nach
immer schrferem Wissen, wobei er sich vergit und jeden Ruhm. Nur
hier erscheint die Menschheit im groen Schritt zur Gre.
		-- Jean Paul
%
Der groe Unterschied zwischen Weibern, 1) die Talent, Scharfsinn,
Philosophie sogar haben, ja Empfindung und 2) die Verstand,
Hausverstand haben, Berechnung zwischen sich und Mann und Kind, und
berhaupt Berechnung. Nr. 1 gefllt vor, Nr. 2 in der Ehe.
		-- Jean Paul
%
Den (inlndischen) Ruhm groer Minister, Feldherrn, Frsten strzt
eine einzige Staatsumwlzung oder Eroberung.
		-- Jean Paul
%
Man hat oft eine prosaische Unterredung selber mit fortspinnen helfen,
die man ungerecht tadelt, da sie der andere fortsetzt, wenn man in
einer poetischen Stimmung ist.
		-- Jean Paul
%
Man wird zwar fr die Verhltnisse, worin man betrogen wurde, knftig
klger; aber man bildet sich dann flschlich ein, man sei es auch fr
die geworden, worin man noch nicht betrogen worden.
		-- Jean Paul
%
Wenn das Genie schon in seiner Jugend, vor der Erfahrung so viele
Erfahrungen antizipiert hat: was wird es erst im Alter zu sagen haben
nach den Erfahrungen; aber es sagt eben da leider so wenig mehr, und
das Seltenste wird eingesargt.
		-- Jean Paul
%
Auch die geistreichen Menschen suchen - sobald sie einander nur einige
Male zuerst gesehen - dann mehr die Bcher als deren Verfasser.
		-- Jean Paul
%
Ist man einmal aus dem rechten Gesichtspunkte (Fokus) eines Menschen
gekommen: so werden, zumal in der Ehe, gerade Strahlen seine Flecken -
z.B. Festigkeit gegen Freunde und Fremde und dann wieder
Nachgiebigkeit sonst, beide Dinge werden so abgeleitet, da eines
Egoismus heit, das andere Schlaffheit.
		-- Jean Paul
%
Die Arbeit ist ein Vergngen, das als Widerspiel schlecht anfngt und
dann immer mehr erfreuet und das am Ende gerade zu allen andern
Vergngen einldt.
		-- Jean Paul
%
Wenn man bei einem Frsten durch groe Sittlichkeit den hchsten
Posten eines Gnstlings erobert; so fodert jener leise und spt, da
man ihn durch einige Flecken oder Abweichungen von jener behaupte.
		-- Jean Paul
%
Man glaubt immer, der Mensch, der eine neue, die erste Meinung ber
das ganze Ideen-System gehabt, z.B. Leibniz, msse auch eine neue
ber jedes einzelne, z.B. den Stiefelknecht, haben; daher die Liebe
zu Biographien.
		-- Jean Paul
%
Ein Jngling ist viel khner und furchtsamer als ein Mann. Khn tritt
er z.B. ins Publikum oder vor jeden groen Mann; ein Nein macht ihn
oft auf immer zaghaft. Der Mann hingegen wagt weniger, und nach Nein
fragt er weniger.
		-- Jean Paul
%
Argwohn argwhnen ist nicht darum immer selber einer.
		-- Jean Paul
%
Wer irgendeinen tiefen Verstand herauswittert, hat den tieferen; jener
schrieb ungebildeter, dieser las gebildeter.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber sind gut, aber schwer werden sie besser.
		-- Jean Paul
%
Vielleicht erriete man gewisse Menschen besser, wenn man sich dchte,
als Dichter sie darstellen zu mssen.
		-- Jean Paul
%
Ist man in der Liebe und Freundschaft darin, so rechnet man ihr sogar
gewhnliche Tugenden als Reize an - dem Unbekannten aber fordert man
sie ab ohne Dank.
		-- Jean Paul
%
Ich kann mir denken, da die rechten Ehen in Republiken etc. sind, wo
der Mann selten gesehen wird zu Hause, auer zurckkommend mit dem
Glanze, den schon vorher Volk und eigne Neigung des Weibs verkndigt
hat - hier ist's leicht, zu scheinen, was man ist.
		-- Jean Paul
%
Man mu nur nicht Menschen lieben, d. h. Gegenliebe fordern, so kann
man alles erdulden von ihnen, von Weib, Kind etc. - aber wer kann's,
wer darf's, wer mag's? -
		-- Jean Paul
%
Ein ganz neues Verhltnis zwischen 2 unverheirateten Freunden und so
zwischen 10 - wenn alle heiraten; denn die Weiber und ihre eheliche
Liebe und auereheliche Abneigung kommen doch auch in das frhere
leichte, feste, warme Verhltnis.
		-- Jean Paul
%
Es gibt 2erlei ganz verschiedne Tne, um nach dem Lobe den Tadel
folgen zu lassen. Der erste macht das Lob zur Hauptsache, nicht zur
Entschuldigung und ist weitlufig; dann fgt er vorbeilufig den Tadel
an. Der zweite ist, da man - im Tone liegt schon ein Zwar fr das
knftige Aber - das Lob als Entschuldigung des nahenden Tadels
ausspricht.
		-- Jean Paul
%
Jeder hat fr seine Besonnenheit seine besondern Gegenstnde; der eine
schweigt darber, der andere darber.
		-- Jean Paul
%
Gegenwrtiges Unglck verdau ich in wenig(en) Stunden; aber knftiges
bleibt mir im Magen liegen.
		-- Jean Paul
%
Bei allem Rechte zu Achtung und Lob ertrotze diese nicht gewaltsam -
nichts wird leichter der Gewalt versagt als dies.
		-- Jean Paul
%
Die Koketten gewinnen - wenigstens fr einen Abend - sogar ernste
Mnner nicht durch ihre Reize oder das starke Vorspiegeln derselben,
sondern durch das Vorspiegeln ihres Liebens. Dem Geliebtsein
widersteht man sogar in einem Alter schwer, wo man der Schnheit
widersteht.
		-- Jean Paul
%
Gerade dem, der vielen Ruhm hat, erlaubt man nicht die Anmaung
irgendeines kleinsten Verdienstes (Nebenrhmchens), das vielleicht
andere haben, sobald er es nicht wirklich verdient. Man hlt es fr
Geiz und Raubsucht.
		-- Jean Paul
%
Die Einmischung der franzsischen Sprache soll den Adeligen in ihrer
platten deutschen so etwas sein wie Witz; sie ekeln sich selber ihres
Gesprchs.
		-- Jean Paul
%
Man sollte nie schweigen, wenn man nur einigen Ruf hat; Schweigen wird
fr Verachtung und Zurckziehen angesehen, und man [wird] gehat blo
fr Schchternheit.
		-- Jean Paul
%
In kleinen Stdten, Hof wei man die neuesten Moden in Kleidern, nicht
in Bchern.
		-- Jean Paul
%
Die Freundschaft hat so gut ihre Blte - die aber Jahrzehnte lange
steht - als die Liebe, die krzer ist. - Aber ist jene abgebrochen: so
ist viel und unersetzliches dahin, und Gott bewahre jeden davor.
		-- Jean Paul
%
Wenn ein Lehrer immer weiter lehrt und lernt; wenn er das Gelesene
sogleich zu einem Gelehrten vor Schlern machen kann: so mu ihn jedes
neue Buch unendlich heben, weil er damit andere hebt und die erkauften
Gewinste fr krftige Eroberungen ansieht.
		-- Jean Paul
%
Habe dasselbe Entzcken ber 2 Bcher, aber ber das eine in der
Jugend, ber das andere im Mannsalter: nur dort bei dem ersten hngt
sich dem Buche ein Glanz an, den das zweite nie bekommt.
		-- Jean Paul
%
Der Maler mu eine Frau heiraten, - der Musiker - der Philosoph -
Diplomatiker - Theologe - Jurist etc.: wie soll nun ein Geschlecht so
verschiednen Tendenzen genugtun und sie erraten? - Folglich mu der
weibliche Geist voraus ein allgemeiner sein, der sich in jeden
besondern fgt; jeder bestimmte weibliche zerrttet die Ehe, oder es
mte der Maler die Malerin ehlichen? Und doch!
		-- Jean Paul
%
Langweile ist nicht, wenn man nichts Besonderes hat, sondern wenn man
es erwartet. - Ruhig, ja seelig liegt der Trke ohne ein fremdes Wort;
aber sobald es ihm versprochen ist, kann er kaum mehr sitzen.
		-- Jean Paul
%
Fnde der gute Mensch oder Ehemann nur immer das Gute: o wie wrd er
sich gleichbleiben! - Aber im Kampfe gegen das Bse wird er sich
selber unkenntlich und am Ende - wegen der Ausweichungen des Bsen -
selber zu diesem und sich unhnlich.
		-- Jean Paul
%
Je mehr eine weibliche Physiognomie der mnnlichen [sich] nhert -
desto richtiger schliet sich aus ihr. Hingegen die echt weibliche,
milde, schne verbirgt den starken Engel oder schwachen Teufel
zugleich.
		-- Jean Paul
%
Der Jngling habe einen lebendigen Groen-Mann, aber nicht in seinem
Fache und Triebe vor sich - sondern nur Gren seitwrts in andern
Wissenschaften; denn jener gb ihm ewige Richtung und verschlng ihn.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen wollen immer vom Autor etwas Groes im Stoffe, um sich zu
entschuldigen, da sie kein Groes in der Form finden; und um zu
verhehlen, da sie eben das rechte Groe, das berall sein kann, nicht
kennen.
		-- Jean Paul
%
Je hher die Stnde, desto mehr hat der Mann zu tun und desto weniger
die Frau. Der Knig mu doch wenigstens bedenken und unterschreiben.
Die Knigin lebt von ihm. In untern Stnden ist es wie bei Wilden fast
umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Nichts ist leichter, als die Kinder dazu zu erziehen, da sie
gehorchen, gefallen, aufwarten und alles tun, was Eltern und andere
Erwachsene begehren. Freilich sind dann die Kinder nichts, nicht mehr
als die Eltern. Aber schwerer ist es, Gehorsam und Freiheit zu
vereinigen, die Kraft dazulassen und doch zu lenken und sich selber
einen Gegner der besten Art zu erziehen.
		-- Jean Paul
%
Wer sich der Eitelkeit recht bewut ist, verbirgt sie stark und doch
ohne Erfolg; wer nicht, ist geradehin und vielleicht angenehmer eitel.
		-- Jean Paul
%
Keine Frau ist zur Vernunft zu bekehren; doch die gutmtige durch
Liebe ohne Grnde; die geniale durch beides nicht.
		-- Jean Paul
%
Ich habe zuweilen gefunden, da das einzige Gute, was noch in groen
adeligen Familien nachwuchs - z.B. bei Gieg - blo dem brgerlichen
Hofmeister zu danken war.
		-- Jean Paul
%
Alles ist am Weibe leichter zu erraten - z.B. Treue, Wahrheit,
Keuschheit haben feste Zeichen - als Milde oder Wilde. Vielleicht aber
nur darum, weil beides Lieben und Hassen zugehrt und sie hoch von
einem ins andere berspringen.
		-- Jean Paul
%
Noch mehr Kinder gehen verloren durch zu vieles Erziehen als durch zu
weniges. Grnlnder, Wilde, Goten etc., Hake's Kind gut, trotz aller
Vernachlssigung.
		-- Jean Paul
%
Um sich recht zu erkennen, mu man nur sich seiner Jugend recht scharf
erinnern, ohne Gegenwart etc. einzumischen. Dort gab sich dir dein
Umri.
		-- Jean Paul
%
Die Probe des Feinen ist nicht, gegen den Feinen fein zu sein - sie
wre zu leicht - aber wohl gegen den Groben es zu bleiben.
		-- Jean Paul
%
Der Eitelkeit oder ihrem Scheine entgeht niemand, wenn ihn nicht eine
groe Idee erfllt, die ihn gegen sein Selbst verblendet.
		-- Jean Paul
%
Willst du das Verdorren deines jugendlichen Ideals auer dir sehen: so
geh in die Stadt, wo du als Jngling gewohnt - alle Krper sind dicker
geworden, die Weiber in die Wirtschaft eingewunden, kein Mensch denkt
voriger Zeit als mit Sehnsucht ohne Willen, alles Zarte der Gestalten
und Zge und Ziele ist verschwunden - hinter das Glck der Kinder
versteckt sich jede prosaische Erniedrigung - Buche und Vollwangen
gehen hin und her - die Weiber als die Zrtesten haben am meisten
verloren und sind in Haushaltungsfleisch verquollen. -
		-- Jean Paul
%
Wer Kraft hat, aber keine, mit der er ein Werk erschfe, gebe nur, wie
Arndt, Reisebeschreibungen. Alles ist hier zufllig - was begegnet -
und unter dem Begegnenden noch, was der Verfasser nur aufnehmen will
-, und dann kann er ber jedes Individuelle, das ihm als Folie dient,
seinen, kleinen Juwel von Gedanken legen. Ein Reisebeschreiber kann
der unterhaltendste witzigste Mann mit den kleinsten Kosten des Kopfes
sein, wenn er's recht macht.
		-- Jean Paul
%
Der Unsinn: da man durch alle Vorsicht und Glcksflle je dahin
gelangen knne, da einem eine zufriedne schon gefundne Lage nicht
mehr gestrt werde - Aus hherem Glck erwchst hheres Unglck usw.
		-- Jean Paul
%
Jeder hat seine Weise, sagt man. Aber man wundert sich weniger, da
man nicht die fremde, als da der andere nicht die unsrige hat.
		-- Jean Paul
%
Wer kein Weiberhasser werden will, hre nie 2 Weiber miteinander
zanken.
		-- Jean Paul
%
Gewissen Menschen, z.B. dem Fischer, die Verachtung auszudrcken, die
man gegen sie hat, mte man ihnen erst alle die Kenntnisse und
Gesinnungen geben und beibringen, die uns eben von ihnen
unterscheiden.
		-- Jean Paul
%
Alle Klarheit, die man ber fremde Charaktere habe, gibt doch noch
keine Sicherheit vor Selbsttuschung und fremder Schmeichelei; das
Unglck ist eben, da man drei schwere seltene Kenntnisse haben mu,
die von sich, die von andern, die von der Ansicht des andern gegen
uns. - Man sollte geradezu voraus-[setzen, da] einem jeder ein wenig
mehr Gutes sage, als wir glauben.
		-- Jean Paul
%
Zur Ehe gehrt nicht blo, da man das Mdchen, sondern auch, da man
sich prfe - ob nmlich 2 Vortreffliche dennoch sich einander nicht
fgen.
		-- Jean Paul
%
In der Liebe wird der Ernst der Jungfrau bezaubern; in der Ehe, die
selber ein langer Ernst ist, mchte leichtes Scherzen und Bescherzen
der Welt besser einschlagen.
		-- Jean Paul
%
Durch manche Gesichter scheinet jede innere Bewegung so hell durch,
da es nicht genug ist, wenn sie nichts uern; zu ihrer Verstellung
ist sogar das Anstellen des Entgegengesetzten ntig.
		-- Jean Paul
%
War man zu sanft und stoisch im ehlichen Zank, so braust's nachher
auf, und man vergibt schwerer. War man zu wild: so bereuet man und
vergibt leichter.
		-- Jean Paul
%
Je lnger man lebt, desto krzer werden uns die Jahre. Denke an das
Reisen: ein Vormittag auf der Reise zugebracht ist lnger als
10 Vormittage zu Hause; aber warum? Die Menge neuer Gegenstnde
vervielfacht die Aufmerksamkeiten oder die Ideen, als Zeitmesser.
Ebenso scheint uns die Jugend lnger, weil in ihr alles neu ist und
also die Zeit verdoppelt, im Alter aber alles einfrmig wiederkehrt.
		-- Jean Paul
%
Wenn nur eine erste Liebe recht glhend da war: so schadet ihr
Untergang, ihr Tten mit Wasser nichts; ewig ragen die Trme der
berfluteten Stadt empor. Aber es gibt Menschen, die keine erste Liebe
hatten.
		-- Jean Paul
%
Ich wei nicht, was Eifersucht ist in der Ehe beim Manne -; in der
Minute der Einsicht htt er b(ei) d(er) Entscheid(ung), nur sich oder
die Frau zu verachten -
		-- Jean Paul
%
Es ist unendlich verschieden, einen Menschen lieben und etwas an ihm
lieben, und sei dieses Etwas das Edelste; er wird doch Mittel; aber
das Lieben des ganzen Menschen macht ihn mir nur zum Ziel seiner und
meiner selber.
		-- Jean Paul
%
Je lter ich werde, desto mehr glaub ich, wer uerlich auf lange
unglcklich ist - denn ein Brand, Krieg gehrt nicht hieher - der
verdient's durch Mangel an Klugheit und Beharrlichkeit.
		-- Jean Paul
%
Tod und Geburt lernt man nur in einem Dorfe kennen, in keiner Stadt.
		-- Jean Paul
%
Wollt ihr Originale im Handeln, sucht sie bei Leuten, die nicht ihre
Kraft wegschreiben und die ohne Reflekt(ieren) forthandeln - die
schreibenden Genies sind matte Handler.
		-- Jean Paul
%
Erst dann, wenn der Gelehrte wei, da er einsam bleibt, fhlt er sich
recht und genieend einsam.
		-- Jean Paul
%
Auch die Mbeln gehren zum weiblichen Anzug, z.B. ein schwarzes
Kanapee ist ein gutes Unterfutter fr einen weien Arm.
		-- Jean Paul
%
Um froh, frei, leicht und reich Einflle in Gesellschaft zu haben, mu
man nicht mit einem andern wetteifern oder gar kmpfen, sondern ohne
Gegner ber das Allgemeine sprechen. Repartien sind ein lstiger,
aufhaltender Zwang. Sogar der fremde Witz regt mehr unser Genieen als
unser Erfinden an.
		-- Jean Paul
%
Jeder Jngling glaubt, ein Philosoph oder ein Dichter zu werden, weil
beide zu den Krften der allg(emeinen) menschlichen Natur gehren, und
es kommt auf Akademien oder in der Lektre nur auf den Reiz an, den
vorwiegend das eine oder das andere macht. Erst spter macht er dies
Allgemeine blo zur Unterlage seiner besondern andern Krfte, sobald
jenes nicht zugleich auch seine Individualitt ist.
		-- Jean Paul
%
Das Gesprch der meisten Humanisten (Gelehrten) untereinander ist
weiter nichts als ein gegenseitiges heimliches, hfliches Examen;
daher colloquium sogar bei den Theologen = Examen.
		-- Jean Paul
%
Die ewigen langweiligen leeren Vorbungen zum Kriege mssen dem
Soldaten ordentlich Sehnsucht nach einem freiern und treffenden
Realschieen machen.
		-- Jean Paul
%
Die meisten Ehekriege [kommen] nicht davon, da man die Wahrheit der
Person sagt, sondern da man sie, unbekmmert um jede Zeit, sogleich
sagt.
		-- Jean Paul
%
So viel man Kinder hat, so viele Frauen hat man auf einmal mehr
geheiratet. Jedes Kind ist eine neue Laune der Frau. - Hast du
3 Kinder: hast du 4 Weiber.
		-- Jean Paul
%
Wer sagt, da die schnen Weiber im Alter hlich werden, vergit blo
die guten schnen.
		-- Jean Paul
%
Gerade die Idyllenfreude, die nur aus Kleinigkeiten besteht, leidet so
leicht von den Kleinigkeiten die Unterbrechung.
		-- Jean Paul
%
Imponieren kann mir niemand anders als moralisch, weil er hier den
ganzen Menschen trifft; hingegen jede einzelne bermacht z.B. des
Scharfsinns, Gelehrsamkeit etc. trifft auch an mir nur einen Teil.
		-- Jean Paul
%
Wir Menschen lieben nicht, um zu hassen; aber wohl hassen wir, um zu
lieben.
		-- Jean Paul
%
Gewissen hhern Weibern (Linda) ist nicht zu helfen, aber wohl
tiefern; fallende Menschen, nicht fallende Engel wurden erlset.
		-- Jean Paul
%
Ich mag mit niemand umgehen, der mich nicht wenigstens in etwas
bertrifft, in Kenntnissen, Erfahrung etc. oder im Moralischen. Die
mir hnlichen oder meinesgleichen sind nicht meine Leute.
		-- Jean Paul
%
Ein Trost besteht nicht darin, da man dem andern Grnde gegen sein
Unglck sagt - denn er wute sie alle selber vorher und konnte
ebensogut zurcktrsten -, sondern darin, da eine fremde Seele durch
Darstellen sie alle in der andern belebte und beseelte, damit sie
durch Empfindung das Gleichgewicht hielten der leidenden Empfindung.
		-- Jean Paul
%
Unter allen Eigenschaften einer Braut sieht man am wenigsten auf die
grte, ob sie Kinder erziehen kann - und freilich ist sie am
schwersten zu erraten.
		-- Jean Paul
%
Ein Mann deutet recht deutlich (als sein Selbst-Rhapsodist) seinen
Charakter durch das Tragen seines Stockes an, sobald er ihn,
unwissend, bemerkt zu werden, trgt und schwenkt und hlt.
		-- Jean Paul
%
Ein berhmter Mann verliert nicht, gewinnt vielmehr durch eine
Lcherlichkeit, die man von ihm erzhlt oder lieset -; aber begeht er
sie vor unsern Augen, so verliert er. Allein warum? Hier wirkt die
Gegenwart zu mchtig, und der Mann, erscheinend darin, nur stckweise
aufglnzt; hingegen in der Erzhlung herrscht und glnzt die Idee des
Ganzen ber den Mann.
		-- Jean Paul
%
Hat man eine kleine Bitte: mu man mit dem Allgemeinen anfangen, man
habe was zu bitten, weil der andere dann froh ist, da es nichts
Greres ist. Eine groe Bitte aber tue man ohne dies.
		-- Jean Paul
%
Man habe sich noch so frei gemacht, und noch so gleichgltig gegen die
Welt und alle Feinde; wer kann uns denn noch tiefe Schmerzen geben?
Eine Gattin durch ein Wort, man mte sie denn nicht lieben.
		-- Jean Paul
%
Da die Menschen einen Kerker fr eine Strafe halten, beweist, da sie
Geselligkeit fr Belohnung halten; denn sonst wre ja im Kerker alles
zu haben, wenn man Menschen ausnimmt.
		-- Jean Paul
%
>Ich werfe die Pflaumen, die ich nicht will, in ein anderes Gef und
gefalle mir - die Frau tut dasselbe bei etwas, das sie nicht will -
Dort tut mir meine Handlung wohl, hier dieselbe Handlung weh.<
Gesetzt, ich halte beide Handlungen fr recht: worin liegt der Grund
des Mifallens? Da dort ich, hier es ein anderer tut.
		-- Jean Paul
%
Die Lebhaftigkeit des Gesprchs macht nur Mnner schneller gehen,
nicht Weiber, diese blo schneller stricken.
		-- Jean Paul
%
Einer Liebhaberin wird die Treue viel leichter als einer Gattin.
		-- Jean Paul
%
Warum werden uns denn Menschen, welche einzeln wir bersehen und
berwinden, in einer Gesellschaft so wichtig und herrschend? Die bloe
Bestechung der Augen durch eine lngere Reihe entschiede nicht bei den
krftigern Menschen; und wo liegt diese Vielheit nicht vor ihm. -
Schon ein Grund: der Mensch, obwohl sich seiner und seiner Grnde
recht sehr bewut, will sogar von einem tiefern den Beifall; es mu
also durch das fremde Ich etwas Hheres ausgesprochen werden, das nun
durch die Vervielfltigung noch bedeutender wird.
		-- Jean Paul
%
Man mu sich, um den andern gerecht zu beurteilen, nicht in dessen
nchste Minute an die Stelle setzen, sondern in sein Jahr, Leben,
Wochen.
		-- Jean Paul
%
Man erfreuet sich nicht an den uern Zustnden d(er) Vergang(enheit),
sondern an den innern, man wnscht nicht das alte Leben zurck, das
meist seichter ist und das man jetzt gar nicht ertrge, sondern die
alte Seele.
		-- Jean Paul
%
Wenn man ein Kind einen Menschen hassen lehrt, der ihm nichts getan:
so lernt es die brigen Menschen daran hassen.
		-- Jean Paul
%
Ein Autor bringt sich darum nicht ganz in seinen Roman, weil [er] eine
Menge Zge von sich briglassen mu, um sie andern Leuten darin zu
leihen.
		-- Jean Paul
%
Wer fr Freiheit ficht und spricht (z.B. der Ungar), dem ist der
Gegenstand und Anla gleichgltig - er streitet nicht fr das Haar,
woran manch(er) hngt, sondern fr oder wider den Kopf, woraus es
kommt.
		-- Jean Paul
%
Es ist mir bei der Kinderfreude zu Weihnachten nicht an der
gegenwrtigen Freude gelegen - so gro und innig sie wegen der noch
eingehllten Natur auch ist -, sondern an der unvergnglichen,
unzerstrlichen ber- und Zauberfreude knftigen Erinnerns, das nicht
die Gegenstnde verschnert (nur entfrbt), sondern die hchsten
Gefhle zum zweiten Mal erhht und verschnert.
		-- Jean Paul
%
Fr das Volk ist freilich Essen bei Festen die Hauptsache, aber darum,
weil eben die Ruhe zugleich zum Genusse tritt - die Losgebundenheit
zum Sprechen und von Arbeit.
		-- Jean Paul
%
Sind die Weiber an leidenschaftliche Verweise oder Ausbrche des Manns
gewhnt: so werden sie nachher durch stilles Vernunftbetragen nur noch
erbittert(er).
		-- Jean Paul
%
Das Unmoralische, was man an sich am meisten tadelt, sieht die Welt
gar nicht, oder es fllt ihr nicht auf; aber Handlungen, die man vor
dem Gewissen auf Kosten des Verstandes verantwortet, trgt die Welt
uns als unsittlich nach.
		-- Jean Paul
%
Die Fremden hren in der Ehe wohl den Sturm, aber nicht die Windstille
oder den Zephyr.
		-- Jean Paul
%
Die leichte Niederlage mancher Weiber kommt vielleicht nicht sowohl
von Sinnlichkeit, bermannung und dergleichen her, sondern von
Phantasien, die lange in einem zgellosen Reiche hinter Stirn und
Lippe spielten und schweiften und welche in einem Mehr der Phantasie
ansssig wurden, das freilich leicht mit dem Minder der Wirklichkeit
ausshnt.
		-- Jean Paul
%
Wenn einem ein Werk am Ende gefllt wie mir Tristram, so kann man sich
gar nicht erklren, warum es einem frher mifallen. Hingegen, warum
uns ein spter mifallendes Werk anfangs gefallen, erklrt sich
leicht.
		-- Jean Paul
%
Allgemeine Amtnamen wie die Polizei, die Regierung wirken mehr auf die
Furcht und Achtung als die einzelnen Namen der Beamten. So auch
L[iteratur] Z[eitung] statt eines genannten Rezensenten.
		-- Jean Paul
%
Gefhrlich fr die Menschenliebe, das Talent zu sehr zu achten und in
jedem Herzen, das man lieben will, einen besondern Kopf zu suchen. Das
Talent zeigt sich bald erschpft - und dann wird's die Liebe auch.
Eine festhaltende Liebe ist die gegen Menschen, gegen Tugend, die
nicht wie das Talent bei Wiederholung (Wiederkehr) verliert, sondern
gerade gewinnt.
		-- Jean Paul
%
Der Stolz und die Eigensucht mancher edeln Menschen verbirgt und
ertrgt sich leichter in ihrem Glcke als in ihrem Unglck. -
		-- Jean Paul
%
Etwas anders ist, wenn ein Begeisterter sich lobt oder wenn ein
Kalter; jener ist nicht eitel, er vermischt [sich] mit der Sache,
dieser macht die Sache zu sich.
		-- Jean Paul
%
Daran erkenne deine historische oder poetische Kraft: was dir so
leicht wird, da du ordentlich nach einer andern Kraftbung dich
umsiehst, dies ist deine Kraft - Und das Angeborne achtet eben nicht
das Angeborne, sondern das Anerzogne.
		-- Jean Paul
%
Wenn eine Frau sagt, sie habe diesen Mann schon von weitem am Gang
erkannt: so haben beide den Genu einer kleinen Selbergeflligkeit,
jene, da sie so erkannte, dieser ber seine Eigenheit.
		-- Jean Paul
%
Man ist leichter standhaft, wenn das Unglck zu hherem steigt, als
wenn man von einer groen Hoffnung auf einmal zu einer kleinen Furcht
herabgeworfen wird.
		-- Jean Paul
%
Wie Erfinden angenehmer als Ausarbeiten, so ist's Sprechen mehr als
Schreiben.
		-- Jean Paul
%
Es ist lcherlich, wenn ein Trunkner sein Zu-viel-Trinken verbergen
will; denn sobald er selber es merkt, so merken es andere gewi noch
eher.
		-- Jean Paul
%
Die Hlle lt sich als ein unendliches ewiges Schmachten nach
Errettung leichter in und durch ihre Schrecken malen, als der Himmel
in einem Dasein fester Wonne, welche auch die Hoffnung endigt, da sie
jede bertrifft.
		-- Jean Paul
%
Es gibt eine doppelte sehr verschiedne Hoffnung, die, welche auf
Ankunft neuer Gter hinweiset und wartet; die andere wichtigere,
welche Heilung und Vorbergang der bel erwartet.
		-- Jean Paul
%
Unter allen Menschen hat ein Frst die meiste Veranlassung und
Entschuldigung, ein Menschenfeind zu werden; die Menschen taugen
nichts, wenn man sie, anstatt zu Freunden, zu Untertnigen, Suchenden
hat.
		-- Jean Paul
%
Ich kann keine Freude ber mein Rechttun haben - z.B., da ich einem
andern sein Eigentum zurckgebe -, dies setzte etwas Schlimmes voraus;
aber ich kann eine Freude ber mein Wohltun haben; aber dann ist's
nicht etwan eine ber mein Tun und Gutsein, sondern ber das fremde
Glck und insofern ein Wert mehr.
		-- Jean Paul
%
Liebe, es sei eheliche oder jungfruliche, ist ein noch besseres
Schirm(Sieg)mittel gegen jeden Anfall auf ihre Tugend als diese
selber.
		-- Jean Paul
%
Die deutschen Damen lassen das franzsische Sprechen schon darum
nicht, weil es das einzige Wissenschaftliche ist, womit sie glnzen
knnen; so auch der gemeine Edelmann.
		-- Jean Paul
%
Wenn die Namen der Soldaten abgelesen werden; antwortet jeder mit
einer andern Stimme: hier!, die bezeichnend ist.
		-- Jean Paul
%
Was dem berhmtesten Manne wie dem mittelmigsten es so schwer macht,
einen andern so zu behandeln, da dieser zufrieden ist, ist, da er
selten bestimmt wissen kann, was dieser andere nicht blo fr eine
Meinung von sich selber hat, sondern auch von ihm. Denn nach dieser
zweifachen Schtzung richtet sich das Urteil ber das Behandeln.
Derselbe berhmte Mann kann bei einem anstoen, bei welchem er eine
groe Verehrung voraussetzt, bei einem andern, wo er eine zu kleine
annimmt usw.
		-- Jean Paul
%
Frstinnen regierten immer gut, weil sich Weiber von niemand lieber
Rat geben lassen als von Mnnern, die eignen ausgenommen.
		-- Jean Paul
%
Je grer die Stadt, desto mehr Enthusiasmus fr einzelne
(individuelle) Flle - sowie desto mehr Klte fr allgemeine.
		-- Jean Paul
%
Ist einer als ein Mann von groem Verstande bekannt: so gewinnt er in
Gesellschaft durch Schweigen mehr als durch Reden; fngt er aber
dieses an, so mu er mit dem Besten beginnen.
		-- Jean Paul
%
Verdorbne Frauen reden untereinander oder mit Mnnern tadelnd von
fremden unkeuschen Handlungen, blo um sie lnger sich vorzustellen
und vorstellen zu hren.
		-- Jean Paul
%
Eigentlich bestechen gegen die Wahrheit rechtlose Beleidigungen weit
mehr als rechtlose Schmeicheleien.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch ist nie besser und wrmer, als wenn er dem andern eine
Freude vorbereitet.
		-- Jean Paul
%
Kinder ber Eltern ausfragen spionierend: heit Briefe erbrechen, ja
noch schlimmer, da man (in Briefen) gegen den Freund nicht so viel
Schwachheiten zeigt als gegen Kinder.
		-- Jean Paul
%
Wie anders ist das Los eines Helden oder Kollegiumsmenschen oder
Frsten, welcher seine schnsten Ideale nur mit fremden Beihlfen
erreichen kann, gegen den Dichter und Weltweisen, der nur eigne
braucht. Ein Held ist in ewigem Doppelzank mit auen.
		-- Jean Paul
%
Nicht die einzelnen Anreden, sondern die zuflligen uerungen der
Eltern und die absichtlose Fortsetzung und Offenbarung eines
Charakters wirken so unglaublich auf die Kinder, denen durch ihre
Verehrung alles so fest anfliegt.
		-- Jean Paul
%
Kleine Mdchen scheinen am leichtesten gut erzogen, weil ihre Natur
nicht heftig, sondern immer furchtsam ist und also jeden Schein der
Erziehung leichter nachspiegelt.
		-- Jean Paul
%
Zum Ausfhren braucht man 1 Mann (General), der die Entschlsse von
hundert realisiert; aber zum Entwerfen, zur Ansicht einer ganzen Zeit
ist 1 Frst nicht hinlnglich; an 1 falschen Idee gehen Vlker
verloren. Daher von jeher Konsilien; daher Republiken. 100 Augen sehen
mehr als 2; aber 2 Arme tun mehr als 100.
		-- Jean Paul
%
Wer seine Gesinnungen verbergen will, langt mit bloem Verstellen
(dissim(ulare)) nicht aus, sondern er mu Anstellen (simul(are))
dazunehmen; ihr Ausdruck wird am besten durch einen Widerschein und
Annherung der entgegengesetzten verborgen.
		-- Jean Paul
%
Ich erziehe Kinder nicht zu etwas, sondern in etwas.
		-- Jean Paul
%
Den meisten Menschen, besonders den Gelehrten, fehlt zum Gutsprechen
nichts als die Freiheit zu sprechen.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe besonders - aber eigentlich berall - ist der groe Irrtum,
da man glaubt, sobald man seinen Wert, sei es schreibend oder
handelnd, dem andern feurig gezeigt und eingeprgt, man habe in den
matten Tagen des Lebens dieselbe feurige Darstellung des Innern nicht
zu wiederholen, sondern auf die erste zu bauen. Das Wiederkommen der
Zeit fodert Erneuerung des ersten Eindrucks und um so mehr, je grer
er war.
		-- Jean Paul
%
Ich fhle im Hassen des Bsen meine Seele so sehr erhoben als im
Lieben des Guten. Und jenes Hassen hat nicht(s) Unangenehm(es) bei
sich, sondern nur Kraft.
		-- Jean Paul
%
Wie man durch Beisammensein fortliebt unter der Rinde die Frau, so
auch den Freund; nur die Unterbrechung zeigt uns, wie so stark wir
lieben.
		-- Jean Paul
%
Das grte Vorurteil, da Dichter, die sich selber hingeben und
vergessen, nicht das fremde Sich auffaten und bemerkten. Sie sehen
alles, weil sie sich sehen lassen; der andere sieht wenig, weil er
wenig sehen lt.
		-- Jean Paul
%
Wenn das bloe Lesen die Leser so ausbildete: so mte man im
6. Jahrtausend zehn mal besser schreiben als im 2. Jahrtausend.
		-- Jean Paul
%
Jedes Leben, zumal eines Autors, ist wert, beschrieben zu werden, aber
nicht jeder ist wert und fhig, es selber zu beschreiben.
		-- Jean Paul
%
Knechtschaft der Vlker ist nicht so schlimm als Knechtschaft ihrer
Herrscher unter einem Oberherrscher, denn seine Knechtschaft mssen
sie bei ihrer alten unter ihm tragen.
		-- Jean Paul
%
Feinheit setzt Verstndnis voraus, [ist] also nur gegen Feine mglich
und zu ben.
		-- Jean Paul
%
In jedem Falle wird bei gleicher Anlage das falsche Vertrauen auf
Talente mehr hervorbringen als das falsche Mitrauen in sie; jenes
spannt, dieses lhmt.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe helfen groe geistige Vorzge wenig zum Glck, da sie nur
selten einwirken; aber kleine Achtsamkeiten und Angewohnheiten und
nachgebender Verstand bereiten Glck.
		-- Jean Paul
%
Jede spricht von Hmorrhoiden und niemand von Menses, kein Mann und
Weib.
		-- Jean Paul
%
Man sagt doch seine Meinung, die dem andern entgegen ist, sanfter,
miger, wenn man sie in dessen Hause sagt, als wenn man mit ihm im
fremden ist.
		-- Jean Paul
%
Die Mnner mssen den Weibern egoistischer erscheinen, weil sie
behaupten, erkmpfen, bekmpfen, herschaffen mssen und diese nur
bentzen. Jede Kraft nimmt den Schein der Ichsucht an, denn im Ich
wohnt sie ja.
		-- Jean Paul
%
An Kindern sieht man am ftersten und strksten, wie wenig die
Vorstellung der Zukunft ber anreizende Gegenwart siegt.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe schmt man sich mehr, der Gattin die geistige Liebe zu
offenbaren als die krperliche; vor der Ehe natrlich umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Jeder Mensch (z.B. Einsiedel) bildet in seiner Persnlichkeit auch
bei allem Wert etwas feines Komisches fr d(ie) andern.
		-- Jean Paul
%
Ich kann mir denken, da ein reiner Dichter einen reinen Kaufmann
begreift und schtzt sogar; aber nicht umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Wenn der Mensch seine schlimmen Anteile der Natur untersucht: so wird
er sie immer klein und fast nicht unmoralisch finden, z.B. Hitze,
Bequemlichkeit, Genuliebe, Lobsucht, und er wird mit Recht von sich
denken, da er damit nie dem andern recht verhat oder gefhrlich sein
knne. Indes, wenn diese schlimmen Partikeln durch Umstnde, Zeit,
Menschen sich verdichten, durch Zorn, bereilung aufbrausen, so kann
er den andern verhat scheinen, ohne es sich selber zu werden; oder er
kann bereuen und doch seine alte Achtung sich bewahren. Daher denn
sein Selbbewutsein. Wir bedenken gar nicht, wie die kleinste
unsittliche Partikel in uns durch Zusammenstrmen mehrerer Umstnde zu
einer Lastertat sich ausdehnen kann.
		-- Jean Paul
%
Blo bei den Tieren kann ich rein rechnen, da sie je besser gegen
mich sind, je besser ich gegen sie; bei den Menschen nicht, ja oft
umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Das Schne, was man fr den Freund im Enthusiasmus ausgedacht, gebe
man ihm nachher.
		-- Jean Paul
%
Schrittschuhfahren = jeder Schuh ist ein Schrittschuh; aber der
eiserne Schlittenschuh ist eben ein Schlittschuh.
		-- Jean Paul
%
Der Leser leiht dem Autor gewhnlich die schne etc. Lage, in der er
ihn zum ersten Male las.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen - dies beweiset die Liebe der Kinder - werden nicht zu
den Menschen erst hingewhnt, sondern nur spt(er) von ihnen
abgewhnt.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe will jeder Teil, da blo der andere anfange, pflichtmig
und edel zu sein, dann woll er sehr erwidern, ja mehr geben als nur
gegeben werde; - und unter diesem Wollen zanken sich beide fort, und
keines fngt an.
		-- Jean Paul
%
Einer kann blo dadurch, da er alle Wetterinstrumente, Regenmesser in
jeder Stunde bemerkt und aufschreibt, sich gegen alle Wetter
gleichgltig machen und froh erhalten.
		-- Jean Paul
%
Die Kinder sind nie so gehorsam, als wenn sie den Eltern etwas
geschenkt oder sonst eine Freude gemacht haben.
		-- Jean Paul
%
Das Streben nach Wahrheit macht uns zu sehr offen fr jede neue
Ansicht.
		-- Jean Paul
%
Ein Kritiker verdeckt seine Drftigkeit des Urteils am besten, wenn er
ein ganzes sthetisches Jahrhundert mustert und durch kurze Urteile
ber bedeutende Gren deren Motivierung verbirgt oder ersetzt, weil
man das Interesse an seinem Gegenstande mit dem Interesse an ihm
vermengt.
		-- Jean Paul
%
Man denkt vom Verstand eines Menschen zu hoch, dessen Idiom man nur
halb versteht.
		-- Jean Paul
%
Mancher sollte sich fragen, was er mit dem Leben machte, wenn ihm Gott
Hunger, Durst und alle Lust- und Schmerzgefhle nhme, ob er es nur
begehrte oder ob er nicht lieber Lcken begehrte, um sie nur zu
fllen.
		-- Jean Paul
%
Man darf nur grob sein, so wird's der andere auch; nichts wird
leichter auf der Stelle sogar dem Feinde nachgeahmt als Grobheit.
		-- Jean Paul
%
Man verteile und zerse eine schwere Arbeit nicht in verschiedne
Zeitrume - die Wichtigkeit beginnt und drckt immer von neuem -,
sondern man mache sie auf einmal ab, da die Rume ohnehin mehr
neuanfangenden Kraftaufwand begehren.
		-- Jean Paul
%
Nicht durch Dichter, sondern durch Leben mu man sich zum Dichter
bilden, wie man nicht auf dem glatten Eise zu schnellem Fahren
ausholt, sondern auf dem holper(ichten) Boden.
		-- Jean Paul
%
Das eigentlich Originelle am uern Leben ist alles, was man Fremdes
tut, ohne das Gefhl, da es andern fremd vorkommen werde.
		-- Jean Paul
%
Ich komme leichter mit wahren Spitzbuben aus zu meinem Vorteil als mit
wahren liberalen Menschen, welche mich zu meinem Nachteile bezaubern;
denn ich kann ihnen nicht unhnlich sein.
		-- Jean Paul
%
Die meisten Menschen schlieen aus einer Begebenheit und Handlung die
Zukunft; aber die rechten Historiker schlieen daraus die
Vergangenheit. Jene gehen nur vor-, diese rckwrts, erraten aber
desto mehr vorwrts.
		-- Jean Paul
%
Die meisten glauben durch die Heftigkeit ihrer Behauptung, diese
strker dem andern einzudrcken - und ihr eignes heftiges Gefhl
mitzuteilen -; aber umgekehrt, durch einfach kaltes Behaupten teilt
man das eigne strker mit.
		-- Jean Paul
%
Im Leben ist der Englnder freier, im Schreiben pedantischer als der
Deutsche, der gerade auf dem Papier die republikanische Rolle spielt.
		-- Jean Paul
%
Bei Leidenschaft errat ich den Menschen mehr aus dem Ton als aus der
Rede, der Stimme-Ton ist schwer zu verbergen oder zu verheucheln.
		-- Jean Paul
%
Freiheit.
Ich fhle etwas in mir, da ich sogar der Religion und des Himmels
wegen nicht sklavisch sein wie ein Hermes, sondern Freiheit behalten
wrde, auf Kosten verdammt zu werden. Kein Wesen mit Bewutsein kann
seinen Wert - woher er auch sei - verleugnen, und sogar das Hingeben
ist nur freier und also freibleibender Entschlu.
		-- Jean Paul
%
Zehn Ksse werden leichter vergessen als ein Ku.
		-- Jean Paul
%
An und fr sich ist jeder originell, weil er individuell ist; aber
nicht jeder hat den Mut, er selber zu sein und zu scheinen; nur der
Krftige oder Berhmte oder Reiche hat ihn, weil er des Scheins
entbrigt sein kann.
		-- Jean Paul
%
Junge Leute sehen in ihrer Entwicklung das Neue des Zeitalters auch
fr Entwicklung an und verwechseln sich mit der Zeit und halten daher
alles Neue fr so gut als sich und ergreifen es.
		-- Jean Paul
%
Wie[viel] Genies mgen erst unter dem weiblichen Pbel verlorengehen,
da doch die mnnlichen einige Mittel der Emporhebung haben.
		-- Jean Paul
%
Jeder wei es, wo er sein Rechtes Krftiges hat - und daraus wr er
auch nicht zu treiben - aber eben darum will er von seiner Hhe herab
noch fremde Ebenen erobern, zu seinem Hchsten noch allerlei dazu
gewinnen - und dadurch, durch ohnmchtiges Streben einer vorigen
Macht, wird er lcherlich.
		-- Jean Paul
%
Der Gelehrsamkeit ist keine Grenze d(er) Vergr(erung)
vorgeschrieben; aber wohl dem Scharfsinn.
		-- Jean Paul
%
Man sollte denken, wenn ein Professor die ganze Woche in abstrakten
Lehren zubringt, da sein Tiefsinn unendliche Tiefe gewinnen mte und
der Scharfsinn Schrfe; aber es trifft nicht zu; Jahre, nicht bungen
setzen die Grenze.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber gehen gern, um bessern Platz zu gewinnen, eine Stunde
frher in Konzert und Theater; aber eigentlich fangen beide fr sie
schon an, sobald sie nur ankommen und sich niedersetzen; denn ihr
Sprechen verfrhet ihnen die Musik und das allmhliche Ankommen der
Zuschauer das Schauspiel.
		-- Jean Paul
%
Kinder lieben am meisten in Mrchen Vergrerungen und Verkleinerungen
gewohnter Gegenstnde; sie knnen dann leicht diese in alle neue
Verhltnisse setzen und der Phantasie den weitesten Spielraum auftun.
		-- Jean Paul
%
Gegen eine Fehlschlagung eines Plans gibt's keinen bessern Trost, als
auf der Stelle einen neuen zu machen oder bereitzuhalten.
		-- Jean Paul
%
Nur die Ehe wird am glcklichsten, wo man die grten Vorzge in ihr,
nicht vor ihr entdeckt. Daher d(as) Heirat(en) eines Dichters so
milich.
		-- Jean Paul
%
Das gemeine Volk, die Mgde etc. wollen durch ihre Kleidung nicht
verfhren, sondern nur glnzen; daher der Stoff ihnen zehnmal lieber
als die Form.
		-- Jean Paul
%
Bei Schriftstellern in einer groen Stadt (Berlin) und Zirkeln ist
schwer nachzuweisen - sogar von ihnen selber -, wieviel ihnen von
ihren Ideen gehrt, da sie tglich gedruckte kommentiert hren, neue
darber, dagegen etc.
		-- Jean Paul
%
Sich an die Stelle eines andern setzen - wird so allgemein ohne nhere
Einschrnkung gesagt. Wohl kann man sich in eine einzelne fremde
Eigenschaft und Lage setzen, z.B. eines Zornigen; aber jenes Wort
bedeutet noch 2erlei, a) sich in den ganzen moralischen Charakter
eines andern setzen, was nur ein Dichter kann, b) sich in dessen
intellektuellen setzen, was ebenso schwer; setze dich z.B. in den
ganzen Umfang gelehrter, philosophischer, sthetischer Anschauungen
eines Menschen.
		-- Jean Paul
%
Jeder sollte sich eine berseh-Stunde seines Tags oder Treibens
whlen, und zwar nicht eine spazierende im Freien, sondern eine dunkle
in der Dmmerung, wo nichts ihn durch seine Sinnen unterbricht.
		-- Jean Paul
%
Grnde (z.B. bei Max ber kurzen Rock) wirken nur gegen Grnde, aber
nicht gegen Empfindungen, gegen die wieder nur Empfindungen wirken.
		-- Jean Paul
%
Manche Autoren zeigen sich der Welt klter und schrfer, als ihr
Mensch ist, z.B. Lichtenberg; desto wrmer bleibt die bedeckte
Quelle. Andere treiben ihre Wrme heraus und erklten sich durch
fremdes Erwrmen.
		-- Jean Paul
%
Kein Mensch kann durch sein Leben so viel intensive Freude machen als
sein Verlust intensiven Schmerz, weil das Leben jene ausdehnt, der Tod
diesen konzentriert. Alle Freuden, die einer gegeben, und die
zuknftigen dazu vereinigen sich bei dem Verlust zu 1 Schmerz.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe (wie in der Freundschaft und berall) hilft kein Wohltun
und Beschenken, sobald die Persnlichkeit beleidigt ist anstatt
verehrt. Keine langen Geschenke machen wrtliche Verkennungen des
Augenblicks gut.
		-- Jean Paul
%
Nur die Jugend ist offenherzig ber sich und wahr; das Alter verbirgt
aus Anstand.
		-- Jean Paul
%
Man ist nie liebenswrdiger, als wenn man geliebt wird.
		-- Jean Paul
%
Nicht die Freuden, sondern die Leiden verbergen die Leere des Lebens.
		-- Jean Paul
%
Bemerkungen ber den Menschen.
Alle die in Rochefouc(auld), la Bruyre sind unmglich zu behalten, zu
ordnen, anzuwenden, sondern sie sollen blo im allgemeinen den Blick
schrfen und ihm eine gewisse Richtung geben.
		-- Jean Paul
%
- Schnee, der sich leicht ballen lt, schmilzt bald.
		-- Jean Paul
%
Das Selblob mifllt, sogar wenn es die Wahrheit ausspricht, doch
darum, weil man voraussetzt, der Sprecher verberge aus Bescheidenheit
noch etwas, nmlich ein greres Lob, als ihm gehrt.
		-- Jean Paul
%
Man mu nie vor einem ein Wortspiel mit seinen Namen (z.B. Markus)
machen, da jedes ihm lngst im Leben vorgekommen sein mu.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen wollen immer, die Zeiten (Lnder) sollen besser werden
(sich bessern), und klagen doch, sobald sie anders werden (sich
ndern), als knnte eines ohne das andere sein.
		-- Jean Paul
%
Zum bestechendsten Beweis einer Meinung wird uns oft ihre Neuheit,
sobald diese alte Ansichten nicht verschliet, sondern weiter ffnet.
		-- Jean Paul
%
Die Tugend, sogar eines gemeinen Mdchens, ist verschieden, ob man
sich fr verheiratet oder unverheiratet ausgibt.
		-- Jean Paul
%
Einer, der aus stillem Egoismus uns berall lobt und alles an uns,
verlre alle seine Unparteilichkeit, die wir ihm wegen seines Lobs fr
uns zuschreiben, wenn wir ihn die andern loben hrten, d. h. jeden.
		-- Jean Paul
%
Kurz vor dem Abreisen sowie kurz nach dem Ankommen verschnert sich
uns unser Wohnort.
		-- Jean Paul
%
Die Jungfrau heiratet im Dichter den Dichter, im Knstler den
Knstler; aber in der Ehe wei sie so wenig von diesem als ein Mann,
der eine Sngerin geheiratet htte; alle Verhltnisse sind nur die
eines Mannes. Nur einige Weiber - wie Wielands, Drers - schtzen und
pflegen im Manne den Knstler, je weniger sie selber von seiner Kunst
verstehen, aber von ihr erwarten konomisch.
		-- Jean Paul
%
Die Ehemnner mssen so oft in Begeisterungen oder Exaltation entweder
durch Arbeiten oder durch Trunk, welche bei den Weibern wegfallen, mit
diesen verkehren.
		-- Jean Paul
%
Auf das Volk mu die vornehme Busenble so wirken wie auf den
Vornehmen die gemeine Wadenble.
		-- Jean Paul
%
Sogar nach Belgen traut man doch wieder Wahrheit zu. Aber nach
Grausamkeit erwartet man keine Milde mehr.
		-- Jean Paul
%
Alte, wie Montaigne, sprechen leicht zu obszn, weil sie keine
Versuchung mehr fhlen und berhaupt mit den Ideen zu vertraut und
dabei alt geworden sind.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber machen ber die Empfindungen ihrer Liebe die feinsten
Bemerkungen; ohne sich doch eigentlich selber anzuschauen - so wie ein
Psycholog darum doch nicht die grte Selbstkenntnis haben kann.
		-- Jean Paul
%
Gerade dies beweist die Kraft des Kopfes, was er aus einem kleinen
Gegenstande witzig, philosophierend macht ohne fremde Belehrung; nicht
aber sein Hinzutun von Kenntnissen, Erluterungen usw. - z.B. ber
Mdchen wird der Jurist, Arzt, etc. zu sprechen wissen; aber anders
der Witzige und Umsichtige.
		-- Jean Paul
%
Man darf immer Mitrauen haben, nur keines zeigen.
		-- Jean Paul
%
Nicht geniale Einseitigkeit, sondern talentvolle Mehrseitigkeit (wie
bei Stainlein) fhrt im Geschftleben zu hohen Posten; jene schliet
aus.
		-- Jean Paul
%
Ach das Alter gibt Einsamkeit, geistige; nur die Jugend Geselligkeit.
		-- Jean Paul
%
An d(er) Geliebten wird der alltgliche wiederkommende Wert fr hoch
gehalten, die dazwischenfallenden Ausnahmen davon fr klein oder nur
Laune. An der Frau - wie berhaupt an Mann und Magd und Freund - wird
das Gute, was seinen Charakter ausmacht und immer erscheint, fr
notwendig gehalten und kaum berechnet (auer nach dem Tode etc.), aber
die Ausnahmen desto mehr und fast allein und berwiegend.
		-- Jean Paul
%
In der Ehe das Miverhltnis, da die Begeisterungen des Mannes und
der Frau nicht ineinandertreffen; der Mann von der Arbeit begeistert,
sie davon erschpft, und so nach Tagzeiten umgekehrt.
		-- Jean Paul
%
Jeder wird wider Willen originell, der sich's bequem macht und nach
dem Scheine nichts fragt.
		-- Jean Paul
%
Die nrrischen Menschen! Zum anerkannten Genie kommen sie, nicht um zu
hren, sondern um sich hren zu lassen. Zum Dunse, gleichfalls um zu
reden. Wann will denn einer hren? - Da, wo er eine Lcke findet, die
ihn am weiteren Reden hindert.
		-- Jean Paul
%
Keine schmerzhaftere Empfindung, als wenn man froh zu machen suchte
und doch nicht froh machte (wie bei Weihnachtgeschenk).
		-- Jean Paul
%
Nichts ist schner im Enthusiasmus zu lieben, als Kinder; denn die
Liebe verlangt von ihnen nicht einmal die Liebe, sondern ihr Glck.
		-- Jean Paul
%
Der Mensch hat ein eignes selbgeflliges Wohlgefhl, wenn er eine
Beleidigung erzhlen kann, die man ihm angetan.
		-- Jean Paul
%
Wer die Welt nicht kennt, setzt bei jeder, zumal scharf und gut
ausgedrckten Meinung oder Satz voraus, ihr stehe im Hinterhalte ein
langes System und Prfen, indes sie eben jetzo erst gefunden, wiewohl
doch auch in solchem Falle viel Vorrat im Hinterhalte liegt.
		-- Jean Paul
%
Die juristische Regel, sich mit keinem berflssigen Beweise zu
beladen, lernt man spter auch in unjuristischen Fllen und Briefen
befolgen, wo man andere bestimmtere uerungen, die nicht eben zur
Sache gehren, unterlt und allem noch freien Spielraum lt.
		-- Jean Paul
%
Den mitrauischsten Egoisten kann man stundenlang von sich zu sprechen
veranlassen, ohne da er das Veranlassen merkt.
		-- Jean Paul
%
Was am leichtesten hartherzig macht, wenigstens das Abschlagen zu sehr
erleichtert, ist, wenn man gewi ist, da man nicht allen helfen kann.
		-- Jean Paul
%
Den Weibern merkt man nie die geheimen stolzen Ansprche an - leichter
die eiteln -, weil sie alles gemildert und schchtern zeigen. Eine
Sanfte kann sich fr die Vornehmste und Klgste halten.
		-- Jean Paul
%
Lichtenbergisch.
Wenn man nur einmal alle die allgemeinen Bemerkungen der Diener und
Kammerjungfern ber ihre Herrschaften sammelte, ber ihre
Vergelichkeit, Unredlichkeit etc.: so wre doch etwas von der
Ab(Gegen)seite der Welt da.
		-- Jean Paul
%
In den Aufstzen der Primaner wird die Flucht des Lebens, die Sorge
der Mnnlichkeit etc. so stark geschildert, als sei der Schler selber
darin; aber die Jugend malt die Eitelkeit und das Sterben, ohne es
anders als poetisch und nachgelesen zu empfinden. - Aber eben dies
bezeugt das Nachsprechen der Leserei; ein lebensfroher Jngling
spricht so lebensatt wie ein Alter, indes er gerade unter dem
Schildern des Abblhens mehr erblht. - Wie anders der Mann oder
Greis, der ungern davon spricht, weil er's schon fhlt.
		-- Jean Paul
%
Eine moralische Schamhaftigkeit - und eine der Gewohnheit. Letzte hat
der unverschmteste Mann, der sich von einem Unbekannten oder gar
einer Unbekannten nur mit Schrecken in einer natrlichen, an sich
unschuldigen Handlung betreffen lt.
		-- Jean Paul
%
Alles in den Weibern mu sich ja auf Eitelkeit und Kleider lenken, da
sie immer nhen, also immer etwas von Kleidern in Hnden haben, wenn
auch nicht am Leibe.
		-- Jean Paul
%
Man geniet und fhlt den Reichtum nur in der Minute, wo man ihn
unverhofft bekommt; darauf wird er zu Armut.
		-- Jean Paul
%
Nichts vermehrt die Liebe gegen eine ferne Person mehr, als wenn
Fremde, andere von ihr sprechen, lobend, ja nur erzhlend.
		-- Jean Paul
%
Je mehr Vorzge an einem Menschen anerkannt werden, desto mehr neue
will er dazusetzen und dichten, aus Gefhl seiner Unvollendung.
		-- Jean Paul
%
Die Gleichheit der modischen Kleidung bildet den Trgern auch
Gleichheit der Ausbildung ein.
		-- Jean Paul
%
Vergleiche einmal die Opfer und Liebezeichen, die dir die Ehefrau
bringt, und deine kalten Billigungen davon, mit den Opfern, die eine
Geliebte bringt, und mit deinem Enthusiasmus darber.
		-- Jean Paul
%
Man wird in der Freundschaft und der Liebe leicht Heuchler, der
bertreibt, wenn man das strkste Bedrfnis und Gefhl beider hat und
den Gegenstand dazu entbehrt; und doch falschen dafr sucht und nimmt.
		-- Jean Paul
%
Wie sehr auch jeder den Knstler, Philosophen, Helden achte (und ihm
sich opfern will) und den Weltwohltter: so bringt er doch, sobald er
dessen Freund, Gatte etc. wird, nicht mehr das Allgemeine in Anschlag,
sondern nur sein bestimmtes Verhltnis; und derselbe Leser, der fr
den Dichter sterben will, wird, wenn er dessen Freund, Frau etc. ist,
nicht die kleinste Unlust ihm ersparen. Selten weihen sich die
Menschen dem Allgemeinen, noch seltener opfern sie sich denen, die
sich ihm weihen. Daher frage kein Autor nach Briefen voll Lob.
		-- Jean Paul
%
Wenn ihr verbietet, das zu tadeln, was man nicht besser machen kann:
so darf man auch nicht loben, was man nicht nachmachen kann; denn das
Lob setzt die Kraft zu tadeln voraus.
		-- Jean Paul
%
Weiberlaunen mit Mnnerlaunen durcheinandergeknetet, dies gibt hohen
schwellenden Sauerteig, den jede Wrme nur hebt.
		-- Jean Paul
%
Nur der steigende, nicht der stehende Ruhm erfreuet; whrend des
letzten sind nur die Schmerzen des angegriffnen.
		-- Jean Paul
%
Je kleiner die Stadt, desto kleiner erscheint darin der Grere; sie
hat einen zu kleinen Mastab.
		-- Jean Paul
%
Gefallsucht und wahre Erhebung ber den Schein knnen beide bei drei
verschiednen Auenseiten herrschen - denn es kommt eben nur auf das
Innen an -, a) bei Schn-, b) bei Mittel-, c) bei Nieder-Anzug und
uerliches.
		-- Jean Paul
%
Um sich besser kennenzulernen als aus den eignen Handlungen, mu man
auf die erste pltzliche Freude oder Betrb(nis) merken, die uns bei
einem Antrag, Erzhl(ung) etc. aufsteigt und die wir gewhnlich
schnell besiegen.
		-- Jean Paul
%
Nur der Dichter und Philosoph sieht die Torheit im Allgemeinen und
berall - der Geschftmann sieht nur die Torheiten und Abweichungen
seines Gewerbs, seiner Kaste, der Jurist juristische; aber nicht das
allgemeine Trichte, das allen Menschen zum Grunde liegt.
		-- Jean Paul
%
Der Mathematiker, Philosoph, Linguist etc. kann, so berhmt er auch
sei, doch nicht mit seinen Gaben jedermann und augenblicklich
erscheinen; aber von einem berhmten Dichter allein fodert man die
ganze Erscheinung des Menschen; warum? - weil er immer den Menschen
schildert, und jedes beste Geschilderte sein soll - als ob er
persnlich und augenblicklich das hchste uerlich darstellen knnte,
was er in Begeisterung schwer aus dem Innern unter den gnstigsten
Verhltnissen emporhebt. vid. 14.
		-- Jean Paul
%
Ein lange Reisender kann am leichtesten in der Verblendung ber seinen
Wert bei andern bleiben, weil er bei diesen nur kurz, in wenigen
Verbindungen ist und sich sein Mi[ver]hltnis nicht so steigern kann,
da man es ihm offenbart.
		-- Jean Paul
%
Unmittelbar nach der Ausbung eines Amtes - z.B. nach Ende einer
Predigt, einer Vorlesung, einer Gassenausrufung - hat der Mensch ein
nrrisches Gefhl der Selbstausdehnung und kann gar nicht wieder recht
zu seiner vorigen kleinen Zusammenfaltung kommen, wie Regenschirme
nach dem Gebrauch ausgespannt dastehen.
		-- Jean Paul
%
Wenn ein Ehemann oder Vater mit dem Tadel bei kleinen
un[ab]nderlichen Unannehmlichkeiten herausfhrt, der, wie er selber
wei, zu nichts ntzt: so ist diese Explosion nur die kleinere eines
Fluchs, der auch nicht helfen, nur erleichtern soll.
		-- Jean Paul
%
Die Mnner haben im Zorn mehr Mitleid, die Weiber vor- und nachher.
Habt ihr je eine Frau mitten im Zorne einhalten sehen?
		-- Jean Paul
%
Seltsam ist's, da die nied(ern) Menschen noch desto mehr Tugenden
erwarten, je hher der Stand ist, und da sie sich ber die
Ausschweifungen eines Frsten etc. wundern, anstatt sie
vorauszusetzen. Gerade im nied(ern) Stande sollte man sich ber alles
Schlechte verwundern.
		-- Jean Paul
%
Am leichtesten lernst du einen Menschen kennen, wenn du ihn tadelst,
oder - da der andere Weg offner steht - wenigstens in geringerem
Grade, wenn du ihn lobst.
		-- Jean Paul
%
Kein groer Philologe hat ein poetisches oder philosophisches
Meisterstck geschaffen; man ist nur froh, wenn er seine Sprache halb
so gut schreibt, als er die fremde versteht.
		-- Jean Paul
%
Man ist dem andern, den man tadelt, hnlicher und dem, den man lobt,
unhnlicher, als man glaubt.
		-- Jean Paul
%
Stets rechnet und berechnet der Mensch in seine Gegenwart die Zukunft
hinein. Nach dem lngsten Tage sprt er nicht die halbe Freude, als er
nach dem krzesten fhlt, weil dort die Zukunft die Verkrzungen der
Tage, hier die Verlngerungen ansagt.
		-- Jean Paul
%
Es ist der grte Irrtum, zu lebhafte Menschen (wie Messerschmidt) fr
unbefangen und wahrhaft zu halten.
		-- Jean Paul
%
Eine Sache vermgen die Weiber nicht, dieselbe Drohung 12mal
hintereinander zu erfllen.
		-- Jean Paul
%
Den allerwenigsten Menschen ist beizubringen, da Bcher, die viele
andere nicht verstehen, von ihnen gleichfalls unverstanden bleiben.
		-- Jean Paul
%
>Da mein Sohn immer fleiig, rechne ich ihm gar nicht an bei der
Berechnung seiner Vorzge - ein anderer Vater wrde, wenn der Sohn
sich zum Flei bekehrte, die Bekehrung unter die grten Vorzge
setzen.< So nehmen stets die Menschen in die Rechnung der Vorzge
nicht einen alten langen Wert hinein, sondern erst von diesem datieren
sie die Rechnung. So Frau mit Mgden; Gattin mit Gatten.
		-- Jean Paul
%
Von Feinden Vorwrfe hren, lehrt und bekehrt und wirkt nicht; aber
wohl von Freunden. Ein Mann wie Emanuel kann jahrelang die hrtesten
Vorwrfe seiner Feinde erfahren, sie knnen nicht auf ihn wirken, da
er sie verachtet und vernichtet. Aber dieselbe Rede eines
gleichgestimmten Freundes griffe anders an.
		-- Jean Paul
%
Zwei Menschen begleiten einander im Finstern gegen die
Gespensterfurcht; aber eigentlich das geheime Gefhl nicht, da einer
dem andern gegen d(ie) Geist(er) beistehen knnte, sondern dies, da
die Gegenwart eines Menschen die Phantasie hindert, ihre Gespenster
auszuweben und zu lebhaft auszumalen.
		-- Jean Paul
%
Weibliche Herzen = Schnee; man merkt bei der strksten langen Wrme
kein Schmelzen, mehr ein Verdichten; pltzlich ist er aufgelset.
		-- Jean Paul
%
In der ganzen Gelehrtenhistorie noch kein Beispiel, da in einem
Streite - z.B. Leibniz und Clarke - einer sich von dem andern fr
widerlegt erklrt htte, nicht einmal zur Hlfte widerlegt.
		-- Jean Paul
%
In Rcksicht der Geschlechtsnden scheint auch der offenste Mensch ein
Heuchler zu sein; aber blo weil er verbirgt, was alle verbergen,
sogar das Erlaubte, und weil jeder weniger sinnlich scheinen mu, als
er ist.
		-- Jean Paul
%
Derselbe Mann, der mich besucht, zeigt sich ganz anders, als wenn ich
ihn besuche. Beide Verhltnisse geben erst den Durchschnitt seines
Charakters. Ja wieder anders zeigt er sich im Begegnen auf der Reise,
wo er weder Gast noch Wirt ist, sondern nur Erdbrger.
		-- Jean Paul
%
Es ist weit mehr Heuchelei in der Welt, als man glaubt und als selber
die Heuchler glauben; denn sie halten nicht andere fr Heuchler.
		-- Jean Paul
%
Zweimal lgen die Menschen, so oft sie sagen: ich habe ber soundso
viel verloren, das zweite Mal: ich habe weit unter 100 fl.
eingenommen. berall ist bei ber, unter, nahe, weit und an gerade
das Gegenteil zu verstehen. Nur die gerade Zahl wrde das Richtige
sein.
		-- Jean Paul
%
Das bertreiben liebender Worte macht in der Ehe gar nicht das
bertreiben tadelnder gut, sondern dieses berma vernichtet die
Wirkung des andern; von allen Aufwallungen lassen nur die zornigen den
dickern Bodensatz.
		-- Jean Paul
%
Das erste, wornach ein Mensch bei irgendeinem Unfall sucht - sei er
durch Tiere, Materien oder Menschen geschehen -, ist ein lebend(es)
freies Wesen, dem er etwas davon schuld geben kann, um sich dann zu
rchen.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen geben auf den oben herab bellenden Hund acht, nicht auf
den unten.
		-- Jean Paul
%
Von der Glut eines jungen Autors - zumal mitten in seinen Schpfungen
- hat gar kein Groer in seinem abmattenden und abgematteten Leben nur
einen Begriff; und jeder frchtet sich doch vor der krftigen
Erscheinung.
		-- Jean Paul
%
Der Vernderliche macht und findet Vernderliche gegen sich selber.
		-- Jean Paul
%
Wenn ein Jngling den Taufnamen der Geliebten nicht wei, Zeichen, da
er sie noch nicht recht liebt.
		-- Jean Paul
%
Gerade in kleinen Stdten wird der gute bescheidene Mensch am
stolzesten, weil er doch niemand hat, womit er sich vergleichen will.
		-- Jean Paul
%
Um berall geliebt zu werden, schone man nur die schwachen Seiten
d(er) Menschen; die starken schonen hlfe nichts und wre sogar
unrecht, im Falle diese bse sind.
		-- Jean Paul
%
Man wrde jedem seine Eigenheiten gern hingehen lassen, wenn er sie
nur nicht zugleich zu seinen Vorzgen adelte; erst dann fngt der
Tadel an.
		-- Jean Paul
%
Die strksten und gefhrl(ichsten) Streitigkeiten in der Ehe sind in
den ersten Jahren - teils ber Kindererziehung, teils, weil die ersten
hohen Foderungen der Liebe sich noch nicht ins Gleichgewicht mit dem
Alltglichen gesetzt haben -; spter werden die Strme kleiner und
verschwinden endlich in Ruhe oder in Gleichgltigkeit.
		-- Jean Paul
%
Man sollte glauben, da ein Leser mit solcher Teilnahme die strksten
Liebereden zweier Liebenden aufnimmt, es mss' ihm ebenso bei dem
Anhren hnlicher in der Wirklichkeit sein; er msse gar vor
Entzckung nicht zu bleiben wissen, wenn er hinter einer Laube den
wahrsten Feuerstrom der Liebe anhrt, oder wenn endlich der Liebende
zum Kusse gelangt. Inzwischen wird er so wenig warm davon, da er sich
blo erkltet. Aber der Unterschied ist: nicht bei der gehrten,
sondern nur bei der gelesenen Liebe kann er sich zum Liebhaber machen
und das Mdchen zur Geliebten. Daher kann eine gedruckte Liane
1000 Albanos beglcken - so ein gedruckter Werther 1000 Lotten.
		-- Jean Paul
%
Die Weiber bedenken nicht - um uns mehr zu schonen -, welche wilde
Herz auflsende Untersuchungen der Mann in den Wissenschaften
durchzugehen hat, wo freilich nicht so viel v(om) unbefangnen Herzen
brigbleiben kann wie bei ihnen, die sich immer im Ganzen sehen.
		-- Jean Paul
%
Zur sinnlichen Liebe ist bei den meisten leicht zu gelangen; aber
schwer bei wenigen ist die rechte zu erwerben.
		-- Jean Paul
%
Wie wenig knnt ihr euch auf die moralische Kraft und Fortwirkung auch
der strksten Empfindungen verlassen, wenn ihr die Entzckungen des
Wiedersehens und neuen Wiederliebens nach einer Abwesenheit
zusammenhaltet gegen den nchsten Frost und Zank der Gegenwart.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen denken sich, um den andern zu etwas zu berreden, nur in
dessen uere Lage mit ihrer Seele hinein, aber nicht in dessen innere
oder Seele; daher kein Begreifen und kein Einwirken.
		-- Jean Paul
%
Nur Reisen verwandelt das Spiebrgerliche und Kleinstdtische in
unserer Brust in etwas Weltbrgerliches und Grostdtisches.
		-- Jean Paul
%
Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist.
		-- Jean Paul
%
Eine Religion nach der anderen lscht aus, aber der religise Sinn,
der sie alle schuf, kann der Menschheit nicht gettet werden.
		-- Jean Paul
%
Das Unglck der Erde war bisher, da zwei den Krieg beschlossen und
Millionen ihn ausfhrten und ausstanden, indes es besser, wenn auch
nicht gut gewesen wre, das Millionen beschlossen htten und zwei
gestritten.
		-- Jean Paul
%
Im lngsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und
Unwahrheit als im krzesten Kriege.
		-- Jean Paul (Friedenspredigt)
%
Nichts ist gefhrlicher als zwei Menschen auszushnen; sie zu
entzweien ist viel sicherer und leichter.
		-- Jean Paul
%
Wenn einem Schriftsteller andere bedeutende Leute recht ihren Wert zu
zeigen suchen und des seinigen gar nicht erwhnen; so glaub er nicht,
da sie ihn nicht achten, sondern umgekehrt glaub er, da sie aus
Achtung fr ihn, die seinige fr sich zu erwerben trachten.
		-- Jean Paul
%
Man sollte nur die Gegenmeinungen des andern nicht entgegengesetzt den
eignen betrachten, sondern als Meinungen fr sich: so wrde man sie
ebenso leicht dulden, als man allen Aberglauben der Wilden und der
Kirchengeschichte vergibt.
		-- Jean Paul
%
Dem Aberglauben wachsen die Federn, der Zufall mag ihm dienen 
oder schaden.
		-- Jean Paul (Leben Quintus Fixlein)
%
Der Aberglaube ist das ungeheure, fast hilflose Gefhl, womit der
stille Geist gleichsam in der wilden Riesenmhle des Weltalls betubt
steht und einsam.
		-- Jean Paul (Vorschule der sthetik)
%
Der so genannte Aberglaube verdient als Frucht und Nahrung des 
romantischen Geistes eine eigne Heraushebung.
		-- Jean Paul (Vorschule der sthetik)
%
Der Krper ist der Panzer und Krass der Seele. Nun, so werde 
dieser vorerst zu Stahl gehrtet, geglht und gekltet.
		-- Jean Paul (Levana)
%
Krperliche Abhrtung ist, da der Krper der Ankerplatz des Mutes 
ist, schon geistig ntig.
		-- Jean Paul (Levana)
%
Nur in den Minuten des Wiedersehens und der Trennung wissen es die
Menschen, welche Flle der Liebe ihr Busen verbarg, und nur darin
wagen sie es, der Liebe eine zitternde Zunge und ein berflieenden
Auge zu geben.
		-- Jean Paul
%
Die Menschen verraten ihre Absichten nie leichter und strker, als
wenn sie sie verfehlen.
		-- Jean Paul (Titan)
%
Der Adel kann uns in allem bertreffen, nur nicht in der Mehrheit.
		-- Jean Paul, Dmmerungen fr Deutschland 
%
Evolution ist die Entwicklung vom Tmpel in den Fernsehsessel.
		-- Erwin Pelzig
%
Der Weitsprungweltrekord hat sich in hundert Jahren um 1.50m verbessert.
Ist das Entwicklung?
Wenn das so weitergeht brauchen wir etwa noch 180000 Jahre, um nennenswerte
Strecken springen zu knnen.
Besser ist es beim Hammerwerfen.  Da betrgt der Zuwachs 40m.
Das ist aber auch wieder typisch menschlich, denn Hammerwerfen
ist wohl eine der sinnlosesten Ttigkeiten.
Wer wirft schon Hmmer?
		-- Erwin Pelzig
%
Bill Gates wird nicht wiedergeboren.  Der wird nur neu formatiert.
		-- Erwin Pelzig
%
Wenn Bill Gates stirbt ist das wie ein Warmstart.
		-- Erwin Pelzig
%
Ethik ist wie Religion, nur ohne Weihnachten.
		-- Erwin Pelzig
%
Verlassen Sie bitte das Universum so, wie sie es vorfinden mchten.
		-- Erwin Pelzig
%
Pdagogik ist die Art, wie man zuschlgt.
		-- Erwin Pelzig
%
Toleranz ist eine Geisteshaltung, die andere annehmen mssen, damit sie
endlich so denken wie ich.
		-- Erwin Pelzig
%
Image ist das, was man braucht, wenn man fr andere so aussehen will,
wie man gerne wr.
		-- Erwin Pelzig
%
Marketing ist ein englisches Wort.  Zu deutsch heit das:
Hauptsache 's Maul wackelt.
		-- Erwin Pelzig
%
Wenn die Kriege und Katastrophen sind, dann kommen immer die Experten.
Ich frage mich nur: Wo waren die alle vorher?
Und was das dann fr Leute sind.  Jeder, der einmal eine Postkarte
aus gypten bekommen hat, kann sich bei der Christiansen in den Sessel
flacken.
		-- Erwin Pelzig
%
Ohne Bildung kann man ja heutzutage berhaupt nichts mehr werden -
auer vielleicht amerikanischer Prsident.
		-- Erwin Pelzig
%
Wer A sagt, wird auch Au sagen.
		-- Zarko Petan
%
Volksmassen sind wie Lawinen, schon ein Schrei kann sie in Bewegung
setzen.
		-- Zarko Petan
%
Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.
		-- Zarko Petan
%
An Kindern gefllt mir der Produktionsproze am besten.
		-- Zarko Petan
%
Impotenz ist die beste Form der Empfngnisverhtung.
		-- Zarko Petan
%
Die Historiker verflschen die Vergangenheit, die Ideologen die
Zukunft.
		-- Zarko Petan
%
In einer dirigierten Wirtschaft leben nur die Dirigenten gut.
		-- Zarko Petan
%
Der Weg zum Erfolg ist mit fremden Mierfolgen gepflastert.
		-- Zarko Petan
%
Der ehrgeizige Brokrat trumt davon, da seine Feder eines Tages zur
Lanze befrdert wird.
		-- Zarko Petan
%
Augen sind fr gewhnlich ein Vergrerungsglas fr fremde Fehler.
		-- Zarko Petan
%
Das einzige, was ich in meinem Leben bedauere, ist, keine Comics
gezeichnet zu haben.
		-- Pablo Picasso
%
Frauen, die wenig Reize haben, neigen besonders zur Tugendhaftigkeit.
		-- Pablo Picasso
%
Kunst wscht den Staub des Alltags von der Seele.
		-- Pablo Picasso
%
Das Flstern einer schnen Frau hrt man weiter als den lautesten Ruf
der Pflicht.
		-- Pablo Picasso
%
Ich wrde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld.
		-- Pablo Picasso
%
Eine Kunstrichtung hat sich erst dann durchgesetzt, wenn sie auch von
den Schaufensterdekorateuren praktiziert wird.
		-- Pablo Picasso
%
Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Knstler ist
dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt.
		-- Pablo Picasso
%
Genie ist Persnlichkeit mit zwei Groschen Talent
		-- Pablo Picasso
%
Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale.
		-- Pablo Picasso
%
Wenn ich wte, was Kunst ist, wrde ich es fr mich behalten.
		-- Pablo Picasso
%
Als Kind ist jeder ein Knstler. Die Schwierigkeit leigt darin, als
Erwachsener einer zu bleiben.
		-- Pablo Picasso
%
Man braucht sehr lange, um jung zu werden.
		-- Pablo Picasso
%
Es hat sich bewhrt, an das Gute im Menschen zu glauben, aber sich auf
das Schlechte zu verlassen.
		-- Alfred Polgar
%
Die Menschen glauben viel leichter eine Lge, die sie schon hundertmal
gehrt haben, als eine Wahrheit, die ihnen vllig neu ist.
		-- Alfred Polgar
%
Eine eigene Meinung ist ein Luxus, den sich nicht viele Menschen
leisten.
		-- Alfred Polgar
%
Es ist schwierig, Menschen hinters Licht zu fhren, sobald es ihnen
aufgegangen ist.
		-- Alfred Polgar
%
Wahrheitsliebe ist die seltenste aller amoursen Bindungen.
		-- Alfred Polgar
%
Ruhm bedeutet vor allem, da man zum richtigen Zeitpunkt stirbt.
		-- Alfred Polgar
%
Manchmal mu man im Leben zwischen dem guten Ruf und dem Vergngen
whlen - und stellt fest, da der gute Ruf kein Vergngen ist.
		-- Alfred Polgar
%
Der grte Einwand gegen jede Lehre sind die Lehrer. Religionsstifter
whlen deshalb gern die Methode der gttlichen Offenbarung. Da ist
dann die Lehre vom Himmel gefallen, was alle Kritik an ihr
ausschliet.
		-- Alfred Polgar
%
Eine eigene Meinung ist ein Luxus, den sich nicht viele leisten.
		-- Alfred Polgar
%
Wien bleibt Wien - und das ist wohl das schlimmste, was man ber diese
Stadt sagen kann.
		-- Alfred Polgar
%
Schriftsteller, die ununterbrochen nach Tiefgang suchen, kommen mir
vor wie Taucher in einer Badewanne.
		-- Alfred Polgar
%
Witz ist das Niesen des Gehirns. Dabei ist ein immer witziger Mensch
genauso unausstehlich und unappetitlich wie ein Kerl mit chronischem
Schnupfen, aber ohne Taschentuch.
		-- Alfred Polgar
%
Wie sich die Gegenstze gleichen!
		-- Alfred Polgar
%
Die Zukunft kommt in Raten, das ist das Ertrgliche an ihr.
		-- Alfred Polgar
%
Gewohnheiten sind die Fingerabdrcke des Geistes.
		-- Alfred Polgar
%
Wenn dich alles verlassen hat, kommt das Alleinsein.
Wenn du alles verlassen hast, kommt die Einsamkeit.
		-- Alfred Polgar
%
Das Gute an der Senilitt ist, da sie einen selbst hindert, sie zu 
bemerken.
		-- Alfred Polgar
%
Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet: Nach den Jahren der Last hat 
man die Last der Jahre.
		-- Alfred Polgar
%
Biathlon-Weltcup: Sieben Deutsche unter den ersten Fnf

Im Mnner-Rennen kamen sogar fnf Deutsche unter den ersten Sieben ins
Ziel. Hinter dem Olympiasieger von 1998, dem Norweger Halvard Hanevold
(1:00:38,4 Stunden) erkmpften sich Carsten Heymann (Altenberg), Sven
Fischer (Oberhof), Marco Morgenstern (Altenberg) und Peter Sendel
(Oberhof) die Pltze zwei bis fnf. Ricco Gro (Ruhpolding)
komplettierte das hervorragende Abschneiden mit dem siebten Platz.
		--  www.spiegel.de (9. Mrz 2000)
%
Ich habe das Problem, da ich zuviel wei.
		-- Prof. Informationssysteme, FH Schweinfurt
%
So -- und das glauben wir jetzt mal auf religiser Basis, d.h. wir
sehen es nicht, glauben es aber trotzdem!
		-- Prof Technische Mechanik, FH-Furtwangen
%
Ich sehe heute wieder viele, die nicht da sind.
		-- Professor am Anfang einer Vorlesung
%

Die Menschheit ist auf dem Wege, Gott das Rohmaterial fr eine neue
Welt zu liefern: das Chaos
		-- Robert Quillen
%
Italienisch ist eine Gebrdensprache, deren Verstndnis durch Worte
erschwert wird.
		-- Anthony Quinn
%
Es ist das Herz, das beredt Macht.
		-- Marcus Fabius Quintilianus
%
Jeder will lieber fremde Fehler verbessert haben als eigene.
		-- Marcus Fabius Quintilian (30-96 n.Chr.)
%
Abwesenheit ttet den Liebenden oder die Liebe.
		-- Quitard
%
Der Zweck heiligt hchstens noch die Waschmittel.
		-- Helmut Qualtinger
%
Es gibt Leute, die nur deshalb keiner Fliege etwas zuleide tun, weil
sie nicht imstande sind, eine zu fangen.
		-- Helmut Qualtinger
%
Witze sind wie Obst: Druck vertragen die wenigsten.
		-- Helmut Qualtinger
%
Seitdem es Flugzeuge gibt, sind die entfernten Verwandten auch nicht
mehr das, was sie einmal waren.
		-- Helmut Qualtinger
%
sterreich ist ein Labyrinth, in dem sich jeder auskennt.
		-- Helmut Qualtinger
%
Es gibt nichts Schneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes
zuzuhren.
		-- Helmut Qualtinger
%
Moralische Entrstungen ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
		-- Helmut Qualtinger
%
Phantasie ist etwas, das sich viele gar nicht vorstellen knnen.
		-- Helmut Qualtinger
%
Sorgen sind wie Babys: Je mehr man sie htschelt, desto besser
gedeihen sie.
		-- Helmut Qualtinger
%
Wenn ein Kopf besonders hoch getragen wird, ist er wahrscheinlich
hohl.
		-- Helmut Qualtinger
%
Wenn keiner wei, was geschehen soll, sagen alle: Es mu etwas
geschehen.
		-- Helmut Qualtinger
%
Satire ist die Kunst, einem anderen so auf den Fu zu treten, da er
es merkt, aber nicht aufschreit.
		-- Helmut Qualtinger
%
Wer sich verheizt fhlt, ist meistens auch versucht, mit Alkohol zu
lschen.
		-- Helmut Qualtinger
%
Frage nicht mehr nach dem Wert des Lebens, sondern nach dem Werte, den
du deinem Leben geben kannst!
		-- B Yin R (eigentlich: Joseph Anton Schneiderfranken)
%
Nimm dein Leben, wie es ist! Denke nicht: "So knnt' es sein." Fluche
keinem deiner Tage, was du tragen mut, ertrage!
		-- B Yin R (eigentlich: Joseph Anton Schneiderfranken)
%
Es kommt immer anders! Das ist das wahrste Wort und im Grunde zugleich
auch der beste Trost, der dem Menschen in seinem Erdenleben mit auf
den Weg gegeben worden ist.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung strzt in
Sklaverei.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Sprichwrter sind ein ffentlicher Untersttzungsverein fr Leute ohne
eigene Gedanken.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorn flicken,
whrend es hinten reit.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Freue Dich, da du in der Welt bist
und zu den Wundern mitgehrst!
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Wer mit mir reden will, der darf nicht blo seine eigene Meinung hren
wollen.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Erst durch lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Computer ermglichen das Begehen von Fehlern schneller als jede andere
Erfindung in der Geschichte der Menschheit, mit Ausnahme vielleicht
von Pistolen und Tequila.
		-- Mitch Radcliffe
%
Was in der Jugend ein Abenteuer war, wird in spteren Jahren nur 
noch ein teurer Abend.
		-- Fritz Joachim Raddatz
%
Ist Liebe ohne Ehe ungesetzlich, dann ist Ehe ohne Liebe unmoralisch.
		-- Sarwapalli Radhakristan
%
Wohl dem, der seine Trume lange liebt!
Traum schenkt noch Glck, wenn Wirklichkeit zerstiebt.
		-- Ferdinand Raimund
%
Ein Mchtiger, der mit dem Schwcheren spricht, verlangt nur Beifall,
Wahrheit nicht.
		-- Karl Wilhelm Ramler
%
Nichts gibt ein grerer Verggen als den Betrger zu betrgen.
		-- Karl Wilhelm Ramler
%
Die glcklichen Zeiten der Menschheit sind die leeren Bltter im Buch
der Geschichte.
		-- Leopold von Ranke
%
Wollt ihr die Unterschiede vernichten, htet euch, da ihr nicht das
Leben ttet.
		-- Leopold von Ranke
%
Jedes Jahrhundert hat die Tendenz, sich als das fortgeschrittenste zu
betrachten und alle andern nur nach seiner Idee abzumessen.
		-- Leopold von Ranke
%
Es ist in der Regel das Schicksal der zum Siege gelangten Parteien,
ber den Sieg zu zerfallen.
		-- Leopold von Ranke
%
Zwischen Gelingen und Milingen, in Streit, Anstrengung und Sieg
bildet sich der Charakter.
		-- Leopold von Ranke
%
Einen Krieg kann man ebensowenig gewinnnen wie ein Erdbeben.
		-- Jeannnette Rankin
%
Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als
Mann vor.
		-- Uta Ranke-Heinemann
%
Die Klage ber die Schrfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist
nur eine Klage ber den Mangel an Einfllen.
		-- Walther Rathenau
%
Entrstung ist Bekenntnis der Hilflosigkeit.
		-- Walther Rathenau
%
Wehe dem, der ein Kind in Furcht erzieht, und wenn es die Furcht vor
Gott wre! Denn er schndet unabsehbare Menschengeschlechter.
		-- Walther Rathenau
%
Die persnlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit
werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte,
sich mit seinem Nchsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen,
das Leben auf die Sorge fr den kommenden Tag zu stellen, den, der
einem auf den rechten Backen schlgt, niederzuschieen und die geistig
Armen als minderwertig anzusehen.
		-- Walther Rathenau
%
In Deutschland whlte der Patriotismus die aggressive Form. Die Liebe
zum Heimischen kleidete sich in Ha gegen Fremdes.
		-- Walther Rathenau
%
Die Erfindung des Problems ist wichtiger als die Erfindung der Lsung;
in der Frage liegt mehr als in der Antwort.
		-- Walter Rathenau
%
Wer nicht begreifen kann, da die Welt nicht anders als zwecklos sein
kann, den frage, ob das Allegro einer Symphonie das Adagio zum Zweck
habe oder ob das ganze Werk des Schluakkords wegen da sei.
		-- Walter Rathenau
%
Verschmilzt die Wirtschaft Europas zur Gemeinschaft, und das wird
frher geschehen, als wir denken, so verschmilzt auch die Politik.
		-- Walter Rathenau
%
Irren ist menschlich.
Aber wenn man richtig Mist bauen will, braucht man einen Computer.
		-- Dan Rather
%
Es gibt Menschen, die, wenn sie das Licht am Ende des Tunnels sehen,
ein neues Stck Tunnel kaufen.
		-- Johannes Rau 
(vor Schlern ber die Zukunftsngste der Gesellschaft)
%
Gewalt ist der untrennbare Zwilling des Materialismus gewesen der
Echtsheitstempel seiner Gre.
		-- Johannes Rau
%
Das strkt die Bodenhaftung, wenn man die Welt nicht nur aus
Aktennotizen kennt.
		-- Johannes Rau
%
Alles wird teuerer, nur die Ausreden werden immer billiger.
		-- Hans-Joachim Rauschenbach
%
Das wahre Nettogewicht einer Dame ist erst mebar,
wenn sie ihr Make-up abgetragen hat.
		-- Hans-Joachim Rauschenbach
%
Eine Regierung lst keine Probleme, sie lt sie abklingen.
		-- Ronald Reagan
%
Es ist ein Merkmal gesetzten Alters, wenn man von zwei Versuchungen
jene whlt, die es erlaubt, um neun Uhr wieder zu Hause zu sein.
		-- Ronald Reagan
%
Die besten Kpfe gibt es nicht in der Regierung. Die Wirtschaft holt
sie weg.
		-- Ronald Reagan
%
Man soll die Kritiker nicht fr Mrder halten, sie stellen ja nur den
Totenschein aus.
		-- Marcel Reich-Ranicki
%
Es gibt Menschen, die auf eine hinreiende Weise Bldes von sich
geben.
		-- Marcel Reich-Ranicki
%
Schriftsteller verzeihen ihren Kollegen alles, nur nicht den Erfolg.
		-- Marcel Reich-Ranicki
%
Geld allein macht nicht glcklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu
weinen als in der Straenbahn.
		-- Marcel Reich-Ranicky
%
Das Fernsehen macht die Klugen klger und die Dummen dmmer.
		-- Marcel Reich-Ranicky
%
Die Ankunft schliet immer schon den Abschied mit ein.
		-- Brigitte Reimann
%
Wir sind nicht mehr die, die wir mal waren, sondern die,
vor denen wir immer gewarnt wurden.
		-- Thomas Reis
%
Guido Westerwelle erinnert mich immer stark an das Glhwrmchen,
das als Berufswunsch Flutlicht angab.
		-- Thomas Reis
%
Worber man nicht mehr schwiegen kann, mu man reden.
		-- Reiwolf
%
Eine neue Erkenntnis mu so gesagt sein, da man glaubt, die Spatzen
auf dem Dach htten nur durch einen Zufall versumt, sie zu pfeifen.
		-- Reiwolf
%
Fr den Heroismus von wenigen ist das Elend von Millionen zu teuer.
		-- Erich Maria Remarque
%
Erst wenn man genau wei, wie die Enkel ausgefallen sind, kann man
beurteilen, ob man seine Kinder gut erzogen hat.
		-- Erich Maria Remarque
%
Den Charakter eines Menschen erkennt man dann, wenn er Vorgesetzter
geworden ist.
		-- Erich Maria Remarque
%
An meinen Bildern mt ihr nicht schnffeln, die Farben sind
ungesund.
		-- Rembrandt
%
Diese penetrante Frhlichkeit, der verlogene Mitmachzwang: Das hat
nichts mit Volksmusik zu tun, es ist nur zum Kotzen.
		-- Stephan Remmler
%
Man bewahrt immer die Merkmale seiner Abstammung.
(frz.: On garde toujours la marque de ses origines.)
		-- Ernest Renan (Das Leben Jesu)
%
In einer Gesellschaft von Menschen gleichen Glaubens gengt es, da
einer behauptet, etwas bernatrliches zu sehen oder zu hren, damit
die anderen es auch sehen oder hren.
		-- Ernest Renan
%
Niemals ist jemand weniger Priester gewesen als Jesus, niemals ein
grerer Feind der Formen, welche die Religion unter dem Vorwnde, sie
zu beschtzen, ersticken.
		-- Ernest Renan
%
In der Liebe ist es wie beim Verbrechen - ohne den richtigen Komplizen
wird es nichts.
		-- Christian Reuter
%
Auf einmal in einem ganzen Wirbel drin von Aventren. Ach, wie ist 
es gut, wenn einem der moralische Halt so gnzlich fehlt.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow (Tagebcher)
%
Es ist doch unter aller Menschenwrde, krank und abhngig zu 
sein.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow (Tagebcher)
%
Bleibe allein, dann spuckt dir niemand ins Zimmer.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow
%
Es ist so gut allein zu sein. Mit Menschen ist's mir, als ob man
innerlich zusammengeschnrt wrde, und allein weitet sich's wieder.
		-- Franzsika Grfin zu Reventlow
%
Mit einem Kinde sollte man immer allein sein. Es gehrt nicht unter 
mehrere groe Menschen.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow
%
Nein, ich gehre nicht zu diesen Menschen, ich bin ganz allein, und 
es ist eine Mauer zwischen uns, ber die hinweg wir uns manchmal miteinander 
unterhalten.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow
%
Forcierte Jugendlichkeit macht nur noch viel lter.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow
%
Manchmal wollt ich, ich wre alt, und alles schwiege schon in mir.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow
%
Wenn ich auch alt wrde und einmal mit alten Augen das alles schauen 
mte - ich bin doch durch das Leben gegangen, habe alle seine Rtsel und 
Schauer und Tiefen gelernt und gelebt und vielleicht gelst und mchte
nie mehr wnschen, nicht gelebt zu haben.
		-- Franziska Grfin zu Reventlow
%
In den Fabriken stellen wir Kosmetikartikel her; ber die Ladentheke
verkaufen wir Hoffnung auf Schnheit.
		-- Charles Revson
%
Keiner weiss, ob die Hflichkeit nicht eine Tochter der Berechnung ist.
		-- Art van Rheyn
%
Die Natur verteilt ihre Gaben gerecht.
Die mit dem wenigsten Verstand bekommen die lauteste Stimme. 
		-- Art van Rheyn
%
Wenn die Klgeren nachgeben, regieren die Dummkpfe die Welt.
		-- Jean-Claude Riber
%
Die Rentenreform ist der grne Punkt auf dem Arbeitnehmer.
		-- Mathias Richling
%
Im Leben ist das Bse oft preiswerter als das Dumme.
		-- Mathias Richling
%
Man kompromittiert sich weniger, wenn man von der Kanzel gegen
unkeusche Bademode und gegen die Bordelle loszieht als gegen
faschistische Diktatur und Konzentrationslager.
		-- Paul Ricoeur
%
Ein Psychiater, das ist ein Mann, der in die Striptease-Show der
Folies-Bergeres geht und sich die Zuschauer ansieht.
		-- Jean Rigeaux
%
Wenn der Alltag dir arm erscheint, klage ihn nicht an - klage dich 
an, da du nicht stark genug bist, seine Reichtmer zu rufen, denn fr
den Schaffenden gibt es keine Armut.
		-- Rainer Maria Rilke
%
Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln
hnlich.
		-- Joachim Ringelnatz
%
Militaristen sind Leute, die gerne schieen, vor allem ins Kraut.
		-- Joachim Ringelnatz
%
Pabilder sind die Rache der Photographen.
		-- Joachim Ringelnatz
%
Sicher ist, da nichts sicher ist. Selbst das nicht.
		-- Joachim Ringelnatz
%
Versuchungen bekmpft man am besten mit Geldmangel und Rheumatismus.
		-- Joachim Ringelnatz
%
Eine Jungfrau ist etwas Schnes, vorausgesetzt, sie bleibt es nicht.
		-- Joachim Ringelnatz
%
Auch die fanatischesten Vegetarier beien nicht gerne ins Gras.
		-- Joachim Ringelnatz
%
Ein Leben bei dem nicht von Zeit zu Zeit alles auf dem Spiel steht,
ist nichts wert.
		-- Luise Rinser
%
Was zhlt, ist unser Mut zu leben.
		-- Luise Rinser
%
In den Diktaturen darf man nichts sagen, mu alles nur denken. In der
Demokratie darf man alles sagen, aber keiner ist verpflichtet, sich
dabei etwas zu denken.
		-- Willi Ritschard
%
Auf hundert Besserwisser gibt es nur einen Bessermacher.
		-- Willi Ritschard
%
In dem Mae, wie der Aberglaube bei einem Volk abnimmt, mu die
Regierung die Vorsichtsmanahmen steigern und die Zgel der Autoritt
und Ordnung straffer ziehen.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Die Adligen von heute sind nur die Gespenster ihrer Vorfahren.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Ein Brger wird den Vergleich mit einem Schuhflicker mit weniger
Verdrossenheit hinnehmen als ein Adliger den Vergleich mit einem
Brger.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Wer das Alphabet erschaffen hat, hat uns den Faden unserer Gedanken
und den Schlssel der Natur in die Hand gegeben.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er
lebt froher.
		-- Charlie Rivel
%
Applaus ist eines der wenigen Dinge, die heute noch mit der Hand
gemacht werden.
		-- Charlie Rivel
%
Zu dem Adler sprach die Taube:
Wo das denken aufhrt, da beginnt der Glaube;
Recht, sprach jener, mit dem Unterschied jedoch,
Wo du glaubst, da denk' ich noch.
		-- Ludwig Robert
%
Wir sind Diplomaten. Das heit: Wenn wir sagen, was wir denken, haben
wir uns versprochen.
		-- Henry Morton Robinson (Der Kardinal)
%
Kluge Leute erkennt man daran, da sie bei einem Anfall von Dummheit
schweigen.
		-- Robert Rocca
%
Alle Menschen lassen ein wenig von sich selbst zurck, wenn sie
weggehen.
		-- David Rochford
%
Ich arbeite nach dem Prinzip, da man niemals etwas selbst tun soll,
was ein anderer fr einen erledigen kann.
		-- John D. Rockefeller
%
Wer viele Sprachen spricht, kann in vielen Sprachen Unsinn reden.
		-- Alexander Roda Roda
%
Psychiater unterscheiden sich von den Verrckten nur durch die
Ausbildung.
		-- Alexander Roda Roda
%
Der Journalist hat zwei Augen und zwei Ohren, um doppelt soviel zu
sehen und zu hren, wie geschieht.
		-- Alexander Roda Roda
%
Gib dein Bestes und du bist selbst der Beschenkte.
		-- Margarete Rode
%
Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein
Auto braucht Liebe.
		-- Walter Rhrl
%
Die Einkommensteuer hat mehr Menschen zu Lgnern gemacht als der
Teufel.
		-- William P. Rogers
%
Alles ist komisch, solange es jemand anderem passiert.
		-- William P. Rogers
%
Die Chance klopft fter an, als man meint, aber meistens ist niemand
zu Hause.
		-- William P. Rogers
%
Den Fortschritt erkennt man schon daran, da in jedem neuen Krieg die
Menschen auf andere Art gettet werden.
		-- William P. Rogers
%
Weniger ist mehr.
		-- Ludwig Mies van der Rohe
%
Das ist eines der tragischen Miverstndnisse unserer Zeit: Wir
glauben, wenn etwas unzweifelhaft als falsch bewiesen ist, msse das
Gegenteil richtig sein.
		-- Salvador de Madariaga y Rojo
%
Fernsehen - Rundfunk fr Phantasielose
		-- Rudolf Rolfs
%
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen
und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter
Hirten die Wolle abzuscheren.
		-- Romain Rolland
%
Der Blitz schlgt ein, wo er will und wann er will. Aber es gibt
Gipfel, die ihn anziehen.
		-- Romain Rolland
%
Man soll die Wahrheit mehr als sich selbst lieben, aber seinen
Nchsten mehr als die Wahrheit.
		-- Romain Rolland
%
Wer leichthin glaubt, wird leicht betrogen.
		-- Georg Rollenhagen
%
Das Ideal mancher Autoren ist offensichtlich eine Literatur ohne
Leser.
		-- Jules Romains
%
Vorurteile sterben ganz langsam, und man kann nie sicher sein, da
sie wirklich tot sind.
		-- Jules Romains
%
Die Abstumpfung ist der Feind des Glcks. Niemals kann ein Blasierter
glcklich sein.
		-- Jules Romains
%
Es ist unmglich, nur den Augenblick zu leben. Man steht immer mit
einem Bein in der Vergangenheit, mit dem anderen in der Zukunft.
		-- Jules Romains
%
Ein Politiker wird nicht dadurch zum Experten, da er etwas ber
etwas sagt.
		-- Manfred Rommel
%
Wir vermissen die Toleranz eher bei den anderen, als da wir sie
selbst ben.
		-- Manfred Rommel
%
Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber er hat kein Anrecht
darauf, da andere sie teilen.
		-- Manfred Rommel
%
Akademische Bildung verringert nicht die Neigung zu
Vernunftwidrigkeiten, sondern potenziert sie.
		-- Manfred Rommel
%
Wre die deutsche Politik ein Auto, ich frchte, sie kme schon seit
Jahren nicht mehr durch den TV.
		-- Manfred Rommel
%
Nostalgie ist die Fhigkeit, darber zu trauern, da es nicht mehr so
ist, wie es frher nicht gewesen ist.
		-- Manfred Rommel
%
Rhetorik ist die Kunst, Unverstndliches so feierlich vortragen zu
knnen, da jeder einzelne Zuhrer meint, der Nachbar verstehe alles,
blo er selber sei zu dumm, und damit dies die anderen nicht merken,
tue er am besten so, als habe auch er alles verstanden.
		-- Manfred Rommel
%
Die Summe der Einzelinteressen ergibt nicht Gemeinwohl, sondern Chaos.
		-- Manfred Rommel
%
Kein Mensch kauft heute mehr Schuhe, um seine Fe warm und trocken zu
halten, sondern wegen des Gefhls, das er mit diesen Schuhen
verbindet: Man fhlt sich darin mnnlich, weiblich, naturverbunden und
gelndesicher, 'anders', kultiviert, jung, elegant oder 'in'. Der Kauf
von Schuhen ist zum 'Gefhlserlebnis' geworden. Heutzutage verkaufen
wir eher eine Gefhlswelt als einfach nur Schuhe.
		-- Francis C. Rooney
%
Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenber. Denn laut Statistik
haben ein Millionr und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.
		-- Franklin Roosevelt
%
Der Krieg ist eine Seuche. Er kann Staaten und Vlker verschlingen,
die vom ursprnglichen Schauplatz der Feindseligkeiten weit entfernt
sind.
		-- Franklin Roosevelt
%
Der Reaktionr ist ein Nachtwandler, der rckwrts geht.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Ein Radikaler ist ein Mann, der mit beiden Beinen fest in der Luft
steht.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Das Einzige, was wir frchten mssen, ist die Furcht selbst.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Nie drohe man zuerst mit der Faust und dann mit dem Finger.
		-- Theodore Roosevelt
%
Sprich leise und hflich, aber trage stets einen dicken Knppel bei
dir.
		-- Theodor Roosevelt
%
Kluge Leute verstehen es, den Abschied von der Jugend auf mehrere 
Jahrzehnte zu verteilen.
		-- Robert Rosay
%
Der Sport ist eine vlkerverbindende Sache.
Vor allem die rzte haben viel zu verbinden.
		-- Herbert Rosendorfer
%
Wer aufhrt, besser zu werden, hat aufgehrt, gut zu sein.
		-- Philip Rosenthal
%
Die schnsten Abendkleider wrden nur nach der praktischen Funktion
(also Bedecken und Warmhalten) schlecht abschneiden, denn sie
enthllen mehr, als sie bedecken, und wenn Wrme erzeugt wird, dann
eher beim bewundernden Gegenber.
		-- Philip Rosenthal (ber die Funktion des Design)
%
Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehrt, etwas zu werden.
		-- Philip Rosenthal
%
Die Selbstzufriedenheit ist der Sargdeckel jeden Fortschritts.
		-- Philip Rosenthal
%
Menschen mit unbeirrbaren Grundstzen sind wie Autos, die auf Schienen
fahren.
		-- Roberto Rossellini
%
Ich halte nichts vom Recht auf Arbeit; ich halte es lieber fr das
grte Recht des Menschen, nichts zu tun.
		-- Gioacchino Rossini
%
Tte einen Menschen, und du bist ein Mrder.
Tte Millionen, und du bist ein Eroberer.
Tte alle, und du bist Gott.
		-- Edmond Rostand
%
Sicher knnen Maschinen Probleme lsen, Informationen speichern,
kombinieren und Spiele spielen - aber es macht ihnen keinen Spa!
		-- Leo Rosten
%
Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvorkommt.
		-- Walt Whitman Rostow
%
Der Begriff "Fortschritt" allein setzt bereits die Horizontale voraus.
Er bedeutet ein Weiterkommen und keine Hherkommen.
		-- Joseph Roth
%
Aber ich will Weltbrger sein, ein Mann, der berall pder vielmehr
nirgends zu hause ist.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
%
Von den Schlechten Verlacht zu werden ist fast ein Lob.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
%
Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich
selbst fr sehr religis hlt.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
%
Doch der Mensch fhrt nicht mit dem Menschen Krieg, sondern mit sich
selbst, und gerade aus dem eigenen Inneren fllt uns die feindliche
Schlachtreihe an.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbchlein eines christlichen Streiters)
%
Wahrer Adel ist es, den nichtigen Adel zu verachten.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbchlein eines christlichen Streiters)
%
hnliches wird von hnlichem ergriffen.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbchlein eines christlichen Streiters)
%
Die Allgemeinheit war ja wohl immer schon der schlechteste Lehrer fr
das Leben und Fhlen. Und niemals stand es so gut um die menschlichen
Dinge, da nicht der groen Menge gerade das Schlechtteste gefiel.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbchlein eines christlichen Streiters)
%
Ein Mensch, am Ende seines Lebens, sieht ein, da der Erfolg des
Strebens nur drftig war, an dem gemessen, was er versoffen und
verfressen.
		-- Eugen Roth
%
Ein Intellektueller ist einer, der in eine Bibliothek geht, selbst
wenn es nicht regnet.
		-- Andre Roussin
%
Es gibt zwei Arten von Menschen: Die toten und die tdlichen.
		-- Helen Rowland
%
Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist
alles andere als eine Kleinigkeit.
		-- Henry Royce
%
Die meisten Menschen machen das Glck zur Bedingungen. ABer das Glck
findet sich nur ein, wenn man keine Bedingungen stellt.
		-- Arthur Rubinstein
%
Du wirst der Achtung aller wrdig sein, sobald du angefangen hast, 
dich selbst zu achten.
		-- Musonius Rufus
%
Das Ideal der lockeren Bindungen entspricht dem der fettarmen
Quarkspeise. Man will den Geschmack, aber nicht das Gewicht.
		-- Michael Rumpf
%
Die einzig gute Malerei ist es, die Wangen der Kinder rosig zu frben.
		-- John Ruskin
%
Sonnenschein wirkt kstlich, Regen erfrischend, Wind aufrttelnd,
Schnee erheiternd. Wo bleibt da das schlechte Wetter?
		-- John Ruskin
%
Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist, nicht nur einen
Schutz fr den Krper.
		-- John Ruskin
%
Nichts groes Geistiges wurde je durch eine Anstrengung
hervorgebracht; Groes kann nur von einem Groen geschaffen werden,
und er tut es ohne Anstrengung.
		-- John Ruskin
%
Abnehmen ist ganzfach: Man darf nur Appetit auf Dinge bekommen, die
man nicht mag.
		-- Jane Russel
%
In der Wissenschaft sollte man niemals gegen etwas wetten, da
unwahrscheinlicher als 10^12 zu 1 ist.
		-- Ernest Rutherford
%
Wir sollten uns mit den groen Problemen beschftigen, solange sie
noch ganz klein sind.
		-- Jadwiga Rutkowska
%
Ich stehe nicht dafr ein, eine bestimmte Neigung zu haben, aber ich
habe sehr sichere Abneigungen.
		-- Jules Renard (Ideen, in Tinte getaucht)
%
Der Abscheu vor dem Brger ist brgerlich.
		-- Jules Renard (Ideen, in Tinte getaucht)
%
Die Menschen! Oje! Da mu ich pinkeln.
		-- Jules Renard (Ideen, in Tinte getaucht)
%
Die Stunden voller Abscheu, in denen man nichts mehr mit sich zu tun
haben mchte.
		-- Jules Renard (Ideen, in Tinte getaucht)
%
Zuletzt steckt in jedem Patriotismus der Krieg, und deshalb bin ich
kein Patriot.
		-- Jules Renard (Ideen, in Tinte getaucht)
%
Was wird uns retten? Der Glaube?
Ich will keinen Glauben haben und lege auch keinen Wert darauf,
gerettet zu werden.
		-- Jules Renard (Ideen, in Tinte getaucht)
%
In meiner Kirche gibt es kein Gewlbe zwischen mir und dem Himmel.
		-- Jules Renard (Ideen, in Tinte getaucht)
%
Endlich wei ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.
		-- Jules Renard
%
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man mde wird.
		-- Jules Renard
%
Ein Pedant ist ein Mensch, der geistig schlecht verdaut.
		-- Jules Renard
%
Die Arbeit gleicht manchmal dem Angeln in Gewssern, in denen noch nie
Fische gewesen sind.
		-- Jules Renard
%
Man mte einem Verein ganz allein angehren.
		-- Jules Renard
%
Oh! Seine Hochzeitsreise ganz allein machen!
		-- Jules Renard
%
Der Eigennutz, dem man alle unsere Vergehen aufbrdet, verdient oft
das Lob fr unsere guten Handlungen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Die Gromut ist durch ihren Namen hinlnglich bezeichnet; gleichwohl
knnte man sagen, sie sei der Scharfsinn des Stolzes und das edelste
Mittel, bewundert zu werden.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Wir verzeihen oft denen, die uns langweilen, aber niemals denen, die
wir langweilen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
In der Freundschaft wie in der Liebe ist man oft glcklicher durch
das, was man nicht wei, als durch das, was man wei.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Wiederangeknpfte Freundschaften erfordern grere Sorgfalt als jene,
die nie gebrochen worden sind.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Allzu groe Eile, sich von Verbindlichkeiten zu befreien, ist eine
Art Undank.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Wenn wir keine Fehler htten, wrden wir nicht mit so groem
Vergngen Fehler bei anderen entdecken.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Alle Fehler, die man hat, sind verzeihlicher als die Mittel, welche
man anwendet, um sie zu verbergen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Alle Fehler, die man macht, sind eher zu verzeihen als die Mittel, die
man anwendet, um sie zu verbergen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel, die wir
anwenden, um sie zu verbergen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Schchternheit ist ein Fehler, den man nicht tadeln darf, wenn man ihn
heilen will.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler
die Fehler der Gesellschaft sind.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir
htten keine groen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Mit nichts ist man freigiebiger als mit Ratschlgen, und mit nichts
sollte man zurckhaltender sein.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Man kann schlauer sein als ein anderer, aber nicht schlauer als alle
anderen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Der Beifall, der neuen Gren gespendet wird, entstammt nur zu oft
dem Neid auf die bereits vorhandenen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig
Tollheit retten.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise
scheint, liegt es daran, da seine Torheiten seinem Alter und seinen
Krften angemessen sind.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Das Alter ist ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergngungen der
Jugend verbietet.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Oft verliert man sich nur deshalb nicht in einem Laster, weil man
mehrere hat.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Warum knnen wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses
erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person
erzhlt haben?
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Man weist ein Lob zurck in dem Wunsch, nochmals gelobt zu werden.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Es ist viel leichter, einen ersten Wunsch zu unterdrcken, als sich
die Wnsche zu erfllen, die der erste nach sich zieht.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Nichts hindert so sehr daran, natrlich zu sein, wie der Wunsch, es zu
scheinen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Mit der wahren Liebe ist's wie mit den Geistererscheinungen: Alle Welt
spricht darber, aber wenige haben etwas davon gesehen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Wrde ist eine krperliche Kunst, erfunden um die Mngel des Geistes
zu verbergen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Das Vertrauen gibt dem Gesprch mehr Stoff als Geist.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Mittelmige Geister verurteilen gewhnlich alles, was ber ihren
Horizont geht.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Wie es das Kennzeichen groer Geister ist, mit wenig Worten viel zum
Ausdruck zu bringen, so haben die kleinen Geister hingegen die Gabe,
viel zu reden und nichts zu sagen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Die Trgheit unseres Geistes ist grer als die unsres Krpers.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Vollendete Tapferkeit besteht darin, ohne Zeugen zu tun, was man vor
aller Welt zu tun vermchte.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Der Gleichmut der Weisen ist nichts als die Kunst, seine Erregung im
Herzen zu verschlieen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Wir lieben immer die, welche uns bewundern, aber nicht immer die,
welche wir bewundern.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Jeder klagt ber sein Gedchnis, aber niemand ber seinen Verstand.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Die Philosophen verdammen den Reichtum nur, weil wir ihn schlecht
gebrauchen.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Ein geistreicher Mensch wre oft recht in Verlegenheit ohne die
Gesellschaft der Dummkpfe.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Geknstelte Einfalt ist eine feine Heuchelei.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man wrde wohl gerne
mehr essen, frchtet aber, da es einem bel bekommt.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Wer ohne jede Narrheit lebt, ist weniger weise als er glaubt.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Wir sprechen fast nur denen gesunden Menschenverstand zu, die unserer
Meinung sind.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Jedermann beklagt sich ber sein Gedchtnis, aber niemand ber seine
Urteilsfhigkeit.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Wenige sind weise genug, frdernden Tadel trgendem Lobe vorzuziehen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Schmeichelei ist eine falsche Mnze, die ihren Kurswert nur durch
unsere Eitelkeit erhlt.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Es gibt wenig Frauen, deren Wert ihre Schnheit berdauert.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Es gibt nur eine Liebe, aber tausend verschiedene Nachahmungen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Die meisten Menschen haben wie Pflanzen verborgene Eigentmlichkeiten,
welche der Zufall aufdeckt.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Trennung lt matte Leidenschaften verkmmern und starke wachsen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Die Liebe kann, wie das Feuer, nicht ohne stndigen Antrieb bestehen;
sie hrt auf zu leben, sobald sie aufhrt zu hoffen oder zu frchten.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Es ist die gleiche Festigkeit, mit der wir der Liebe zu widerstehen
vermgen und durch welche diese erstarkt und dauert; daher sind
schwache Menschen, die immer von Leidenschaften getrieben werden, fast
niemals wirklich von ihnen erfllt.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Die wahre Beredsamkeit besteht darin, das zu sagen, was zur Sache
gehrt, und eben nur das.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Alte Narren sind nrrischer als junge.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Wir haben alle Kraft genug, um die Leiden anderer zu ertragen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Zu viel Flei im Kleinen macht meistens unfhig zum Groen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Es erfordert grere Tugenden, das gute Geschick zu ertragen als das
Bse.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Wir wrden kaum etwas glhend verlangen, wenn wir das Verlangte ganz
kennen.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Meister der Beredsamkeit ist der, der alles Ntige sagt und nur dies.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Es ist schwerer, Gefhle, die man hat, zu verbergen, als solche, die
man nicht hat, zu heucheln.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Was man auch Gutes ber uns sagen mag: Man sagt uns nichts Neues.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Wer ohne die Welt auszukommen glaubt, irrt sich. Wer aber glaubt, da
die Welt nicht ohne ihn auskommen knne, irrt sich noch viel mehr.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Man sollte sich darber wundern, da man sich berhaupt noch wundern
kann.
		-- Franois de La Rochefoucault
%
Man ist nie so lcherlich durch die Eigenschaften, die man besitzt,
wie durch jene, die man zu haben vorgibt.
		-- Franois de La Rochefoucault

%
Es ist kein groes Unglck, sich Undankbare zu verpflichten, aber ein
unertrgliches, einem schlechten Menschen verpflichtet zu sein.
		-- Franois de La Rochefoucauld
%
Es ist schwer, die zu lieben, die wir nicht achten, aber nicht weniger
schwer, jene zu lieben, die wir mehr achten als uns selbst.
		-- Franois de La Rochefoucauld (Reflexionen)
%
Mancher erzielt durch geschickte Anwendung seiner mittelmigen
Fhigkeiten eher Achtung und Ansehen als ein anderer durch wahre
Leistung.
		-- Franois de La Rochefoucauld (Reflexionen)
%
Wer auf den Adel seiner Familie zu stolz ist, der ist zu wenig stolz
auf den Grund, warum sie ihn erhielt.
		-- Franois de La Rochefoucauld (Nachgelassene Maximen)
%
Ruhe oder Unrast unserer Seele hngen nicht so sehr von groen
Ereignissen ab als von der reibungslosen oder fehlerhaften Ordnung des
Alltagslebens.
		-- Franois de La Rochefoucauld (Reflexionen)
%
Wenig verstehen es, alt zu sein.
		-- Franois de La Rochefoucauld (Reflexionen)
%
Die alten Leute geben gerne gute Verhaltungsmaregeln, um sich darber
zu trsten, da sie nicht mehr imstande sind, schlechte Beispiele zu
geben.
		-- Franois de La Rochefoucauld (Reflexionen)
%
Immer lernt der Kluge vom Dummen mehr als der Dumme vom Klugen.
		-- Peter Rosegger (Heimgrtners Tagebuch)
%
Nicht so sehr jenen Patriotismus liebe ich, der unsere Shne auf das
Schlachtfeld jagt und sie dort sterben heit, sondern jenen, der fr
das Vaterland leben lehrt.
		-- Peter Rosegger
%
Wenn du recht betrbt bist, da du meinst, kein Mensch auf der Welt
knne dich trsten, so tue jemandem etwas Gutes, gleich wird es besser
sein.
		-- Peter Rosegger
%
Es ist leichter, alle zu lieben als einen. Die Liebe zur ganzen
Menschheit kostet gewhnlich nichts als eine Phrase; die Liebe zum
Nchsten fordert Opfer.
		-- Peter Rosegger
%
Wer nicht schon in der Arbeit Genugtuung findet, der wird nie zur
Zufriedenheit gelangen.
		-- Peter Rosegger
%
Manches Vergngen besteht darin, da man mit Vergngen darauf
verzichtet.
		-- Peter Rosegger
%
Man kann sich viel leichter krankfaulenzen als krankarbeiten.
		-- Peter Rosegger
%
ber drei Dinge wird in unseren Tagen zuviel geschrieben und geredet:
ber Kunst, Gesundheit und Erziehung. Folge davon, da wir
unknstlerisch, krnkelnd und ungezogen geworden sind.
		-- Peter Rosegger
%
Alles Groe, das Menschen je geleistet haben, geht aus der
Einsamkeit, aus der Vertiefung geistigen Schauens hervor.
		-- Peter Rosegger
%
Das Dasein ist kstlich, man mu nur den Mut haben, sein eigenes
Leben zu fhren.
		-- Peter Rosegger
%
Vor Gott mu man sich beugen, weil er so gro ist, vor dem Kinde,
weil es so klein ist.
		-- Peter Rosegger
%
Auf seine Freiheit verzichten heit auf seine Menschenwrde,
Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Mit der Freiheit ist es nicht anders als mit derben und saftigen
Speisen oder starken Weinen. Fr gesunde und starke Naturen sind sie
nahrhaft und strkend. Sie berladen, verderben und berauschen jedoch
schwache und zarte Menschen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem
man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, da er tun kann, was er
will, sondern das er nicht tun mu, was er nicht will.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
In der Schule der Welt wie in der Schule der Liebe mu man alsbald
mit der Ausbung dessen, was man zu lernen gedenkt, den Anfang machen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Die Beleidigungen sind die Argumente jener, die ber keine Argumente
verfgen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Der Ehrenmann hierzulande ist nicht der, welcher rechtschaffen
handelt, sondern der, welcher schne Dinge sagt.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Welche Weisheit kannst du finden, die grer ist als Gte?
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Das einzige Mittel, den Irrtum zu vermeiden, ist die Unwissenheit.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Warum sollte man einem Liebhaber treuer sein als einem Ehemann?
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Der Geschmack ist die Kunst sich auf Kleinigkeiten zu verstehen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Der Mensch ist frei geboren, und liegt doch berall in Ketten.
		-- Jean Jacques Rousseau (Der Gesellschaftsvertrag)
%
Wollen wir in Frieden leben, mu der Friede aus uns selbst kommen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Warum die Hlle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits
vorhanden, im Herzen der Bsen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Der Charakter offenbart sich nicht an groen Taten; an Kleinigkeiten
zeigt sich die Natur des Menschen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als
gelegentlich ihre Bewunderung.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Vor allem der Seele wegen ist es ntig, den Krper zu ben.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Schneller als der Blitz erfllt das Gefhl meine Seele, aber anstatt
mir Klarheit zu schaffen, entflammt und blendet es mich. Ich fhle
alles und begreife nichts.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Es liegt in der Natur der Menschen, die Notwendigkeit der Dinge
geduldig zu ertragen, nicht aber den bsen Willen des anderen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert,
sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu
genieen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Man mu viel gelernt haben, um ber das, was man nicht wei, fragen zu
knnen.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Seitdem sich die Menschen herausgenommen haben, Gott eine Sprache zu
verleihen, hat ihn jeder auf seine Weise sprechen und sich von ihm
sagen lassen, was er gewollt hat.
		-- Jean Jacques Rousseau (Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars)
%
Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat
mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu
untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zu geben, heit
ihren Schpfer beleidigen.
		-- Jean Jacques Rousseau (Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars)
%
Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist
ist der Tyrannei nur zu gnstig, als da sie nicht immer Gewinn daraus
geschlagen htte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.
		-- Jean Jacques Rousseau (Der Gesellschaftsvertrag IV,
                   ber die staatsbrgerliche Religion)
%
Die Protestanten sind im allgemeinen viel unterrichteter als die
Katholiken, und das erklrt sich dadurch, da die Lehre der einen die
kritische Besprechung verlangt, die Lehre der anderen hingegen blinde
Unterwerfung fordert.
		-- Jean Jacques Rousseau (Bekenntnisse)
%
Wenn man nur dem Gehr geschenkt htte, was Gott zum Herzen der
Menschen gesagt hat, so htte es niemals mehr als eine Religion auf
der Erde gegeben.
		-- Jean Jacques Rousseau
%
Der Schein einer Religion berhebt sie der Mhe, wirklich eine zu
besitzen.
		-- Jean Jacques Rousseau (Brief an Erzbischof Beaumont, 1762)
%
Glcklich, wer sich am Rande des Abgrundes erkennt und den Sturz 
vermeidet! Soll man aber mitten im schnellen Lauf darauf hoffen, da man 
innehalten kann?
		-- Jean Jacques Rousseau (an d'Alembert)
%
Es gibt fr denjenigen keine abscheulichen Gegenstnde mehr, der 
solche alle Tage sieht.
		-- Jean Jacques Rousseau (mile)
%
Willst du dich in Abhngigkeit von Menschen begeben, die du 
verachtest?
		-- Jean Jacques Rousseau (mile)
%
Der Wurf mag zuweilen nicht treffen, aber die Absicht verfehlt 
niemals ihr Ziel.
		-- Jean Jacques Rousseau (Trumereien eines einsamen Spaziergngers)
%
Es gibt so viele Leute, die nach oben steigen wollen, da es 
allezeit leicht ist, abzusteigen.
		-- Jean Jacques Rousseau (Julie oder Die neue Hlose)
%
Um eine junge Person folgsam zu machen, mu man sie nicht 
unglcklich machen; um sie sittsam zu machen, mu man sie nicht abstumpfen.
		-- Jean Jacques Rousseau (mile)
%
Es mag zu meinem Vorteil oder Nachteil ausfallen, ich frchte nicht, 
so gesehen zu werden, wie ich bin.
		-- Jean Jacques Rousseau (an Malesherbes, 1762)
%
Indem ich mich bemht habe, meine eigene Achtung zu verdienen, habe 
ich gelernt, auf die der anderen, die in der Mehrzahl gut ohne die meine 
auskommen, zu verzichten.
		-- Jean Jacques Rousseau (Narcisse)
%
Nehmen Sie der Liebe die Achtung, so ist sie nichts mehr.
		-- Jean Jacques Rousseau (Julie oder Die neue Hlose)
%
Wer wahre Achtung fr sich selbst hat, ist gegenber der ungerechten 
Verachtung andrer wenig empfindlich und frchtet nichts, als sie zu verdienen.
		-- Jean Jacques Rousseau (Julie oder Die neue Hlose)
%
Solange der Ackerbau geehrt wurde, gab es weder Elend noch Miggang, 
und es gab weit weniger Laster.
		-- Jean Jacques Rousseau (Letzte Antwort)
%
Der Adler fliegt allein,
der Rabe scharenweise;
Gesellschaft braucht der Tor,
und Einsamkeit der Weise.
		-- Friedrich Rckert (Die Weisheit des Brahmanen)
%
Je hher du wirst aufwrts gehn,
Dein Blick wird immer allgemeiner;
Stets einen greren Teil wirst du vom Ganzen sehn,
Doch alles einzelne immer kleiner.
		-- Friedrich Rckert (Vierzeilen)
%
Am Abend wird man klug
Fr den vergangenen Tag,
Doch niemals klug genug
Fr den, der kommen mag.
		-- Friedrich Rckert (Gedichte, Pseudonym: Freimund Raimar)
%
Vom Aberglauben ist Unglauben stets begleitet,
Und Aberglauben hat zum Glauben oft geleitet.
So im Unglauben ist der Glaube schon enthalten;
Durch Gottes Kraft geweckt, wird er sich draus entfalten.
		-- Friedrich Rckert (Gedichte, Pseudonym: Freimund Raimar)
%
Wuchern wird der Aberglaube,
Wo man weg den Glauben warf.
		-- Friedrich Rckert (Gedichte, Pseudonym: Freimund Raimar)
%
Der Erfolg ist offenbar,
Die Absicht aber ist niemals klar.
Drum wird man alle Menschengeschichten
Ewig nach dem Erfolge richten.
		-- Friedrich Rckert (Vierzeilen, Pseudonym: Freimund Raimar)
%
Je mehr es abwrts geht, je reicher wird das Leben.
		-- Friedrich Rckert (Die Weisheit des Brahmanen)
%
Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise.
		-- Friedrich Rckert (Pseudonym: Freimund Raimar)
%
Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er wei, da die Menschen
selbst einander die Hlle hei machen.
		-- Friedrich Rckert (Pseudonym: Freimund Raimar)
%
Erfahren wird seit tausend Jahren, doch du verfolgst umsonst die Spur.
Dir pat nicht, was fr dich ein anderer erfuhr, du mut es wieder
fr dich selbst erfahren.
		-- Friedrich Rckert (Pseudonym: Freimund Raimar)
%
Sorgen ertrinken nicht in Alkohol, sie knnen schwimmen.
		-- Heinz Rhmann
%
Alle Frauen sind Meister des geflsterten Wunschzettels.
		-- Heinz Rhmann
%
Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so
gut findet.
Ein Pessimist ist ein Mensch, der sich ber schlechte Erfahrungen
freut, weil sie ihm recht geben! 
		-- Heinz Rhmann
%
Wann verlt ein Zuschauer schon einmal das Kino und wurde in seiner
Seele angerhrt?
		-- Heinz Rhmann
%
Die Stcke werden immer lnger, die Regisseure scheinen sich immer
mehr selbst verwirklichen zu wollen.
		-- Heinz Rhmann
%
Erst wenn ein Anzug abgetragen ist, beginnt seine Glanzzeit.
		-- Heinz Rhmann
%
Man kann Humor nicht auftragen wie auf einem Servierteller. Der Ton
macht die Musik - und der Resonanzboden mu das Herz sein.
		-- Heinz Rhmann
%
Die Zeit ist zu kostbar, um sie mit falschen Dingen zu verschwenden.
		-- Heinz Rhmann
%
Keulen sind als Vernichtungswerkzeuge etwas aus der Mode. Aber das
Schicksal bedient sich ihrer noch.
		-- Heinz Rhmann
%
Lcheln ist das Kleingeld des Glcks.
		-- Heinz Rhmann
%
Erfllte Wnsche bedeuten Stillstand. Solange wir leben, mssen wir
unterwegs bleiben.
		-- Heinz Rhmann
%
Es kann so schn sein, alt zu werden, das Gefhl zu haben, das fast 
schon ein Glck ist, mehr von jenen Dingen zu wissen, an die man
frher nicht einmal gedacht hat. Weil man angeblich keine Zeit hatte.
		-- Heinz Rhmann
%
Ich bin dem Lieben Gott dankbar, da er mich so alt werden lie. In den 
letzten Jahren habe ich Dinge erlebt, die ich so noch nicht kannte.
		-- Heinz Rhmann
%
Freiheit ist eine schne Sache, aber nicht dann, wenn sie mit
Einsamkeit erkauft wird.
		-- Bertrand  A. W. Russell
%
Vollstndige Freiheit ist mit organisierter Gesellschaft unvereinbar,
aber das Ausma mglicher Freiheit in einer beliebigen Gemeinschaft
hngt davon ab, wieviel Spielraum fr Toleranz in ihrer allgemeinen
Weltanschauung bleibt.
		-- Bertrand Russel
%
Die Frage heute ist, wie man die Menschheit berreden kann, in ihr
eigenes berleben einzuwilligen.
		-- Bertrand  A. W. Russell
%
Es ist mglich, da sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen
Zeitalters befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, mu zuerst der
Drache gettet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist
die Religion.
		-- Bertrand A. W. Russell (Warum ich kein Christ bin)
%
Wenn alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten.
		-- Bertrand  A. W. Russel
%
Selsbt wernn ale Fachleute einer Meinung sind, knnen sie sehr wohl im
Irrtum sein.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Die Weltgeschichte ist die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wre
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Was die Welt braucht, ist nicht ein Dogma, sondern eine Bejahung der
wissenschaftlichen Forschung zusammen mit dem Glauben, da die Qualen
von Millionen nicht wnschenswert sind, ob sie nun von Stalin oder
einer Gottheit, die sich der Glubige als sein Ebenbild vorstellt,
verhngt werden.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Wenn man sich auf der Welt umsieht, so mu man feststellen, da jedes
bichen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der
Strafgesetze, jede Manahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt
zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der
Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von
den organisierten Kirchen der Welt bekmpft wurde. Ich sage mit
vollster berzeugung, da die in ihren Kirchen organisierte
christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in
der Welt war und ist.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Die Welt, in der wir leben, lt sich als das Ergebnis von Wirrwarr
und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist,
mu es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall
fr eine weniger peinliche und plausiblere Erklrung.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
In der Weltpolitik spritzt mancher, der sich als Feuerwehrmann
ausgibt, mit Benzin.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Mehrheiten zementieren das Bestehende, Fortschritt ist nur ber
Minderheiten mglich.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Traditionalismus bedeutet, da man einem silbernen Salzstreuer, aus
dem kein Salz kommt, den Vorzug gibt vor einem aus Plastik, der
tatschlich Salz streut.
		-- Bertrand  A. W. Russell
%
Die Wissenschaftler bemhen sich, das Unmgliche mglich zu machen.
Die Politiker bemhen sich oft, das Mgliche unmglich zu machen.
		-- Bertrand  A. W. Russell
%
So kann also die Mathematik definiert werden als diejenige
Wissenschaft, in der wir niemals das kennen, worber wir sprechen, und
niemals wissen, ob das, was wir sagen, wahr ist.
		-- Bertrand  A. W. Russell
%
Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern
wie Bume. Das Christentum in der uns bekannten Form hat seine Zeit
gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in bereinstimmung steht mit
der Wissenschaft und dennoch fr ein gutes Leben hilfreich ist.
		-- Bertrand A. W. Russell (Autobiographie)
%
Wir haben eine doppelte Moral: eine, die wir predigen, aber nicht
anwenden, und eine andere, die wir anwenden, aber nicht predigen.
		-- Bertrand  A. W. Russell
%
Unsere Instinkte wirken nach zwei Richtungen - die eine strebt die
Frderung unseres eigenen Lebens und das unserer Nachkommen an, die
andere will das Dasein vermeintlicher Konkurrenten beeintrchtigen.
Die erste umfat Lebensfreude, Liebe und Kunst, die, psychologisch
gesehen, in der Liebe wurzelt. Zur zweiten gehren Wetteifer,
Patriotismus und Krieg. Die herkmmliche Moral tut alles, um die erste
zu unterdrcken und die zweite zu frdern.
		-- Bertrand A. W. Russell (Anleitungen zur Skepsis)
%
Die gngige Moral will stets unterdrcken.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Die Regeln der Moral sollten so sein, das sie nicht das natrliche
Glck unmglich machen.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Von jeher sind die Christen eher der Masse gefolgt als dem Stifter
ihrer Religion.
		-- Bertrand A. W. Russell (Moral)
%
Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einflu auf die
Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man smtliche
historischen Beweise ignoriert oder flscht.
		-- Bertrand A. W. Russell (Warum ich kein Christ bin)
%
Moralisten sind Leute, die sich jedes Vergngen versagen, auer jenem,
sich in das Vergngen anderer Leute einzumischen.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Bei uns sind diejenigen, die als moralische Leuchten gelten, Menschen,
die selber auf gewhnliche Freuden verzichten und, um sich selbst
schadlos zu halten, anderen die Freude verderben.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Was das Glck betrifft, so haben weder Erfahrung noch Beobachtung in
mir den Eindruck erweckt, da Glubige im Durchschnitt glcklicher
oder unglcklicher seien als Glaubenslose.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal
machen, denn die Auswahl ist so gro.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im
Widerspruch steht.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Mierfolg - ein kleiner Umweg auf dem Weg zum Erfolg.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Wir brauchen eine Sittlichkeit, die sich auf Liebe zum Leben, auf
Freude am Wachstum und wirklichen Erfolgen, nicht aber auf
Unterdrckung und Verbote grndet.
		-- Bertrand A. W. Russell (Anleitungen zur Skepsis)
%
Der moderne Mensch betrachtet Geld als ein Mittel, zu mehr Geld zu
kommen.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Wer wirklich Autoritt hat, wird sich nicht scheuen, Fehler zuzugeben.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Die Fhigkeit, seine Mue klug auszufllen, ist die letzte Stufe der
persnlichen Kultur.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Es ist ein Jammer, da die Dummkpfe so selbstsicher sind und die
Klugen voller Zweifel. 
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Manche Menschen wrden eher sterben als nachzudenken.
Und sie tun es auch.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Ein Proze, der von der Ambe zum Menschen gefhrt hat, schien den
Philosophen augenscheinlichen Fortschritt zu bedeuten - aber ob die
Ambe dieser Auffassung zustimmen wrde, ist nicht bekannt.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Ein Mathematiker wei nie, wovon er spricht, noch ob das, was er sagt,
wahr ist.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Furcht macht fanatisch.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Die Religion sttzt sich vor allen und hauptschlich auf die Angst.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren
Elends fr die menschliche Rasse.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte
Propaganda mundgerecht machen knnte.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und
unnatrliche Einstellung zur Sexualitt.
		-- Bertrand A. W. Russell (Warum ich kein Christ bin)
%
Soweit ich wei, wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der
Intelligenz gesungen.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Als Christus die Menschen lehrte, einander zu lieben, erregte er eine
solche Emprung, da die Menge schrie: 'Kreuzige ihn!'
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Alles wohl erwogen glaube ich nicht, da religiser Glaube eine Kraft
zum Guten gewesen ist.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Ich bin selbst gegenber allen bekannten Religionen Dissident, und ich
hoffe, da jede Art religiser Glubigkeit ausstirbt.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine
grere Bereitschaft zu Verfolgungen.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Das ist der Grundgedanke: da wir alle schlecht wren, hielten wir uns
nicht an die christliche Religion. Mir scheint es, da der grte Teil
der Menschen, dier sich daran gehalten hatte, auerordentlich schlecht
war. Es ergibt die seltsame Tatsache, da die Grausamkeit um so grer
und die allgemeine Lage um so schlimmer waren, je strker die Religion
in ihrer vollen einer Zeit und je fester der dogmatische Glaube war.
		-- Bertrand A. W. Russell (Warum ich kein Christ bin)
%
Die Christen versichern uns, da ihre Religion eine Religion der Liebe
sei, aber die Annahme des Christentums durch den rmischent Staat zu
Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in
unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Es ist gut zu wissen, da Gott auf unserer Seite steht, aber es
verwirrt ein wenig, wenn man herausfindet, da der Feind gleichermaen
vom Gegenteil berzeugt ist.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Als Benjamin Franklin den Blitzableiter erfand, verdammte ihn der
Klerus sowohl in England wie in Amerika, leidenschaftlich untersttzt
von Georg III, als einen frevelhaften Versuch, den Willen Gottes zu
besiegen. Denn alle rechtdenkenden Menschen wuten, der Blitzschlag
wird von Gott geschickt, um die Gottlosigkeit oder eine andere schwere
Snde zu bestrafen...
		-- Bertrand A. W. Russell (Essays in skepticism)
%
Es ist lange her, da sich die menschliche Phantasie die Hlle
ausgemalt hat, aber erst durch ihre jngst erworbenen Fertigkeiten ist
sie in die Lage versetzt worden, ihre einstigen Vorstellungen zu
verwirklichen.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wren
sehr berrascht, wenn sie wten, wie wenig die anderen ber sie
nachdenken.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Angst ist die Hauptquelle des Aberglaubens und eine der Hauptquellen
der Grausamkeit.
		-- Bertrand A. W. Russell
%
Wahre Sittlichkeit im Geschlechtsleben ... beruht im Wesentlichen auf
Achtung der Persnlichkeit des andern und einem inneren Widerstreben,
diesen ohne Rcksicht auf seine eigenen Wnsche lediglich als Mittel
zum Zwecke persnlicher Triebsttigung zu gebrauchen.
		-- Bertrand Russell
%
Alles ist schwierig, bevor es leicht wird.
		-- Moslik Saadi
%
Der Alkohol ist eine Brcke, aber kein Weg.
		-- Alexander von Sacher-Masoch
%
Die Menschen nehmen Dinge in der Bibel hin, die sie im gewhnlichen
Leben verabscheuen.
		-- Vita Sackville-West (Erloschenes Feuer)
%
Nichts verschafft einem so schnell Achtung, wie wenn man seine
Mitmenschen wissen lt, da man ihnen gewachsen ist.
		-- Vita Sackville-West (Erloschenes Feuer)
%
Frieden ist viel wertvoller als ein Stck Land.
		-- Muhamad Anwar Al Sadat
%
Ich freue mich ber Verleumdungen, denn sie lenken von der Wahrheit
ab.
		-- Marquis de Sade
%
Eine Liebeserklrung ist wie eine Erffnung beim Schach: Die
Konsequenzen sind unbersehbar.
		-- Hans Shnker
%
Wir knnen nicht das geringste tun, um das Eindringen einer
fortgeschrittenen Zivilisation in unser Sonnensystem zu verhindern,
denn sie wre uns wissenschaftlich und technologisch turmhoch
berlegen.  Bsartige Absichten jedoch brauchen wir ihr dennoch
nicht zu unterstellen, scheint doch allein schon ihr langer
Bestand darauf hinzudeuten, da ihre Vertreter mit ihresgleichen
und anderen leben gelernt haben.
		-- Carl Sagan (Unser Kosmos)
%
Wir bewltigen unseren Alltag fast ohne das geringste Verstndnis der
Welt.
		-- Carl Sagan
%
Eine Dame trgt keine Kleider. Sie erlaubt den Kleidern, von ihr
getragen zu werden.
		-- Yves Saint-Laurent
%
In feierlichen Augenblicken schreitet jeder auf Stelzen einher. Erst 
im alltglichen Leben zeigen wir uns, wie wir sind.
		-- Robert Saitschick
%
Entwicklungshilfe nimmt das Geld der Armen in den reichen Lndern und
gibt es den Reichen in den armen Lndern.
		-- Achmed Mohamed Saleh
%
Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfaugen unsere
eigenen.
		-- Franz von Sales
%
La dich gut beraten, bevor du beginnst. Doch wenn du dich
entschieden hast, handle sofort.
		-- Sallust
%
Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist
Mangel.
		-- Salomo
%
Potente Offenbarungs-Religionen kennen - wenn man ihnen den Freiraum
lt - allzu hufig nur eine Maxime, den Umgang mit dem Andersdenkenden
betreffend: Du wirst dran glauben - oder: Du wirst dran glauben! Eine
Maxime, die nicht nur zur Zeit der Kreuzzge brutal umgesetzt wurde.
		-- M.S. Salomon (eigentl. Michael Schmidt-Salomon)
%
Ist Weltfrieden ohne religise Abrstung berhaupt mglich?
		-- M.S. Salomon (eigentl. Michael Schmidt-Salomon)
%
Es ist falsch, mit dem Zahnstocher an Probleme heranzugehen, wenn der
Abbruchhammer verlangt wird.
		-- M.S. Salomon (eigentl. Michael Schmidt-Salomon)
%
Fngst du dir zu beweisen an,
da du noch jung geblieben bist, dann,
lieber Freund, denk stets daran,
da dies ein Alterszeichen ist.
		-- Wolfgang Salpeter
%
Sie sind ein gutes Beispiel dafr, warum manche Tiere ihre Jungen auffressen.
		-- Jim Samuels zu einem Zwischenrufer
%
Es ist ungerecht, Priestern in unserer Zeit immer noch das Heiraten zu
verbieten. Womit haben sie dieses Privileg verdient?
		-- Ramon Sanchez
%
rzte knnen ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen
Kunden nur raten, Efeu zu pflanzen.
		-- George Sand (eigentl. Amandine-Aurore-Lucie Grfin de Dudevant)
%
Zum Heiraten gehren immer zwei:
Ein Mdchen und seine Mutter.
		-- Adele Sandrock
%
Das Kind hat den Verstand meistens vom Vater, weil die Mutter ihren
noch besitzt.
		-- Adele Sandrock
%
Der Jngling, der keine Trnen vergossen hat, ist ein Wilder. Der 
Greis, der nicht lachen will, ist ein Narr.
		-- George de Santayana
%
Wer sich an die Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt,
sie zu wiederholen.
		-- George Santayana
%
Fanatismus besteht im Verdoppeln der Anstrengung, wenn das Ziel
vergessen ist.
		-- George de Santayana
%
Vielleicht besteht die einzige Wrde des Menschen in seiner Fhigkeit,
sich achten zu knnen.
		-- George de Santayana
%
Das Gedchtnis der Menschen ist das Vermgen, den Bedrfnissen der
Gegenwart entsprechend die Vergangenheit unzudeuten.
		-- George de Santayana
%
Gesellschaft ist wie die Luft: notwendig zum Atmen, aber nicht
ausreichend, um davon zu leben.
		-- George de Santayana
%
Die hchste Form der Eitelkeit ist die Ruhmesliebe.
		-- George de Santayana
%
Dem Mutigen gehrt die Welt - aber der Feige lebt lnger!
		-- Carlo Santuzzi
%
Eine Frau kann vielleicht wunschlos glcklich sein, aber niemals
sprachlos glcklich.
		-- Moritz Saphir
%
Ahnungslosigkeit ist eine gute Waffe.
		-- Nathalie Sarraute
%
Teamwork ist, wenn fnf Leute fr etwas bezahlt werden, was vier
billiger tun knnen, wenn sie nur zu dritt wren und zwei davon
verhindert.
		-- Charles Saunders
%
Frauen vereinfachen unseren Schmerz, verdoppeln unsere Freude und
verdreifachen unsere Ausgaben.
		-- James Saunders
%
Das Gute an einer Glatze ist, da man immer adrett aussieht.
		-- Telly Savalas
%
Der beste Schutz gegen Haarausfall ist eine Glatze.
		-- Telly Savalas
%
Wer auf Erden jemals Chef einer Koalitionsregierung war, dem bleibt
nach dem Tode das Fegefeuer erspart.
		-- Mario Scelba
%
Absurd ist, wenn ein konfessionsloser Richter einen gottlosen Gauner 
ins Gebet nimmt.
		-- Fritz-J. Schaarschuh
%
Alkohol ist fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Nun 
hat sie daran zu beien.
		-- Hardy Scharf
%
Lieber ein Rcktritt als zwei, die vorne bremsen.
		-- Rudolph Scharping
%
Gehen wir freiwillig oder werden wir gerufen?
		-- Rudolf Scharping
%
Das Vorhandensein unwrdiger Reprsentanten erweist die
Lebensfhigkeit einer Organisation.
		-- Richard Schaukal
%
Es gehrt schon unwahrscheinliches Glck dazu, eine Drehtr, die man
als Dritter betreten hat, als zweiter zu verlassen.
		-- Walter Scheel
%
Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die ffentliche
Meinung abzuklopfen und dann das Populre zu tun. Aufgabe des
Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populr zu machen.
		-- Walter Scheel
%
Wer sich nicht achtet, ehrt die Frauen nicht;
Wer nicht die Frauen ehrt, kennt er die Liebe?
		-- Leopold Schefer (Laienbrevier)
%
Der Narr stolpert ber den Abgrund, in den der Weise regelrecht 
fllt.
		-- Joseph Victor von Scheffel (Ekkehard)
%
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter.
Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
		-- Joseph Victor von Scheffel (Lieder Jung Werners)
%
Hre geduldig den an, der mit dir spricht, und beeile dich nicht, ihn
zu unterbrechen. Man fngt keine Unterhaltung mit Antworten an.
		-- Schehersad (Tausend und Eine Nacht)
%
Eine Diskussion mit dem Regisseur beginnen Schauspieler immer dann,
wenn sie den Text nicht knnen.
		-- Otto Schenk
%
Nie verzeiht dir eine Frau, da sie dir etwas verzeihen mu.
		-- Maria Schell
%
Wer am morgen ein Stunde verliert, mu ihr den ganzen Tag nachlaufen.
		-- Josef Konrad Scheuber
%
Frher gab es Mrchenerzhler, heute Politiker.
		-- Hans Bernhard Schiff
%
Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht todzukriegen
sind.
		-- Hans Bernhard Schiff
%
Eine Betriebsanalyse ist eine kostspielige Methode, durch
betriebsfremde Fachleute das ermitteln zu lassen, was man im Betrieb
seit 20 Jahren wei.
		-- Michael Schiff
%
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
		-- Ferdinand von Schill
%
Die katholische Kirche begeht wieder einmal den strategischen Irrtum,
mit kmpferischem Mut die gestrigen Barrikaden zu besteigen.
		-- William S. Schlamm
%
In der Politik ist nicht alles richtig, was rechtens ist.
		-- Rezzo Schlauch
%
Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als 
eine Anordnung hherer Mchte anerkennt.
		-- Carl Ludwig Schleich
%
Ein Glaube, der unruhig macht, ist Aberglaube.
		-- Carl Ludwig Schleich
%
Nur derjenige Staat verdient Aristokratie genannt zu werden, in
welchem wenigstens die kleinere Masse, welche die grere
despotisiert, eine republikanische Verfassung hat.
		-- Friedrich Schlegel (Athenumsfragmente)
%
Ein Geistlicher ist, wer nur im Unsichtbaren lebt, fr wen alles
Sichtbare nur die Wahrheit einer Allegorie hat.
		-- Friedrich Schlegel (Ideen)
%
Wer nicht verachtet, der kann auch nicht achten.
		-- Friedrich Schlegel (Lucinde)
%
Tugend ist zur Energie gewordene Vernunft.
		-- Friedrich Schlegel
%
Verbindet die Extreme, so habt Ihr die wahre Mitte.
		-- Friedrich Schlegel
%
Mysterien sind weiblich; sie verhllen sich gern, aber sie wollen doch
gesehen und erraten sein.
		-- Friedrich Schlegel
%
Die Religion ist das Gefhl der schlechthinnigen Abhngigkeit.
		-- Friedrich Schleiermacher
%
La dir keine Grenzen setzen in deiner Liebe, nicht Ma, nicht Art,
nicht Dauer!
Ist sie doch dein Eigentum: Wer kann sie fordern?
		-- Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher
%
Die Phantasie aber ist das eigentlich Individuelle und Besondere eines
jeden.
		-- Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher
%
Ein Kamel ist ein Rennpferd, das von einem Komitee entworfen wurde.
		-- B. Schleppey
%
Jeder kann seine eigene Meinung haben, aber manche verdient Prgel.
		-- B. Schleppey
%
Der Unterschied zwischen Psychiater und Patient: Der eine hat die
Schlssel.
		-- B. Schleppey
%
Talent bedeutet Energie und Ausdauer. Weiter nichts.
		-- Heinrich Schliemann
%
Wer immer auf sein Recht pocht, bekommt wunde Finger.
		-- Volker Schlndorff
%
Ideologie: Philosophie aus Fertigbauteilen.
		-- Horst Dieter Schlosser
%
Unsere abendlndische Kultur, auf Altertum und Renaissance beruhend,
ist im hrtesten Kampf gegen die ausgesprochen kulturhemmenden Krfte
des Christentums entstanden!
		-- Arno Schmidt
%
Ich kenne niemanden, der so oft Recht hat wie ich.
		-- Arno Schmidt
%
Je mehr wir planen, regeln, reglementieren, desto mehr nimmt das Chaos
zu. Das mute man einmal einsehen: Das Chaos ist die Ordnung.
		-- Aurel Schmidt
%
Mnner werden nicht schwul, weil sie keine Frau abkriegen - das ist
nicht so wie bei Lespen.
		-- Harald Schmidt
%
Kirchen und Telekom - haben sie nicht viel gemeinsam? Haben sie nicht
beide ihr Monopol verloren?
		-- Harald Schmidt
%
Es ist wunderbar, da man im Fernsehen seine Defekte ausleben kann und
dafr auch noch bezahlt wird.
		-- Harald Schmidt
%
Wer sich stndig kontrolliert und anpat, hat keine Ausstrahlung.
		-- Renate Schmidt
%
Nach der kirchlichen Morallehre wre es nur konsequent, wenn der Papst
das Zlibat fr alle Menschen fordert.
		-- Ulla Schmidt
%
Meine These ist: Die scheinbar neuen Herausforderungen sind so neu
nicht. Wir haben sie nur jahrelang vor dem Hintergrund einer blhenden
Weltkonjunktur verdrngen knnen. Wir sind von der Konjunktur verwhnt
worden.
		-- Heyo Schmiedeknecht
%
Erst der Alltag bringt das Nichts des Tages zutage.
		-- Thomas Schmitz
%
Vor dem Sieg des Christentums verlangt man, da der Staat keinen zu
einer bestimmten Gottesverehrung zwingen darf, dann aber verlangt man
im dem gleichen Ton, da er alle zur eigenen Gottesverehrung der
Christen zwingen mu, und zwar mit Anwendung aller Gewalt.
		-- Carl Schneider
%
Eine richtige Frau wirkt voll bekleidet auf einen Mann anziehender als
ein nacktes Weib.
		-- Romy Schneider
%
Alle Menschen, die sonst nicht verhindern, wollen nun Aids vernindern.
		-- Werner Schneider
%
Man mte sich die Unbestechlichkeit bezahlen lassen knnen.
		-- Werner Schneyder
%
Wir machen immer einen Fehler: Wir investieren Gefhle, statt sie zu
verschenken.
		-- Werner Schneyder
%
Einsamkeit ist Belstigung durch sich selbst.
		-- Werner Schneyder
%
Wenn Karrieren schwindelnde Hhen erreichen, ist der Schwindel hufig
nicht mehr nachzuweisen.
		-- Werner Schneyder
%
Die Zeiten der Wettkmpfer sind die einzigen, die immer besser
geworden sind.
		-- Werner Schneyder
%
Die Feministinnen zumen die Sache vom Schwanz her auf.
		-- Werner Schneyder
%
Religis wre einer, der versucht, das Nachleben nach dem Tod vor dem
Tod vorzuleben.
		-- Werner Schneyder
%
Das groe Verdienst der Weltreligionen ist, da sie den Soldaten die
Angst vor dem Jenseits genommen haben.
		-- Werner Schneyder
%
Venedig und Wien versinken - aber bei Venedig wei man wenigstens,
wohin.
		-- Werner Schneyder
%
Es ist falsch zu sagen: Der alte Mensch wrde wieder zum Kinde. Er ist
immer Kind geblieben, nur zeigte er es auf der Mittelstufe des Lebens
nicht, weil er sich da dessen schmte.
		-- Wilhelm von Scholz
%
Es geht darum, da man seine Gedanken nicht direkt vom Bauch
auf die Zunge bringt.  Der Umweg ber den Kopf ist dringend notwendig.
		-- Friedrich Schorlemmer 23.3.1992
%
Schon in der Formulierung "Das ungeborene Leben" wird die Frau 
als Person ausgeblendet.
		-- Luise Schotthoff
%
Ihr Deutsch ist das superlativste, das ich kenne.
		-- Georg Schramm
%
Ab 50 denkt man beim Schuhe zubinden darber nach, was man sonst noch
alles erledigen kann, wenn man schon einmal hier unten ist.
		-- Horst Schrodt
%
Ich will das Revue kapitulieren lassen.
		-- Bundeskanzler Gerd Schrder
%
Sex will einen Krper, Liebe einen Menschen.
		-- Jrg Schrder
%
Alle Menschen sind Brder - schon seit Kain & Abel
		-- Ulla Schrder
%
So ehrlich kann ein Mensch gar nicht sein, da er sich nicht selbst
belgt.
		-- Rupert Schtzbach
%
Auf der untersten Sprosse der Erfolgsleiter ist die Unfallgefahr am
geringsten.
		-- Rupert Schtzbach
%
Aus berzeugung schweigen ist die freiwillige Art, auf den Mund
gefallen zu sein.
		-- Rupert Schtzbach
%
Kein Kleidungsstck ist so stark modischen Einflssen unterworfen wie
ein Deckmantel.
		-- Rupert Schtzbach
%
Immer und berall seinen guten Willen zu bekunden ist ein Zeichen von
Willensschwche.
		-- Rupert Schtzbach
%
Wer sich keine Illusionen macht, kann es sich leisten, welche zu
besitzen.
		-- Rupert Schtzbach
%
Nichts ist endgltiger als vorlufig.
		-- Sigrid Schulze
%
Wer sich zu sicher ist, gert leicht in einen alltglichen Trott.
		-- H. und S. Schumacher
%
Wir leben in einer Demokratie, und jeder kann frei entscheiden, 
welche Sportart er machen mchte.
		-- Michael Schumacher
%
Aktivisten sind selten. In der Mehrzahl sind doch die Passivisten, 
die, die vom Leben gelebt werden.
		-- Peter E. Schumacher
%
Die erste Konzeption ist immer die natrlichste und beste.
Der Verstand irrt, das Gefhl nicht.
		-- Robert Schumann
%
Ideale sind wie Sterne, man kann sie nicht erreichen,
aber man kann sich nach ihnen orientieren.
		-- Carl Schurz
%
Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen,
der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glck.
		-- Charles Michael Schwab
%
Die Patienten sind sauer weil sie demnchst beim Arzt Eintritt bezahlen
mssen.  Da kann ich Ihnen nur dringend empfehlen: Werden Sie am besten
gleich selber Arzt.  Das ist berhaupt kein Problem.  Ich hab's mal
nachgerechnet. Die Zeit, die man whrend seines Lebens im Wartezimmer
verbringt wrde ausreichen, um selber Medizin zu studieren.
Dann kommen Sie nicht ins Wartezimmer, sondern gleich in die rztekammer.
Das grobe Umrechnugsverhltnis bei der Warterei ist brigens 5:1: Also
50 Minuten warten um 10 Minuten gewartet zu werden.  Das macht zusammen
60 Minuten und deswegen heit der Gesamtvorgang "Sprechstunde".
		-- Werner Kurt Schwader
%
In Deutschland darf man mit 18 Jahren Bundeskanzler werden
(15 Bundeswahlgesetzt).  Das Erwachsenenstrafrecht gilt hingegen
erst ab 21 Jahren.  Da wird dann, wenn's dumm luft der Angriffskrieg
nach dem Jugendstrafrecht geandet: Sechs Wochen den Wald putzen fr
in sterreich einmarschieren.
		-- Werner Kurt Schwader
%
Die Amerikaner sind gerade auch ein bichen sauer auf uns weil wir beim
Irak-Krieg nicht so richtig mitmachen.  Die Amerikaner sagen: Wren
wir nicht 1944 nach Europa gekommen, dann wren wir heute alle noch Nazis.
Sicher, aber wren wir Europer nicht 1492 nach Amerika gekommen, dann
wrt Ihr alle noch Indianer.
		-- Werner Kurt Schwader
%
4 der Durchfhrungsverordnung zum Heilpraktikergesetz: "Als Behrde im Sinne
des Gesetzes gilt der Reichsminister des Inneren sowie der Stellvertreter
des Fhrers."  Im Jahre 2003 ein gltiger Paragraph.  Es hat auch eine gewisse
Logik, denn es geht ja hier um das "Heil"praktikergesetzt.
		-- Werner Kurt Schwader
%
Artikel 21 der hessischen Landesverfassung: "Bei besonders schweren
Straftaten kann gegen den Tter die Todesstrafe verhngt werden."
Bayern ht man's zugetraut - Hessen machts.  Natrlich, im Grundgesetz ist
die Todesstrafe abgeschaft und Bundesrecht bricht Landesrecht, aber
so steht das tatschlich seit 1947 in der hessischen Landesverfassung.
		-- Werner Kurt Schwader
%
Wenn man Roland Koch mit irgendwelchen Nazigren vergleicht, da mu man
aufpassen, da gibt es einen Paragraphen. Das ist Verunglimpfung des
Andenkens Verstorbener.
		-- Werner Kurt Schwader
%
31 Ehegesetz: "Ein Ehegatte kann die Aufhebung der Ehe begehren, wenn
er bei der Eheschlieung nicht gewut hat, da es sich um eine Eheschlieung
handelt."
		-- recherchiert von Werner Kurt Schwader
%
Reisekostengesetz: "Stirbt ein Beamter whrend einer Dienstreise, so ist die
Dienstreise beendet."
		-- recherchiert von Werner Kurt Schwader
%
Das Vlkerrecht ist ungefhr so hoch, so breit und pat tatschlich in
jeden Amerikanischen Papierkorb.
		-- Werner Kurt Schwader
%
Disziplin ist die Fhigkeit, dmmer zu erscheinen als der Chef.
		-- Hans Schwarz
%
Es gibt auch so etwas wie genozidalen Pazifismus.
		-- Stefan Schwarz
%
Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen; sie hatten bisher nur
nicht so viel Gelegenheit, sich die Hnde schmutzig zu machen.
		-- Alice Schwarzer
%
Keine Automation wird die Broarbeit je so vereinfachen wie der
Papierkorb.
		-- Karl Schwarzer
%
Chefs sind auch nur Menschen - sie wissen es nur nicht.
		-- Karl Schwarzer
%
Moderne Journalisten erkennt man daran, da sie schreiben knnen, aber
nicht denken.
		-- Karl Schwarzer
%
bergewicht ist nur eine Frage der Gre.
		-- Karl Schwarzer
%
Die Natur macht Frauen verschieden - die Mode macht sie gleich.
		-- Christina von Schweden
%
Ich liebe den Sturm und frchte die Stille.
		-- Christina von Schweden
%
Geduld ist die Tugend der Kraft- o. Mutlosen.
		-- Christina von Schweden
%
Das Leben ist ein Spiel. Man macht keine greren Gewinne, ohne
Verluste zu riskieren.
		-- Christina von Schweden
%
Wer eigentlich hat unsere alte Erde wie einen fetten Braten nur mit
soviel Absurditt gespickt?
		-- Christa Schyboll
%
Karikaturen sind geistige Akupunktur ohne therapeutische Absicht.
		-- Ronald Searle
%
Eine treffende Karikatur ist optisches Juckpulver.
Sie zwingt den Betroffenen sich zu kratzen.
		-- Ronald Searle
%
Der wahre Humor ist schwarz mit einer schmalen weien Borte.
		-- Ronald Searle
%
Ein moderner Kritiker ist ein Mann, der sehr bse wird, wenn dem
Publikum etwas gefllt, was er nicht mag.
		-- Erich Segal
%
Kunst ist das Fenster, durch das Mensch seine hhere Fhigkeit
erkennt.
		-- Giovanni Segantini
%
Arme Menschen, die schon von Geburt an sehr alt sind!
		-- Ina Seidel
%
Entrstung - ein Gallenwespenprodukt, das im wesentlichen aus Schaum
besteht.
		-- Heinrich Wolfgang Seidel
%
Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der Vorteil
aufhrt.
		-- Haile Selassie I.
%
Wenn man die Inschriften auf den Friedhfen liest, fragt man sich
unwillkrlich, wo denn eigentlich die Schurken begraben liegen.
		-- Peter Sellers
%
Ein Gentleman ist ein Mann, der eine Frau so lange beschtzt, bis er
mit ihr allein ist.
		-- Peter Sellers
%
Den Mchtigsten in de Familie erkennt man darn, da er bestimmt,
welches Fernsehprogramm eingeschaltet wird.
		-- Peter Sellers
%
Chirurgen sind die einzigen Menschen, die ohne fremden Blinddarm und
ohne fremde Mandeln nicht leben knnen.
		-- Peter Sellers
%
Die Kirche ist eine ausgeflippte Braut, die mitten auf dem Marktplatz
mit Bankiers und Diplomaten hurt und kleinen onanierenden Kindern das
Leben sauer macht.
		-- W. Senakowsky
%
Das X ist der Klappstuhl des Alphabets.
		-- Ramn Gmez de la Serna
%
Das ble am Sparen ist, da man nicht wei, ob man fr das Leben
oder Tod spart.
		-- Ramn Gmez de la Serna
%
Es sind in der Welt viele Mittel, ehrlich zu leben, und wenn keines
mehr ist, finden sich doch einige, nicht mehr zu leben. Wer nach
meiner berzeugung seine Pflicht getan hat, darf sich am Ende, wenn
ihn die Krfte verlassen, nicht schmen, abzutreten.
		-- Johann Gottfried Seume (Spaziergang nach Syrakus)
%
Privilegien aller Art sind das Grab der Freiheit und Gerechtigkeit.
		-- Johann Gottfried Seume
%
Dem Beobacher ist das kommende Jahr immer der Kommentar des
vergangenen.
Wer etwas heller sieht, hat ihn oft nicht ntig.
		-- Johann Gottfried Seume
%
Die Edeln und der Adel stehen gewhnlich im Gegensatze.
		-- Johann Gottfried Seume, Apokryphen 
%
Ein Glck fr die Despoten, da die eine Hlfte der Menschen nicht
denkt und die andere nicht fhlt.
		-- Johann Gottfried Seume
%
Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie gro.
		-- Johann Gottfried Seume
%
Mitrauen kommt nie zu frh, aber oft zu spt.
		-- Johann Gottfried Seume
%
Belaste dich nicht mit Ha. Es ist eine schwerere Brde, als du
denkst.
		-- Marie de Svign
%
Ich will zugeben, da eine einzige Vorhersage Jesu Christi
unbestreitbar eingetroffen ist: Ich komme nicht Frieden zu bringen auf
Erden, sondern das Schwert.
		-- Percy Bysshe Shelley
%
Das Blut, welches die Bekenner des Gottes der Barmherzigkeit und des
Friedens seit der Einfhrung seiner Religion vergossen haben, wrde
wahrscheinlich gengen, um die Anhnger aller anderen Sekten, die
jetzt auf der Erdkugel wohnen, zu ersufen.
		-- Percy Bysshe Shelley
%
Ich behaupte, da die Religion das Kind des kalten Vorurteils und der
egoistischen Angst ist. Liebe zu Gott, zu Christus und zum Heiligen
Geist (das ist alles dasselbe) entspringt gewi letzterem Motiv.
		-- Percy Bysshe Shelley
%
Barbarische und unzivilisierte Vlker haben bereinstimmend, unter
verschiedenen Namen, einen Gott angebetet, dessen Modell sie selber
waren; rachschtig, blutdrstig, kriecherisch und launisch.
		-- Percy Bysshe Shelley
%
Eigentlich wollten sie ja wieder einen Affen in den Weltraum schieen,
aber dann erschien ihnen das doch zu grausam - und sie haben mich
genommen.
		-- Alan Shephard
%
Aus seinem inneren Wesen heraus mu der Verkufer dem Kunden als
Mensch Achtung und Interesse entgegenbringen - und nicht nur das
Interesse, das man an einem Geldautomaten hat, den man ausnehmen will.
		-- Paul Sherlock (Unternehmen als Kunden)
%
Hren Sie nicht auf das, was die Kritiker sagen. Fr einen Kritiker
ist noch nie ein Denkmal errichtet worden.
		-- Jean Sibelius
%
Das Credo des heutigen Menschen lautet:
'Ich glaube an das Image, an den Computer und an die Demoskopie.'
		-- Vittorio de Sica
%
Fernsehen ist das einzige Schlafmittel, das mit den Augen eingenommen
wird.
		-- Vittorio de Sica
%
Man mu den Mut haben, laut auszusprechen, da es fr die Menschen
besser ist, keinen Glauben zu haben, als nur einen Glauben um des
Glaubens willen.
		-- Friedrich Sieburg
%
Wie leicht wre die Welt zu regieren, wenn sie nicht aus Menschen
bestnde.
		-- Friedrich Sieburg
%
Obwohl es keine Oberschicht mehr gibt, wollen immer mehr Leute ihr
angehren.
		-- Friedrich Sieburg
%
Je jnger ein Land, um so mehr bemht es sich darum, eine Geschichte
zu haben.
		-- Friedrich Sieburg
%
Prominenz ist eine Eigenschaft, die nicht durch Auslese, sondern durch
Beifall zustande kommt.
		-- Friedrich Sieburg
%
Das Leben ist zu wichtig, um es ernstzunehmen.
		-- Corky Siegel
%
Man wird alt, wenn man sprt, da die Neugierde nachlsst.
		-- Andre Siegfried 
%
Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das
Durchhalten.
		-- Katharina von Siena (1347-1380)
%
Ein Schlagwort ist eine heruntergekommene Idee.
		-- Ignazio Silone
%
Viele Politiker, die in der Opposition geschmeidige Dsenjger waren,
werden an der Macht bedchtige Segelflieger.
		-- Ignazio Silone
%
Schicksal ist eine Erfindung der Feigen und Resignierten.
		-- Ignazio Silone
%
Miteinander zu sprechen ist besser als gegeneinander zu schweigen.
		-- Ignazio Silone
%
Der Brger des Wohlfahrtsstaates sehnt sich, wenn er satt ist, nicht
nach der Moral, sondern nach der Siesta.
		-- Ignazio Silone
%
Der Ruhm vieler Propheten beruht auf dem schlechten Gedchtnis ihrer
Zuhrer.
		-- Ignazio Silone
%
Entweder man mu sich auflehnen, oder man macht sich mitschuldig.
		-- Ignazio Silone
%
Wer vor fnfzig Jahren lebte, hatte zwar auch Probleme, aber er wute
zugleich auch die richtige Antwort.
		-- Georges Simenon
%
Jeder Mensch hat das Recht auf schlechte Laune. Man sollte das in die
Verfassung aufnehmen.
		-- Georges Simenon
%
Wir sind alle potentielle Romanfiguren - mit dem Unterscheid, da
sich Romanfiguren wirklich ausleben.
		-- Georges Simenon
%
Die Faulen haben keine Ahnung vom Reiz der Faulheit. Nur die Fleiigen
knnen den Miggang genieen.
		-- Georges Simenon
%
Sehr viele Menschen leben davon, da die Wahrheit auf Erden so schwer
zu finden ist: die Detektive, Rechtsanwlte, Richter, Schriftsteller,
Wissenschaftler, Philosophen, Geistliche und viele andere.
		-- Georges Simenon
%
Gebildet ist, wer wei, wo er findet, was er nicht wei.
		-- Georg Simmel
%
Eitelkeit ist der Wunsch, bei dem, was man tut, gesehen zu werden.
		-- Heide Simonis
%
Alkohol - Der Ursprung und die Lsung smtlicher Lebensprobleme.
		-- Homer Simpson
%
Man empfngt Menschen nach dem Kleide, und entlt ihn nach dem Verstand.
		-- Karl Simrock
%
Fr die Frau ist die Ehe immer ein Lotteriespiel. Fr den Mann beginnt
mit der Heirat der unwiderrufliche Abstieg.
		-- Frank Sinatra
%
Wenn sich ein Laster gengend verbreitet hat, wird eine Tugend daraus.
		-- Frank Sinatra
%
So mancher, der den Wunsch hat, ewig zu leben, wei oft nicht, wie er
eine kurze Stunde ausfllen soll.
		-- Upton Sinclair
%
Kultur ist, was der Metzger htte, wre er Chirurg.
		-- Conrad Singer
%
Halbwissen reicht fr Mnner aus.
		-- Hella von Sinnen
%
Grostadt-Bahnhofsbezirk: erogene Zone
Touristen: laufendes Kapital
		-- Hans-Horst Skupy
%
Entwhnungskur: Ende einer Schnapsidee.
		-- Hans-Horst Skupy
%
Junggesellen sind Mnner, die wissen, wie klein die Chance ist, da
man in einer Auster eine Perle findet.
		-- Bill Slater
%
Vertrauen Sie mir. Ich wei was ich tue.
		-- Sledge Hammer
%
Der Krieg ist zu langsam fr das Medium Fernsehen.
		-- Peter Slotterdijk
%
Achten die Menschen sich selbst, so achten sie gewhnlich auch die
fremde Persnlichkeit.
		-- Samuel Smiles (Charakter)
%
Wer selbst geachtet werden will, der mu die Eigenart seiner
Mitmenschen achten.
		-- Samuel Smiles (Charakter)
%
Keine Gesellschaft kann gedeien und glcklich sein, in der der weitaus
grte Teil ihrer Mitglieder arm und elend ist.
		-- Adam Smith
%
Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als
Sympathie der Gewohnheit.
		-- Adam Smith
%
Mnner sind gar nicht so primitiv, wie Frauen meinen - sie sind noch
viel primitiver.
		-- Kim Snolden
%
Nicht jeder, der fest im Sattel sitzt, kann auch reiten.
		-- Kim Snolden
%
Das beste an modernen Schlagern ist, da sie nicht lange modern
bleiben.
		-- Kees Snyder
%
Takt ist vor allem die Kunst des berhrens.
		-- Hans Shnker
%
Schlielich erreicht jeder Mensch jedes Ziel. Er mu es nur gengend
weit zurckstecken.
		-- Hans Shnker
%
Alles Wichtige lernt man von den Frauen, alles Unwichtige vergit
man bei ihnen. 
		-- Hans Shnker
%
Religion ist fr die meisten etwas, woran man glaubt, weil man glaubt,
da der andere daran glaubt.
		-- Hjalmar Sderberg
%
Tief in seinem Inneren wei jeder Mann, da er ein wertloser
Misthaufen ist. Er ist geil wie ein Vieh und schmt sich deswegen
zutiefst.
		-- Valerie Solanas (Radikalfeministin)
%
Den Mann ein Tier zu nennen heit ihm zu schmeicheln.
		-- Valerie Solanas
(Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung des Mannes - Society for
Cutting Up Men, S.C.U.M.)
%
Schulbildung schadet niemanden, sofern er sich spter die Mhe macht,
etwas Ordentliches zu lernen.
		-- Karel Soltan
%
Eine Konferenz ist eine Veranstaltung, wo viele hingehen und wenig
herauskommt.
		-- Karel Soltan
%
Journalisten benutzen mehr Wrter, als sie brauchen, um mehr zu sagen,
als sie wissen.
		-- Karel Soltan
%
Gerchte soll man erst ernst nehmen, wenn sie dementiert werden.
		-- Carl Sommer
%
Klatschspalten sind die Jungbrunnen der Prominenz.
		-- Carl Sommer
%
Mit Unternehmen und dem Internet ist es wie mit Teenagern und Sex.  Alle sind
besessen davon.  Alle glauben, da die anderen es machen.  Alle wollen auch,
da alle anderen glauben, sie machten es.  Aber die wenigsten tun es wirklich
... und dann klappt es noch nicht einmal.
		-- Ron Sommer
%
Erfolge nehmen alle in Anspruch, Mierfolge werden einem einzigen
zugeschrieben.
		-- Sophokles (496-406 v.Chr.)
%
Befehle nicht, wo dir die Macht gebricht.
		-- Sophokles (496-406 v.Chr.)
%
Das harte Wort schmerzt immer, seis auch ganz gerecht.
		-- Sophokles (496-406 v.Chr.)
%
Achtung verdient, wer vollbringt, was er vermag.
		-- Sophokles (496-406 v.Chr.)
%
Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu
sein.
		-- Sophokles (496-406 v.Chr.)
%
Abenteuerurlaub besteht aus siebzig Prozent Vorfreude und aus dreiig
Prozent Nachsorge.
		-- Alberto Sordi
%
Eine moderne Regierungserklrung ist wie eine Speisekarte: Niemand
wei, was nicht alles noch gestrichen wird.
		-- Alberto Sordi
%
Selig ist der, der nichts zu sagen hat und trotzdem schweigt.
		-- Kurt Sowinetz
%
Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet
niemals an ihr. Aber die anderen leiden.
		-- Paul-Henri Spaak
%
Die Englnder haben das l, die Franzosen die Kernkraft und die
Deutschen die Diskussion erfunden.
		-- Lothar Spth
%
Mode ist gelegentlich eine andere Bezeichnung fr kollektive Dummheit.
		-- Sulamith Sparre
%
Hitler lobte Adenauer seiner Starrkpfigkeit wegen, in Wirklichkeit
wre er mit dem unbequemen Mann sofort zusammengeraten.
		-- Albert Speer (Spandauer Tagebcher, 1949)
%
Wer mit den Wlfen heult, wird kurz oder lang von ihnen zerrissen.
		-- Adolf Spemann
%
Selbstlosigkeit ist ausgereifter Egoismus.
		-- Herbert Spencer
%
Das groe Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.
		-- Herbert Spencer
%
Selbstlosigkeit ist ausgereifter Egoismus.
		-- Herbert Spencer
%
Alle Abstraktion ist anthropomorphes Zerdenken.
		-- Oswald Spengler (Urfragen. Fragmente aus dem Nachla)
%
Was Schicksal ist, lt sich nicht definieren, nur sehend erleben.
		-- Oswald Spengler
%
Friede - die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.
		-- Oswald Spengler
%
Wer Gott definiert, ist schon Atheist.
		-- Oswald Spengler (Gedanken, Von der Religion)
%
Es ist selten, da ein Mensch wei, was er eigentlich glaubt.
		-- Oswald Spengler (Gedanken, Von der Religion)
%
Ob man jetzt zwei Stunden CNN sieht oder die gleiche Zeit in ein Aquarium
glotzt, ist, was den Informationsgehalt angeht, vollkommen identisch.
		-- Wilfried Spickler
%
Heucheln, das Wort klingt schlecht, drum nennt man es Takt.
		-- Carl Spittler
%
Kleider machen Leute, sagen die Leute, die Kleider machen.
		-- Daniel Spitzer
%
Aus dem Leben eines Systemberaters:
Sorge fr die rasche Behebung des Symptoms, nicht des Problems, denn 
nichts lenkt besser ab als eine rasche Reaktion an der falschen Stelle.
		-- R. K. Sprenger ("Das Prinzip Selbstverantwortung")
%
Leider sind meines Erachtens nicht zu vernachlssigende Teile der
Bevlkerung potentiell bis akut ausreichend 'vertrottelt'.
		-- Helmut Springer
%
Die genialen Menschen aller Lnder sind sehr wohl imstande, einander 
zu verstehen und zu achten.
		-- Germaine de Stal (ber Deutschland)
%
Es gehrt viel Kraft dazu, Gefhle zu zeigen, die ins Lcherliche
gezogen werden knnen.
		-- Germaine de Stal
%
Die Heiden haben das Leben vergttert, die Christen den Tod.
		-- Germaine de Stal
%
In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen
betreten mte.
		-- Joseph Stalin
%
Das Schlimmste an der Einsamkeit ist, da man sich selbst bemitleidet.
		-- Sylvester Stalonne
%
Je mehr man sich mit der lateinischen Sprache befat, desto klarer
wird es einem, warum das Rmische Reich untergegangen ist.
		-- Edward Stanley
%
Beurteile niemals deine Mglichkeiten danach, was deine Augen sehen
knnen, sondern danach, was dein Geist sich vorstellen kann.
		-- Walter Staples
%
Das wird sicher ein Spa
		-- Star Treck, Der erste Kontakt,
%
Es lt sich nicht bestreiten: Witwen leben lnger als ihre Mnner.
		-- Ingrid Steeger
%
Es kommt nicht darauf an, die Welt zu verndern, sondern sie zu
vermenschlichen.
		-- Karl Steinbuch
%
Aus der Art wie ein Kind spielt, kann man erahnen, wie es als
Erwachsener seine Lebensaufgabe ergreifen wird.
		-- Rudolf Steiner
%
Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als
da man verurteile.
		-- Rudolf Steiner
%
Es gibt Tiere, die kein Fleisch fressen, z.B. unsere Khe. Wenn wir
das Experiment machen knnten, eine Ochsenherde mit Fleisch zu
fttern, so wrden die Ochsen verrckt.
		-- Rudolf Steiner
%
Ein groer Mann gleicht einem Adler; je hher er sich aufschwingt,
desto schwieriger ist er zu erkennen, und so mu er seine Gre mit
der Einsamkeit seiner Seele bezahlen.
		-- Stendhal (ber die Liebe)
%
Der Verliebte hat keine Zeit, geistreich zu sein.
		-- Stendhal (eig. Marie-Henri Beyle)
%
Alles kann man sich in der Einsamkeit aneignen, auer Charakter.
		-- Stendhal (eig. Marie-Henri Beyle)
%
Wer die Frauen im Allgemeinen liebt, sollta aufpassen, nicht einer
speziell zu verfallen.
		-- Stendhal (eig. Marie-Henri Beyle)
%
Das wahre Vaterland ist das Land, wo man die meisten Menschen trifft,
die einem gleichen.
		-- Stendhal (eig. Marie-Henri Beyle)
%
Der Gedanke, da jedes Migeschick
auerordentlich hufig vorkommt, nimmt ihm die Bedenklichkeit.
		-- Stendhal (eig. Marie-Henri Beyle)
%
Es hat keinen Sinn zu warten bis es besser wird -
das bichen besser wr das Warten nicht wert.
		-- Die Sterne
%
Heutzutage kennen die Leute den Preis von allem und den Wert von
nichts.
		-- Horst Stern
%
Nirgends strapaziert sich der Mensch so sehr wie bei der Jagd nach
Erholung
		-- Laurence Sterne
%
Es liegt in der Natur der Hypothese, da sie, einmal gefat, alles
und jedes als Nahrungsstoff an sich reit.
		-- Laurence Sterne
%
Es liegt in der Natur der
		-- Laurence Sterne
%
Eine Revolution mu man am Anfang, nicht am Ende abbremsen.
		-- Adlai E. Stevenson
%
Der Mensch lebt nicht von Wrtern allein, ungeachtet der Tatsache,
da er sie manchmal schlucken mu.
		-- Adlai E. Stevenson
%
Es ist einfacher, fr ein Prinzip zu kmpfen, als ihm gerecht zu
werden.
		-- Adlai E. Stevenson
%
Das ist das Merkmal des groen und guten Menschen, da er immer
zuerst auf das Ganze und auf andere sieht, auf sich zuletzt.
		-- Adalbert Stifter
%
Der Mensch kann nicht leben ohne das sittlich Groe, ja, wenn es ihm
entzogen wird, verlangt er danach mit heftigerem Hunger als nach jedem
anderen Ding dieser Erde.
		-- Adalbert Stifter
%
Es gibt Dinge, die jeder leicht haben kann, nur bcken mu er sich
danach.
		-- Adalbert Stifter
%
Ich habe Ahnungen nie geleugnet, da dem Menschen ein Wissen auch ohne
die Sinne, die Untersuchung, die Erfahrung und dergleichen zukommen
kann, welches Wissen so gewiss ist wie jedes andere, ja gewisser, da
der Verstand irren kann.
		-- Adalbert Stifter (an Amalia Stifter, 1866)
%
Wenn ich so zurckdenke an meine einstige Jugend, es ist es mir: Wo
sind denn die Jahre hingekommen, und wie bin ich denn so alt geworden?
Da ist noch alles so schn wie gestern - die Berge stehen noch, die
Sonne strahlt auf sie herunter, und die Jahre sind dahin als wie ein
Tag.
		-- Adalbert Stifter (Der Hagstolz)
%
Hast du schon einen Geist gesehen? Nein, ich nicht, aber meine 
Gromutter.
		-- Max Stirner (Der Einzige und sein Eigentum)
%
Als Pythagoras gefragt wurde, was ein Freund sei, antwortete er: 'ein
zweites Ich.
		-- Stobus
%
Als der Humor den Karneval sah, zweifelte er an sich.
		-- Norbert Stoffel
%
Wer je gelebt in Liebesarmen, der kann im Leben nie verarmen.
		-- Theodor Storm
%
Was du immer kannst zu werden, Arbeit scheue nicht und Wachen; aber
hte deine Seele vor dem Karrieremachen!
		-- Theodor Storm
%
Autoritt wie Vertrauen werden durch nichts mehr erschttert als durch
das Gefhl, ungerecht behandelt zu werden.
		-- Theodor Storm
%
Wenn der Pbel aller Sorte tanzet um die goldnen Klber, halte fest:
Du hast vom Leben doch am Ende nur dich selber.
		-- Theodor Storm
%
Gesunder Menschenverstand ist das Talent, die Dinge zu sehen, wie sie
sind, und Dinge zu tun, wie sie getan werden sollten.
		-- Calvin Ellis Stowe
%
Geld macht nicht glcklich, aber es erlaubt einem, sich sein Elend
auszusuchen.
		-- Kurt Strachwitz
%
Ein Mann, den niemand achtet, verliert dadurch seine Wrde, und so 
zhlt dieser Mann nur noch halb, auch wenn er unversehrt ist.
		-- Gottfried von Straburg (Tristan)
%
Alterserscheinungen sind Drohbriefe des Todes.
		-- Eleonore van der Straten-Sternberg
%
Niemand nimmt in einem Hause so einen gewaltigen Platz ein wie ein 
Toter.
		-- Eleonore van der Straten-Sternberg
%
Wenn ein Zug in die falsche Richtung fhrt, sind alle Stationen
falsch.
		-- Franz Josef Strau
%
Politik wird mit dem Kopf, nicht mit dem Kehlkopf gemacht.
		-- Franz Josef Strau
%
Wer fr Harmonie ist, mu auch bereit sein, das Harmonium zu spielen.
		-- Franz Josef Strau
%
Wisse am Morgen, da die Gestalt deines Tages nicht schn werden 
kann, wenn deine ersten Gedanken und Regungen es nicht sind! Wisse am
Abend, da dein letzter wacher Hauch die Kraft hat, diese Gestalt zu
vollenden oder zu zerstren!
		-- Ludwig Strauss
%
Es ist der Traum jeder Frau, der Traum eines Mannes zu sein.
		-- Barbra Streisand
%
Heutzutage gilt ein Mann schon als Gentleman, wenn er die Zigarette
aus dem Mund nimmt, bevor er eine Frau kt.
		-- Barbara Streisand
%
Persnlich ist Adenauer fr Kln unzweifelhaft glnzend, ob immer 
im Reichsinteresse handelnd, wohl zu bezweifeln.
		-- Gustav Stresemann (Rede, 1925)
%
Aus Niederlagen lernt man leicht.
Schwieriger ist es aus Siegen zu lernen.
		-- Gustav Stresemann
%
Es gibt zwei Dinge, die ich nicht mag: Vorurteile und Frauen am
Steuer.
		-- Kommissar Strobel
%
Wenn du kein Make-up trgst, gibst du den Mnnern das Gefhl,
ehrlich mit dir sein zu mssen, weil du ehrlich mit ihnen bist.
		-- Sharon Stone
%
Gesunder Menschenverstand ist das Talent, die Dinge zu sehen, wie sie
sind, und Dinge zu tun, wie sie getan werden sollten.
		-- Calvin Ellis Stowe
%
Freiwillig abzusteigen ist nicht peinlich, wenn sich die Zuschauer nur
berzeugen lassen, da es freiwillig geschieht; strzen aber ist
bitter, zumal ein Sturz stets vom Beifall der Untenstehenden begleitet
wird.
		-- August Strindberg (Der Sohn der Magd)
%
Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich
nicht trauen, die Leute selber zu beien.
		-- August Strindberg
%
Der Morgen bringt etwas, das Jugend verleiht. Wenn die, welche den
Morgen verschlafen, wten, was sie verlieren.!
		-- August Strindberg
%
In kritischen Lagen soll man nicht Sndenbcke suchen, sondern einen
Ausweg.
		-- Hanna Suchocka
%
Dein tgliches Quantum Sonnenschein mut du dir tglich selbst
verdienen.
		-- Hermann Sudermann
%
Meist legen wir Fehler erst dann ab, wenn wir entdeckt haben, wie sie
anderen stehen.
		-- Peggi Sue
%
Der Fuchs wechselt den Balg, nicht den Charakter.
		-- Gaius Suetonius (70 n.Chr.-?)
%
Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom.
		-- Rita Smuth
%
Eine Frau ist wie ein Gummibaum. Ist sie lter als 30, taugt sie
nichts mehr.
		-- Achmed Sukarno
%
Keinem vernnftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit
Tinte, lflecken mit l wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer
wieder mit Blut abgewaschen werden.
		-- Bertha von Suttner
%
Schnheit sollte besteuert werden, und jede schne Frau sollte ihre
Steuer selbst festsetzen. Eine solche Steuer wrde gerne gezahlt und
htte die besten Wirkungen.
		-- Dean Swift
%
Eine Erfolgsformel kann ich dir nicht geben; aber ich kann dir sagen,
was zum Mierfolg fhrt: Der Versuch, jedem gerecht zu werden.
		-- Herbert Swope
%
Der Zorn beginnt mit Wut und schliet mit Reue.
		-- Publilius Syrus (1. Jh. v. Chr.)
%
Oft habe ich meine Worte bereut, doch niemals mein Schweigen.
		-- Publilius Syrus (1. Jh. v. Chr.)
%
Ich glaube, da Gott in der Geschichte nicht anwesend ist. Andernfalls
mte ich ihn belasten mit Auschwitz und mit dem Stalinismus. Aber
jeder von uns hat den eigenen Engel und den eigenen Teufel. Nur sind
die Engel faul und machen oft Urlaub, whrend die Teufel stets fleiig
sind.
		-- Andrzej Szczypiorski
%
Meiner Meinung nach ist Gott ein Pole, denn er hat die Schpfung ein
bichen verpfuscht.
		-- Andrzej Szczypiorski
%
Eine Entdeckung besteht darin, etwas zu sehen, was jederman gesehen
hat, und sich dabei etwas zu denken, was noch niemand gedacht hat.
		-- Albert von Szent-Gyrgi
%
Takt ist wohl keine Tugend der Satire. Nur wenn man schneidet, heilt
man Geschwre.
		-- Jan Sztaudynger (Polnische Pointen)
%
Leute, die auf Rosen gebettet sind, verraten sich dadurch, da sie
immerzu ber die Dornen jammern.
		-- Franoise Sagan
%
Aus einem tiefen Weltschmerz reit uns zuweilen sehr wohlttig ein
kleines Alltagsrgernis.
		-- Franoise Sagan
%
Aus einem tiefen Weltschmerz reit uns zuweilen sehr wohlttig ein 
kleines Alltagsrgernis.
		-- Franoise Sagan
%
Es gibt ein Alter, in dem eine Frau schn sein mu, um geliebt zu 
werden. Und dann kommt das Alter, in dem sie geliebt werden mu, um
schn zu sein.
		-- Franoise Sagan
%
Keine Frau trgt gerne ein Kleid, das eine andere abgelegt hat. Mit
Mnnern ist sie nicht so whlerisch.
		-- Franoise Sagan
%
Das Glck ist eine Gnade, unerbittlich und mit unabsehbaren Folgen.
		-- Franoise Sagan
%
Hin und wieder verlieren Mdchen ihren besten Freund, wenn sie ihn
heiraten.
		-- Franoise Sagan
%
Wenn ein Mann sich fr unwiderstehlich hlt, liegt es oft daran, da
er nur dort verkehrt, wo kein Widerstand zu erwarten ist.
		-- Franoise Sagan
%
Am meisten freut man sich ber den guten Ruf, den man nicht verdient
hat.
		-- Franoise Sagan
%
Man wei selten was Glck ist, aber man wei meistens, was Glck war.
		-- Franoise Sagan
%
Wer ohne Grund traurig ist, hat Grund, traurig zu sein.
		-- Franoise Sagan
%
Fr das Wohlbefinden einer Frau sind bewundernde Mnnerblicke
wichtiger als Kalorien und Medikamente.
		-- Franoise Sagan
%
Mancher denkt gar nicht.  Das erspart es ihm, falsch zu denken.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Deine Mnner
zusammen, um Holz zu beschaffen und um die Arbeit zu verteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Die schnste Freude erlebt man immer da, wo sie am wenigsten erwartet
wird.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Es gibt nur eine wahrhafte Freude, den Umgang mit Menschen.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Wer nur um Gewinn kmpft, erntet nichts, wofr es sich lohnt, zu
leben.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist fr die Augen
unsichtbar.
		-- Antoine de Saint-Exupry (Der kleine Prinz)
%
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern mglich machen.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Um klar zu sehen, gengt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Wenn es Dir gelingt, ber Dich selbst Gericht zu sitzen, dann bist Du
ein wirklicher Weiser.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens
sprengen alle Formulierungen.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Leben heit langsam geboren zu werden. Es wre allzu bequem, wenn man
sich fix und fertige Seeln besorgen knnte.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Der Mensch der nicht geachtet ist, bringt um.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Man soll die lieben, ber die man befielt, aber man soll es ihnen
nicht sagen.
		-- Antoine de Saint-Exypery
%
Wer nur um Gewinn kmpft, erntet nichts, wofr es sich lohnt zu leben.
		-- Antoine de Saint-Exypery
%
Man mu lange leben, um ein Mensch zu werden.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Wenn man eine Eiche pflanzt, darf man nicht die Hoffnung hegen,
nchstens in ihrem Schatten zu ruhen.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Man kann die Welt nur nach dem verstehen, was man erlebt.
		-- Antoine de Saint-Exupry
%
Der Weise sagt niemals, was er tut - aber er tut niemals etwas, was
er nicht sagen knnte.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Die Ehe ist eine lebenslange Doppelhaft ohne Bewhrung
		-- Jean-Paul Sartre
%
Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schlielich
gro genug.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Wer die Dummkpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Der Eigensinn ist die Energie der Dummen.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Alles ist erlaubt.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Wenn man nichts tut, glaubt man, da man fr alles die Verantwortung
trgt.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Alles hat man herausgefunden, nur nicht wie man lebt.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Auch Gtter sterben, wenn niemand mehr an sie glaubt.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Wenn zwei Philosophen zusammentreffen, ist es am vernnftigsten, wenn
sie zueinander blo 'Guten Morgen' sagen.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Wenn jemand eine Theorie akzeptiert, fhrt er erbitterte
Nachhutgefechte gegen die Tatsachen.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Die Jugend hat Heimweh nach der Zukunft.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Die Gewalt lebt davon, da sie von anstndigen Leuten nicht fr
mglich geahlten wird.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern
ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Der Mensch ist nichts anderes, als was er selbst aus sich macht.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Viele ererifern sich ber Anschauungen die sie in 20 Jahren haben
werden.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Viele junge Leute ereifern sich ber Anschauungen, die sie in 20
Jahren haben werden.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Die Hlle, das sind die anderen
		-- Jean-Paul Sartre
%
Eine Partei kann immer nur ein Mittel sein. Und immer gibt es nur
einen einzigen Zweck: die Macht.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Nach der Verzweiflung beginnt ein neues Leben.
		-- Jean-Paul Sartre
%
Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Denn um es endlich einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in
voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er
spielt.
		-- Friedrich Schiller (ber die sthetische Erziehung des Menschen)
%
Was hat der Mensch dem Menschen Greres zu geben als Wahrheit?
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Was wir als Schnheit hier empfunden, wird bald als Wahrheit uns
entgegengehn.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Die Knstler)
%
Des Menschen Wille, das ist sein Glck.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Wallensteins Lager)
%
Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, 
nicht durch den Stillstand deiner Ttigkeit.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ndern kann, und
preiszugeben mit Wrde, was er nicht retten kann.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Einfachheit ist das Resultat der Reife.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Keine Kriege werden zugleich so ehrlos und unmenschlich gefhrt als
die, welche Religionsfanatismus und Parteiha im Inneren eines
Staates entznden.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen zahlen mit dem,
was sie tun, edle mit dem, was sie sind.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Es kann der Frmmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bsen
Nachbarn nicht gefllt.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Wilhelm Tell)
%
Der Augenblick ist kostbar, wie das Leben eines Menschen!
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Nie in die ferne Zeit verliere dich! Den Augenblick ergreife! Der ist dein.
		-- Friedrich Schiller
%
Die schnsten Trume von Freiheit werden im Kerker getrumt.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Das rgste wei die Welt von mir, und ich kann sagen, ich bin besser
als mein Ruf.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Es ist nichts als die Ttigkeit nach einem bestimmten Ziel, was das
Leben ertrglich macht.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Lebe mit deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschpf; leiste
deinen Zeitgenossen, aber was sie bedrfen, nicht was sie loben.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Der Staat mu untergehn, frh oder spt, wo Mehrheit siegt und
Unverstand entscheidet.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Demetrius)
%
Der Schein regiert die Welt.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Der Parasit)
%
Der Ring macht Ehen, und Ringe sind's, die eine Kette machen!
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Der Mensch ist ein nachahmendes Geschpf, und wer der Vorderste ist,
fhrt die Herde.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Wallenstein)
%
Der gndigste von allen Richtern ist der Kenner.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Wilhelm Tell)
%
Den Zufall gibt die Vorsehung - Zum Zwecke mu ihn der Mensch
gestalten.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Don Carlos)
%
Das uere ist das sich offenbarende Innere.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, und die Gewohnheit nennt er seine
Amme.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Wallenstein)
%
Alles wiederholt sich nur im Leben, ewig jung ist nur die Phantasie.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (An die Freunde)
%
Ich sei, gewhrt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Die Brgschaft)
%
Unser Gefhl fr Natur gleicht der Empfindung des Kranken fr die
Gesundheit.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Ein Wort macht alles ungeschehen. Ich warte darauf. O lat mich's
nicht zu lang erharren.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller
%
Die Kunst gibt sich selbst Gesetze und gebietet der Zeit: der
Dilettantismus folgt der Neigung der Zeit.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (ber Dilettantismus)
%
Astronomen seit ihr kennet viele Gestirne. Aber der Horizont decket
manch Sternbild euch zu.
		-- Friedrich Johann Christoph Schiller (Die Vielwisser)
%
Wer ber alles lachen knnte, wrde die Welt beherrschen.
		-- Friedrich Schiller
%
Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
		-- Friedrich Schiller (Wilhelm Tell)
%
Das Mdel ist schn, schlank, fhrt einen netten Fu. Unterm Dach
mag's aussehen, wie's will. Darber guckt man bei euch Weibsleuten
weg, wenn's der liebe Gott Parterre nicht hat fehlen lassen.
		-- Friedrich Schiller (Kabale und Liebe)
%
Ich hab' hier blo ein Amt und keine Meinung.
		-- Friedrich Schiller
%
Wer besitzt, der lerne verlieren, wer im Glck ist, lerne Schmerz.
		-- Friedrich Schiller
%
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen, die du mir nennst. -
Und warum keine? Aus Religion.
		-- Friedrich Schiller (Mein Glaube)
%
Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft
des menschlichen Geistes.
		-- Friedrich Schiller
%
Die Geistlichkeit war von jeher eine Sttze der kniglichen Macht und
mute es sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des
menschlichen Geistes, und wie jene sehen wir sie vom Bldsinn und von
der Sinnlosigkeit ernten.
		-- Friedrich Schiller
%
Man sollte sich zur heiligsten Pflicht machen, dem Kinde nicht zu frh
einen Begriff von Gott beibringen zu wollen. Die Forderung mu von
innen heraus geschehen, und jede Frage, die man beantwortet, ehe sie
aufgeworfen ist, ist verwerflich. Das Kind hat vielleicht seine ganze
Lebenszeit daran zu wenden, um jene irrigen Vorstellungen wieder zu
verlieren.
		-- Friedrich Schiller
%
Ein frohes, heiteres Gemt ist die Quelle alles Edlen und Guten; das
Grsste und Schnste, was je geschah, floss aus einer solchen
Stimmung.
		-- Friedrich Schiller
%
Hinter dem U kommt gleich das Weh,
Das ist die Ordnung im Abc.
		-- Friedrich Schiller (Wallensteins Lager)
%
Im Abgrund wohnt die Wahrheit.
		-- Friedrich Schiller (Sprche des Konfuzius II)
%
Die letzte Wahl steht auch dem Schwchsten offen.
Ein Sprung von dieser Brcke macht mich frei.
		-- Friedrich Schiller (Wilhelm Tell)
%
Was man vor der Minute ausgeschlagen gibt keine Ewigkeit zurck.
		-- Friedrich Schiller (Resignation)
%
Mit meinem Glcke schlo er den Bund und bricht ihn, nicht mit mir. 
War ich ihm was, er mir? Das Schiff nur bin ich, auf das er seine
Hoffnung hat geladen, mit dem er wohlgemut das freie Meer
durchsegelte; er sieht es ber Klippen gefhrlich gehn und rettet
schnell die Ware.
		-- Friedrich Schiller (Wallensteins Tod III)
%
Was nicht zusammen kann bestehen, tut am besten, sich zu lsen.
		-- Friedrich Schiller (Die Jungfrau von Orleans)
%
Wir lassen uns abtrotzen durch Gewalt,
Was wir der Gte weigerten!
		-- Friedrich Schiller (Wilhelm Tell II)
%
Eiferschtig sind des Schicksals Mchte.
Voreilig Jauchzen greift in ihre Rechte.
		-- Friedrich Schiller (Wallensteins Tod I)
%
Achtung ist der Freundschaft unfehlbares Band.
		-- Friedrich Schiller
%
Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen zahlen mit dem, 
was sie tun, edle mit dem, was sie sind.
		-- Friedrich Schiller (Unterschied der Stnde)
%
In der Not allein Bewhrt sich der Adel groer Seelen.
		-- Friedrich Schiller (Turandot)
%
Mir ahnet ein unglckvoller Augenblick.
		-- Friedrich Schiller (Don Carlos)
%
Trink ihn aus, den Trank der Labe,
Und vergi den groen Schmerz!
Wundervoll ist Bacchus' Gabe,
Balsam frs zerissne Herz.
		-- Friedrich Schiller (Das Siegesfest)
%
Der Starke ist am mchtigsten allein.
		-- Friedrich Schiller (Wilhelm Tell)
%
Ehret ihr immer das Ganze,
Ich kann nur einzelne achten
Immer in einzelnen nur hab' ich das Ganze erblickt.
		-- Friedrich Schiller (Das Ehrwrdige)
%
Das Auto ist jene technische Erfindung, welche die Anforderungen an
die Reaktionsgeschwindigkeit der Fugnger betrchtlich gesteigert
hat.
		-- Lothar Schmidt
%
Charme ist Charakter, der sich von seiner schnsten Seite zeigt.
		-- Lothar Schmidt
%
Am leichtesten trifft man Leute, denen man aus dem Weg gehen will.
		-- Lothar Schmidt
%
Die Geschichte wiederholt sich, wenn auch nicht so oft wie das
Fernsehen.
		-- Lothar Schmidt
%
Opportunisten sind Prinzipienreiter, die leicht umsatteln.
		-- Lothar Schmidt
%
Karikaturen sind gezeichnete Leitartikel.
		-- Lothar Schmidt
%
Eitelkeit ist die Seele der Diskussion.
		-- Lothar Schmidt
%
Die hchsten Kilometerkosten von allen Wagentypen hat immer noch ein
Einkaufswagen im Supermarkt.
		-- Lothar Schmidt
%
Korruption ist die tgliche Gesetzesnderung.
		-- Lothar Schmidt
%
Wohlstand ist der berflu des Notwendigen.
		-- Lothar Schmidt
%
Alt wird man von heute auf morgen.
		-- Lothar Schmidt
%
Jeder hat Grund, den Beginn des neuen Jahres zu feiern. Er hat ja das
alte berlebt.
		-- Lothar Schmidt
%
Ideen sind wie Kinder: Die eigenen liebt man am meisten.
		-- Lothar Schmidt
%
Groe Ereignisse werfen ihre Dementis voraus.
		-- Lothar Schmidt
%
Das Miverstndnis ist die diplomatische Form der Ausrede.
		-- Lothar Schmidt
%
Aphorismen sind geistige Vitaminpillen: Einnahme beliebig, keine
schdlichen Nebenwirkungen.
		-- Lothar Schmidt
%
Der Mensch hat viele Bedrfnisse. Das Geltungsbedrfnis steht obenan.
		-- Lothar Schmidt
%
Das Los der Parteien wird von den Parteilosen bestimmt.
		-- Lothar Schmidt
%
Wenn uns die Mchtigen ihre Zuneigung bekunden, dann ist Wahlzeit.
		-- Lothar Schmidt
%
Bereit sein ist viel, warten knnen ist mehr, doch erst: Den rechten
Augenblick ntzen knnen ist alles.
		-- Arthur Schnitzler
%
Hte dich vor Bescheidenen; du ahnst nicht, mit welch gerhrtem Stolz
sie ihre Schwchen hegen.
		-- Arthur Schnitzler
%
Toleranz heit, die Fehler der anderen zu entschuldigen.
Takt heit, sie nicht bemerken.
		-- Arthur Schnitzler
%
Aufgabe der Erziehung wre es, den metaphysischen Hunger der
Menschheit durch Mitteilung von Tatsachen mit weisem Ma zu stillen,
statt ihnen durch Mrchen, was ja die Dogmen sind, zu betrgen.
		-- Arthur Schnitzler
%
Man wei von manchem Strengglubigen, da er Gott irre ward, weil ihn
ein groes Unglck traf - mochte er es auch selbst verschuldet haben;
doch man hat noch keinen gesehen, der seinen Glauben darum verlor,
weil ihm ein unverdientes Glck zuteil wurde.
		-- Arthur Schnitzler (Buch der Sprche und Bedenken)
%
Ein Hauch von Zweifel schon macht den Glauben zum Unsinn, ja hebt ihn
gewissermaen auf, whrend gelegentliche Anflle von Glubigkeit dem
Zweifel im Wesentlichen kaum etwas anhaben knnen, ja ihn eigentlich
erst recht zu besttigen scheinen.
		-- Arthur Schnitzler
%
Strke des Charakters ist oft nichts anderes als eine Schwche des
Gefhls.
		-- Arthur Schnitzler
%
Diejenigen Tugenden werden am lautesten gepriesen, zu deren Ausbung
weder Gedankenarbeit, noch Energieentfaltung, noch Selbstberwindung
gehrt, vor allem also diese beiden: Patriotismus und Gottesfurcht.
		-- Arthur Schnitzler (Buch der Sprche und Bedenken)
%
Deine schlimmsten Feinde sind keineswegs die Leute, die anderer
Ansicht, sondern die der gleichen sind wie du, aber aus verschiedenen
Grnden, aus Vorsicht, Rechthaberei, Feigheit verhindert sind, sich zu
dieser Ansicht zu bekennen.
		-- Arthur Schnitzler
%
Da du ihn vllig durchschautest, das hat dir noch keiner verziehen,
er mag noch so gut dabei weggekommen sein.
		-- Arthur Schnitzler
%
Es ist keine Hflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.
		-- Arthur Schnitzler
%
Lebensklugheit bedeutet: Alle Dinge mglichst wichtig, aber keines
vllig ernst zu nehmen
		-- Arthur Schnitzler (Pseudonym: Anatol)
%
Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt - und nicht, was wir
ersehnt haben.
		-- Arthur Schnitzler
%
Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf
freut.
		-- Arthur Schnitzler
%
Die Kennworte des Wieners: Wie komm denn i dazu? Es zahlt sich ja net
aus! Tun S' Ihnen nix an!
		-- Arthur Schnitzler
%
Vernnftige Leute, die den Standpunkt ihrer Partei bis in die letzten
Konsequenzen zu vertreten versuchen, erwecken immer den Eindruck, als
seinen sie konfus oder unehrlich geworden.
		-- Arthur Schnitzler
%
Auch das Chaos gruppiert sich um einen festen Punkt, sonst wre es
nicht einmal als Chaos da.
		-- Arthur Schnitzler
%
Wer Humor hat, der hat beinahe schon Genie. Wer nur Witz hat, der hat
meistens nicht einmal den.
		-- Arthur Schnitzler
%
Lebensklugheit bedeutet: Alle Dinge mglichst wichtig, aber keines
vllig ernst zu nehmen.
		-- Arthur Schnitzler (Pseudonym: Anatol)
%
Es ist ein Glck, da wir im Allgemeinen Genaueres nur von unseren
Eltern, bestenfalls noch von unseren Groeltern wissen. Wre uns auch
von unseren entfernteren Ahnen so viel bekannt, dann gbe es wohl
keinen Charakterfehler und keine Schurkerei, die wir nicht mit unserer
erblichen Belastung zu rechtfertigen suchten.
		-- Arthur Schnitzler (Buch der Sprche und Bedenken)
%
Ein geschickter Akrobat kann von Tag zu Tag geschwindere Purzelbume
schlagen und immer mehr. Das hat aber mit Vervollkommnung oder mit
Entwicklung nichts zu tun.
		-- Arthur Schnitzler (Aphorismen und Betrachtungen aus dem Nachla)
%
Willst du wissen, wie alt du bist, so frage nicht die Jahre, die du
gelebt hast, sondern den Augenblick, den du geniet.
		-- Arthur Schnitzler (Kriegspatenschaft-Kalender, 1917)
%
Jede gefhlsmige Beziehung zu Gott ist sinnlos, Auflehnung nicht
minder als Ergebung, denn der Altar vor dem wir im Staube liegen, wie
der, den wir zertrmmern wollen - wir sind es immer selbst, die ihn
aufgerichtet haben.
		-- Arthur Schnitzler (Buch der Sprche und Bedenken=
%
Nichts gibt Frauen eine kniglichere Haltung als das Bewutsein, da
sie ihr Alter besiegt haben.
		-- Arthur Schnitzler (Aphorismen und Betrachtungen aus dem Nachla)
%
Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die
folgenden dreiig den Kommentar dazu.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Wer da will, da sein Urteil Glauben finde, spreche es kalt und ohne
Leidenschaftlichkeit aus.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, da man ihm
ein Darlehen abschlgt, aber sehr leicht dadurch, da man es ihm
gibt.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der schlimmste Mibrauch ist der Mibrauch des Besten.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Jedes Kind ist gewissermaen ein Genie und jedes Genie gewissermaen
ein Kind.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Fr das praktische Leben ist das Genie so brauchbar wie ein
Stern-Teleskop im Theater.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fhig ist, desto herzlicher kann
er lachen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der Heiterkeit sollen wir, wann immer sie sich einstellt, Tr und Tor
ffnen, denn sie kommt nie zur unrechten Zeit.
		-- Arthur Schopenhauer
%
In unserem monogamischen Weltteile heit heiraten, seine Rechte
halbieren und seine Pflichten verdoppeln.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Vergeben und vergessen heit, gemachte kostbare Erfahrungen zum
Fenster hinauswerfen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der Schlaf ist fr den ganzen Menschen, was das Aufziehen fr die Uhr.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Was dem Herzen widerstrebt, lt der Kopf nicht ein.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Ganz ehrlich meint ein jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und
hchstens noch mit seinem Kinde.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto
durstiger wird man.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Ein geistreicher Mensch hat, in gnzlicher Einsamkeit an seinen
eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Da die niedrigste aller Ttigkeiten die arithmetische ist, wird
dadurch belegt, da sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine
ausgefhrt werden kann. Nun luft aber alle analysis finitorum et
infinitorum im Grunde doch auf Rechnerei zurck. Dana
		-- Arthur Schopenhauer
%
Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer andern Welt.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Das Publikum ist so einfltig, lieber das Neue als das Gute zu lesen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Alles Unangenehme soll man vielmehr hchst prosaisch und nchtern
auffassen, damit man es mglichst leicht nehmen knne.
		-- Arthur Schopenhauer
%
All unser bel kommt daher, da wir nicht allein sein knnen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Hflichkeit ist wie ein Luftkissen. Es mag wohl nichts drin sein, aber
es mildert die Ste des Lebens.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Vom Standpunkt der Jugend aus gesehen, ist das Leben eine unendlich
lange Zukunft; vom Standpunkt des Alters aus, eine sehr kurze
Vergangenheit.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Man mu denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Was die Leute gemeiniglich als Schicksal nennen, sind meistens nur
ihre eigenen dummen Streiche.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Meistens belehrt uns erst der Verlust ber den Wert der Dinge.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Ein Ruhm, der schnell erfolgt, erlischt auch frh.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Das Beispiel wirkt als Befrderungsmittel der guten und schlechten
Charaktereigenschaften: Aber es schafft sie nicht.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Fr eine gelungene Rede gebrauche gewhnliche Worte und sage
ungewhnliche Dinge.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Auch das Zuflligste ist nur ein auf entfernterem Wege herangekommenes
Notwendiges.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein
herrschender Irrwahn.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Jeder dumme Junge kann einen Kfer zertreten. Aber alle Professoren
der Welt knnen keinen herstellen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Das Gehirn denkt, wie de Magen verdaut.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der Mensch ist vollkommen verstrickt in seinen Willen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Es ist nicht genug, der Natur die Daumenschrauben anzulegen.
Man mu auch hinhren, wenn sie aussagt.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Gerade bei Kleinigkeiten, bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt,
zeigt sich sein Charakter.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Natrlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen,aber
keine Bildung den natrlichen Verstand.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Viele verlieren den Verstand deshalb nicht, weil sie keinen haben.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der Bart als Geschlechtszeichen mitten im Gesicht ist obszn. Daher
gefllt er den Weibern.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithftige und kurzbeinige
Geschlecht das schne zu nennen - dies konnte nur der vom
Geschlechtstrieb umnebelte mnnliche Intellekt fertigbringen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu
verstecken: sie verhllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der
berlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der Wechsel allein ist das Bestndige.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann, ist der
Frauenarzt.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: in dem
Mae, als die eine steigt, sinkt die andere.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Es wre gut, Bcher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen,
mitkaufen knnte.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Bescheidenheit bei mittelmigen Fhigkeiten ist bloe Ehrlichkeit.
Bei groen Taten ist sie Heuchelei.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Aller Eigensinn beruht darauf, da der Wille sich an die Stelle der
Erkenntnis gedrngt hat.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Da uns der Anblick der Tiere so ergtzt, beruht hauptschlich darauf,
da es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Schwierige und pomphafte Phrasen verhllen winzige, nchterne oder
alltgliche Gedanken.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Religion ist die Metaphysik des Volkes.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Die Religion ist eine Krcke fr schlechte Staatsverfassungen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Religionen sind Kinder der Unwissenheit, die ihre Mutter nicht lange
berleben.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Glauben und Wissen vertragen sich nicht wohl im selben Kopfe: sie sind
darin wie Wolf und Schaf in einem Kfig; und zwar ist das Wissen der
Wolf, der den Nachbar aufzufressen droht.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena II)
%
Der Glaube ist wie die Liebe: er lt sich nicht erzwingen.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena II)
%
Wenn ich aber suche, mir vorstellig zu machen, da ich vor einem
individuellen Wesen stnde, zu dem ich sagte: "Mein Schpfer! Ich bin
einst nichts gewesen: du aber hast mich hervorgebracht, so da ich
jetzt etwas und zwar ich bin;" - und dazu noch: "ich danke dir fr
diese Wohlthat;" - und am Ende gar: "Wenn ich nichts getaugt habe, so
ist das MEINE Schuld;" - so mu ich gestehn, da in Folge
philosophischer und indischer Studien mein Kopf unfhig geworden ist,
einen solchen Gedanken auszuhalten.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena II)
%
In frhern Jahrhunderten war die Religion ein Wald, hinter welchem
Heere halten und sich decken konnten. Aber nach so vielen Fllungen
ist sie nur noch ein Buschwerk, hinter welchem gelegentlich Gauner
sich verstecken.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena II)
%
Es gibt keine andere Offenbarung, als die Gedanken der Weisen; wenn
auch diese, dem Loose alles Menschlichen gem, dem Irrtum
unterworfen, auch oft in wunderliche Allegorien und Mythen
eingekleidet sind, wo sie dann Religionen heien.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena II)
%
Du weit es, die Religionen sind wie die Leuchtwrmer: Um zu leuchten,
bedrfen sie der Dunkelheit.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Endlich kommt noch hinzu, da der Gott, welcher Nachsicht und
Vergebung jeder Schuld, bis zur Feindesliebe, vorschreibt, keine bt,
sondern vielmehr ins Gegenteil verfllt...bis auf jene wenigen
Ausnahmen, welche durch die Gnadenwahl, man wei nicht warum, gerettet
werden. Diese aber beiseite gesetzt, kommt heraus, als htte der liebe
Gott die Welt geschaffen, damit der Teufel sie holen solle; wonach er
denn viel besser getan haben wrde , es zu unterlassen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwche, der Advokat in
seiner ganzen Schlechtigkeit und der Priester in seiner ganzen
Dummheit.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena)
%
Jedes Ding erscheint zuerst lcherlich, dann wird es bekmpft,
schlielich ist es selbstverstndlich.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Skepsis ist wie die Opposition im Parlament. Sie ist ebenso wohlttig
wie notwendig.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Ethik kann so wenig zur Tugend verhelfen, als eine vollstndige
sthetik lehren kann, Kunstwerke hervorzubringen.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Hingegen ist der Abend das Alter des Tages: Wir sind abends matt, 
geschwtzig und leichtsinnig.
		-- Arthur Schopenhauer (Aphorismen zur Lebensweisheit)
%
Jeden Abend sind wir um einen Tag rmer.
		-- Arthur Schopenhauer (Nachtrge zur Lehre von der Nichtigkeit des Daseins)
%
Das Leidende und Geschwchte ist keiner Abhrtung fhig.
		-- Arthur Schopenhauer (Aphorismen zur Lebensweisheit)
%
Man hrte sich dadurch ab, da man dem Krper sowohl im Ganzen wie in
jedem Teile, solange man gesund ist, recht viel Anstrengung und
Beschwerde auflege und sich gewhne, widrigen Einflssen jeder Art zu
widerstehen.
		-- Arthur Schopenhauer (Aphorismen zur Lebensweisheit)
%
Borniert und lcherlich ist es, nicht darauf sehn zu wollen, wessen
Sohn einer ist.
		-- Arthur Schopenhauer (Zur Rechtslehre und Politik)
%
Es gibt drei Aristokratien:
1) die der Geburt und des Ranges,
2) die Geldaristokratie,
3) die geistige Aristokratie.
Letztere ist eigentlich die vornehmste.
		-- Arthur Schopenhauer (Aphorismen zur Lebensweisheit)
%
Die eigentlich groen Geister horsten, wie die Adler, in der Hhe 
allein.
		-- Arthur Schopenhauer (Aphorismen zur Lebensweisheit)
%
Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwche, der Advokat 
in seiner ganzen Schlechtigkeit und der Priester in seiner ganzen Dummheit.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena)
%
Das Affektieren irgendeiner Eigenschaft, das Sichbrsten damit ist 
ein Selbstgestndnis, da man sie nicht hat.
		-- Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena)
%
Der einleuchtendste und zugleich einfachste Beweis der Idealitt des
Raumes ist, da wir den Raum nicht, wie alles andere, in Gedanken
aufheben knnen.
		-- Arthur Schopenhauer
(Den Intellekt berhaupt und in jeder Beziehung betreffende Gedanken)
%
Man mu alt geworden sein, also gelebt haben, um zu erkennen, wie kurz
das Leben ist.
		-- Arthur Schopenhauer (Aphorismen zur Lebensweisheit)
%
Nur wer alt wird, erhlt eine vollstndige und angemessene Vorstellung 
vom Leben.
		-- Arthur Schopenhauer
%
Wer knnte den Gedanken des Todes ertragen, wenn das Leben eine Freude
wre? So aber hat jener immer noch das Gute, das Ende des Lebens zu
sein, und wir trsten uns ber die Leiden des Lebens mit dem Tode und
ber den Tod mit den Leiden des Lebens.
		-- Arthur Schopenhauer (Von der Richtigkeit und den Leiden des Lebens)
%
Jahre runzeln die Haut, aber den Enthusiasmus aufgeben runzelt die
Seele.
		-- Albert Schweitzer
%
Niemand wird alt, weil er eine bestimmte Anzahl von Jahren gelebt hat.
Menschen werden alt, wenn sie ihre Ideale verraten.
		-- Albert Schweitzer
%
Das Verhngnis unserer Kultur ist, da sie sich materiell viel
strker entwickelt hat als geistig.
		-- Albert Schweitzer
%
Menche Menschen gleichen einem eingerollten Igel, der sich mit den
eigenen Stacheln peinigt.
		-- Albert Schweitzer
%
Das Christentum kann das Denken nicht ersetzen, sondern mu es
voraussetzen
		-- Albert Schweitzer
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.
		-- Albert Schweitzer
%
Humanitt besteht darin, da niemals ein Mensch einem Zweck geopfert
wird.
		-- Albert Schweitzer
%
Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so
entzckend findet.
		-- Albert Schweitzer
%
Es ist besser, hohe Grundstze zu haben, die man befolgt, als noch
hhere, die man auer acht lt.
		-- Albert Schweitzer
%
Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versumst.
		-- Albert Schweitzer
%
Wir leben in einem gefhrlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die
Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
		-- Albert Schweitzer
%
%
Wer sich vornimmt, Gutes zu wirken, darf nicht erwarten, da die
Menschen ihm deswegen Steine aus dem Weg rumen, sondern mu auf das
Schicksalhafte gefat sein, da sie ihm welche draufrollen.
		-- Albert Schweitzer
%
Die groen Flsse brauchen die kleinen Wasser.
		-- Albert Schweizer
%
Sittlichkeit ist nicht nur ein Verhalten gegen Menschen, sondern ein
Verhalten gegen das Lebendige berhaupt.
		-- Albert Schweitzer
%
Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des
Gottesreiches verkndete, das Himmelreich auf Erden grndete und
starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist
eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt
und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet
wurde.
		-- Albert Schweitzer
%
Vertrauen ist fr alle Unternehmungen das Betriebskapital, ohne
welches kein ntzliches Werk auskommen kann.
		-- Albert Schweizer
%
Wer viel Schnes im Leben bekommen hat, mu entsprechend viel dafr
zahlen.
		-- Albert Schweitzer
%
Die Demokratie beginnt in der Familie, im Alltag, in der ttigen
Ehrfurcht vor allem Lebenden, sei es Mensch oder Tier.
		-- Albert Schweitzer
%
Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott whlt, wenn er inkognito
bleiben will.
		-- Albert Schweitzer
%
Demut ist die Fhigkeit, auch zu den kleinsten Dingen emporzusehen.
		-- Albert Schweitzer
%
Das Glck ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
		-- Albert Schweitzer
%
Als unverlierbaren Kinderglauben habe ich mir den an die Wahrheit
bewahrt. Ich bin der Zuversicht, da der aus der Wahrheit kommende
Geist strker ist als die Macht der Verhltnisse.
		-- Albert Schweitzer
%
Das Mitgefhl mit allen Geschpfen ist es, was Menschen erst wirklich
zum Menschen macht.
		-- Albert Schweitzer
%
Es kommt fast fr jeden Menschen der Augenblick, wo die berkommene
und angelernte Religion von ihm abfllt wie der Mrtel von der Wand.
Erziehung, Haus und Familie, religises Milieu, alles kann nichts
helfen, denn es mu so kommen, damit der Mensch er selbst wird.
		-- Albert Schweitzer
%
Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem
Stolz; denn sie zeigt ihm seine Grenzen.
		-- Albert Schweitzer
%
Die groen Flsse brauchen die kleinen Wasser.
		-- Albert Schweitzer
%
Die Abstraktion ist der Tod der Ethik, denn Ethik ist lebendige 
Beziehung zu lebendigem Leben.
		-- Albert Schweitzer (Kultur und Ethik)
%
Der grte Feind der Sittlichkeit ist die Abstumpfung.
		-- Albert Schweitzer (Straburger Predigten 1900-1919)
%
Es steht uns nicht frei, den Vlkern Afrikas Wohltaten zu erweisen
oder nicht zu erweisen. Es ist unsere Pflicht. Alles, was wir ihnen
geben, ist keine Wohltat, sondern eine Shne.
		-- Albert Schweitzer
%
Non scholae sed vitae discimus.
Nicht fr die Schule, sondern fr das Leben lernen wir.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr., Epistulae)
%
Ein Zwerg ist klein, selbst wenn er auf einem Berge steht;
ein Riese bleibt gro, selbst wenn er in einem Tal steht.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfgung haben, sondern es ist
viel Zeit, die wir nicht nutzen.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es
nicht wagen, ist es schwierig.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Eher mu man darauf achten, mit wem man it und trinkt, als was man
it und trinkt.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wnscht, ist arm.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Die Menschen glauben den Augen mehr als den Ohren. Lehren sind ein
langweiliger Weg, Vorbilder ein kurzer, der schnell zum Ziele fhrt.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Es steht mit dem Leben hnlich wie mit einem Theaterstck: Nicht auf
die Lnge kommt es an, sondern auf die Gte des Spiels.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Jede Rohheit hat ihren Ursprung in einer Schwche.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Dem Schlechten mifallen heit, gelobt zu werden.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Wer auf Grund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen hheren
Rang einnimmt, ist nicht gro. Warum erscheint er aber als gro? Weil
man ihn mit dem Sockel mit.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Der gemeine Mann betrachtet die Religion als richtig, der Weise als
falsch und der Politiker als ntzlich.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Niemand ist zufllig gut, die Tugend mu man lernen.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Auf seinem eigenen Misthaufen ist der Hahn der Mchtigste.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Wenn ein Seemann nicht wei, welches Ufer er ansteuern mu, dann ist
kein Wind der richtige.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Fang jetzt zu leben an, und zhle jeden Tag als ein Leben fr sich.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Das beste Mittel gegen Zorn ist Abstand
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Die Rede eines Menschen entspricht seinem Leben.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Den guten Steuermann lernt man erst im Sturme kennen.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Sich selbst beherrschen ist die grte Herrschaft.
Imperare sibi maximum imperium est.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Wer ngstlich fragr, lehrt abzulehnen.
		-- Lucius Annaeus Seneca
%
Es gibt keinen zuverlssigeren Beweis von Geistesgre, als wenn man
sich durch nichts, was begegnen kann, in Aufruhr bringen lt.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Tausch nicht das Leben gegen den Traum. Besiegen kann man nur die
Wirklichkeit.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Das hchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es
nicht wagen, ist es schwer
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Glcklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst
dafr hlt.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Unzhlige Menschen haben Vlker und Stdte beherrscht, aber ganz
wenige nur sich selbst.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Die hchsten Gter der Menschheit sind menschlicher Willkr entzogen.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Keiner kennt die Hrte eines Kiesels besser, als wer auf ihn
einschlgt!
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Meinung
ber die Dinge.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Ein wirksames Heilmittel gegen Angst ist Milde.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Manche weisen Mnner haben den Zorn als eine vorbergehende
Geistesstrung bezeichnet.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann nur noch lcheln ber die
kostbaren Fubden der Reichen.
		-- Lucius Annaeus Seneca (4-65 n.Chr.)
%
Nur eine Kette ist es, die uns gebunden hlt: Die Liebe zum Leben.
		-- Lucius Annaeus Seneca (an Lucilius)
%
Abgehrtet werden mu die Seele und von den Verfhrungen der Gensse
weit fern gehalten.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Briefe ber Ethik)
%
Die, welche sie liebt, hrtet die Gottheit ab, prft und bt sie.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Von der Vorsehung)
%
Den Platon hat die Philosophie nicht als Adligen aufgenommen, sondern
dazu gemacht.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Briefe ber Ethik)
%
Die richtige Seelenhaltung ist allen zugnglich, alle sind wir im
Hinblick auf diesen Mastab adlig.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Briefe ber Ethik)
%
Die Seele macht adlig, die sich aus jeder beliebigen Situation ber
das Schicksal zu erheben vermag.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Briefe ber Ethik)
%
Wer ist von Adel? Der zur sittlichen Vollkommenheit von der Natur gut
veranlagt ist.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Briefe ber Ethik)
%
Das schlimmste bel ist ausscheiden aus der Schar der Lebendigen, ehe
man stirbt.
		-- Lucius Annaeus Seneca
%
Niemand ist so alt, da er unbilligerweise einen weiteren Tag erhofft.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Briefe ber Ethik)
%
Selten ist derselbe Mensch glcklich und alt.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Herkules auf dem Oeta)
%
Bevor ich ein alter Mann wurde, war ich darauf bedacht, wrdig zu
leben. Jetzt, im Alter, richtet sich mein Streben darauf, wrdig zu
sterben.
		-- Lucius Annaeus Seneca (an Lucilius)
%
Der Tod mu dem alten Mann so vor Augen sein wie dem jungen: Nicht
nmlich werden wir aufgerufen nach der Altersliste.
		-- Lucius Annaeus Seneca (Briefe ber Ethik)
%
Unsere Zweifel sind Verrter am Guten, das wir oft erzwingen knnten,
wenn wir den Versuch nicht scheuten.
		-- William Shakespeare
%
Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben,
wrden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.
		-- William Shakespeare
%
Der Narr hlt sich fr weise, aber der Weise wei, da er ein Narr
ist.
		-- William Shakespeare (Wie es euch gefllt)
%
Besser ein weiser Tor als ein trichter Weiser.
		-- William Shakespeare
%
Jedes Ding wird mit mehr Genu erjagt als genossen.
		-- William Shakespeare
%
Der bessere Teil der Tapferkeit ist Vorsicht.
		-- William Shakespeare
%
Wo Worte selten sind, haben Sie Gewicht.
		-- William Shakespeare (Hamlet)
%
Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage.
		-- William Shakespeare (Hamlet)
%
An sich ist nichts weder gut noch bse. Erst das Denken mach es dazu.
		-- William Shakespeare (Hamlet)
%
Der Wunsch ist der Vater des Gedankens.
		-- William Shakespeare (Knig Heinrich IV.)
%
Bedenke Mensch, da Dein Satz eine Tat ist.
Ich sage wenig, denke desto mehr.
		-- William Shakespeare (Knig Heinrich IV.)
%
Wer stets zu Hause bleibt, hat auch nur Witz frs Haus.
		-- William Shakespeare
%
Niemand heilt durch Jammern seinen Harm.
		-- William Shakespeare
%
Der Feind hat uns zum Abgrund hingetrieben;
Es ziemt sich mehr, von selbst hineinzuspringen,
Als zu erwarten seinen letzten Sto.
		-- William Shakespeare (Csar)
%
Abhngigkeit ist heiser, wagt nicht, laut zu reden.
(en) Bondage is hoarse and may not speak aloud.
		-- William Shakespeare (Romeo und Julia)
%
"Nein" sagt ein Mdchen, weil's die Sitte will
Und wnscht, da es der Freier deut' als "Ja".
		-- William Shakespeare (Die beiden Veroneser)
%
Der echte Adel wei von keiner Furcht.
		-- William Shakespeare (Heinrich VI.)
%
Du httest nicht alt werden sollen,
ehe du klug geworden warst.
		-- William Shakespeare (King Lear)
%
Uns Alten ist's so eigen, wie es scheint,
Mit unsrer Meinung bers Ziel zu gehn,
Als hufig bei dem jungen Volk der Mangel
An Vorsicht.
		-- William Shakespeare (Hamlet)
%
Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine wahre Schande, da man
sie an Kinder vergeudet.
		-- George Bernard Shaw
%
Warum bekommt der Mensch die Jugend in einem Alter, in dem er nichts
davon hat?
		-- George Bernard Shaw
%
Man hat Zeit genug, an die Zukunft zu denken, wenn man keine Zukunft
mehr hat.
		-- George Bernard Shaw
%
Alte Mnner sind gefhrlich, ihnen ist die Zukunft egal.
		-- George Bernard Shaw
%
Nicht das Vergngen macht das Leben lebenswert. Das Leben ist es, das
das Vergngen vergngenswert macht.
		-- George Bernard Shaw
%
Liebe ist die einzige Sklaverei, die als Vergngen empfunden wird.
		-- George Bernard Shaw
%
Schriftsteller: einer, der Leuten Vergngen liefert, die selbst nicht
genug Witz haben, sich zu unterhalten.
		-- George Bernard Shaw
%
Vernunft ist manchmal nichts anderes als Mut zur Feigheit.
		-- George Bernard Shaw
%
Der vernnftige Mensch pat sich der Welt an, der unvernnftige
versucht das Gegenteil.  Deshalb geht Fortschritt mit Unvernunft einher.
		-- (frei nach) George Bernard Shaw
%
Frauen sind wie bersetzungen: Die schnen sind nicht treu, und die
treuen sind nicht schn.
		-- George Bernard Shaw
%
Demokratie ist eine Einrichtung, die garantiert, da wir nicht besser
regiert werden, als wir es verdienen.
		-- George Bernard Shaw
%
Demokratie ist eine Form der Regierung bei der durch die Wahl einer
inkompetenten Masse eine korrupte Minderheit ernannt wird.
		-- George Bernard Shaw
%
Das Gesetz ist fr jedermann gleich. Nur da Einkommen mte gendert
werden.
		-- George Bernard Shaw
%
Htte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt,
dann wre sie heute noch nicht fertig.
		-- George Bernard Shaw
%
Glck ist ein Stuhl, der pltzlich dasteht, wenn man sich zwischen
zwei andere setzen will.
		-- George Bernard Shaw
%
Wir haben nicht mehr Recht, Glck zu empfangen, ohne es zu schaffen,
als Reichtum zu genieen, ohne ihn zu produzieren.
		-- George Bernard Shaw
%
Wer Zahnweh hat, hlt jeden, dessen Zhne gesund sind, fr glcklich.
Der an Armut leidende begeht denselben Irrtum den Reichen gegenber.
		-- George Bernard Shaw
%
Es stimmt, da Geld nicht glcklich macht. Allerdings meint man damit
das Geld der anderen.
		-- George Bernard Shaw
%
Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die mit 60 zehnmal so reich
sind, als sie es mit 20 waren. Aber nicht einer von ihnen behauptet,
er sei zehnmal so glcklich.
		-- George Bernard Shaw
%
Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die mit 60 Jahren zehnmal so
reich sind, als sie es mit 20 waren. Aber nicht einer von ihnen
behauptet, er sei zehnmal so glcklich.
		-- George Bernard Shaw
%
Glck ein Leben lang?
Niemand knnte es ertragen. Es wre die Hlle auf Erden!
		-- George Bernard Shaw
%
Wer ein lebenslngliches Glck mit einem schnen Weibe wnscht,
gleicht einem Trinker, der den Geschmack des Weines dadurch dauernd zu
genieen sucht, da er seinen Mund immer voll davon behlt.
		-- George Bernard Shaw
%
Die Tatsache, da ein Glubiger glcklicher ist als ein Zweifler ist
damit vergleichbar, da ein Betrunkener glcklicher ist als ein
Nchterner.
		-- George Bernard Shaw
%
Zu groes Ansehen ist fr die geistige Gesundheit nicht gut.
		-- George Bernard Shaw
%
Bildung zeigt sich bei Mann und Weib darin, wie sie sich streiten.
		-- George Bernard Shaw
%
Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, da man die kompliziertesten
Dinge auf einfache Art zu erlutern versteht.
		-- George Bernard Shaw
%
Die Liebe zur Ehrlichkeit ist die Tugend des Zuschauers, nicht die der
handelnden Personen.
		-- George Bernard Shaw
%
Kritiker sind blutrnstige Leute, die es nicht bis zum Henker gebracht
haben.
		-- George Bernard Shaw
%
Patriotismus ist die berzeugung, da unser Vaterland allen anderen
Lndern berlegen ist, weil wir darin geboren wurden.
		-- George Bernard Shaw
%
Inmitten eines beschrnkten Volkes wird ein Genie zu einem Gott:
Jedermann betet es an, und niemand tut, was es will.
		-- George Bernard Shaw
%
Der vernnftige Mensch pat sich der Welt an; der unvernnftige
besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen. Deshalb hngt aller
Fortschritt vom unvernnftigen Menschen ab.
		-- George Bernard Shaw
%
Der einzige Mensch, der sich vernnftig benimmt, ist mein Schneider.
Er nimmt jedesmal neu Ma, wenn er mich trifft, whrend alle anderen
immer die alten Mastbe anlegen, in der Meinung, sie paten auch
heute noch.  
		-- Georg Bernhard Shaw
%
Es ist eine leichte Sache, hungernde Menschen zu bekehren, wenn man
ihnen entgegenkommt mit der Bibel in der einen und einem Stck Brot
in der anderen Hand.
		-- George Bernard Shaw
%
Zigaretten sind wie Frauen. Am Anfang ziehen sie gut, aber zum Schlu
sammelt sich leider auch bei der Zigarette das ganze Gift im
Mundstck.
		-- George Bernard Shaw
%
Darin besteht ja die Teufelei weiblicher Reize, da sie einen
zwingen, sein eigenes Verderben herbeizusehnen.
		-- George Bernard Shaw
%
Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, da ein Mensch viele gute
Taten tun mu, um zu beweisen, da er tchtig ist, aber nur einen
Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, da er nichts taugt.
		-- George Bernard Shaw
%
Wenn du damit beginnst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst
du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.
		-- George Bernard Shaw
%
Du kannst nicht Schlittschuhlaufen lernen, ohne dich lcherlich zu
machen. Auch das Eis des Lebens ist glatt.
		-- George Bernard Shaw
%
Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der
grte Spa auf Erden.
		-- George Bernard Shaw
%
Alle groen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien.
		-- George Bernard Shaw
%
Um die Wahrheit zu erfahren, mu man den Menschen widersprechen.
		-- George Bernard Shaw
%
Fr einen Politiker ist es gefhrlich, die Wahrheit zu sagen. Die
Leute knnten sich daran gewhnen, die Wahrheit hren zu wollen.
		-- George Bernard Shaw
%
Solange die Menschen Lgen ber uns erzhlen, heit das nicht viel,
schlimm wird es erst, wenn sie anfangen die Wahrheit zu erzhlen.
		-- George Bernard Shaw
%
Liebe auf dem ersten Blick ist ungefhr so zuverlssig wie Diagnose
auf den ersten Hndedruck.
		-- George Bernard Shaw
%
Schnheit wirkt auf den ersten Blick angenehm, aber wem fllt sie auf,
wenn sie drei Tage im Haus ist?
		-- George Bernard Shaw
%
Menschen, die sich berall zu Hause fhlen, wenn sie verreisen,
verdienen auch sonst nicht viel Vertrauen.
		-- George Bernard Shaw
%
Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater.
		-- George Bernard Shaw
%
Kritik kann keinen absolut richtigen und genauen Bericht ber einen
Knstler geben; bestenfalls kann sie ihren Standpunkt erklren und
dann den Knstler nach diesen Standpunkt beschreiben.
		-- George Bernard Shaw
%
Wer den Mund hlt, weil er unrecht hat, ist ein Weiser. Wer den Mund
hlt, obwohl er recht hat, ist verheiratet oder Pfeifenraucher.
		-- George Bernard Shaw
%
Gedanken springen wie Flhe von einem zum anderen, aber sie beien
nicht jeden.
		-- George Bernard Shaw
%
Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum die
meisten Menschen sich vor ihr frchten.
		-- George Bernard Shaw
%
Ich bin bekannt fr meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von
New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wre selbst ich nicht
gekommen.
		-- George Bernard Shaw
%
Geld ist nichts.
Aber viel Geld, das ist etwas anderes.
		-- George Bernard Shaw
%
Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Glubiger zu
betrgen, so gibt man diesen Verfahren den hflichen Namen Inflation.
		-- George Bernard Shaw
%
Was wir brauchen, sind ein paar verrckte Leute; seht euch an, wohin
uns die normalen gebracht haben.
		-- George Bernard Shaw
%
Der Historiker ist ein Reporter, der berall dort nicht dabei war, wo
etwas passiert ist.
		-- George Bernard Shaw
%
Urlaub ohne Unterla wre ein gutes Training fr den Aufenthalt in
der Hlle.
		-- George Bernard Shaw
%
Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind jene, die bei
sich selbst anfangen.
		-- George Bernard Shaw
%
Wenn ein Mensch einen Tiger ttet, spricht man von Sport. Wenn ein
Tiger einen Menschen ttet, ist das Grausamkeit.
		-- George Bernard Shaw
%
Wer behauptet, die Frauen zu kennen, ist kein Gentleman.
		-- Georg Bernhard Shaw
%
Ein hundertprozentiger Amerikaner ist eine neunundneunzig prozentiger Idiot.
		-- George Bernard Shaw
%
Mode ist eine unertrgliche Hlichkeit, die wir alle sechs Monate ndern
mssen.
		-- George Bernard Shaw
%
Von der Geschichte knnen wir lernen,
da wir von der Geschichte nichts lernen.
		-- George Bernard Shaw
%
Es gibt drei Arten der Lge, die gewhnliche Lge,
die Statistik und den Wetterbericht.
		-- George Bernard Shaw
%
Der Mensch kann wohl die hchsten Gipfel erreichen, aber verweilen
kann er dort nicht lange.
		-- George Bernard Shaw
%
Die Kirchen mssen Demut lernen, wie sie es lehren.
		-- George Bernard Shaw (Warum fr Puritaner)
%
Die Weisheit eines Menschen mit man nicht nach seinen Erfahrungen,
sondern nach seiner Fhigkeit, Erfahrungen zu machen.
		-- George Bernard Shaw
%
Ich glaube, alle Empfngnisse sind unbefleckt.
		-- George Bernard Shaw
%
Der Ehehafen ist wie alle anderen Hfen. Je lnger die Schiffe in
ihnen liegen, um so grer ist die Gefahr, da sie rosten.
		-- George Bernard Shaw
%
Der Wilde kniet vor Gtzenbildern aus Holz und Stein, der Zivilisierte
vor solchen aus Fleisch und Blut.
		-- George Bernard Shaw
%
Ich glaube nicht an Zufall.
Die Menschen, die in der Welt vorwrtskommen, sind die Menschen, die
aufstehen und nach dem von ihnen bentigten Zufall Ausschau halten.
		-- George Bernard Shaw
%
Es ist gefhrlich, aufrichtig zu sein, auer, wenn man auch dumm ist.
		-- George Bernard Shaw
%
Nur ein Narr feiert, da er lter wird.
		-- George Bernard Shaw
%
Ihr aber seht und sagt: Warum?
Aber ich trume und sage: Warum nicht?
		-- George Bernard Shaw
%
Die Ehe ist beliebt, weil sie ein Hchstma an Versuchung mit einem
Hchstma an Gelegenheit verbindet.
		-- George Bernard Shaw
%
Die Strafe des Lgners ist nicht, da ihm niemand mehr glaubt,
sondern, da er selbst niemanden mehr glauben kann.
		-- George Bernard Shaw
%
Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwtzer.
		-- George Bernard Shaw
%
Hass ist die Rache des Feiglings dafr, da er eingeschchtert ist.
		-- George Bernard Shaw (Major Barbara)
%
Der niedertrchtigste Fruchtabtreiber ist der, welcher versucht, den
Charakter eines Kindes zu formen.
		-- George Bernard Shaw (Katechismus fr Umstrzler)
%
Ich zitiere mich oft selbst. Das wrzt meine Unterhaltung.
		-- George Bernard Shaw
%
Mord und Todesstrafe sind nicht Gegenstze, die einander aufheben,
sondern Ebenbilder, die ihre Art fortpflanzen.
		-- George Bernard Shaw
%
Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.
		-- George Bernard Shaw
%
Erfahrungen sind Wegweiser - keine Lagerpltze.
		-- George Bernard Shaw
%
In der Einfalt eines Tieres liegt groe Weisheit mit Verlaub - und
manchmal liegt groe Torheit in der Weisheit der Gelehrten.
		-- George Bernard Shaw
%
... ein unproduktiver Trunkenbold.
		-- George Bernard Shaw (ber Oscar Wilde)
%
Der Glaube eines Menschen kann durch kein Glaubensbekenntnis, sondern
durch die Beweggrnde seiner gewhnlichen Handlungen festgestellt
werden.
		-- George Bernard Shaw
%
Schweigen ist der vollkommenste Ausdruck der Verachtung.
		-- George Bernard Shaw
%
Ich wnschte ein Shakespeare zu sein und wurde ein Shaw.
		-- George Bernard Shaw
%
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das von sich eine schlechte
Meinung hat.
		-- George Bernard Shaw
%
Wir lernen aus Erfahrung, da die Menschen nichts aus Erfahrung
lernen.
		-- George Bernard Shaw
%
Es gibt zwei Tragdien im Leben. Die eine: da dir dein Herzenswunsch
nicht erfllt wird. Die andere: da er es wird.
		-- George Bernard Shaw
%
Die Ehe, die wahre Festung der brgerlichen Moral.
		-- George Bernard Shaw
%
Kein Mensch kann ein reiner Spezialist sein, ohne im buchstblichen
Sinn ein Idiot zu sein.
		-- George Bernard Shaw
%
Je mehr ein Mensch sich schmt, desto anstndiger ist er.
		-- George Bernard Shaw
%
Der Roulette-Tisch lohnt sich fr keinen, ausgenommen fr seinen
Besitzer; trotzdem ist die Leidenschaft des Spielens allgemein, die
Leidenschaft, Roulette-Tische zu halten, dagegen unbekannt.
		-- George Bernard Shaw
%
Je mehr ein Mann wei und je weiter er reist, desto wahrscheinlicher
wird es, da er einmal ein Mdchen vom Lande heiratet.
		-- George Bernard Shaw
%
Das grte bel, das wir unseren Mitmenschen antun knnen, ist nicht,
sie zu hassen, sondern ihnen gegenber gleichgltig zu sein. Das ist
absolute Unmenschlichkeit.
		-- George Bernard Shaw
%
Der Glaube eines Menschen kann durch kein Glaubensbekenntnis, sondern
nur durch die Beweggrnde seiner gewhnlichen Handlungen festgestellt
werden.
		-- George Bernard Shaw
%
Sag mir all meine Fehler, von Mann zu Mann. Ich kann alles ertragen,
auer Schmeichelei.
		-- George Bernard Shaw
%
Derjenige, der etwas kann, tut etwas.
Der nichts kann, lehrt etwas.
		-- George Bernard Shaw
%
Das Alter hat zwei groe Vorteile: Die Zhne tun nicht mehr weh, und
man hrt nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.
		-- George Bernard Shaw
%
Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden; ein Engel im
Himmel fllt niemandem auf.
		-- George Bernard Shaw
%
Es ist fr mich ebenso leicht, zu glauben, da das Weltall sich selber
geschaffen hat, als da ein Schpfer des Weltalls sich selber schuf,
nein vielleicht sogar leichter, denn das Weltall existiert in
sichtbarer Form und schafft sich selbst im Fortschreiten stndig neu,
whrend ein Schpfer dieses Weltalls eine Hypothese ist.
		-- George Bernard Shaw
%
Ein verheirateter Mann kann tun, was er will, wenn seine Frau nichts
dagegen hat.
		-- George Bernard Shaw
%
Je weniger einer braucht, desto mehr nhert er sich den Gttern, die
gar nichts brauchen.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Bedenke, da die menschlichen Verhltnisse insgesamt unbestndig
sind, dann wirst Du im Glck nicht zu frhlich und im Unglck nicht zu
traurig sein.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Nur der ist weise, der wei, da er es nicht ist.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Vier Eigenschaften gehren zu einem Richter: hflich anzuhren, weise
zu antworten, vernnftig zu erwgen und unparteiisch zu entscheiden.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Wie zahlreich sind doch die Dinge, deren ich nicht bedarf.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Denn das Wort ist wahr, da ein Extrem regelmssig das
entgegengesetzte Extrem auslst. Das gilt so beim Wetter, in unseren
Krpern und erst recht bei den Staaten.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und
verachtet die Autoritt. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die
Beine bereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Leichter lt sich eine glhende Kohle auf der Zunge halten als ein
Geheimnis.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Wen das Wort nicht schlgt, den schlgt auch der Stock nicht.
		-- Sokrates (470-399 v.Chr.)
%
Ich wei, da ich nichts wei.
		-- Sokrates (Apologie, 470-399 v.Chr.)
%
Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt, erhlt und ernhrt, ist
die Furcht.
		-- Baruch de Spinoza (Tractatus theologico-politicus)
%
So leicht es ist, den Menschen jede Art des Aberglaubens einzuflen,
so schwer lt sich dagegen erreichen, da sie in ein und derselben
Art verharren.
		-- Baruch de Spinoza (Tractatus theologico-politicus)
%
Weil die groe Menge immer gleich elend bleibt, bleibt sie nie lange
demselben Aberglauben ergeben; vielmehr wird sie immer wieder von
einem neuen Aberglauben angezogen, von welchem sie noch niemals
getuscht worden ist.
		-- Baruch de Spinoza (Tractatus theologico-politicus)
%
Die Ohnmacht des Menschen in Migung oder Hemmung der Affekte nenne
ich Knechtschaft; denn der von seinen Affekten abhngige Mensch ist
nicht Herr ber sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.
		-- Baruch de Spinoza (Nachla)
%
Das Unvermgen eines Menschen, seine Affekte zu zgeln und 
einzuschrnken, nenne ich Knechtschaft.
		-- Baruch de Spinoza (Ethik)
%
Denn jeder lenkt alles gem seinem Affekt.
		-- Baruch de Spinoza (Ethik)
%
Der von seinen Affekten abhngige Mensch ist nicht Herr ber sich
selbst, sondern ein Sklave des Schicksals.
		-- Baruch de Spinoza
%
Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit. Es gibt in der Natur kein
Gutes und kein Schlechtes.
		-- Baruch de Spinoza
%
Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat.
		-- Baruch de Spinoza
%
Jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein.
		-- Baruch de Spinoza
%
Sicherlich wrde das menschliche Leben weit glcklicher verlaufen,
wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermchte. Aber
die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, da der Mensch nichts so
schwer beherrscht wie seine Zunge.
		-- Baruch de Spinoza
%
Ich wei nicht, wie ich Philosophie lehren soll, um nicht zum Strer
herbeigebrachter Religion zu werden.
		-- Baruch de Spinoza
%
Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel
des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frmmigkeit.
		-- Baruch de Spinoza (Theologisch-politisches Trakat 14)
%
Die gewhnlichen Menschen trachten, so scheint es mir wenigstens, nach
nichts weniger als nach einem der heiligen Schrift entsprechenden
Leben. Vielmehr sehen wir, da sie fast alle ihre Hirngespinste fr
Gottes Wort ausgeben und nur darauf bedacht sind, unter dem Deckmantel
der Religion andere Leute zu zwingen, da sie denken wie sie selbst.
		-- Baruch de Spinoza (Theologisches Traktat)
%
Der Drang, die gttliche Religion auszubreiten, sank zur schmutzigen
Habgier und Ehrsucht und das Gotteshaus selbst zum Theater herab, in
dem sich nicht mehr Kirchenlehrer, sondern Redner hren leien, denen
es nicht darauf ankam, das Volk zu belehren, sondern blo es zur
Bewunderung hinzureien und die Andersdenkenden ffentlich anzugreifen
und nur das Neue und Ungewohnte zu lehren, wei es eben das Volk am
meisten bewunderte.
		-- Baruch de Spinoza (Theologisch-politisches Trakat)
%
Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu knnen, solange
ist es ihm unmglich, es zu tun.
		-- Baruch de Spinoza
%
Frher schauten die Schriftsteller durch das Fenster in den Salon,
jetzt schauen sie durch das Schlsselloch in das Schlafzimmer
		-- John Ernst Steinbeck
%
Frher war der Mensch Herr seines Wissens. Heute ist das Wissen sein
Gebieter.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Auf jede Frage eine Antwort wissen nur Dummkpfe.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Die grte und dauerhafteste Revolution, die wir kennen, fand statt,
als der Mensch seine Seele entdeckte und lernte, da jede Seele fr
sich allein einen individuellen Wert hat.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Vielleicht verdirbt Geld tatschlich den Charakter. Auf keinen Fall
aber macht ein Mangel an Geld ihn besser.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Ein Diplomat ist ein Gentleman, der zweimal berlegt, bevor er nichts
sagt.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Eine selbstbewute Gesellschaft kann viele Narren ertragen.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Wenn einem Autor der Atem ausgeht, werden die Stze nicht krzer,
sondern lnger.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Es ist merkwrdig, wie fern ein Unglck ist, wenn es uns nicht selbst
betrifft.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Die Managerkrankheit ist eine Epidemie, die durch den Uhrzeiger
hervorgerufen und durch den Terminkalender bertragen wird.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Man verliert die meiste Zeit damit, da man Zeit gewinnen will.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Die Kunst des Ausruhens ist Teil der Kunst des Arbeitens.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Das Leben besteht hauptschlich darin, da man mit dem
Unvorhergesehenen fertig werden mu.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Fr alles im Leben mu man bezahlen. Und je spter man es tut, um so
hher werden die Zinsen.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Alle die Zge, die wir an Menschen bewundern, Freundlichkeit und
Grozgigkeit, Offenheit, Anstand, Verstndnis und Mitgefhl,
garantieren in unserem System das Scheitern.  Und die Eigenschaften,
die wir verachten, Hrte, Gier, Raffsucht, Gemeinheit, Egoismus und
Eigeninteresse, sind die Faktoren des Erfolgs.  Aber whrend
ersteren die Bewunderung der Menschen gilt, lieben sie die
Ertrge der letzteren.
		-- John Ernst Steinbeck (Strae der lsardinen)
%
Mit Propheten mu man sich dreiig Jahre spter unterhalten.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Fachleute sind immer bse, wenn einem Laien etwas einfllt, was ihnen
nicht eingefallen ist.
		-- John Ernst Steinbeck
%
Kein Weiser hat sich je gewnscht, jnger zu sein.
		-- Jonathan Swift
%
ber eine Spur von Geist in einer Frau freuen wir uns ebenso wie ber
ein paar Worte, die ein Papagei richtig herausbringt.
		-- Jonathan Swift
%
Taucht ein Genie auf, verbrdern sich die Dummkpfe.
		-- Jonathan Swift (Gullivers Reisen)
%
Der Mensch sollte sich niemals genieren einen Irrtum zuzugeben, zeigt
er doch damit, da er sich entwickelt, da er gescheiter ist als
gestern.
		-- Jonathan Swift
%
Ihr knnt Menschen durch Gewinn oder Strafen dazu zwingen, da sie
sagen oder schwren, sie glauben, und da sie so tun, als ob sie
glaubten. Aber weiter knnt ihr nichts.
		-- Jonathan Swift (Gedanken ber Religion)
%
Wir haben gerade Religion genug, um einander zu hassen, aber nicht
genug, um einander zu lieben.
		-- Jonathan Swift
%
Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee
zu trinken. Und wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so
heiter und gelassen zu sein, als htte man guten Kaffee getrunken.
		-- Jonathan Swift
%
Die besten rzte der Welt sind: Dr. Dit, Dr. Ruhe und Dr.
Frhlichkeit.
		-- Jonathan Swift
%
Die meisten Menschen sind wie Stecknadeln: Nicht der Kopf ist das
Wichtigste an ihnen.
		-- Jonathan Swift
%
Satire ist eine Art Spiegel, in dem der Betrachter alle anderen Gesichter
erkennt, nur nicht das eigene.
		-- Jonathan Swift
%
Engstirnige Menschen sind wie Flaschen mit einem engen Hals; je
weniger darin ist, desto mehr Gerusch entsteht beim Ausschtten.
		-- Jonathan Swift
%
In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Je korrupter der Staat, desto mehr Gesetze braucht er.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Frher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Wer sich ber Kritik rgert, gibt zu, da sie verdient war.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Sie schaffen eine Wste und nennen es Frieden.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Erfolge nehmen alle in Anspruch, Mierfolge werden einem einzigen
zugeschrieben.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Alles Unbekannte gilt fr gro.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Glnzten durch ihre Abwesenheit.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Achtung ist grer aus der Entfernung.
		-- Publius Cornelius Tacitus (55-120)
%
Ich schlief und trumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah,
das Leben ist Pflicht. Ich tat meine Pflicht, und siehe da, das Leben
ward Freude.
		-- Rabindranath Tagore
%
Wenn die Zuflligkeiten des tglichens Lebens anfangen, den Menschen
zu beherrschen, so sieht er die Wahrheit nicht mehr und verliert seine
Freiheit.
		-- Ranbindranath Tagore
%
Schne Tage - nicht weinen, da sie vergangen, sondern lcheln, da
sie gewesen.
		-- Rabindranath Tagore
%
Jedes Kind gibt uns die Gewiheit, da Gott an der Menschheit nicht
verzweifelt.
		-- Rabindranath Tagore
%
Wer eine Snde zweimal begangen hat, der hlt sie fr keine Snde
mehr.
		-- Talmud (Literaturwerk des Judentums)
%
Verurteile niemanden, bevor du nicht in seiner Lage warst.
		-- Talmud (Literaturwerk des Judentums)
%
Wer andere kennt, ist klug.
Wer sich selber kennt, ist weise.
		-- Tao te king
%
Das gute an Standards ist, da man unter so vielen whlen kann.
		-- Andrew S. Tanenbaum
%
Sowenig es Reinrassigkeit gibt, so wenig gibt es Adel, der seinen
Namen verdient. Er ist ein Spielball des Zufalls. Nur eine weitere
ironische Form der Fatalitt.
		-- Vizconte de Lascano Tegui 
%
Die Schwierigkeit liegt darin, da wir als Menschen nicht nur
Probleme lsen, sondern auch Probleme schaffen.
		-- Edward Teller
%
Der Wissenschaftler ist verantwortlich fr die Erklrung seines
Wissens, nicht aber dafr, wie dieses Wissen angewendet wird.
		-- Edward Teller
%
Einbildungskraft ist das, was manchen Politiker glauben macht,
er sei ein Staatsmann. 
		-- Roberta Tennes
%
Das Wissen kommt und geht, die Weisheit bleibt.
		-- Alfred Lord Tennyson
%
Erfolg ist im Grunde nichts anderes, als die berwindung der Angst vor
dem Versagen.
		-- Kurt Tepperwein
%
Der Erfolgreiche fngt gerade da an, wo der Erfolglose aufhrt!
Mierfolge sind immer nur Zwischenergebnisse.
		-- Kurt Tepperwein
%
Liebe das Leben, und das Leben wird dich lieben!
		-- Kurt Tepperwein
%
Wer spricht, was er will, der hrt, was er nicht will.
		-- Terenz
%
Geographie ist Schwerkraft mit Bumen drauf
		-- P. Terry
%
Die Amis haben schon alles zusammen was man fr einen
Krieg braucht, fehlt nur noch der Feind.
		-- Erik Tews
%
Schn zu sein ist ausreichend.  Was will man mehr von einer Frau?
Wozu mu eine Rose singen knnen?
		-- Thackeray
%
Das Seltenste, was ich gesehen: ein alter Tyrann.
		-- Thales von Milet (650-560 v.Chr.)
%
Wenn ich etwas in der Politik verabscheue, dann den Typ des Aals, der
sich vor lauter Geschmeidigkeit am liebsten selbst in sein Hinterteil
beien wrde.
		-- Margaret Thatcher
%
Das Rckgrat ist bei manchen Politikern unterentwickelt - vielleicht
weil es sowenig benutzt wird.
		-- Margaret Thatcher
%
Es ist nicht Sache des Politikers, allen zu gefallen.
		-- Margaret Thatcher
%
Geld fllt nicht vom Himmel. Man mu es sich hier auf Erden
verdienen.
		-- Margaret Thatcher
%
Es strt mich nicht, was meine Minister sagen, - solange sie tun, was
ich ihnen sage.
		-- Margaret Thatcher
%
Seit ich nicht mehr mich selbst suche, fhre ich das glcklichste
Leben, das es geben kann.
		-- Hl. Theresia vom Kinde Jesu
%
Frauen ber Mnner:  Ihr Mannsbilder seid's narrisches Volk.  Ihr
betet uns an wegen unserer Tugend, und wenn wir sie behalten wollen,
seid's ihr bse.
		-- Maria Theresia
%
Die Ungeduld ist die einzige Eigenschaft der Jugend, deren Verlust man
im Alter nicht beklagt.
		-- Frank Thie
%
Angst haben wir alle.
Der Unterschied lieget in der Frage: Wovor ?
		-- Frank Thie
%
Pessimisten sind Leute, die nur ein einziges Instrument blasen:
Trbsal.
		-- Wim Thoelke
%
Man mu die Leute an ihren Einflu glauben lassen...
Hauptsache ist, da sie keinen haben.
		-- Ludwig Thoma
%
Pnktlichkeit ist ein gutes Training fr das Alleinsein.
		-- Georg Thomalla
%
Amors Streifschsse nennt man Flirt.
		-- Georg Thomalla
%
Die Behauptung, jemand sei ein Freund, besagt in der Regel nicht mehr,
als da er kein Feind ist.
		-- Henry David Thoreau
%
Es gengt nicht, nur fleiig zu sein - das sind die Ameisen. Die
Frage ist vielmehr: wofr sind wir fleiig?
		-- Henry David Thoreau
%
Jede Generation lacht ber Moden, aber folgt den neuen treu.
		-- Henry David Thoreau
%
Hast Du Luftschlsser gebaut,
so braucht Deine Arbeit
nicht verloren zu sein.
Eben dort sollten sie sein.
Jetzt lege das Fundament darunter.
		-- Henry David Thoreau
%
Ist es nicht interessant, da die selben Leute, die ber Science-Fiction
lcheln, der Wettervorhersage und konomen glauben schenken?
		-- Kelvin Throop III
%
Liebe ist das, was man mit einem anderen durchgemacht hat.
		-- James Grover Thurber
%
Die sorgfltige Feigherzigkeit hlt uns immer von Taten zurck, deren
wir uns freuen wrden, wenn nur der Augenblick de Ausbung erst
vorber wr.
		-- Ludwig Tieck
%
Wer alles machen will, wird als Meister des Nichts enden.
		-- Bruno Tietz
%
Alkohol zieht den Horizont auf den Umfang eines Bierdeckels 
zusammen.
		-- Peter Tille
%
Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie.
		-- Peter Tille
%
Mensch sein heit Utopien haben.
		-- Paul Johannes Tillich
%
Weisheit ist die Anerkennung der eigenen Grenzen.
		-- Paul Johannes Tillich
%
Jedes menschliche Werk ist zugleich Sache und Symbol.
		-- Paul Johannes Tillich
%
Nur wer allein ist, kann behaupten, ein Mensch zu sein. In dem 
alleinsein liegt Leid und Gre des Menschen.
		-- Paul Johannes Tillich
%
Auch Nichtraucher mssen sterben.
		-- Friedrich Torberg
%
Die Parzen weben anderswo. Du, sterreich, hast Grillen.
		-- Friedrich Torberg
%
Man mu mit seinen Feinden leben, da man ja nicht jedermann zum
Freund haben kann.
		-- Alexis de Tocqueville
%
Wenn Adam auf die Erde zurckkme, wrde er nichts wiedererkennen -
ausgenommen die Witze.
		-- Ugo Tognazzi
%
Hoppla, wir leben!
		-- Ernst Toller
%
Es gilt der Satz, der mich noch nie gereut:
Der beste Freund des Menschen ist die Einsamkeit.
		-- Horst Tomayer
%
Anderer Menschen Leid trsten ist der beste Trost fr eigenes Leid.
		-- Niccol Tommaseo
%
Es ist nicht angngig, alles auszusprechen, was man denkt, doch sollte
man sich bemhen, stets so zu sprechen, wie man denkt.
		-- Niccol Tommaseo
%
Phantsie - ein Reisender, der alles aufsucht, auch verbotenes Gelnde.
		-- De Torres
%
Wenn man seinem Pabild hnlich zu sehen beginnt, sollte man
schleunigst Urlaub machen.
		-- Vico Torriani
%
Wenn Du sagst: "Ich habe ein Programm geschrieben, da Windows zum
Absturz bringt", so werden Dich die Menschen verstndnislos anstarren
und sagen: "Hey, ich bekam soetwas mit dem Betriebssystem und zwar
*kostenlos*."
		-- Linus Torvalds
%
Im Leben mu man zu rechnen verstehen, aber nicht auf die anderen
		-- Paul Jean Toulet
%
Ich habe es mir zur Aufageb gemacht, wahr zu sein und nicht
idealistisch.
Vielleicht ist das ein Fehler, aber es ist mir unmglich Warzen zu
bersehen.
		-- Henri de Toulouse-Lautrec
%
Die Ehe ist eine lange Mahlzeit, die mit dem Dessert beginnt.
		-- Henri Toulouse-Lautrec
%
Das Bemerkenswerte an der derzeitigen Lage ist, da Einverstndnis
darber herrscht, nichts an einem Status quo zu verndern, der von
allen als unertrglich kritisiert wird.
		-- Alain Touraine
%
Wenn man Intelligenz als die Fhigkeit definiert, neue Dinge zu lernen
und Lsungen fr Probleme zu finden, die das erste Mal auftauchen -
wer ist dann intelligenter als das Kind?
		-- Michel Tournier
%
Der erste Schritt zum Glck ist der Entschlu, glcklich sein zu
wollen.
		-- Ralph Waldo Trine
%
Alle in theologischen Werken blichen Verherrlichungen des
Christentums, da es im Mittelalter wenigstens die Sklaverei
abgeschafft habe, beruhen auf krasser Unwissenheit oder verlogender
Apologetik. Ungefhr das Gegenteil ist wahr... Wo sie in Europa
aufhrte, sind politische und konomische Verhltnisse die Ursache;
niemals aber ein Verbot der Kirche. Ja, die Sklaverei nimmt in
Sdeuropa gegen Ende des Mittelalters einen Aufschwung, und die Kirche
ist nicht blo am Sklavenbesitz beteiligt, sondern verhngt auch
geradezu Versklavung als Strafe in den verschiedensten Fllen.
		-- Ernst Troeltsch (ev. Theologe, 1865-1923)
%
Nicht wenige Experten sehen ihre Daseinsberechtigung darin, einen
relativ einfachen Sachverhalt unendlich zu komplizieren.
		-- Pierre Elliott Trudeau
%
Man kann niemanden berholen, wenn man in seine Fustapfen tritt.
		-- Franois Truffaut
%
Ich beobachte mit Erstaunen die groe Anzahl meiner Zeitung lesenden 
Mitmenschen, die in dem Glauben leben und sterben, sie htten von der
Zeit in der sie lebten etwas gewut.
		-- H. Truman
%
Zum Teufel mit der aristokratischen Gesinnung, wenn sie verlogen ist.
		-- Anton P. Tschechow (Briefe, 1889)
%
Vorurteile und all die Gemeinheiten und Widrigkeiten des Alltags sind 
notwendig; denn sie werden zu guter Letzt zu irgend etwas Brauchbarem 
verarbeitet wie der Dnger zu fruchtbarem Humus.
		-- Anton P. Tschechow
%
Eine Kleinigkeit, einverstanden, aber an solchen Kleinigkeiten geht
die Welt zugrunde.
		-- Anton Pawlowitsch Tschechow
%
Hunderte von Wesrt der, eintniger Stepp knnen einen nicht so anden
wie ein einziger Mensch.
		-- Anton Pawlowitsch Tschechow
%
Wenn du das Leben verstehen willst, hr auf zu glauben, was die Leute
sagen und schreiben. Beobachte lieber dich selbst, und mach dir deine
eigenen Gedanken.
		-- Anton Pawlowitsch Tschechow
%
Die Menge glaubt, alles zu wissen und alles zu begreifen. Je dmmer
sie ist, um so weiter ist der Horizont, den sie zu haben vorgibt.
		-- Anton Pawlowitsch Tschechow
%
Gut zurechtgemacht frs Ausgehen ist eine Frau dann, wenn ihr
Begleiter lieber mit ihr Zuhause bliebe.
		-- Olga Tschechowa
%
Wenig und Viel sind wandelbar wie Geschenke, je nachdem sie der
Gebende oder der Empfangende betrachtet.
		-- Tschuang-tse (4. Jh. v. Chr.)
%
Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als der, der alle
Antworten wei.
		-- Chuang Tsu
%
Von der Geburt bis zum 18. Geburtstag braucht eine Frau gute Eltern,
von 18-35 gutes Aussehen, von 35-55 Persnlichkeit und ab 55 Kohle.
		-- Sophie Tucker
%
Das Volk und nur das Volk ist die Kraft, die Weltgeschichte macht.
		-- Mao Tse Tung
%
Willst du friedlich leben? Verkehre mit den Menschen, lebe aber 
allein, unternimm nichts und bedauere gar nichts.
		-- Iwan S. Turgenjew (Gedichte in Prosa)
%
Keine meiner bertreibungen war so malos wie die Wirklichkeit
		-- Peter Turrini
%
Wir sind die informierteste und gleichzeitig ahnungsloseste
Gesellschaft, die je existiert hat.
		-- Peter Turrini
%
Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besassen sie die Bibel
und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen
die Augen. Als wir sie wieder ffneten, war die Lage genau umgekehrt:
Wir hatten die Bibel und sie das Land.
		-- Desmond Tuto
%
Jemanden zu sagen Idiot - das ist keine Beleidigung, sondern Diagnose.
		-- Julian Tuwim
%
Das Gehirn ist ein Apparat, mit dessen Hilfe viele Menschen denken,
da sie denken.
		-- Julian Tuwim
%
Wer Erfolg haben will, darf keine Angst haben, Fehler zu machen.
		-- Frank Tyger
%
Planst du fr ein Jahr, so se Korn, planst du fr ein Jahrzehnt, so
pflanze Bume, planst du frs Leben, so bilde Menschen.
		-- Kuan Tzu
%
Geldmangel ist ein Segen.
Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten durch Mangel
an Geld schon verhindert worden sind.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Man mu die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Kein Abschied auf der Welt fllt schwerer als der Abschied von der
Macht.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Deserteure mte man gleichzeitig wegen Feigheit erschieen und
wegen Klugheit auszeichnen.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen
- sie wird einem ja doch nicht geglaubt.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Wenn man die Redlichkeit eines Politikers allzu laut betont, zweifelt
man an seinen Fhigkeiten.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Wer lange genug gelebt hat,hat alles gesehen und auch das Gegenteil
von allem.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Die Sprache wurde dem Menschen gegeben, damit er seine Gedanken verhllen
kann.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Geschichte ist nichts anderes als die Unfallchronik der Menschheit.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Opposition ist die Kunst, so geschickt dagegen zu sein, da man spter
dafr sein kann.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Sagt eine Dame 'Nein', so bedeutet das 'Vielleicht'; sagt sie
'Vielleicht', dann denkt sie dabei 'Ja', sagt sie 'Ja' - ist sie keine
Dame.
		-- Charles Maurice de Talleyrand
%
Mit der Liebelei ist es wie mit der Elektrizitt: erst Starkstrom,
dann Schwachstrom, zuletzt Wechselstrom.
		-- Jaques Tati
%
Alle Wirtschaftsprobleme wren zu lsen, wenn man die
Selbstgeflligkeit steuerpflichtig machte.
		-- Jaques Tati
%
Antiquitten sind der Kitsch von vorgestern zu den Preisen von heute.
		-- Jaques Tati
%
Wer sich zu wichtig fr kleine Arbeiten hlt, ist oft zu klein fr
wichtige Arbeiten.
		-- Jaques Tati
%
Der grte Aberglaube der Gegenwart ist der Glaube an die Vorfahrt.
		-- Jaques Tati
%
Eine Kleinstadt ist eine Stadt, in der die wichtigsten
Lokalnachrichten nicht gedruckt, sondern gesprochen werden.
		-- Jaques Tati
%
Heutzutage schmt man sich beinahe, da man sich immer noch fr Dinge
schmt, fr die man sich auch frher geschmt hat.
		-- Jaques Tati
%
Man soll an der Natur nicht verzweifeln: Vielleicht entwickelt sie aus
dem Knguruh noch den Fugnger des einundzwanzigsten Jahrhunderts.
		-- Jaques Tati
%
Geld ist das einzige, was eine Frau manchmal fr sich behalten kann.
		-- Jacques Tati
%
Wer sich zu gro fhlt, um kleine Aufgaben zu erfllen, ist zu klein,
um mit groen Aufgaben betraut zu werden.
		-- Jacques Tati
%
Das Militr ist eine Pflanze, die man sorgfltig pflegen mu, damit
sie keine Frchte trgt.
		-- Jacques Tati
%
Wenn ein Ehepaar den gleichen Geschmack hat, so heit das in den
meisten Fllen, da der Mann seinen verloren hat.
		-- Jacques Tati
%
Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder.
		-- Mutter Teresa
%
Abtreibung ttet zwei: das Kind und das Gewissen der Mutter.
		-- Mutter Teresa
%
Das ist das Teuflischste, was eine menschliche Hand tun kann.
Darum zahlen wir mit den schrecklichen Dingen, die in der Welt
geschehen.
		-- Mutter Teresa
%
Frauen, die abgetrieben haben, brauchen dringend Vergebung.
		-- Mutter Teresa
%
Wir bekmpfen die Abtreibung mit Adoption.
		-- Mutter Teresa
%
Krieg ist das Ergebnis von Politik, und deswegen mische ich mich da
nicht ein, das ist alles.
		-- Mutter Teresa
%
Nur die Frau kann eine Familie schaffen. Aber eine Familie kann auch
an ihr zerbrechen.
		-- Mutter Teresa
%
Jedes Kind ist kostbar. Jedes ist ein Geschpf Gottes.
		-- Mutter Teresa
%
Sich selbst geben ist besser als nur geben.
		-- Mutter Teresa
%
Gott hat die Armut nicht erschaffen. Er erschuf nur uns.
		-- Mutter Teresa
%
Man kann Gott nur auf eigene Kosten lieben.
		-- Mutter Teresa
%
Ein frhliches Herz entsteht normalerweise nur aus einem Herzen, das
vor Liebe brennt.
		-- Mutter Teresa
%
Alles nimmt ein gutes Ende fr den, der warten kann.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Die Weisheit kennt kein Ende - je mehr der Mensch in ihr
fortschreitet, desto mehr bedarf er ihrer.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi
%
Wie viel Mhe kostet die Niederschlagung und Verhtung von Aufstnden:
Geheimpolizei, andere Polizei, Spitzel, Gefngnisse, Verbannungen,
Militr. Und wie leicht sind die Ursachen fr Aufstnde zu beseitigen!
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Das Glck besteht nicht darin, da du tun kannst, was du willst,
sondern darin, da du auch immer willst, was du tust.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Kmmere dich nicht um den Beifall von Leuten, die du nicht kennst oder
die du verachtest.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Um einen Staat zu beurteilen, mu man seine Gefngnisse von innen
ansehen.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber
mit Menschen kann man nicht ohne Liebe umgehen.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Unterhaltung ist gut, wenn sie nicht unsittlich, sondern anstndig
ist, und wenn ihretwegen nicht andere leiden mssen.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Jeder Mensch hat die Keime aller menschlichen Eigenschaften in sich.
Manchmal kommen die einen zum Vorschein, manchmal die anderen.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi
%
Wenn die Vertreter der Kirche Christen sind, dann bin ich kein Christ;
und umgekehrt.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj
%
Je weiter ich im Alter voranschreite, und je mehr ich die Frage des
Krieges durchdenke, desto berzeugter bin ich, da die einzige Lsung
der Frage die Weigerung der Brger ist, Soldat zu werden.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoj (an Betha von Suttner, 28.August 1901)
%
In unserer Zeit herrscht ein schrecklicher Aberglaube, er besteht
darin, da wir begeistert jede Erfindung aufgreifen, welche die Arbeit
erleichtert, und glauben, sie unbedingt nutzen zu mssen, ohne uns die
Frage vorzulegen, ob diese die Arbeit erleichternde Erfindung unser
Glck vermehrt oder vielleicht Schnheit zerstrt.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1903)
%
Die meisten Menschen leben, als steuerten sie rckwrts einem Abgrund
zu. Sie wissen, hinter ihnen ghnt ein Abgrund, in den sie jeden
Augenblick strzen knnen, aber sie richten ihre Blicke nicht auf ihn,
sondern erheitern sich an dem, was sie sehen.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1905)
%
Niemand zhlt diese Morde der rzte, wie man vorzeiten die Morde der
Inquisition nicht zhlte, weil man des Glaubens war, sie wrden zum
Heil der Menschheit begangen.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Die Kreutzersonate)
%
Nur wenn alle Landarbeit leisten, kann es ein vernunftgemes,
sittliches Leben geben. Der Ackerbau weist uns, was am dringendsten
und was weniger notwendig ist. Er ist die Richtschnur fr ein
vernunftgemes Leben. Wir mssen die Erde berhren.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1906)
%
Seinen Acker zu bestellen, ist nicht eine unter mehreren Lebensformen, 
sondern die Lebensform schlechthin, das Leben selbst, die einzige
menschliche Lebensform, welche die Offenbarung aller hheren
Eigenschaften des Menschen ermglicht.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1906)
%
Die europischen Vlker haben 133 Milliarden Schulden. Wer schuldet
wem? Die Armen, die arbeitenden Menschen den Reichen, welche die
Aktien besitzen.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1904)
%
berall ist das Unheil der Alkohol.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1889)
%
Man kann nicht fr sich allein leben. Das ist der Tod.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1889)
%
Schrecklich allein ist, wer nicht seine Einheit mit allen Einzelwesen 
empfindet.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1901)
%
Kinder geben Armen bisweilen Brot, Zucker und Geld und sind mit sich
selbst zufrieden, ber sich selbst gerhrt und meinen, sie tten etwas
Gutes. Kinder wissen nicht und knnen nicht wissen, woher Geld und
Brot stammen. Erwachsene aber mten wissen und begreifen, da nichts
Gutes daran sein kann, dem einen etwas wegzunehmen und es dem andern
zu geben.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1891)
%
Seit ich alt bin, verwechsle ich die Menschen, beispielsweise meine
Kinder. Ich verwechlse auch fremde Menschen, die zum selben Typ
gehren oder in meinem Gehirn als Typ registriert sind.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1897)
%
Wenn ein Wasserstrahl gleichmig fliet, scheint es, er stehe
still. Genau so erscheint uns unser Leben und das Leben
allgemein. Aber da der Strahl nicht still steht, sondern fliet,
merkt man, wenn er schwcher wird.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1901)
%
Wir schtzen die Zeit erst, wenn uns nicht mehr viel davon geblieben 
ist.
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1852)
%
Wie geheimnisvoll ist alles fr alte Menschen und wie klar alles 
den Kindern!
		-- Leo Nikolajewitsch Tolstoi (Tagebcher 1907)
%
Der Sndenfall aller Parteien beginnt, wenn sie nur noch das Mgliche
wollen.
		-- Charles Tschopp
%
Eine Partei ist die Gesamtheit jener, die sich einbilden, derselben
Meinung zu sein.
		-- Charles Tschopp
%
Eine khne Behauptung ist der Hecht im Karpfenteich unserer trgen
Gedanken und Meinungen.
		-- Charles Tschopp
%
Nicht um die Behauptung geht es in der Diskussion, sondern um die
Selbstbehauptung.
		-- Charles Tschopp
%
Der verstndige Zuhrer ist der Geburtshelfer meiner Gedanken.
		-- Charles Tschopp
%
Zuflle sind die Mittel des Schicksals, durch die es seine wichtigsten
Plne mit uns durchfhrt.
		-- Charles Tschopp
%
Zwei Monologe, die sich gegenseitig immer und immer wieder strend
unterbrechen, nennt man eine Diskussion.
		-- Charles Tschopp
%
Eine schlechte Sache erregt, eine gute vertrgt viel Kritik.
		-- Charles Tschopp
%
Wer sich stndig von Vernunft leiten lt, ist nicht vernnftig.
		-- Charles Tschopp
%
Die Reichen mten sehr glcklich sein, wenn sie nur halb so glcklich
wren, wie die Armen glauben.
		-- Charles Tschopp
%
Man beleidigt fter mit Wahrheiten als mit Lgen.
		-- Charles Tschopp
%
Mann kann die Menschen nur von ihren eigenen Meinungen berzeugen.
		-- Charles Tschopp
%
Strahlende Augen erblicken eine strahlende Welt.
		-- Charles Tschopp
%
Die Frauen haben es ja von Zeit zu Zeit auch nicht leicht. Wir Mnner
aber mssen uns rasieren.
		-- Kurt Tucholsky
%
Wer in einem blhenden Frauenkrper das Skelett zu sehen vermag, ist
ein Philosoph.
		-- Kurt Tucholsky
%
Nhme man den Zeitungen den Fettdruck - um wieviel stiller wre es in
de Welt.
		-- Kurt Tucholsky
%
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich
anstndig benehmen mu, oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.
		-- Kurt Tucholsky
%
Wenn man einen Menschen richtig beurteilen will, so frage man sich
immer: Mchtest du den zum Vorgesetzten haben?
		-- Kurt Tucholsky
%
Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die
herrschen, und solche, die beherrscht werden.
		-- Kurt Tucholsky
%
Vaterland nennt sich dieser Staat immer dann,
wenn er sich anschickt, auf Menschenmord zu gehen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Die Grausamkeit der meisten Menschen ist Phantasielosigkeit und ihre
Brutalitt Ignoranz.
		-- Kurt Tucholsky
%
Der eigene Hund macht keinen Lrm - er bellt nur.
		-- Kurt Tucholsky
%
Es gibt vielerlei Lrm, aber es gibt nur eine Stille.
		-- Kurt Tucholsky
%
Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem
Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!
		-- Kurt Tucholsky
%
Deutschlands Schicksal:
Vor dem Schalter zu stehen.
Deutschlands Ideal:
Hinter dem Schalter zu sitzen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Das rgerliche am rger ist, da man sich schadet, ohne anderen zu
ntzen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen - und von
dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.
		-- Kurt Tucholsky
%
berschrift eines demokratischen Leitartikels: Jein! - !
		-- Kurt Tucholsky
%
Dick sein ist keine physiologische Eigenschaft - das ist eine
Weltanschauung.
		-- Kurt Tucholsky
%
Erfahrungen vererben sich nicht - jeder mu sie allein machen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Erfahrung heit gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre
schlecht machen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein groer Papierkorb.
		-- Kurt Tucholsky
%
Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und
zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhren.
		-- Kurt Tucholsky
%
Wenn ein Mensch ein Loch sieht, hat er das Bestreben, es auszufllen.
Dabei fllt er meistens hinein.
		-- Kurt Tucholsky
%
Der Mensch hat zwei Beine und zwei berzeugungen: eine, wenn's ihm gut
geht und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letzte heit Religion.
		-- Kurt Tucholsky
%
Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir
seinen gut.
		-- Kurt Tucholsky
%
Volkswirtschaft ist der Zeitpunkt, an dem die Leute anfangen, darber
nachzudenken, warum sie so wenig Geld haben.
		-- Kurt Tucholsky
%
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die
Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten.
Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.
		-- Kurt Tucholsky
%
Schlange vor dem Schalter. Alles geht, wenn auch langsam, so doch
regelmig; du ruckst voran. Bis der Mann vor dir herankommt. Der Mann
vor dir macht stets ungeahnte Schwierigkeiten, er will Herrn Eisenbahn
persnlich sprechen und braucht fr sich allein so viel Zeit, wie alle
anderen Vormnner zusammen. So ist das Leben.
		-- Kurt Tucholsky
%
Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas
von Empfindlichkeit war berhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort,
und ein ganzes Geheul bricht ber unsereinen herein: Wir sind
verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religisen Empfindungen... Und die
unseren-? Halten Sie es fr richtig, wenn fortgesetzt eine breite
Schicht des deutschen Volkes als "sittenlos", "lasterhaft",
"heidnisch" hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur
deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind?
Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rcksicht? Ich zum Beispiel fhle
mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten
sehe, munter und frisch zum Mord hetzend, das Wort der Liebe in das
Wort des Staates umflschend - ich mag es nicht hren. Wer nimmt
darauf Rcksicht?
		-- Kurt Tucholsky
%
Es gibt Leute, die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse
als einen Sitzplatz in der dritten.
		-- Kurt Tucholsky
%
Kluge Leute knnen sich dumm stellen. Das Gegenteil ist schwieriger.
		-- Kurt Tucholsky
%
Und der Grund, aus dem der Kirche tglich mehr und mehr Leute
fortlaufen, was nur zu begren it, liegt eben hierin: da viele
Diener dieser Kirche nur noch viel zu reden, aber wenig zu sagen
haben.
		-- Kurt Tucholsky
%
Alles ist richtig, auch das Gegenteil. Nur 'zwar - aber', das ist nie
richtig.
		-- Kurt Tucholsky
%
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, da man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.
		-- Kurt Tucholsky
%
Man fllt nicht ber seine Fehler. Man fllt immer ber seine Feinde,
die diese Fehler ausnutzen
		-- Kurt Tucholsky
%
Ich bin froh, da Du da bist und nicht hier.
		-- Kurt Tucholsky
%
Hering ist gut. Schlagsahne ist gut. Wie gut mu erst Hering mit
Schlagsahne sein.
		-- Kurt Tucholsky
%
Der Standesdnkel liegt in derselben Schublade wie der
Patriotismus. Vom Feuerwehrverein bis zum Vaterland sind nur wenige
Schritte. Und daher sieht bei uns der Skatverein wie ein Staat und der
Staat wie ein Skatverein aus.
		-- Kurt Tucholsky
%
Ich mag mich nicht gern mit der Kirche auseinandersetzen; es hat ja
keinen Sinn, mit einer Anschauungsweise zu diskutieren, die sich
strafrechtlich hat schtzen lassen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Hier ruht ein goldenes Herz und eine eiserne Schnauze.
		-- Kurt Tucholsky (Requiem - Nachruf auf sich selbst)
%
Trudele durch die Welt. Sie ist so schn, gib dich ihr hin, und sie
wird sich dir geben.
		-- Kurt Tucholsky
%
Hab erbarmen. Das Leben ist schwer genug.
		-- Kurt Tucholsky (Merkblatt fr Geschworene)
%
Die Katholiken sitzen vor ihrer Htte. Ein Heide geht vorbei und
pfeift sich eins. Die Katholiken tuscheln: 'Der wird sich schn
wundern, wenn er stirbt!' Sie klopfen sich auf den Bauch ihrer
Frmmigkeit, denn sie haben einen Fahrschein, der Heide aber hat
keinen, und er wei es nicht einmal.
Wie hochmtig kann Demut sein!
		-- Kurt Tucholsky
%
Schade, da man einen Wein nicht streicheln kann.
		-- Kurt Tucholsky
%
... ich hre nachts die Lokomotiven pfeifen, sehnschtig schreit die
Ferne, und ich drehe mich im Bett herum und denke: 'Reisen...'
		-- Kurt Tucholsky
%
Ich habe Erfolg, aber ich habe keinerlei Wirkung.
		-- Kurt Tucholsky
%
Die Katholiken Terrorisieren das Land mit einer Auffassung vom Wesen
der Ehe, die die ihre ist und die uns nichts angeht.
		-- Kurt Tucholsky
%
In neunundneunzig von hundert Fllen lohnt es sich nicht, ein Ding
aufzubewahren. Es nimmt nur Raum fort, belastet dich; hast du schon
gemerkt, da du nicht die Sachen besitzt, sondern da sie dich
besitzen?
		-- Kurt Tucholsky
%
Entwirf deinen Reiseplan im groen - und la dich im einzelnen von der
bunten Stunde treiben. Die Grte Sehenswrdigkeit, die es gibt, ist
die Welt - sieh sie dir an.
		-- Kurt Tucholsky
%
Was die Kirche nicht verbieten kann, das segnet sie.
		-- Kurt Tucholsky
%
Das Christentum ist eine gewaltige Macht. Da zum Beispiel
protestantische Missionare aus Asien unbekehrt wieder nach Hause
kommen - das ist eine groe Leistung.
		-- Kurt Tucholsky
%
Merk: Wer sich so mit dem Nebel des Mysteriums umgibt, wie alle diese,
die es mehr oder weniger begabt der katholischen Kirche nachmachen,
der zeigt, da seine Position bei voller Klarheit viel zu frchten
hat.
		-- Kurt Tucholsky
%
Inzwischen wimmelt das in den Slums aller Lnder, die Knie der
glcklichen Mtter werden von Geschpfen umspielt, die spter in den
Kohlenbergwerken oder in den Ackergrben fr den Profit der anderen
verrecken drfen...aber: es ist nicht abgetrieben worden. Der Kranz,
der Kranz ist gerettet!
		-- Kurt Tucholsky
%
Gewehre rechts - Gewehre links - das Christkind in der Mitten ... Gibt
es einen greulicheren Anblick?
		-- Kurt Tucholsky
%
Eine Frmmigkeit, die nur dann, verstaubt und verrostet, aus der
Schublade geholt wird, wenn und weil der Trger im Dreck sitzt, ist
keine. Sage mir, zu wem du betest, wenn es dir gut geht, und ich will
dir sagen, wie fromm du bist. Not lehrt beten; aber das echte Gebet
ist das nicht.
		-- Kurt Tucholsky
%
Wenn aber Christus, der gesagt hat: 'Du sollst nicht tten!'
an seinem Kreuz sehen mu, wie sich die Felder blutig rten;
wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen
und in den Feldgottesdiensten beten, da es Blut mge regnen;
und wenn die Vertreter Gottes auf Erden
Soldaten-Hmmel treiben, auf da sie geschlachtet werden;
und wenn die Glocken luten: 'Mord! und die Chorle hallen:
'Mord" Ihr sollt eure Feinde niederknallen!'
Und wenn jemand so verrt den Gottessohn-:
Das ist keine Schande.
Das ist Religion.
		-- Kurt Tucholsky
%
...die christliche Kirche treibt nicht nur die Glubigen in die Grben
und segnet die Maschinen, die zum Mord bestimmt sind - sie heilt auch
die Wunden, die der Mord geschlagen hat, und ist allemal dabei.
		-- Kurt Tucholsky
%
Wir benehmen uns aus Grnden des Geschmacks in den Kirchen anstndig -
man kann nicht sagen, da sich die Katholiken in den Bezirken des
Geistes ebenso anstndig benehmen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Das Christentum braucht nur ein Jahrtausend in seiner Geschichte
zurckzublttern: im Anfang war es wohl die Gte, die diese Religion
hat zu gebren helfen - zur Macht gebracht hat sie die Gewalt.
		-- Kurt Tucholsky
%
Wer da schreit: 'Dem Volke mu die Religion erhalten bleiben', lgt;
gemeint ist: 'Das Volk mu der Religion erhalten bleiben'. Das Volk
ist ihr in groen Teilen weggelaufen.
		-- Kurt Tucholsky
%
Und das Ding mchte ich einmal sehen, das die Kirche nicht segnete,
wenn sich das fr sie lohnt.
		-- Kurt Tucholsky
%
Tretet aus der Kirche aus. Tretet aus der Kirche aus. Tretet aus der
Kirche aus.
		-- Kurt Tucholsky
%
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? vielleicht dein Lebensglck ...
vorbei, verweht, nie wieder.
		-- Kurt Tucholsky
%
Der Satiriker ist ein gekrnkter Idealist.
		-- Kurt Tucholsky
%
Die Seele jeder Ordnung ist ein groer Papierkorb.
		-- Kurt Tucholsky
%
Ein skeptischer Katholik ist mir lieber als ein glubiger Atheist.
		-- Kurt Tucholsky
%
Finales gibt es ja doch nur in den Opern. Man steigt aus - und wei
nicht, da es das letztemal gewesen sein soll. Denn dann kam
vielleicht die Krankheit, die lange Bettlgerigkeit ... nie wieder ein
Automobil. Zum letztenmal in seinem Leben Sauerkraut gegessen. Zum
letztenmal telefoniert. Zum letztenmal geliebt. Zum letztenmal Goethe
gelesen. Vielleicht lange Jahre vor dem Tode. Und man wei es nicht.
		-- Kurt Tucholsky (Nachher)
%
Gott erhalte uns die Freundschaft. Man mchte beinah glauben, man sei 
nicht allein.
		-- Kurt Tucholsky (Schnipsel)
%
Wenn der Mensch fhlt, da er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm 
und weise; er verzichtet auf die sauren Trauben der Welt. Dieses nennt
man innere Einkehr.
		-- Kurt Tucholsky (Schnipsel)
%
Alte haben gewhnlich vergessen, da sie jung gewesen sind, oder sie
vergessen, da sie alt sind, und Junge begreifen nie, da sie alt
werden knnen.
		-- Kurt Tucholsky (Schnipsel)
%
Komische Junge sind viel seltener als komische Alte.
		-- Kurt Tucholsky (Schnipsel)
%
Gewohnheit bedeutet, einen bestimmten Platz fr jede Sache zu haben,
und sie niemals dort aufzubewahren.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis bermorgen Zeit hat.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Unkraut ist alles, was nach dem Jten wieder wchst.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttuscht war.
Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits mde; das erklrt
manches.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Zuerst schuf Gott die Idioten; das war die Vorbung.  Dann schuf er die
Schule.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wir danken Gott fr die Gnade, da wir in unserem Land drei groe
Vorzge haben: Die Freiheit der Rede, die Freiheit des Denkens und
die Weisheit, von beidem keinen Gebrauch zu machen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Zuerst schuf der liebe Gott den Mann, dann schuf er die Frau.
Danach tat ihm der Mann leid, und er gab ihm Tabak. 
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Sollte man es glauben, da dieser selbe gewissenlose Gott, dieser
moralische Kretin, zum Lehrer der Gte, der Sitten, der Milde, der
Rechtlichkeit, der Reinheit ernannt wurde? Es erscheint unmglich und
verrckt...
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Es waren Typhusbazillen, Cholerabazillen, Starrkrampfbazillen,
Schwindsuchtbazillen, Pestbazillen und einige hundert weitere
Aristokraten, erlesene Schpfungen, goldene Trger der Liebe Gottes zu
den Menschen, gesegnete Gaben des zrtlichen Vaters an seine Kinder -
alle muten sie prchtig behaust und verpflegt werden.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Das schnste aller Geheimnisse: ein Genie zu sein und es als einziger
zu wissen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Man kann nicht erwarten, da ein rundlicher Mann gliech in ein
viereckiges Loch pat. Man mu ihm Zeit geben, sich anzupassen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Was braucht man, um erfolgreich zu sein? Unwissenheit und
Selbstvertrauen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Ich mu eine erstaunliche Menge Geist haben; manchmal brauche ich
eine Woche, um mich zu entscheiden.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Tatsachen mu man kennen, bevor man sie verdrehen kann.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und
kritisieren nicht.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Man knnte viele Beispiele fr unsinnige Ausgaben nennen, aber
keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die,
die drinnen sind, knnen sowieso nicht hinaus, und die, die drauen
sind, wollen nicht hinein.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wenige Dinge auf Erden sind lstiger als die stumme Mahnung, die von
einem guten Beispiel ausgeht.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Eine Lge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die
Wahrheit die Schuhe anzieht.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Mnner, die behaupten, sie seien die uneingeschrnkten Herren im Haus,
lgen auch bei anderen Gelegenheiten.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Kein Breitengrad, der nicht dchte, er wre quator geworden, wenn
alles mit rechten Dingen zugegangen wre.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wenn wir bedenken, da wir alle verrckt sind, ist das Leben erklrt.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Gib jedem Tag die Chance, der schnste deines Lebens zu werden.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Trenne dich nie von deinen Illusionen und Trumen. Wenn sie
verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehrt haben,
zu leben.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich behandelt,
kommen sie wieder und bringen andere mit.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Die verborgene Quelle des Humors ist nicht Freude, sondern Kummer.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die
Sache durchgesetzt hat.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Was wren die Menschen ohne dir Frauen? Rar, sehr rar.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu
besinnen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Zivilisation ist die unbegrenzte Vervielfachung unntiger
Notwendigkeiten.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Als wir das Ziel vllig aus den Augen verloren hatten verdoppelten
wir unsere Anstrengungen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Mancher schreibt gleich zwei Bcher auf einmal: das erste und das
letzte.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Beim Lesen von Bchern ber die Gesundheit ist Vorsicht geboten.
Sie knnten an einem Druckfehler sterben.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Tapferkeit ist ein Anfall, der bei den meisten Menschen schnell
vorbergeht.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Ein Ku ist eine Sache, fr die man beide Hnde braucht.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wir haben viele Sndenbcke, aber der populrste ist die Vorsehung.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Jeder Mensch ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem
zeigt.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als
geehrt zu sein und es nicht zu verdienen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Man vergit vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber
man vergit niemals, wo das Beil liegt.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann
wird er dich nicht beien. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund
und Mensch.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein
einziger aufrichtiger Tadel.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist, als Freunde zu gewinnen:
sie wieder loszuwerden.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Bevor man anfngt, seine Feinde zu lieben, sollte man seine Freunde
besser behandeln.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Handle immer richtig. Das wird einige Leute zufriedenstellen und den
Rest in Erstaunen versetzen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden spter kommt.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wir lieben die Menschen, die frisch heraussagen, was sie denken -
falls sie das gleiche denken wie wir.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wenn wir uns bemhen, knnen wir auch Migeschick ertragen -- das andere
Menschen meine ich.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Gut sein ist edel, aber anderen zeigen, wie sie gut sein sollen, ist
edler und macht weniger Mhe.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wissenschaft hat etwas Faszinierendes an sich. So eine geringfgige
Investition an Fakten liefert so einen reichen Ertrag an Voraussagen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Was braucht man, um erfolgreich zu sein? Unwissenheit und Selbstvertrauen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Der Nachteil des Himmels besteht darin, da man die gewohnte
Gesellschaft vermissen wird.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen
ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem
Glhwrmchen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Das Recht auf Dummheit gehrt zur Garantie der freien Entfaltung der
Persnlichkeit.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Fr Brsenspekulationen ist der Februar einer der gefhrlichsten
Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November,
Mai, Mrz, Juni, Dezember, August und Oktober.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die
Jugend.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Alle Verallgemeinerungen sind falsch, einschlielich dieser.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Ein Mensch, der den Gletschern Gesellschaft leistet,
erhlt allmhlich das Gefhl, da er einigermaen unbedeutend ist.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens), 1878
%
Der Mensch ist das einzige Tier, das errtet.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wenn Du die Wahrheit sagst, brauchst Du kein gutes Gedchnis.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Sage im Zweifelsfall die Wahrheit.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Wahrheit ist etwas so Kostbares, da Politiker gar nicht anders
knnen, als damit sparsam umzugehen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Die Wahrheit ist das grte Gut was wir besitzen -- lat uns
sparsam damit umgehen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Dichtung ist verpflichtet, sich nach den Mglichkeiten zu richten. Die
Wahrheit nicht.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Es dauert ca. drei Wochen um eine gute Stehgreifrede auszuarbeiten.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Ein Klassiker ist ein Buch, das jeder immer schon einmal lesen
wollte und doch niemand lesen will.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Der einzige Weg, seine Gesundheit zu erhalten ist, zu essen was nicht
schmeckt, zu trinken was man nicht mchte und zu tuen, was man lieber
unterliee.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Ein Bankier ist ein Kerl, der ihnen bei schnem Wetter einen
Regenschirm leiht und ihn zurckverlangt, sobald es regnet.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Eine Bank ist eine Einrichtung, von der Sie sich Geld leihen knnen -
vorausgesetzt, Sie knnen nachweisen, da Sie es nicht brauchen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Leser, nimm an, Du seiest ein Idiot.  Und nimm an, Du seiest
ein Mitglied des Kongresses.  Doch ich widerhole mich.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
"Die Allgemeinheit" ist lediglich ein vervielfachtes "ich".
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Der Verstand ist das Gut, das am gerechtesten verteilt ist. Jeder denkt,
er htte genug davon.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Es ist besser still zu sein und fr einen Narren gehalten zu werden,
als zu sprechen und damit jeden Zweifel auszurumen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Es ist ganz leicht, sich das Rauchen abzugewhnen;
ich habe es schon hundert Mal geschafft.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Es gibt Leute, die den Schuljungen verlachen und ihn leichtfertig und
oberflchlich nennen. Dabei war es ein Schuljunge, der gesagt hat:
'Glaube ist, wenn man was glaubt und wei, es ist nicht so.'
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Freude lt sich nur ganz auskosten, wenn sich ein anderer mitfreut.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Alle reden ber das Wetter, aber keiner tut etwas dagegen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Die Vorurteile von Professoren nennt man Theorien.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende - und beide
sollten mglichst dicht beieinander liegen.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
Glauben heit auf etwas zu vertrauen, von dem du weit, da es nicht
existiert.
		-- Mark Twain (eigl. Samuel Langhorne Clemens)
%
La mich den Aberglauben eines Volkes schaffen, und mir ist es gleich,
wer ihm seine Gesetze oder seine Lieder gibt.
		-- Mark Twain
%
Adam und Eva hatten viele Vorteile. Vor allem bekamen sie ihre Zhne
sofort und auf einmal.
		-- Mark Twain
%
Adam war ein Mensch; er wollte den Apfel nicht des Apfels wegen, 
sondern nur, weil er verboten war.
		-- Mark Twain, Querkopf Wilsons Kalender
%
Wie mu Adam das Gefhl ausgekostet haben, Dinge zu sagen, die vor ihm 
noch keiner gesagt hat!
		-- Mark Twain
%
Je weniger Ahnung jemand hat, desto mehr Spektakel macht er und ein 
desto hheres Gehalt verlangt er.
		-- Mark Twain
%
Es ist besser, ein junger Maikfer als ein alter Paradiesvogel zu 
sein.
		-- Mark Twain, Querkopf Wilsons Kalender
%
Schlager sind Texte, die gesungen werden mssen, weil sie zu dumm
sind, um gesprochen zu werden.
		-- Gisela Uhlen
%
Wer sich darber Sorgen macht, was seine Freunde von ihm denken, 
wre erstaunt, wenn er wte, wie selten sie es tun.
		-- Unbekannt
%
Manche Arbeiten mu man Dutzende Male verschieben, bevor man sie 
endlich vergit.
		-- Unbekannt
%
Ein Mann ist so alt, als er sich fhlt, eine Frau so alt, als sie 
aussieht.
		-- Joseph Unger
%
Einen Rat zu befolgen heit, die Verantwortung zu verschieben.
		-- Johannes Urzidil
%
Nicht die Aufgaben sollen einem ber den Kopf wachsen, sondern der
Kopf ber den Aufgaben wachsen.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Wer am Ruder ist, reit selten das Steuer herum.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden, aber sie schieen damit.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Wer andere in den Sattel hebt, mu sich nicht wundern, wenn sie
anschlieend auf dem hohen Ro sitzen.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Man empfindet es oft als ungerecht, da Menschen, die Stroh im Kopf
haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell
keiner nach.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Einen Menschen kennen, das heit ahnen, was er in Zukunft tun wird.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Nur werden die mter
leider nicht von Gott vergeben.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Geld nennt man heute Knete, weil man jeden damit weich bekommt.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Wir sind ein Volk der Denker, denn wir denken immer nur daran, was
andere wohl von uns denken.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Seine Ble bedeckt man - mit dem Partner.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Rache beendet die Ohnmacht der Wut.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Trinker nehmen den Mund zu voll.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Alkoholismus: Gift und Gegengift sind identisch.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Alkoholismus: Manche Liebe wird durch den Durst gelscht.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Alltag wird nur ertrglich durch das Nicht-Alltgliche.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
Das beste Mittel gegen Alltagstrott: Traben.
		-- Gerhard Uhlenbruck
%
1933 wollten viele aus Deutschland raus, heute wollen viele rein. Das
mu doch etwas bedeuten.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Der Englnder liebt das Gefhl, da er ber sich selbst lachen kann.
Er tut das aber nur, um den andern die Freude zu nehmen, ber ihn zu
lachen.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Um fr eine Party fnfzig Menschen aufzutreiben mu man in New York
hundert Einladungen verschicken. In Hollywood gengen fnfundzwanzig.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Ein Jubilum ist ein Datum, an dem eine Null fr eine Null von
mehreren Nullen geehrt wird.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Die Kindheit ist jene herrliche Zeit, in der man dem Bruder zum
Geburtstag die Masern geschenkt hat.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Die beste Frage ntzt nichts, wenn sie so lange dauert, da keine
Zeit zum Antworten bleibt.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Wer auf der Stelle tritt, kann nur Sauerkraut fabrizieren.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Es gibt Leute in Amerika, die haben Wichtigeres zu tun, als Prsident
zu sein.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Fernsehen ist die Rache des Theaters an der Filmindustrie.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Die Kirche sagt, Du sollst Deinen Nachbarn lieben.
Ich bin berzeugt, da sie meinen Nachbarn nicht kennt.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Wenn man schon der Gefangene seines eigenen Geistes ist, mu man ihn
sich doch wenigstens ordentlich einrichten.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Geld korrumpiert - vor allem jene, die es nicht haben.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Mut ist keine Vorbedingung fr den Verlust des Lebens.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Was die Welt vorwrts treibt, ist nicht die Liebe, sondern der
Zweifel.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Gott schuf die Welt in sechs Tagen. Erst die Menschen erfanden die
Fnftagewoche.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Die letzte Stimme, die man hrt, bevor die Welt explodiert, wird die
Stimme eines Experten sein, der sagt: 'Das ist technisch unmglich!'
		-- Sir Peter Ustinov
%
Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststck liegt darin, sie zu machen,
wenn keiner zuschaut.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Religion ist Gottes Werk, vom Teufel perfektioniert.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Religion ist Aberglaube. Das macht einem Menschen die Alternativen
bewut.
		-- Sir Peter Ustinov (Geflgelte Worte)
%
Nur die Pausen sind von mir. Und die sind ja auch sehr wichtig.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Um Optimist zu sein, mu man wirklich wissen , wie traurig die Welt
sein kann.  Ein Pessimist ist jemand, der es jeden Tag neu
herausfindet.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Das Alibi ist wie der Kredit. Wenn man beide nicht braucht, dann hat 
man sie.
		-- Sir Peter Ustinov
%
Niemand sollte sich allein gewaltigen Herausforderungen stellen. 
Selbst auf Noahs Arche gab es unter den Tieren weder Junggesellen noch
Jungfern.
		-- Peter Ustinov (Peter Ustinovs geflgelte Worte)
%
Es gibt nichts lteres als einen jungen Franzosen. Sie alle sind
geistig vorzeitig gealtert.
		-- Peter Ustinov (Peter Ustinovs geflgelte Worte)
%
Pariserinnen sind wahrhaft elegant. Sie bekommen keinen Schreck, 
wenn sie dreiig werden.
		-- Peter Ustinov (Peter Ustinovs geflgelte Worte)
%
Gott wei alles und Kurt Biedenkopf alles besser.
		-- Kurt Vailant
%
Ein Chef ist ein Mensch, der anderer bedarf.
		-- Paul Ambroise Valry
%
Die Grten haben es gewagt, auf das eigene Urteil zu bauen, und
ebenso die Dmmsten.
		-- Paul Ambroise Valry
%
Ich bin nicht immer Deiner Meinung.
		-- Paul Ambroise Valry
%
Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum
Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.
		-- Paul Ambroise Valry
%
Ernste Menschen haben selten Ideen. Ideenreiche sind nie ernst.
		-- Paul Ambroise Valry
%
Im Menschen sitzt ein Verrter, der 'Eitelkeit' heit und die
Geheimnisse gegen Schmeichelei preisgibt.
		-- Paul Ambroise Valry
%
Der Mensch macht von allem ein wenig; macht es im einzelnen weniger
gut als das hochspezialisierte Tier; aber beim Ganzen holt er auf.
		-- Paul Ambroise Valry
%
Hast und rastlose Geschftigkeit sind die Scheuklappen des modernen
Menschen gegenber den Dingen, auf die es im Leben wirklich ankommt.
		-- Evelyn Vaugh
%
Die Geschichte der Strafe ist in sehr vielen Dingen fr die Menschheit
nicht weniger beschmend als die Geschichte der Verbrechen.
		-- Giorgio del Vecchio
%
Ich lebe und das heit ich tanze mit dem Tod
		-- Herman van Veen
%
Mit jedem Schritt setzt Du Dein Leben aufs Spiel.
		-- Herman van Veen
%
Kunst ist eine Art zwanghafter Akrobatik.
		-- Emilio Vendova (ART - Das Kunstmagazin 1985 / 7)
%
Autobahn - Deutschlands grte Psychiatrie
		-- Henning Venske
%
Der religise Mensch liebt es, fr sein Brauchtum zu kmpfen, aber er
hat es, nach dessen ursprnglichen Sinngehalt zu leben.
		-- Henning Venske
%
Natrliche Dinge sind nicht unanstndig.
		-- Vergil (70-19 v. Chr.) 
%
Fr den Dichter ist die Perle eine Trne aus dem Meer, fr den
Orientalen ein erstarrter Tautropfen, fr die Damen ist sie ein
Schmuck, den sie an Finger, Hals oder Ohr tragen. Fr den Chemiker
jedoch ist sie ein Gemisch aus Phosphat und Kalziumkarbonat mit etwas
Gelantine. Und fr den Biologen ist sie einfach eine krankhafte
Sekretion des Organs, das in gewissen zweischaligen Muscheln Perlmutt
produziert.
		-- Jules Verne
%
Ich glaube, da eines Tages Wasserstoff und Sauerstoff allein oder
zusammen verwendet, eine unerschpfliche Quelle von Wrme und Licht
bilden werden.
		-- Jules Verne
%
Warum Ibrahim uns verlie?
Weil Kebab-Spie ihm Licht ausblies.
		-- Erste Allgemeine Verunsicherung
%
Erst waren die Wlder, dann die Htten, dann die Stdte und zuletzt 
die Akademien.
		-- Giambattista Vico (Neue Wissenschaft)
%
Aller Anhang ist schwer.
		-- Raimund Vidranyi
%
In der Welt der Frauen zhlen nur die anderen Frauen.
		-- Esther Vilar
%
Die Ehe ist eine obszne Einrichtung zur Ausbeutung der Mnner.
		-- Esther Vilar
%
Jede wahre Liebe ist auf Achtung begrndet.
		-- George Villiers
%
Man spricht so lang, bis man sich widerspricht.
		-- Francois Villon
%
Wenn die Mnner die Schnheit einer Frau mehr schtzen als ihre Intelligenz,
so hat das seinen Grund darin, da es mehr Dummkpfe gibt als Blinde.
		-- Louise de Vilmorin
%
Das Rezept fr Gelassenheit ist ganz einfach: Man darf sich nicht ber
Dinge aufregen, die sich nicht zu ndern sind.
		-- Helen Vita (eigentl. Helene Reichel)
%
Frher brauchte man nur ein Taschentuch fallen zu lassen, und schon
strzten die Mnner herbei. Heute knnte man einen Bstenhalter
verlieren, und keiner rhrt einen Finger.
		-- Helen Vita (eigentl. Helene Reichel)
%
Frauen sind wie Fluglotsen, wenn sie nicht mgen, kann keiner landen.
		-- Helen Vita
%
Jeder Dummkopf ist imstande, in irgendeinem Momente zum Helden zu 
werden. Aber der echte groe Mann ist im alltglichen Leben noch gro.
		-- Swami Vivekananda
%
Auch in der Politik gilt, da Salome auf ihrem Teller keinen
pensionierten Kopf wnscht. Interessiert ist sie nur an Kpfen von
Leuten in Amt und Wrden.
		-- Franz Vranitzky
%
Was konomisch auf Dauer falsch ist, kann politisch auf Dauer nicht
richtig sein.
		-- Franz Vranitzky
%
Der Satiriker ist ein Mann, der seines Lebens nicht sicher ist, weil
er die Wahrheit zur Schau trgt.
		-- Christian August Vulpius
%
Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht.
		-- Karl Valentin
%
Kunst ist schn. Macht aber viel Arbeit.
		-- Karl Valentin
%
Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind.
		-- Karl Valentin
%
Wissen Sie schon, da man ein weiches Ei nicht als Zahnstocher
benutzen soll?
		-- Karl Valentin
%
Die Zukunft war frher auch besser.
		-- Karl Valentin
%
Eine gute Kchin braucht kein Thermometer.
		-- Karl Valentin
%
Es ist schon alles gesagt, nur nicht von allen.
		-- Karl Valentin
%
Frauen leben nur deshalb lnger als Mnner, weil die Mnner frher
sterben.
		-- Karl Valentin
%
Hoffentlich wirds nicht so schlimm wie es ist.
		-- Karl Valentin
%
Mgen htte ich schon wollen, aber drfen hab ich mich nicht getraut.
		-- Karl Valentin
%
Wer mchte sich ber die Irrtmer der Antike verwundern, wenn er 
bedenkt, da heute, in dem philosophischsten aller Jahrhunderte, sehr viele und 
sehr kluge Menschen nicht wagen wrden, zu dreizehn zu speisen?
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Reflexionen und Maximen)
%
Unsere Handlungen sind nicht so lasterhaft wie unsere Absichten.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Reflexionen und Maximen)
%
Achtung nutzt sich ab wie Liebe.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Reflexionen und Maximen)
%
Es ist schwer, jemanden so zu achten, wie er geachtet werden will.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Reflexionen und Maximen)
%
Es kommt oft vor, da man uns achtet in dem Mae, wie wir uns selbst
achten.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Nachgelassene Maximen)
%
Manche wren sehr erstaunt zu erfahren, worauf ihre Achtung vor den 
Menschen beruht.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Nachgelassene Maximen)
%
Stets zu unterscheiden zwischen achtenswert und liebenswert ist ein
Kennzeichen von Beschrnktheit: Die groen Seelen lieben von Natur aus
alles, was ihre Achtung verdient.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Reflexionen und Maximen)
%
Wir sind weniger beleidigt von der Verachtung der Dummkpfe als von
der nur mittelmigen Schtzung durch geistreiche Leute.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Wir verlangten nicht so ehrgeizig die Achtung der Menschen, wenn wir
sicherer wren, sie zu verdienen.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues (Nachgelassene Maximen)
%
Nichts ist fr Menschne auf hohen Posten leichter, als sich das Wissen
andere anzueignen.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Die Schngeister haben eine Platz in der guten Gesellschaft besetzt,
aber den letzten.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Das Geheimnis der kleinsten natrlichen Freude geht ber die Vernunft
hinaus.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Beredte Menschen sprechen mit solcher Klarheit, da die meisten
glauben, sie sprchen auch tief.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Auf den Rat vieler hin tut man selten etwas Rechtes.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Allzu groes Mitrauen ist ebenso schdlich wie allzu groes
Vertrauen. Wer das Risiko, hintergangen zu werden, nicht auf sich
nehmen will, wird es im Leben nicht allzu weit bringen.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Wer Groes vollbringen will, mu leben, als ob er niemals sterben
wrde.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Die Kunst zu gefallen, ist die Kunst zu tuschen.
		-- Luc de Clapiers Vauvenargues
%
Armselig der Schler, der seinen Meister nicht bertrifft.
		-- Leonardo da Vinci (Philosophische Tagebcher)
%
Wer nicht kann, was er will, mu wollen, was er kann.
Denn das zu wollen, was er nicht kann, wre tricht.
		-- Leonardo da Vinci
%
Wer sich in einer Streitfrage auf die Autoritt beruft, gebraucht
nicht die Vernunft, sondern eher das Gedchnis.
		-- Leonardo da Vinci
%
Wahrlich ist der Mensch der Knig aller Tiere, denn seine Grausamkeit
bertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde
Grabsttten!
		-- Leonardo da Vinci
%
Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit
unglaublicher Gewalt daherfahren.
		-- Leonardo da Vinci
%
Die Mitteilungsmglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste,
was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt,
aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und ntzlich.
Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine groe Lge.
		-- Leonardo da Vinci
%
Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet
wird, wie das Verbrechen am Menschen.
		-- Leonardo da Vinci
%
So wie das Eisen auer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser
verdirbt oder bei Klte gefriert, so verkommt der Geist ohne bung.
		-- Leonardo da Vinci
%
Wer ein Argument vortrgt und sich dabei auf seine Autoritt beruft,
verwendet nicht seine Intelligenz; er setzt lediglich sein Gedchtnis
ein.
		-- Leonardo da Vinci
%
Die Ungleichheit ist die Ursache aller rtlichen Bewegungen.
		-- Leonardo da Vinci
%
Wer das Leben nicht schtzt, der verdient es nicht.
		-- Leonardo da Vinci
%
Wer die Mauer untergrbt, wird unter ihr begraben.
		-- Leonardo da Vinci
%
Die Arroganz der Kleinen ist es, immer von sich, die der Groen nie
von sich zu reden.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die ntzlichsten Bcher sind die, die den Leser anregen, sie zu
ergnzen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die Industrie mte gefrdert werden, aber die blhende Industrie
mte dann ihrerseits auch den Staat untersttzen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafr
einsetzen, da du es sagen darfst.
		-- Franois Marie Voltaire
%
In der ersten Hlfte des Lebens opfert man seine Gesundheit,
um Geld zu verdienen.
In der zweiten Hlfte des Lebens opfert man sein Geld,
um die Gesundheit wiederzuerlangen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die Ppste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon berzeugt, da
ihre Macht ausschlielich auf der Unwissenheit beruht, da sie immer
wieder die Lektre des einzigen Buches verboten haben, das ihre
Religion verkndet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir
verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu
lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und
trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten;
erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.
		-- Franois Marie Voltaire
%
berall sind es die Mnche, die die Menschen verdorben haben. Der
weise und gelehrte Leibniz hat es eindeutig nachgewiesen. Er hat
gezeigt, da das 10. Jahrhundert, das man das Jahrhundert der Roheit
nennt, viel weniger barbarisch war als das 13. und die folgenden
Jahrhunderte, in denen diese Massen von Bettlern entstanden, die das
Gelbde ablegten, auf Kosten der Laien zu leben und diese zu
bedrcken.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen,
springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt was zu verdienen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Der Mensch wird ohne Grundstze, aber mit der Fhigkeit geboren, sie
alle in sich aufzunehmen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Jeder Mensch kommt mit einer sehr groen Sehnsucht nach Herrschaft,
Reichtum und Vergngen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die
Welt.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Alle Menschen sind gleich. Nicht die Geburt, nur die Tchtigkeit macht
einen Unterschied.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Auf hundert verschiedene Weise will ich wiederholen, da man
niemals Gott etwas Gutes tut, wenn man den Menschen Bses tut.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die ersten Christen mssen schon ein ziemlich schlechtes Bild von sich
gegeben haben, wenn man sie der Menschenfresserei beschuldigte. Ich
meinerseits mu gestehen, mir wre es lieber, wenn sie damals ein oder
zwei kleine Jungen gefressen htten, statt so viele Unschuldige zu
verbrennen, die Massaker der Albigenser, der Einwohner von Mrindol
und Carbrires, der Bartholomusnacht und so viele andere Greueltaten
zu begehen. Dieser Schandfleck ist unser besonderes Kennzeichen.
Unsere Religion mu schon sehr wahr sein, da niemals der Gedanke
aufgetaucht ist, da man ihr vielleicht schaden knnte, wenn man sie
in dieser Weise predigte.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Seine Meinung fr den Willen Gottes auszugeben, seinen Glauben unter
Androhung der Todesstrafe und ewiger Seelenqualen anderen
aufzuzwingen, ist bei einigen Menschen zum hchsten Grad an
Geistesdespotismus geworden; umd diesen beiden Drohungen zu
widerstehen, wurde bei anderen zur letzten Anstrengung der natrlichen
Freiheit.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Ich bin berzeugt, da die christliche Religion seit Konstantin mehr
Menschen vernichtet hat als es heute Einwohner in Europa gibt.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen, was man
wei.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Je fter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den
Anschein der Klugheit.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie Dummheit mit guten
Manieren.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Eine dumme, einfltige Frau ist ein Segen des Himmels.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Arbeit ist hufig der Vater des Vergngens.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die Arbeit hlt drei bel von uns fern: Langeweile, Laster und Hunger.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Arbeit bewahrt uns vor drei groen beln: der Langeweile, dem Laster
und der Not!
		-- Franois Marie Voltaire
%
Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Lgen ist nur dann ein Laster, wenn es Bses stiftet, dagegen eine
sehr groe Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.
		-- Franois Marie Voltaire
%
In einer irrsinnigen Welt vernnftig sein zu wollen, ist schon wieder
ein Irrsinn fr sich.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist
alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die Ehrgeizigen und die Wollstigen haben nur selten Zeit zu denken.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewiheit ist eine
absurde.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Es hat Verzweiflung oft die Schlachten schon gewonnen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Wenn es keinen Gott gbe, mten wir ihn erfinden.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Man kann von den Propheten nicht verlangen, da sie immer irren.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Der Friede ist noch mehr wert als die Wahrheit.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Es gibt hier Arten, seine Zeit zu vertun: Nichts zu tun, es ungenau zu
tun, oder im falschen Augenblick zu tun.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Wer nicht den Verstand seines Alters hat, der hat das ganze Unglck
seines Alters.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die Gtter sind gut, die Priester grausam.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Gott ist ein Komdiant, der vor einem Publikum spielt, das zu
ngstlich zum Lachen ist.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Die Zwietracht war die Wiege der christlichen Religion, und sie wird
wahrscheinlich ihr Grab sein.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Wird man es fr mglich halten, da es bei den Papisten Gerichtshfe
gegeben hat, die so schwachsinnig, niedertrchtig und barbarisch
waren, arme Brger zum Tode zu verurteilen, die kein anderes
Verbrechen begangen hatten, als in der Fastenzeit Pferdefleisch
gegessen zu haben? Dieses Vorkommnis ist nur zu wahr: ich halte ein
solches Urteil in Hnden...
		-- Franois Marie Voltaire
%
Jeder Fanatiker ist ein Schuft aus Gewissensgrnden...
		-- Franois Marie Voltaire
%
Man warf Montezuma vor, da er Gefangene seinen Gttern opfere: was
wrde er wohl gesagt haben, wenn er ein Autofdaf gesehen htte?
		-- Franois Marie Voltaire
%
Das Bedauerliche ist, da, kaum hatte die christliche Religion den
Sieg davongetragen, ihre Heiligkeit auch schon durch Christen entweiht
wurde, die sich ihrem Rachedurst hingaben, whrend ihr Triumph in
ihnen doch gerade den Geist des Friedens htte wachrufen sollen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Dies ist der Gipfel des Monstrsen und Lcherlichen, Gott als einen
kleinlichen, unsinnigen und barbarischen Despoten zu verknden, der
einigen seiner Favoriten heimlich ein unverstndliches Gesetz mitteilt
und die brigen des Volkes umbringt, weil sie dieses Gesetz nicht
gekannt haben.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Ich verabscheue, was Sie sagen: ich werde Ihr Recht, es zu sagen, bis
zum Tod verteidigen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Alle Kriege sind Raubzge.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unntzer
Kenntnisse.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Ehe: das einzige Abenteuer, in das sich auch die Feigen strzen.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Atheismus kann als das Laster der weniger intelligenten Menschen 
gelten, der Aberglaube aber als das Laster der Toren.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Der Fanatismus ist fr den Aberglauben, was das Delirium fr das 
Fieber, was die Raserei fr den Zorn.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Ist es nicht so, da die Menschen aus Gewohnheit aberglubisch 
und aus Instinkt Schurken sind?
		-- Franois Marie Voltaire (Potpourri)
%
Je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger 
Fanatismus, desto weniger Unheil.
		-- Franois Marie Voltaire (Philosophisches Wrterbuch)
%
Wir achten die Toten mehr als die Lebenden. Man sollte aber beide 
ehren.
		-- Franois Marie Voltaire
%
Wer seinem Lande treu dient, braucht keine Ahnen.
		-- Franois Marie Voltaire (Mrope)
%
Wir wollen uns dessen aber nicht rhmen, da wir die ltesten sind,
sondern darauf bedacht sein, stets die Gerechtesten zu sein.
		-- Franois Marie Voltaire (Die Briefe Amabeds)
%
Denk Dir nur mal die Alpen weg.
Was da bleibt, ist mein Deich.
		-- Otto Waalkes
%
Das einzige Zeitgeme am Bergsteigen ist der Abstieg. In einer Zeit,
die nach dem Lehrsatz lebt, da maximaler Lustgewinn dadurch zu
erzielen ist, da man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in
einer solchen Zeit mu man absteigen und nicht aufsteigen.
		-- Franz X. Wagner (Alpines Alphabet)
%
Auch in einem Knigshaus lernt man wie die Affen: Indem man die Eltern 
beobachtet.
		-- Charles, Prince of Wales
%
Die positiven ganzheitlichen Erfahrungen vieler Naturreligionen hat
das Christentum ausgemerzt. An die Stelle des Sanften,
Lebensbewahrenden ist das Harte, Zerstrerische getreten. Die weien
Europer, die als Konquistadoren, als Eroberer mit dem Schwert ihren
Glauben verbreiteten, haben den Vlkern Amerikas und Afrikas nicht nur
die Lebensgrundlagen geraubt, sondern mit der Zerstrung der
Religionen auch die kulturelle Identitt. Und sie haben berall hin
ihre unchristliche Philosophie mitgebracht: Besitz- und Profitsucht.
		-- Gnter Wallraff
%
Der Mensch ist nicht frei, wenn er einen leeren Geldbeutel hat.
		-- Lech Walesa
%
Nicht ntig auf den Spiegel zu schelten, wenn die Fratze schief ist.
		-- Martin Walser
%
Wenn ein einziges Mal zwei Mnner zusammenhlfen, wrden sie einen
ungeheuren Sieg erringen.
		-- Martin Walser
%
Auch Krnkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer
trifft's.
		-- Martin Walser
%
Wer mit dem Kreuz auf einen 'Feind' eindringt, hat eine Waffe in der
Hand, kein Kreuz mehr.
		-- Martin Walser
%
Siegen und Triumphieren mgen herrlich sein soviel sie wollen, immer
aber bleiben am Erfolg die Trnen von Enttuschten und
Zugrundegerichteten kleben.
		-- Robert Walser
%
Jeder Abschied ist eine Mobilmachung fr die Erinnerung.
		-- Hellmut Walters
%
Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber tglich einen neuen Tag.
		-- Hellmut Walters
%
Der Festtag leistet sich Prinzipien, der Alltag lebt von 
Kompromissen.
		-- Hellmut Walters
%
Der Sufer macht nur einen Schluck zuviel: den ersten.
		-- Hellmut Walters
%
Vorurteile sind Fertigteile. Damit kann man sich die Welt leicht und
schnell zusammenbauen.
		-- Hellmut Walters
%
Das gute Gedchtnis ist wie ein Sack, es behlt alles. Das bessere
Gedchtnis ist wie ein Sieb, es behlt nur, worauf es ankommt.
		-- Hellmut Walters
%
Jedes Ding hat zwei Seiten. Fanatiker sehen nur die eine.
		-- Hellmut Walters
%
Sobald eine Sache schiefgegangen ist, nennt man sie 'Experiment',
dieses Wort ist doch das Lieblingswort der Pechvgel.
		-- Robert Penn Warren
%
Freiheit - hat sie erst einmal Wurzeln geschlagen - ist eine Pflanze,
die sehr schnell wchst.
		-- George Washington
%
Regierung ist nicht Vernunft, nicht Beredsamkeit - sondern Gewalt.
		-- George Washington
%
C: Ich mchte nicht lnger "Junge" genannt werden. Ich finde den Ausdruck
   demtigend und sexistisch.
H: Wie mchtest Du dann genannt werden?
C: Genetisch bevorzugter Jugendlicher.
		-- Bill Watterson (aus "Calvin and Hobbes")
%
Manchmal denke ich, der beste Beweis dafr, da es anderswo im
Universum intelligentes Leben gibt, ist der, da noch keiner versucht
hat, Kontakt mit uns aufzunehmen. 
		-- Calvin alias Bill Watterson
%
Ich bin frei, denn ich bin einer Wirklichkeit nicht ausgeliefert, ich
kann sie gestalten.
		-- Paul Watzlawik
%
Ebenso wie der ein schlechter Soldat ist, dessen einziges Ziel darin
besteht, der Gefangennahme zu entkommen, ist jener ein schlechter
Christ, dessen einziges Ziel ist, der Hlle zu entgehen.
		-- Evelyn Waugh
%
Heute sehen viele Mdchen aus wie Mnner, die wie Mdchen aussehen.
		-- John Wayne
%
Welche Religion ist die Wahre? Fr die Masse jede, fr den denkenden
Menschen nur die, die er sich selbst aufbaut.
		-- A. O. Weber
%
Dienen muss der faltenreiche Kirchenmantel hundert Zwecken: Ehrsucht,
Habsucht, Machtgelste muss er decken.
		-- Friedrich Wilhelm Weber (Dreizehnlinden)
%
Die Umwelt nimmt die Gestalt des Herzens an. Dem Mrrischen antwortet
die Welt mrrisch oder berhaupt nicht.
		-- Josef Magnus Weber
%
Wer Politik treibt, erstrebt Macht.
		-- Max Weber
%
Es gibt zwei Arten, aus der Politik einen Beruf zu machen: Entweder
man lebt fr die Politik oder aber von der Politik.
		-- Max Weber
%
Glcklich kann kein Gott und Knig euch machen, wenn ihr es selbst
nicht knnt.
		-- Max Weber
%
Es ist durchaus richtig, und alle geschichtliche Erfahrung besttigt
es, da man das Mgliche nicht erreicht htte, wenn nicht immer
wieder in der Welt nach dem Unmglichen gegriffen worden wre.
		-- Max Weber
%
Nur auf dem Boden harter Arbeit bereitet sich normalerweise der
Einfall vor.
		-- Max Weber
%
Der Neid ist meistens eine Nummer grer als der Flei.
		-- Peter Weck
%
Junggesellen wissen, da man einer Frau nicht zu lange den Hof machen
darf, weil man ihn sonst kehren mu.
		-- Peter Weck
%
Immer noch werden Hexen verbrannt auf den Scheiten der Ideologie!
		-- Konstantin Wecker
%
Ein Zensor ist ein Beamter, der Dinge empfiehlt, indem er sie verbietet.
		-- Frank Wedekind, 1864-1918
%
man soll die Mnner so nehmen, wie sie sind und die Frauen, wie sie
sein mchten.
		-- Frank Wedekind
%
Das glnzendste Geschft in dieser Welt ist die Moral.
		-- Frank Wedekind
%
Eine Pointe ist, was einem nicht einfllt, wenn man es am dringendsten
braucht.
		-- Peter Wehle
%
Politik ist die Kunst das Notwendige mglich zu machen.
		-- Herbert Wehner
%
ber Freiheit kann jeder reden, aber nur in der Freiheit.
		-- Herbert Wehner
%
Wer im Liebesrausch ist, dem steht der Verstand still.
		-- Herbert Wehner
%
Quartalsufer versuchen immer wieder, Bruderschaft mit ihrem rgsten 
Feind zu trinken.
		-- Wolfram Weidner
%
Alkoholiker haben allen Grund, auf ihre Gesundheit zu trinken.
		-- Wolfram Weidner
%
Pension ist die begehrteste Alterserscheinung.
		-- Wolfram Weidner
%
Die flexible Altersgrenze hat eine Frau erfunden.
		-- Wolfram Weidner
%
Nach der Ausrufung der Republik wurde der Adel in sterreich
abgeschafft. An seine Stelle ist der Besitz eines Abonnements bei den
Konzerten der Wiener Philharmoniker getreten.
		-- Hans Weigel 
%
Das zweite Gesetz der Thermodummheit: In jeder geschlossenen Denkweise
bleibt die Ignoranz konstant oder nimmt zu.
		-- Richard Wein
%
Warum sollte man nicht auch in einer Gaststtte das Abendmahl 
feiern? Jesus hat schlielich nichts anderes getan.
		-- Egino Weinert
%
Wissen ohne Gewissen wird zur grten Gefahr fr die Menschen.
		-- Victor Frederic Weisskopf
%
Funktion: Physiker, Arbeiten zur Kern- und Elementarteilchen-Physik
		-- Victor Frederic Weisskopf
%
Wenn man einen Hammer in die Hand nimmt,
sieht die ganze Welt wie ein Nagel aus.
		-- Joseph Weizenbaum
%
Der Politik ist eine bestimmte Form der Lge zwangslufig zugeordnet:
das Ausgeben des fr eine Partei Ntzlichen als das Gerechte.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
Die Kirche hat nicht den Auftrag, die Welt zu verndern. Wenn sie aber
ihren Auftrag erfllt, verndert sich die Welt.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
Was man wei, kann man korrigieren. Was verborgen bleibt, ist eine
glimmende Zeitbombe.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
berall dort, wo die Wissenschaft neue Erkenntnisse gewinnt, schafft
sie grundstzlich auch neue Macht.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
Das Ideal lt sich am Besten an den Opfern messen, die es velangt.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
Politik ist der stets neu zu schaffende Kompromi von Macht und
Vernunft.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
Freiheit ist ein Gut, da durch Gebrauchen wchst, durch
Nichtgebrauch dahinschwindet.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
Daraus, da die Sonne bisher jeden Tag aufgegangen ist, folgt logisch
nicht, da sie es morgen wieder tut.
		-- Carl Friedrich von Weizscker
%
Auch die Mehrheit kann sich irren.
		-- Richard von Weizscker
%
Man knnte froh sein, wenn die Luft so rein wre wie das Bier.
		-- Richard von Weizscker
%
Von den Chinesen knnten wir derzeit viel lernen. Sie haben fr Krise
und Chance dasselbe Schriftzeichen.
		-- Richard von Weizscker
%
Das beste Mittel gegen Verdrossenheit ist es, sich selbst zu 
aktivieren.
		-- Richard von Weizscker
%
Das Wichtigste ist in erster Linie, da man zu Selbertun und nicht
zur Passivitt erzogen wird.
		-- Richard von Weizscker (Interview 1985)
%
Auch nach der Schulzeit gibt es kein Entrinnen vor den Bibelwerfern.
		-- Frank Welker
%
In der Bundeswehr wird man nun als Erwachsener vor die Alternative
gestellt Latrinen zu putzen oder den Gottesdienst zu besuchen.
		-- Frank Welker
%
Kein Problem ist unlsbar fr denjenigen,
der das Problem nicht selbst lsen mu.
		-- A. H. Weller
%
Es kommt nicht daruf an, was fr einen Hut man auf dem Kopf hat,
sondern was fr einen Kopf unter dem Hut.
		-- Herbert George Wells
%
Moralische Entrstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
		-- Herbert George Wells (Die Zeitmaschine)
%
Schmeicheleien sind wie Falschgeld; sie machen denjenigen rmer, der
sie empfngt.
		-- Herbert George Wells
%
Interessante Selbstgesprche setzen einen klugen Gesprchspartner
voraus.
		-- Herbert George Wells
%
Erfahrungen sammeln heit Fehler begehen.
		-- Herbert George Wells
%
Kompromi ist, wenn alle unzufrieden sind.
		-- M. Wendel
%
In Hollywood gibt es keinen Taxifahrer, der nicht am Abend Drehbcher
schreibt.
		-- Wim Wenders
%
Der Whler legalisiert die Handlungen, die spter gegen ihn
unternommen werden.
		-- Herbert Wener
%
Die Jahre machen nicht alt. Das Altsein macht alt.
		-- Lisa Wenger
%
Was wir Aberglauben nennen, das ist oft nur das Zittern und 
Wallen der erwrmten Luft um die aufrechte Flamme des Glaubens.
		-- Franz Werfel (Zwischen Oben und Unten)
%
Zwischen zu frh und zu spt liegt immer nur ein Augenblick.
		-- Franz Werfel
%
Der sicherste Reichtum ist die Armut an Bedrfnissen.
		-- Franz Werfel
%
Frauen sind so alt, wie sie sich fhlen; Mnner sind alt, wenn sie
ihre Gefhle verlieren.
		-- Mae West
%
Die Ehe ist eine sehr gute Institution, aber ich bin nicht reif fr
eine Institution.
		-- Mae West
%
Alles Schne im Leben hat einen Haken: es ist unmoralisch, illegal
oder es macht dick.
		-- Mae West
%
Frauen mit Vergangenheit interessieren die Mnner, weil die Mnner
hoffen, da sich die Vergangenheit wiederholt.
		-- Mae West
%
Ich war arm und ich war reich. Glaube mir, reich ist besser.
		-- Mae West
%
Wenn ich zwischen zwei beln whlen mu, so entscheide ich mich immer
fr das, was ich bisher noch nicht kennengelernt habe.
		-- Mae West, "Klondike Annie"
%
Es ist mir nicht gelungen, den Feminismus zu definieren. Alles, was
ich wei, ist dies: Ich werde von Leuten als Feministin bezeichnet,
wenn ich mich nicht mit einem Abtreter verwechseln lasse.
		-- Rebecca West
%
Hilfsbereitschaft innerhalb einer Gemeinschaft kann nicht durch
behrdlich Erlasse hergestellt werden. Sie mu in den Herzen der
Menschen entstehen.
		-- Sigmund Widmer
%
Die Frauen bringen jedes Abenteuer um seinen Duft, indem sie dem
flchtigen Erlebnis Dauer gewhren wollen.
		-- Billy Wilder
%
Amerikaner werden mitrauisch, wenn man nicht einer von ihnen werden
will - im Gegensatz zu Franzosen, Englndern, Schweden und den meisten
anderen Vlkern, die es gerade mitrauisch macht, wenn man zu ihnen
gehren mchte.
		-- Billy Wilder
%
Manche Leute drcken nur ein Auge zu, damit sie besser zielen knnen.
		-- Billy Wilder
%
Religion wird ihre alte Macht nicht wiedergewinnen, bis sie nderungen
ebenso ins Gesicht sehen kann wie die Wissenschaft.
		-- Alfred North Whitehead
%
Von Ideen kann man nicht leben: man mu etwas mit ihnen anfangen.
		-- Alfred North Whitehead
%
Am Abend eines Lebens werden die groen und wichtigen Dinge klarer, so 
wie in der Landschaft die Linien klarer werden. Unsere Waage wird
zuverlssiger und gerechter, und sie wird auch milder. Und milder wird
auch die Trauer um die groe Erkenntnis, da wir aufhren mssen,
Mensch zu sein, gerade in dem Augenblick, in dem wir begonnen haben,
es zu werden.
		-- Ernst Wiechert
%
Es ist die Aufgabe des Managements, den Mitarbeitern Visionen zu
geben; das ist die allerbeste Motivation.
		-- Wendelin Wiedeking (Porsche)
%
Zwischen Mnnern und Parfms gibt es einen wichtigen Unterschied:
Parfms verduften, wen man eine Flasche aufmacht.
		-- Hanne Wieder
%
Da die Frauen das letzte Wort haben, beruht hauptschlich darauf, da
den Mnnern nichts mehr einfllt.
		-- Hanne Wieder
%
Nur zu oft sind die Gtter bloe Drahtpuppen ihrer Priester.
		-- Christoph Martin Wieland
%
Ich glaube nicht an die Kollektivschuld. Die Schuldigen sind schuldig,
aber die Kinder der Schuldigen sind Kinder.
		-- Elie Wiesel
%
Die gute alte Zeit ist nichts anderes als eine rckwrts datierte
Utopie.
		-- Erich Wiesner
%
Der Alltag ein Metronom. Wir gehorchen dem Diktat seines Pendels.
		-- Heinrich Wiesner
%
Je mehr Licht man in die Kirchengeschichte bringt, desto dunkler
wird's.
		-- Heinrich Wiesner
%
Der donnernde Gott, der zrnende Gott, der rchende Gott. Was fr ein
Choleriker.
		-- Heinrich Wiesner
%
Manche Menschen drcken nur deshalb ein Auge zu, um besser zielen zu
knnen.
		-- Billy Wilder
%
Das Leben hat keinen Sinn, auer dem, den wir ihm geben. Es ermutigt
den Menschen nicht, noch demtigt es ihn.
		-- Thornton Wilder
%
Das ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brcke
zwischen ihnen ist die Liebe - das einzig Bleibende, der einzige
Sinn...
		-- Thornton Wilder
%
Schlagwrter sind keine Argumente, sondern nur zur Faust geballte
Gedanken.
		-- Thornton Wilder
%
Ein berma an Hoffnung ist nicht ungefhrlich. Es wirkt wie rtliche
Betubung der Tatkraft.
		-- Thornton Wilder
%
Jede Dummheit findet einen, der sie macht.
		-- Tennessee Williams
%
Die Menschen von heute wnschen das Leben von bermorgen zu den
Preisen von vorgestern.
		-- Tennessee Williams
%
Die Menschen frherer Zeiten waren genauso schlecht wie wir. Sie
wuten es nur nicht so genau.
		-- Tennessee Williams
%
Frauen lieben die Besiegten, aber sie betrgen sie mit den Siegern.
		-- Tennessee Williams
%
An den Kritikern berrascht mich am meisten, wie man in so kurzer Zeit
eine Kritik schreiben kann ber ein Stck, das so lange zu seiner
Entstehung braucht.
		-- Tennessee Williams
%
Der Mann braucht zum vollkommenen Glck einen zuverlssigen Freund,
die Frau eine zuverlssige Feindin.
		-- Tennessee Williams
%
Ein Prognostiker ist ein Mann, der in lichten Momenten dstere
Ahnungen hat.
		-- Tennessee Williams
%
Die Sterne, die wir am Himmel sehen, gibt es vielleicht gar nicht
mehr.
Genauso verhlt es sich mit den Idealen frherer Generationen.
		-- Tennessee Williams
%
Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien ber Kindererziehung.
Jetzt habe ich sechs Kinder und keine Theorie.
		-- John Wilmot, Earl of Rochester
%
Sommer und Winter lassen sich in England leicht unterscheiden: im
Sommer ist der Regen wrmer.
		-- Colin Wilson
%
Die eifrigsten Reformer haben lernen mssen, da sie sich jeglicher
Macht berauebn, wenn Sie den schwerflligen Massen zu weit voraneilen.
		-- Thomas Woodrow Wilson
%
Reich zu sein heit nicht, sich einen Ferrari kaufen zu knnen,
sondern einen zu verbrennen.
		-- Dietmar Wischmeyer
%
Man verkauft nicht die Erde, auf der die Menschen wandeln.
		-- Tashunka Witko
%
Ich bin ein Indianer und die Weien halten mich fr dumm - wohl deshalb
weil ich den Rat des weien Mannes befolge.
		-- Tashunka Witko
%
Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen der Welt.
		-- Ludwig Wittgenstein
%
Worber mann nicht reden kann, darber sollte man schweigen.
		-- Ludwig Wittgenstein (Tractatus logico philosophicus)
%
Die Bedeutung eines Menschen, die Kraft seiner geistigen Strahlung, 
sprt man auch dann noch, wenn er sich im Alltag bewegt.
		-- Friedrich Witz
%
Ironie ist eine Beleidigung in Form eines Kompliments.
		-- Edwin Whipple
%
Was auch immer Frauen tun, sie mssen es doppelt so gut wie Mnner
tun, um fr halb so gut gehalten zu werden.  Glcklicherweise ist das
nicht schwer.
		-- Charlotte Whitton
%
Wo ein Messer einmal tief ins Fleisch geschnitten hat,
tut die Beruehrung mit einer Feder weh.
		-- Christa Wolf
%
Wahre Schtze liegen tief - besonders die menschlichen.
		-- Wolperin
%
Schnheit ist nicht nur das Aussehen, sondern alles, was wir an einem
Menschen als schn empfinden.
		-- Wolperin
%
Trennungen sind letztendlich immer eine Folge von zu wenig Vertrauen.
		-- Wolperin
%
Bildung ist das, was brigbleibt, wenn wir vergessen, was wir gelernt haben.
		-- Edward Frederick Lindley Wood
%
"The New Yourk Times" wird von denen gelesen, die das Land
regieren. "The Washington Post" wird von denen gelesen, die denken,
sie regierten das Land.  "The National Enquirer" wird von denen
gelesen, die denken, Elvis wrde leben und regierte das land.
		-- Robert J Woodhead (trebor@biar.UUCP)
%
Kunst ist kein Abbild der realen Welt.
Eine ist, bei Gott, mehr als genug.
		-- Virginia Woolf
%
Wir konnten oft der US-Regierung helfen, schnell zu reagieren, wenn
eine solche Bestechung im Ausland geschehen ist oder geplant wird, was
den amerikanischen Unternehmen Vorteile in Hhe von Milliarden von
Dollar verschafft hat. Die meisten dieser Unternehmen erfahren
niemals, da sie von uns untersttzt worden sind, und sie sagen oft
ffentlich, da sie dies nicht bentigen.  Das ist das Wesen der
Geheimdienstarbeit.
		-- CIA-Direktor James Woolsey
%
Wenn in 1000 Jahren knftige Generationen die Rest unserer Kultur
ausgraben - was werden sie finden?
Badewannen und Splmaschinen.
		-- Frank Lloyd Wright
%
Nur selber rudern macht dicke Arme.
		-- Peter Wrzeciono
%
Wer am Boden liegt, wird erst recht getreten!
		-- Peter Wrzeciono
%
Die Kunst liegt in der Beschrnkung auf das Wesentliche.
		-- Peter Wrzeciono
%
Das Genie entdeckt die Frage, das Talent beantwortet sie.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Schweigen ist ein kstlicher Genu, aber um ihn ganz auszuschpfen,
mu man einen Gefhrten haben. Allein ist man nur stumm.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Ein guter Einfall ist wie der Hahn am Morgen. Gleich krhen andere
Hhne mit.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Es ist erstaunlich, wie vorurteilsfrei wir zu denken vermgen, wenn es
gilt, eine Dummheit vor uns selbst zu rechtfertigen.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Zu den herbsten Enttuschungen des Lebens zhlen oft die erfllten
Wnsche.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Wer nichts Bses tut, hat damit noch nichts Gutes getan.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Der hauptschliche Wert der gemeinen Religion besteht heutzutage
darin, dem Menschen die Erkenntnis seiner vollkommenen
Bedeutungslosigkeit zu ersparen.
		-- Karl Heinrich Waggerl (Aphorismen)
%
Man soll das Schicksal nicht mit Vorschlgen verrgern. Es legt zuviel
Wert auf seine eigenen Einflle.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Heutzutage hat keiner genug, weil jeder zuviel hat.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Wie einfach wre das Leben, wenn sich die unntigen Sorgen von den
echten unterscheiden lieen!
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Nichts ist einfacher als sich schwierig auszudrcken, und nichts ist
schwieriger als sich einfach auszudrcken.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Eine halbe Wahrheit ist nie die Hlfte einer ganzen.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Es erfordert zuweilen mehr Mut, den Gegner zu fliehen, als ihn
anzugreifen.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Das Vorurteil ist die hochnsige Empfangsdame im Vorzimmer der
Vernunft.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Die Herrschenden zimmern ihren Thron nicht mehr selber. Darum wissen
sie auch nicht, wo er brchig ist.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Wir meinen die Natur zu beherrschen, aber wahrscheinlich hat sie sich
nur an uns gewhnt.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Leute, die nichts von sich halten, sind auch schlechte Menschenkenner.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Ein Fremdwort ist wie ein unscharfes Photo.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Nichts erfordert mehr geist, als nichts zu tun zu haben und trotzdem
nichts zu tun.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Man nimmt dem Menschen das Beste, wenn man ihn von seinen Fehlern
trennen will.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Seine Fehler verzeihen wir dem Nchsten lieber als seine Vorzge.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Was die Gesellschaft ffentliche Meinung nennt, heit beim einzelnen
Menschen Vorurteil.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Wenn ich meinen Nchsten verurteile, kann ich mich irren, wenn ich ihm
verzeihe, nie.
		-- Karl Heinrich Waggerl
%
Die Aberglubischen, ein geheimer Orden.
		-- Heinrich Waggerl, Nachla
%
Jeder Abschied ist ein Abschied fr immer. So sehr ist alles dem
Wechsel unterworfen.
		-- Heinrich Waggerl, Aphorismen
%
Ich gedenke oft solcher Politiker, wenn ich im Dorfe von einem Hund
angebellt werde, der zweite nachbellt, und alle bellen, und keiner
kann sagen warum.
		-- Karl Julius Weber
%
Was Richterstuhl und Polizei fr den Brger, mu die ffentliche
Meinung fr Regenten und ihre Minister werden.
		-- Karl Julius Weber
%
Wir kmmern uns nicht, da wir nicht dagewesen sind, ehe wir geboren
wurden. Warum uns kmmern, nicht mehr da zu sein, wenn wir gestorben
sind?
		-- Karl Julius Weber
%
Religion ist ein Prisma, von dessen sieben Farben jeder seine
Lieblingsfarbe whlen mag; alle aber rhren nur von einem
Sonnenstrahl.
		-- Karl Julius Weber (Demokritos)
%
Verschiedenheit der Religionsmeinungen findet sich nur bei
Alltagsmenschen. Leute von Geist haben nur eine Religion.
		-- Karl Julius Weber (Demokritos)
%
Gott braucht weder Weihrauch noch Myrrhen, weder Kerzen noch Gebet,
Gesang und Musik, weder Messen noch Predigten noch Tempel, und daher
bleibt das Wort Gottesdienst ein dummes Wort.
		-- Karl Julius Weber (Demokritos)
%
Petrus soll sogar Franklin, der ihm offen beichtete, da er keine
andere Religion habe als das Naturgesetz und die Menschenliebe,
zugeflstert haben: "Komm herein und nimm Platz, wo du willst!"
		-- Karl Julius Weber (Demokritos, Weitere
		Religionsbetrachtungen eines einfltigen Laien) 
%
Religion ist reine Sache des Gemts und der Phantasie wie der Poesie,
und man zerstrt das Wesen beider, wenn man sie unter Vernunftsregeln
bringen will.
		-- Karl Julius Weber (Demokritos VII)
%
Bitte vermehre entweder meinen Kredit oder vermindere meinen Appetit!
Ich bitte dich um nichts als um das Notwendigste, ein bichen
reichlich freilich! Ich bitte dich auch nicht um Gut und Geld, sondern
zeige mir nur, wo es ist!
		-- Karl Julius Weber (Demokritos, Gebet eines Gascogners)
%
Das Leben wird gegen Abend, wie die Trume gegen Morgen, immer klarer.
		-- Karl Julius Weber
%
In der Jugend sind wir in der Regel sanguinisch, in spteren Jahren 
cholerisch, nach der Ernte der Erfahrungen mehr oder weniger
melancholisch und im hohen Alter stumpf wie das Phlegma.
		-- Karl Julius Weber
%
Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, mu sich 
vernnftigerweise auf die gewhnliche Hefe gefat machen.
		-- Karl Julius Weber
%
Gott wird mich bewahren vor der Schwche oder dem Stolz vieler 
Alter, die jeden fr einen Esel halten, der nicht grau ist.
		-- Karl Julius Weber
%
Beliebtheit sollte kein Mastab ft die Wahl von Politikern sein.
Wenn es auf die Popularitt ankme, sen Donald Duck und die Muppets
lngst im amerikanischen Senat.
		-- Orson Welles
%
Wozu weibliche Unvernunft imstande ist, hat sich schon an der Idee
erwiesen, sich von einer sprechenden Schlange Ditvorschriften geben
zu lassen.
		-- Orson Welles
%
Geld ist jener sechste Sinn, der den Genu der anderen fnf erst
mglich macht.
		-- Orson Welles
%
Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen,
aber sie haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun.
		-- Orson Welles
%
Recht zu haben, ist nur halb so schn, wenn kein anderer Unrecht hat.
		-- Orson Welles
%
Liebe ist ein Zeitwort, ein Verhltniswort, ein Zahlwort oder ein
Umstandswort - je nachdem.
		-- Orson Welles
%
Fernsehen ist Kaugummi fr die Augen.
		-- Orson Welles
%
Idioten sind eine weise Einrichtung der Natur, die es den Dummkpfen
erlaubt, sich fr klug zu halten.
		-- Orson Welles
%
In Amerika regiert der Prsident fr vier Jahre und der Journalismus
fr immer und ewig.
		-- Oscar Wilde
%
Jeder Erfolg, den man erzielt, schafft uns einen Feind. Man mu
mittelmig sein, wenn man beliebt sein will.
		-- Oscar Wilde
%
Migung ist eine verhngnisvolle Sache, denn nichts ist so
erfolgreich wie der Exze.
		-- Oscar Wilde
%
Wer nicht die Frauen hinter sich hat, bringt es in der Welt zu keinem
Erfolg.
		-- Oscar Wilde
%
Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg.
		-- Oscar Wilde
%
Jedermann kann fr die Leiden eines Freundes Mitgefhle aufbringen. Es
bedarf aber eines wirklich edlen Charakters, um sich ber die Erfolge
eines Freundes zu freuen.
		-- Oscar Wilde
%
Es ist wichtiger, da sich jemand ber eine Rosenblte freut, als
da er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt.
		-- Oscar Wilde
%
Wir knnen im Leben hchstens eine groe Erfahrung haben, und das
Geheimnis des Lebens ist, diese Erfahrung so oft wie mglich wieder zu
haben.
		-- Oscar Wilde
%
Das Leben ist eine Komdie fr jene, die denken, eine Tragdie aber
fr jene, die fhlen.
		-- Oscar Wilde
%
Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.
		-- Oscar Wilde
%
Wir leben in einem Zeitalter der berarbeitung und der Unterbildung,
in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleiig sind, da sie
verdummen.
		-- Oscar Wilde
%
Leben - es gibt nichts Selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen
existieren nur.
		-- Oscar Wilde
%
Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das wichtigste im Leben.
Heute, da ich alt bin, wei ich: Es stimmt.
		-- Oscar Wilde
%
Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glcklich zu
werden, wie man allein gewesen ist.
		-- Oscar Wilde
%
Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.
		-- Oscar Wilde
%
Versuchungen sollte man nachgeben. Wer wei, ob sie wiederkommen.
		-- Oscar Wilde
%
Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben.
		-- Oscar Wilde
%
Das Publikum fhlt sich am wohlsten, wenn eine Mittelmigkeit zu ihm
redet.
		-- Oscar Wilde
%
Alle guten Vorstze haben etwas Verhngnisvolles. Sie werden
unweigerlich zu frh gefat.
		-- Oskar Wilde
%
Die Frauen haben einen wunderbaren Instinkt fr die Dinge. Sie
bemerken alles, mit Ausnahme des Selbstverstndlichen.
		-- Oscar Wilde
%
Der Gebildete widerspricht den anderen, der wahre Weise sich selbst.
		-- Oscar Wilde
%
Ich whle meine Freunde nach ihrem guten Aussehen, meine Bekannten
nach ihrem Charakter und meine Feinde nach ihrem Verstand.
		-- Oscar Wilde
%
Ich bin offen gesagt, kein Freund langer Verlbnisse. Sie geben den
Brautleuten Gelegenheit, ihren Charakter schon vor der Hochzeit zu
entdecken, was wie ich meine, niemals ratsam ist.
		-- Oscar Wilde
%
Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klassen.
		-- Oscar Wilde
%
Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen, welche das
Unglaubliche glauben, und diejenigen, welche das Unwahrscheinliche
tun.
		-- Oscar Wilde
%
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
		-- Oscar Wilde
%
Es gibt nur eine Unannehmlichkeit, die peinlicher ist, als in aller
Munde zu sein: nicht in aller Munde zu sein.
		-- Oscar Wilde
%
Das ist die Kunst des Gesprchs: Alles zu berhren und sich in nichts
zu vertiefen.
		-- Oscar Wilde
%
Zuerst lieben die Kinder ihre Eltern; dann kritisieren sie sie.
Selten, wenn berhaupt, verzeihen sie ihnen.
		-- Oscar Wilde
%
Ein Mann kann mit jeder Frau glcklich werden, solange er sie nicht
liebt.
		-- Oscar Wilde
%
Die Mnner heiraten, weil sie mde sind, die Frauen, weil sie
neugierig sind. Beide werden enttuscht.
		-- Oscar Wilde
%
Bigamie: eine Frau zuviel.
Monogamie: dasselbe.
		-- Oscar Wilde
%
Man sollte nie einer Frau trauen, die einem ihr wirkliches Alter
verrt. Eine Frau, die einem das erzhlt, wrde einem auch alles
andere erzhlen.
		-- Oscar Wilde
%
Mnner knnen analysiert, Frauen nur angebetet werden.
		-- Oscar Wilde
%
Frauen sind Gemlde. Mnner sind Probleme. Wenn Sie wissen wollen, was
eine Frau wirklich meint - was brigens immer ein gefhrliches
Unterfangen ist - sehen Sie sie an, und hren Sie ihr nicht zu.
		-- Oscar Wilde
%
Gegenber sehr attraktiven Frauen ist der Mann der Schutzbedrftige.
		-- Oscar Wilde
%
In Prfungen stellen Narren Fragen, die Weise nicht beantworten
knnen.
		-- Oscar Wilde
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Nur Leute, die ihre Rechnungen bezahlen, brauchen Geld, und ich
bezahle meine nie.
		-- Oscar Wilde (Das Bildnis des Dorian Gray)
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Fortschritt ist eine Verwirklichung von Utopien.
		-- Oscar Wilde
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Nichts ist so gefhrlich wie das Allzumodernsein. Man gert in Gefahr,
pltzlich aus der Mode zu kommen.
		-- Oscar Wilde
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Der einzige Unterschied zwischen einer Laune und der 'ewigen Liebe'
besteht darin, da die Laune etwas lnger dauert.
		-- Oscar Wilde
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Der einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Snder ist, da
jeder Heilige eine Vergangenheit und jeder Snder eine Zukunft hat.
		-- Oscar Wilde
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Ich gebe Ratschlge immer weiter. Es ist das einzige, was man damit
anfangen kann.
		-- Oscar Wilde
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Wer nicht auf seine Weise denkt, denkt berhaupt nicht.
		-- Oscar Wilde
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Im Examen stellen Toren Fragen, auf die Weise nicht antworten knnen.
		-- Oscar Wilde
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Ungehorsam ist fr jeden, der die Geschichte kennt, die recht
eigentliche Tugend des Menschen.
		-- Oscar Wilde
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Die Weltgeschichte ist die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wre.
		-- Oscar Wilde
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Vergib stets Deinen Feinden, nichts verdriet sie so.
		-- Oscar Wilde
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In der Wahl seiner Feinde kann der Mensch nicht vorsichtig genug sein.
		-- Oscar Wilde
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Der Kultivierte bedauert nie einen Genu. Der Unkultivierte wei
berhaupt nicht, was ein Genu ist.
		-- Oscar Wilde
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Es gibt nur zwei Arten von Menschen, die wirklich fesseln: Leute, die
alles wissen und Leute, die berhaupt nichts wissen.
		-- Oscar Wilde
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Die Wissenschaft ist auer Reichweite der Moral, denn ihre Augen sind
auf ewige Wahrheiten geheftet.
		-- Oscar Wilde
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Moral ist die Haltung, die wir Leuten gegenber einnehmen, gegen die
wir eine persnliche Abneigung haben.
		-- Oscar Wilde
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Es gibt weder moralische noch unmoralische Bcher. Bcher sind gut
oder schlecht geschrieben, nichts sonst.
		-- Oscar Wilde
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Die Moral ist immer die letzte Zuflucht der Leute, welche die
Schnheit nicht begreifen.
		-- Oscar Wilde
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Die Bcher, die von der Welt unmoralisch genannt werden, sind Bcher,
die der Welt ihre eigene Schande zeigen.
		-- Oscar Wilde
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Die Anzahl unserer Neider besttigen unsere Fhigkeiten.
		-- Oscar Wilde
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Mode: kurze Zeitspanne, in der das vllig verrckte als normal gilt.
		-- Oscar Wilde
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Mode ist eine so unertrgliche Form der Hlichkeit, da wir sie
alle sechs Monate ndern mssen.
		-- Oscar Wilde
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Witz ist Intellekt auf dem Bummel.
		-- Oscar Wilde
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Die Religion? - Der beliebte Ersatz fr den Glauben.
		-- Oscar Wilde
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Wer liebt, denkt nicht. Und wer denkt, liebt nicht.
		-- Oscar Wilde
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Es kommt fr jeden der Augenblick der Wahl und der Entscheidung.
		-- Oscar Wilde
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Macht ist die einzige Lust, deren man nicht mde wird.
		-- Oscar Wilde
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Jedes Nachdenken ber gutes oder schlechtes Benehmen zeugt von einem
Stillstand der geistigen Entwicklung.
		-- Oscar Wilde
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Man umgebe mich mit Luxus. Auf das Notwendige kann ich verzichten.
		-- Oscar Wilde
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Demokratie ist nichts anderes, als das Niederknppeln des Volkes durch
das Volk fr das Volk.
		-- Oscar Wilde
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Ein Mord ist immer ein Fehler.  Man sollte niemals etwas tun, ber
da man nach dem Essen nicht mehr reden kann.
		-- Oscar Wilde, "The Picture of Dorian Gray"
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Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht der Versager.
		-- Oscar Wilde
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In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Lande zur
Unterhaltung der anderen.
		-- Oscar Wilde
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Junggesellen sollten hohe Steuern zahlen. Es ist nicht gerecht, da
einige Mnner glcklicher sein sollen als andere.
		-- Oscar Wilde
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Das Wesen der Romantik ist die Ungewiheit.
		-- Oscar Wilde
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Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Irrtmern gibt.
		-- Oscar Wilde
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Alle guten Triebe sind richtig.
		-- Oscar Wilde
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Nur der Oberflchliche kennt sich selbst.
		-- Oscar Wilde
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Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt
zur Hlle.
		-- Oscar Wilde
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Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen.
		-- Oscar Wilde
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Arbeit ist der Fluch der trinkenden Schichten.
		-- Oscar Wilde
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Heutzutage kennen die Leute vor allem den Preis und nicht den Wert.
		-- Oscar Wilde
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Nichts nehmen die Menschen so bel, als wenn sie keine Einladung
bekommen.
		-- Oscar Wilde
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Die Liebe beginnt damit, da man sich selbst betrgt, und sie endet
damit, da man andere betrgt.
		-- Oscar Wilde
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Eine strenge und unumstliche Regel, was man lesen sollte und was
nicht, ist albern. Man sollte alles lesen. Mehr als die Hlfte unserer
heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten.
		-- Oscar Wilde
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Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten
zufrieden.
		-- Oscar Wilde
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Um manche Delikte zu begreifen, gengt es, die Opfer zu kennen.
		-- Oscar Wilde
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Patriotismus ist die Tugend der Bosheit.
		-- Oscar Wilde
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Es ist sehr gefhrlich, zuzuhren. Hrt man zu, kann man berzeugt
werden, und wer sich durch ein Argument berzeugen lt, ist ein von
Grund auf unvernnftiger Mensch.
		-- Oscar Wilde
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In frheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient
man sich der Presse.
		-- Oscar Wilde
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Ich glaube nicht an den Fortschritt, sondern an die Beharrlichkeit der
menschlichen Dummheit.
		-- Oscar Wilde
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Denken ist herrlich, aber noch herrlicher ist die Erregung des 
Abenteuers.
		-- Oscar Wilde
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Die Frauen bringen jedes Abenteuer um seinen Duft, indem sie dem 
flchtigen Erlebnis Dauer gewhren wollen.
		-- Oscar Wilde
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Unseren Feinden haben wir viel zu verdanken. Sie verhindern, da wir
uns auf die faule Haut legen.
		-- Thornton Niven Wilder
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Auch die beunruhigendste Gegenwart wird bald Vergangenheit sein. Das
ist immerhin trstlich.
		-- Thornton Niven Wilder
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Viel Schlechtes entsteht, indem man Gutes bertreibt.
		-- Thornton Niven Wilder
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Ratschlge sind wie abgetragene Kleider: Man benutzt sie ungern, auch
wenn sie passen.
		-- Thornton Niven Wilder
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Wenn ein Mann keine Laster hat, besteht die Gefahr, da er seine
Tugenden in Laster verwandelt.
		-- Thornton Niven Wilder
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Das Leben hat keinen Sinn, auer dem, den wir ihm geben. Es ermutigt
den Menschen nicht, noch demtigt es ihn.
		-- Thornton Niven Wilder
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Schlagwrter sind keine Argumente, sondern nur zur Faust geballte
Gedanken.
		-- Thornton Niven Wilder
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Es gibt keinen greren Hochmut als den der Fachleute.
		-- Thornton Niven Wilder
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Es gibt nur ein Elend, und das ist Unwissenheit.
		-- Thornton Niven Wilder
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Wenn wir sicher zu Hause sitzen, wnschen wir uns, wir htten ein
Abenteuer zu bestehen.
		-- Thornton Niven Wilder
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Geschichtsschreibung ist Planung fr die Vergangenheit.
		-- Thornton Niven Wilder
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Wenn Krieg ist, denkt man ber ein besseres Leben nach, wenn Frieden
ist, ber ein bequemeres.
		-- Thornton Niven Wilder
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Leute, die selber Zwiebeln essen, knnen nicht gut beurteilen, ob
andere Zwiebeln gegessen haben oder nicht.
		-- Thornton Niven Wilder
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Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.
		-- Thornton Niven Wilder
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Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, knnen uns
weniger ber sie sagen, als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren
hat.
		-- Thornton Niven Wilder
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Das Gedchtnis ist der Diener unserer Interessen.
		-- Thornton Niven Wilder
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Einzig das Christentum hat das Folter- und Hinrichtungswerkzeug des
Kreuzes zu seinem Symbol erhoben, das Wohn-, Schul-, Kranken- und
Gerichtsrume "schmckt". ... Das Christentum zog dann auch von Anfang
an eine blutige Spur durch die Geschichte, wie keine andere Religion.
		-- Ernst von Xylander
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Verschwendete Zeit ist Dasein; nutzbringend verbrachte Zeit ist Leben.
		-- Edward Young
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Die Deutschen sind sicherlich das einzige Volk auf Erden, das ein
schlechtes Gewissen mehr geniet als eine schne Frau.
		-- Peter Zadek
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Amerika ist ein Land der Gesetze, schlecht geschrieben und
willkrlich in Kraft gesetzt.
		-- Frank Zappa
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Die Ehe ist ein Paradies.
Mit einem Stacheldraht drum herum.
		-- Adnan Zelkanovic
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Der Mensch hat Augen, die nicht alles sehen.
Der Mensch hat Ohren, die nicht alles hren.
Warum sollte er dann ein Gehirn haben, das alles versteht?
		-- Adnan Zelkanovic
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Geld kann man nicht verdienen, sondern nur jemand anderem wegnehmen.
		-- Adnan Zelkanovic
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Des Menschen sensibelstes Organ ist sein Geldbeutel.
		-- Adnan Zelkanovic
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Nur wer Geld hat, ist ohne glcklich.
		-- Adnan Zelkanovic
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Gott hat uns nicht erschaffen, sondern wir Ihn.
		-- Adnan Zelkanovic
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Die gefhrlichsten Menschen der Welt, sind Wissenschaftler mit
Geldsorgen.
		-- Adnan Zelkanovic
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Mode ist das was man kaufen soll.
		-- Adnan Zelkanovic
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Erwachsen werden bedeutet, zu vergessen, da man als Kind noch die
Welt retten wollte.
		-- Adnan Zelkanovic
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Jeder schliet von sich auf andere und bercksichtigt nicht, da es
auch anstndige Menschen gibt.
		-- Heinrich Zille
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Ich kann in einem Tag tausend adeln und zu Rittern machen; aber so
mchtig bin ich nicht, da ich in tausend Jahren einen Gelehrten
machen knnte.
		-- Julius Wilhelm Zincgref (Apophthegmata)
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Wer die Welt sieht, wie sie ist, kann frhlich neues schaffen.
		-- Jrg Zink
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Da wir wissen, da Gott nichts Bses tun kann, lt sich leicht
erraten, woher die Frau kommt.
		-- mile Zola
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Die Whrheit marschiert, und nichts kann sie aufhalten.
		-- mile Zola
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Ich in nicht Optimist, ich mchte Optimist sein.
		-- mile Zola
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Das Internet - "Tummelplatz von Kriminellen der belsten Sorte"
		-- Walter Zuber (SPD)
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Die eine Hlfte des Lebens ist Glck, die andere ist Disziplin - und
die ist entscheidend, denn ohne Disziplin knnte man mit seinem Glck
nichts anfangen.
		-- Carl Zuckmayer
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Das Theater ist weder eine Schulstube noch ein Priesterseminar. Die
Leute sollen entweder lachen oder flennen. Oder beides.
		-- Carl Zuckmayer
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Der Schalf ist fr manche Menschen der fruchtbarste Teil ihres
Daseins.
		-- Carl Zuckmayer
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Ich bin der Schrecken aller Waschmaschinen
Und kann mit jeder Art von Flecken dienen.
		-- Rolf Zuckowski
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Eine Religion, welche nicht oder nicht mehr fhig ist, sich auf die
Hhe der erworbenen Wissenschaft zu erheben, ist eine tote Religion.
		-- Leopold Zunz
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Es ist vielleicht das einzige Stck Freiheit, das man sein ganzes
Leben ununterbrochen besitzt: Die Freiheit, das Leben wegzuwerfen.
		-- Stefan Zweig
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Einer mu den Frieden beginnen wie den Krieg.
		-- Stefan Zweig
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Wer einmal zu sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser
Welt mehr verlieren.
		-- Stefan Zweig
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Wahrhaftigkeit und Politik wohnen selten unter einem Dach.
		-- Stefan Zweig
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Klug sein hat noch nie einen Menschen an Dummheiten gehindert.
		-- Stefan Zweig
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Nur wer frh seine Seele weit auszuspannen gelernt hat, vermag spter
die ganze Welt in sich zu fassen.
		-- Stefan Zweig
